Anbei mein ausgefüllter MPU Fragebogen:
1. Wann haben Sie das allererste Mal von illegalen Drogen gehört?
Mit 14 über das Buch: Wir Kinder vom Bahnhofzoo. Hier kann ich mich an die Erwähnung von Haschisch, Heroin und irgendwelchen Beruhigungstabletten erinnern.
2. Wann haben Sie das erste Mal konsumiert? (Datum)
Haschisch gemischt mit Tabak im Sommer 1998.
3. Wie sah der Konsum aus? (Konsumbiografie-Was, Wie, Welche Gelegenheit?)
Cannabiskonsum:
Sommer 1998
Mit einem Freund durch eine Bong vor einem Fußballtraining. Beim ersten habe ich keine Wirkung verspürt. Mir wurde erklärt es würde alles etwas intensiver machen.
2 Monate später erneuter Konsum mit einer starken aber eher unangenehmen Wirkung in der Form dass ich total müde wurde.
1999
Im Freundeskreis wurde immer öfter gekifft und ich wollte auch dazugehören und habe weitere Erfahrungen mit Cannabis welche angenehmer waren gesammelt. Die Wirkung habe ich als entspannend erlebt.
ab 2000
Es folgte schleichend aus dem bisher gelegentlichen gesellschaftlichen Cannabiskonsum ein teilweise täglicher Konsum von 0,1-0,5 Gramm überwiegend zum Zweck schneller einschlafen zu können. Am Wochenende steigerte der Konsum sich manchmal da er sich auch auf den Tag verlagerte. Bis auf einige Konsumpause von maximal ein halbes hatte ich somit einen fast täglichen abendlichen Konsum, meist allein. Manchmal auch am Tage um von der Arbeit abzuschalten oder Stress oder Ärger zu verdrängen. Der Freundeskreis bestand auch aus Konsumenten wobei ich aber meist alleine konsumiert habe.
2011
Beginn des Eigenanbaus von Cannabis. Parallel wuchs ein starkes Interesse an psychoaktiven Substanzen, ohne dass diese konsumiert wurden. Ich habe die erste Ecstasy-Tablette von einer flüchtig bekannten Person auf einer Party geschenkt bekommen und aufbewahrt aber nicht konsumiert.
Konsum anderer Drogen:
2008
1x vor einer Party mit einem Freund Amphetamin ausprobiert. Die Menge kann ich nicht genau sagen. Es waren drei Lines im Laufe des Abends. Ich war sehr aufgedreht und konnte anschließend etwa zwei Tagei nicht richtig Schlafen trotz anschließendem Cannabiskonsum. Insgesamt fand ich das nicht schön.
2012
3x Konsum von GBL zum Einschlafen, dann nicht weiter konsumiert.
2015
Häufiger Besuch von Technoveranstaltungen, dort war ich nüchtern tanzen aber die Neugier um andere Drogen wuchs. Weiterhin abendlicher Cannabiskonsum zum Einschlafen. Mir wurden andere Substanzen angeboten, die ich aber nicht konsumierte. Parallel entwickelte sich eine Sammel- und Beschäftigungsthematik rund um Substanzen, ohne Mehrstoffkonsum.
2016, 2017 und 2018
Jeweils 1x Ecstasy auf einem Festival. Beim letzten Konsum 2018 fühlte ich mich vier tagelang leer und depressiv. Das Gefühl war schrecklich. Ich dachte es hört gar nicht mehr auf. Anschließend habe ich keine Drogen außer Cannabis mehr angerührt.
Mir ist bewusst, dass gerade diese Aufzählung problematisch wirken kann. Entscheidend ist für mich aber, dass sich daraus kein weiteres Konsummuster entwickelt hat. Mein problematischer und abhängiger Konsum betraf ausschließlich Cannabis, und genau dieses Verhalten habe ich therapeutisch aufgearbeitet und beendet
Methamphetamin, LSD, Pilze, Rohopium wurden von mir nicht konsumiert. Dies Substanzen befanden sich unter den sichergestellten Substanzen und sind für mich rückblickend ein klarer Hinweis auf fehlende Grenzen und eine problematische Beschäftigung mit Drogen.
Wendepunkt
September 2022
Es kam aufgrund eines Verdachtes welcher nicht mit BTMG zu tun hatte zu einer Hausdurchsuchung.
