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Baldige und erneute MPU nach 15 Jahren

Okay, vielen Dank !
Das ist doch ein guter Anfang.

Es war auch schon vorher psychische Probleme da, aber der Konsum hat das nicht besser gemacht.
Na sowas aber auch…

Beim letzten klinikaufenthalt gab es gar nichts anderes als der Cannabis Konsum. Den Ärzten habe ich nichts von den alten Kamellen erzählt.

„Olle Kamellen“ sind doch ein gutes Stichwort.
Du tust das so lässig ab ( ist vielleicht auch ein Zeichen dafür, dass dir immer noch nicht klar ist, in welchem Sumpf du steckst oder zumindest gesteckt hast…
Ist dir wirklich nicht klar, dass bei deiner Drogenkarriere alles miteinander zusammenhängt…?
Vorstellen kannst du dir das wie ein Mobile voller verschiedener Substanzen, Krankheiten, Ereignisse deiner Vita etc.

2019 warst du also 40/41…

Wann hast du angefangen, psychotrope Substanzen/ Drogen zu konsumieren ?
Mit welcher Substanz hat es angefangen ?
THC nehme ich jetzt mal an, oder Alkohol…?
Was kam wann dazu ?

Nun zur Gegenwart:
Es ist gut, dass du jetzt mit dem risperidon offensichtlch ganz gut zurecht kommst.
Es ist aber bzgl. deiner Fahreignung, jetzt mal abgesehen von Drogen und psychologischer Aufarbeitung, nicht unproblematisch.
Bist du bei deinem Psychiater in engmaschiger ambulanter Betreuung ?
Was gibt es hierzu schon für Berichte ( kannst du sie uns bitte zur Verfügung stellen ) ?
Hat er neurologische Schädigungen schon ausgeschlossen bzw.
festgestellt ( du scheinst mir zuweilen sehr konfus unterwegs zu sein…) ?
Er wird dir etwas zu deiner Fahreignung gesagt haben, was genau ( das muss im Übrigen explizit in solch einem Bericht vermerkt sein ) ?
Wie lange musst du das risperidon nehmen ?

In jedem Fall musst du es ja bei deinem AN angeben, also wird spätestens der GA am Tag der MPU davon erfahren.
Ich gehe zum jetzigen Zeitpunkt mit den vorhandenen Informationen davon aus, dass die FEB zusätzlich ein fäG fordern wird…
 
also angefangen habe ich mit 16 thc zu konsumieren. Danach kam mit 20 Speed also Amphetamine dazu. Im laufe der Jahre dann auch mdma und kokain probiert. Das hatte ich 2020 auch in der Klinik erwähnt, inkl. Dem cliquid
Bei meinem Psychiater bin ich in engmaschiger Behandlung ja. Berichte gibt es bis jetzt noch keine bis auf dieses erwähnte sprechstundenprotokoll. Nach so ner kurzen Zeit kann der Psychiater auch noch nichts sagen.

Diagnose:
Psychotische Störung bei Cannabiskonsum
Rez. depressive Episoden
Anamnese:
Herr … kommt 6-wöchigem stationärem Aufenthalt in Psychiatrie . Er habe nach Cannabiskonsum 05/26 einen Unfall verursacht, sei danach "durchgedreht".
Lt. Bericht Aufnahme in Polizeibegleitung bei psychotischer Dekompensation. Initial maniformes Verhalten mit Vergiftungsideen.
Unter Risperidon kompensiert. Kein Canabiskonsum seit 05/26
Weiterhin fühle er sich depressiv, antriebsgemindert, derzeit im "Trennungsjahr". Citalopram habe er wegen fehlendem Ansprechen und Unverträglichkeit nicht mehr genommen.
SA: Lagermeister, AU seit am 26.09.2023, verheiratet, 1 Tochter, gelernter Koch, arbeitet ehrenamtlich in der Küche der Waldorfschule, GdB 70% Erwerbsminderungsrente beantragt
Befunde:
Psychomotorisch ruhig, Grundstimmung ausgeglichen, auslenkbar, Antrieb gemindert
Beurteilung und Procedere:
Supportives Gespräch, Medikation unverändert.
Medikation:
Risperidon (Okedi) 100 mg i.m. alle 28 Tage

Das ist alles was der Psychiater geschrieben hatte, Im Januar werde ich das mit dem Psychologen mal besprechen wegen der MPU, dann da ist meine nächste Sprechstunde.
Von neurologische Schäden wurde noch nie etwas erwähnt, weder in der Psychiatrie noch beim Psychiater.
Wegen der Einnahme von resperidon hat der Psychiater selbst mal gesagt: mal sehen wie lange sie das einnehmen müssen, also noch unklar.
Ja das glaube ich auch das ein fäg verlangt wird weil die Psychose in der Führerscheinstelle aktenkundig ist.
 
