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TF - erstes Vergehen 1,63 Promille

und wieso wieder anfangen?
frag das mal die große Menge Leute, die wieder in alte Trinkmuster zurückfallen. Eine Abstinenz gilt fürs Leben, es ist keine "Momentaufnahme". Da brauchts "wichtige Gründe". Deine Rückfrage ist keiner.
Da musst Du mehr bringen, damit der Gutachter weiss, dass das Bestand haben wird.

Wenn ich keinen Zucker mag, weil mir gerade nicht nach Süßem ist, ist das eine Sache. Wenn ich keinen Zucker DARF, weil ich Diabetes habe, ist das ne ganz andere Sache. Und wer grundsätzlich nichts Süßes mag, der verzichtet vllt auf Zucker, aber er macht keine "Zuckerabstinenz".

Ein Gutachter wird genau prüfen, ob Deine Entscheidungen das Zeug haben, stabil zu bleiben. Cave: auch Nullkonsum kann "kontrolliert Trinken" sein. Kontrolliert nix trinken. Maximal risikoarm^^
Ein gutes Stabilitätskriterium könnte sein, dass du erschreckt festgestellt hast, dass Du öfter im Kontrollverlust warst und sowas nie wieder riskieren willst, somit also "kontrolliert Trinken" als zu riskant einschätzt, langfristig. Das würde auf der unschönen Erkenntnis aufbauen, dass da schon was irreversibel kaputt ist.

Auch war er der Meinung: 6 Monate Abstinenz, danach KT.
Bist Du sicher, dass Du ihn da richtig verstanden hast? Dieses Nachweismodell sehen die BUK5 nicht vor, wenns denn eine A2 werden soll. Das Vorgehen dort ist sehr exakt vorgegeben, ich würde da nicht abweichen davon. Wie hat er Dich denn eingeordnet?
 
Zuletzt bearbeitet:
Dazu noch eine persönliche Bemerkung meinerseits:
Wenn ich immer höre, „er/sie war früher MPU-PrüferIn“, dann kommt bei mir automatisch hoch:
Da laufen so viele ehemalige „Prüfer“ herum, dann müssen die BfF einen sehr großen Mangel an Gutachtern haben…
 
frag das mal die große Menge Leute, die wieder in alte Trinkmuster zurückfallen. Eine Abstinenz gilt fürs Leben, es ist keine "Momentaufnahme". Da brauchts "wichtige Gründe". Deine Rückfrage ist keiner.
Da musst Du mehr bringen, damit der Gutachter weiss, dass das Bestand haben wird.

Ein gutes Stabilitätskriterium könnte sein, dass du erschreckt festgestellt hast, dass Du öfter im Kontrollverlust warst und sowas nie wieder riskieren willst, somit also "kontrolliert Trinken" als zu riskant einschätzt, langfristig. Das würde auf der unschönen Erkenntnis aufbauen, dass da schon was irreversibel kaputt ist.

Bist Du sicher, dass Du ihn da richtig verstanden hast? Dieses Nachweismodell sehen die BUK5 nicht vor, wenns denn eine A2 werden soll. Das Vorgehen dort ist sehr exakt vorgegeben, ich würde da nicht abweichen davon. Wie hat er Dich denn eingeordnet?

Das mit "warum wieder anfangen" war außerhalb des MPU-Kontexts gesagt.

Für den Prüfer würde ich das nochmal darlegen, wieso und weshalb. Dazu zählen u.a.
- Veränderung in der Beziehung: Frau zufrieden, ich zufrieden, kein Streit mehr wegen Konsum, Trennung ist "vom Tisch"
- deutliche Verbesserung der Stimmung, Laune, Aktivität und des subjektiven Wohlbefindens
- Sport hier als Mittel der Wahl; aber auch eine Stunde Autogenes Trainung und/oder Massage - so als Maßnahme für "mich"; das ist deutlich zu kurz gekommen
- Veränderung der Kontakte, d.h. ich gehe nicht mehr in die Kneipen, in denen getrunken wird oder ich zum trinken animiert werde
- Veränderung körperlicher Natur (medizinisch belegbbar anhand der Bluwerte - die sind wieder "ok", aber auch ganz schlicht auf der Waage in kg)
- Stabilisierung über SHG und auch Freunde (die wissen, was los ist)

- KT ist für mich nichts; ich traue mir da selber nicht; und da ich so etwas nie wieder erleben möchte, bleibe ich lieber Abstinent. Irreversibel kaputt ist nichts. Aber ich habe über die Zeit auch gelernt, dass mich meine Mitmenschen auch "so" mögen und ich ein besseres Leben ohne Alkohol leben kann (siehe oben).

Die Einordnung habe ich nicht in Form von A2 oder A3 erhalten. Sondern nur, dass er KT trinken empfehlen würde und eine 6-monatige Abstinenz vorher gerne sehen würde.

Der Verkehrspsychloge meinte, dass ich es mir ja auch nicht unnötig erschweren muss. Insbesondere wenn ich sowieso nicht auf KT abziele und daher mit Abstizenz sowieso besser fahre...
 
Zuletzt bearbeitet:
Dazu noch eine persönliche Bemerkung meinerseits:
Wenn ich immer höre, „er/sie war früher MPU-PrüferIn“, dann kommt bei mir automatisch hoch:
Da laufen so viele ehemalige „Prüfer“ herum, dann müssen die BfF einen sehr großen Mangel an Gutachtern haben…
Ja, verstehe ich. Aber ich kann das nicht von meiner Seite aus verifizieren.
 
