TF Fahrrad 1,9%

toto83

Benutzer
Guten Tag,

ich bin neu hier und habe zu allererst einmal eine vielleicht sehr ungewöhnliche Frage ans Forum:

Ich habe mich dazu entschlossen, einen Diplom-Verkehrspsychologen zwecks Vorbereitung auf die MPU aufzusuchen. Anberaumt sind Stand jetzt 6 * 90min Sitzungen.
Ich habe bereits viel im Internet gelesen und es gibt unterschiedliche Informationen darüber, ob man sich im Rahmen einer MPU stark an die Wahrheit zum Geschehen halten sollte, oder ob man eher gewisse Dinge nicht ansprechen sollte. In der Folge könnte es z.B. ja sein (so wird es zumindest kontrovers im Netz geschildert/diskutiert), dass derjenige, der sich zu stark an der Wahrheit orientiert, zuviel Angriffsfläche bietet, oder aber auf der anderen Seite derjenige, der sich durch zuviel "Hinter-dem-Berge-Halten" auszeichnet, dann eben gehemmt ist in seinen Möglichkeiten, evtl. auch positive zu bewertende Schlüsse aus z.B. einer Verhaltensänderung in as MPU-Gespräch einbringen zu können.

Auch wenn ich hier bisher nur rudimentäre Infos zum eigentlichen Delikt preisgebe: Ersttäter, 1,9% (wo ist denn eig. das Promille-Zeichen ? :smiley624:), Fahrrad, keinerlei vorherige Konflikte mit dem Gesetz --- meine konkrete Frage lautet folgendermaßen:

Soll(te) ich wenigstens dem Verkehrspsychologen, den ich zur Vorbereitung zur eigentlichen MPU aufsuche, alles, aber auch alles über eine mögliche Alkohollaufbahn, private Probleme u.s.w. berichten? Oder läuft man dann irgendwie Gefahr, dass man sich bereits dort, also im Vorfeld der eigentlichen MPU, das Leben schwerer macht, als es nötig ist?? Es geht mir vorerst nur um diesen Punkt, ganz unabhängig davon, was man in einer MPU aufzeigen sollte (warum habe ich bei der TF so gehandelt? Warum habe ich augenscheinlich eine starke Alk-Toleranz entwickelt? Was für Ursachen begründen diese Toleranzentwicklung? Wie habe ich mein Verhalten geändert? Wie gehe ich Zukunft mit schlechten Situationen um? u.s.w.... )

Also hier nur die Frage nach dem Offenheitsgrad gegenüber dem Verkehrspsychologen in der MPU-Vorbereitung....

Ich würde mich freuen, wenn ein paar Erfahrene etwas dazu berichten könnten. Danke!

toto83
 

erfahrungfürsleben

Erfahrener Benutzer
Hallo Toto :smiley1785: im Forum,

Ich habe mich dazu entschlossen, einen Diplom-Verkehrspsychologen zwecks Vorbereitung auf die MPU aufzusuchen. Anberaumt sind Stand jetzt 6 * 90min Sitzungen.
Haben Dir die Sitzungen was gebracht??? Hast du noch paar Sitzungen oder siehst du keinen Bedarf???

Ich habe bereits viel im Internet gelesen und es gibt unterschiedliche Informationen darüber, ob man sich im Rahmen einer MPU stark an die Wahrheit zum Geschehen halten sollte, oder ob man eher gewisse Dinge nicht ansprechen sollte. In der Folge könnte es z.B. ja sein (so wird es zumindest kontrovers im Netz geschildert/diskutiert), dass derjenige, der sich zu stark an der Wahrheit orientiert, zuviel Angriffsfläche bietet, oder aber auf der anderen Seite derjenige, der sich durch zuviel "Hinter-dem-Berge-Halten" auszeichnet, dann eben gehemmt ist in seinen Möglichkeiten, evtl. auch positive zu bewertende Schlüsse aus z.B. einer Verhaltensänderung in as MPU-Gespräch einbringen zu können.
Es kommt immer auf deine Vorgeschichte an und auf dein Trinkverhalten in der Vergangenheit! Wenn du täglich konsumiert hast um einen Rausch zu haben oder du Alkohol benötigt hast ruhiger zu werden, wirst du als Alkoholiker eingestuft. Daher müsste man erst wissen, wie es bei die in der Vergangenheit war mit Alkohol.

Auch wenn ich hier bisher nur rudimentäre Infos zum eigentlichen Delikt preisgebe: Ersttäter, 1,9% (wo ist denn eig. das Promille-Zeichen ? ), Fahrrad, keinerlei vorherige Konflikte mit dem Gesetz --- meine konkrete Frage lautet folgendermaßen:
1,9 Promille ist noch in Rahmen des KT, wie stellst du Dir dein Umgang mit Alkohol vor in der Zukunft, hast du Dir dazu schon Gedanken gemacht???
AB oder KT???

Soll(te) ich wenigstens dem Verkehrspsychologen, den ich zur Vorbereitung zur eigentlichen MPU aufsuche, alles, aber auch alles über eine mögliche Alkohollaufbahn, private Probleme u.s.w. berichten? Oder läuft man dann irgendwie Gefahr, dass man sich bereits dort, also im Vorfeld der eigentlichen MPU, das Leben schwerer macht, als es nötig ist?? Es geht mir vorerst nur um diesen Punkt, ganz unabhängig davon, was man in einer MPU aufzeigen sollte (warum habe ich bei der TF so gehandelt? Warum habe ich augenscheinlich eine starke Alk-Toleranz entwickelt? Was für Ursachen begründen diese Toleranzentwicklung? Wie habe ich mein Verhalten geändert? Wie gehe ich Zukunft mit schlechten Situationen um? u.s.w.... )
Es ist wichtig zu wissen, warum du getrunken hast was die Gründe waren für dein Alkoholkonsum, daher ist es nie schlecht offen zu reden. Man sollte sogar offen sein, weil man nur dadurch die Fehler findet. 1,90 Promille ist noch nicht so hoch, aber zeigt, dass du schon eine gewisse Trinkfestigkeit hast und schon seit längerem trinkst, weil du musst es Dir so vorstellen, einer der kaum Alkohol trinkt und 1,90 Promille hätte würde es nicht mal schaffen aufs Fahrrad zu steigen, der würde gleich auf die Schnauze fliegen. Daher würde ich Dir raten offen zu sein und alles sagen wieso und weshalb.

