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1,62 Promille

vasenfreund

Neuer Benutzer
Hallo wertes Forum,
ich bin neu hier, dies ist mein erster Beitrag, möchte mich kurz vorstellen.

Habe mir an einem Abend Ende November letzten Jahres was zu essen holen wollen beim Asiaten. Fünf Kilometer hin und wieder fünf Kilometer zurück. Ein Kilometer vor zuhause wurde ich gestoppt. BAK 1,63 Promille, zuvor 1,46 beim Atemalkohol, Führerschein wurde gleich eingezogen.

Alkoholkonsum unklar an diesem Tag, ich denke mal so etwa sechs, sieben Flaschen Piccolo 0,2 l und 0,5 l Bier bis zum Führerscheinverlust. Hatte aber schon morgens/vormittags angefangen zu trinken.

Strafbefehl über nur 900 Euro, da ich zur Zeit arbeitslos bin und kein Einkommen habe.

Ende März stationärer Entzug für fünf Tage. Bis heute trocken. Beantrage gerade ambulante Reha bei Diakonie, 40 Einheiten, Kombination aus Einzelgesprächen und Gruppengesprächen.

Habe morgen Beratung-Termin bei Verkehrspychologen beim TÜV (80 Euro).

Beruflich (z. Zt. noch arbeitssuchend) käme mir der Führerscheinbesitz sehr entgegen und würde einiges erleichtern, denn auf viele Jobs brauche ich mich gar nicht erst bewerben ohne Führerschein.

War übrigens 20 Jahre trocken, bzw. konnte kontrolliert trinken. Seit Frühjahr 2024 langsame Dosissteigerung, danach mehrere berufliche Mißerfolge und persönliche Probleme, deswegen noch weitere Dosissteigerung. Zur der Zeit oft Kontrollverlust und Filmrisse, Entzugssymptomatik wenn ohne Alkohol.


FRAGEBOGEN:

Zur Person
Geschlecht: männlich
Größe: ca. 177 cm
Gewicht: ca. 90 kg
Alter: 56

Was ist passiert?
Datum der Auffälligkeit: 25. November 2025
BAK: 1,62 Promille
Trinkbeginn: ca. 10 Uhr
Trinkende: ca. 19
Uhrzeit der Blutabnahme: 20:07 Uhr

Stand des Ermittlungsverfahrens
Gerade erst passiert: Nein, der Vorfall war vor knapp einem halben Jahr
Strafbefehl schon bekommen: Ja, datiert von Mitte April, also vor etwa vier Wochen
Dauer der Sperrfrist: Wiedererteilung frühestens nach 8 Monaten, steht so im Strafbefehl

Führerschein
Hab ich noch: Nein
Hab ich abgegeben: Ja
Hab ich neu beantragt: Nein
Habe noch keinen gemacht: -

Führerscheinstelle
Hab schon in meine Akte geschaut Ja/Nein: Nein
Sonstige Verstöße oder Straftaten?: Nein, nichts aktuelles
Genaue Fragestellung der FSSt (falls bekannt):

Bundesland: M-V


Konsum
Ich trinke noch Alkohol, wenn ja wie oft wieviel: Nein
Ich lebe abstinent seit: Ende März 2026

Abstinenznachweis
Haaranalyse ja/nein: Nein
Urinscreening ja/nein: Nein
PEth-Analytik ja/nein: Nein
Keinen Plan?: Denke gerade drüber nach, vielleicht Kombination Urin / Haare

Leberwerte ja/nein seit wann, wieviele: Beim stationären Entzug, viele schlechte Leberwerte (z.B. Gamma-GT bei 13-facher Normalwertgrenze)

Aufarbeitung
Suchtberatungsstelle aufgesucht?: Ja
Selbsthilfegruppe (SHG): Folgt, bei ambulanter Reha, evtl. noch weitere Selbsthilfegruppe
Psychologe/Verkehrspsychologe: Erstmal eine Beratung nächste Woche beim TÜV (80 Euro)
Kurs für verkehrsauffällige Autofahrer: Nein
Ambulante/stationäre Therapie: Stationärer Entzug
Keine Ahnung: -

MPU
Datum: Noch kein Termin
Welche Stelle (MPI): Noch unklar, vielleicht / wahrscheinlich TÜV (?)
Schon bezahlt?: Nein
Schon eine MPU gehabt? Nein
Wer hat das Gutachten gesehen?: Wurde noch nicht erstellt
Was steht auf der letzten Seite (Beantwortung der Fragestellung)?: Wurde noch nicht erstellt

Altlasten
Bereits durch Alkohol auffällig geworden Punkte oder sonstige Straftaten: Zweimal Führerscheinverlust vor über 20 Jahren, davon eine Verjährung, bis heute keine MPU nötig gewesen


Danke schon mal bis hierhin.

Mit freundlichem Gruß
Stefan
 
Lieber Stefan
Schön das du hergefunden hast.
Ich gehe mal davon aus das du mit Abhängigkeit also A1 in die MPU gehen möchtest, da Du die Begrifflichkeit „trocken“ verwendest.
Hast du schon mit Abstinenz nachweisen angefangen?
Mich würde interessieren warum du im November den Führerschein verloren hast aber trotzdem bis märz weiter konsumiert hast (ohne das persönlich Werten zu wollen).
Wenn du knapp bei Kasse bist, kannst du den Termin beim Verkehrspsychologen erst einmal sparen, da du Minimum zwölf Monate Abstinenznachweise erbringen musst.
Ich bin selbst auch mit A1 in die MPU gegangen, und musste 15 Monate Abstinenznachweis mitbringen (auch mit ambulanter Reha) da das erlernte Verhalten nach Therapie Abschluss erprobt sein sollte.
Zum Rest äußern sich die Profis hier. Du kannst dich hier im Forum gut vorbereiten und so die Kosten für den Verkehrs Psychologen schmal halten
 
Hallo zuerbiswolke,
vielen Dank für Deine Antwort.

