Hey!

Ich hoffe die antworten in dem FB helfen und ich habe es einigermaßen verständlich erklärt.
Zu der unten genannten Panikstörung möchte ich noch erwähnen, dass diese in meiner Bescheinigung als austherapiert gekennzeichnet ist. Also nichtmehr vorhanden
Zu meiner Akte.. da ich schon eine Rechnung vom TÜV erhalten habe und die nurnoch auf meine Zahlung in einem Monat warten würde ich sagen dass die schon beim TÜV ist.. Kann ich dann keine Einsicht mehr erlangen?
Vorgeschichte:
1. Wann haben Sie das allererste Mal von illegalen Drogen gehört?
Mit 16 wo Freunde sich ausprobiert haben
Alkohol ebenfalls
2. Wann haben Sie das erste Mal konsumiert?
Alkohol - in der Jugend ca. mit 17
Drogen - einmalig 2021
3. Wie sah der Konsum aus? (Konsumbiografie-Was, Wie, Welche Gelegenheit?)
Alkohol - gelegentlich von 1x in 3 Monaten bis hin zu 1-2x pro Monat vor/bei Treffen wo viele Fremde sind. ( Geburtstage, Partys )
4. Haben Sie Drogen zusammen mit Alkohol konsumiert?
Einmal
5. Wie ist der Umgang mit Alkohol gewesen?
Der Umgang war nie aus Genuss oder „Spaß“ sondern immer mit dem Hintergedanken mich lockerer zu machen.
6. Sonstige Suchtmitteleinnahme?
Nein
7. Haben Sie bei sich negative Folgen festgestellt?
Ja! Die kurze versuchte „lockerung“ durch Alkohol hielt natürlich nie lange an. Danach hatte ich mehr Ängste als vorher. Ich habe sogar Panikattacken entwickelt.
8. Haben Sie trotz negativer Folgen weiter konsumiert?
Seit der ersten Panikattacke und der realisation was für ein Teufelskreis das ist habe ich niewieder Alkohol getrunken.
9. Was für Werte wurden bei Ihrer Auffälligkeit festgestellt?
1,4 Promille
27ng Amphetamin
10ng Kokain
240ng Benzoylecgonin
10. Wann und wieviel haben Sie in der Woche vor der Auffälligkeit konsumiert?
Phasenweise siehe oben
11. Wieviel und was haben Sie am Tag der Auffälligkeit Konsumiert?
6 Bier
2 Mischen
Paar Schnäpse
2 Lines
12. Gab es einen besonderen Grund für diesen Konsum?
Eine weggezogene Freundin in einer anderen Stadt besuchen wo auch ihre neuen Freunde waren.
13. Wie sind Sie auffällig geworden?
Die Freunde der genannten Freundin haben die Polizei gerufen.
Nur für die, die im Straßenverkehr ermittelt wurden(auch Parkplatz):
14. Was war der Zweck der Fahrt?
Da mein geplanter Schlafplatz geplatzt ist sollte ich bei einer bis dahin mir fremden Person übernachten. Ich habe Panik bekommen und wollte nachhause flüchten.
15. Wie weit wollten/sind Sie (ge)fahren?
40km
16. Wie oft waren sie bereits unter Drogeneinfluss im Straßenverkehr unterwegs?
Nie
17. Wie haben Sie den Konflikt zwischen dem Drogenkonsum und dem Führen eines Kraftfahrzeuges gelöst?
18. Wieso ist es verboten unter Drogeneinfluss ein KFZ zu führen?
(Beschreibung bitte für die zutreffende Substanz)
Weil sowohl Alkohol als auch jede Art von Drogen die Wahrnehmung und Reaktionsfähigkeit beeinflusst.
19. Wie lange stehen Sie nach dem Konsum von Drogen unter deren Einfluss?
Alkohol baut grob geschätzt 0,1 pro Stunde ab allerdings spielen auch die Nachwirkungen (Schwindel durch Kater) eine rolle.
