Verwertungsverbot für MPU Anordnung

traumtänzer

Benutzer
Hallo Liebes Forum,

ich habe ein paar Fragen zum Fragebogen:

Kommen genau diese Fragen bei der MPU vor ? Legt man diesen Fragebogen am Tag der MPU dem Gutachter vor ?

Vielen Dank für eure Antworten
 

Larsos

Benutzer
Hallo, deinen Nicknamen hast du bestimmt sehr bewusst ausgewählt.

Der FB ist eine Auswahl an Fragen, die so oder abgewandelt gestellt werden können. Allerdings ist jede Begutachtung anders.
 

Nancy

Super-Moderator und MPU Profi
Teammitglied
Administrator
Themen zusammengeführt.
Bitte bleibe mit all' deinen Fragen zum gleichen Thema hier in deinem Thread.
 

Nancy

Super-Moderator und MPU Profi
Teammitglied
Administrator
Hallo traumtänzer,
war die Antwort von Larsos unverständlich? :smiley2204:

Es gibt bei den MPI vorab eine Art Personalfragebogen der ausgefüllt werden muss, allerdings nicht vergleichbar mit den Fragen hier im FB.

Hast du denn deinen Neuantrag mittlerweile gestellt und eine MPU-Aufforderung bekommen?
 

traumtänzer

Benutzer
Und der Personalfragebogen ist ungefähr wie der Fragebogen hier ?

Nein die Neuerteilung habe ich noch nicht gestellt, kommt aber sehr wahrscheinlich im Januar 22
 

traumtänzer

Benutzer
Hallo Max, hallo Nancy

ich hoffe Ihr nehmt euch die Zeit für meinen Fragebogen. ich mache zurzeit die Vorbereitung ohne professionelle Vorbereitung. Eure Meinung brauche ich um zu sehen, ob ich für mich genug aufgearbeitet habe und es vielleicht ohne Vorberetung zu schaffen. Meine MPU wird anfang August sein laut AVUS.

  • Wann haben Sie das allererste Mal von illegalen Drogen gehört?

  • In der 9. Klasse, da haben wir eine Drogenberatung mit der Klasse besucht.

    2. Wann haben Sie das erste Mal konsumiert? (Datum)

  • Ende 1997 als ich 17 war.

  • Wie sah der Konsum aus? (Konsumbiografie – Was, Wie, Welche Gelegenheit?)
Mit 17 Jahren habe ich das erste Mal Cannabis geraucht mit Freunden auf den Campingplatz. Ich hatte 2 oder 3 Züge am Joint genommen und ich fand die Wirkung nicht gut und habe das Cannabis Rauchen erstmal für längere Zeit sein gelassen.

Nachdem ich wieder zu meiner Familie gezogen war nach Düsseldorf, habe ich neue Freunde kennengelernt die Cannabis geraucht haben und deswegen bin ich wieder an das Cannabis gekommen. einer meiner Freunde Cannabis mitgebracht und wir rauchten einen Joint mit ca. 5 Leuten vielleicht 2 Joints am Abend und immer am Wochenende. Anfangs fand ich den Rausch nicht gut und mir wurde schnell übel davon, aber weil ich dazu gehören wollte, habe ich es mitgemacht. Nach 2 oder 3 Konsum Wochenenden ging es dann und ich fand die Wirkung gut und ich konnte mich entspannen. Auch war dieses Gemeinschaftsgefühl zusammen zu Kiffen ausschlaggebend für den weiteren Konsum. Ich konnte endlich vergessen und abschalten.

Das ging längere Zeit so, dass wir uns zum Wochenende getroffen haben, meistens Samstag und gemeinsam konsumiert haben. Wir haben Musik gehört uns Unterhalten und haben viel gemeinsam gelacht. Das ging längere Zeit so ich denke 6-8 Monate bis ich vor meiner Haustür von einem Straßenpolizisten kontrolliert wurde und bei mir 0,6 Gramm Gras gefunden wurde und weil ich so geschockt war, habe ich erstmal den Kontakt zu meinen Freunden abgebrochen und keinen Cannabis mehr geraucht. Ein paar Wochen Später bekam ich eine Anzeige wegen des Besitzes von Gras in Höhe von 0,6 Gramm, welches Eingestellt wurde. Danach fühlte ich mich so Glücklich und suchte wieder meinen alten Freundeskreis auf und begann wieder die Samstage mit Ihnen gemeinsam Gras zu konsumieren. Ca. 3 oder 4 Wochen nach Einstellung des Verfahrens wegen des Cannabisbesitzes hat sich die Führerscheinstelle gemeldet und hat mich aufgefordert binnen 8 Tagen auf meine Kosten eine Urinprobe abzugeben, bei nicht Abgabe drohte mir die Führerscheinstelle mit dem Entzug der Fahrerlaubnis. Da ich zu der Zeit kein Geld hatte und ich dachte das die Urinprobe Positiv sein wird, verzichtete ich auf die Fahrerlaubnis und gab den Führerschein freiwillig ab.
Ich war erstmal geschockt und habe einige Monate kein Cannabis mehr geraucht, bis ich dann wieder einer meiner Freunde getroffen habe, der Cannabis dabei hatte und mich eingeladen hat wieder mit den anderen gemeinsam zu konsumieren. Das ging dann ungefähr 2 Jahre so, immer wieder mit Pausen dazwischen von mehreren Wochen. Der Konsum hat sich auch gesteigert und anstatt 2 oder 3 Joints wurden es 5 oder 6 pro Abend, aber immer in Gesellschaft und nie alleine.