Ich habe zum Beispiel nur einmal einen VP besucht und habe mich sonst ein Jahr hier im Forum mich vorbereitet, dank den Profis habe ich heute mein MPU auf Vorbehalt mit positiv bestanden.

Sei doch so nett und füll doch mal ein FB aus, damit wir ein besseren überblick haben und schildere doch kurz, was so an dem Abend so passiert ist. Hier ein link für dich:

http://mpu-vorbereitung-online.com/forum/showthread.php?263-Wichtig%21-Profilfrageb%F6gen&p=6643&viewfull=1#post6643
 

Nancy

Super-Moderator und MPU Profi
Teammitglied
Administrator
Hallo toto83,

möchte dich auch noch im Forum begrüßen :smiley138:

Zum jetzigen Zeitpunkt ist es für dich sicher sinnvoll wenn du speziell Antwort auf deine Frage(n) erhälst.

Das wäre zum einen:

(wo ist denn eig. das Promille-Zeichen ? :smiley624:
Ein Promillezeichen erhälst du wenn du auf deiner Tastatur "Alt" und gleichzeitig die Zahlenkombination 0137 drückst = ‰ :zwinker0004:

Zum anderen:

Also hier nur die Frage nach dem Offenheitsgrad gegenüber dem Verkehrspsychologen in der MPU-Vorbereitung....
Beim VP geht es nur mit absoluter Offenheit (was somit auch die Ehrlichkeit beinhaltet), alles andere macht absolut keinen Sinn! Eine Vorbereitung mit halber Wahrheit würde einem (guten) VP sowieso auffallen und - wenn du i-wo zu 100% die Wahrheit sagen solltest, dann bei ihm. Es geht ja gerade darum eine gemeinsame Strategie zu entwickeln, damit du die MPU bestehst. Du wirst aber beim VP selbst merken, dass du um die volle Wahrheit nicht herumkommst...:smiley22:
 

toto83

Benutzer
Hallo Erfahrungfürsleben, hallo Nancy!!

habt beide erst einmal vielen Dank für die herzliche Aufnahme hier im Forum!! :smiley22:

Vielleicht könnt ihr mir ja auch kurz noch einen Minikurs im Zitieren geben, da stelle ich mich auf den ersten Blick etwas unbedarft an, da dieses mein erstes Forum ist :zwinker0004:

Ich habe jetzt als erstes mal den FB ausgefüllt:

FB Alkohol

Zur Person
Geschlecht: m
Größe: 1,80
Gewicht: 82
Alter: 40

Was ist passiert?
Datum der Auffälligkeit: 21.02.2015
BAK: 1,97
Trinkbeginn: 20:00
Trinkende: 01:00
Uhrzeit der Blutabnahme: 02:30

Stand des Ermittlungsverfahrens
Gerade erst passiert: bereits abgeschlossen
Strafbefehl schon bekommen: ja + bezahlt
Dauer der Sperrfrist: keine

Führerschein
Hab ich noch: ja
Hab ich abgegeben: nein
Hab ich neu beantragt: nein
Habe noch keinen gemacht: ---

Führerscheinstelle
Hab schon in meine Akte geschaut Ja/Nein: nein
Sonstige Verstöße oder Straftaten?: nein
Genaue Fragestellung der FSSt (falls bekannt): erhebliche Zweifel an der Fahreignung

Bundesland: Niedersachsen

Konsum
Ich trinke noch Alkohol, wenn ja wie oft wieviel: unregelmäßig, max. 3 große Bier
Ich lebe abstinent seit: 6 Wochen nach der Kontrolle, dann nicht mehr

Abstinenznachweis
Haaranalyse ja/nein: nein
Urinscreening ja/nein: nein
Keinen Plan?: noch nicht, wahrscheinlich Abstinenz

Leberwerte ja/nein seit wann, wieviele: nein

Aufarbeitung
Suchtberatungsstelle aufgesucht?: telefonisch kontaktiert
Selbsthilfegruppe (SHG): nein
Psychologe/Verkehrspsychologe: ist terminiert
Kurs für verkehrsauffällige Autofahrer: nein
Ambulante/stationäre Therapie: nein
Keine Ahnung: ---

MPU
Datum: wird bis 15.10.2015 verlangt
Welche Stelle (MPI): noch keine
Schon bezahlt?: nein
Schon eine MPU gehabt? nein
Wer hat das Gutachten gesehen?: ---
Was steht auf der letzten Seite (Beantwortung der Fragestellung)?: ---

Altlasten
Bereits durch Alkohol auffällig geworden Punkte oder sonstige Straftaten: nein

_____________________________________________________________________________
@Nancy: danke für diese Einschätzung. Das ist genau das, was ich in Erfahrung bringen wollte. Merci

Gruß
toto83
 

erfahrungfürsleben

Erfahrener Benutzer
Hallo Otto,

vielen Dank für dein ausgefüllten FB, so kann man mehr herausfiltern über dich.

Was ist passiert?
Datum der Auffälligkeit: 21.02.2015
BAK: 1,97
Trinkbeginn: 20:00
Trinkende: 01:00
Uhrzeit der Blutabnahme: 02:30
Hier würde uns noch weiter helfen was du so an dem Abend getrunken hast und warum??? War es einer Feier oder warst du zuhause und wolltest Nachschub holen??? So können die Profis besser helfen!!!


Führerscheinstelle
Hab schon in meine Akte geschaut Ja/Nein: nein
Sonstige Verstöße oder Straftaten?: nein
Genaue Fragestellung der FSSt (falls bekannt): erhebliche Zweifel an der Fahreignung
Hast du eine Frist bekommen??? Wenn ja ist die schon abgelaufen??? Und was ist genau die Fragestellung, weil da gibt es Unterschiede, weil bei Fahrrad kann es auch dazu kommen, dass du nicht mehr Fahrrad fahren darfst, daher wäre es besser wenn du es ausführlicher schreibst!

Führerscheinstelle
Hab schon in meine Akte geschaut Ja/Nein: nein
Sonstige Verstöße oder Straftaten?: nein
Genaue Fragestellung der FSSt (falls bekannt): erhebliche Zweifel an der Fahreignung
Würde ich dir Raten nochmal rein zu schauen um sicher zu sein, dass wirklich auch nichts anderes drin steht. Kann man jeder Zeit bei der FSST machen. Kurz anrufen am besten und sagen, dass du gerne ein Einblick hättest.