Bis zu mehreren Tagen je nach Substanz
20. Sind sie sich darüber im Klaren, welche Folgen es bei einem täglichen Konsum gibt?
Man wird körperlich und psychisch süchtig. Man ist nie komplett klar im kopf auch wenn man sich so fühlt. Dies gefährdet das alltägliche leben in allen Bereichen. ( Job, Familie, Freunde und natürlich den Führerschein sollte man trotzdem fahren )
----------------------------------------------------------
Warum ist es passiert?
21. Welche persönlichen Hintergründe gab es für den Drogenkonsum?
Alkohol - Selbstmedikation
Drogen - Hoffnung klarer und entspannter zu werden an diesem Abend
22. Wie hat sich Ihr Umfeld über Ihren Drogenkonsum geäußert?
Alkohol - leider sehr verharmlost bei Freunden, Familie fand diese Methode noch nie gut
Drogen - Enttäuschung von allen da ich es vorher nie gemacht habe
23. Gab es Ereignisse in Ihrem Leben, die zu verstärktem Konsum geführt haben?
Da ich damals in der Schule gemobbt wurde habe ich ängste vor Situationen entwickelt wo ich sprechen oder agieren muss. Ich mochte noch nie gerne Einkaufen, im Bus mit geld zahlen anstatt karte vorzeigen, usw.
Wo ich nichtmehr zur Schule musste wurde alles noch schlimmer da ich mich nicht getraut habe eine Ausbildung zu machen. Ich habe viele Situationen einfach vermieden und bin so immer tiefer in die Angst gerutscht. Und so auch immer tiefer in den Konsum.
24. Haben Sie sich an Jemand um Hilfe gewandt, um den Drogenkonsum zu beenden?
(Warum, wann, wer?)
Direkt für den Konsum nicht allerdings habe ich begriffen dass ich die Ursache für meinen Konsum endlich behandeln lassen muss damit ich auch keinen Konsum mehr „brauch“ Also habe ich mich an eine Psychologin gewendet.
25. Gibt es in Ihrer Familie aktenkundige Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz oder Suchtkrankheiten?
Nein
26. Hatten sie Konsumpausen/spitzen?
Warum? Wann?
Konsumpausen waren wenn ich mir nichts vorgenommen habe und die spitzen dann wenn ich oft unter Menschen gegangen bin.
27. Was hat Sie daran gehindert, ohne Droge abzuschalten?
Die Angst sich zu blamieren und im Gedankenkarussell festzuhängen.
( hat natürlich nicht immer funktioniert da man sich unter Substanzen nochmehr blamiert )
28. Waren Sie gefährdet in eine Drogenabhängigkeit zu geraten?
Ich denke da ich den Alkohol damals aus diesen Gründen getrunken habe ist es auch irgendwo eine psychische Abhängigkeit auch wenn keine tägliche und körperliche.
29. Waren sie drogenabhängig?
siehe 28.
----------------------------------------------------------
Wieso passiert das nicht wieder?
30. Hätten sie, rückblickend, eine Drogenkarriere verhindern können?
Aufjedenfall! Ich hätte mir schon viel früher professionelle Hilfe für meine Phobien suchen müssen. Damit wäre der nutzen für Alkohol schon früh überflüssig geworden.
31. Wieso haben Sie sich für eine Abstinenz entschieden?
Ich habe nach meiner ersten Panikattacke ( unter alkoholeinfluss ) mit todesangst eine Panikstörung entwickelt. Das heißt tägliche Panikattacken bei jeder art von Aktivität. Das hat mir gezeigt wie gefährlich mein weg der Bewältigung war. Ich habe erkannt dass alkohol nie eine gute Lösung war sondern noch das Öl im Feuer.
32. Beschreiben Sie den Punkt, an dem Sie sich für ein abstinentes Leben entschieden haben (Knackpunkt)
siehe 31
33. Wieso kommt für Sie nur Abstinenz und nicht für gelegentlicher Konsum in Betracht?
Da ich durch meine Verhaltenstherapie gelernt habe wie ich mit meine Ängsten umgehen kann sehe ich in Alkohol keinen nutzen mehr. Eher das Gegenteil ich hab gelernt dass dieser nur alles verschlimmert. Daher ist auch der gelegentliche Konsum nichts für mich.