Mitte 2001, da war ich gerade mit meiner 2. Ausbildung zu Gange, hatten wir wieder gemeinsam an einem Wochenende konsumiert. Nachdem ich mehrmals am Joint gezogen habe, wurde mir plötzlich schlecht und musste mich übergeben und hatte mit dem Kreislauf zu kämpfen. Mir ging es tage danach noch sehr schlecht und das war der Auslöser, dass ich nicht mehr konsumieren wollte und habe aufgehört und mich von meinem alten Freundeskreis getrennt. Ich merkte plötzlich, das mir Cannabis nicht gut tut und konnte auch nicht mehr so entspannen, wie es zu Anfang war und die Wirkung hat mir auch nicht mehr so gefallen. Ich wollte nicht nochmal den Zustand haben, den ich an dem besagten Abend hatte und habe jahrelang aufgehört zu konsumieren. Ich merkte das es mir viel besser geht, ohne zu Kiffen, konnte abends viel einfacher entspannen und auch viel besser schlafen, war nicht mehr so träge und viel Leistungsfähiger. Auch war ich viel Glücklicher und hatte viel bessere Laune. Ich hatte auch wieder Kontakt zu meiner Familie auch zu meinem Vater und meiner Mutter. Nachdem 2001 mein Sohn geboren wurde, widmete ich meine ganze Kraft der Kindererziehung und wollte ein gutes Beispiel sein und Vater zu sein, hat mich auch sehr erfüllt. Ich hatte es sogar geschafft Februar 2003 erfolgreich meine 2. Ausbildung abzuschließen, trotz Erziehung meines Sohnes.
Meine damalige Beziehung lief sehr gut und Cannabis, hatte gar keinen Platz. Nach meiner Ausbildung wurde ich übernommen und arbeitete jahrelang in einem Immobilienunternehmen als Hauverwalter. In der Zeit habe ich versucht meinen Führerschein zurückzubekommen. 2004 ging ich dann zur Behörde und habe eine Neuerteilung beantragt, durch einen geschlossenen Vergleich (Bezirksregierung mit einbezogen), habe ich meinen Führerschein 2005 zurückbekommen, ohne MPU und ohne Drogentest. Ich musste lediglich, die theoretische und Praktische Prüfung absolvieren. Da ich mich beruflich verändern wollte und ich keine Lust mehr gehabt habe, nur im Büro zu arbeiten, habe ich mich bei einem Großhandel für Autoteile im Außendienst beworben. Ich wurde genommen und habe 2006 meinen Beruf gewechselt und war sehr glücklich damit. Dann Mitte 2007 kam die Trennung von meiner damaligen Freundin.

Ich habe sehr gelitten darunter, auch weil mein Sohn nicht mehr um mich herum war und ich Ihn nur alle 2 bis 3 Wochen gesehen habe. Anfang 2008 lernte ich eine neue Frau kennen und ging kurze Zeit später mit Ihr eine Beziehung ein. Durch Sie kam ich auch wieder an Leute die Cannabis konsumieren und weil ich Cool und dazu gehören wollte, hab ich mich leiten lassen wieder mit zu konsumieren.
Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, wie stark das Cannabis nach so vielen Jahren Konsumverzicht gewirkt hat. Das hat mich wirklich umgehauen. Obwohl ich wusste, wie sehr mein Führerschein an meinen Job hängt, habe ich immer mitgekifft bei dem Freundeskreis meiner neuen Freundin. Der Konsum hat überwiegend am Wochenende stattgefunden, meistens samstags. Ich kann mich nicht mehr genau erinnern wieviel wir konsumiert haben, aber es müssten so 5 bis 6 Joints am Abend gewesen sein mit 4 bis 6 Mann.
Ich merkte auch nach einiger Zeit dass es mir nicht gut ging damit. Ich wurde sehr träge und Antriebslos und merkte auch beim Autofahren, dass ich nicht sicher fahre. Das alles hat mich nicht abgeschreckt und konsumierte fast immer mit. Irgendwann Anfang 2009, lief es mit meiner damaligen Beziehung nicht mehr gut.

Wir haben uns mehr und mehr gestritten, meistens war der Auslöser mein Sohn aus meiner Ex Beziehung. Sie konnte nicht damit umgehen, dass ich bereits ein Kind hatte und das Verhältnis zwischen meiner Freundin und meinem Sohn war sehr schlecht. Ich beendete aus Liebe zu meinem Sohn diese Beziehung, obwohl ich Sie sehr geliebt habe. Aber für meinen Sohn und für Sie war es das Beste. So konnte ich mich wieder viel besser um meinen Sohn kümmern und mein Sohn war nicht mehr von Streitigkeiten umgeben.

Ich hatte durch meine Ex Freundin noch Kontakt zu Leuten die Konsumiert haben und habe mich unabhängig von Ihr mit diesen Leuten getroffen und haben Cannabis konsumiert. Eigentlich hat es mir Garnichts mehr gebracht zu konsumieren, aber dieses Gemeinschaftsgefühl hat mich dazu bewogen weiterhin Cannabis zu konsumieren. Kurze Zeit später lernte ich eine neue Frau kennen, wir haben uns gut verstanden und ineinander verliebt. Sie hatte mit Cannabis nichts am Hut und habe es Ihr verheimlicht, dass ich an den Wochenenden mit meinem damaligen Freundeskreis Cannabis konsumiere. Hätte Sie es herausgefunden, wäre sofort Schluss gewesen und deswegen habe ich es verheimlicht.

Da Sie aus der Nähe von Frankfurt war und ich aus der Nähe von Düsseldorf, konnte ich es gut verheimlichen mit Konsum. Nach ca. 3 oder 4 Monaten Beziehung mit meiner neuen Freundin, saß ich bei meinem alten Freundeskreis und plötzlich kam meine Ex dazu. Wir unterhielten uns über alte Zeiten und redeten uns aus und haben uns danach öfters getroffen und hatten eher ein sexuelles Verhältnis über Wochen. Meine neue Freundin wusste davon nichts, bis ich irgendwann abends eine SMS von Ihr erhielt und Sie mir Mitgeteilt hat, dass Sie alles wüsste und Sie die Beziehung beendet.

Plötzlich wurde mir klar wie sehr ich diese Frau Liebe und habe mich ins Auto gesetzt und wollte zu Ihr fahren. Ich wusste das mein letzter Konsum ca. 1 bis 2 Stunden her war und trotzdem setzte ich mich ins Auto. Mein eigenes Interesse habe ich in dem Vordergrund gestellt, obwohl ich wusste das ich andere und mich damit in Gefahr bringe. Ich wollte das persönlich mit Ihr klären, heute weiß ich das es eine Fehlentscheidung war.

Ich war auf der A3 Richtung Frankfurt unterwegs und kurz vor der Raststätte Ferntal, hat mich eine Zivile Streife rausgewunken und mich aufgefordert an die Raststätte Ferntal rauszufahren.

Ich wurde beschuldigt 135 Km/h schnell gewesen zu sein, anstatt den erlaubten 100 Km/h. Das alles haben Sie gefilmt und mir das Video gezeigt, danach wurde ich gefragt, ob ich BTM zu mir genommen habe, weil einer der Beamten meinte, dass ich rote Augen hätte.
Ich verneinte das und dann wurde ich zum Urintest aufgefordert, der Positiv war. Danach musste ich mit auf die Wache zum Blut abnehmen. Ich wusste was auf mich zukommt und ich berauscht Gefahren bin. Ich musste mein Auto 24 Std stehen lassen und bin danach mit der Bahn zu meiner Freundin gefahren, hab dort übernachtet und am nächsten Tag haben wir das Auto geholt und ich bin nachhause gefahren. Tage später kamen die Blutwerte und kurze Zeit später kam das Schreiben der Behörde mit der sofortigen Entziehung der Fahrerlaubnis. Ich musste meinen Job kündigen und wurde arbeitslos.

