Schön, dass du hier gelandet bist
Leider habe ich den Eindruck, dass dir noch nicht so ganz klar ist, was bzgl. einer erneuten MPU auf dich zukommen wird.
Der liebe
@joost sagt immer: „Die nächste MPU wird hammerhammerhammerhart.“
Bei dir würde ich noch 2 hinzufügen.
Du hast 06/26 nach einer MPU deine FE wiederbekommen.
08/26 bist du wieder aufgefallen. Da du also seit 2 Monaten fast täglich konsumiert hast ( Wirkstoffgehalt ?, Bezugsquelle ? ) werden deine Werte voraussichtlich nicht gering sein und dieses Konsummuster -gerade im Passivwert- auch abbilden.
Der GA hat dir eine positive Prognose ( für 5 Jahre ) gegeben.
Du hast diese, quasi als die Tinte noch nicht ganz trocken war, pulverisiert.
Das bedeutet für den GA in deiner nächsten MPU, dass alles, was du dort erzählt hast, schlicht gelogen war oder, dass du das vielleicht sogar ernst gemeint hast, die Macht der Droge aber so groß war, um sofort danach, als die äußere Kontrolle durch die AN wegfiel, wieder dazu zu greifen.
Letztlich läuft es aber darauf hinaus, dass er mit einer erneuten positiven Prognose sehr, sehr, sehr, sehr vorsichtig sein wird, sein muss.
Du wirst ihm
deutlich mehr an Maßnahmen, Erkenntnissen etc. anbieten müssen.
Es ist nicht getan mit irgendwelchen Vorbereitungskursen und ein bisschen Feinschliff an den Vermeidungsstrategien.
Ob das nun eine stationäre Therapie sein muss, können wir gerne gemeinsam herauszufinden versuchen.
Beim „Sucht, die mich im Griff hat” muss ich kurz widersprechen – meine MPU im Juni hat explizit festgestellt, dass sich keine sicheren Hinweise auf eine Abhängigkeit ergeben.
Das bedeutet gar nichts.
Die Droge hat dich im Griff !
Der Rest stimmt aber. War einfach naiv von mir zu denken,
Nein, mit Naivität hat das nun gar nix zu tun.
Für die nächste MPU wirst du erst einmal verstehen müssen, dass und welche Macht die Droge über dich hat !
Wille, Intelligenz, Disziplin etc. werden dadurch ausgeschaltet, damit bekommst du dein Problem nicht nachhaltig gelöst, nicht nur für den FS, sondern für dein Leben.
würdest du mir raten, vor der nächsten MPU nochmal zu einer Vorbereitungsstelle zu gehen? Hat mir letztes Mal wirklich geholfen, das Warum und Weshalb hinter meinem Handeln zu verstehen.
Ganz klares Nein !
Wäre dem so gewesen, hättest du nicht direkt im Anschluss wieder konsumiert.
Als Letztes will ich dir den Zahn, „…ne bessere Trennstrategie“, noch ziehen.
Das kann und darf nicht dein Ernst sein !
Du gehst offensichtlich mit „Abstinenz“ in die erste MPU, scheiterst krachend und sprichst nun von kontrolliertem Konsum mit funktionierender Strategie „Kiffen und Fahren“…?
Also, damit wir uns nicht missverstehen:
Wir freuen uns sehr, dass du dich hier öffnest und wir dir helfen dürfen.
Du wirst nicht verurteilt, mit Moralinsäure zugeschüttet.
Uns ist hier nix Menschliches fremd.
Aber wenn es um die MPU geht, kommen wir nun mal an den Fakten nicht vorbei, daher meine klaren Worte.
Suchtberatung ist auf jeden Fall eine sehr gute Idee, auch der Hausarzt ist idR ein guter Ansprechpartner und kann dir Wege aufzeigen.
Und stelle bitte -sorgfältig anonymisiert- dein GA hier zur Verfügung, da deine Vorbereitung ja darauf aufbauen muss.
Dann haben wir auch eine solide Arbeitsgrundlage
Es ist wunderbar, dass es dir hilft, dich hier auszutauschen, wir sind für dich da, insofern noch einmal zum Schluss:
Schön, dass du hier gelandet bist