Konsum
Ich trinke noch Alkohol, wenn ja wie oft wieviel: unregelmäßig, max. 3 große Bier
Ich lebe abstinent seit: 6 Wochen nach der Kontrolle, dann nicht mehr
Das hatte ich dich ja schon gefragt in meinem ersten Post für was du dich entschieden hast. Möchtest du weiterhin trinken aber KT oder für dein ganzen Lebenlang auf Alkohol verzichten??? 1,90‰ ist noch im Rahmen des KT, daher ist es wichtig zu wissen wie du mit Alkohol in der Vergangenheit umgegangen bist, deswegen würde uns weiter helfen, dass du mehr von Dir erzählst.

Abstinenznachweis
Haaranalyse ja/nein: nein
Urinscreening ja/nein: nein
Keinen Plan?: noch nicht, wahrscheinlich Abstinenz
Wie gesagt schon oben, eines von den muss du dich entscheiden. Es gibt jetzt auch Stellen die für KT auch Analysen möchten und Anhang des Nachweis sehen können, ob du dich an die Menge gehalten hast.

eberwerte ja/nein seit wann, wieviele: nein
Schadet nicht es mal machen zu lassen, ich habe es machen lassen drei mal und eine war eine Woche vor der MPU und der Arzt hat eine Kopie davon gemacht. Eigentlich werden die LW nicht mehr akzeptiert, aber manche Stellen sehen es gerne, wie bei mir bei BAD Deggendorf! Außerdem ist es nie schlecht sich mal kontrollieren zu lassen, wie die Werte sind.

Aufarbeitung
Suchtberatungsstelle aufgesucht?: telefonisch kontaktiert
Selbsthilfegruppe (SHG): nein
Psychologe/Verkehrspsychologe: ist terminiert
Kurs für verkehrsauffällige Autofahrer: nein
Ambulante/stationäre Therapie: nein
Keine Ahnung: ---
Ich kann die SHG und Suchtberatung nur jeden empfehlen, weil es kostet nichts und man lernt wirklich viel, gerade was Alkohol so anrichten kann und wie schnell man in die Abhängigkeit rüber rutscht. Daher schadet es nicht und man bekommt auch eine Bestätigung, wichtig ist hier natürlich, dass man dem Suchtberater sagt, dass man es wegen der MPU macht, weil sowas kann nach hinten los gehen und das wars dann. Einfach sagen du hast einen Problem und willst gerne darüber reden, die kommen meistens selbst auf einen zu wegen der MPU.

MPU
Datum: wird bis 15.10.2015 verlangt
Welche Stelle (MPI): noch keine
Schon bezahlt?: nein
Schon eine MPU gehabt? nein
Wer hat das Gutachten gesehen?: ---
Was steht auf der letzten Seite (Beantwortung der Fragestellung)?: ---
Hier würde ich nicht so eilig sein, weil für eine Verhaltensänderung braucht man mindestens 6 Monate, aber wenn sich heraus stellt, dass du dein Konsum nie kontrollieren konntest ist eine 12 monatige AN pflicht. Deswegen ist es sehr ratsam offen zu reden um die beste Lösung zu finden für dich!!!

Ich hoffe ich konnte Dir mal bisschen helfen, hier noch paar Links für dich, lese es dir mal in ruhe durch:

http://mpu-vorbereitung-online.com/forum/showthread.php?1385-Video-Zitieren
http://mpu-vorbereitung-online.com/forum/showthread.php?1320-Beiträge-zitieren
http://mpu-vorbereitung-online.com/forum/showthread.php?927-Wichtige-Abkürzungen

http://mpu-vorbereitung-online.com/forum/showthread.php?1296-KT-mit-EtG-Screenings
http://mpu-vorbereitung-online.com/forum/showthread.php?238-Die-Regeln-des-KT

http://mpu-vorbereitung-online.com/forum/showthread.php?39-Kleine-Alkohollehre-zur-BAK-Berechnung
 

Afterlife

Benutzer
wichtig ist hier natürlich, dass man dem Suchtberater sagt, dass man es wegen der MPU macht
Hier hat sich EFL wohl vertippt. Das soll bestimmt heißen: "...dass man dem Suchtberater nicht sagt..."

Nur um Missverständnissen vorzubeugen...

MfG
-Afterlife
 

toto83

Benutzer
Hallo Erfahrungsfürsleben,

nochmals danke, dass du so schnell antwortest! Aber ich habe mich vor allen Dingen vorersteinmal nur wegen der eingangs gestellten Frage nach der Offenheit gegenüber einem Verkehrspsychologen in der Vorbereitung angemeldet. Ich habe ein etwas ungutes Gefühl dabei, Daten, auch wenn sie unter einem Nickname zur Verfügung gestellt werden, ins Netz zu stellen und hoffe, dass du/ihr das nicht falsch versteht. Das mag vielleicht etwas paranoid klingen, aber ich zögere ein wenig, nun genaue Details über meine Person hier "zu veröffentlichen". Ich traue der Datensicherheit im Internet nicht wirklich sehr, daher habe ich ja auch von Anfang an betont, dass ich etwas zurückhaltend bin diesbezüglich. Das ist nicht bös gemeint, aber ich wollte eigentlich ersteinmal wie erwähnt vorerst nur Informationen zu meiner ersten Frage von MPU erfahrenen Menschen einholen. Dass mir nun an dieser Stelle nicht konkret weitergeholfen werden kann von dir/euch, ist mir dabei natürlich vollkommen klar.

Was ich derzeit noch an Informationen liefern möchte und was den diplomierten Verkehrspsychologen anbetrifft, ist, dass der erste Termin in ein paar Tagen ist. Das ist das persönliche Erstgespräch. Aber laut erster Informationen via Telefon werden in Zukunft dann noch mindestens 6 kostenpflichtige Termine anberaumt. Nach dem Erstgespräch ist dann laut dem Verkehrspsychologen auch eine bessere Aussage darüber möglich, ob eine 6mon/12mon AB oder KT zu wählen/wählbar ist.
Fristen laut der FSST sind bisher keine überschritten worden. Und ja, es wird explizit auch die Fahrneigung für das Führen eines Fahrrades in Zweifel gezogen.

Ich hoffe, dass ihr es akzeptieren könnt, wenn ich nun ers teinmal die Gespräche mit meinem Verkehrspsychologen abwarte und ggf. dann Näheres zu mir und dem Vorfall preisgebe. Auf jeden Fall werde ich mich nicht kommentarlos hier verabschieden, das steht schon einmal fest.

