TF + Unfall 2,3 Promille

Ich habe mir jetzt einen Psychotherapeuten (hat mit Verkehr und Sucht nichts zu tun) gesucht mit dem ich arbeiten will. 3 Sitzungen gab es bereits und die tun mir gut; auch wenn es viel zu früh ist, etwas zu sagen, aber "es bewegt sich schon was in mir".
Das ist zu spüren, dass du schon relativ weit gekommen bist.
Ich finde es großartig, dass du wirklich an den Ursachen arbeiten möchtest und dir jemanden gesucht hast, der nicht nur Verkehrspsychologie macht.

Wäre es eine Idee, mit deinem PT mal über Traumata und den möglichen Behandlungsmethoden zu sprechen ?
 
Beim ersten Einlesen in die Thematik EMDR scheint mir dies ja sehr passend zu sein (also für mein Problem). Komisch dass es noch kein Therapeut sagte...
Aus eurer Erfahrung: hat dies Auswirkungen auf die in > 1Jahr geplante MPU?
Zu EMDR hat mir seinerzeit auch die Verkehrs Psychologin geraten - in der „kassentherapie“ hat da niemand von geredet.
In der MPU hat es keine Rolle gespielt da ging es ausschließlich um die Aufarbeitung der innere Motive und der Vermeidungsstrategien.
 
Erstmal frohes Neues!
Die letzten Tage hatte ich viel Zeit zum Nachdenken, Meinungen oder Anregungen einholen...
Gucken und Überlegen was für mich ggf. passen könnte. Und es dann auch ausprobieren.
Naja - ich merke schon jetzt, dass es zwar nicht einfach ist und sicher auch nicht von heute auf morgen perfektioniert sein wird (wahrscheinlich wird es das nie), aber seine Meinung nicht runterspülen (und das ist wörtlich gemeint) befreit unheimlich. Auch wenn es mitunter (im ersten Blick) negative Konsequenzen hat.
Nicht mehr den Weg des geringsten, alkoholisch-geebneten Widerstandsweg gehen. Der Blick in den Spiegel bringt viel mehr, wenn ich ICH gewesen bin und MICH sehe. Vorbei ist die permanente Rücksichtnahme, die häufig genug nur ein eigenes verstecken war.
Teilweise tut es aber auch echt weh, langjährige Freunde oder Arbeitskollegen, Vorgesetze zu erleben, wie sie MICH auf einmal erleben und dafür auch sanktionieren. Wenn auch auf eine andere Art. Dafür werden sich andere Türen öffnen.
 
Das nenne ich mal ein großartiges Statement zum Neuen Jahr :smiley711:
Vorbei ist die permanente Rücksichtnahme, die häufig genug nur ein eigenes verstecken war.
Das ist eine unfassbar wichtige Erkenntnis !

Teilweise tut es aber auch echt weh, langjährige Freunde oder Arbeitskollegen, Vorgesetze zu erleben, wie sie MICH auf einmal erleben und dafür auch sanktionieren. Wenn auch auf eine andere Art.
Stimmt, das erfahren alle in dieser Lage.

Dafür werden sich andere Türen öffnen.
Immer, und diese Türen führen zu gesünderen, freieren und dich zufrieden machenden Wegen :smiley138:
 
Ich kann da @Karl-Heinz nur bestätigen
Lieber @bernie genau so habe ich es auch erlebt: ich habe mich von langjährigen Mandanten getrennt, weil ich mich aus falschen Verbundenheitsgefühlen „verbogen“ habe obwohl sie nicht (mehr) zu meiner Arbeits Philosophie gepasst haben, dafür sind mir der Zeit neue Mandaten dazu gekommen weil ich mein Bestreben und Konzept mehr nach außen getragen habe. Ich habe dafür einen Podcast gestartet und mein Unternehmen „umstrukturiert“ was ich auch musste weil ich nicht mehr mobil war und einige Mandanten mit öffentlichen Verkehrsmitteln für mich nicht mehr in einer akzeptablen Zeit erreichbar waren.

Ich habe im Zuge dessen auch meinen Stundenlohn nach oben gesetzt
Ich stehe viel mehr für mich und meine Werte ein ( ich kommuniziere klar meine Werte nach außen)
Bekannte die nicht zu mir passen - den Kontakt habe ich einschlafen lassen.
Meine Zündschnur ist länger geworden, ich bin geduldiger und nicht mehr der „Duracell Hase auf Speed“ - heute würde man das wohl mit ADHS bezeichnen.
Ich höre auf meinen Bauch und schlucke nichts mehr runter, wenn mir nach Gesellschaft nicht ist - dann nehme Ich mir die Freiheit abzusagen. Silvester waren wir Nachmittag zu einem Event - viele waren schon betrunken - wenn für mich der Druck zu groß wird gehe ich jederzeit weg ohne zu erklären warum.
Das erste halbe Jahr war in meiner Beziehung schwierig. Mein Mann hat nie verstanden was Sucht ist und warum ich nicht „nur ein Glas“ wie früher trinken konnte. Und hat sich am Wochenende anfangs trotzdem seinen Wein oder Aperol gegönnt. Oder wenn wir Besuch hatten ist das im besäufnis geendet. Ich bin dann einfach aufgestanden und weg gegangen.
Ich dachte auf Dauer geht das so nicht weiter und das ist das Ende der Beziehung. Ich bin dran geblieben; bei mir, meinem Anteil an seinem Verhalten und nach einem 3/4 Jahr war alles viel viel besser und wir sind uns näher denn je. Sein Verhalten war anfangs ein Ausdruck von seiner Wut, verzweifelt und Trauer weil er jahrelang co
Abhängigkeit ausgesessen hat.
Heute ist Alkohol kein Thema mehr. Meinem Mann ist Alkohol zu egal wie Pfefferminztee, er trinkt nur noch wenn wir mal ausgehen und das ist nicht mehr so oft.

Heute finde ich toll das ich auch spätabends noch ans Telefon gehen kann, immer mit dem Auto (wie Silvester) überall hin und vor allem Wieder weg fahren kann.

Du wirst Deinen Weg der Erkenntnisse auch langsam und stetig gehen. Puzzleteile werden an ihren Platz fallen
Es ist nicht immer leicht und manche Trennungen tun auch weh, die Türen die sich öffnen sind vielfältiger und grösser. Daran wachsen wir - auch auf dem Weg zur MPU. Du wirst mit Stolz und Stärke in die MPU gehen
 
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