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MPU wegen 2 Trunkenheitsfahrten mit Unfallflucht im Zeitraum von 4 Wochen

4. Hatten Sie das Gefühl, noch sicher fahren zu können?
(Ja/Nein + Begründung)

Nein Ich hatte bei beiden Fahrten nicht das Gefühl noch sicher fahren zu können. Bei beiden Fahrten nahm ich bei mir Konzentration schwäche, Tunnelblick und stark eingeschränktes Seh vermögen war. Ich konnte die Entfernungen nicht mehr richtig einschätzen
 
6. Haben Sie bereits früher im Straßenverkehr unter Alkoholeinfluss gestanden und sind aufgefallen?

Ich bin öfter unter Alkoholeinfluss gefahren, Nicht in dieser Menge, aber mit Sicherheit über die gesetzlich erlaubte Grenze. Bei all den Alkoholfahrten bin ich bis zur 1 TF nicht Aufgefallen.
 
8. Wann hatten Sie den ersten Kontakt mit Alkohol und wann haben Sie das erste Mal Alkohol zu sich genommen?
(Allererste Erinnerung und erster Konsum)

Meinen ersten Kontakt mit Alkohol hatte ich schon in frühster Kindheit. Mein Vater war dem Alkohol nie abgeneigt und Trank täglich nach der Arbeit sein (wohl verdientes Feierabend Bier) wie er es immer nannte. Häufig auch mehr. Auf Familienfesten wurde immer viel Alkohol konsumiert. Meine Onkels vermittelten mir immer, dass ein richtiger Mann Bier trinken muss, das wäre Männlich und gehöre einfach dazu.

Den ersten Alkohol selbst habe ich mit 14 getrunken. 2 Bier mit meinen damaligen Schulkameraden. Dies hatten wir heimlich in einem Keller bei einem Freund gemacht. Da habe ich das erste mal die (trügerische)erleichternde und erheiternde Wirkung von Alkohol erfahren. Meine schlechten Gedanken wurden beiseite gewischt und in der Gruppe fühlte ich mich Wohl und anerkannt.
 
9. Haben Sie regelmäßig Alkohol getrunken, und wie hat sich ihr Trinkverhalten in den letzten Jahren entwickelt?
Ja ich habe regelmäßig Alkohol getrunken 2-3mal pro Woche.

Der Alkoholkonsum steigerte sich über die Jahre immer wieder sodass es Wochen und Monate gab in den ich 4-6mal die Woche getrunken habe.

2023/24 Während der Trennungsphase und nach ihr, steigerte sich mein Alkohol Konsum nochmals auf bis zu 7 Tage die Woche an.
 
12. Warum haben Sie getrunken?
(Innere + äußere Motive)

Alkohol habe ich hauptsächlich als, Problemlöser, (verdrängen meiner Gefühle, des alleine seins und der Sorgen des verlassen werden, verdrängen und wegschieben von Streitigkeiten Konsumiert. Ich wollte der Realität und der Wahrheit oft schlecht bis gar nicht ins Gesicht blicken. Als mein Vater uns Verlies und den Kontakt abgebrochen hatte musste ich schnell Erwachsen werden und Verantwortung übernehmen. Arbeiten die zuhause anfielen mussten von mir und meine Schwestern erledigt werden, Geschah dies nicht drohten Hausarrest, Zimmerarrest oder des verbot meinen Sport nachzugehen (Fußball im Verein). Für Gefühle oder Ängste hatte meine Mutter keine Zeit. Probleme wurden nie ausgesprochen oder thematisiert und somit Tod geschwiegen, und unter den Tisch gekehrt. So konnte ich eine emotionale Beziehung mit einer Erwachsenen Person nie aufbauen. Ich habe nie gelernt mich zu öffnen und meine Sorge und Ängste richtig auszusprechen oder ehrlich zu kommuniziere, Ich konnte mich nie öffnen da ich es in meiner Kindheit von meiner Mutter immer vorgelebt bekommen habe, dass man seine Sorgen nicht öffentlich Kund tut, weil man sonst in der Gesellschaft Unter geht und als schwach angesehen wird. Ich habe in frühster Kindheit gelernt das in meiner Familie Probleme mit Alkohol verdrängt wurden und Konflikte nie offen und ehrlich angegangen worden sind, sondern sie wurden unter den Teppich gekehrt. Mir wurde nie wirklich zu getraut dass ich es schaffen könnte einen Beruf zu erlernen und dort Erfolgreich zu sein. In der Schule war ich nicht der Beste und meine Noten waren meist Unterdurchschnittlich, dadurch musste ich mir regelmäßig von meinen Lehrern und meiner Mutter anhören dass aus mir nie was werden würde. Das Nagte immer sehr an meinem Selbstwertgefühl.

