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Einordnung MPU-Hypothese: 1,35 ‰ auf E-Scooter (2020) mit Widerstand, aber 6 Jahre Totenstille danach

GG1

Neuer Benutzer
Hallo zusammen,
ich bereite mich aktuell auf meine MPU vor und würde gerne wissen, in welche Hypothese (A1, A2 oder A3) mein Fall am ehesten eingeordnet wird.
Hier sind die harten Fakten aus meiner Akte (Stadt Düsseldorf):
  • Vorfälle (Jahr 2020):
    1. Polizei-Auffälligkeit (Mülltonnen/Fahrrad unter Alkohol, Verfahren wurde aber eingestellt).
    2. Fünf Monate später: Fahrt auf dem E-Scooter. Atemalkohol-Vortest war 1,61 ‰, die offizielle Blutprobe ergab 1,35 ‰.
  • Auffälligkeit auf der Wache: Nach der Entlassung direkt wieder versucht, einen E-Scooter zu starten, randaliert und wegen massivem Widerstand bis zum Mittag in der Zelle gelandet.
  • Gerichtsverfahren (Januar 2022): Rechtskräftiges Urteil. Im Urteil steht explizit, dass in der Hauptverhandlung keine Hinweise auf eine erheblich verminderte Einsichts- oder Steuerungsfähigkeit vorlagen (trotz der 1,35 ‰).
  • Derzeitiger Stand (Gegenwart 2026): Seit den Vorfällen im Jahr 2020 (also seit 6 Jahren im echten Leben und seit 4 Jahren seit dem Urteil) herrscht absolute Totenstille in der Akte. Keine neuen Vorfälle, keine Punkte.
Meine Frage an die Experten:
Wo ordnet mich der Gutachter nach den Beurteilungskriterien ein?
  • Hypothese A1 (Alkoholabhängigkeit): Scheidet meines Erachtens aus, da kein Entzug/Therapie vorliegt und der Wert bei 1,35 ‰ lag.
  • Hypothese A2 (Alkoholmissbrauch/fortgeschrittene Problematik): Liegt das wegen des massiven Kontrollverlusts auf der Wache nahe, oder...
  • Hypothese A3 (Alkoholgefährdung): ...reicht hier ein fundiertes Kontrolliertes Trinken (kT) aus, weil der bindende Blutwert mit 1,35 ‰ relativ niedrig war und die 6 Jahre Totenstille als objektiver Beweis für ein verändertes Verhalten in der Gegenwart sprechen?
Brauche ich bei dieser Konstellation zwingend harte Abstinenznachweise über ein Labor, oder lässt sich das über kT in Kombination mit den 6 Jahren gelebter Unauffälligkeit und aktuellen Leberwerten/CDT plausibel begründen?
Vielen Dank für eure Einschätzung!


 
Hallo und willkommen im Forum.

Ich bin sicher, dass die Fachleute hier im Forum dir gerne eine Einschätzung geben würden, aber nur anhand der Daten was wann passiert ist, ist das leider nicht möglich.

Wie wäre es, wenn wir den traditionellen Weg gehen, damit du eine fundierte Antwort erhalten kannst?

Das würde bedeuten, dass du zunächst den entsprechenden Profilfragebogen ausfüllst und danach den Fragebogen für eine Alkohol-MPU.
 
Nur als Ergänzung:

Bei A3 geht es nicht um kT, sondern um „rK“, risikoarmen Konsum.
kT geht nur in A2 unter therapeutischer und forensischer Begleitung.

Warum machst du ( erst ) jetzt die MPU ?
Konsumierst du noch ?
Wie hast du dich auf die MPU, speziell auf den ( sehr ) schweren psychologischen Teil vorbereitet ?
Welchen Stand hat also deine psychologische Aufarbeitung ?

Und dass du 6 Jahre ohne Auffälligkeiten warst, ist doch eher der Normalzustand und sagt nichts über deine früheren oder jetzigen Konsumgewohnheiten aus und hat dementsprechend nichts mit den Hypothesen zu tun.

Gibt es zum 1. Vorfall eine AAK oder BAK ?
 
Das Verhalten wurde grundlegend geändert. Davor gab's immer wieder mal zwischenfälle im Zusammenhang mit Alkohol. Es wurde sich unter Alk Einfluss gerne mal daneben benommen. Das hatte nix mit dem Alk zutun, sondern war eine bewusste Entscheidung begleitet durch die enthemmende Wirkung des Alkohol. Aus der Historie. 6 Jahre ohne diese Art Vorfälle aus der Vergangenheit sprechen in diesem Zusammenhang sehr wohl eine deutliche Sprache. Auch wenn sie vlt kein Selbstläufer sind.
 
Moin moin @GG1

Bitte arbeite für die MPU auch an deinem wording:
„Es wurde sich unter Alk Einfluss gerne mal….“
Und „Das Verhalten wurde grundlegend geändert“

Es geht um Dich und um dein Fehlverhalten und um deine MPU, Verniedlichung, Verharmlosung und weg schieben können zu einer negativ MPU führen

Und „Jahre ohne diese Art Vorfälle aus der Vergangenheit sprechen in diesem Zusammenhang sehr wohl eine deutliche Sprache“

Heißt nur das du nicht erwischt bzw. Aufgefallen bist. In der MPU geht es darum deine Verhaltens Veränderung glaubhaft mit gelebten Beispielen zu unterfüttern.
 
