Ich habe versucht mir mal mehr zeit für den Fragebogen zu lassen, und diesen einmal ausführlich auszufüllen.
1. Wann haben Sie das allererste Mal von illegalen Drogen gehört?
Von illegalen Drogen habe ich das Erste Mal richtig gehört als Freunde mir von der Wirkung erzählt haben. Wie diese ihn half sich besser zu fühlen. ca. 2020.
Davor habe ich nur beiläufig immer mitbekommen das Leute in der Schule Drogen Konsumiert haben.
2. Wann haben Sie das erste Mal konsumiert? (Datum)
Mai 2021
3. Wie sah der Konsum aus? (Konsumbiografie-Was, Wie, Welche Gelegenheit?)
Mai angefangen mit 1g pro Tag FR/SA. Bis Tagesklinik beginn Juli 2021 auf 2,5g pro Tag FR/SA. Während der Tagesklinik habe ich denn Konsum komplett eingestellt da es eine Voraussetzung war. Als die Tagesklinik Ende August vorbei war, habe ich wieder angefangen mit 1g FR/SA. Bis Dezember ist der Konsum auf 2g pro Tag FR/SA Gestiegen da ich mich an die 1g zu sehr gewöhnt hatte und ich mehr brauchte, um den gleichen Effekt zu erhalten. Das ging bis zum April 2022 so weiter, bis ich dann aufgehört habe, weil ich zu meinen Eltern zurückgezogen bin. Im Juni habe ich dann wieder mit 0,5g pro Tag FR/SA angefangen und bis zur Tat auf 2g gestiegen. Hauptsächlich FR/SA aber auch 2-mal im Monat unter der Woche. Am 12. Oktober habe ich dann aufgehört zu Konsumieren und habe meine Positive MPU gemacht. 2 Wochen nach der MPU habe ich im Oktober wieder angefangen mit 0,5g pro Tag Hauptsächlich FR/SA im September kam der Sonntag aber auch 2-mal dazu. Nach der Tat habe ich weiter konsumiert bis zum Januar ist es bei 0,5g pro Tag und ab und zu Sonntag geblieben. Dann stieg es auf 0,8g im Juni und blieb so bis August. Im September habe ich dann bis zum November aufgehört und dann im November habe ich wieder 0,5g pro Tag FR/SA Konsumiert. Anfang Dezember habe ich den Konsum dann eingestellt.
4. Haben Sie Drogen zusammen mit Alkohol konsumiert?
Nein
5. Wie ist der Umgang mit Alkohol gewesen?
Trinke kein Alkohol
6. Sonstige Suchtmitteleinnahme?
Nein
7. Haben Sie bei sich negative Folgen festgestellt?
Durch meinen Konsum habe ich einige negative Veränderungen bei mir festgestellt. Psychisch und charakterlich war ich oft motivationslos, schneller gereizt und teilweise gefühllos. Außerdem hatte ich das Gefühl, dass meine Kreativität eingeschränkt war.
Auch familiär und sozial haben sich Dinge verschoben: Ich habe meinen Fokus stark auf den Freundeskreis gelegt, der ebenfalls konsumiert hat, und dabei andere Freundschaften sowie meine Familie vernachlässigt.
In meiner Freizeit habe ich insgesamt weniger unternommen und stattdessen viel Zeit damit verbracht, einfach nur mit diesen Freunden „abzuhängen“.
Bezogen auf meine Lebenssituation und meine Ziele hatte ich häufig das Gefühl, meine Zeit zu verschwenden und eher perspektivlos zu sein. Meine finanzielle Situation habe ich komplett verdrängt, Probleme vor mir hergeschoben und dadurch letztlich verschlimmert.
8. Haben Sie trotz negativer Folgen weiter konsumiert?
Ja, weil sie ich sie verdrängt, habe.
9. Was für Werte wurden bei Ihrer Auffälligkeit festgestellt?
Delikt 1: Gemessene Werte: THC 8,7
µg/l, OH-THC 5,8
µg/l, THC-COOH 60
µg/l
Delikt 2: Gemessene Werte: THC 1,5
µg/l, THC-COOH 41
µg/l
10. Wann und wieviel haben Sie in der Woche vor der Auffälligkeit konsumiert?
In der Woche davor habe ich 0,5g FR/SA/SO konsumiert.
11. Wieviel und was haben Sie am Tag der Auffälligkeit konsumiert?
Am Tag der Tat nichts. Am vorhabend hatte ich 0,5g in einem Joint konsumiert.
