Wiederholungstäter

Nancy

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Hallo Jeka,
ich habe dich nicht vergessen, bin nur zeitlich etwas unter Druck, da mein Kollege hier noch im Urlaub ist...
Danke für deine Geduld.
 

Travel-Mate

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Hallo Jeka!
Vorweg, ich muss selbst eine Alk-MPU machen und habe bisher keine praktischen Erfahrungen. Aber ich habe u.a. auch dein Gutachten gelesen, um mich auf die MPU vorzubereiten.

Ich bin mir sicher, dass du nicht bestanden hast, liegt daran, dass du keine sichere Strategie für das kontrollierte Trinken entwickelt hast. Lese dir dein Gutachten ab Seite 14 durch, ab dem unteren Abschnitt erläutert der Gutachter, warum er so entschieden hat.

Der Gutachter findet es positiv, wie du deine Vorgeschichte aufgearbeitet hast, da passt alles. Allerdings bemängelt er deine Strategie im Umgang mit Alkohol NACH der TF. Bei dieser Fragestellung hast du eher ausweichend und weitaus unkonkreter geantwortet und genau das ist der Grund warum du die MPU nicht bestanden hast.

Du musst exakt beschreiben können, wie du sicherstellst, dass du nie wieder alkoholisiert fährst. Das geht entweder durch absolute Abstinenz oder eben kontrolliertes Trinken. Für das KT brauchst du feste Regeln, also z.B. berechnest du mit der Wildmark-Formel wie viel Bier du trinken kannst, damit du 0,3 ‰ nicht übersteigst. Cocktails oder Wodka-Bull vom Barkeeper passen nicht zum KT, weil du nie weißt, wie viel Alkohol wirklich drin ist. Und somit kannst du nicht sicher sein, dass dein KT klappt. In der MPU geht man davon aus, dass man eher scheiße baut, umso betrunkener man ist. Also wenn der Barkeeper einen guten Tag hat und dir einen großzügigen Cocktail mischt, kann es sein, dass du dadurch auf 0,8 ‰ kommst und dich dann nicht mehr kontrollieren kannst und mehr trinkst als ursprünglich geplant. Und damit besteht eine erhöhte Wahrscheinlichkeit, dass du erneut besoffen fährst.

Kurz gesagt: die fehlende Strategie des KT hat dich durchfallen lassen.


Ich hab mir Notizen zu deinem Gutachten gemacht, der folgende Teil dreht sich um Seite 14 bis Ende. Vielleicht helfen dir meine Notizen :)

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Das sind meine Gedanken dazu, viel Glück beim nächsten Mal!
 

Travel-Mate

Neuer Benutzer
Das mit dem 4 Tageskurs steht ja auch im Gutachten. "Es besteht die begründete Aussicht, die Einstellungsmängel, durch Teilnahme an einem Kurs..."

Aber wenn du deinen Lappen wieder hast, herzlichen Glückwunsch!
Was hast du für den Kurs gezahlt?
 

Nancy

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Hallo Jeka,

zunächst: Ich habe die erste Seite deines alten Gutachtens entfernt, da darauf persönliche Daten erkennbar waren. Ebenso die Seite mit den Namen von Gutachter und Arzt, die von dir nicht geschwärzt wurden.

Ich schließe mich den Ausführungen von Travel-Mate an, dass es sich bei deiner ersten MPU um fehlende Strategien bzgl. des künftigen Alk.konsums gehandelt hat und du darum einen Kurs nach §70 machen musstest.
Irgendwie ist auch in deinen Aussagen herauszulesen, dass du noch nicht wirklich bereit für eine Veränderung deines Trinkverhaltens warst (sagt sich im Nachhinein leicht:smiley294:), trotzdem hatte ich dieses Bauchgefühl als ich das Gutachten las.