Mir ist das schon bewusst das alles zusammenhängt, mir geht es lediglich darum das wenn die Führerscheinstelle nichts von dem anderen Konsum weis, ich doch das auch net unbedingt erwähnen sollte oder doch
 
Also ich habe mir den entlassbericht angeschaut und musste feststellen, dass die alles was ich damals gesagt habe auch erwähnt haben. Also bleibt mir definitiv auch nichts anderes übrig als alles zu erwähnen. Damit hat sich meine Frage erübrigt! Somit darf ich wohl ein komplettes screening machen und meine komplette Historie aufarbeiten. Mir ging es wirklich mit den alten Kamellen darum, dass ich dachte es nicht erwähnen zu müssen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Nando,
Über das was Du erwähnen solltest, musst Du Dir jetzt noch keine Gedanken machen. Du musst deine Lebensgeschichte erzählen können. Ohne Widersprüche. Das gelingt niemandem, eine über 30 Jahre lange Geschichte widerspruchsfrei und glaubhaft zu erzählen, wenn er Wichtiges weglässt. Sprich nur das erzählt was ihm selber wichtig scheint.
Der Gutachter wird genauer hinschauen weil deine letzte MPU zur Neuerteilung geführt hat. Ob alte MPU in der Akte oder nicht. Am Datum der Neu- (nicht Erst-) Erteilung sieht der schon, dass da schon mal was mit MPU gewesen sein muss.
Jetzt lass erstmal die Profis antworten auf das was Du bisher geschrieben hast. Dann sehen wir weiter. Bis hierher top gemacht. :a055:
 
Am Datum der Neu- (nicht Erst-) Erteilung sieht der schon, dass da schon mal was mit MPU gewesen sein muss.

Das Datum sagt überhaupt nichts aus. Entsprechend zieht der Gutachter daraus auch keine Schlüsse. Er wird zum Beispiel nicht nachfragen warum der Führerschein "so frisch" ist. Außer @Nando outet sich selbst.

das wenn die Führerscheinstelle nichts von dem anderen Konsum weis, ich doch das auch net unbedingt erwähnen sollte oder doch

Du meinst der Kauf der Drogen? Die Führerscheinstelle weiß über den Kauf Bescheid. Du wurdest ja nicht als unschuldig freigesprochen, dann wäre die Führerscheinstelle nicht informiert worden. Sondern es wurde "nur" auf eine Bestrafung verzichtet. Da dir kein Konsum nachgewiesen wurde hat die Führerscheinstelle bislang nichts unternommen.

Jetzt bist du aber erneut auffällig geworden, wenn auch mit anderen Drogen. Damit steigt die Wahrscheinlichkeit das du auch die damals gekauften Drogen konsumiert hast. Deshalb kann es gut sein, das (wie @Karl-Heinz bereits schrieb) die Führerscheinstelle zunächst ein Fachärztliches Gutachten fordert, sofern du deinen Führerschein wieder beantragst. Ja nachdem, wie das ausfällt, kann die Fragestellung um die Drogen erweitert werden.
 
Das Datum sagt überhaupt nichts aus. Entsprechend zieht der Gutachter daraus auch keine Schlüsse. Er wird zum Beispiel nicht nachfragen warum der Führerschein "so frisch" ist. Außer @Nando outet sich selbst.
Oh sorry. Ich dachte das hier mehrfach gelesen zu haben, dass es so ist. Danke für die Richtigstellung.
 
@McMurphy nein ich meine das Gutachten von der Psychiatrischen Klinik wo drin steht das ich etliche Drogen ausprobiert habe. Die Frage die sich mir stellt, ist dann nur ob ich diese aus der psychiatrischen Klinik denn auch vorzeigen muss, denn da stehen halt auch die Drogen drin die ich konsumiert habe vor langer Zeit, wo nichts in meiner Führerscheinstelle drin stehen. Ich muss bestimmt ein fäg mitbringen und nicht die psychiatrischen Gutachten, denn die würden mir denn ein erweitertes screening aufbrummen, oder?
 