Vielen Dank nochmal bis hierher auch für die links des letzten Posts, ich werde mich zu einem späteren Zeitpunkt auf jeden Fall noch einmal melden und ggf. zwischenzeitliche Posts zu diesem Thread natürlich durchlesen.

Bis später,
toto
 

Nancy

Super-Moderator und MPU Profi
Teammitglied
Administrator
Hallo toto,

Ich hoffe, dass ihr es akzeptieren könnt, wenn ich nun ers teinmal die Gespräche mit meinem Verkehrspsychologen abwarte und ggf. dann Näheres zu mir und dem Vorfall preisgebe.
selbstverständlich akzeptieren und respektieren wir das. Es ist ganz allein die Entscheidung eines jeden Users wie und wo er sich (evtl. auch kombiniert) vorbereiten möchte und welche Details er von sich preisgibt. :smiley22:

Auf jeden Fall werde ich mich nicht kommentarlos hier verabschieden, das steht schon einmal fest.
Das ist nett, vielen Dank :smiley138:
 

toto83

Benutzer
Hallo, liebe Forumsmitglieder,

nun bin ich zwischendurch doch mal wieder hier und möchte mich zuerst dafür bedanken, dass ihr meine Entscheidung ohne Einschränkungen akzeptiert, evtl. nicht alles von mir preiszugeben, was dieses Thema hier anbetrifft. Merci :smiley22:

Dennoch habe ich mich in der Zwischenzeit dazu entschlossen, doch ein paar Infos zu den Ereignissen in den vergangenen Wochen mitzuteilen:

Ich hatte vor ca. 3 Wochen einen Ersttermin bei einem Verkehrspsychologen (Dipl.-Psychologe). Das Gespräch gab mir sofort das Gefühl, dort an der richtigen Adresse zu sein, denn der Psychologe nahm sich sehr viel Zeit über fast 120min und ließ Zwischenfragen zu, bat sogar darum, dass ich jederzeit Fragen stellen solle, wenn ich welche hätte oder etwas unklar sei. Nachdem das Gespräch beendet war, sagte er, dass seine Erst-Einschätzung bei mir wäre, dass ich ca. 5-6 Sitzungen bräuchte, um für die MPU ausreichend vorbereitet zu sein. Weiter ist er der Einschätzung auf Grundlage meiner ersten "Alk-Karriere"-Eckdaten, dass Kontrolliertes Trinken bei mir als Nachweis in Form eines Tagesbuches ausreichend sei. Eine Abstinenz sieht er als nicht erforderlich an, weswegen ich nun der FSST das MPI genannt habe, wo ich im Herbst getestet werde.

An dieser Stelle nun also zuerst einmal evtl. ein paar Eckdaten über mein Trinkverhalten in der Vergangenheit, sogar hier deutlich ausführlicher, als es das Erstgespräch und die erste kostenpflichtige Beratung beim Psychologen erlaubt hat (er stellte mir von sich aus ein paar Fragen, aus denen er dann seine Ersteinschätzung abgeleitet hat):

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Erster Kontakt und Extremereignisse mit Alkohol:

Erster Kontakt mit Alkohol: mein 16. Geburtstag
Erster Vollrausch: Schulabschlussparty mit 19 (Erbrechen mit Erinnerungslücken inkl. Vollkater am nächsten Tag)
Filmrisse: 3 in meinem gesamten Leben, allesamt temporäre Erinnerungslücken im späten Abendverlauf auf Parties (Studienzeit). Seit über 10 Jahren aber keine mehr.
Erbrechen: mehrmals (nicht genau mitgezählt), schätze aber max. ca. 5-7 mal. Letztes mal ebenfalls während des Studiums.
Nenneswerte Vorfälle unter starker Alkoholeinwirkung?: bis dato keine Schlägereien oder sonstiges, keine Verletzungen, aber eben die besagte TF.

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Trinkverhalten in der Vergangenheit:

(a) Getränke: Hauptsächlich Bier, seltener Wein oder Sekt, sehr selten Hochprozentiges (z.B. Ouzo beim Griechen).

(b) Zeitpunkte:

Wochenenden: Seit dem Studium zunehmend häufiges, geselliges Trinken in kleinen Runden (WG-Sit-Ins, Grillabende im Park, u.s.w.) oder auf Parties und Veranstaltungen. Relativ regelmäßig 3-4 mal im Monat größere Mengen Alkohol (anfangs max. 2,5l, in den letzten Jahren max. 5l Bier pro Abend/Nacht MÖGLICH). Habe das hier mal in Biermengen ausgedrückt. Zum Teil trinke ich neben Bier aber auch Wein oder Sekt, aber seltener (siehe oben) - jedoch am Tag der TF schon. Bei dem Wochentag handelt es sich meistens immer um den Samstag, an dem es richtig zu Sache geht (wie bei der TF), allerdings wird zudem auch freitags manchmal getrunken, nur bin ich da meistens noch zu kaputt von der Woche, sodass es dort seltener ist. Die o.g. Werte sind Maximalwerte. Auf der anderen Seite gibt es jedoch auch Wochenenden, an denen ich nichts trinke, oder, wenn ich was trinke oder "nur" 0,5-1l Bier. Häufiger ist es wie erwähnt jedoch mehr.

Unter der Woche: Häufigkeit des Alkohokonsums: schwankend - ca. 2-6 mal pro Monat, wobei es im Sommer häufiger und im Winter generell weniger ist. Ggü. den WE deutlich geringerer Konsum: max. 1l Bier (z.B. bei interessanten Fußball- oder Grillabenden mit Freunden), oder aber bei einem Kochabend z.B. max. 0,5l Wein. Auch hier Maximalwerte. Überwiegend ist es aber weniger (z.B. 0,5l Bier), wenn ich unter der Woche etwas trinke. Manchmal ist es dann auch nur ein kleines Bier, ein Alster oder ein kleines Glas Wein.