Die Hausdurchsuchung war ein klarer Wendepunkt. Mir wurde bewusst, dass mein Verhalten insgesamt nicht verantwortungsvoll war und meine Fahreignung grundsätzlich infrage gestellt ist.
Ich suchte aktiv Hilfe und entschied mich für eine ambulante Entwöhnungstherapie. Seit September 2022 lebe ich abstinent, es gab einen einmaligen Rückfall im Oktober 2023. Dieser wurde erkannt, eingeordnet und führte zu einer weiteren Stabilisierung meiner Strategien.
Durch den Konsumstop und den Gesprächen mit der Therapeutin konnte ich psychische Probleme aufarbeiten. Auch konnte ich mich vielen Techniken über die ich mich zwar auch schon seitdem ich 20 war und das erste Mal mit progressiver Muskelentspannung nach Jacobs in Kontakt kam auch praktisch beschäftigen. Ich wollte ja schon immer einfach nur zur Ruhe kommen, gut Einschlafen und aktiver sein.
Dies ließ mich total aufblühen. Endlich träumte ich auch wieder ausgiebig und ich liebe meine Träume. Unter THC Einfluss findet ein REM Schlaf ja fast gar nicht statt. Morgens komme ich viel besser aus dem Bett. Auf der Arbeit traute ich mich endlich eine Bewerbung einer viel höherwertigen Position deren Aufgabe mich schon lange reizte und bekam auch direkt eine Zusage. Zum Einschlafen lese ich meist ein paar Seiten anspruchsvoller Sachbücher, wo mir manchmal schon nach 2-3 Seiten durch Buch fast vor Müdigkeit auf den Kopf fällt und oft schlafe ich auch durch, was vorher selten der Fall war. In Stresssituationen hilft mir das einfach mal Durchatmen bzw. im speziellen die Boxatmung, welche ich mir statt der Fahrt zum Zigarettenautomaten antrainiert habe weiter. Das Rauchen hat zwar für den Moment entspannt, aber die physischen und psychischen Nebenwirkungen als auch der Stress, den man zwischen dem Konsum hat und als Nichtkonsument eben nicht überwiegt einfach.
4. Haben Sie Drogen zusammen mit Alkohol konsumiert?
Nein. Bereits mein erster Kontakt mit Alkohol war sehr negativ. Ich habe zwar noch einige Male danach bei besonderen Ereignissen bis zu 3 Bier getrunken. Seit Mitte zwanzig spielt Alkohol keine Rolle mehr in meinem Leben, da ich die Wirkung gar nicht mochte, bzw. nach der euphorischen Wirkung von ein-zwei Bier nur noch Nebenwirkungen sah und Angst hatte wie beim ersten Konsum mein Bewusstsein zu verlieren.
5. Wie ist der Umgang mit Alkohol gewesen?
Alkohol habe ich bis Mitte Zwanzig zu besonderen Anlässen wie Silvester, Hochzeiten oder Geburtstagen getrunken. Es waren dann ein bis drei Gläser Bier oder ein Glas Sekt zum Anstoßen. Seit vielen Jahren kein Alkoholkonsum mehr.
6. Sonstige Suchtmitteleinnahme?
Keine. Kaffee nur selten.
7. Haben Sie bei sich negative Folgen festgestellt?
Ja. Als negative Folgen zeigten sich schleichend: Antriebslosigkeit, emotionale Abstumpfung, Schlafprobleme in Form von wenigen bis keine Träume und kein Durchschlafen mehr. Soziale Probleme in Beziehung oder bei Freunden durch fehlende Offenheit bzw. Verheimlichung des Konsums. Auch hatte ich gesundheitliche Probleme in Form von Raucherhusten.
8. Haben Sie trotz negativer Folgen weiter konsumiert?
Ja. Die Abhängigkeit wurde lange unterschätzt. Cannabis wurde als Entlastung erlebt, die langfristigen psychischen Folgen habe ich verdrängt.
9. Was für Werte wurden bei Ihrer Auffälligkeit festgestellt?
Nach der Hausdurchsuchung wurde ein Test gemacht. Ich hatte 1 ng/ml aktives THC, 11 ng/ml Abbauwert.
10. Wann und wieviel haben Sie in der Woche vor der Auffälligkeit konsumiert?
Ca. 0,3 Gramm Cannabis pro Abend und insgesamt ca. 2 Gramm über die Woche.