Das hat mir so einen Denkzettel verpasst, so sehr, dass ich bis heute Cannabis nicht mehr angerührt habe. Ich hasse Cannabis und merkte auch wieder die Vorteile nicht zu konsumieren. Ich wurde viel fitter und viel Leistungsfähiger. Mein Schlaf ist ausgezeichnet und bin wieder viel Glücklicher und besser gelaunt. Beruflich wurde ich auch ohne Führerschein viel erfolgreicher und bin bis heute in meinem Beruf sehr zufrieden und komme sehr gut ohne Führerschein klar. Ich habe wieder ein sehr gutes Verhältnis zu meiner Familie und bin viel offener geworden. Ich gehe sehr viel spazieren als Ausgleich und genieße es in der Natur zu sein.

4. Haben Sie Drogen zusammen mit Alkohol konsumiert?
Nein.

5. Wie ist der Umgang mit Alkohol gewesen?
Alkohol hat mir nie geschmeckt, ich habe höchstens Mal an Silvester damit angestoßen.

6. Sonstige Suchtmitteleinnahme?
Ich rauche Zigaretten, ca 8 Stück am Tag und morgen 2 Tassen Kaffee

7. Haben Sie bei sich negative Folgen festgestellt?
Ja, das habe ich. Besonders bei meiner Ausbildung merkte ich wenn ich das Wochenende zuvor konsumiert habe, ich am nächsten Tag Müde und träge war und nicht so richtig Aufnahmefähig. Ich hatte vor meiner Zwischenprüfung mehrere Wochenenden vorher konsumiert und habe die Prüfung mit ach und Krach gerade so geschafft. Dadurch weil ich meinen Konsum verheimlichen wollte, hatte ich auch mit meiner Familie fast garkeinen Kontakt und war sehr verschlossen.

8. Haben Sie trotz negativer Folgen weiter konsumiert?
Ja, damals habe ich trotzdem weiter konsumiert. Ich habe die negativen Folgen am nächsten Tag einfach hingenommen. Die Abschlussprüfung als Kaufmann, habe ich trotzdem geschafft, ein Grund warum ich Cannabis als nicht so schlimm eingestuft habe.

9. Was für Werte wurden bei Ihrer Auffälligkeit festgestellt?
11 ng/ml THC und 109 ng/ml THC-Carbonsäure.

10. Wann und wieviel haben Sie in der Woche vor der Auffälligkeit konsumiert?
5 oder 6 Tage vor der Auffälligkeit habe ich jeden Tag 2-3 Joints geraucht. Ich habe mich die Woche bei meinem alten Freundeskreis aufgehalten und war Niedergeschlagen, weil ich mich mit meiner damaligen Freundin gestritten habe und ich dadurch mehr konsumiert habe um das zu vergessen.

11. Wieviel und was haben Sie am Tag der Auffälligkeit Konsumiert?
Am Tag der Auffälligkeit habe ich ca. 3 Joints geraucht, mit ca. 0,3 Gramm Gras.

12. Gab es einen besonderen Grund für diesen Konsum?
Nein, es gab keinen besonderen Grund. Ich habe Trost bei meinem damaligen Freundeskreis gesucht und wollte auf andere Gedanken kommen. Ich habe mich ca. 1 Woche mit meiner damaligen Freundin heftig gestritten und Sie machte Schluss,

13. Wie sind Sie auffällig geworden?
Das habe ich ja ausführlich bei Antwort 3 geschrieben.

14. Was war der Zweck der Fahrt?

Ich wollte zu meiner Freundin nach Frankfurt um mit Ihr zu Reden

15. Wie weit wollten/sind Sie (ge)fahren?
Ca. 200 Km von Düsseldorf nach Frankfurt

16. Wie oft waren sie bereits unter Drogeneinfluss im Straßenverkehr unterwegs?
Wenn ich bedenke, dass Cannabis bis zu 72h nach dem Konsum eine Auswirkung auf den Menschen haben kann, bin ich ca. 200 oder 300 mal unter Cannabiseinfluss gefahren

17. Wie haben Sie den Konflikt zwischen dem Drogenkonsum und dem Führen eines Kraftfahrzeuges gelöst?
Gar nicht. Ich habe damals gedacht, wenn ich mich nicht mehr bekifft fühle bzw. meinen Rausch ausgeschlafen habe, sei ich wieder fahrtauglich. Die Gefahr, die damals von mir ausging, habe ich nicht ausreichend wahrgenommen und habe damit mich und andere in Gefahr gebracht.
 

traumtänzer

Benutzer
18. Wieso ist es verboten unter Drogeneinfluss ein KFZ zu führen?
(Beschreibung bitte für die zutreffende Substanz)

Während eines Rausches lässt die Reaktionsfähigkeit stark nach. Auch die Konzentration, Blendempfindlichkeit und die motorischen Fähigkeiten sind stark beeinträchtigt. Zudem kann man die Geschwindigkeit und Distanz nicht sicher einschätzen. Die wichtigsten Voraussetzungen zum Führen eines Fahrzeugs sind nicht mehr gegeben und daher stellt man eine große Gefahr dar. Nicht nur für sich selbst, sondern auch für andere.

19. Wie lange stehen Sie nach dem Konsum von Drogen unter deren Einfluss?
Bei Cannabis ist davon auszugehen, dass man bis zu 72h oder mehr nach dem Konsum noch unter dem Einfluss der Droge steht. Das ist abhängig von der Konsum häufigkeit. Auch wenn man sich bereits nüchtern fühlt, kann durch den unkontrollierten Abbau von THC aus dem Fettgewebe der aktive THC Wert im Blut wieder steigen.

20. Sind sie sich darüber im Klaren, welche Folgen es bei einem täglichen Konsum gibt?
Bei täglichem Konsum ist das Risiko, abhängig zu werden sehr groß. Cannabis kann Psychosen auslösen und man läuft Gefahr in eine Sucht zu geraten.


Warum ist es passiert?