(c) Sonstigtes evtl. Wissenswertes zu meinem Alkoholkonsum in der Vergangenheit:

Nach dem Zivildienst bis zur Ausbildung - ca. 6 Monate Abstinenz
Während Ende der Studienabschlussarbeit- und Prüfungen - ca. 3 Monate Abstinenz
Vor Klausurenblöcken zeitweilig abstinent oder nahezu vollkommen eingeschränkter Alkoholkonsum.
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Nun zurück zu den AKTUELLEN Geschehnissen:

Das erste kostenpflichtige Gespräch vor ca. einer Woche behandelte den Abend der TF selbst. Dabei ging es um die Herausarbeitung des Zusammenhangs zwischen Blutlakoholkonzentration (BAK) und Trinkmenge bzw. Abbauzeit, BAK und rechtlichen Konsequenzen (Auto & Fahrrad) sowie BAK und der Leistungsfähigkeit (wie z.B. Orientierungsvermögen, Reaktionszeit etc.).
Vorher wurde natürlich der Ablauf des Abends skizziert und aufgearbeitet (wie habe ich mich generell und kurz vor der TF gefühlt, etc.), welcher dann in einer BAK von fast zwei Promille um ca. 02:00 Uhr nachts gemündet ist.

Auch hier kurze Eckdaten zum besagten Abend der TF:

Treffen mit Freunden und Bekannten bei einem befreundeten Pärchen. Ca. 10 Leute, Musik gehört, gequatscht und getrunken. Gute Stimmung, kein Streit, Freundin ist ca. um 23:00 Uhr gegangen, ich kurz vor 02:00 Uhr.

Trinkbeginn ca. 18:00 Uhr.
Trinkende ca. 00:30 Uhr
Ab 00:30 Uhr dann Mineralwasser und zwei Tassen starken Kaffee.
Trinkmenge: 6 * 0.5l Bier, ab ca. 23:00 - 00:30 Uhr dann 4-5 Gläser Rotwein a (0,2l).
Ab ca. 00:00 Uhr zunehmende Müdigkeit.
Nach dem Wasser und dem Kaffee deutlich nüchterner gefühlt als vorher. Müdigkeit ebenfalls deutlich geringer.

Nachhauseweg (zur Freundin): ca. 2km stadtauswärts (Kleinstadt).
Verkehrskontrolle nach ca. 500m auf einem Radweg.

Laut Akteneinsicht beim damaligen Rechtsanwalt wurden mir zwar Orientiertheit etc. bescheinigt, allerdings auch Ausfallerscheinungen wie leichtes Schwanken, verwaschene Sprache, glasige Augen sowie ein deutlich rotes Gesicht. (TF war im Januar bei knapp unter 0°C).
Anfangs war ich kooperativ, habe nur später auf der Wache jegliche Aussage und Tests, nicht aber die BA verweigert. Ursprünglich fragte mich der Beamte, ohne mich darauf hinzuweisen, dass ich das Recht hätte, die Aussage zu verweigern, wieviel ich getrunken hätte, worauf ich "vier halbe" sagte. Mehr steht aber zu Aussagen von mir nicht im Protokoll. Danach habe ich wiegesagt zugemacht, aber nicht rumgestresst oder bin unfreundlich geworden etc. Nett, aber schweigsam.

Um 03:00 Uhr haben sie mich dann entlassen und dann bin ich zu Fuß zu meiner Freundin gegangen.

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Trinkverhalten nach der TF:

in den ersten sechs Wochen abstinent.
Danach habe ich wieder angefangen Alkohol zu trinken, allerdings nicht mehr jedes Wochenende und auch beiweitem nicht die o.g. Mengen (wo ich auch nicht mehr hinmöchte....). Das höchste waren nach der TF zweimal 3*0.5l Bier. Ansonsten ein paar mal 0,5-1l Bier oder 1-2 Gläser Wein (0.2l) oder auch nur eines bzw. ein kleines Bier. Ich habe nicht mehr wirklich mit einer MPU gerechnet, da mein Rechtsanwalt mir die Antwort gab, dass ich diesbezüglich ganz beruhigt sein könne. Ein fataler Irrtum (insbesondere meinerseits...). Seit 3 Wochen bin ich nun wieder komplett abstinent in Anbetracht der anstehenden MPU, denn ich möchte auf keinen Fall, dass meine Leberwerte nun alles einreißen sollten. Ich habe das letzte mal vor ca. 2 Jahren Leberwerte nehmen lassen, die waren beim GGT mit 120 deutlich zu hoch, bei der nachfolgenden Kontrolle ein paar Monate später jedoch wieder bei unter 60. Seitdem habe ich nichts mehr überprüfen lassen diesbezüglich.

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Ich habe jetzt noch mal eine spezielle Frage zu dem Kontrollierten Trinken bzw. dem Tagebuch, dass ich lt. Verkehrspsychologen führen soll.

Nach gründlichen Recherchen im Internet bedeutet Kontrolliertes Trinken lt MPU Gutachtern, alle 3-4 Wochen zu geplanten Anlässen ein kleines Bier zu trinken oder z.B. ein Alster. Das ist bei mir nun doch etwas mehr gewesen (siehe hier oben drüber)... Nun die Fragen:

(a) habe ich überhaupt eine Chance seit Aufforderung zur MPU seitens der FSST von Anfang Juli zu Mitte Oktober mit KT durchzukommen? Der Verkehrspsycholge (wie gesagt keine "verkehrspsychologische" Beratung!!) geht explizit davon aus! Und der Psychologe weiß, dass ich am WE in der Vergangenheit langfristig gut zugeschlagen habe. Er argumentiert dabei u.a., dass ein MPU Gutachter bei meinem Werdegang (Abi, Zivi, Ausbildung, Angesteller, Studium, nun Hochschulbeschäftigter und Freiberufler etc.) durchaus davon ausgehen kann, dass keine Abstinenz erforderlich ist, da man mit einer Alkoholabhängigkeit gar nicht so weit gekommen wäre in aller Regel... Irgendwie macht mich das aber trotzdem stutzig, dass ich das mit KT ohne Screening schaffen kann lt. Experten (und ich habe ihm wirklich erzählt, dass ich jahrelang zugeschlagen habe am WE.... gemäß der netten Antwort von ich glaube Nancy, dass man in der Vorbereitung vollkommen die Wahrhei sagen sollte.... Thanx!).

(b) Wird bei der MPU auch Urin oder Haar entnommen, um die Vergangenheit zu rekonstruieren, oder gibt es nur eine Blutentnahme mit GOT, GPT und GGT? Denn bei einer Haarentnahme hätte ich wiegesagt ein kleines Problem mit dem von der MPU geduldeten KT und meinem subjektiven KT in der Vergangenheit...