12. Gab es einen besonderen Grund für diesen Konsum?
Nein
13. Wie sind Sie auffällig geworden?
Ich bin an dem Abend ungefähr um 17:30 Uhr losgefahren zum Penny Parkplatz um mich dort mit mehreren Freunden zu Treffen und ein wenig zu Reden. Ich hatte mein Fahrzeug vor einem anderen stehen und als die Polizei kam, habe ich mein Fahrzeug von dort ein Stück vor in eine Freie Parklücke versetzt. Die Polizei hat dieses Umparken als Fluchtversuch gewertet. Bei der Überprüfung von mir kam mein BTM-Delikt aus dem Jahr 2022 zum Vorschein, und die Polizei wollte einen Urin Test machen. Diesen habe ich aus Schutzreflex abgelehnt und habe einen Konsum verneint.
15. Wie weit wollten/sind Sie (ge)fahren?
Ich bin 1KM von zuhause zum Parkplatz gefahren.
16. Wie oft waren sie bereits unter Drogeneinfluss im Straßenverkehr unterwegs?
2 Wochen nach der MPU bin ich wieder in Kontakt mit meinem alten Freundeskreis gekommen und habe dann wieder angefangen. Anfangs habe ich noch darauf geachtet, dass ich nach dem Konsum nicht mit dem Auto fahre, mit der Zeit sind dann die Zeiten zwischen dem Autofahren und dem Konsum immer kürzer geworden, sodass ich immer wieder unter dem Einfluss von Cannabis gefahren bin.
17. Wie haben Sie den Konflikt zwischen dem Drogenkonsum und dem Führen eines Kraftfahrzeuges gelöst?
In meiner Ersten MPU habe ich gelernt, dass man zwischen Konsum und fahren ein Langer Zeitraum vergehen muss, um sicher und nüchtern ein Fahrzeug zu führen. Theoretisch war mir das klar. Praktisch habe ich das nicht umgesetzt.
Ich habe gemerkt, das mit der Zeit meine Hemmschwelle immer niedriger wurde. Anfangs habe ich noch sehr Lange Abstände eingehalten, mit der Zeit wurden die Abstände aber immer kürzer. Ich habe mir eingeredet, dass es schon passen wird. Das war ein schleichender Prozess und ein Klares Warnsignal, was ich aktiv ignoriert habe. Heute ist mir bewusst, dass ich keine Kontrolle von Konsum und fahrt hatte. Durch den Konsum hat sich meine Risikoeinschätzung verschoben. Deshalb möchte ich das Problem nicht durch bessere Planung beheben, sondern habe ich entschieden eine grundsätzliche dauerhafte abstinent einzuhalten. Nur so ist es ausgeschlossen das ich wieder in den Konflikt mit Drogenkonsum und der Fahrt komme. Ich habe für mich verstanden das es nicht möglich ist eine sichere Trennung von Konsum und fahren hinzubekommen.
18. Wieso ist es verboten unter Drogeneinfluss ein KFZ zu führen?
(Beschreibung bitte für die zutreffende Substanz)
- Reaktionsgeschwindigkeit lässt nach.
- Geschwindigkeiten und Gefahren können schlechter eingeschätzt werden.
- Konzentration und Aufmerksamkeit ist schlechter.
- Spur kann nicht gut gehalten werden.
- fehlender Versicherungsschutz.
19. Wie lange stehen Sie nach dem Konsum von Drogen unter deren Einfluss?
Bei gelegentlichem bis 24 Stunden und bei Regelmäßigem mehrere Tage.
20. Sind sie sich darüber im Klaren, welche Folgen es bei einem täglichen Konsum gibt?
Täglicher Konsum führt zu Physischer Abhängigkeit, beeinträchtigt die Reaktion und Aufmerksamkeit, hat Einfluss auf die Motivation für wichtige Sachen und bringt oft eine Selbstkontrollen Verlust.
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Warum ist es passiert?