21. Welche persönlichen Hintergründe gab es für den Cannabis- Drogenkonsum?

Am Anfang war ich neugierig, wie es ist, wenn man bekifft ist. Dann merkte ich das die Wirkung mich vergessen lässt und ich wieder entspannen konnte. Meine Eltern haben sich getrennt da war ich 10 und seitdem litt ich unter Verlust Angst und hatte sehr damit zu Kämpfen und war oft Traurig. Cannabis hat mich das vergessen lassen und ich gehörte wieder zu einer Gruppe, das fand ich schön. Generell war meine Kindheit sehr unsicher, nach der Scheidung meiner Eltern, hatte meine Mutter mehrere neue Beziehungen und mit den neuen Männern bin ich nie richtig zurecht gekommen. Das hat mich sehr unsicher gemacht und meine Schulnoten litte darunter und viel vom Gymnasium bis runter zur Hauptschule. Durch den Cannabiskonsum habe ich den halt bekommen, den ich in meiner Kindheit nicht bekommen habe. Das Gemeinschaftsgefühl Gemeinsam zu kiffen und dazu zu gehören, hat mich immer wieder Motiviert weiter zu konsumieren.

22. Wie hat sich Ihr Umfeld über Ihren Drogenkonsum geäußert?
Meine damalige Frau/Freundin fand es nicht gut, dass ich gekifft habe und der Kontakt zu meiner Familie ist dadurch abgebrochen, weil ich nicht damit Konfrontiert werden wollte das ich Kiffe und mich vor meiner Familie geschämt habe.

23. Gab es Ereignisse in Ihrem Leben, die zu verstärktem Konsum geführt haben?
Als meine damalige Freundin damals Schluss gemacht hat, habe ich viel gekifft ca. 4-5 Stück 2 bis 3 mal wöchentlich.

24. Haben Sie sich an Jemand um Hilfe gewandt, um den Drogenkonsum zu beenden?
(Warum, wann, wer?)

Nein.

25. Gibt es in Ihrer Familie aktenkundige Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz oder Suchtkrankheiten?
Nein.

26. Hatten sie Konsumpausen/spitzen?
Warum? Wann?

Ich hatte in der gesamten Zeit, in der ich gekifft habe, immer wieder längere Pausen; häufig über mehrere Monate, manchmal auch länger. Meine Konsumspitze lag in der Zeit, als mich meine Frau 2014 verlassen hat. Da habe ich innerhalb einer Woche 3 Mal gekifft. Am Abend nach der Trennung 3-5 Joints und im Laufe der Woche noch 2 weitere Male, mit ca. 2-3 Joints.

27. Was hat Sie daran gehindert, ohne Droge abzuschalten?
Ich habe damals auch ohne Drogen abschalten können, doch manchmal fand ich es angenehmer in geselliger Runde einen Joint mit Freunden zu rauchen, um abzuschalten.

28. Waren Sie gefährdet in eine Drogenabhängigkeit zu geraten?
Gefährdet ist jeder, der Drogen einnimmt. Ich habe bei mir jedoch keine Abhängigkeit feststellen können. Durch Konsumpausen von mehreren Monaten habe ich gemerkt, dass ich keinerlei Suchtdruck empfinde und auch während meines Psychologiestudiums habe ich vieles über das Thema Sucht gelernt. Dadurch weiß ich ebenfalls, dass ich damals nicht abhängig war.

29. Waren sie drogenabhängig?
Nein.

Wieso passiert das nicht wieder?

Ich hab mich entschlossen strikt Abstinent zu Leben. Seitdem ich aufgehört habe Cannabis zu Rauchen ging mit meinem Leben aufwärts. Ich kann seitdem viel besser Schlafen und kann viel besser entspannen. Ich habe keine Gedächtnislücken mehr und bin viel konzentrierter und leistungsfähiger und in meinem Beruf viel erfolgreicher. Ich habe wieder ein sehr gesundes Verhältnis zu meiner Familie, zu meinen Kindern und zu meinen Eltern. Ich fühle mich einfach viel Glücklicher ohne Konsum, das sind die Gründe warum Cannabis keinen Platz mehr in meinem Leben hat.

30. Hätten sie, rückblickend, eine Drogenkarriere verhindern können?
Rückblickend hätte ich es nach dem Ausprobieren beim ersten Mal nicht nochmal machen sollen, ich wusste das Cannabis Schädlich ist. Weil aber mein alter Freundeskreis konsumiert hat, fiel die Hemmschwelle und war Neugierig auf die Wirkung.

31. Wieso haben Sie sich für eine Abstinenz entschieden?
Ohne Cannabis ist mein Leben viel schöner und kann mich sehr an kleine Dinge erfreuen und genieße mein Leben in vollen Zügen. Ich fühle mich viel Freier und Löse Probleme viel durchdachter. Mein Schlaf ist viel erholsamer und wache Fit und ausgeschlafen auf. Ich schlafe 6 bis 7 Std täglich und bin Früh aufsteher, damit ich noch viel vom Tag habe und viel erleben kann. Strikt Abstinent zu Leben ist das beste was mir passieren konnte.

32. Beschreiben Sie den Punkt, an dem Sie sich für ein abstinentes Leben entschieden haben (Knackpunkt)
Nach meiner Auffälligkeit war der Knackpunkt, ich habe dadurch meinen Job verloren, da war ich sehr Schockiert über mich, dass ich das so weit kommen lassen habe und hasse Cannabis seitdem. Wiederrum hat mich die Erfahrung zu dem gemacht, wer ich jetzt bin und bin froh das mir damals passiert ist. Ich hab mich und andere in Gefahr gebracht und hatte Glück, dass nie etwas passiert ist.

33. Wieso kommt für Sie nur Abstinenz und nicht gelegentlicher Konsum in Betracht?
Cannabis gibt mir nichts mehr und sehe auch keinen Sinn mehr zu konsumieren. Ich bin sehr zufrieden mit meinem Leben und erlebe ständig gerne neue Dinge. Ich bin Glücklich und mein Schlaf ist ausgezeichnet und habe viel Kontakt zu meinem Sohn und möchte Ihm ein gutes Beispiel sein. In meinem Job läuft es richtig gut und übernehme ab dem Januar 2023 die komplette Führung eines Teams. Cannabis hat keinen Platz mehr in meinem Leben auch nicht gelegentlich.

34. Wie haben Sie die Umstellung zur Abstinenz erlebt?
Ich hatte keine Probleme aufzuhören zu kiffen. Ich habe auch vorher immer wieder Konsumpausen von mehreren Monaten gehabt. Ansonsten habe ich die Umstellung zur Abstinenz sehr Positiv erlebt und bin mehr Glücklich diesen Weg gegangen zu sein. Ich bin viel offener Dingen gegenüber und muss mich nicht mehr verstecken, dass ist ein sehr schönes befreiendes Gefühl.