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So, nun verzeiht bitte dieses Monsterpamphlet nach zuerst großer Ankündigung, mich eher bedeckt halten zu wollen!!! :smiley624:

Vielleicht hat ja Nancy, Erfahrungsfürsleben oder eine andere gute Seele ein paar grundsätzliche Einschätzungen zu meinem Fall, bei dem es aus verkehrspsychologischer Sicht - Stand jetzt - aber noch nicht zu dem Schritt der Aufarbeitung meines Trinkverhaltens in der Vergangenheit gekommen ist (welches ja dazu geführt hat, dass ich mit 1,9 Promille nicht sabbernd vorm noch abgeschlossenen Fahrrad gelegen, sondern drauf gesessen habe....) :smiley2204:

Herzliche Grüße
toto83
 

Max

Super-Moderator und MPU Profi
Teammitglied
Administrator
Soll(te) ich wenigstens dem Verkehrspsychologen, den ich zur Vorbereitung zur eigentlichen MPU aufsuche, alles, aber auch alles über eine mögliche Alkohollaufbahn, private Probleme u.s.w. berichten? Oder läuft man dann irgendwie Gefahr, dass man sich bereits dort, also im Vorfeld der eigentlichen MPU, das Leben schwerer macht, als es nötig ist??
Das beantworte ich ganz einfach ... lies meine blaue Signatur und verstehe sie. :zwinker0004:

Weiter ist er der Einschätzung auf Grundlage meiner ersten "Alk-Karriere"-Eckdaten, dass Kontrolliertes Trinken bei mir als Nachweis in Form eines Tagesbuches ausreichend sei.
Das ist ein No-Go !
Kleines Info und noch ein Info

Was in deiner Jugend passiert ist, ist eigentlich unwichtig.
Du solltest dich auf die Jahre konzentrieren, die zu deiner Trinkentwicklung auf die Verträglichkeit von 1,9‰ geführt haben.

PS: Wenn ich deine Texte lese, hast du unwahrscheinliche Angst vor der MPU ... brauchst du aber nicht, eine ganz normale unübertriebene Vorbereitung reicht hier völlig aus.
Die Fakten müssen stimmen ... tausend Beläge von irgendwelchen Besuchen und Veranstaltungen garantieren keine erfolgreiche MPU.
 

Nancy

Super-Moderator und MPU Profi
Teammitglied
Administrator
Hallo toto83,

schön das du dich dazu entschlossen hast uns etwas mehr über dich zu erzählen. :smiley22:

Ich möchte erstmal nur auf einige Dinge eingehen:

Laut Akteneinsicht beim damaligen Rechtsanwalt wurden mir zwar Orientiertheit etc. bescheinigt, allerdings auch Ausfallerscheinungen wie leichtes Schwanken, verwaschene Sprache, glasige Augen sowie ein deutlich rotes Gesicht. (TF war im Januar bei knapp unter 0°C).
Anfangs war ich kooperativ, habe nur später auf der Wache jegliche Aussage und Tests, nicht aber die BA verweigert. Ursprünglich fragte mich der Beamte, ohne mich darauf hinzuweisen, dass ich das Recht hätte, die Aussage zu verweigern, wieviel ich getrunken hätte, worauf ich "vier halbe" sagte. Mehr steht aber zu Aussagen von mir nicht im Protokoll. Danach habe ich wiegesagt zugemacht, aber nicht rumgestresst oder bin unfreundlich geworden etc. Nett, aber schweigsam.
Diese Ausfallerscheinungen sind bei der MPU eher positiv zu bewerten, da sie aussagen das dein oberes Limit an "Alk.verträglichkeit" so ziemlich erreicht wurde.

Trinkverhalten nach der TF:

in den ersten sechs Wochen abstinent.
Danach habe ich wieder angefangen Alkohol zu trinken, allerdings nicht mehr jedes Wochenende und auch beiweitem nicht die o.g. Mengen (wo ich auch nicht mehr hinmöchte....). Das höchste waren nach der TF zweimal 3*0.5l Bier. Ansonsten ein paar mal 0,5-1l Bier oder 1-2 Gläser Wein (0.2l) oder auch nur eines bzw. ein kleines Bier. Ich habe nicht mehr wirklich mit einer MPU gerechnet, da mein Rechtsanwalt mir die Antwort gab, dass ich diesbezüglich ganz beruhigt sein könne. Ein fataler Irrtum (insbesondere meinerseits...). Seit 3 Wochen bin ich nun wieder komplett abstinent in Anbetracht der anstehenden MPU, denn ich möchte auf keinen Fall, dass meine Leberwerte nun alles einreißen sollten.
Jaaa die RA. Ich weiß nicht wie oft ich schon gehört/gelesen habe, dass sie ihren Klienten bzgl. MPU-Aufforderung falsche Auskünfte gegeben haben. Diese sind (bis auf wenige Ausnahmen) wohl der falsche Ansprechpartner dafür....

1,5l Bier zu einem Anlass ist in der Tat für KT etwas viel - das weißt du ja nun und wirst dein Trinkverhalten sicher künftig besser anpassen...

Ich habe jetzt noch mal eine spezielle Frage zu dem Kontrollierten Trinken bzw. dem Tagebuch, dass ich lt. Verkehrspsychologen führen soll.

Nach gründlichen Recherchen im Internet bedeutet Kontrolliertes Trinken lt MPU Gutachtern, alle 3-4 Wochen zu geplanten Anlässen ein kleines Bier zu trinken oder z.B. ein Alster. Das ist bei mir nun doch etwas mehr gewesen (siehe hier oben drüber)...
Eine generelle Faustformel gibt es da nicht und wird auch von den GA recht unterschiedlich gesehen. Einige halten die Angabe von einem Bier in 4 Wochen für eher realitätsfern. Entscheidend ist das man künftig nicht mehr über ein gewisses Maß hinauskommt und somit ein risikoarmer Umgang mit dem Alk. gewährleistet ist.

Nun die Fragen:

(a) habe ich überhaupt eine Chance seit Aufforderung zur MPU seitens der FSST von Anfang Juli zu Mitte Oktober mit KT durchzukommen? Der Verkehrspsycholge (wie gesagt keine "verkehrspsychologische" Beratung!!) geht explizit davon aus! Und der Psychologe weiß, dass ich am WE in der Vergangenheit langfristig gut zugeschlagen habe. Er argumentiert dabei u.a., dass ein MPU Gutachter bei meinem Werdegang (Abi, Zivi, Ausbildung, Angesteller, Studium, nun Hochschulbeschäftigter und Freiberufler etc.) durchaus davon ausgehen kann, dass keine Abstinenz erforderlich ist, da man mit einer Alkoholabhängigkeit gar nicht so weit gekommen wäre in aller Regel... Irgendwie macht mich das aber trotzdem stutzig, dass ich das mit KT ohne Screening schaffen kann lt. Experten (und ich habe ihm wirklich erzählt, dass ich jahrelang zugeschlagen habe am WE.... gemäß der netten Antwort von ich glaube Nancy, dass man in der Vorbereitung vollkommen die Wahrhei sagen sollte.... Thanx!).
Ich bin da recht sicher, dass der VP aufgrund deiner Angaben eine realistische Einschätzung treffen kann.

