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Haaranalyse am Tag der MPU?

Martso

Neuer Benutzer
FB Alkohol

Zur Person
Geschlecht: männlich
Größe: 174
Gewicht: 73
Alter: 55

Was ist passiert?
Datum der Auffälligkeit: 16.2.25
BAK: 1,67
Trinkbeginn: 18 UHR
Trinkende: 24 UHR
Uhrzeit der Blutabnahme: ca. 1:30 UHR

Stand des Ermittlungsverfahrens
Gerade erst passiert:
Strafbefehl schon bekommen: Ja
Dauer der Sperrfrist: 2.1.26

Führerschein
Hab ich noch:
Hab ich abgegeben: ja
Hab ich neu beantragt: ja
Habe noch keinen gemacht:

Führerscheinstelle
Hab schon in meine Akte geschaut Ja/Nein: ja
Sonstige Verstöße oder Straftaten?: nein
Genaue Fragestellung der FSSt (falls bekannt):

Bundesland: Ba-Wü


Konsum
Ich trinke noch Alkohol, wenn ja wie oft wieviel:
Ich lebe abstinent seit: 16.2.25

Abstinenznachweis
Haaranalyse ja/nein: ja
Urinscreening ja/nein:
PEth-Analytik ja/nein:
Keinen Plan?:

Leberwerte ja/nein seit wann, wieviele: nein

Aufarbeitung
Suchtberatungsstelle aufgesucht?:
Selbsthilfegruppe (SHG):
Psychologe/Verkehrspsychologe: MPU Beratung
Kurs für verkehrsauffällige Autofahrer:
Ambulante/stationäre Therapie:
Keine Ahnung:

MPU
Datum: noch kein Darum
Welche Stelle (MPI):
Schon bezahlt?: nein
Schon eine MPU gehabt? nein
Wer hat das Gutachten gesehen?:
Was steht auf der letzten Seite (Beantwortung der Fragestellung)?:

Altlasten
Bereits durch Alkohol auffällig geworden Punkte oder sonstige Straftaten: nein

Hallo erst mal,

Wollte im Februar letzten Jahres nach einer Feier das Auto meiner Frau umparken, sie hatte auch getrunken, und ich wurde dabei erwischt. 1,67 ‰ wurden im Blut gemessen. Führerschein natürlich weg. Bin dann zu einer MPU Vorbereitungsstelle, da wurde mir gesagt dass ich einen Abstinenznachweis benötigen werde, mindestens 12 Monate, vielleicht sogar 15 Monate, aber 12 werden zu hoher Wahrscheinlichkeit reichen. Meinen erste Haarprobe gab ich Mitte Juni 25 ab, dann Mitte September 25, dann Mitte Dezember 25, dann am 18. März 26 meinen bisher letzten. Sind also die geforderten 12 Monate. Hatte Anfang Dezember auf Rat meiner MPU-Vorbereitungs-Frau meinen Führerschein neu beantragt, war wohl etwas spät. Habe erst letzte Woche Samstag von der Führerscheinstelle einen Brief bekommen, es wird eine MPU benötigt, solle angeben wo ich die machen möchte. Habe den Antwortbogen direkt dort in den Briefkasten geworfen um nicht weiter Zeit zu verlieren. Nun warte ich auf den Termin meiner MPU.
Meine letzte Haaranalyse ist also fast schon wieder 3 Monate her. Ich werde also am 17.6. nochmals eine machen, dann habe ich für 15 Monate Abstinenznachweise.
Jetzt kommt die Stelle, warum ich mich hier angemeldet habe. Ich habe mit einigen Kumpels schon vor fast einem Jahr 4 Tage Kurzurlaub gebucht, es geht am 18.6. für 4 Tage nach Mallorca, während der Fußball WM, geplant war da auf einer Finca Party zu machen. Natürlich würde ich da auch gerne das ein oder andere Bier trinken, jetzt ist die Frage ob das nicht ein zu hohes Risiko ist. Am Tag der MPU muss man wie mir bekannt ist nur einen Urin-Test abgeben, wäre ja dann kein Problem. Ich hätte dann 15 Monate Abstinenznachweise und eben den Urin-Test. Kann es auch sein dass man am Tag der MPU anstatt einen Urin-Test auch eine Haarprobe abgeben muss?
Angenommen ich bekomme jetzt einen MPU-Termin erst im August, dann sind zu der letzten Haaranalyse wieder 2 Monate um, oder ich falle im ersten Test durch, keine Ahnung wann ich dann den nächsten machen könnte, dann sind vielleicht auch wieder 2 oder 3 Monate zur letzten Analyse um. Muss ich dann nochmals eine Haaranalyse machen, oder reichen die 15 Monate die ich dann haben werde, also von März 25 bis Juni 26? Ich will kein Risiko eingehen, bin auch nicht der Typ der den Alkohol braucht, war für mich kein Problem ohne Alkohol zu leben, aber mit Kumpels auf Malle, während einer WM, da würde ich schon gerne das ein oder andere Bier mittrinken.
Was meint ihr dazu?
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo und willkommen im Forum

