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TF Fahrrad (Fahrrad geschoben)

Ich finde das sehr traurig, mit welcher Vehemenz und Scheinargumenten du deinen Alkohol verteidigst und unbedingt in deinem Leben behalten willst.

Ja, traurig, nein, sehr traurig !
 
Ich finde das sehr traurig, mit welcher Vehemenz und Scheinargumenten du deinen Alkohol verteidigst und unbedingt in deinem Leben behalten willst.

Ja, traurig, nein, sehr traurig !
Ich dachte hier wird einen wegen der MPU geholfen? Das hier einige (meist die selben Personen) den Moralapostel spielen müssen kann ich ja verstehen aber wenn ich was wegen meinen Trinkgewohnheiten ändern will, was ich übrigens derzeit nicht will, dann geh ich zu einen Alkoholiker-Forum oder hole mir anderweitig Hilfe. Aber immer gleich drauf rumreiten ist eher kontraproduktiv...und was für Scheinargumente?
 
Ich bin sicher nicht der Moralapostel, aber widerspricht sich das nicht? Hilfe für die MPU suchen, aber sich (ab und zu) 2 P reinpfeifen? :smiley2066:
 
Und zur MPU musst du rein zufällig, oder hat das irgendwie doch auch was mit der Form und dem Umfang deines Alkoholkonsums zu tun?
 
Ich dachte hier wird einen wegen der MPU geholfen?

Richtig. Dazu gehört auch dir mitzuteilen, das du mit deinen aktuellen Überlegungen die MPU nicht bestehen wirst. Von 2008 bis heute haben sich die Voraussetzungen für das Bestehen einer MPU deutlich verschärft. Das betrifft auch das kontrollierte Trinken.

Nachlesen kannst du das selbst in den "Urteilsbildung in der Fahreignungsbegutachtung - Beurteilungskriterien" die grade in der 5. Auflage erschienen sind. Allerdings sind die sehr teuer, eventuell kannst du sie in einer Bibliothek zum Ausleihen bestellen, solche Fachbücher sind meist nicht im eigenen Bestand.

Ich sehe auch keine Moralapostelei, viele Forenteilnehmer macht es einfach traurig wenn sie erkennen müssen, das sie Betroffenen aktuell nicht helfen können. Wenn sie helfen können sind sie mit sehr viel Engagement dabei.

Das gilt auch für dich, falls du zukünftig doch mit unserer Hilfe die MPU angehen willst. Aktuell fehlt ja auch noch eine eventuelle Verurteilung.
 
Und zur MPU musst du rein zufällig, oder hat das irgendwie doch auch was mit der Form und dem Umfang deines Alkoholkonsums zu tun?
Noch muss ich nicht...Hab ja auch noch kein Strafbefehl usw.. Aber ich werde das wohl aussitzen und irgendwann in 10-15 Jahre meinen Führerschein so wieder holen ohne MPU.
Deutschland ist wohl auch das einzige Land was sowas wie eine MPU vorschreibt. Alles Abzocke meiner Meinung nach. Muss jeder selber wissen wir er es macht aber trotzdem verbiete ich mir hier irgendwelche abschätzigen Belehrungen von manchen hier.

Ich will hier nicht zum Abstinenzler werden sondern wenn überhaupt Tipps zur MPU und wenn das eben heutzutage ohne Abstinez nicht geht dann bleibt es eben. Verjähren lassen und gut ist.
Ihr könnt ja alle Alkoholfrei leben wenn ihr wollt aber ihr müsst mir diese Lebensweise nicht verbal aufzwingen in dem man versucht in das schlechte Gewissen einzureden. In machen Forenbeiträgen kommt man sich vor als wenn dort die militante Veganerin schreibt, im übertragenden Sinne versteht sich.
Einfach sachlich sagen das es heutzutage ohne Abstinenz bei der MPU nicht geht (bei meinen BA-Werten) und fertig aber dauernd dieses "es macht mich traurig blablabla" Ich will nicht die persönlichen Befindlichkeiten von irgendjemanden wissen.
 
Schade, dass du dich nicht drauf einlassen kannst. Ich verstehe, dass du dich nicht bevormunden lassen möchtest.

Die Hilfe hier ist halt ehrlich, auch wenn‘s weh tut. Vielleicht ärgert es dich gerade auch, weil das Thema innerlich mehr auslöst, als du möchtest. Aber es ist deine Entscheidung.

Manchmal ist ein nüchterner Rausch durch eigene Erfolgserlebnisse am Ende viel positiver und echter als der durch Alkohol.

Nimm mir meinen Kommentar bitte nicht übel. ;)
 
Manchmal ist ein nüchterner Rausch durch eigene Erfolgserlebnisse am Ende viel positiver und echter als der durch Alkohol.
Was bitte ist ein nüchterner Rausch? :)

Nein ich nehme das hier von keinen übel aber zum Beispiel beim Karl-Heinz ist das schon sehr auffällig wie er hier in vielen Forenbeiträgen kommentiert und Leute "angeht". Ich hab hier schon viel gelesen. Einfach sachlich bleiben ohne irgendwelche persönlichen Wertungen. Manche könnten das auch Beleidigungen auffassen...
 
Ich merke heute, dass ich viele echte Gefühle während des Trinkens irgendwann kaum noch richtig wahrgenommen habe. Anfangs hatte ich das Gefühl, Alkohol würde alles intensiver machen oder kurzfristig erleichtern. Rückblickend hat er aber vieles eher betäubt und abgestumpft. War alles Peng, alles sch**ss egal irgendwann.

