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Zweite TF nach über 10 Jahren. MPU mit KT möglich? Ersttäter?

Nick91

Neuer Benutzer
Hallo zusammen,

hier erstmal mein ausgefüllten Fragebogen:

FB Alkohol

Zur Person
Geschlecht: Männlich
Größe: 1,72 Meter
Gewicht: 105 KG
Alter: 36

Was ist passiert?
Datum der Auffälligkeit: April 2026
BAK: 1,67 Promille
Trinkbeginn: ca. 16 Uhr
Trinkende: ca. 20 Uhr
Uhrzeit der Blutabnahme: ca. 21.30 Uhr

Stand des Ermittlungsverfahrens
Gerade erst passiert: Nein
Strafbefehl schon bekommen: Ja
Dauer der Sperrfrist: 9 Monate

Führerschein
Hab ich noch: Nein
Hab ich abgegeben: Ja
Hab ich neu beantragt: Ja
Habe noch keinen gemacht:

Führerscheinstelle
Hab schon in meine Akte geschaut Ja/Nein: Nein
Sonstige Verstöße oder Straftaten?: Nein
Genaue Fragestellung der FSSt (falls bekannt): Nicht bekannt

Bundesland: BW


Konsum
Ich trinke noch Alkohol, wenn ja wie oft wieviel: Ja, max. 1 Trinkeinheit / Monat
Ich lebe abstinent seit:

Abstinenznachweis
Haaranalyse ja/nein: Nein
Urinscreening ja/nein: Nein
PEth-Analytik ja/nein: Nein
Keinen Plan?:

Leberwerte ja/nein seit wann, wieviele: 1x im Juli 2026, Werte i.O.

Aufarbeitung
Suchtberatungsstelle aufgesucht?: Nein
Selbsthilfegruppe (SHG): Nein
Psychologe/Verkehrspsychologe: Nein
Kurs für verkehrsauffällige Autofahrer: Nein
Ambulante/stationäre Therapie: Nein
Keine Ahnung:

MPU
Datum: ich plane die MPU im Dezember 2026
Welche Stelle (MPI): Noch nicht entschieden
Schon bezahlt?: Nein
Schon eine MPU gehabt? Ja, im Jahr 2014 (also über 10 Jahre her)
Wer hat das Gutachten gesehen?:
Was steht auf der letzten Seite (Beantwortung der Fragestellung)?:

Altlasten
Bereits durch Alkohol auffällig geworden Punkte oder sonstige Straftaten:

TF im Jahr 2013 mit 2,4 Promille, MPU dazu im Jahr 2014 bestanden mit KT.


Hallo liebe Forumsmitglieder,

ich hatte im April 2026 eine TF mit 1,67 Promille und muss nun eine MPU machen.
Meine Sperrfrist endet im Januar 2027 und ich habe die große Hoffnung dann auch wieder meinen Führerschein zu haben.

Nun habe ich ein paar Fragen an die Experten:

1. Ist es möglich die MPU mit kontrolliertem Trinken ohne irgendwelche Nachweise ( Haaranalyse / Urinscreening ) zu bestehen?

2. Mir ist klar dass eine 2. MPU normalerweise ohne Abstinenz nicht zu bestehen ist.
Meine 1. MPU ist aber über 10 Jahre her, d.h. ich müsste doch als Ersttäter eingestuft werden ?

3. Ich wollte Akteneinsicht bei der Führerscheinstelle beantragen. Die Dame meinte telefonisch, dass ich nicht vorbeikommen bräuchte, da meine Akte leer sei!
( Sie sehe zwar Intern dass es eine Straftat / MPU in 2014 gab, dies werde aber nicht an das MPI gesendet)

Kann ich dies so glauben?

Ich hatte Erstgespräche bei 2 verschiedenen MPU Vorbereitern, und beide meinten unabhängig voneinander dass ich:
1. Die MPU mit KT niemals bestehen werde und 1 Jahr Abstinenz nachweisen muss, und
2. Dass definitiv in meiner Akte etwas von der ersten (über 10 Jahre alten MPU) stehen wird und der Gutachter dass dann defintiv wissen wird.

Ich bitte euch um Hilfe, ich bin echt verzweifelt... (Ich weiß auch nicht ob ich jetzt der Dame von der Führerscheinstelle glauben soll oder den beiden MPU Vorbereitern)

Liebe Grüße

Nick
 
Moin,
ohne ein Profi zu sein, aber wie sollte deine Akte leer sein? Zumindest die Sachverhalte aus April 26, Entzug der FE und Sperre muss doch enthalten sein. Woher weiß dann die FSST dass du MPU machen sollst/ musst? Verstehe ich nicht.
Vielleicht hat sie deinen Namen falsch verstanden....
 
@bernie

ich habe mich unglücklich ausgedrückt. Klar die Sache aus 2026 steht natürlich in der Akte, aber ansonsten wäre sie wohl "leer" laut der Dame von der Führerscheinstelle. Also die damalige MPU von 2014 ist nicht mehr enthalten.
 
