FB Alkohol Wiederholungstäter 2,8 ./.

Ja das würde ich hinbekommen. Ich stand im April vor dem Punkt. Ich hätte es so durchgezogen. Weil auch bei allem Verständnis für die Krankheit, wäre das ja ein Widerspruch gewesen, hätte er dann wieder angefangen. Weil wo alle Karten auf dem Tisch liegen u wir es dann nicht geschafft hätten, ist die Beziehung für beide nicht mehr zu retten.
Klar Trennung ist nie einfach. Aber irgendwann gab es auch genug Chancen.
Natürlich hab ich mich auch in dieser Therapie weiterentwickelt. Weiß meinen Wert u auch nur wie ich ihn halten kann (Wert).
Letztendlich habe ich mir jetzt schon ein unabhängigeres Leben aufgebaut. Klar machen wir noch vieles zusammen, aber nicht mehr alles wie früher. Wir beide brauchen diesen Freiraum und für mich ist auch diese „Abgrenzung“ sehr wichtig.
 
Aber wenn ich alleine leben würde, muss ich für mich diese feste Konsequenz durchziehen. Weil ich weiß geht nicht anders. Jetzt wäre es in meinem Fall dann schon so, dass ich Vorboten schon ignoriert habe, mich wieder zurückgezogen hätte und vorm Trinken niemanden von der SHG angerufen oder geschrieben hätte. Wenn ich da an allen Punkten gescheitert bin, bleibt nur Krankenhaus, als alleine weiter zu doktern. Das wäre aber schon der Worst case, wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist.
 
Ich habe mir die Website angeschaut, leider bietet Sie die Vorbereitung nicht online an.
Unnötiges Vollzitat des Vorpostings gelöscht *Nancy*
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Ich lese viele Berichte von anderen, natürlich kommt auch gerade in Bezug auf meinen Fall mit der ungünstigen Prognose für mich auch die Frage auf, soll ich bei der MPU vielleicht sagen, Ehe ist beendet? Sorry aber ich mache mir große Sorgen, ob ich überhaupt eine Chance habe. Schließlich habe ich nur kurz Zeit bei der MPU zu überzeugen
 
Ich habe mir die Website angeschaut, leider bietet Sie die Vorbereitung nicht online an.

Mein Weg ist leider auch weit dorthin. Ich dachte es könnte passen weil Dein Labor in Geesthacht ist, die hatte ich mir auch angeschaut .

Ich würde Sie einfach per Nachricht fragen ob Sie das eventuell telefonisch oder ausnahmsweise online machen würde.
 
Ich könnte die „Notlüge“ verstehen - obwohl zu Ehrlichkeit geraten wird.
Ja natürlich möchte auch ich ehrlich sein. Hätte viel zu viel Angst mich in Widersprüche zu verstricken. Habe aber auch Angst von vorne hinweg abgestempelt zu werden. Deshalb meine Frage nach Vorbereitung. Das Labor ist auch ca. 4 Stunden von mir weg. Haare werden dort hingeschickt.
 
Zum Thema Rückfallprophylaxe mache ich mir meine sorry „Störung“ zu nutze.
Auch hier arbeite ich mit Kompromissen. Nicht übertrieben wie früher (will ich gar nicht aufzählen) sondern strukturiert auf das Wichtigste für mich. Ein strukturierter Tagesablauf bzw. Wochenplanung erleichtert mich ungemein. Auch wenn es natürlich immer zu spontanen Änderungen kommen kann/ darf, gibt mir das extremen Halt.
 
Meine Einschätzung zu deinen Antworten:
Abgesehen davon, dass sie schwer lesbar und damit schwer zuzuordnen sind, sind sie mir viel zu dünn.


Das ist der falsche Ansatz.
Du musst in Bezug auf deinen Mann klären, warum du es dir hast antun lassen.
Der Eine macht, der Andere lässt es mit sich machen.
In Bezug auf deine Familie musst du klären, was genau das mit dir gemacht hat, welche destruktiven Verhaltensweisen du daraus entwickelt hast etc.
Es war für mich der bequemere Weg, funktionieren, nach außen nicht auffallen. Alles unter einen Hut bekommen. Diese Selbstlüge hat mich mehr trinken lassen. Das Selbstmitleid ist immer größer geworden, ich wusste natürlich, dass ich falsch Handel. Nur wollte ich auch keine Schwäche zugeben, meine Maske behalten. Hätte ich die Wahrheit gesagt, wäre die Folge sehr unbequem geworden. Aus meiner damaligen Sicht. Natürlich hatte ich auch ein schlechtes Gewissen. Aber ich war immer noch davon überzeugt, wenn ich wirklich will schaffe ich das.
 