35. Wer hat Ihnen dabei wie geholfen?
Die eigene Reflektion auf meinem Leben, hat mir sehr dabei geholfen und meine Familie.

Ich habe mir alles selber aufgebaut und verdiene überdurchschnittlich, auch ohne Führerschein, darauf bin ich sehr Stolz.

36. Wie reagiert Ihr Umfeld auf diese Umstellung?
Der Kontakt zu meiner Familie ist sehr Harmonisch und wir Treffen uns regelmäßig, besonders mit meiner Schwester habe ich ein sehr inniges Verhältnis und findet es sehr gut, dass ich nicht mehr konsumiere. Ich bin sehr erfolgreich in meinem Beruf und ich wirke viel souveräner und selbstsicherer, seitdem ich nicht mehr konsumiere.

37. Haben Sie nach der Auffälligkeit weiterhin Kontakt zu Ihren Drogenbekannten gehabt?
Nein, den Kontakt habe ich nach der Auffälligkeit sofort abgebrochen und mein jetziger Freundeskreis hat nichts mit Drogen zu tun. Jetzt weiß ich das mein alter Freundeskreis, nie wirklich Freunde waren. Mein jetziger Freundeskreis ist für mich da und unser Umgang ist sehr Herzlich und unternehmen viel zusammen.

38. Haben Sie nach Ihrer Auffälligkeit miterlebt, wie Ihre Bekannten Drogen konsumiert haben?
Seitdem ich aufgehört habe zu Kiffen, habe ich den Kontakt abgebrochen und habe es nicht miterlebt und kann nichts dazu sagen.

39. Wie haben Sie in Zukunft vor mit Cannabis/dem Konsum umzugehen?
Für mich kommt nur die Fortführung meiner strikten Abstinenz in Frage. Zum einen für meine Kinder und zum anderen, weil ich mich viel besser fühle. Ich bin Viel Leistungsfähiger, Glücklicher und mein Schlaf ist viel besser geworden. Als Ausgleich gehe ich mindestens 15.000 Schritte pro Tag und bin gerne in der Natur, dadurch kann ich sehr gut abends abschalten.

40. Haben Sie zu Hause Cannabis?
Nein.

41. Wie wollen Sie es gegebenen Falls in Zukunft verhindern, nochmals unter Drogeneinfluss ein KFZ zu führen?
Indem ich weiterhin strikt abstinent bleibe. Durch meine Lebenserfahrung und die Vorbereitung dieser MPU habe ich gelernt, wie Gefährlich Cannabis ist und diese Droge viel zu sehr verharmlost wird. Ich würde mein jetziges Leben für Cannabis nicht mehr aufs Spiel setzen, dafür Liebe ich mein jetziges Leben viel zu sehr.

42. Wie wollen Sie einen beginnenden Rückfall erkennen?
Ich schließe einen Rückfall theoretisch aus. Sollte irgendeine Situation kommen, in der ich merke das ich Rückfällig werden könnte, wende ich mich an Freunde oder meiner Familie und suche mir professionelle Hilfe. Ich würde mich nicht Schämen professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen, sondern würde das Problem sofort angehen und mit Hilfe eine Lösung herbeiführen.

43. Wie ist derzeit der Konsum von Alkohol bei Ihnen?
Ich trinke weder zu besonderen Anlässen noch zu Silvester Alkohol. Ich mag keinen Alkohol.
 

Nancy

Super-Moderator und MPU Profi
Teammitglied
Administrator
Themen ein weiteres Mal zusammengeführt. :cool0030:

Hallo traumtänzer,

bitte eröffne nicht jedes Mal einen neuen Thread wenn du einen Beitrag zu deinem Thema verfasst, zur besseren Übersichtlichkeit der Zusammenhänge ist es sinnvoll alles in einem Strang zu belassen.
Wenn dir der Threadtitel nicht mehr gefällt, sage hier im Thema Bescheid, ich werde ihn dann wunschgemäß ändern...

Nach deinem FB wird Max sicher schauen wenn er es zeitlich einrichten kann, hab' da also bitte etwas Geduld. :smiley138:
 

Max

Super-Moderator und MPU Profi
Teammitglied
Administrator
Moin,
gibts auch eine Kurzfassung von F3 ?
 

traumtänzer

Benutzer
Ist das zuviel ? Ich kann es ja nochmal abkürzen wenn du möchtest. Immerhin geht die Aufarbeitung bis zum Jahr 1999 zurück und ich wollte dem GA nichts verschweigen.
 

Max

Super-Moderator und MPU Profi
Teammitglied
Administrator
Ist das zuviel ? Ich kann es ja nochmal abkürzen wenn du möchtest. Immerhin geht die Aufarbeitung bis zum Jahr 1999 zurück und ich wollte dem GA nichts verschweigen.
Es gibt für mich einige "überflüssige" Sätze die der Antwortaufblähung dienen, daher sich auf das Notwendigste konzentrieren. Dies gilt im übrigen auch für deine MPU, die Zeit eines Gutachters ist knapp bemessen.
 

SIXX

Benutzer
Ich hatte in meiner MPU auch bei einer Frage ausgeholt, weil ich dachte, so versteht man es besser. Aber die Gutachterin hat mir gleich zu verstehen gegeben, halt dich kurz….
 

traumtänzer

Benutzer
Hallo Max,

ich habe den Bogen nochmal komplett überarbeitet, bin mal gespannt was du dazu sagst.

Vielen Dank

1. Wann haben Sie das allererste Mal von illegalen Drogen gehört?

In der 9. Klasse, da haben wir eine Drogenberatung mit der Klasse besucht.

2. Wann haben Sie das erste Mal konsumiert? (Datum)
Ende 1996 als ich 17 war.

3. Wie sah der Konsum aus? (Konsumbiografie – Was, Wie, Welche Gelegenheit?)
Mit 17 Jahren habe ich das erste Mal Cannabis geraucht mit Freunden auf den Campingplatz. Ich hatte 2 oder 3 Züge am Joint genommen und ich fand die Wirkung nicht gut und habe das Cannabis Rauchen erstmal für längere Zeit sein gelassen. Nachdem ich wieder zu meiner Familie gezogen war nach Düsseldorf, habe ich neue Freunde kennengelernt die Cannabis geraucht haben Anfangs fand ich den Rausch nicht gut und mir wurde schnell übel davon, nach mehrmaligen mitrauchen aber nicht mehr und die Wirkung empfand ich als angenehm und dieses Gemeinschaftsgefühl fand ich schön und hat mich motiviert weiter zu konsumieren.