Streitereien mit der Familie schob ich vor mir her, da diese mich überforderten. Zu dieser Zeit versuchte ich durch Rebellion irgendwie auf mich aufmerksam zu machen. Dies schadete jedoch der Beziehung zu meiner Mutter immer mehr. Später unterdrückte ich meine Überforderungen in extremen Stress Situationen und der körperlichen Belastung meines Berufes. Das Bedürfnis immer stark zu sein und keine Angriffsfläche zu bieten zog sich wie ein Roter Faden durch mein Leben. Ich missbrauchte den Alkohol als Ventil um alles zu vergessen und letzten Endes vor mir herzuschieben um mich ja nicht damit auseinandersetzen und/oder damit befassen zu müssen. Ich machte alle Konflikte mit mir selbst aus. (Zumindest dachte ich das). Ich Fraß alles in mich rein. Ich wollte es meiner Familie immer beweisen das ich es alleine schaffe und alles im Griff habe. Ich habe versucht über meine Beruflichen Laufbahn Aufmerksamkeit von meiner Familie zu bekommen, dass ich mein Leben perfekt sei, weil sie mir es nie zugetraut haben Privaten sowie beruflichen Erfolg zu haben.



In meinem Beruf konsumierte ich Alkohol um Anschluss an Arbeitskollegen zu bekommen um nicht alleine zu sein. Ich konsumierte ihn um mich in der Gruppe zu profilieren und einen vermeintlich gewissen Platz dort einzunehmen. Persönliche Beleidigungen meiner Chefs waren an der Tagesordnung, wenn es nicht so lief wie er sich es Vorstellte und zogen mich oft runter und ich fühlte mich als ein nichts.

Ich wollte keine Schwäche nach außen zeigen. Über die Schattenseiten der Sternegastronomie habe ich nie gesprochen, denn dann hätte ich zugeben müssen das es nicht immer schöne Zeiten gegeben hat und der druck sehr hoch war. Das man als angestellter nicht viel wert war, außer eine billige Arbeitskraft und schnell weg vom Fenster ist, wenn man Gefühle oder Private Probleme mit auf die Arbeit nehmen würde. Es Zählte nur 100% Leistung.

Ich und meine Frau lebten sich nach der Geburt des Kindes immer mehr auseinander. Gefühlt lebten wir zwar in einer Hässlichen Gemeinschaft, eine Ehe war dies aber nicht mehr.

Wir nahmen uns keine gemeinsame Zeit mehr um uns etwas Gutes zu tun. Jeder kam nur noch seinen Pflichten nach. (Kind, Haus, Arbeit). Ich traute mich aber nicht dieses Thema anzusprechen da ich nicht wusste wie ich es anfangen sollte, da ich sie nicht verletzen wollte und sie nicht denkt, dass ich glaub dass unser Kind dran schuld sei. Diese Gedanken frass ich in mich hinein, unterdrückte sie und schob sie vor mir weg. Ich fing wieder das trinken an und erhöhte die Menge schnell.