Das tolle dabei ist, dass als ich den Auffahrunfall in der Psychose hatte bei der anschließenden Polizeikontrolle nur das THC bescheinigt wurde und im Aufenthalt in der psychiatrischen Klinik ich wohl Amphetamin von einem Patienten bekommen habe, weil dort dann thc und Amphetamine festgestellt wurden. Ich kann mich nur an Schnupftabak erinnern das mir einer gegeben hatte. Das war wohl da mit drin. Ich war komplett in einem psychischen Ausnahmezustand mit Wahnvorstellungen. Ich kann mich an sehr vieles überhaupt nicht mehr erinnern, was ich da getan und erzählt habe. Ich hatte noch nie einen filmriss oder Ähnliches bis zu diesem Zeitpunkt der Psychose. In der psychiatrischen Anamnese stehen Sachen drin, da kann ich nur mit dem Kopf schütteln. Das war nicht mehr ich selber! Nach dem klinikaufenthalt vom 08.05.2026-21.05.2026 als mich 5 Polizisten und Pflegepersonal dann fixieren mussten weil ich wohl bedrohlich war, (ich sei ein großer starker Mann) wurde ich als komplett psychisch unauffällig entlassen. Paar Wochen später bin ich dann wieder in die Klinik , vom 11.06.2026-20.07.2026 weil ich kein Resperidon Depot bekommen habe. Ich dann wieder in die Psychose gefallen bin. Ich selbst die Polizei gerufen hatte und die mir zuhause nahelegten mich behandeln zu lassen. Bin dem Ratschlag dann auch gefolgt. In diesem klinikaufenthalt wurde mir auch Screenings abverlangt wo man nur noch thc im abklingen sieht. Dort stehen auch Amphetamine und cocain drin, das sind aber kreuzreaktionen habe ich mir dann erklären lassen. Ist echt übel sowas erleben zu müssen, das kann ich mal sagen.
 
Und ich kann das jetzt auch nur so schlussfolgern weil der Typ mich dann immer gefragt hatte, ob ich mit ihm Speed ziehen will. Echt krass was in so einer psychiatrischen Klinik net alles herumläuft, wo ich gelandet bin. Mann, Mann. Aber das ist mir jetzt definitiv eine Lehre gewesen, ich möchte Never ever wieder in so eine Situation kommen, deswegen zählt für mich seitdem nur noch die totale Abstinenz!
 
Ich habe auf Station Zivildienst in einer psychiatrischen Klinik gemacht vor über 20 Jahren. Paar Wochen auch auf der Geschlossenen ausgeholfen in der Küche und bei der Beschäftigungstherapie. Das ist schon eine spezielle Umgebung mit einzigartigen Charakteren.
 
Mmh, ehrlich gesagt weiß ich jetzt nicht, was du sagen willst….
So etwas meinte ich übrigens heute Morgen, als ich sagte, du seiest zuweilen konfus unterwegs…
Nicht böse gemeint, es ist nur etwas, was mir auffällt.

Worum ich dich aber in jedem Falle deutlich bitte, dass du Absätze einbaust und Zusammenhänge zumindest versuchst herzustellen.
 
Zusammenfassend könnte man wohl sagen, Nando müsste jetzt hauptsächlich erstmal abwarten was der Psychiater im Januar zu seiner Fahreignung sagt?! Das ist doch jetzt erstmal der bestimmende Faktor, oder?
Dann wäre auch klar ob das mit Abstinenznachweisen jetzt schon Sinn macht und und und
 
Aber jetzt verstehe ich es glaub ich. Dem fäg muss ich die Akten der Psychiatrie vorlegen, denn dieser muss die Psychose und psychische Stabilität beurteilen. Also dann auch eine 12-15 monatige Abstinenz nachweisen, weil da Amphetamin im Spiel war.

Bei der mpu wird dann das psychologische und Verhalten begutachtet.

Mein Psychiater darf ja auch kein fäg machen, das muss ein unabhängiger qualifizierter Arzt dann machen.

Darum hat sich bei mir momentan alles gedreht, jetzt weis ich wenigstens woran ich bin.

Denn wenn ich jetzt angefangen hätte nur ein screening des thc zu machen und kein polytoxisches, wäre es beim fäg gleich mal negativ ausgefallen.
 
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