Ich gehe mal davon aus das du mit Abhängigkeit also A1 in die MPU gehen möchtest....
also von "möchten" kann hier nicht die Rede sein, ich spekulierte auf A2 und 12 Monate Führerschein-Entzug, den Zahn hat mir aber die Verkehrspychologin heute gezogen. Sie ordnet mich eher in A1 und 15 Monate Führerschein-Entzug ein, wenn ich das richtig verstanden habe (?).

Mich würde interessieren warum du im November den Führerschein verloren hast aber trotzdem bis märz weiter konsumiert hast
Gute Frage. Also, ich war auf Alkohol, habe täglich getrunken, so etwa 8 bis 10 Piccolos (0,2l) im mittel. Hatte morgens Entzugserscheinungen. Habe auch auf meinen Strafbefehl gewartet, mit der Hoffnung auf einen Wert unter 1,60 Promille. (Der Strafbefehl kam übrigens erst vor knapp 5 Wochen, da die Polizei versehentlich einen falschen Straßennamen für meine Anschrift benutzt hatte.) Dann hat sich für die Zeit nach Ostern meine Schwiegermutter angekündigt , die von meinem Zustand nichts wußte, und ich hatte das Glück, dass mich die Entzugsklinik ohne Wartezeit aufnehmen konnte, das war in der Woche vor Ostern. Meine Schwiegermutter weiß bis heute nicht, dass ich rückfällig wurde.


Hallo Karl-Heinz,
auch Dir vielen Dank für Deine Antwort.
Sehr positiv ist, dass du früh, zumindest vor Beginn des AKPs, hier zu uns gefunden hast !
OK, musste erstmal suchen, hier wird ja viel mit Abkürzungen gearbeitet..... AKP=....leider nichts gefunden hier: https://www.mpu-vorbereitung-online.com/forum/threads/wichtige-abkürzungen.927/ aber meine Vermutung: Abstinenz-Kontroll-Programm ...?


Was ich jetzt baldmöglich brauche, ist ein Abstinenzprogramm, das nicht zu teuer ist. Die Verkehrspychologin meinte, ich könne versuchen, meine Abstinenz rückwirkend zu Anfang April (also seitdem ich trocken bin nach stationärem Entzug) nachzuweisen. Dazu sollte ich versuchen, nur 2cm Haar abzugeben, nach Absprache mit dem Labor natürlich. Macht aber wohl nicht jeder Anbieter. Sie hat mir auch ganz grob die Preise genannt, die beim TÜV aufgerufen werden, hat mich doch etwas negativ überrascht: 150 Euro für eine Urinprobe, 300 Euro für eine Haaranalyse. Ich weiß nicht, ob das stimmt, aber ich finde das ziemlich heftig, denn ich brauche ja mehrere Proben. Nun muss ich mir eine Stelle bzw. ein Labor suchen, wo das alles günstiger zu haben ist. Für mich kommt Rostock, Schwerin, Wismar, Lübeck in Frage oder dazwischen irgendwo.

(Die Verkehrspychologin in Lübeck ("Nord-Kurs", gehört zu TÜV Nord) war übrigens ganz nett, das Gespräch war produktiv, kann ich weiterempfehlen, für 80 Euro.)

Vielen Dank bis hierher!

Gruß Stefan
 
Sie hat mir auch ganz grob die Preise genannt, die beim TÜV aufgerufen werden
Synlab kanns definitiv deutlich günstiger, vllt auch in Deiner Nähe.

en Zahn hat mir aber die Verkehrspychologin heute gezogen. Sie ordnet mich eher in A1
A1 ist offiziell, wenn die Krankenkasse Dir eine Entzugstherapie zahlt. Damit hast Du es schwarz auf weiss.
Das wäre Deine Alkoholproblemtiefe, mit der Du Dich jetzt auseinandersetzen musst. Wenn Du der Realität ins Auge blicken kannst, hast Du eine Chance auf eine pos. MPU, bei der es nicht nur darum geht, den FS wieder zu bekommen, sondern ihn auch zu behalten^^
 
In jedem Fall gehe direkt zu einem Labor.
TÜV, DEkRA etc. sind quasi „Zwischenhändler“.

Du hattest jetzt nur eine 10tägige QE ( qualifizierte Entgiftung ) gemacht, keine stätionäre Therapie, richtig ?
Da würden, bei „erfolgreichem Abschluss“ mit entsprechendem Bericht, auch 12 Monate reichen…
„Nachteil“ ist allerdings, dass man dabei auch später mit dem AKP ( sorry übrigens für die Verwirrung ) starten kann.

Wird schon, wir sind an deiner Seite :smiley138:
 
ich bin da eben drüber gestolpert und ich bin sicher, @Karl-Heinz meint das richtige: nach der stationären Therapie 12 Monate, die Entgiftung zählt da nicht. Nur mit Entgiftung 15 Monate. Ich verdeutliche das nur nochmal, zur Sicherheit.
A propos: was steht denn im Abschlussbericht der Entgiftung? Da müsste auch eine tragfähige "Diagnose" stehen.
 
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