Hallo,
Ich würde gerne Eure Meinung zu meinem Fall haben, bzgl MPU, da es ein doch recht ungewöhnlicher Fall ist und meine MPU Beraterin das so noch nicht gesehen hat:
TF in Oktober 2024 mit Unfall (Sachschaden). Ersttäter, 1.67%○, Ende 40Jahre. Direkt nach dem Umfall einen Verkehrspsychologen zur Aufarbeitung Unfallgeschehen, Gründe etc beauftragt und 5 Einzelsitzungen gehabt. Paralell auch ettliche andere Massnahmen unternommen, wie zB mir Caritas Suchtberatung gesprochen (keine Sucht - wurde bestärigt), Selbsthilfegruppe beigetreten und Abstinenzprogram angefangen - mit dem Ziel erstmal eine lange Trinkpause einzulegen und a)das Geschehene aufzuarbeiten, Strategien zu entwickeln, wie so etwas nie mehr vokommen kann, b) die Strategien ausreichend zu erproben und zu leben, c) notwenige Änderungen im Umfeld und wegen den auslösenden Fakroren/Gründe vorzunehmen und d) nach einiger Zeit dann mir klarem Kopf zu entscheiden, wie die Zukunft diesbezüglich auszusehen hat.
Der StB (315c) kam April 2025, Einspruch eingelegt, Amtsgericht in Oktober 2025 - Ergebnis: Verurteilung nach 316 - allerdings war der Richter auf Basis der von mir unternommenen Massnahmen im Urteil davon überzugt, dass ich mich durch die unternommenen Massnahmen "ausreichend mit der Problemarik auseinandergesetzt habe" (Zitat) und er deshalb von einer Einziehung der Fahrerlaubnis absieht und nur ein Fahrverbot ausgespochen hat, welches bereits abgegolten war und ich meinen FS gleich im Gericht ausgehändigt bekommen habe. Aus diversen Gründen gab es eine Berufung und letztendlich wurde das Verfahren auf Basis 153a eingestellt. Soweit zum formellen Teil.
Meine Trinkpause habe ich aber weiterhin bis März 2026 fortgefüht (inkl EtG Nachweise) - insgesamt 16 Monate. Das hat mir ausreichend Zeit gegeben, die ganze Problematik aufzuarbeiten und in 16 Monaten in guten und leider auch sehr herausfordenden Zeiten, erfolgreich die erarbeitete Strategie auzuprobieren. Ich habe dann für mich erkannt, dass ich den nächsten Schritt gehen kann - wieder einen risikoarmen Konsum einzuführen - für diese Strategie habe ich mich nach ca 6 Monaten Trinkpause entschieiden, wollte aber erst damit anfangen, wenn ich mir ausreichend die Zeit genommen habe, vernünftig und stabil die zurückliegende Problematik aufzuarbeiten. Seit März trinke ich 1-2 Glas Wein an fest im Vorus geplanten Events, führe Tagebuch und es funktioniert sehr gut.
Von einer MPU habe ich bislang nichts gehört - habe mich jetzt trotzdem mal.mit einer Psychologin in Verbindung gesetzt - die war auch etwas verwirrt wegen der Fallkonstellation (hatte sie so noch nie) aber begleitet und berät mich gerne. Sie meinte sollte eine MPU kommen, muss ich meine risikoarmen Konsum mit einer Haarprobe belegen, was grundsätzlich ja kein Thema wäre, wären meine Haare nicht gefärbt - ich kann sie jetzt wachsen lassen, nur das dauert dann 3 Monate mindestens - auf die Frage, ob es da andere Möglichkeiren gibt, zB PetH etc sagte sie nur nein - auch die Frage ob ich ggf wieder Urin abgeben kann verneinte sie, das sei keine Möglichkeit, dass ginge nur bei kompletten Verzicht. Ebenfalls ist dann die Frage , ob und wann noch eine MPU kommt.
Gibt es da irgdendwelche Möglichkeiten, hier etwas Sicherheit in den Prozess zu bekommen? Wie gesagt, den FS habe ich jetzt wieder seit 9 Monaten, würde aber gerne irgendwann den Prozess hinter mich bringen - meine Massnahmen führe ich selbstverständlich so oder so fort - die sind ja fuer mich und meine Gesundheit/Sicherheit.
Danke