Hallo zusammen,
ich bin jetzt seit einigen Wochen in verschiedenen Foren unterwegs, habe mir unterschiedlichste Gutachten und Abläufe angeschaut und etliche Beiträge verfolgt, um mir ein genaues Bild davon zu machen, wie eine MPU eigentlich abläuft.
Aktuell stehe ich ganz am Anfang meiner MPU-Vorbereitung. Vor ca. 15 Tagen habe ich mit dem 12-monatigen Abstinenzprogramm auf Alkohol und Drogen über ein akkreditiertes Labor begonnen. Parallel dazu habe ich mir bereits eine Verkehrspsychologin aus der vom Straßenverkehrsamt empfohlenen Liste gesucht, bei der in den nächsten 12 Monaten ca. 10 bis 12 Sitzungen geplant sind.
Hier sind die detaillierten Fakten zu meinem Fall aus den amtlichen Unterlagen:
- Tatvorfall & Blutwerte (09.12.2018): Verkehrsunfall beim Rangieren mit Sachschaden und anschließender Unfallflucht in der Probezeit Die Blutentnahme ergab eine BAK von 1,90 ‰ sowie den Nachweis von Betäubungsmitteln
- Toxikologischer Befund: Positiv auf Kokain (10 µg/L Cocain, 192 µg/L Benzoylecgonin). Alle anderen Substanzen (Cannabis, Amphetamine etc.) waren negativ
- Ärztliches Protokoll: Deutlich bemerkbarer Alkohol- und Drogeneinfluss, erweiterte Pupillen, Drehfeinspuriger Nystagmus, unsichere Koordinationsprüfungen, aber klares Bewusstsein und volle Orientierung.
- Rechtliche Folgen: Urteil wegen fahrlässiger Straßenverkehrsgefährdung, Unfallflucht und vorsätzlicher Trunkenheit im Verkehr (50 Tagessätze, 8 Monate Sperrfrist, rechtskräftig seit 10.04.2019). Aktueller Punktestand im FAER: 6
- Anforderungen der Behörde (Kreis Heinsberg): Dreifache Fragestellung (Alkohol, BTM und Verkehrsstraftaten/Unfallflucht), besonderes Aufbauseminar (wegen Tat in der Probezeit) sowie erneute theoretische und praktische Fahrprüfung
Zu meiner Konsumhistorie und Aufarbeitung:
- Trinkverhalten vor der Tat: Zum Tatzeitpunkt konsumierte ich mindestens 3-mal pro Woche jeweils ca. 5 bis 6 Bier (0,5 l). Mindestens einmal im Monat trank ich am Wochenende erst 2 bis 3 Bier und anschließend 3 bis 4 Standard-Gläser Whiskey-Cola.
- Drogenkonsum: Während meiner ca. 7-jährigen Alkohol-Laufbahn habe ich insgesamt maximal 4-mal Kokain konsumiert (jeweils unter 2 kleinen Nasen). Es lag keine ausgeprägte Sucht vor; das Kokain diente gezielt dazu, die negativen Nebenwirkungen des Alkohols zu überbrücken. Der letzte Drogenkonsum liegt mittlerweile über 5 Jahre zurück, sodass eine Abhängigkeit in diesem Bereich ausgeschlossen ist.
- Entwicklung nach dem Vorfall: Nach der Trunkenheitsfahrt habe ich meinen Konsum schrittweise und rapide reduziert, verbunden mit mehreren Trinkpausen. Vor dem Start meiner Abstinenz lag ich über etwa 3 Jahre stabil bei nur noch ca. 3-mal im Monat 3 bis 4 Bier (0,5 l) – mehr war es nicht mehr, was für mich ein erster wichtiger Schritt war. Entzugserscheinungen hatte ich zu keinem Zeitpunkt.
- Heutige Entscheidung: Ich habe mich nun endgültig für ein dauerhaftes, lebenslanges abstinentes Leben entschieden.
Wie schätzt ihr meine fallspezifische Einstufung (Beurteilungskriterien) bezüglich Alkohol und Drogen ein? Welche Hürden seht ihr bei der dreifachen Fragestellung am ehesten?