Heute erlebe ich manche Dinge wieder viel bewusster. Freude, Stolz, echte Ruhe oder Verbundenheit fühlen sich nüchtern oft echter und tiefer an als früher mit Alkohol. Das meine ich für mich mit einem „nüchternen Rausch“.

Und wenn ich merke, dass meine ehrliche und harte Arbeit langsam Früchte trägt und ich dafür mit Erfolg belohnt werde, fühle ich mich schon manchmal beflügelt. Das gibt mir heute ein viel echteres und nachhaltigeres Gefühl als Alkohol es je konnte.

Vielleicht bist du einfach noch nicht so weit oder möchtest diesen Weg auch gar nicht gehen. Das darf am Ende natürlich deine Entscheidung bleiben. Vielleicht bleibst du ja trotzdem hier, weil es dich doch irgendwo zum Nachdenken anregt.

Ich bin kein Profi hier, habe meine MPU auch noch vor mir. Aber egal wie es ausgeht, habe ich schon gewonnen.
Und das ist auch nen kleiner Rausch, meine Dankbarkeit in diesem Augenblick ;)
 
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Ich merke heute, dass ich viele echte Gefühle während des Trinkens irgendwann kaum noch richtig wahrgenommen habe. Anfangs hatte ich das Gefühl, Alkohol würde alles intensiver machen oder kurzfristig erleichtern. Rückblickend hat er aber vieles eher betäubt und abgestumpft. War alles Peng, alles sch**ss egal irgendwann.
Naja, ich brauch den Alkohol auf Party eher weil ich ohne relativ schüchtern und introvertiert bin. Aber eben nur auf Party, sonst eben gar nicht.
 
Nur das es jetzt die 2. TF und 2. MPU ist. Hier muss noch eine ordentliche Schippe drauf kommen.
Die Frage ist, warum Alkohol überhaupt diese Funktion bekommen konnte, dass du davon selbstbewusster wirst.
Hier mit den Profis hast du eine richtig gute Chance, endlich aufzuräumen. Für dich, für nen neuen selbstbewussten Tonideus.
Und auch das stärkt irgendwann das Selbstbewusstsein, zumindest bei mir, wo ich die eigentlichen Gründe dahinter endlich verstanden hat.
 
Und auch das stärkt irgendwann das Selbstbewusstsein, zumindest bei mir, wo ich die eigentlichen Gründe dahinter endlich verstanden hat.
Ich kenne die Gründe schon durch meine damalige Aufarbeitung vor der MPU. Leider lässt sich das nicht so einfach ändern.

Wie gesagt, bin kein Anfänger was die MPU betrifft. Ich weiß das auf eine erwischte TF viele nicht erwischte TF statistisch kommen.
Ich weiß wann ich das erste mal mit Alk in Kontakt kam (als Kind Schaum vom Bier geschlürft) usw.
Ich will hier nicht unbedingt schon wieder meine ganze Lebensgeschichte aufschreiben... aber klar das ihr das wollt weil ihr denkt somit optimal helfen zu können. Aber um diese Hilfe hab ich noch gar nicht gebeten.
 
Kann ich auch verstehen. Nicht jeder hat Lust, seine komplette Lebensgeschichte in einem Forum auszupacken.

Und klar, die ganzen Grundlagen und Zusammenhänge kennst du wahrscheinlich schon von der ersten MPU. Ich glaube nur, dass bei einer 2. TF meistens weniger die Theorie zählt, sondern eher was sich seit damals wirklich verändert hat.

Aber wie tief du hier überhaupt einsteigen möchtest, musst du natürlich selbst entscheiden.

Ich hatte vor über 15 Jahren auch schon eine MPU. Also auch kein Neuling. Und ganz ehrlich, ich habe mich hier im Forum am Anfang auch teilweise angegriffen gefühlt. Verstanden habe ich manches erst einige Threads später. Im Nachhinein hat mir genau das aber extrem geholfen.

Letztendlich entscheidest du natürlich selbst, was du annehmen möchtest und was nicht. Ob du überhaupt Hilfe möchtest.

Ich möchte hier einmal @joost zitieren aus Beitrag #118 von meinem Thread:

„Beratung funktioniert nicht, wenn der Beratene sie nicht annehmen kann.*

* selbst, wenn die Gründe dafür gut und wichtig sind (gefühlt, aktuell)“
 
Naja und zum Thema „ungerecht“ … mein Mann musste sieben Monate später auch seinen Führerschein abgeben. Dabei ist er weder Auto noch Fahrrad gefahren. Durch Aussagen von Nachbarn im Zusammenhang mit meiner Sache kam aber raus, dass er ebenfalls trinkt und schon als rückfälliger Alkoholiker im Krankenhaus war.

Damals fanden wir das einfach nur unfair und dachten: was für ein Mist.

Heute, ein Jahr später, sehe ich manches anders. Unsere komplette Aufarbeitung — jeder für sich, aber trotzdem gemeinsam — hat uns wieder viel näher zusammengebracht.

Nichts passiert ohne Grund … auch wenn man manches erst viel später verstehen oder annehmen kann.
 
Hat es schonmal jemand geschafft ohne Abstinenznachweise?
Falsche Frage. Das schaffen viele.
Die haben aber keine amtlichen 2.1 Promille in der Akte.

Ich empfehle statt dessen diese Frage:
Hat es schonmal jemand bei über 2 Promille geschafft ohne Abstinenznachweise?
 
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