21. Welche persönlichen Hintergründe gab es für den Cannabis- Drogenkonsum?
Mein Konsum begann im Mai 2021 mit meiner damaligen Ex-Freundin zusammen. Es war zu einer Zeit, als ich mich sehr depressiv gefühlt habe. Ich habe seit Oktober 2018 in einem Betrieb als Chemikant gearbeitet auf Wechselschicht gearbeitet, wo ich von Anfang an nicht dazu gehört habe. Ich wurde falsch oder gar nicht in bestimmte Bereiche eingelernt so das mir immer viel Wissen oder Ahnung über anlagenteile verwehrt waren. Dadurch war ich gleichzeitig immer derjenige ohne Ahnung oder der der immer alles Falsch macht. Für mich war jeder Tag, den ich dort arbeiten musste, der Horror. Und dazu kamen Nachtschichten und 12 Stunden Schichten am Wochenende dazu. Ich habe mir Körperlich und physisch komplett ausgelaugt gefühlt. Ich konnte auch nicht drüber reden mit irgendjemanden, weil es mir Peinlich war. Ich hatte das Gefühl, das ich es selbst schuld wäre, und mir dort auch niemand Helfen kann also wieso sollte ich drüber reden. Dieses Ausgegrenzt werden hat mich dann immer wieder auch in meine Kindheit zurückgeworfen. Ich habe seit der Grundschule nie wirklich irgendwo dazu gehört. Ich hatte immer meine 1-2 Freunde von denen ich aber auch immer nur jemand war bei dem man sich gemeldet hat, wenn niemand anderes Zeit hatte. Somit war ich sehr viel immer allein und habe mich sehr stark oft isoliert.
Irgendwie hat man auch immer einen Weg gefunden sich über mich Lustig zu machen. War es nun meine Pubertät Akne oder das ich Mandel Augen habe und etwas asiatisch aussehe.
Dieses Außenseiter sein war seit dem Stark in meinem Kopf verankert, und immer, wenn ich allein bin, fühle ich mich wieder als wäre ich zurück in dieser Zeit. Ich habe mich Schlichtweg sehr unwohl gefühlt dort zu sein, habe mich aber auch dort nie getraut mal mit jemandem zu Reden. Zumal hatte ich keine Freunde dafür noch konnte ich mit meinen Eltern Reden zu der Zeit. Am 17.12.2011 hatte mein Halbbruder einen schweren Autounfall erlitten. Ab dem Zeitpunkt hatte sich unsere Familie sehr stark gespaltet. Ich habe 3 Weitere Geschwister aber wir haben und eher gezofft als das wir miteinander hätten reden können. Gleichzeitig fand ich das Thema wie es mir geht auch sehr hinten angestellt, während mein Halbbruder Schwerstverletz im Koma im Krankenhaus liegt. Ab dem Zeitpunkt waren meine Eltern durchgehen im Krankenhaus. Erst nur wegen ihm kurze Zeit später wurde meine Mutter dann wegen einer Entzündung am Knie (Durch eine Vorherige OP) wieder operiert werden musste. Also war mein Vater eigentlich nur noch am Pendeln zwischen Arbeit und Krankenhaus. Ab und zu wahren ich und meine kleine Schwester mit, aber ich fand es wirklich sehr schwierig als 11-jähriger Junge jemanden aus meinem nahen Umfeld in diesem Zustand dort liegen zusehen. Oft war ich dann nur bei meiner Mutter aber selbst dieses war seltener. Sie war ca. Ein Jahr dann dort. Nachdem sie wieder zuhause war, war alles immer hektisch und stressig. Durch diese Zeit hat sich unsere Familiäres Verhältnis nochmal total verändert. In der Zeit hätte ich wenigstens meine Eltern gebraucht um über das, was los ist zureden und wenigsten dort Zuneigung und Aufmerksamkeit zu erhalten, aber ich war so isoliert durch die ganze Zeit das ich jedem aus dem Weg gegangen bin. Ich wurde zu der Zeit das Erste Mal Stark Depressiv und habe aktiv über Selbstverletzungsmöglichkeiten nachgedacht damit ich mich in einer weiße lebendig fühle. Das ging so weiter, bis ich mit 14 im Internet meine Erste Freundin gefunden habe. Es hat mir seit langer Zeit das erste Mal eine Person wieder Zuneigung gezeigt oder war da für mich. Das war für mich so ein berauschendes Gefühl, dass ich gar nicht von dieser Person wegwollte. Nur leider hatte diese Person keinen guten Einfluss auf mich. Sie hatte selbst starke Probleme mit Depression und Selbstverletzung. Durch sie habe ich das erste Mal von Selbstverletzung in Form von Schneiden mitbekommen. Während wir zusammen waren, hatte ich kein verlangen dazu es auszuprobieren. Später als ich 15 war, habe wir uns allerdings getrennt, und ich habe zurück daran gedacht, und wollte schauen, ob es mich besser fühlen lässt, wenn ich mich so allein und verlassen fühle, oder vielleicht geben mir auch meine Eltern mal die Aufmerksamkeit dann das sie merken