Danke euch vorab für eure Rückmeldungen! Weitere Infos kann ich gerne nachreichen.
ich bin jetzt seit einigen Wochen in verschiedenen Foren unterwegs, habe mir unterschiedlichste Gutachten und Abläufe angeschaut und etliche Beiträge verfolgt, um mir ein genaues Bild davon zu machen, wie eine MPU eigentlich abläuft.
Aktuell stehe ich ganz am Anfang meiner MPU-Vorbereitung. Vor ca. 15 Tagen habe ich mit dem 12-monatigen Abstinenzprogramm auf Alkohol und Drogen über ein akkreditiertes Labor begonnen. Parallel dazu habe ich mir bereits eine Verkehrspsychologin aus der vom Straßenverkehrsamt empfohlenen Liste gesucht, bei der in den nächsten 12 Monaten ca. 10 bis 12 Sitzungen geplant sind.
Hier sind die detaillierten Fakten zu meinem Fall aus den amtlichen Unterlagen:
- Tatvorfall & Blutwerte (09.12.2018): Verkehrsunfall beim Rangieren mit Sachschaden und anschließender Unfallflucht in der Probezeit Die Blutentnahme ergab eine BAK von 1,90 ‰ sowie den Nachweis von Betäubungsmitteln
- Toxikologischer Befund: Positiv auf Kokain (10 µg/L Cocain, 192 µg/L Benzoylecgonin). Alle anderen Substanzen (Cannabis, Amphetamine etc.) waren negativ
- Ärztliches Protokoll: Deutlich bemerkbarer Alkohol- und Drogeneinfluss, erweiterte Pupillen, Drehfeinspuriger Nystagmus, unsichere Koordinationsprüfungen, aber klares Bewusstsein und volle Orientierung.
- Rechtliche Folgen: Urteil wegen fahrlässiger Straßenverkehrsgefährdung, Unfallflucht und vorsätzlicher Trunkenheit im Verkehr (50 Tagessätze, 8 Monate Sperrfrist, rechtskräftig seit 10.04.2019). Aktueller Punktestand im FAER: 6
- Anforderungen der Behörde (Kreis Heinsberg): Dreifache Fragestellung (Alkohol, BTM und Verkehrsstraftaten/Unfallflucht), besonderes Aufbauseminar (wegen Tat in der Probezeit) sowie erneute theoretische und praktische Fahrprüfung
Zu meiner Konsumhistorie und Aufarbeitung:
- Trinkverhalten vor der Tat: Zum Tatzeitpunkt konsumierte ich mindestens 3-mal pro Woche jeweils ca. 5 bis 6 Bier (0,5 l). Mindestens einmal im Monat trank ich am Wochenende erst 2 bis 3 Bier und anschließend 3 bis 4 Standard-Gläser Whiskey-Cola.
- Drogenkonsum: Während meiner ca. 7-jährigen Alkohol-Laufbahn habe ich insgesamt maximal 4-mal Kokain konsumiert (jeweils unter 2 kleinen Nasen). Es lag keine ausgeprägte Sucht vor; das Kokain diente gezielt dazu, die negativen Nebenwirkungen des Alkohols zu überbrücken. Der letzte Drogenkonsum liegt mittlerweile über 5 Jahre zurück, sodass eine Abhängigkeit in diesem Bereich ausgeschlossen ist.
- Entwicklung nach dem Vorfall: Nach der Trunkenheitsfahrt habe ich meinen Konsum schrittweise und rapide reduziert, verbunden mit mehreren Trinkpausen. Vor dem Start meiner Abstinenz lag ich über etwa 3 Jahre stabil bei nur noch ca. 3-mal im Monat 3 bis 4 Bier (0,5 l) – mehr war es nicht mehr, was für mich ein erster wichtiger Schritt war. Entzugserscheinungen hatte ich zu keinem Zeitpunkt.
- Heutige Entscheidung: Ich habe mich nun endgültig für ein dauerhaftes, lebenslanges abstinentes Leben entschieden.
Wie schätzt ihr meine fallspezifische Einstufung (Beurteilungskriterien) bezüglich Alkohol und Drogen ein? Welche Hürden seht ihr bei der dreifachen Fragestellung am ehesten?
Danke euch vorab für eure Rückmeldungen! Weitere Infos kann ich gerne nachreichen.