Bei der MPU kann durchaus eine Haarprobe gefordert werden.

In deinen Abstinenznachweisen steht wahrscheinlich so etwas wie: Die Abstinenz kann Martso geglaubt werden, soweit keine Gründe dagegen sprechen. Wenn du mit Haarproben deine Abstinenz belegst würde der Gutachter wohl stutzig werden, wenn du unerwartet mit Glatze auftauchst.

Wobei du Abstinenz trotz Vorbereitung offensichtlich überhaupt noch nicht verstanden hast. Abstinenz heißt für den Rest des Lebens 24 Stunden am Tag keinen Alkohol mehr zu sich zu nehmen, egal in welcher Form.
 
Ohne Profi zu sein - aber was soll man von so einer Beratung halten?
AN verlangen (wir kennen ja deine Konsumhistorie nicht) - geht nicht auch kT usw-.?

Viel entscheidender: Du willst AN nachweisen, überlegst aber wie du - sagen wir - tricksen kannst?
Was willst du denn, was ist dir wichtig? Für dich, dein Leben, und zuletzt dein FS?
 
Ich dachte dass ich sowieso einen Abstinenznachweis brauche, ob kontrolliertes Trinken oder nicht. Meine Beraterin ist der Meinung dass ich bessere Chancen habe die MPU zu bestehen wenn ich sage dass ich nichts mehr trinke. Aber das schliesst ja nicht aus dass ich doch wieder mal was trinke. In den letzten Jahren hab ich nur gelegentlich getrunken, zu besonderen Anlässen, vielleicht 4 mal im Jahr. Zuhause trink ich gar nicht, wenn ich da einen Kasten Bier zu einem Geburtstag kaufe, weil Vater oder Schwiegervater oder Brüder vielleicht mal ein Bier trinken möchten, geht das restliche Bier kaputt weil es keiner trinkt.
Ich will einfach nur die MPU bestehen und wollte deshalb nachfragen ob ich auf Malle das ein oder andere Bier trinken könnte ohne das Risiko einzugehen dass ich doch noch eine weitere Haaranalyse abgeben muss und ich deshalb die MPU nicht bestehe.
 
Für`s Cheaten sind wir hier nicht zu haben.
Wir helfen hier niemandem, seine MPU zu bestehen, der offensichtlich nicht ansatzweise verstanden hat, worum es geht.
Du magst vielleicht falsch beraten worden sein und weißt es deshalb nicht besser, keine Ahnung.

Solltest du ernsthaft daran interessiert sein, deine Problematik aufzuarbeiten und daher auch eine tragfähige Entscheidung treffen zu können, was deinen zukünftigen Umgang mit Alkohol anbelangt ( der dann auch erprobt und nachgewiesen wird ), stehen wir dir sehr gerne zur Seite.
 
Ich habe kein Problem mit Alkohol. Sonst könnte ich nicht problemlos 15 Monate ohne ihn sein. Ab und zu mache ich gerne Party, nicht mehr und nicht weniger.
Wir waren feiern, ca. 15 Kumpels mit Frau/Freundin. Ich ließ mich hinfahren, meine Frau war auf einer anderen Veranstaltung, kam später dazu. Als wir die Veranstaltung verließen wollten wir noch in die Altstadt laufen, noch eine Kneipe besuchen. Dann sah ich dass meine Frau ihr Auto direkt an der Straße vor der Veranstaltung parkte, im Parkverbot. Wollte das Auto 50 Meter auf einen Parkplatz stellen, fuhr dabei gegen die Deichsel eines Anhängers, nichts wurde beschädigt, aber 2 Leute hatten das gesehen und die Polizei gerufen. Es war also nicht geplant dass ich noch fahre, sonst hätte ich mich nicht hinfahren lassen sondern wäre selbst gefahren. Habe absolut kein Problem mit Alkohol, von daher brauche ich diesbezüglich auch keine Hilfe. Ich trinke nur ab und zu gerne ein paar Bierchen, und das nicht oft. Jetzt auf Malle hätte ich halt Lust drauf gehabt, aber wenn das Risiko zu groß ist, dann halt nicht. Der Führerschein ist mir wichtiger.
 