Nun sind seit deiner letzten Auffälligkeit viele Jahre vergangen, das macht das Ganze etwas "leichter". Dennoch muss der Gutachter ja davon überzeugt werden, dass dein geändertes Verhalten schon sehr lange besteht und du schon seit Jahren nichts mehr trinkst. Von daher ist es wichtig das du auch mit deinen Antworten überzeugst. Diese sind im Großen und Ganzen auch zufriedenstellend und nachvollziehbar, trotzdem mache ich einige Anmerkungen:

10. Wie viel und wie oft haben Sie getrunken?
(Genaue Angaben in Sorte, Menge, Häufigkeit)

Mit 13 hatte ich zum ersten Mal Alkohol probiert. Es waren Alkopops. Ca. 5,0% Alk. Bis 15 habe ich aber nicht getrunken.

Mit 15 kam das Bier. Es wurde unregelmäßig getrunken. Überwiegend am WE. Nicht jede Woche aber in Mengen 3-5 Bier 0,5L pro Treff.

Mit 17 waren 3-5 Bier 0,5L. Ca. 1 Mal im Monat Wodka Bull, Jackicola wenn ich weggegangen bin(ca. 4-6 Gläser). Das Bier habe ich ca. 2 Mal im Monat getrunken. Menge 3-5 Bier0,5L am Abend.

Mit 19 4-6 Bier 0,5L einschließlich Wodka, Jack Daniels beide gemischt mit Saft, Cola usw. alles an einem Abend. Ca. 2 Mal im Monat. Jägermeister kam auch dazu.

Ab 24 habe ich ca. 2-3 Mal im Jahr Wodka, Jack Daniels oder Jägermeister getrunken, 5-7 Gläser. Bier fast jede Woche bis 5 Flaschen 0,5L.

Seit 11.03.17 abstinent.
Vergleiche hier bitte nochmal die Angaben im alten Gutachten. Stimmen die überein?
23. Warum trinken Sie heute Alkohol/keinen Alkohol?
Ich will abstinent leben, weil ich eingesehen habe das Alkohol nur Mittel zum Zweck waren. Sie waren in erster Linie für mich da um in eine Gruppe mit einbezogen zu werden. Um lockerer zu werden und Hemmungen fallen zu lassen. Ich habe gelernt dass es auch ohne Alkohol geht, akzeptiert und in eine Gruppe mit einbezogen zu werden oder auch sich zu öffnen. Das zu erreichen geht auch mit einem abstinenten Leben.
Du "willst" nicht nur abstinent leben, sondern du lebst abstinent!
25. Wie haben Sie die Änderung Ihres Trinkverhaltens erreicht und dabei die Umstellungsphase erlebt?
In erster Linie habe ich den Konflikt mit mir selbst gelöst. Ich habe es nicht mehr nötig zu trinken um akzeptiert zu werden. Eine weitere Änderung für mein Verhalten waren Menschen, die mir nahe stehen. Sie haben mir Hoffnung zugeredet, dass ich das mit meiner Abstinenz locker hinbekomme. Meine Umstellung in die Abstinenz viel mir nicht schwer. Ich hatte den Ergebnis genau vor Augen was passiert, wenn die Kontrolle über sich selbst verloren geht. Meine Entscheidung stand fest, nie wieder Alkohol. Ich habe festgestellt, dass die Abstinenz mir persönlich gut tut und neu Kraft gegeben hat. Woran ich mich jedoch anfangs gewöhnen musste war, dass ich zu Feierlichkeiten einer der wenigen bin, alkoholfreie Getränke zu trinken. Aber auch das stört mich nicht mehr, im Gegenteil, es stärkt mein Selbstbewusstsein.
Konflikte mit "sich selbst" zu lösen, ist keine so gute Strategie für eine MPU. Du solltest dir dabei Hilfe geholt haben. Das können z.B. Menschen aus deinem Umfeld gewesen sein (Freunde, Familie)... Wenn der Gutachter dich fragt, warum du dir am Anfang deiner AB keine prof. Unterstützung geholt hast (z.B. eine SHG), was antwortest du ihm dann?
27. Wie stellen Sie sicher, dass Ihr neues Verhalten dauerhaft stabil bleibt?
Ich stelle sicher nicht in meine alten Gewohnheiten zu verfallen denn ich mich mit meine Weiterbildung beschäftige. Da ich meine berufliche Situation verbessern will, muss ich viel Zeit beim Lernen verbringen und viel Leistung bringen. Es bleibt keine Zeit fürs Trinken.