Das ging längere Zeit so ich denke 6-8 Monate bis ich vor meiner Haustür von einem Straßenpolizisten kontrolliert wurde und bei mir 0,6 Gramm Gras gefunden wurde und weil ich so geschockt war, habe ich erstmal den Kontakt zu meinen Freunden abgebrochen und keinen Cannabis mehr geraucht. Die Führerscheinstelle entzog mir daraufhin im Jahr 1999 die Fahrerlaubnis, weil ich keine Urinprobe abgab. Nach einiger Zeit habe ich mich ab und an mit meinem alten Freundeskreis getroffen und wir konsumierten gemeinsam Cannabis.
Nachdem 2001 mein Sohn geboren wurde, widmete ich meine ganze Kraft der Kindererziehung und wollte ein gutes Beispiel sein. Meine damalige Beziehung lief sehr gut und Cannabis, hatte gar keinen Platz und habe auch den Kontakt zu meinem alten Freundeskreis abgebrochen und lange Zeit kein Cannabis konsumiert. 2005 habe ich den Führerschein wieder neu erteilt bekommen.

Dann Mitte 2007 kam die Trennung von meiner damaligen Freundin. Ich habe sehr darunter gelitten, auch weil mein Sohn nicht mehr um mich herum war und ich Ihn nur alle 2 bis 3 Wochen sehen konnte.

Anfang 2008 lernte ich eine neue Frau kennen und ging eine Beziehung mit Ihr ein. Durch Sie kam ich auch wieder an Leute die Cannabis konsumierten und weil ich Cool und dazu gehören wollte, hab ich mich leiten lassen wieder mit zu konsumieren. Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, wie stark das Cannabis nach so vielen Jahren Konsumverzicht gewirkt hat.

Der Konsum hat überwiegend am Wochenende stattgefunden, ab und zu auch in der Woche. Ich kann mich nicht mehr genau erinnern wieviel wir konsumiert haben, aber es müssten so 5 bis 6 Joints am Abend gewesen. Ich merkte auch nach einiger Zeit dass es mir nicht gut ging damit. Ich wurde sehr träge, Antriebslos und meine Arbeitsleistung hat abgenommen. Irgendwann Anfang 2009, lief es mit meiner damaligen Beziehung nicht mehr gut. Sie konnte nicht damit umgehen, dass ich bereits ein Kind hatte und das Verhältnis zwischen meiner Freundin und meinem Sohn war sehr schlecht und wir beendeten die Beziehung. Ein paar Monate später besuchte ich meinen alten Freundeskreis und wir konsumierten wieder zusammen.

Kurze Zeit später lernte ich eine neue Frau kennen und ging mit Ihr eine Beziehung ein. Sie hatte mit Cannabis nichts am Hut und habe es Ihr verheimlicht, dass ich Cannabis konsumiere. Nach ca. 3 oder 4 Monaten Beziehung mit meiner neuen Freundin, saß ich bei meinem alten Freundeskreis und plötzlich kam meine Ex zufällig dazu. Wir unterhielten uns über alte Zeiten und redeten uns aus und haben uns danach öfters getroffen und hatten ein sexuelles Verhältnis über Wochen.

Meine neue Freundin wusste davon nichts, bis ich eine SMS von Ihr erhielt und Sie mir Mitgeteilt hat, dass Sie alles wüsste und Sie die Beziehung beendet. Plötzlich wurde mir klar wie sehr ich diese Frau Liebe und habe mich ins Auto gesetzt und wollte zu Ihr fahren. Ich kam bis zum Rasthof „Ferntal“ und wurde raus gewunken, weil ich zu schnell gefahren bin. Danach musste ich Urin abgeben und danach mit zu Wache Blut abnehmen, nachdem der Urin Positiv war.

Tage später kam das Schreiben der Behörde und mr wurde der Führerschein entzogen. Ich musste meinen Job kündigen und wurde arbeitslos. Das hat mir so einen Denkzettel verpasst, so sehr, dass ich bis heute Cannabis nicht mehr angerührt habe.

Nach meinem Konsumverzicht wurde ich viel fitter, Leistungsfähiger und fühlte mich viel Glücklicher. Mein Schlaf wurde immer besser und konnte viel besser entspannen, war nicht mehr gestresst und wurde viel offener, war oft bei meiner Familie und der Kontakt zu meinem Sohn wurde intensiver.

4. Haben Sie Drogen zusammen mit Alkohol konsumiert?
Nein.

5. Wie ist der Umgang mit Alkohol gewesen?
Alkohol hat mir nie geschmeckt, ich habe höchstens Mal an Silvester damit angestoßen.

6. Sonstige Suchtmitteleinnahme?
Ich rauche Zigaretten, ca 8 Stück am Tag und morgen 2 Tassen Kaffee

7. Haben Sie bei sich negative Folgen festgestellt?
Ja, das habe ich. Besonders bei meiner Ausbildung merkte ich wenn ich das Wochenende zuvor konsumiert habe, ich am nächsten Tag Müde und träge war und nicht so richtig Aufnahmefähig. Ich hatte vor meiner Zwischenprüfung mehrere Wochenenden vorher konsumiert und habe die Prüfung mit ach und Krach gerade so geschafft. Dadurch weil ich meinen Konsum verheimlichen wollte, hatte ich auch mit meiner Familie fast garkeinen Kontakt und war sehr verschlossen.

8. Haben Sie trotz negativer Folgen weiter konsumiert?
Ja, damals habe ich trotzdem weiter konsumiert. Ich habe die negativen Folgen am nächsten Tag einfach hingenommen. Die Abschlussprüfung als Kaufmann, habe ich trotzdem geschafft, ein Grund warum ich Cannabis als nicht so schlimm eingestuft habe.

9. Was für Werte wurden bei Ihrer Auffälligkeit festgestellt?
11 ng/ml THC und 109 ng/ml THC-Carbonsäure.

10. Wann und wieviel haben Sie in der Woche vor der Auffälligkeit konsumiert?
5 oder 6 Tage vor der Auffälligkeit habe ich jeden Tag 2-3 Joints geraucht. Ich habe mich die Woche bei meinem alten Freundeskreis aufgehalten und war Niedergeschlagen, weil ich mich mit meiner damaligen Freundin gestritten habe und ich dadurch mehr konsumiert habe um das zu vergessen.

11. Wieviel und was haben Sie am Tag der Auffälligkeit Konsumiert?
Am Tag der Auffälligkeit habe ich ca. 3 Joints geraucht, mit ca. 0,3 Gramm Gras.