11. Wieviel und was haben Sie am Tag der Auffälligkeit Konsumiert?
Am Vorabend ein kleiner Joint mit etwa 0,2 g Cannabis.
12. Gab es einen besonderen Grund für diesen Konsum?
Der Cannabiskonsum war funktional und diente dem Einschlafen.
13. Wie sind Sie auffällig geworden?
Durch eine Hausdurchsuchung.
14. Was war der Zweck der Fahrt?
Ich wurde vor Fahrtantritt nach der Arbeit auf dem Parkplatz durchsucht und dann zur Hausdurchsuchung mitgenommen.
15. Wie weit wollten/sind Sie (ge)fahren?
Es kam nicht zur Fahrt.
16. Wie oft waren sie bereits unter Drogeneinfluss im Straßenverkehr unterwegs?
Mir war nicht bewusst, dass der aktive Wert selbst nach 24 Stunden bei dem geringen Konsum noch bei 1ng liegt. Aus heutiger Sicht würde ich sagen das die Wirkungsdauer bei Cannabis als auch den anderen Substanzen die ich konsumiert habe schwer abschätzbar sind und bis zu einigen Tagen nachwirken kann in der meine Wahrnehmung, Konzentration und Einschätzungsvermögen unvorhersehbar beeinträchtigt sein können. Ich bin oft am nächsten Tag nach dem Cannabiskonsum wieder Auto gefahren, was nicht verantwortungsvoll war.
17. Wie haben Sie den Konflikt zwischen dem Drogenkonsum und dem Führen eines Kraftfahrzeuges gelöst?
Ich hatte mir damals eine vermeintliche Regel gesetzt, mindestens 8 Stunden nicht zu fahren, wenn ich konsumiert hatte. Heute weiß ich, dass dies falsch und nicht ausreichend war.
18. Wieso ist es verboten unter Drogeneinfluss ein KFZ zu führen?
Weil man unter Cannabis Einfluss auf jeden Fall in seiner Reaktionsfähigkeit und der Eigenschaft mehrere Sachen gleichzeitig zu analysieren eingeschränkt ist. Bei Drogen den anderen probierten Substanzen wie Amphetamin und Ecstasy neigt man neben den schon genannten Dingen dazu sich zu überschätzen zu, fährt riskant und kann Gefahrensituation falsch einschätzen und reagiert aufgrund der Verminderung des Bewusstseins zu spät.
19. Wie lange stehen Sie nach dem Konsum von Drogen unter deren Einfluss?
Die akute Wirkung hält je nach Substanz mehrere Stunden an. Nachwirkung und Restbeeinträchtigung kann 1-2 Tage dauern. Eine sichere Einschätzung der individuellen Nachwirkungen bzw. Restbeeinträchtigung ist für mich im Nachhinein nicht möglich. Deshalb kommt für mich auch nur eine vollständige Abstinenz in Frage.
20. Haben Sie nach der Auffälligkeit weiterhin Kontakt zu Ihren Drogenbekannten gehabt?
Nein. Im Laufe des Jahrs 2023 habe ich alle Kontakte beendet.
21. Welche persönlichen Hintergründe gab es für den Drogenkonsum?
Beim Cannabiskonsum wollte ich anfangs cool sein und bei den anderen die schon konsumiert haben dabei sein. Dann entdeckte ich, dass es mir schnell half einzuschlafen und es wurde zu einer Konditionierung und einem funktionalen Konsum zum Einschlafen und auch zur Stressvermeidung und Verdrängung emotionaler Probleme.
22. Wie hat sich Ihr Umfeld über Ihren Drogenkonsum geäußert?
Die meisten damaligen Freunde konsumierten ebenfalls Cannabis oder auch andere Drogen. Die haben dazu nichts dazu. Meine Partnerin und meine Familie standen dem sehr kritisch gegenüber. Beziehungen gingen kaputt deswegen. Meine Familie habe ich angelogen und gesagt das ich aufgehört habe. Die Gerichtsverhandlung nach dem Drogenfund habe ich auch noch verleugnet vor meiner Familie. Nachdem dann zwei Jahre später der Führerscheinentzug folgte habe ich mich geöffnet, da ich nicht weiter lügen wollte und von meinen Fehlern inklusive der Hausdurchsuchung erzählt. Sie waren natürlich sehr erschreckt, haben sich anfangs auch selbst Vorwürfe gemacht mir die Offenheit aber hochangerechnet. Die Gespräche mit meinen Eltern und meiner Schwester haben mir bei der Aufarbeitung sehr geholfen.