Als sich meine Frau von mir Trennte, versank ich im Gefühlschaos. Es mischte sich Wut, Enttäuschung und die sorge und Angst ein. Wie soll es weitergehen mit der Erziehung unseres gemeinsamen Kindes, werde ich es regelmäßig sehen dürfen? Habe ich dann noch ein Mitspracherecht bei wichtigen Entscheidungen? oder würde sie mich übergehen. Ich hatte große Angst das sie mir mein Kind entziehen könnte und ein Umgangsverbot erwirken wollen würde. All diese Gedanken machten mich fertig und zogen mich immer weiter runter. Die Finanzielle Lage (was passiert mit dem gemeinsamen Haus) kam zu dem noch oben drauf. Das hat mich vollkommen aus der Bahn geworfen und ich Tank immer mehr um diese negativen Schmerzen und Gefühlen die mich innerlich zerstörten, aus meinem Kopf zu bekommen. Alte Trinkgewohnheiten kamen wieder zum Vorschein und der Alkohol diente mir als Seelentröster wie ich es Jahre davor auch schon immer gemacht habe, wenn das Leben gerade mal wieder schwierig war.

Als mein Kind eines Tages zu mir kam und merkte das ich Getrunken hatte wollte es nicht bei mir bleiben und fuhr mit seiner Mutter wieder nach Hause

Ich wollte meinem Kind immer eine Perfekte Familie bieten. Ich wollte ihm das Gefühl geben dass er immer zu mir kommen kann egal welche Sorgen und Bedürfnisse er hat und nicht die Angst haben muss das ich ihn nicht ernst nehmen würde, so wie es bei mir war. Ich wollte ihm mehr Geborgenheit geben als ich in der Kindheit selbst hatte. Mein Anspruch war ihm ein besserer Vater zu sein wie ich ihn selber hatte. Mit der Trennung fühlte ich mich als hätte ich versagt. Der Gedanke und das Gefühl alles falsch gemacht zu haben was ich mir als Ziel gesetzt hatte war für mich zu diesem Zeitpunkt nicht mehr ertragbar.
 
13. Welche Wirkung haben Sie in der Vergangenheit nach Alkoholgenuss bei sich beobachtet?
(bei wenig und bei viel Alkohol)

Bei wenig Alkohol habe ich eine beruhigende Wirkung verspürt, ich wurde lockerer sah alles nicht mehr so verbissen, eine gewisse Entspannung trat ein. Mit dem gesteigerten Abholgenuss wurde ich nachdenklich, Meine Probleme, Ängste und Sorgen konnte ich dadurch besser verdrängen und der Stress viel von mir ab, eine gewisse gleich Gültigkeit setzte ein. Dies funktionierte allerdings nur am Angang meiner Alkoholhistorie und nur für kurze Zeit. Das trügerische war jedoch das mit immer mehr zunehmenden Problemen der Konsum mehr werden musste um den gewünschten Effekt zu erlangen. Dies schlug immer mehr in missbräuchlichen Konsum und ins Gegenteil um. Ich versank immer öfter in Selbstmitleid, Selbst Hass, Traurigkeit. Aus dieser Situation kam ich nicht mehr raus. Ich Überschätzte mich selbst und nahm Gefahren nicht mehr wahr. Meine Risikobereitschaft stieg immer mehr an. Ich Stellte alles in Frage, wurde Unzufrieden und teilweise wütend. Andere Meinungen wollte ich nicht akzeptieren. Ein normales Gespräch war nicht mehr möglich, da ich alles als Angriff auf meine Person sah. Mit gesteigertem Konsum verschwamm meine Wahrnehmung immer mehr und ich entwickelte eine hohe Giftfestigkeit. Am Tag nach dem Konsum ging es mir schlecht, Kopfschmerzen, Unwohlsein. Ich war antriebslos und es war nichts mit mir anzufangen. Ich hatte ein schlechtes Gewissen gegen über andere Menschen. Ich funktionierte irgendwie, kam meinen Pflichten nur mäßig nach. Dies hielt mich aber nicht davon ab immer wieder mein Verlangen nach Alkohol zu befriedigen und nahm den nächsten Tag billigend in Kauf das es mir nicht gut gehen würde. Heute ist mir bewusst dass ich Jahrelang versucht habe mit meine sozialen Defizite mit Alkohol herunter zu Spülen und zu verdrängen. Ich habe sehr viel Lebenszeit sinnlos verschwendet, Dies ist mir heute klar und ich möchte niemals mehr in diesen Zustand zurückehren.