das etwas falsch läuft bei mir und ich Hilfe benötige, es aber nicht schaffe mir diese zu suchen. Ich fand das Gefühl mich selbst zu verletzen sehr befreiend und hatte das Gefühl, das ich mich dadurch lebendig fühle, also habe dieses bis ich 16 war öfter getan. Die Hilfe von meinen Eltern habe ich nicht erhalten. Sie hielten es für ein Jugendtrennt und haben es auch ignoriert. Deswegen habe ich es auch sehr versteckt und wollte auch nicht, dass es jemand irgendwie in der Schule sieht, damit ich nicht noch mehr ausgelacht werde. Ich hatte in der Schule zu der Zeit extreme Probleme mich zu Konzentrieren oder mitzumachen. Ich war oft zu müde, weil ich nicht schlafen konnte oder einfach, weil mein Schlaf nicht erholend war, weil ich die ganze Nacht aufwache. Ich habe es dann gerade so geschafft meinen Hauptschulabschluss auf der Gesamtschule zu machen. Mit diesem Konnte ich dann nur leider nie irgendetwas machen, was ich gerne Beruflich gemacht hätte. Also habe ich Notgedrungen eine Ausbildung als Industriemechaniker angefangen. Ich hatte mich gefreut darauf und dachte vielleicht wird jetzt alles anders. Allerdings hat mich diese ganze Zeit zuvor so geprägt das ich Total introvertiert bin und mich selbst in die Außenseiter Rolle stelle. Ich habe es also wieder nicht geschafft Anschluss oder Freunde zu finden. Es gab eine Person, die immer mal wieder mit mir geredet hat und versucht hat auf mich zuzugehen, für mich war es aber sehr schwer irgendwie daraus einen festen Kontakt zu Knöpfen also was es eher eine hast du die Hausaufgaben Freundschaft. Ich hatte während der ganzen Zeit immer nur einen Freund, den ich auf der Gesamtschule kennengelernt habe. Diesen habe ich aber auch immer nur sporadisch mal gesehen und man hat was gemacht. Reden konnte ich dort aber auch nicht. Nach der Ausbildung bin ich dann als Quereinstieg in den gesagten Chemikanten Job gegangen. Ab dem Zeitpunkt fing mein Konsum an das ich am Wochenende konsumiert habe. Am Anfang mit der Ex-Freundin, weil diese nicht so regelmäßig Konsumieren wollte habe ich es irgendwann allein gemacht. Dann ging ich im Juli 2021 nach einem Jahr Wartezeit in eine Psychiatrische Tageklinik. In dieser habe ich mich sehr mit mir selbst auseinander Gesetz und konnte mich das erste Mal irgendwo in eine Gruppe einbinden. Dieses Gefühl hat mich in meiner Therapie sehr gestärkt. Zum Ende Habe ich dann die Diagnose Repressive Depressive Störung und Borderline Persönlichkeitsstörung bekommen. Kurz nach dem Ende habe ich dann wieder angefangen zu konsumieren, weil ich diese Gruppen Dynamik und den Tagesablauf nicht mehr hatte und mich ziemlich im Stich gelassen gefühlt habe. Nach der Tagesklinik hat aber auch gleichzeitig die Einzelgespräche mit meiner ersten Therapeutin angefangen. Nur konnte ich mich auf diese nicht wirklich einlassen und habe es nicht wirklich ernst genommen. Erst nach 1. Monat habe ich das ganze ernst genommen und ich konnte aktive Gespräche mit ihr führen. In diesen Konnte ich sehr viel für mich, was ich verdrängt hatte, wieder aufarbeiten, was ich verdrängt hatte. Während der Zeit war ich sehr lange krankgeschrieben, weil ich nicht länger diesen Job nachgehen wollte. Ich habe versucht mich als Industriemechaniker zu Bewerben allerdings war dieses erfolgslos. Also habe ich mich Total ausgeliefert gefühlt. Darüber habe ich mit meiner Therapeutin geredet und bin mit ihr auf die Idee gekommen eventuell einfach eine Abteilung´s Änderung in meinem jetzigen Betrieb anzufordern. Also habe ich darauf Gespräche mit dem Betriebsführer geführt ob so etwas auf Tagschicht möglich ist. Dieser hatte großes Verständnis gezeigt, sodass ich über das Hamburger Modell Schritt weise wieder Anfang zu Arbeiten allerdings in der Schlosserei als Betriebsschlosser statt als Chemikant. Am Anfang lief es wirklich super ich habe mich extrem wohl gefühlt, und konnte mich mit den anderen auch super verstehen. Zur gleichen Zeit habe ich eine Fernbeziehung begonnen in der ich mich anfangs sehr wohl gefühlt hatte. Das ganze lief dann ein Jahr so bis ich 2023 Starke Probleme mit Akne bekommen habe. Ich habe mich Total Schlecht gefühlt weil ich dachte das ich diese Zeit abgelegt hatte. Alle Gefühle des Lustig Machens kamen wieder in mir hoch. Meine Motivation war im Keller, mir ging es immer schlechter.