23. Gab es Ereignisse in Ihrem Leben, die zu verstärktem Konsum geführt haben?
Ja. Stresssituationen und Konflikte. Im Nachhinein weiß ich, dass dies der falsche Weg war und ich habe gelernt Verantwortung für meine Probleme zu übernehmen und durch regelmäßiges Achtsamkeitstraining rechtzeitig emotionale Veränderungen zu erkennen.
24. Haben Sie sich an Jemand um Hilfe gewandt, um den Drogenkonsum zu beenden?
Ja, ich bin zur Suchtberatung gegangen, habe 1 ½ Jahre eine ambulante Entwöhnungstherapie gemacht und auch meine Partnerin hat mich sehr unterstützt.
25. Gibt es in Ihrer Familie aktenkundige Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz oder Suchtkrankheiten?
Nein.
26. Hatten sie Konsumpausen/spitzen? Warum? Wann?
Es gab Pausen, als auch Spitzen. Die längste Pause war ein halbes Jahr vor der Bundeswehr und ein halbes Jahr als ich mit einer Freundin zusammenkam. Spitzen waren auf jeden Fall in der Schulzeit vor dem Beginn der Ausbildung und in Zeiten als ich viel Stress hatte und dies als Mittel zum Stressabbau missbraucht habe.
27. Was hat Sie daran gehindert, ohne Droge abzuschalten?
Ich habe die Substanz verharmlost. Später war es dann eine psychische Abhängigkeit.
28. Waren Sie gefährdet in eine Drogenabhängigkeit zu geraten?
Ja. Ich war von Cannabis und Nikotin abhängig. Ich für mich kommt daher nur eine strikte Abstinenz von allen Substanzen in Frage.
29. Wie haben Sie in Zukunft vor mit Cannabis und anderen Drogen Konsum umzugehen?
Überhaupt kein Konsum mehr. Für mich ist kein kontrollierter Konsum möglich.
30. Wieso passiert das nicht wieder?
Ich habe reflektiert was die Ursachen waren als ich konsumiert habe, nämlich das ich es als Schlafmittel missbraucht habe und um Stress abzuwenden oder negative Gefühle zu verdrängen. Als Maßnahmen kann ich hier Sachen nennen wie das abendliche Lesen als Einschlafritual. Atemübungen, Meditations- bzw Achtsamkeitstechniken, Sport und auch das Reden mit vertrauten Personen über Situationen die mich belasten.
31. Hätten sie, rückblickend, eine Drogenkarriere verhindern können?
Ja, definitiv. Wenn ich früher Verantwortung für meine Probleme und übernommen hätte und mir Hilfe gesucht hätte. Aktiv Entspannungstechniken ausprobiert hätte. Wenn ich mich früher mit meinen Problemen beschäftigt und diese nicht nur verdrängt hätte. Wenn ich früher offen darüber geredet hätte statt es zu verheimlichen und mir gegebenenfalls professionelle Hilfe gesucht hätte.
32. Wieso haben Sie sich für eine Abstinenz entschieden?
Die Hausdurchsuchung war ein Wendepunkt und hat mir vor Augen geführt wie unverantwortungsvoll und grenzwertig mein Verhalten in Bezug auf Drogen war. Welche Risiken und welchen Stress ich mich dadurch ausgesetzt habe. Ich befand ich ja quasi mit einem Bein im Gefängnis. Vor allem aber habe ich erkannt, dass der Konsum mir kurzfristig etwas vorgespiegelt hat, langfristig aber deutlich mehr genommen als gegeben. Diese Erkenntnis war entscheidend für meine Abstinenzentscheidung.
33. Beschreiben Sie den Punkt, an dem Sie sich für ein abstinentes Leben entschieden haben (Knackpunkt)
Der erste Tag nach der Hausdurchsuchung. Ich war zwar sehr geschockt und hatte riesige Angst alles zu verlieren auf der anderen Seite war ich froh das alles so passiert und der ganze Mist endlich ein Ende hat.
34. Wieso kommt für Sie nur Abstinenz und nicht für gelegentlicher Konsum in Betracht?
Mir ist bewusst, dass für mich kein kontrollierter, also nur alle paar Wochen stattfindender Konsum möglich ist. Dies habe ich mehrfach erlebt, wie ich dann schleichend wieder in eine Sucht verfallen bin. Und wie schon gesagt, es hat mir viel genommen und nichts gegeben.