"ansonsten", vielleicht wohl (oder auch nicht?) - Was spricht gegen die Einsichtnahme. Nur dann hast du Gewissheit und erlebst zumindest diesbezüglich keine Überraschungen!
 
Schön, dass du hier gelandet bist :smiley138:

Nun habe ich ein paar Fragen an die Experten:

1. Ist es möglich die MPU mit kontrolliertem Trinken ohne irgendwelche Nachweise ( Haaranalyse / Urinscreening ) zu bestehen?
Ja, wenn du in A3 ( Alkoholgefährdung ) kategorisiert wirst.
Es wird empfohlen, zumindest die letzten 3 Monate risikoarmen Konsum forensisch nachzuweisen.

kT ist nur in A2 ( Missbrauch ) möglich, und zwar engmaschig forensisch und therapeutisch begleitet und dokumentiert.

2. Mir ist klar dass eine 2. MPU normalerweise ohne Abstinenz nicht zu bestehen ist.
Meine 1. MPU ist aber über 10 Jahre her, d.h. ich müsste doch als Ersttäter eingestuft werden ?
Die FEB ist verpflichtet, eine Akte zu bereinigen.
Da deine Neuerteilung 2014 (?) war, ist deine 1.MPU nicht mehr in den Akten.

3. Ich wollte Akteneinsicht bei der Führerscheinstelle beantragen. Die Dame meinte telefonisch, dass ich nicht vorbeikommen bräuchte, da meine Akte leer sei!
( Sie sehe zwar Intern dass es eine Straftat / MPU in 2014 gab, dies werde aber nicht an das MPI gesendet)
Kann ich dies so glauben?
Ja.
Trotzdem würde ich in jedem Falle Akteneinsicht nehmen.

Ich hatte Erstgespräche bei 2 verschiedenen MPU Vorbereitern, und beide meinten unabhängig voneinander dass ich:
1. Die MPU mit KT niemals bestehen werde und 1 Jahr Abstinenz nachweisen muss, und
Rein formal ist das nicht richtig ( zu kT sagte ich ja schon etwas ).
Es geht um risikoarmen Konsum.

2. Dass definitiv in meiner Akte etwas von der ersten (über 10 Jahre alten MPU) stehen wird und der Gutachter dass dann defintiv wissen wird.
Nein ( s.o. )
 
So, nun aber weg von formal- / juristischen Dingen.

Du wirst vor der MPU gefragt, ob du schon eine oder mehrere MPUs hattest.
Ich persönlich lehne Lügen ab, insbesondere in einer MPU.
Bei einer guten Aufarbeitung ist Lügen völlig unnötig, da du mit reinem Herzen, offenem Visier und geradem Rücken alle Fragen beantworten kannst und mit einer positiven Prognose „belohnt“ wirst…

Zu Abstinenznachweisen / Einordnung in die Hypothesen:
Wir arbeiten hier nachhaltig.
Das bedeutet, dass wir bei einer Aufarbeitung helfen, die FE nicht nur wiederzuerlangen, sondern auch langfristig zu behalten.
Insofern kann ich dir, insbesondere bei deiner Vorgeschichte, nur dringend raten, eine Aufarbeitung mit mindestens 15 Monaten AN zu machen, die dazu dient, dein Alkoholproblem nachhaltig in den Griff zu bekommen.
Ja, das ist ein langer, sehr steiniger Weg, der auch noch barfuß zurückgelegt werden muss, aber er wird sich lohnen, nicht nur für die MPU, sondern für dein Leben.
Du bist es dir Wert !
 
Da deine Neuerteilung 2014 (?) war, ist deine 1.MPU nicht mehr in den Akten.
..aber die Neuerteilung ist im System vermerkt. :)
Ein Gutachter weiss, dass da mit höchster Wahrscheinlichkeit eine MPU dahinter stand.
Wenn Du nun im Fragebogen lügst und der Gutachter nach dem Grund der "Neu"Erteilung fragt ...

... ist die MPU nach 5 Minuten vorbei. H-Null gestorben.
Das ist so ziemlich der schnellste Weg, eine MPU gegen die Wand zu fahren (ok, vllt mit der Ausnahme, zum Termin betrunken zu erscheinen).

Vielleicht noch was Zwischenmenschliches: Die meisten Gutachter sehen sich erstmal als Dein Verbündeter. Ja, wirklich. Die Führerscheinstelle hat Zweifel an Deiner Fahreignung, der Gutachter an Deiner Seite soll somit als Dein Verbündeter mit Deiner Hilfe diese Zweifel ausräumen.
Ja nun... wenn Verbündete mitbekommen, dass sie belogen werden, hören sie ganz schnell auf, verbündet zu sein. Kann man nachvollziehen, stimmts?
 
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