Das Verhalten wurde grundlegend geändert. Davor gab's immer wieder mal zwischenfälle im Zusammenhang mit Alkohol. Es wurde sich unter Alk Einfluss gerne mal daneben benommen.
Aus psychologischer Sicht spricht dieses nicht dafür, ( noch ) viel zu viel innere Distanz.

6 Jahre ohne diese Art Vorfälle aus der Vergangenheit sprechen in diesem Zusammenhang sehr wohl eine deutliche Sprache.
Aha, nun ja, wenn du alles besser weißt, brauchst du unsere Expertise ja nicht…

Aber, wie der liebe @joost immer so treffend sagt:
Bei manchen gehören auch 2 oder 3 geschossene MPUn zur Therapie.
 
Seit den Vorfällen im Jahr 2020 (also seit 6 Jahren im echten Leben und seit 4 Jahren seit dem Urteil) herrscht absolute Totenstille in der Akte. Keine neuen Vorfälle, keine Punkte.
äh... Du hast ja auch keinen Führerschein, richtig?
Da wäre es schon eine echte Kunst, irgendwie auffällig zu werden :smiley1659:

6 Jahre ohne diese Art Vorfälle aus der Vergangenheit sprechen in diesem Zusammenhang sehr wohl eine deutliche Sprache.
wenn Du das sagst ...



Können wir sonst nochwas für Dich tun?
 
Moin moin @GG1

Bitte arbeite für die MPU auch an deinem wording:
„Es wurde sich unter Alk Einfluss gerne mal….“
Und „Das Verhalten wurde grundlegend geändert“

Es geht um Dich und um dein Fehlverhalten und um deine MPU, Verniedlichung, Verharmlosung und weg schieben können zu einer negativ MPU führen

Und „Jahre ohne diese Art Vorfälle aus der Vergangenheit sprechen in diesem Zusammenhang sehr wohl eine deutliche Sprache“

Heißt nur das du nicht erwischt bzw. Aufgefallen bist. In der MPU geht es darum deine Verhaltens Veränderung glaubhaft mit gelebten Beispielen zu unterfüttern.
Klar würde man sich gegenüber dem Psychoonkel anders ausdrücken. Man gibt dem das was der hören will und spielt das Theater möglichst gut runter. Darum geht's ja Ende. Eine glaubhafte Geschichte Verkaufen - Warum man denn damals so Unachtsam war, Alkohol trank und sich nicht an die Regeln hielt. Dieses Spielchen werde ich mitspielen müssen für den Fall der Fälle. 6 Jahre ohne jegliche Verstöße sind eine gelebte Zeit mit glaubhaften Belegen. 6 Jahre sich Zuhause einsperren und und bloß nicht erwischt werden. Das funktioniert nicht..
 
Man gibt dem das was der hören will und spielt das Theater möglichst gut runter. Darum geht's ja Ende. Eine glaubhafte Geschichte Verkaufen
du hast da das Wesentliche von @zuerbiswolkes Hinweis gerade sowas von gar nicht kapiert* ... :/
Möchtest Du dich jetzt noch eine Weile über subjektiv empfundene Unzulänglichkeiten anderer beschweren oder hast Du noch einen Auftrag an uns?

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* und auch sonst sehe ich derzeit nicht die geringste Chance für eine pos. MPU bei Dir
 
Zuletzt bearbeitet:
äh... Du hast ja auch keinen Führerschein, richtig?
Da wäre es schon eine echte Kunst, irgendwie auffällig zu werden :smiley1659:


wenn Du das sagst ...



Können wir sonst nochwas für Dich tun?

du hast da das Wesentliche von @zuerbiswolkes Hinweis gerade sowas von gar nicht kapiert* ... :/
Möchtest Du dich jetzt noch eine Weile über subjektiv empfundene Unzulänglichkeiten anderer beschweren oder hast Du noch einen Auftrag an uns?

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* und auch sonst sehe ich derzeit nicht die geringste Chance für eine pos. MPU bei Dir
Das einzige was ich hier nicht kapiere ist: wieso man nicht einfach die Frage klar beantwortet bekommt. Wenn Du sonst nichts Konstruktives zu dieser spezifischen Frage beizutragen hast. Dann war's das schon meinerseits. Danke
 
Das einzige was ich hier nicht kapiere ist: wieso man nicht einfach die Frage klar beantwortet bekommt.
Wie ich schon schrieb ist das einfach nicht möglich, ohne mehr über dich und deine Hintergründe zu wissen. Darum der Hinweis zu den Fragebögen.
Es ist schade, dass du dich angegriffen fühlst, wenn die Fachleute hier deine Konsummotive hinterfragen möchten - denn auch hier schreiben Psychologen, also ein Berufszweig dem du bei der MPU gegenüber sitzen wirst.

Es geht bei der MPU nicht darum, dem Gutachter "eine Geschichte die er hören will" zu erzählen, sondern es geht darum, dass man sein Fehlverhalten erkannt und langfristig verändert hat. Denke darüber doch einfach noch mal nach..
 
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