Außerdem habe ich aufgrund einiger Vorfälle von alten Freunden getrennt. Dazu gehe ich normalen Freizeitaktivitäten nach und verbringe mehr Zeit mit meiner Familie.
Das "keine Zeit" mehr für das Trinken bleibt, ist für eine langfristige Vermeidungsstrategie nicht unbedingt beruhigend. Was ist denn wenn deine berufliche Situation dir wieder mehr Zeit lässt? Viel mehr solltest du noch einmal darauf eingehen, wie sehr dir der Alk.konsum geschadet hat und das du aus innerer Überzeugung nichts mehr trinkst.

So, ich denke das reicht für den Moment...
 

Jeka089495

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Dennoch muss der Gutachter ja davon überzeugt werden, dass dein geändertes Verhalten schon sehr lange besteht und du schon seit Jahren nichts mehr trinkst.

Frägt er das direkt? Reich es wenn ich seit 2 Jahren nicht trinke oder müssen mehr sein?
 

Nancy

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Ist sehr wahrscheinlich das er fragt wann du zuletzt Alk. getrunken hast.
Es gibt dabei keinen Zeitraum "von"-"bis", bei dem man sagen könnte das es besser wäre, aber ja, je länger du schon abstinent bist, umso gefestigter sollte deine neue Verhaltensweise sein (wobei ein Rückfall in alte Gewohnheiten eh nie ausgeschlossen werden kann)...
 

Jeka089495

Benutzer
23. Warum trinken Sie heute Alkohol/keinen Alkohol?


Ich lebe abstinent weil ich eingesehen habe das Alkohol nur Mittel zum Zweck waren. Sie waren in erster Linie für mich da um in eine Gruppe mit einbezogen zu werden. Um lockerer zu werden und Hemmungen fallen zu lassen. Ich habe gelernt dass es auch ohne Alkohol geht, akzeptiert und in eine Gruppe mit einbezogen zu werden oder auch sich zu öffnen. Das zu erreichen geht auch mit einem abstinenten Leben.





25. Wie haben Sie die Änderung Ihres Trinkverhaltens erreicht und dabei die Umstellungsphase erlebt?



Ich habe es nicht mehr nötig zu trinken um akzeptiert zu werden. Eine Änderung für mein Verhalten waren Menschen, die mir nahe stehen und sind für mich die Ansprechpartner. Unter anderen meine Freunde, die viel Sport treiben und selbst keine Alkoholkonsumenten sind. Sie haben mir Hoffnung zugeredet, dass ich das mit meiner Abstinenz locker hinbekomme. Meine Umstellung in die Abstinenz viel mir nicht schwer. Ich hatte den Ergebnis genau vor Augen was passiert, wenn die Kontrolle über sich selbst verloren geht. Meine Entscheidung stand fest, nie wieder Alkohol. Ich habe festgestellt, dass die Abstinenz mir persönlich gut tut und neu Kraft gegeben hat. Woran ich mich jedoch anfangs gewöhnen musste war, dass ich zu Feierlichkeiten einer der wenigen bin, alkoholfreie Getränke zu trinken. Aber auch das stört mich nicht mehr, im Gegenteil, es stärkt mein Selbstbewusstsein.





27. Wie stellen Sie sicher, dass Ihr neues Verhalten dauerhaft stabil bleibt?

Ich habe gesehen, wie stark das Alkohol mir geschadet hat. Ich stelle sicher nicht in meine alten Gewohnheiten zu verfallen denn ich habe neue Perspektiven erkannt, und da wird Alkoholkonsum nur schaden. Da ich meine berufliche Situation verbessern will, suche ich neue berufliche Herausforderungen, wo Führerschein ein Muss ist(Aussendienst).
Ich habe aufgrund einiger Vorfälle mich von mehreren Freunden getrennt. Dazu gehe ich normalen Freizeitaktivitäten nach und verbringe mehr Zeit mit meiner Familie.
 