Für die User, die als Trinkmotiv eine Steigerung des eigenen Selbstbewusstseins erkannt haben (und dies bei der MPU auch so anführen), ergibt sich eine weitere Frage:

13a. Warum hat Ihnen das Erreichen des eigentlich gewünschten Effektes bei wenig Alkohol dann nicht genügt, wieso kam es zu weiterem Alkoholkonsum?
(Zum Hintergrund der Frage kann hier nachgelesen werden: KLICK)
 
14. Gab es kritische Hinweise Anderer auf Ihren Alkoholkonsum und wie haben Sie darauf reagiert?

Ja. Ich habe eine hohe Toleranzentwicklung gemerkt in dem ich immer mehr Alkohol trinken musste um den gewünschten Effekt der Verdrängung zu erreichen. Ich vernachlässigte meine Sozialen Kontakte und zog stattdessen immer öfter den Konsum vor. Meine Frau sprach mich während der Eheprobleme sowie in der Trennungsphase mehrmals auf das viele Trinken an und ich ignorierte diese Warnsignale.

Außerdem Fragte mich meine Sekretärin mehrmals ob alles in Ordnung bei mir sei, da ich des Öfter nicht Fit in die Arbeit kam und starke Alkoholausdünstungen hatte.

Mein bester Freund äußerte auch seine Sorgen nachdem meine Frau mit Ihm sprach und ihre starken bedenken äußerte. Ich erfand immer wieder fadenscheinige ausreden und tat alles als eine Phase ab die ich im Griff habe und lenkte von unangenehmen Fragen ab
 
15. Welche Auswirkungen und Folgen hatte Ihr Alkoholkonsum auf Ihr Leben und Ihr Umfeld?
Der Alkoholkonsum bestimmte große Phasen meines Lebens und ich richtete oft meine Freizeit danach aus. Ich Interessierte mich kaum für andere Aktivitäten oder andere Menschen.

Ich ging auf Familientreffen oder Freunde treffen nicht mehr mit und zog mich immer weiter zurück. Wenn ich mal dabei war fand Gesellschaft verträglicher Konsum fand selten statt.

Durch den wieder angefangenen extremem Alkoholkonsum verstärkten sich die Eheprobleme immer mehr.

Mein Kind nahm diese drastische Veränderung an meiner Persönlichkeit wahr und verschloss sich vor mir.

Ich ging meiner Arbeit nicht mehr richtig nach. Ich war zwar anwesend aber mit mir war nichts anzufangen.

Es kam zur Trennung und ich zog aus dem gemeinsamen Haushalt aus.

Es kam zum Entzug der Fahrerlaubnis.
 
16. Gab es in Ihrem bisherigen Leben frühere Zeiten, in denen sie weit mehr Alkohol als heute getrunken haben. Wenn ja, nennen sie bitte die Lebensabschnitte und mögliche Ursachen und Umstände dafür.