Meine Beraterin ist der Meinung dass ich bessere Chancen habe die MPU zu bestehen wenn ich sage dass ich nichts mehr trinke.
Aber dann gehst du ja mit einer "Lügengeschichte" zur MPU.
think.gif

Halte ich für äußerst riskant...

Aber um deine Frage noch einmal zu beantworten: es ist durchaus möglich, dass bei der MPU noch eine Haaranalyse gefordert wird, und es ist durchaus möglich, dass dabei erkannt wird, dass du eben nicht abstinent lebst.

Ich frage mich tatsächlich auch, was das für eine Vorbereitung war die du da durchlaufen hast, und ob es da nicht weitere gravierende Mängel gibt, die dir ein pos. Gutachten verhauen könnten.

Willst du dich mal mit dem Fragebogen für eine Alkohol-MPU auseinandersetzen? Dann könnten wir dir eine bessere Einschätzung geben.

Allein das hier
Ich trinke nur ab und zu gerne ein paar Bierchen
zeigt uns, dass die Gefahr für Dich sehr groß scheint, diese MPU nicht zu bestehen...
 
Wenn ich deinem Konsum glauben kann, verstehe ich die 15 Monate Abstinenz nicht, nicht mal 12.
Natürlich weiß deine Beraterin mehr als wir, aber nach diesen Rahmendaten hätte eine A3 komplett ohne Nachweise möglicherweise auch reichen können...
Ich würde nicht mit einer Lüge reinmarschieren; wenn du vorhast später Alkohol zu trinken, passt deine Vorbereitung nicht. Wer hat dich da beraten?
 
Wenn ich deinem Konsum glauben kann, verstehe ich die 15 Monate Abstinenz nicht, nicht mal 12.
Natürlich weiß deine Beraterin mehr als wir, aber nach diesen Rahmendaten hätte eine A3 komplett ohne Nachweise möglicherweise auch reichen können...
Ich würde nicht mit einer Lüge reinmarschieren; wenn du vorhast später Alkohol zu trinken, passt deine Vorbereitung nicht. Wer hat dich da beraten?
ich will da jetzt natürlich nicht ihren Namen veröffentlichen. Ich habe mit ihr meinen Konsumlebenslauf aufgelistet, in jungen Jahren hatte ich natürlich mehr getrunken, musste ja zu einer Giftfestigkeit von über 1,67 ‰ kommen. Aber seit Jahren ist es wirklich so dass ich nur zu besonderen Anlässen was trinke, oder im Sommer mal ein Radler. Es wurde immer weniger, und deshalb meint meine Beraterin dass ich sagen könnte dass ich auch völlig ohne auskommen kann und so bessere Chancen habe zu bestehen.
Vielleicht hätte ich den Abstinenznachweis nicht gebraucht, ich weiß es nicht, sie sagte mir aber nunmal dass ich den brauchen werde und ich habe ihr geglaubt. Einige Bekannte von mir hatten auch schon den Führerschein weg, die brauchten alle einen Abstinenznachweis, sind ohne durchgefallen. Mag sein dass ich den Führerschein längst wieder haben könnte, aber es ist wie es ist. Werde euren Rat befolgen und in Malle keinen Alkohol trinken.
 
ich tüftele gerade an einem Logikproblem:
wenn man nicht oft "ab und zu" ein paar Bierchen trinkt - heisst das nicht, dass man meistens ziemlich viel trinkt? * :smiley2204: :smiley200:


__________________________
* Freud am Werk? :p
"ziemlich viel" ist relativ. "Ab und zu" ist nicht oft. Ein paar Bierchen, vielleicht 5 Pils mit 0,33, ist meiner Meinung nach nicht viel.
 
.. und wenn der Gutachter fragt, was Dein Plan für die Zukunft ist?
(und dann wird er fragen, aus welchen guten Gründen?)

Bedenke: der erfahrene Gutachter bekommt den ganzen Tag Geschichtelchen aufgetischt. Er hat ein Gespür für hohle Blubberblasen entwickelt.
Lügen und Widersprüche führen unweigerlich zum Durchfallen.
 