Nancy

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Da hat jemand wirklich nur das nötigste überarbeitet....

Stelle doch bitte den gesamten FB am Stück noch einmal ein...
 

nobby

Stamm-User
was ich nicht verstehe ist, dir wurde ein Kurs nach Paragraph 70 angeboten im Gutachten, hast du den danach gemacht? Ja/Nein
Denn nach erfolgreicher Absolvierung hättest du den Führerschein bekommen können! Hast du mit der FSST gesprochen, oder was lief dabei schief?
 

Jeka089495

Benutzer
1. Beschreiben Sie den Tag Ihrer Trunkenheitsfahrt aus eigener Sicht mit Datum und Uhrzeiten.
(wann, wo und mit wem getrunken / wann und wie aufgefallen / Promille)
Am 14.04.2011 hatte ich einen freien Tag und habe festgestellt, dass ich nicht genügend Geld von meinen Chef von Nebenjob bekommen habe. Mittags bin ich zu ihm gefahren um das Problem zu klären. Jedoch ohne Erfolg. Später habe ich mich mit zwei Freunden getroffen und wir sind in die Stadt gefahren um was zu essen. Um 20:00 Uhr habe ich mein Auto geparkt und wir sind nochmal in die Stadt mit dem öffentlichen gefahren. Um 21:00 Uhr waren wir in einem Bar. Die ganze Geschichte mit dem Lohn hat mich immer mehr gereizt. Ca. 7 Stunden waren wir dort und ich habe 8 Helles 0,5L getrunken und immer wieder zwischendurch auch 0.2 Glas Wodka und Ouzo getrunken. Am Ende war ich sehr stark alkoholisiert und viel mehr über die Geschichte mit dem Lohn aufgeregt. Um ca. 04:30 Uhr haben wir den Bar verlassen und sind mit dem anderen Freund Richtung Heim gefahren, der wollte mich bis Zuhause begleiten. Als ich zuhause war, wollte ich nicht dort bleiben und bin mit dem Autoschlüssel Richtung KFZ gegangen, um ein DVD abzuholen. Plötzlich wollte ich zur Tankstelle fahren und dort noch was zu trinken holen. So bin ich ins Auto eingestiegen und auf Gas gedrückt. Jedoch habe ich gleich die Kontrolle verloren, das Auto hatte beschädigte Servolenkung. Gleich bin ich in die geparkte Autos reingefahren. Ich stand zuerst unter Schock und bin von Unfallstelle abgehauen. Nach ca. 5 Minuten aber zurückgekommen. Dann kam die Polizei und hat mich zur Blutentnahme mitgenommen. Das BAK ergab 2,22 Promille
.


2. Was und wie viel haben Sie am Tattag insgesamt getrunken? (Genaue Angaben in Sorte, Menge, Trinkzeit)

Um Ca.21:00 Uhr trinken angefangen. Um Ca. 04:30 Uhr aufgehört. Getrunken wurde 8 Bier Helles 0,5L. Immer wieder zwischendurch Gläser 0,2 Mit Wodka und Ouzo.

3. Wie viel Kilometer fuhren Sie, bis Sie aufgefallen sind und wie viel Kilometer wollten Sie insgesamt fahren?

Ich habe sofort den Unfall verursacht. Das war an der Straße, wo ich geparkt habe. Ich hatte kein genauen Plan, wie lange und wohin ich fahren wollte.


4. Hatten Sie das Gefühl, noch sicher fahren zu können? (Ja/Nein + Begründung)

Ja, in diesem Moment hatte ich das Gefühl noch Fahren zu können. In der Vergangenheit habe ich mir nämlich durch meinen Alkoholmissbrauch eine Trinkfestigkeit aufgebaut denn man überschätzt sich sehr leicht wenn man trinkt und den Körper eine Alkoholtoleranz hat. Heute weiß ich, dass bei zunehmender Menge Alkohol die Kontrollfähigkeit über sich selbst immer mehr verloren geht.