Da ich jetzt noch frei habe, möchte ich die Zeit gerne nutzen. Was kann ich noch unternehmen bezüglich Vorbereitung hier? Welche Fragen?
 
Da war in der Zwischenzeit ne Menge Input und viele Hinweise, womit Du dem Gutachter ein gutes Gefühl hinsichtlich Deiner Stabilität geben würdest.
Ich fände es hilfreich, wenn Du diesbezüglich Deinen FB nochmal überarbeitest und noch hier reinwirfst...
 


Das ist nicht möglich.
Eine „Zwangseinweisung“ erfolgt durch Polizei, Arzt oder Ordnungsamt und unterliegt dem Richtervorbehalt, muss also von einem Richter zeitnah nach rechtstaatlicher Überprüfung abgesegnet werden ( PsychKG ).
In D wird das sehr streng gehandhabt ( btw.,ist gerade aufgrund einiger Gewalttaten in der Diskussion, diese hohen Hürden
herunterzuschrauben ).

Das kann ich vollumfänglich verstehen und ist logischerweise alleine deine Entscheidung.
Allerdings ist für dich sinnvolle Hilfe, gerade im Hinsicht auf deine MPU, aus meiner Sicht nur möglich, wenn alle Puzzleteile zur Verfügung stehen.
Und gehört es nicht auch zur „Maske fallen lassen“……?

LG :smiley138:
Ich möchte hier doch noch auf diesen Thread eingehen.
Damals war es so, dass ich nach einer schlimmen Auseinandersetzung mit meinem Expartner gesagt habe, das ich nicht mehr kann und will. Ich war natürlich total betrunken. Er hat auf mich eingeredet, dass wir zum Krankenhaus fahren. Im Krankenhaus angekommen wusste ich gar nicht wie mir geschieht und wo ich mich befinde. Ich stand drinnen im geschlossenen Teil und mein Ex hat mit der Ärztin gesprochen. Ich wusste nicht worum es geht. Ich habe nur mitbekommen, dass aufeinmal mein Vater vor der Tür stand und mich gerufen hat. Er hat an die Scheibe geklopft und gerufen, Kind was machst du, komm nach Hause ich helfe dir. Ich konnte nicht zu ihm u er nicht zu mir. Mein Ex hat zur Ärztin gesagt, zu ihm soll sie auch nicht, das wird nichts. Was noch weiß ich nicht. Auf jeden Fall wurde mein Vater nach Hause geschickt. Ich bin dann weinend u hysterisch zur Ärztin und habe wortwörtlich gefragt: „Haben Sie Kinder? Verstehen Sie? Haben Sie Kinder?“ Ich schreibe das mit nem Kloß im Hals. Das war vor über 20 Jahren.
Die Ärztin hat diese Frage als Bedrohung deklariert und einen Richter bestellt.
Dieser kam am Folgetag und hat mir gesagt, ich habe eigentlich jemanden anders und was anderes erwartet. Sie scheinen mir sehr vernünftig zu sein. Nur müssen Sie jetzt, wo ich schon mal gerufen wurde 14 Tage bleiben…

Hier erlebte ich die Bevormundung / Beeinflussung von meinem Ex.

Ein Jahr später ca. passierte die Einweisung durch meine Eltern. Die haben den Hausarzt zu mir nach Hause gerufen und mich so überrascht und ich musste mit in die Klinik.
Ich habe da „freiwillig“ nachgegeben und resigniert.

Letztendlich sind das / waren das für mich sehr einschneidende negative Beispiele um Hilfe im Krankenhaus zu suchen. Damals gab es die offene Suchtstation da noch nicht.

Mein Vertrauen in die Ärzte auf der Station war gleich null. Erst in der letzten Entgiftung, im gleichen Krankenhaus habe ich eine komplett andere Erfahrung machen dürfen. Mit einem Oberarzt, der mir freundlich begegnet ist.
Ich war vor einiger Zeit auf der selben Station zur Vorstellung unserer SHG. Natürlich haben mich bzw. uns (mein Mann) die Schwestern wiedererkannt. Die Schwester hat zu mir gesagt: „Ihnen geht’s gut ne? Man sieht‘s. Das freut mich.“
Da ist zwar wieder die Anerkennung, die ich ja durchaus mag, aber nicht durch irgendwas gespieltes oder aufgesetztes, sondern durch meinen Stolz und meine Stärke.
 
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