35. Wie haben Sie die Umstellung zur Abstinenz erlebt?
Ich habe seitdem viel mehr Energie, Schlafe nachdem ich wesentlich bessere Methoden zum Einschlafen gefunden habe meist durch und vor allem habe ich wieder Träume im Schlaf. Ich habe eine höhere Leistungsfähigkeit. Auch auf der Arbeit bin ich aufgeblüht und habe mich schon im März 2023 erfolgreich auf eine anspruchsvollere Stelle beworben.
35. Wer hat Ihnen dabei wie geholfen?
An erster Stelle mein Wille, meine Freundin durch Unterstützung und Lob und auch das Aufarbeiten meiner Vergangenheit und aktuellen Probleme bzw. Ängste bei der ambulanten Entwöhnungstherapie.
36. Wie reagiert Ihr Umfeld auf diese Umstellung?
Ausschließlich positiv.
37. Haben Sie nach der Auffälligkeit weiterhin Kontakt zu Ihren Drogenbekannten gehabt?
Ich, ich habe die Kontakte nach einem halben Jahr nach dem Ereignis zu diesen Personen vollständig abgebrochen.
38. Haben Sie nach Ihrer Auffälligkeit miterlebt, wie Ihre Bekannten Drogen konsumiert haben?
Ja, auf dem ersten Geburtstag nach der Hausdurchsuchung, ich habe diejenige vor die Tür dafür geschickt und es hat mich dann auch nicht weiter getriggert. Beim nächsten Geburtstag war diese Person nicht mehr anwesend bzw. ich habe sie nicht mehr eingeladen.
39. Wie haben Sie in Zukunft vor mit dem Konsum umzugehen?
Da ich meine psychische und physische Gesundheit nicht nochmal gefährden möchte werde ich von allen Substanzen abstinent bleiben.
40. Haben Sie zu Hause Drogen?
Nein.
41. Wie wollen Sie es gegebenen Falls in Zukunft verhindern, nochmals unter Drogeneinfluss ein KFZ zu führen?
Ich habe aber das Risiko der langen Wirkdauer von Cannabis und anderen Drogen unterschätzt. Heute fahre ich nur noch nüchtern, mit klarer Haltung und ohne jede Grauzone. Ich brauche Konsum und Fahren auch nicht trennen, weil jeglicher Konsum für mich nicht mehr infrage kommt.
42. Wie wollen Sie einen beginnenden Rückfall erkennen?
Ein erstes Warnsignal ist für mich, dass ich emotional stark angespannt werde und mich gedanklich festfahre. Ich merke dann, dass bestimmte Gedanken immer wieder auftauchen und ich innerlich unruhig werde.
Körperlich zeigt sich das oft durch eine flachere oder schnellere Atmung. Diese Signale nehme ich heute bewusst wahr und reagiere frühzeitig, bevor sich daraus Stress oder Vermeidungsverhalten entwickelt.
Was das Einschlafen angeht, war dies noch nie so gut wie heute, da ich auf verschiedene Methoden zurückgreifen kann.
43. Wie ist derzeit der Konsum von Alkohol bei Ihnen?
Ich trinke gar nicht. Ich habe kein Verlangen danach, da es mir noch nie wirklich was gegeben hat, sondern ich seit jeher Angst vor der Wirkung habe. Und wenn ich darauf angesprochen werden von Menschen, die mich noch nicht so gut kennen begründe ich dies auch so. Dies wird viel besser akzeptiert, als früher wo ich meist noch sagte das ich noch fahre. Da hieß es dann oft, ach lass das Auto doch stehen oder ein Bier kannst du doch.
In dem Fragebogen gehe ich hauptsächlich auf Cannabis ein, da sich hier eine Abhängigkeit entwickelt hat. Der Konsum von GBL, Amphetamin und MDMA fand nur einige Male statt und es entwickelte sich kein weiteres Konsummuster.
Bei Amphetamin und MDMA war es Neugier und der Wunsch nach intensiven Gefühlen, was ich heute als problematisch und grenzwertig einordne.
Fragt mich aber auch gerne hierzu weitere kritische Fragen oder gebt mir eine Rückmeldung ob ich dies stärker einbauen soll oder mit welchen Fragen ich mich nochmal intensiver beschäftigen soll.