34. Wie haben Sie die Umstellung zur Abstinenz erlebt?
Am Anfang war es natürlich schwer meine Expositionsübungen der Therapie nüchtern durchzuführen aber mit der Zeit wurde es immer besser. Außerdem war es erschreckend wieviele „Freunde“ einen nichtmehr fragen ob man mitkommen möchte weil man ja nichtmehr trinkt. Man wurde bei denen die kleine „spießerin“ weil man deren Konsum inzwischen kritisch hinterfragt. Ich habe aber schnell gemerkt wie gut mir die Abstinenz und Therapie tut und es endlich bergauf ging.
35. Wer hat Ihnen dabei wie geholfen?
Meine Familie und mein Partner haben mir den nötigen halt gegeben mich nicht komplett ausgeschlossen zu fühlen.
Meine Therapeutin hat mir in den 70 therapiestunden die nötigen Werkzeuge gegeben um in jeder Situation weiter an mir zu arbeiten.
36. Wie reagiert Ihr Umfeld auf diese Umstellung?
Familie, Partner - sehr positiv sie sind froh dass ich diesen Weg jetzt gegangen bin.
Freunde - gemischt.. von einigen musste ich mich lösen da deren Konsum ungesund war. Die engsten freunde seit Kindheit unterstützen mich aber. Sie verstehen meine Hintergründe und sehen dass es die richtige Entscheidung ist.
Allerdings hab ich auch viele neue Freunde dazu gewonnen die ebenfalls nichts konsumieren.
37. Haben Sie nach der Auffälligkeit weiterhin Kontakt zu Ihren Drogenbekannten gehabt?
Ja bei Alkohol und auch bei Drogen. Mein engstes Umfeld trinkt alkohol zu anlässen wie Weihnachten,Silvester. Ich habe aber auch trotzdem noch Freunde die Drogen konsumieren.
38. Haben Sie nach Ihrer Auffälligkeit miterlebt, wie Ihre Bekannten Drogen konsumiert haben?
Ja da ich inzwischen nüchtern zu Veranstaltungen gehe habe ich es sogar mehr mitbekommen als vor meiner Abstinenz.
39. Wie haben Sie in Zukunft vor mit dem Konsum umzugehen?
Ich möchte mich auch weiterhin um meine Psychische Gesundheit kümmern und so einen Konsum verhindern. Ich strebe eine lebenslange Abstinenz an.
40. Haben Sie zu Hause Drogen?
Ich habe Bier zuhause was mein Partner im Kühlschrank lagert aber keine Drogen.
41. Wie wollen Sie es gegebenen Falls in Zukunft verhindern, nochmals unter Drogeneinfluss ein KFZ zu führen?
Ich habe gelernt dass man sich jederzeit um seine Psyche kümmern muss. Ich bin durch meine Therapie nicht „geheilt“. Man muss alles was man gelernt hat aufrechterhalten und im optimalfall weiter ausbauen. Ich habe gelernt meine Gedanken zu defusionieren. Also ist mein plan dies weiterhin zu tun um natürlich garnicht erst zu konsumieren. Ich habe seit dem Vorfall immer 100€ als „notfall-geld“ dabei. Für ein Taxi oder ein Hotel. Diese Methode würde ich mit meinem Führerschein beibehalten um jedes Risiko auszuschließen.
42. Wie wollen Sie einen beginnenden Rückfall erkennen?
Durch meine lebenslange Vermeidung erkenne ich es schnell wenn ich wieder in die Vermeidung gerate. Nun kann ich direkt gegensteuern. Ich sehe neue Soziale Interaktionen inzwischen als Challenge und nehme diese gerne an. Ich habe mir inzwischen ein neues Leben aufgebaut mit neuen Hobbys, Job und in Zukunft eine Ausbildung und danach Familienplanung. Um EVENTUELL wieder in diesen psychischen Ausnahmezustand zu gelangen müssten all diese Sachen gleichzeitig komplett wegfallen. Dies halte ich für sehr unwahrscheinlich. Außerdem habe ich wenn ich mal nicht weiter weiß auch weiterhin meine Therapeutin an meiner Seite als rückfallprophylaxe.
43. Wie ist derzeit der Konsum von Alkohol bei Ihnen?
Kein Konsum, kein Verlangen