Aber dann gehst du ja mit einer "Lügengeschichte" zur MPU.
think.gif

Halte ich für äußerst riskant...

Aber um deine Frage noch einmal zu beantworten: es ist durchaus möglich, dass bei der MPU noch eine Haaranalyse gefordert wird, und es ist durchaus möglich, dass dabei erkannt wird, dass du eben nicht abstinent lebst.

Ich frage mich tatsächlich auch, was das für eine Vorbereitung war die du da durchlaufen hast, und ob es da nicht weitere gravierende Mängel gibt, die dir ein pos. Gutachten verhauen könnten.

Willst du dich mal mit dem Fragebogen für eine Alkohol-MPU auseinandersetzen? Dann könnten wir dir eine bessere Einschätzung geben.

Allein das hier

zeigt uns, dass die Gefahr für Dich sehr groß scheint, diese MPU nicht zu bestehen...
ja, das wäre eine Lügengeschichte. Ich hatte die Beraterin auch schon gefragt ob es nicht besser wäre wenn ich sagen würde dass ich ab und zu was trinken werde, dann meinte sie eben dass es besser ist wenn ich sage dass ich nichts mehr trinke, man mir das auch abnimmt weil ich inzwischen älter bin und es immer weniger wurde. Dann wäre es einfacher für mich die Fragen zu beantworten, wenn ich sage dass ich nichts mehr trinke. Wenn ich sage dass ich ab und zu trinke, dann würden Fragen kommen wie "und wer sagt dass sie dann nicht wieder ins Auto sitzen"...

Das mit den"paar Bierchen" schreibe ich jetzt ja nur hier, meine Beraterin hat mir schon gesagt dass ich das so nicht verharmlosen und sagen darf.
 
.. und wenn der Gutachter fragt, was Dein Plan für die Zukunft ist?
(und dann wird er fragen, aus welchen guten Gründen?)

Bedenke: der erfahrene Gutachter bekommt den ganzen Tag Geschichtelchen aufgetischt. Er hat ein Gespür für hohle Blubberblasen entwickelt.
Lügen und Widersprüche führen unweigerlich zum Durchfallen.
Wie gesagt, ich soll sagen dass ich nichts mehr trinke. Ich habe jetzt 15 Monate nichts getrunken, war letztes Jahr schon auf Malle zu einem 40-jährigen Geburtstag, war Sylvester weg, 1. Mai-Wanderung, Vatertag-Wanderung mit Kumpels, und es machte mir absolut nichts aus ohne Alkohol. Ich will das einfach nicht noch mal erleben, meine Kinder "lachten" mich aus als ich den Füherschein verlor und fragten mich wie alt ich bin, beide sind inzwischen erwachsen und trinken keinen Alkohol. Es war nicht nur mir peinlich, auch ihnen. Hinzu kommen die hohen Kosten, und es blieb alles an meiner Frau hängen, konnte keine Großeinkäufe alleine tätigen, es war sogar so weit dass meine Frau sich zwischenzeitlich von mir trennte, aus anderen Gründen, selbst da habe ich nicht zum Alkohol gegriffen. Nach 6 Wochen kamen wir zum Glück wieder zusammen und es läuft zwischen uns so gut wie lange nicht.
Ich werde die MPU auch noch mit meiner Beraterin durchspielen.
Aber jetzt nochmal zu meinen Abstinenznachweisen. Angenommen ich hätte keinen gemacht, bei der MPU heißt es dann aber dass ich einen vorlegen soll, dann müsste ich nochmals mindestens 12 Monate warten bis ich wieder eine MPU machen kann, deshalb hab ich die gleich gemacht, so wurde mir von allen Seiten geraten. Klar, ich hatte meine Sperrfrist bis 2.1.26, hätte es dann da schon versuchen können, hätte dann aber die MPU-Kosten möglicherweise in den Sand gesetzt, weil ich nur 9 Monate Nachweise gehabt hätte. Dass zwischen Neuantrag und Post vom Landratsamt über 5 Monate vergehen war mir auch nicht bewusst, meine Beraterin war auch "überrascht". Sie war es die sagte dass ich erst im Dezember beantragen soll.
 
Aber dann gehst du ja mit einer "Lügengeschichte" zur MPU.
think.gif

Halte ich für äußerst riskant...

Aber um deine Frage noch einmal zu beantworten: es ist durchaus möglich, dass bei der MPU noch eine Haaranalyse gefordert wird, und es ist durchaus möglich, dass dabei erkannt wird, dass du eben nicht abstinent lebst.