12. Gab es einen besonderen Grund für diesen Konsum?
Nein, es gab keinen besonderen Grund. Ich habe Trost bei meinem damaligen Freundeskreis gesucht und wollte auf andere Gedanken kommen. Ich habe mich ca. 2 Wochen vorher mit meiner damaligen Freundin heftig gestritten und Sie machte Schluss,

13. Wie sind Sie auffällig geworden?
Das habe ich ja ausführlich bei Antwort 3 geschrieben.

14. Was war der Zweck der Fahrt?

Ich wollte zu meiner Freundin nach Frankfurt um mit Ihr zu Reden

15. Wie weit wollten/sind Sie (ge)fahren?
Ca. 200 Km von Düsseldorf nach Frankfurt

16. Wie oft waren sie bereits unter Drogeneinfluss im Straßenverkehr unterwegs?
Wenn ich bedenke, dass Cannabis bis zu 72h nach dem Konsum eine Auswirkung auf den Menschen haben kann, bin ich ca. 200 oder 300 mal unter Cannabiseinfluss gefahren.

17. Wie haben Sie den Konflikt zwischen dem Drogenkonsum und dem Führen eines Kraftfahrzeuges gelöst?
Gar nicht. Ich habe damals gedacht, wenn ich mich nicht mehr bekifft fühle bzw. meinen Rausch ausgeschlafen habe, sei ich wieder fahrtauglich. Die Gefahr, die damals von mir ausging, habe ich nicht ausreichend wahrgenommen und habe damit mich und andere in Gefahr gebracht.

18. Wieso ist es verboten unter Drogeneinfluss ein KFZ zu führen?
(Beschreibung bitte für die zutreffende Substanz)

Während eines Rausches lässt die Reaktionsfähigkeit stark nach. Auch die Konzentration, Blendempfindlichkeit und die motorischen Fähigkeiten sind stark beeinträchtigt. Zudem kann man die Geschwindigkeit und Distanz nicht sicher einschätzen. Die wichtigsten Voraussetzungen zum Führen eines Fahrzeugs sind nicht mehr gegeben und daher stellt man eine große Gefahr dar. Nicht nur für sich selbst, sondern auch für andere.

19. Wie lange stehen Sie nach dem Konsum von Drogen unter deren Einfluss?
Bei Cannabis ist davon auszugehen, dass man bis zu 72h oder mehr nach dem Konsum noch unter dem Einfluss der Droge steht. Das ist abhängig von der Konsum häufigkeit. Auch wenn man sich bereits nüchtern fühlt, kann durch den unkontrollierten Abbau von THC aus dem Fettgewebe der aktive THC Wert im Blut wieder steigen.

20. Sind sie sich darüber im Klaren, welche Folgen es bei einem täglichen Konsum gibt?


Bei täglichem Konsum ist das Risiko, abhängig zu werden sehr groß. Cannabis kann Psychosen auslösen und man läuft Gefahr in eine Sucht zu geraten.

Warum ist es passiert?

21. Welche persönlichen Hintergründe gab es für den Cannabis- Drogenkonsum?

Am Anfang war ich neugierig, wie es ist, wenn man bekifft ist. Dann merkte ich das die Wirkung mich vergessen lässt und ich wieder entspannen konnte. Meine Eltern haben sich getrennt da war ich 10 und seitdem litt ich unter Verlust Angst und hatte sehr damit zu Kämpfen und war oft Traurig. Cannabis hat mich das Vergessen lassen und ich gehörte wieder zu einer Gruppe, das fand ich schön. Generell war meine Kindheit sehr unsicher, nach der Scheidung meiner Eltern, hatte meine Mutter mehrere neue Beziehungen und mit den neuen Männern bin ich nie richtig zurechtgekommen. Das hat mich sehr unsicher gemacht und meine Schulnoten litte darunter und viel vom Gymnasium bis runter zur Hauptschule. Durch den Cannabiskonsum habe ich den halt bekommen, den ich in meiner Kindheit nicht bekommen habe. Das Gemeinschaftsgefühl Gemeinsam zu kiffen und dazu zu gehören, hat mich immer wieder Motiviert weiter zu konsumieren.

22. Wie hat sich Ihr Umfeld über Ihren Drogenkonsum geäußert?
Meine Eltern und meine Familie fanden es nicht gut, dass ich Cannabis konsumiere und haben sich um mich Sorgen gemacht.

23. Gab es Ereignisse in Ihrem Leben, die zu verstärktem Konsum geführt haben?
Als meine damalige Freundin damals Schluss gemacht hat, habe ich viel gekifft ca. 4-5 Stück 2 bis 3 mal wöchentlich.

24. Haben Sie sich an Jemand um Hilfe gewandt, um den Drogenkonsum zu beenden?
(Warum, wann, wer?)

Nein.

25. Gibt es in Ihrer Familie aktenkundige Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz oder Suchtkrankheiten?
Nein.

26. Hatten sie Konsumpausen/spitzen?
Warum? Wann?

Ich hatte in der gesamten Zeit, in der ich gekifft habe, immer wieder längere Pausen; häufig über mehrere Monate, oder Jahre. Meine Konsumspitze lag in der Zeit vor der Auffälligkeit 2009, da habe ich auch in der Woche gekifft

27. Was hat Sie daran gehindert, ohne Droge abzuschalten?
Ich habe damals auch ohne Drogen abschalten können, ich fand es manchmal aber besser in Gemeinschaft zu konsumieren und abzuschalten.

28. Waren Sie gefährdet in eine Drogenabhängigkeit zu geraten?
Gefährdet ist jeder, der Drogen einnimmt. Ich habe bei mir jedoch keine Abhängigkeit feststellen können. Durch Konsumpausen von mehreren Jahren habe ich gemerkt, dass ich keinerlei Suchtdruck empfinde. Dadurch weiß ich ebenfalls, dass ich damals nicht abhängig war.

29. Waren sie drogenabhängig?
Nein.

Wieso passiert das nicht wieder?

Weil ich mich entschlossen habe strikt Abstinent zu Leben. Seitdem ich aufgehört habe Cannabis zu Rauchen ging mit meinem Leben aufwärts und bekomme dieses „Gemeinschaftsgefühl“ von meiner Familie und Freunde. Meine Familie hat mir halt gegeben, nach der Auffälligkeit, das war ein sehr schönes Gefühl und will das nicht aufs Spiel setzen.

