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TF 1,8 Atemwert Ersttäter

Hallo zusammen,

ich habe nun den Strafbefehl erhalten.

Es wurden 40 Tagessätze à 30 € verhängt (1200€) sowie eine Sperrfrist von 9 Monaten.


Die vorläufige Entziehung wird offenbar nicht angerechnet, sodass die Sperrfrist effektiv etwas länger als 12 Monate ab Tatzeit beträgt.

Ich hatte bzgl. Abstinenz jetzt nochmal bei Synlab nachgeschaut die hätten auch ein Standort in Bochum, das wär eine Stunde fahrt das würd ich in kauf nehmen wenn es da deutlich billiger und unkomplizierter ist.

Ich würd jetzt wie gesagt die 6 Monate Abstinenz belegen mit Haaranalyse, danach möchte ich perspektivisch den Weg des kontrollierten Trinkens gehen. Aktuell habe ich jedoch keinerlei Drang oder Bedürfnis, Alkohol zu konsumieren.

Was sagt ihr dazu?
Wie würdet ihr bei 9 Monaten Sperrfrist strategisch weiter vorgehen?
 
Ich würd jetzt wie gesagt die 6 Monate Abstinenz belegen mit Haaranalyse, danach möchte ich perspektivisch den Weg des kontrollierten Trinkens gehen.
und wenn dich der Gutachter fragt, wie das mit dem kontrollierten Trinken - oder besser: risikoarmen Konsum geklappt hat? Welche Erfahrungen Du mit dem Modell gemacht hast, das Du ihm als Zukunftsweg vorstellen willst? Und welche Erfahrungen dabei wichtig waren, so dass es das Zeug hat, stabil zu bleiben?
(und das fragt er!)

Und bitte merken: solche 6 Monate sind eine Trinkpause, keine Abstinenz.
 
Ich habe jetzt beim Labor Krone angerufen und werde dort am 24.03. meine erste Haaranalyse machen. Die meinten, man braucht dafür keinen Termin oder Vertrag, man kann einfach vorbeikommen und sich vor Ort anmelden.

Die Mitarbeiterin am Telefon hat meinte allerdings, der Puffer seit dem letzten Konsum (23.11.) sei ihrer Meinung nach zu knapp, sie hat mir eher empfohlen, die erste Haarprobe erst im Juli abzugeben, um wirklich auf der sicheren Seite zu sein.

Ich werde es trotzdem am 24.3 versuchen und etwas pokern.
 
Hallo zusammen,

kurzes Update von mir:

Ich habe Ende März meine erste Haaranalyse beim Labor Krone gemacht. Das Ergebnis kam bereits nach ca. einer Woche und war negativ.

Die zweite Haaranalyse ist jetzt für Ende Juni geplant. Damit hätte ich dann insgesamt 6 Monate Abstinenz (Trinkpause) nachgewiesen.

Außerdem habe ich mittlerweile auch meine Akteneinsicht per E-Mail bekommen und mir alles einmal durchgelesen. Im polizeilichen Bericht wurden unter anderem „lallende/verwaschene Sprache“ sowie „sehr redselig“ angekreuzt. Im ärztlichen Bericht dagegen steht wiederum alles ohne besondere Auffälligkeiten. Das widerspricht sich für mich irgendwie etwas – vielleicht kann jemand einschätzen, wie sowas später bei der MPU bewertet wird bzw. ob das überhaupt groß relevant ist.

Ich habe auch mal rückläufig diesen AUDIT Test gemacht und komme auf 7 Punkte (letzten 12Monate).
 
Das widerspricht sich für mich irgendwie etwas

Ich sehe keinen Widerspruch. Mit den Polizisten hast du in der Regel sehr lange geredet. Mit dem Arzt hast du eher kurze Zeit geredet und dich eventuell zusammengerissen. Das dem Arzt deine Aussprache nicht auffällig erschient ist deshalb nachvollziehbar.

ob das überhaupt groß relevant ist.

Was verstehst du unter groß? Es ist schlicht und einfach relevant. Wenn deine Ausfallerscheinungen geringer sind als bei 1,69 Promille zu erwarten ist, wird daraus geschlossen werden, das du dir in der Vergangenheit eine höhere Trinkfestigkeit angetrunken hast, als die 1,69 Promille aussagen. Das kann den Unterschied ausmachen ob dir kontrolliertes Trinken zukünftig zugetraut werden kann. Und ob die Abstinenzzeit ausreicht, falls du zukünftig abstinent leben willst.
 
Die Beobachtungen der Polizisten und des Arztes werden gleichwertig bewertet.

ich möchte den Weg des Risikoarmen Konsums gehen

Für dich gibt es keinen risikoarmen Konsum mehr. Du kannst versuchen den Gutachter mit kontrolliertem Trinken zu überzeugen.

Bei der MPU solltest du die grundsätzlichen "Fachbegriffe" kennen und richtig anwenden können. Das gehört zu der geforderten Vorbereitung.
 
Die Beobachtungen der Polizisten und des Arztes werden gleichwertig bewertet.



Für dich gibt es keinen risikoarmen Konsum mehr. Du kannst versuchen den Gutachter mit kontrolliertem Trinken zu überzeugen.
stimme dir hier in diesen Punkten zu 100% zu @MrMurphy.
Aber ethisch betrachtet, sind imho den Angaben eines Arztes doch deutlich mehr Gewicht beizumessen, als denen eines Polizeibeamten…
 
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