Ich frage mich tatsächlich auch, was das für eine Vorbereitung war die du da durchlaufen hast, und ob es da nicht weitere gravierende Mängel gibt, die dir ein pos. Gutachten verhauen könnten.

Willst du dich mal mit dem Fragebogen für eine Alkohol-MPU auseinandersetzen? Dann könnten wir dir eine bessere Einschätzung geben.

Allein das hier

zeigt uns, dass die Gefahr für Dich sehr groß scheint, diese MPU nicht zu bestehen...
Tathergang

1. Beschreiben Sie den Tag Ihrer Trunkenheitsfahrt aus eigener Sicht mit Datum und Uhrzeiten.
(Wann, wo und mit wem getrunken / wann und wie aufgefallen / Promille)
Wir hatten Monate vorher mit ca. 14 Kumpels und Frau/Freundinnen für eine mobile Holzhütte die bei uns in der Stadt für 2 Monate stand für einen Samstag Abend ab 18 Uhr gebucht. So eine Art Abriss-Ski, Platz für ca. 200 Leute. Beginn 18 Uhr, Ende 24 Uhr. Ich ließ mich dorthin fahren, weil ich natürlich wusste dass ich später nicht mehr fahren werde/kann. Mein Frau war vorher noch auf einer anderen Veranstaltung, kam erst ca. 21 UHR. Um 24 Uhr war dort Ende, wir wollten noch weiter in die Altstadt, dann sah ich dass meine Frau direkt an der Straße vor der Hütte parkte, weil sie im Dunkeln Angst hatte die 50 Meter vom öffentlichen Parkplatz alleine zur Hütte zu gehen. Da am nächsten Tag in der Stadt Pferdemarkt war, dort waren schon Anhänger der Schausteller geparkt, hatte ich gesagt dass wir da das Auto nicht stehen lassen können, weil wir sonst abgeschleppt werden. Meine Frau wollte weg fahren, dann bin aber doch ich gefahren, sie war auch betrunken. Waren ja "nur" 50 Meter zum Parkplatz. Leider hatte ich beim Ausparken eine Deichsel eines Anhängers eines Schaustellers touchiert, bin ausgestiegen um zu schauen ob was kaputt ist, war es nicht. Also wollte ich weiter fahren. Das sahen die beiden Securitys der Almhütte, die riefen die Polizei und ließen mich nicht weiter fahren. Alkoholkontrolle, ins Krankenhaus Blut abnehmen, 1,67 Promille.


2. Was und wie viel haben Sie am Tattag insgesamt getrunken?
(Genaue Angaben in Sorte, Menge, Trinkzeit)
Ab 18 Uhr ca. 5 halbe Bier, ca. 10 verschiedene süße Liköre (Kurze, 0,02). Ich hatte schon bemerkt dass ich richtig betrunken bin, so sehr wie lange nicht mehr.

3. Wie viel Kilometer fuhren Sie, bis Sie aufgefallen sind und wie viel Kilometer wollten Sie insgesamt fahren?
ca. 5 Meter, wollte ca. 50 Meter fahren

4. Hatten Sie das Gefühl, noch sicher fahren zu können?
(Ja/Nein + Begründung)
Ich wusste dass ich nicht sicher fahren konnte, aber es waren halt "nur" 50 Meter zum Parkplatz, und auf 500 Euro Abschleppdienst wollte ich verzichten. Da waren auch kaum andere Autos unterwegs, nur weitere Autos der Partygäste, das war eine Seitenstraße die teilweise wegen Pferdemarkt abgesperrt war.

5. Wie haben Sie die Trunkenheitsfahrt vermeiden wollen (wenn überhaupt)?
Leider war keiner meiner Kumpels in der Lage zu fahren, nur eine Person trank keinen Alkohol, die war schon zuhause. Klar, ich hätte das Auto stehen lassen können und das Risiko eingehen können dass das Auto abgeschleppt wird, aber ich dachte halt die paar Meter kann ich das Auto umstellen.

6. Haben Sie bereits früher im Straßenverkehr unter Alkoholeinfluss gestanden und sind aufgefallen?
Nein

7. Wie oft haben Sie alkoholisiert am Straßenverkehr teilgenommen ohne aufzufallen und was folgern Sie daraus?
Alkoholisiert war ich schon öfter mal, aber halt unter der Grenze. Fahren durfte ich immer.