Bitte lese dir dies mal durch: klick

Es kommt immer auf den Einzelfall an. Wenn du bspw. immer wieder (erfolglos) versucht hättest deinen Alk.konsum zu reduzieren oder einzustellen, regelmäßig peinliche Abstürze gehabt hättest, heimlich getrunken, oder wichtige Verpflichtungen in deinem Leben nicht mehr nachgekommen wärst, so wäre hier sicher eine tiefere Alk.problematik (oder gar eine Abhängigkeit) zu vermuten. Du jedoch hast nichts dergleichen in deiner Vita stehen.

(b) Wird bei der MPU auch Urin oder Haar entnommen, um die Vergangenheit zu rekonstruieren, oder gibt es nur eine Blutentnahme mit GOT, GPT und GGT? Denn bei einer Haarentnahme hätte ich wiegesagt ein kleines Problem mit dem von der MPU geduldeten KT und meinem subjektiven KT in der Vergangenheit...
Dazu kann man -nach wie vor- keine abschließende Aussage treffen. Bisher sind uns noch keine generellen Haaranalysen bei der MPU bekannt. Vielmehr ist es wohl so, dass bei Unklarheiten in der Exploration verstärkt zu dieser Möglichkeit gegriffen wird. Dabei werden aber immer nur 3 cm Haare untersucht (was das Trinkverhalten der letzten 3 Monate "belegt").

Ich habe das letzte mal vor ca. 2 Jahren Leberwerte nehmen lassen, die waren beim GGT mit 120 deutlich zu hoch, bei der nachfolgenden Kontrolle ein paar Monate später jedoch wieder bei unter 60. Seitdem habe ich nichts mehr überprüfen lassen diesbezüglich.
Deine Leberwerte solltest du aber in naher Zukunft einmal überprüfen lassen. :smiley138:
 

toto83

Benutzer
Hallo Max, hallo Nancy,

vielen Dank für eure wiedermal schnellen Einschätzungen :)
Leider gehen eure Antworten ja etwas auseinander, was die MPU mit KT (Tagebuch, aber ohne Screening) angeht. Ich werde da beim nächsten Gespräch mit dem VP nochmal gezielt nachhaken.

Grundsätzlich aber schon mal die Frage: Kann es für mich Nachteile nach sich ziehen, wenn ich mich dazu entscheiden sollte, die MPU nicht jetzt im Herbst, sondern erst z.B. im Februar 2016 zu machen, da ich evtl. doch auf KT nach MPU Vorstellungen inkl. Screening und mehrmaliger Leberwerte setze? Oder könnte dann der GA sagen: Moment mal! Im Winter 2015 TF, dann die Ankündigung einer MPU seitens der FSST im Sommer, und dann haben Sie erst angefangen zu reagieren (= Konsum auf WIRKLICHES KT runtergefahren)? Warum nicht vorher? Das wird aber nichts...

Herzliche Grüße
toto83
 

Max

Super-Moderator und MPU Profi
Teammitglied
Administrator
Grundsätzlich aber schon mal die Frage: Kann es für mich Nachteile nach sich ziehen, wenn ich mich dazu entscheiden sollte, die MPU nicht jetzt im Herbst, sondern erst z.B. im Februar 2016 zu machen, da ich evtl. doch auf KT nach MPU Vorstellungen inkl. Screening und mehrmaliger Leberwerte setze? Oder könnte dann der GA sagen: Moment mal! Im Winter 2015 TF, dann die Ankündigung einer MPU seitens der FSST im Sommer, und dann haben Sie erst angefangen zu reagieren (= Konsum auf WIRKLICHES KT runtergefahren)? Warum nicht vorher? Das wird aber nichts...
Nein , dass ist Quatsch. Es gibt sogar Leute, die machen ihre MPU nach 5-8 Jahren Einzelfälle sogar noch später. Was sollten die denn sagen ? Da brauchst du dir wirklich keine Gedanken machen.
 

toto83

Benutzer
Nein , dass ist Quatsch. Es gibt sogar Leute, die machen ihre MPU nach 5-8 Jahren Einzelfälle sogar noch später. Was sollten die denn sagen ? Da brauchst du dir wirklich keine Gedanken machen.
Ah, okay, das ist ja eine gute Nachricht, danke Max.

Ich habe nun nochmal beim VP nachgehakt, was das KT ohne Screening anbetrifft, und habe deutlich herausgestellt, dass ich mit meinem KT bis vor einigen Wochen tatsächlich über dem Maß an MPU gängigem KT gelegen habe. Auch habe ich ihn darauf hingewiesen, dass ab Mitte 2014 meines Wissens nach mehr oder weniger eine klare Anweisung an die MPIs vorläge, dass KT nur noch mit Screening belegt werden könne (siehe einer der Links in einem anderen Post weiter oben).

Er sagte daraufhin, dass bei dem MPI, bei dem ich mich angemeldet habe (ich werde hier aber weder meinen VP und das MPI nennen), zuerst die Leberwerte ausschlaggebend seien. Seien diese nicht okay, dann werde ein spezifischer Alkoholmarker erhoben. Und erst, wenn dann immer noch Zweifel am KT bestünden, würde das Haar entnommen. Zumal sei seines Wissens nach beim besagten MPI mit den jeweiligen Kunden nicht vertraglich vereinbart, dass im Vorfeld eine Kostenübernahme für ein etwaiges Screenning schriftlich fixiert wird, so dass dann grundsätzlich auch kein Haarscreening gemacht würde, weil den MPIs in der Regel dafür die Kosten zu hoch seien, um sie standardmäßig durchzuführen.

