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Das ist nicht möglich.
Eine „Zwangseinweisung“ erfolgt durch Polizei, Arzt oder Ordnungsamt und unterliegt dem Richtervorbehalt, muss also von einem Richter zeitnah nach rechtstaatlicher Überprüfung abgesegnet werden ( PsychKG ).
In D wird das sehr streng gehandhabt ( btw.,ist gerade aufgrund einiger Gewalttaten in der Diskussion, diese hohen Hürden
herunterzuschrauben ).
Das kann ich vollumfänglich verstehen und ist logischerweise alleine deine Entscheidung.
Allerdings ist für dich sinnvolle Hilfe, gerade im Hinsicht auf deine MPU, aus meiner Sicht nur möglich, wenn alle Puzzleteile zur Verfügung stehen.
Und gehört es nicht auch zur „Maske fallen lassen“……?
LG
Ich möchte hier doch noch auf diesen Thread eingehen.
Damals war es so, dass ich nach einer schlimmen Auseinandersetzung mit meinem Expartner gesagt habe, das ich nicht mehr kann und will. Ich war natürlich total betrunken. Er hat auf mich eingeredet, dass wir zum Krankenhaus fahren. Im Krankenhaus angekommen wusste ich gar nicht wie mir geschieht und wo ich mich befinde. Ich stand drinnen im geschlossenen Teil und mein Ex hat mit der Ärztin gesprochen. Ich wusste nicht worum es geht. Ich habe nur mitbekommen, dass aufeinmal mein Vater vor der Tür stand und mich gerufen hat. Er hat an die Scheibe geklopft und gerufen, Kind was machst du, komm nach Hause ich helfe dir. Ich konnte nicht zu ihm u er nicht zu mir. Mein Ex hat zur Ärztin gesagt, zu ihm soll sie auch nicht, das wird nichts. Was noch weiß ich nicht. Auf jeden Fall wurde mein Vater nach Hause geschickt. Ich bin dann weinend u hysterisch zur Ärztin und habe wortwörtlich gefragt: „Haben Sie Kinder? Verstehen Sie? Haben Sie Kinder?“ Ich schreibe das mit nem Kloß im Hals. Das war vor über 20 Jahren.
Die Ärztin hat diese Frage als Bedrohung deklariert und einen Richter bestellt.
Dieser kam am Folgetag und hat mir gesagt, ich habe eigentlich jemanden anders und was anderes erwartet. Sie scheinen mir sehr vernünftig zu sein. Nur müssen Sie jetzt, wo ich schon mal gerufen wurde 14 Tage bleiben…
Hier erlebte ich die Bevormundung / Beeinflussung von meinem Ex.
Ein Jahr später ca. passierte die Einweisung durch meine Eltern. Die haben den Hausarzt zu mir nach Hause gerufen und mich so überrascht und ich musste mit in die Klinik.
Ich habe da „freiwillig“ nachgegeben und resigniert.
Letztendlich sind das / waren das für mich sehr einschneidende negative Beispiele um Hilfe im Krankenhaus zu suchen. Damals gab es die offene Suchtstation da noch nicht.
Mein Vertrauen in die Ärzte auf der Station war gleich null. Erst in der letzten Entgiftung, im gleichen Krankenhaus habe ich eine komplett andere Erfahrung machen dürfen. Mit einem Oberarzt, der mir freundlich begegnet ist.
Ich war vor einiger Zeit auf der selben Station zur Vorstellung unserer SHG. Natürlich haben mich bzw. uns (mein Mann) die Schwestern wiedererkannt. Die Schwester hat zu mir gesagt: „Ihnen geht’s gut ne? Man sieht‘s. Das freut mich.“
Da ist zwar wieder die Anerkennung, die ich ja durchaus mag, aber nicht durch irgendwas gespieltes oder aufgesetztes, sondern durch meinen Stolz und meine Stärke.