Exploration

8. Wann hatten Sie den ersten Kontakt mit Alkohol und wann haben Sie das erste Mal Alkohol zu sich genommen?
(Allererste Erinnerung und erster Konsum)
Mit 16 mal beim Zelten ein halbes Bier

9. Haben Sie regelmäßig Alkohol getrunken, und wie hat sich ihr Trinkverhalten in den letzten Jahren entwickelt?
Ab ca. 19 begann ich regelmäßig zu trinken, am Wochenende, zum Feiern. Ab und zu auch unter der Woche nach dem Fußballtraining, so 1 oder 2 Biere. Das ging so bis 30, wurde dann aber deutlich weniger.

10. Wie viel und wie oft haben Sie getrunken?
(Genaue Angaben in Sorte, Menge, Häufigkeit)
Meistens Bier, ab und zu Wodka/Energy/Orange oder likör 43, ganz früher auch Korea (Wein mit Cola).
Whisky oder so überhaupt nicht.
Am Abend waren dass dann früher schon mal 10 Pils (0,33l).
Ein Tag am Wochenende war das.

11. Wo und mit wem haben Sie überwiegend getrunken?
Mit Kumpels , oder nach dem Fußball mit den Fußballerkollegen.

12. Warum haben Sie getrunken?
(Innere + äußere Motive)
Kameradschaft, war halt lustiger.

13. Welche Wirkung haben Sie in der Vergangenheit nach Alkoholgenuss bei sich beobachtet?
(bei wenig und bei viel Alkohol)
Ich wurde geselliger, man hatte einfach mehr zu erzählen, war nicht mehr so zurückhaltend.
Bei zu viel Alkohol konnte ich schon mal aggressiv werden.

Für die User, die als Trinkmotiv eine Steigerung des eigenen Selbstbewusstseins erkannt haben (und dies bei der MPU auch so anführen), ergibt sich eine weitere Frage:

13a. Warum hat Ihnen das Erreichen des eigentlich gewünschten Effektes bei wenig Alkohol dann nicht genügt, wieso kam es zu weiterem Alkoholkonsum?
(Zum Hintergrund der Frage kann hier nachgelesen werden: KLICK)
Weil es einfach lustig war, ich trank dann halt weiter, vielleicht weil das die Anderen auch so machten, bis halt Partyende war...

14. Gab es kritische Hinweise Anderer auf Ihren Alkoholkonsum und wie haben Sie darauf reagiert?
Nein

15. Welche Auswirkungen und Folgen hatte Ihr Alkoholkonsum auf Ihr Leben und Ihr Umfeld?
Hatte nie Probleme mit Alkohol, ausser dass ich wie gesagt am Tag des Konsums bei zu viel Alkohol auch mal aggressiv wurde, aber das hiel sich auch in Grenzen, keine Schlägereien oder so.

16. Gab es in Ihrem bisherigen Leben frühere Zeiten, in denen sie weit mehr Alkohol als heute getrunken haben?
Wenn ja, nennen sie bitte die Lebensabschnitte und mögliche Ursachen und Umstände dafür.
Ich trank früher viel mehr, inzwischen nur noch gelegentlich. Früher um vielleicht dazu zu gehören, man merkte dass man geselliger wird, auch sich mehr traute Frauen anzusprechen, wenn in der Clique alle trinken, dann trinkt man mit und findet es lustig.
Oder nach dem Fußball am Wochenende, da stand immer mindestens ein Kasten Bier in der Kabine, und danach ging man noch in die Kneipe, Feste oder Partys oder Sportheim. Gehörte früher einfach dazu.
Die letzten Jahren dann bei weitem nicht mehr so oft, vielleicht 4 mal im Jahr, aber dann meistens auch "richtig", nicht nur ein Bier. Aber von Aggressionen weit entfernt, man wird ja älter.

17. Haben sie jemals die Kontrolle über ihre Trinkmenge verloren und bis zur Volltrunkenheit Alkohol konsumiert?
Kam früher schon öfter mal vor. Aber es war nie der Fall dass ich das brauchte, war nie abhängig.

18. Haben Sie früher schon einmal oder öfter über einen längeren Zeitraum bewusst und mit Absicht völlig auf den Genuss von Alkohol verzichtet?
Der Alkoholkonsum wurde immer weniger, zuhause trinke ich sowieso nie. Wenn ich da mal Bier zu einem Geburtstag kaufte, weil mein Schwiegervater immer ein Bier haben wollte wenn ich keines da hatte, das ging dann kaputt. Weil es keiner trinkt, auch meine Kinder die beide inwischen volljährig sind nicht. Jetzt bin ich 15 Monate ohne Alkohol, war für mich kein Problem. Und trotzdem hätte ich Lust mal wieder was trinken zu gehen, gerade auf Malle bei der Fußball-WM, das gehört einfach dazu mit den Kumpels. Ich werde natürlich trotzdem mitgehen, dann gibt es halt Cola Zero oder Wasser.