2003-2012 war ich sehr viel als Koch unterwegs um verschiedene Küchenstile wie möglich kennen zu lernen. In dieser Zeit war ich hauptsächlich in Guide Michelin Sterne ausgezeichneten Restaurants tätig. Mit diesen Herausforderungen entwickelte sich ein hoher Belastungsdruck (Körperlich wie Psychisch) um der geforderten Qualität gerecht zu werden und den hohen Belastungen stand zu halten griff ich immer öfter zur Flasche um dem ganzen Herr zu werden und zu entfliehen. Ich liebte diese Art zu Kochen, gestand mir aber nicht ein, dass ich den permanenten Stress nicht gewachsen war.
Als die Eheprobleme begannen fing der extreme Alkoholkonsum wieder an. Ich war mit der Ständigen Streiterei Überfordert und hatte große Angst meine Familie zu verlieren. Ich habe nicht realisiert dass der Alkohol alles noch viel schlimmer machte und am Ende ein großer Auslöser für die Trennung war.
 
ot:
Zur Einschätzung:
Das ich mich mit meiner Problematik auseinandersetze ist ja wichtig. Aber - da ich ja nur medizinischer Laie bin - eine korrekte A1 / A2 Einschätzung ist mir ja kaum möglich. Bedeuten deine Ausführungen, dass ich im Zweifelsfall die A1 - AN - Voraussetzungen (15 Monate) als Eintrittskarte erfüllen sollte um auf der sicheren Seite zu sein? Wenn ich dann vom GA auf A2 eingestuft werde, spielt es kein (nachteilige) Rolle?
Äh, sorry, aber wenn da viermal „ich“ steht…

Und, wie du ja siehst, verwässert das den Thread von Kalle, weil es mir wiederum wichtig ist, klarzustellen, wie ich darauf gekommen bin, dass es sich um dich handelt.
ot Ende

Lieber Kalle,

spätestens morgen früh habe ich Zeit für deinen FB.

LG
 
19. In welcher Kategorie eines Alkohol trinkenden Menschen haben Sie sich früher gesehen und wie stufen Sie sich heute rückblickend ein?
(mit Begründung)

Früher sah ich meinen extremen Alkohol Konsum als nicht bedenklich an. Ich machte mir diesbezüglich wenig Gedanken, da ich mich ausschließlich in einem Kreis bewegte in dem regelmäßig viel Alkohol getrunken wurde Empfand ich es als normal und stellte es nicht in Frage.

Ich Stufe mich heute als extremem Missbräuchlichen Trinker ein, mit starker Neigungen zum Gammatrinker ein. Ich verlor immer öfter die Kontrolle über meinen Konsum und Trank mich in einen Rausch und konnte meine Grenzen nicht mehr definieren. Ich hatte zwar noch keine Körperlichen Entzugserscheinungen, Psychische prägten sich aber immer mehr aus. Mir viel es immer schwerer nach 3 Bier aufzuhören. Obwohl mir bewusst war dass ich aufhören muss, trank ich weiter.
 
22. Trinken sie gelegentlich alkoholfreies Bier?

Nein ich konsumiere kein Alkoholfreies Bier. Dieses enthält Kleinstmengen Alkohol und würde mir suggerieren echtes Bier zu konsumieren. Durch den Geruch oder Geschmack ist mir klar dass dies ein Verlangen nach richtigen Bier bei mir auslösen kann.
 