5. Wie haben Sie die Trunkenheitsfahrt vermeiden wollen (wenn überhaupt)?
Eigentlich war es nicht nötig überhaupt zu fahren. Aber aufgrund meiner starken Alkoholisierung und meiner Leichtsinnigkeit in diesen Moment, bin ich dann doch in das Auto gestiegen und gefahren.


6. Haben Sie bereits früher im Straßenverkehr unter Alkoholeinfluss gestanden und sind aufgefallen?

Ja, im Juli 2008. Da habe ich TF gehabt und sollte danach zu MPU.


7. Wie oft haben Sie alkoholisiert am Straßenverkehr teilgenommen ohne aufzufallen und was folgern Sie daraus?

5 Mal war ich stark alkoholisiert. Ca. 10 Mal waren das 3-4 Biere vor dem Fahrt.


8. Wann hatten Sie den ersten Kontakt mit Alkohol und wann haben Sie das erste Mal Alkohol zu sich genommen? (Allererste Erinnerung und erster Konsum)

Den ersten Kontakt woran ich mich erinnern kann war bei meinem Opa im Ferienhaus. Es war ein Wochenende und meine Familienmitglieder haben gegrillt und Alkohol getrunken. Ich war damals 5. Ich selbst hatte das erste Mal mit 13 Alkohol getrunken.


9. Haben Sie regelmäßig Alkohol getrunken, und wie hat sich ihr Trinkverhalten in den letzten Jahren entwickelt?

Ja, mein Alkoholkonsum war regelmäßig.

Mit 15 habe ich das erste Mal Alkohol probiert.

Mit 16-17 2-3 Mal die Woche.

Mit 21 Wodka und Jack Daniels beim Weggehen.

Also man kann die steigende Entwicklung sehen, vor allem den Umstieg von leichte alkoholische Getränke auf hochprozentige.

10. Wie viel und wie oft haben Sie getrunken? (Genaue Angaben in Sorte, Menge, Häufigkeit)
Mit 15 hatte ich zum ersten Mal Alkohol probiert. Es waren Alkopops. Ca. 5,0% Alk und Bier.

Mit 16 2-3 Mal die Woche. Auch am WE. Nicht jede Woche aber in Mengen 3-5 Bier 0,5L pro Treff.

Mit 17 Alkoholkonsum selten.

Mit 19 2-3 Mal die Woche. Auch am WE. Nicht jede Woche aber in Mengen 3-5 Bier 0,5L pro Treff.

Mit 20 so gut wie kein Konsum da Vorbereitung zur Mpu(2009)

Mit 21-23 4-6 Bier 0,5L einschließlich Wodka, Jack Daniels beide gemischt mit Saft, Cola usw. alles an einem Abend. Ca. 4 Mal im Monat. Jägermeister kam auch dazu.

Ab 24 habe ich ca. 2-3 Mal im Jahr Wodka, Jack Daniels oder Jägermeister getrunken, 5-7 Gläser. Bier fast jede Woche bis 5 Flaschen 0,5L. Seit 11.04.17 abstinent.

11. Wo und mit wem haben Sie überwiegend getrunken?
Überwiegend oder fast immer habe ich mit meinen Freunden in Club, zuhause oder beim Grillen im Sommer getrunken.