19. In welcher Kategorie eines Alkohol trinkenden Menschen haben Sie sich früher gesehen und wie stufen Sie sich heute rückblickend ein?
(mit Begründung)
über dem Durchschnitt, aber ich hatte alles unter Kontrolle, auch nie die Befürchtung dass ich süchtig werden könnte oder bin.
Einige Kumpels waren ähnlich drauf, andere weniger.
Rückblickend find ich das jetzt relativ normal. Keine Schlägereien, keine sonstigen größeren Ausfälle, mal ein Filmriss, aber nichts gravierendes.
Keiner meiner Kumpels von früher oder heute hatte oder hat ein Alkoholproblem, ich denke das war alles normal wie es bei uns damals ablief.
Heute und in Zukunft

20. Trinken Sie heute Alkohol? Wenn ja, was, wie viel und wie oft?
(Genaue Angaben in Sorte, Menge, Häufigkeit)
Vor der Abstinenz alle paar Monate ein paar Biere, Likör 43 mit Milch selten auch mal.

21. Wann haben Sie zuletzt Alkohol getrunken?
Februar 2025

22. Trinken sie gelegentlich alkoholfreies Bier?
Nein

23. Warum trinken Sie heute Alkohol/keinen Alkohol?
Gehört für mich dazu, wenn man sich am Wochende trifft, zusammen sitzt, im Biergarten oder Kneipe dass man da mal ein Bier trinkt.

24. Warum haben Sie das Trinken reduziert bzw. aufgegeben und warum nicht schon eher?
Weil ich nicht mehr so oft weg gehe, zuhause trinke ich nicht.

25. Wie haben Sie die Änderung Ihres Trinkverhaltens erreicht und dabei die Umstellungsphase erlebt?
War kein Problem für mich, kam automatisch, weil ich wie gesagt nicht mehr so oft weg gehe, ganz selten sogar.

26. Wie wirkt sich Ihr geändertes Verhalten auf Sie, Ihr Leben und Ihr Umfeld aus?
Überhaupt nicht, weil ich nie so viel trank dass ich mein Umfeld damit belastete.

27. Wie stellen Sie sicher, dass Ihr neues Verhalten dauerhaft stabil bleibt?
siehe 26

28. Können Sie sich vorstellen, jemals wieder in Ihre alten Gewohnheiten zurückzufallen?
(mit Begründung)
Nein, weil ich nicht mehr so oft weg gehe

29. Wie wollen sie in Zukunft das Trinken vom Fahren trennen?
Wie vorher auch, das war einfach nur ein dummer Zufall, war ja nicht geplant zu fahren, wäre auch nie auf die Idee gekommen weiter zu fahren als die 50 Meter die ich vor hatte zu fahren, wird nie wieder passieren.

30. Haben Sie zum Abschluss noch etwas hinzuzufügen?
Ja, und zwar war es so dass ja die Polizei gerufen wurde. Die Securitys ließen mich nicht weiter fahren. Die Polizei kam, wir schilderten was passiert war. Ein Kumpel fragte schließlich ob die Polizisten das Auto umparken könnten, damit es nicht abgeschleppt wird. Die durften das auch versicherungstechnischen Gründen nicht. Dann sagte mein Kumpel das wir alle betrunken sind, alle 14 oder 15 Leute, keine mehr fahren kann. Er fragte dann einen Polizisten ob er dann selbst, als Betrunkener, das Auto ein paar Meter auf die Seite stellen kann, also so dass es die Schausteller des Pferdemarktes weniger behindert. Die gaben tatsächlich ihr Einverständnis. Mein Kumpel parkte das Auto um, fragte ob es so okay steht oder ob es dann abgeschleppt wird. Die Polizisten sagten dass es okay wäre, also ließen wir das Auto da stehen. Am nächsten Tag kam ein Anruf vom Abschleppdienst, "sie können ihr Auto bei mir abholen, habe es abgeschleppt, kostet 500 Euro"....
Richtig, richtig dumm gelaufen.
 