Ich bin von Natur aus immer etwas skeptisch, was sicherlich hier im Forum in meinen Aussagen auch schon deutlich geworden sein dürfte. Deshalb mag ich auch in dieser Sache immer noch nicht so recht glauben, dass das KT ohne Screening belegbar ist. Trotzdem fange ich so langsam an, das doch für möglich zu halten, denn ich habe grundsätzlich ein gutes Gefühl bei meinem VP und erachte ihn als vertrauenswürdigen Gesprächspartner.

Gibt es denn eventuell Fälle, von denen ihr sicher wisst, dass aktuell immer noch nur die Leberwerte inkl. evtl. Marker ausschlaggebend bzw. ausreichend waren als Nachweis für KT, ohne dass es zwangsläufig zu einer Haarentnahme gekommen ist bzw. ein im Vorfeld erbrachter Nachweis dazu vonnöten war?

Herzliche Grüße!
Toto83
 

Nancy

Super-Moderator und MPU Profi
Teammitglied
Administrator
Hallo toto,

auf die Schnelle habe ich jetzt nur diesen Thread gefunden:

Ebenfalls 1,93


Du kannst aber auch gerne nochmal selbst nachsehen ob du etwas findest:

Erfahrungsberichte


In letzter Zeit sind die meisten unserer User mit AB zur MPU gegangen. Du kannst aber sicher sein, dass wir uns stets auch an anderen Stellen im Netz informieren und von daher schon eine umfassendere Info erhalten.:smiley138:
 

erfahrungfürsleben

Erfahrener Benutzer
Gibt es denn eventuell Fälle, von denen ihr sicher wisst, dass aktuell immer noch nur die Leberwerte inkl. evtl. Marker ausschlaggebend bzw. ausreichend waren als Nachweis für KT, ohne dass es zwangsläufig zu einer Haarentnahme gekommen ist bzw. ein im Vorfeld erbrachter Nachweis dazu vonnöten war?
Ich kann Dir von meiner Erfahrung aus sagen, dass trotz 12 monatiger AB Nachweise der Arzt und der GA sehr viel Wert auf die LW gelegt haben, das sie im Norm liegen.

Ich glaube du solltest Dir darüber, aber nicht so viel Gedanken machen, weil der GA legt im erster Linie viel Wert auf deine Aufarbeitung und sozialem Umfeld.

Wie war dein Konsum davor, was hast du daraus gelernt, warum hast du so viel getrunken, wie es in der Zukunft ausschaust und wie du falls du rückfällig wirst gegensteuerst.

Wenn du die Punkte plausibel und mit einer reflektion schilderst, dann hast du schon mal ein Pluspunkt. Daher kann man pauschal dazu nichts sagen, weil jedes Institut ist anders und jeder Arzt und GA ist anders.

Ich kenne einen Fall wo einer mit KT ins Rennen gegangen ist und er ohne NW es geschafft hat, aber nach 2 Wochen erhielt er einen Anruf, dass de LW erhöht sind und er beim Arzt sich untersuchen lassen soll.

Die LW können schon bei geringsten Sachen ansteigen wichtig ist immer, dass der Gamma GT im Norm bleibt bei KT.

Und ein Tipp für deine MPU, sei an dem Tag selbstbewusst und schau immer in die Augen des Gutachters beim Reden, weil immerhin hast du die beauftrag, dass heißt du bist der Kunde und Kunde ist der König. Daher kannst du ruhig selbstbewusst sein (natürlich nicht übertreiben) und mit Stolz deine Änderung schildern und deine Fehlern zugeben, dass zeigt dem GA, dass du dich mit dir auseinander gesetzt hast!!!
 
Zuletzt bearbeitet:

toto83

Benutzer
Hallo Erfahrungsfürsleben,

etwas verspätet auch an dich nochmal ein Dankeschön für deine neuerlichen Einschätzungen :smiley22:

Ich habe nun aber mal eine Frage zu dem zeitlichen Rahmen im Vorfeld der MPU:

Da ich Mitte Oktober ein positives Gutachten an die FSST schicken muss, um meinen Führerschein zu behalten, würde ich gerne wissen, wie lange ich in der Regel Zeit habe nach dem Zusenden des Fragebogens seitens des MPI, diesen wieder zurückzuschicken, bzw. wie lange dauert in der Regel die Frist bis zum MPU Termin, wenn der Fragebogen bei mir postalisch eingeht?

Danke und herzliche Grüße an alle,
toto83
 

erfahrungfürsleben

Erfahrener Benutzer
Hallo

erstmal muss deine Akte von der FSST zur der angegebene MPI Stelle versendet werden, dann bekommst du eigentlich so nach einer Woche ein Schreiben von der MPI Stelle mit einem Überweisungsbeleg, wenn das Geld dann bei denen eingegangen ist, kannst du ein Termin ausmachen. Ich empfehle immer wenn deine Akte versendet worden ist, dass du da anrufst und fragst ob sie schon da ist, falls ja frag gleich ob du auch Bar zahlen kannst, bei Barzahlung bekommt man meistens schneller ein Termin. Sollte der Termin bisschen überschreiten gebe es der FSST bekannt.

Wie gesagt versuche es mal so.
 

toto83

Benutzer
Hallo,

ich habe letzte Woche mal die FSST um Akteneinsicht gebeten, nachdem ich schon vor ein paar Wochen denen das MPI genannt habe, bei dem ich geprüft werden möchte. Der Sachbearbeiter meinte, dass die Akte bereits seit ebenfalls ein paar Wochen beim MPI liegt. Noch habe ich aber nichts vom MPI bekommen. Hmm, komisch.
Und außerdem sagte mir eine Dame an deren Telefonempfang (MPI), noch bevor ich der FSST das MPI genannt hatte vor ein paar Wochen, dass ich erst drei Tage vor der MPU bezahlen müsste. Bis dahin könnte ich jederzeit einen Rückzieher machen. Auch sagte sie mir, dass für Ende September / Anfang Oktober noch Termine frei wären.

Da ich jetzt erstmal meine Leberwerte abwarten möchte, die ich kommende Woche bekomme, werde ich wohl besser vorerst keine schlafenden Hunde wecken, indem ich dort mal nachhake. Vielleicht brauche ich ja noch ein wenig Zeit, falls die LW nicht i.O. sein sollten. Ich habe mich bis jetzt auch vollkommen darauf verlassen, dass alles automatisch seinen Gang geht, wenn ich der FSST das MPI meiner Wahl nenne und die FSST dort die Akte hinschickt. Vielleicht gar nicht schlecht, dass die nicht in die Potte kommen, oder wie würdet ihr das sehen?
 
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