Ich kann seitdem viel besser Schlafen und kann viel besser entspannen. Ich habe keine Gedächtnislücken mehr und bin viel konzentrierter und leistungsfähiger und in meinem Beruf viel erfolgreicher. Ich habe wieder ein sehr gesundes Verhältnis zu meiner Familie, zu meinen Kindern und zu meinen Eltern. Ich fühle mich einfach viel Glücklicher ohne Konsum, das sind die Gründe warum Cannabis keinen Platz mehr in meinem Leben hat.

30. Hätten sie, rückblickend, eine Drogenkarriere verhindern können?
Rückblickend hätte ich es nach dem Ausprobieren beim ersten Mal nicht nochmal machen sollen, ich wusste das Cannabis Schädlich ist. Weil aber mein alter Freundeskreis konsumiert hat, fiel die Hemmschwelle und war Neugierig auf die Wirkung.

31. Wieso haben Sie sich für eine Abstinenz entschieden?
Ohne Cannabis ist mein Leben viel schöner und kann mich sehr, an kleine Dinge erfreuen und genieße mein Leben in vollen Zügen. Ich fühle mich viel Freier und Löse Probleme viel durchdachter. Mein Schlaf ist viel erholsamer und wache Fit und ausgeschlafen auf. Ich schlafe 6 bis 7 Std täglich und bin Früh Aufsteher, damit ich noch viel vom Tag habe und viel erleben kann. Strikt Abstinent zu Leben ist das beste was mir passieren konnte.

32. Beschreiben Sie den Punkt, an dem Sie sich für ein abstinentes Leben entschieden haben (Knackpunkt)
Nach meiner Auffälligkeit war der Knackpunkt, ich habe dadurch meinen Job verloren, da war ich sehr Schockiert über mich, dass ich das so weit kommen lassen habe und hasse Cannabis seitdem. Wiederrum hat mich die Erfahrung zu dem gemacht, wer ich jetzt bin und bin froh das mir damals passiert ist. Ich hab mich und andere in Gefahr gebracht und hatte Glück, dass nie etwas passiert ist.

33. Wieso kommt für Sie nur Abstinenz und nicht gelegentlicher Konsum in Betracht?
Cannabis gibt mir nichts mehr und sehe auch keinen Sinn mehr zu konsumieren. Ich bin sehr zufrieden mit meinem Leben und erlebe ständig gerne neue Dinge. Ich bin Glücklich und mein Schlaf ist ausgezeichnet und habe viel Kontakt zu meinem Sohn und möchte Ihm ein gutes Beispiel sein. In meinem Job läuft es richtig gut und übernehme ab dem Januar 2023 die komplette Führung eines Teams. Cannabis hat keinen Platz mehr in meinem Leben auch nicht gelegentlich.

34. Wie haben Sie die Umstellung zur Abstinenz erlebt?
Ich hatte keine Probleme aufzuhören zu kiffen. Ich habe auch vorher immer wieder Konsumpausen von mehreren Monaten gehabt. Ansonsten habe ich die Umstellung zur Abstinenz sehr Positiv erlebt und bin mehr als Glücklich diesen Weg gegangen zu sein. Ich bin viel offener Dingen gegenüber und muss mich nicht mehr verstecken, dass ist ein sehr schönes befreiendes Gefühl.

35. Wer hat Ihnen dabei wie geholfen?
Die eigene Reflektion auf meinem Leben, hat mir sehr dabei geholfen und meine Familie.

Ich habe mir alles selber aufgebaut und verdiene überdurchschnittlich, auch ohne Führerschein, darauf bin ich sehr Stolz.

36. Wie reagiert Ihr Umfeld auf diese Umstellung?
Der Kontakt zu meiner Familie ist sehr Harmonisch und wir Treffen uns regelmäßig, besonders mit meiner Schwester habe ich ein sehr inniges Verhältnis und Sie findet es sehr gut, dass ich nicht mehr konsumiere. Ich bin sehr erfolgreich in meinem Beruf und ich wirke viel souveräner und selbstsicherer, seitdem ich nicht mehr konsumiere.

37. Haben Sie nach der Auffälligkeit weiterhin Kontakt zu Ihren Drogenbekannten gehabt?
Nein, den Kontakt habe ich nach der Auffälligkeit sofort abgebrochen und mein jetziger Freundeskreis hat nichts mit Drogen zu tun. Jetzt weiß ich das mein alter Freundeskreis, nie wirklich Freunde waren. Mein jetziger Freundeskreis ist für mich da und unser Umgang ist sehr Herzlich und unternehmen viel zusammen.

38. Haben Sie nach Ihrer Auffälligkeit miterlebt, wie Ihre Bekannten Drogen konsumiert haben?
Seitdem ich aufgehört habe zu Kiffen, habe ich den Kontakt abgebrochen und habe es nicht miterlebt und kann nichts dazu sagen.

39. Wie haben Sie in Zukunft vor mit Cannabis/dem Konsum umzugehen?
Für mich kommt nur die Fortführung meiner strikten Abstinenz in Frage. Zum einen für meine Kinder und zum anderen, weil ich mich viel besser fühle. Ich bin Viel Leistungsfähiger, Glücklicher und mein Schlaf ist viel besser geworden. Als Ausgleich gehe ich mindestens 15.000 Schritte pro Tag und bin gerne in der Natur, dadurch kann ich sehr gut abends abschalten.

40. Haben Sie zu Hause Cannabis?
Nein.

41. Wie wollen Sie es gegebenen Falls in Zukunft verhindern, nochmals unter Drogeneinfluss ein KFZ zu führen?
Indem ich weiterhin strikt abstinent bleibe. Durch meine Lebenserfahrung und die Vorbereitung dieser MPU habe ich gelernt, wie Gefährlich Cannabis ist und diese Droge viel zu sehr verharmlost wird. Ich würde mein jetziges Leben für Cannabis nicht mehr aufs Spiel setzen, dafür Liebe ich mein jetziges Leben viel zu sehr.

42. Wie wollen Sie einen beginnenden Rückfall erkennen?
Ich schließe einen Rückfall theoretisch aus. Sollte irgendeine Situation kommen, in der ich merke das ich Rückfällig werden könnte, wende ich mich an Freunde oder meiner Familie und suche mir professionelle Hilfe. Ich würde mich nicht Schämen professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen, sondern würde das Problem sofort angehen und mit Hilfe eine Lösung herbeiführen.

43. Wie ist derzeit der Konsum von Alkohol bei Ihnen?
Ich trinke weder zu besonderen Anlässen noch zu Silvester Alkohol. Ich mag keinen Alkohol.
 
Oben