26. Wie wirkt sich Ihr geändertes Verhalten auf Sie, Ihr Leben und Ihr Umfeld aus?

Es wirkt sich durchweg positiv aus.
Ich bin voller Lebenslust, bin Energie geladen, da ich wieder viel besser schlafe/ erholt bin Meine Freunde ermutigen mich und finden es Super dass ich keinen Alkohol mehr Trinke. Ich habe wieder ein viel besseres Verhältnis zu meiner getrenntlebenden Frau und der Umgang mit meinem Kind Ich werde meiner Verantwortung als Vater wieder gerecht und hole mein Kind 3mal Wöchentlich aus dem Hort ab. Da der auf dem Land ist bin ich auf die Öffentliche Verkehrsmittel angewiesen, manchmal stellt es eine gewisse Flexibilität dar. Ich versuche ihm seine Aktivitäten im Sportverein oder Schwimmkurs jederzeit zu ermöglichen und nehme dadurch gerne einen erheblichen Zeitaufwand in Kauf. Für Ihn ist es manchmal etwas schwer da wir viel Wartezeiten haben (öffentliche Verkehrsmittel, Rufbus) was mich innerlich sehr schmerzt ihm das durch meine Verantwortungslosigkeit die ich an den Tag gelegt habe zumuten zu müssen.
Ich denke positiv
Wo ein Wille ist, Ist auch ein Weg und ich nehme diese Herausforderung an um weiter so viel Zeit wie es geht mit meinem Kind zu verbringen und ihm zu ermöglichen was er gerne macht.
Mein Kind findet es toll dass ich keinen Alkohol mehr Trinke, ermutigt mich so weiter zu leben und sagt mir es ist stolz auf mich. Das Motiviert mich noch mehr und zeigt mir, dass ich den richtigen Weg eingeschlagen habe.


27. Wie stellen Sie sicher, dass Ihr neues Verhalten dauerhaft stabil bleibt?
Mir ist bewusst dass es immer wieder Herausforderungen geben wird. Ich habe sehr viel in den letzten 2 Jahren über mich gelernt. Ich habe verstanden, dass mich mein extremer Alkoholkonsum in der Vergangenheit an vielen Dingen gehindert hat, ich sie ehrlich und realistisch anzugehen und Unangenehme Erlebnisse zu reflektieren und anzunehmen und auch zu akzeptieren und das Beste daraus zu machen. Ich leugne meine Alkoholproblematik nicht mehr und gehe offen damit um. Ich reflektiere täglich meinen Tag und höre auf meine inneren Gefühle wie (Unzufriedenheit, Verlustangst, Verdrängung, Angst vor dem Versagen) die zu meinem Alkoholmissbrauch geführt hat. und sich in mir breit machen. Ich nehme diese Gefühle ernst und schiebe es nicht mehr vor mir her. Ich gehe heute Selbstbewusster an schwierige Themen ran und stehe zu meinen Entscheidungen und erhalte dadurch auch mehr Anerkennung. Ich lasse andere Meinungen zu und sehe diese nicht mehr als Angriff auf meine Persönlichkeit. Ich reflektiere regelmäßig meinen Tag und filtere für mich heraus (was lief heute gut, was kann ich sofort ändern und was liegt nicht in meiner Macht und mache ich nicht mehr zu meinem Problem). Ich habe den Schritt getan mir professionelle Hilfe zu holen und habe erkannt dass es keine schwäche ist diese in Anspruch zu nehmen. Ich werde mir direkt Hilfe holen wenn ich merke wenn Unzufriedenheit oder eine innere Unruhe (Überforderung) sich in mir breit macht. Ich habe tolle Menschen um mich herum die mich täglich in meiner Abstinenz unterstützen, klammere mich aber nicht mehr wie früher an sie, da ich heute weis dass ich keinem mehr etwas beweisen oder einem anderen gefallen muss. Sondern nur mir. Heute ist mir klar ich wie toll dass leben ohne Alkohol ist und dass ich immer positiv in die Zukunft blicke, egal welche Hürden im Leben noch auf mich zukommen mag. Ich habe mit der Vergangenheit meinen Frieden gemacht und die fesseln des Alkohols zerbrochen und bin heute ein glücklicherer und innerlich ausgeglichener Mensch.
 
Ich hoffe ich hab alles und stifte jetzt keine Verwirrung.
Punkt 19. habe ich jetzt bewusst so gelassen wie er vorher war. @joost hatte da meiner Ansicht einen sehr guten Einwand mit seiner Anmerkung.
@Karl Heinz. Mach dir keinen Stress und ich sag schonmal vielen vielen Dank
Habt alle ein Schönes Wochenende
LG Kalle
 
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