Karl-Heinz
MPU Profi
Lieber Tobi,
ich wollte dir nur kurz sagen, dass ich dich nicht vergessen habe
ich wollte dir nur kurz sagen, dass ich dich nicht vergessen habe

Folge dem Video um zu sehen, wie unsere Website als Web-App auf dem Startbildschirm installiert werden kann.
Anmerkung: Diese Funktion ist in einigen Browsern möglicherweise nicht verfügbar.


Das Antidepressivum hab ich abgesetzt, nachdem ich mehrfach Probleme damit hatte und körperliche Nebenwirkungen, weswegen ich dann mit Absprache meiner Therapeutin das schrittweise abgesetzt hatte. Ich hatte das angefangen zu nehmen auf Empfehlung von meiner Hausärztin, als ich eine Überweisung zur Therapie bekommen hab. Das war ein Jahr, bevor ich überhaupt in die Tagesklinik gegangen bin und hab dieses auch in schwächerer Dosis eingenommen. Also vorher waren’s nur 10 mg und während der Tagesklinik wurde das auf 20 mg angehoben. Ich hab mich sehr unwohl mit dem Antidepressivum gefühlt, so wär ich komplett betäubt, motivationslos und war auch irgendwie geistig nicht ganz anwesend und auch oft war mein Kopf nicht in der Lage einfache Rechenlösung oder sonst irgendwas abzufertigen ich konnte einfach nicht richtig nachdenken.Du hast aber das Antidepressivum recht schnell nach dem klinischen Setting abgesetzt, zwar, wie du schreibst, in Absprache.
Für meine psychische Stabilität habe ich mehrere feste Strategien entwickelt. Wichtig ist für mich vor allem, meine Frühwarnzeichen zu erkennen. Wenn ich merke, dass mein Selbstwert sinkt oder ich beginne, mich zu isolieren, versuche ich früh gegenzusteuern. Ein wichtiger Faktor ist Bewegung und Struktur. Ich gehe regelmäßig ins Fitnessstudio und mache Spaziergänge oder Wanderungen. Das hilft mir, Stress abzubauen und meine Gedanken zu sortieren. Außerdem rede ich heute viel offener über meine Probleme. Wenn ich merke, dass mich etwas belastet, spreche ich mit meiner Familie oder engen Freunden darüber, statt alles mit mir selbst auszumachen. Ein weiterer Punkt ist, dass ich Probleme aktiv angehe. Ein Beispiel ist meine Hautproblematik, die früher stark auf meinen Selbstwert geschlagen hat. Heute arbeite ich mit Ärzten zusammen und kümmere mich gezielt um die Ursachen, statt mich zurückzuziehen. Dadurch habe ich gelernt, mit Belastungen anders umzugehen und nicht mehr in alte Muster wie Isolation oder Verdrängung zu fallen.Was genau tust du für deine psychische Stabilität ?
Ich nehme keine Medikation und habe es auch nicht vor irgendwann wieder Medikation zu nehmen.Wie sieht es jetzt mit der Medikation aus ?
Nach der Tagesklinik war ich bei meiner ersten Therapeutin. Diese Therapeutin hat sich selbstständig gemacht und hat ne eigene Stelle eröffnet. Da konnte ich dann auf Grund von Distanz nicht hingehen und wurde dann in der Lvr Klinik in Köln weitergeleitet. Diese war erst keine spezialisierte für mich und hat mir einfach nur quasi wenn ich sprechen wollte Rückhalt gegeben und das hat auch gut so geholfen. Irgendwann wurde ich von dieser dann wieder weitergeleitet. Mit dieser konnte ich dann gut auf Sachen eingehen und die hat mir auch super geholfen. Irgendwann haben wir dann immer weiter die Therapiezeiträume auseinandergesetzt so dass es am Anfang waren’s, glaube ich jede zweite Woche und danach war’s einmal im Monat und dann war’s eher nur noch so ein wenn’s Bedarf ist Gespräch und diese hat dann auch irgendwann die Abteilung gewechselt und war dann auch nicht mehr für mich erreichbar. Deswegen bin ich aktuell nicht in der therapeutischen Behandlung. Ich bin angemeldet für Gruppentherapie bei mir im aktuellen Wohnort zum Thema Selbstwert. Da steh ich auf der Warteliste und aktuell bin ich auch wieder daran bemüht mir eine neue Therapeutin zu suchen hab heute mein Erstgespräch bei einer Therapeutin hier im Ort und schau, ob das passt.Bist du engmaschig in ärztlicher Betreuung ?
in meinem Umfeld weiß mittlerweile jeder vor meiner psychischen Störung.Wer weiß von deinen psychischen Störungen ?
Wie gehst du im Alltag, in deinem Umfeld mit den Krankheiten um ?
Das würde, rein formal, schon passen, weil es keine besonderen Fristen NACH einer Stabilisierungsmaßnahme gibt. Wenn das eine Verhaltens-verändernde Maßnahme gewesen wäre, bräuchtest Du noch 6 Monate Nachweise im Nachgang.Es ging eher mehr um Stabilität und Klärung.
Ja, die habe ich ja.Du noch 6 Monate Nachweise im Nachgang.