Zu der Zeit befand ich mich schon in Abstinenz und wollte diese auch weiter beibehalten. Ich habe mit der Freundin nicht drüber geredet, aber ihr war es egal und sie war trotzdem an meiner Seite. Trotzdem habe ich es nicht geschafft auf der Arbeit motiviert zu bleiben und ich habe mich selbst dich die Unmotiviertheit in ein schlechtes Licht gerückt. Dazu sind mir ständig Fehler passiert, was das Vertrauen in mich gemindert hat. Dann hatte ich meine MPU die ich Positiv abgelegt habe. Nach dieser MPU hat die Freundin von mir getrennt, weil ich immer abweisender wurde und ihr nicht mehr das gleich wie vorher bieten konnte, weil ich mich so unwohl mit mir selbst gefühlt habe. Auf der Arbeit wurde ich immer schlechter behandelt und ich war wieder exakt dort wo ich dachte das ich raus wäre. Ich habe das Ganze noch 2 Wochen durchgehalten, bis ich mich dazu entschieden habe wieder Cannabis zu Konsumieren. Also traf ich mich mit meinem alten Freundeskreis und hatte wenigstens dort das Gefühl, dass ich dazu gehöre. Während der ganzen Zeit von 2021 habe ich oft dinge für Autos oder Elektronik auf Raten gekauft und so mehrere Kredite aufgebaut, so dass ich einen relativ Hohen Schuldenberg besessen habe. Ich habe nach dem MPU als es mir so schlecht ging mir die Hilfe suchen sollen, wie ich es mir vorgenommen habe. Stattdessen habe ich die einfachste Möglichkeit gewählt. Ich hatte keine Freunde oder Freundin mehr zum Reden und mit meinen Eltern wollte ich nicht darüber reden. Ich hatte das Gefühl, das mich niemand verstehen würde, außer die Jungs, die selbst ihre Probleme mit dem Konsum beiseiteschieben. Dazu war ich, wenn ich konsumiert hatte Kontaktfreudiger und habe neue Freunde gefunden, sodass der Kreis größer geworden ist. Ich habe auch Leute kennengelernt, die nicht Konsumieren mit denen ich bis heute Kontakt halte. Durch das Konsumieren wurde ich sehr unmotiviert und habe dann sehr viel schleifen lassen, und habe mich auch wieder Langezeit krankgeschrieben bis ich dann Mitte des Jahres 2024 angefangen habe Gespräche zuführen ob es möglich ist mit Abfindung aus dem Betrieb auszuscheiden. Das Ganze hat sich dann bis August gezogen. Dann bin ich mit einer guten Abfindungssummer ausgetreten und habe mich wie befreit gefühlt. Ich habe gleichzeitig auch mein altes Fahrzeug verkauft und konnte all meine Schulden loswerden. In der Zeit hat sich das Problem mit meiner Akne auch wieder verbessert. Es war noch leicht anwesend, aber ich konnte mich selbst wieder im Spiegel ansehen. Als ich dann “Arbeitslos” war und keine Schulden mehr besaß habe ich im September eine Reise durch Asien unternommen. Ich habe mit vielen Fremden dort Kontakt aufgebaut und habe ein neues Leben für mich kennengelernt. Es war alles so leicht und Frei. Als ich zurückkam, im November war ich Kurzzeit wieder überfordert mit der Situation Arbeitslos zu sein und habe mich sehr gestresst und konnte mich auch nicht von meinem einzigen Freundkreis lösen.