Hallo Martso,
…hmm, ich gehöre ja nicht zu den Profis, aber mir fällt schon auf, dass die Fragen teilweise ziemlich unzureichend und oberflächlich beantwortet sind. Außerdem sind etliche Bagatellisierungen drin.

Hattest du das so mit deiner Beraterin besprochen?

Der Gutachter möchte auch genaue Mengenangaben sehen. „Ein paar Bier“ reicht nicht – ob das jetzt 2 x 0,2 l oder 3 x 0,5 l sind, macht schon einen Unterschied.

Ohne jetzt zu hart zu klingen, da würde der Gutachter auch denken „dumm gelaufen.“
 
Hallo Martso,
…hmm, ich gehöre ja nicht zu den Profis, aber mir fällt schon auf, dass die Fragen teilweise ziemlich unzureichend und oberflächlich beantwortet sind. Außerdem sind etliche Bagatellisierungen drin.

Hattest du das so mit deiner Beraterin besprochen?

Der Gutachter möchte auch genaue Mengenangaben sehen. „Ein paar Bier“ reicht nicht – ob das jetzt 2 x 0,2 l oder 3 x 0,5 l sind, macht schon einen Unterschied.

Ohne jetzt zu hart zu klingen, da würde der Gutachter auch denken „dumm gelaufen.“
ja woher soll ich jetzt noch wissen wieviele Bier ich am 12 März 2012 oder am 30 juli 2017 getrunken habe, ob das 0,33 Liter waren oder 0,5.
Führt ihr da Strichliste? Manchmal waren es halt 2, manchmal 4 manchmal 7. Einmal im 0,5 Liter Krug, dann in der 0,33 Flasche...trinke ja nicht jeden Tag die selbe Menge...machmal wochenlang nichts, dann mal zwei Wochenende in Folge...
Und wo sind Bagatellisierungen drin? Ich hab es halt so gesagt wie es ist. Vorher hieß es ich soll dort nicht mit Lügen ankommen und nicht sagen dass ich nichts mehr trinke, wenn ich ehrlich bin, dann ist auch nicht okay.
Der Fragebogen war jetzt ja auch so beantwortet wie es in der Realität ist, und nicht so wie ich es bei der MPU beantworten würde. Ich dachte es geht jetzt eher darum dass ihr mich näher kennen lernt. Ich gehe das wie gesagt noch mit meiner Beraterin durch, wir simulieren die MPU. Sie ist selbst Gutachterin.
Aber danke für eure Tipps, dass ich noch viel zu Lernen habe ist mir klar.
 
Ich meine meine Anmerkungen in keinster Weise als Angriff gegen dich.
Ich kann mich auch nicht an alle Trinkmengen von vor 20 Jahren erinnern. Ich habe das dann durch Berechnung hergeleitet.
Aber grundsätzlich sollte der Fragebogen in der Realität auch den der MPU wiedergeben oder nicht?
 
Ich erlaube mir jetzt einfach mal mir folgende Punkte rauszupicken, worauf ich in erster Linie meine o. g. Anmerkung bezogen habe:
Jetzt bin ich 15 Monate ohne Alkohol, war für mich kein Problem. Und trotzdem hätte ich Lust mal wieder was trinken zu gehen, gerade auf Malle bei der Fußball-WM, das gehört einfach dazu mit den Kumpels.
Zeigt, dass die Abstinenz nicht aus innerer Einsicht, sondern nur wegen der MPU ist.

Gehört für mich dazu, wenn man sich am Wochende trifft, zusammen sitzt, im Biergarten oder Kneipe dass man da mal ein Bier trinkt.
Gehört für mich dazu? Wo ist deine reflektierte Meinung? Wo hat sich dein Konsumverhalten verändert?

Wie vorher auch, das war einfach nur ein dummer Zufall, war ja nicht geplant zu fahren, wäre auch nie auf die Idee gekommen weiter zu fahren als die 50 Meter die ich vor hatte zu fahren, wird nie wieder passieren.
Da ist die Bagatellisierung der Tat und fehlende neue Strategie zur Trennung von Alkohol und Fahren.
 
Ich denke man muss hier zwei Dinge anmerken.

Der User schreibt was er wirklich denkt und wie er die Sache sieht, seine Einstellung, die werden sicherlich auch viele andere haben. Allerdings muss ihm klar werden, dass das bei der MPU nicht funktioniert. Entweder die Einstellung ändert sich oder er passt sich zumindest dafür den Anforderungen an. Ansonsten wird das nichts.
 
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