Nein, wie solltest du ?
Aber ich vielleicht….-

Eines gibt mir aber zu denken:
Du redest von „Prüfung“ und sollte jemand dir das vermittelt haben oder du es selber so siehst, ist das schlicht falsch !
Eine MPU liegt diametral zu einer Prüfung.

Ebenso, dass 6 Monate AN + 6 Monate kT bukkonform seien, ist blanker Unsinn.

Entweder A2 mit Abstinenz ( 12-15 nachgewiesen ) oder begleitetem und dokumentiertem -und den entsprechenden Berichten- kT über 12 Monate in drei Phasen.
Oder A3 mit risikoarmen Konsum.

Ich habe hier nur Fakten dargelegt.
 
und da ich so etwas nie wieder erleben möchte
Da ist sie endlich da: die Angst vor Kontrollverlust - und die wäre auch das wichtigste Kriterium für eine Abstinenzsentscheidung. Dann bist du mit 12 Monaten Abstinenznachweisen für eine A2 gut vorbereitet


Abstinenz heißt: lebenslang. Bei "weitestgehendem Verzicht" stünde dir das Glas Sekt 2027 zu Silvester innerhalb einer A3 offen.
Ich hoffe du verstehst den Unterschied
 
So hier ein kleines Update von mir:

MPU ist bestanden - sogar mit A3. Ohne Nachweise einer Abstinenz. Ich lebe aber seit November 2025 abstinent und dabei bleibt es auch.

Reaktionstest ebenfalls sehr gut bestanden.

Der ärztliche Teil war - nennen wir es - speziell: Meine GGT Werte sind aufgrund einer Fettleber etwas höher (ca. 100), AST und ALT aber bei 22 bzw. 28. Mein Hausarzt hat mir ein Attest mitgegeben. Der Arzt bei der MPU war der Meinung, dass mein Hausarzt dabeben liegt und es etwas anderes ist (nicht Alkohol-Induziert; habe ich aber auch schon wieder vergessen).
Er stellte auch diverse Fragen nach dem Tattag, wollte aber im Grunde nur "einfache Antworten" hören. Er stelle ja auch "einfache Fragen". Ein oder zwei erklärende Sätze wurden direkt wüst abgebügelt.

Beim Blutdruck war es wild: ich hatte 180/110. Es wurde genau ein Mal gemessen. Ruhe und Zeit zum runterkommen hatte ich nicht, Aufgeregt war ich ohne Ende, mein Puls war ebenfalls hoch (welche Wunder bei dem Stress!), dazu dann die merkbar schlechte Laune vom Arzt und fünf Kaffee. Dokumente vom Hausarzt haben ihn auch nicht interessiert. Wie man da nicht aufgeregt sein soll - mir ein Rätsel. Auf jeden Fall wird er im GA eine 24h-Blutdruckmessung empfehlen.

Er sagte auch, dass es wegen der GGT Werte sein kann, dass ich nochmal eine Blutprobe abgeben muss... bis jetzt (3,5 Wochen) hat sich da niemand gemeldet. Aber bis auf die Kosten ist das für mich kein Problem. Allerdings bin ich Anfang Oktober eine Woche nicht da. Ich nehme an, man wird hier ebenfalls kurzfristig geladen? Wie lange hat man da Zeit? 3 Tage?

Am Ende meinte er dann doch, dass ich dennoch bestanden hätte und sagte zum Abschied "auf Nimmerwiedersehen".


Das Thema Blutdruck hat mir dann doch keine Ruhe gelassen und ich bin danach nochmal zum Hausarzt. Ein etwas höherer Wert ist bei mir bekannt v.a. wegen Übergewicht, aber nicht so hoch wie an dem Tag. Ich bin auf Anraten vom Hausarzt zum Kardiologen und habe ein Medikamtent gegen Blutdruck bekommen (Wirkstoffklasse der Sartane). Anfangs in niedriger Dosierung. Ich nehme das jetzt ein paar Tage und kann keinerlei Nebenwirkungen wie zB. Schwindel oder Müdigkeit erkennen. Nur der Blutdruck ist beim selber messen von 140/100 auf ca 130/90 gesunken. In zwei Wochen machen wir dann auch ein 24h-Blutdruck. Das schadet ja in keinem Fall und bringt mit hoher Wahrscheinlichkeit viel für meine Gesundheit. Plus eine eventuell aufkommende Fragestellung der FSST kann direkt begegnet werden. Win-Win.

Jetzt heißt es warten auf das GA.... die Sekretärin sagte etwas von 4-6 Wochen... Also warten wir wieder mal.
 
Hallo und guten Morgen
Entscheiden ob du ein positives Gutachten bekommst, tut der Arzt nicht.
Er spricht mit dem Psychologen und stellt nur sein Ergebnis dazu.
Und genau das sagt er dir nach der Untersuchung.
Was der Psychologe nach dem Gespräch sagt, das gibt eine Tendenz.
 
Zuletzt bearbeitet:
Am Ende meinte er dann doch, dass ich dennoch bestanden hätte
fein :)
Da hast Du offenbar hier das eine oder andere mitgenommen.
Ich würde da übrigens die freundlichen Hinweise des Arztes ernst nehmen und mal eine fundierte Zweitmeinung zu der Deines Hausarztes anstreben. UND: mit einer vorgeschädigten Leber (wodurch auch immer) ist Alkoholkonsum eh eine sehr fragliche Sache..
Wie war Deine Entscheidung hinsichtlich des zukünftigen Alkoholkonsums?
 
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