12. Warum haben Sie getrunken?
(Innere + äußere Motive)


Ganz am Anfang in Schule war ich neugierig was Alkohol angeht und ich habe mit Freunden gelegentlich Alkohol konsumiert. Alkohol war ein Mittel um locker und offen zu bleiben und hat geholfen leichter zu kommunizieren, auch mit Mädels. Beim Weggehen war ich in der Clique wo jeder getrunken hat und habe mitgemacht. Fast immer wenn ich mich mit Freunden getroffen habe haben wir getrunken egal ob im Disco, Bar oder Zuhause. Mal wenig mal ganz viel. Mit 17 habe ich eine Ausbildung zum Kaufmann im Einzelhandel angefangen. Es waren viele Überstunden und allgemein ziemlich stressige Arbeit auch nach der Ausbildung, dass ich öfter getrunken habe, um mich zu entspannen. Die Gewohnheit Alkohol zu trinken habe ich damals nicht erkannt. Danach hat mein erstes Unfall passiert. Ich habe aber danach mein Trinkverhalten nicht geändert denn ich war der Meinung dass ich alles unter Kontrolle hatte und mein Trinkkonsum gelegentlich war. Nach Ablauf der Sperrfrist habe ich Mpu bestanden und mein FS wieder bekommen. Trinkverhalten blieb unverändert. Manchmal hatte ich Filmrisse wenn ich Spirituosen konsumiert habe. Und später kam das zweite FS Entzug . Ich konnte den Stress wegen Nichterhalt der Lohn bei Nebenjob nicht bewältigen. Es hat sich ziemlich starke Alkoholtoleranz entwickelt. Hab mehr getrunken um auf den selbe Rauschstufe zu bleiben. Und wie es gezeigt hat habe ich Kontrolle verloren. Ich habe immer mehr Alkohol gebraucht um besoffen zu sein und es hat zu Abstürzen geführt.

13. Welche Wirkung haben Sie in der Vergangenheit nach Alkoholgenuss bei sich beobachtet? (bei wenig und bei viel Alkohol)

Bei wenig Alkohol war ich mehr kontaktfreudig und habe mehr mit Freunden diskutiert. Manchmal habe ich mich müde gefühlt oder hatte Lust weiter zu trinken.

Bei viel Alkohol war ich ständig außer Kontrolle, hab mich leicht provoziert gefühlt. Habe auch enorm diskutiert und ständig was vergessen oder Filmrisse gehabt.


14. Gab es kritische Hinweise Anderer auf Ihren Alkoholkonsum und wie haben Sie darauf reagiert?

Ja, die gab es. Wenn ich zu viel getrunken habe und es z.B. zu einer Streiterei kam, wurde mir gesagt, dass ich den ganzen Abend schon leicht gereizt und auf jede Provokation angesprungen bin. Wenn es dann zu den besagten Situationen gekommen ist, habe ich mich natürlich geschämt dafür wenn ich wieder nüchtern war. Ich musste feststellen, dass so ein Verhalten doch peinlich ist.


15. Welche Auswirkungen und Folgen hatte Ihr Alkoholkonsum auf Ihr Leben und Ihr Umfeld?
Negative Auswirkungen von Alkohol waren z.B. das ich wegen eines Raubes eine Bewährungsstrafe bekommen habe. Da stand ich unter Alkoholeinfluss.

Dazu kommen meine Trunkenheitsfahrten. Ich habe aufgrund ein zu hohen Alkoholisierung nicht unterscheiden können, was richtig und was falsch ist. Von meiner damaligen Gefühlslage mal abgesehen, die ich ebenfalls nicht unter Kontrolle hatte, stieg ich so in ein Auto. Ich verursachte 2 Unfälle und gefährdete andere Menschen mit meinen Verhalten.


16. Gab es in Ihrem bisherigen Leben frühere Zeiten, in denen sie weit mehr Alkohol als heute getrunken haben?

Wenn ja, nennen sie bitte die Lebensabschnitte und mögliche Ursachen und Umstände dafür.

Kann ich nicht mehr vergleichen, weil ich jetzt abstinent lebe.


17. Haben sie jemals die Kontrolle über ihre Trinkmenge verloren und bis zur Volltrunkenheit Alkohol konsumiert?

Ja, mehrmals. Das letzte Mal im Sommer 2013.


18. Haben Sie früher schon einmal oder öfter über einen längeren Zeitraum bewusst und mit Absicht völlig auf den Genuss von Alkohol verzichtet?

Ja, 2 Monate vor dem ersten MPU war ich abstinent. Ich wollte vor dem Blutabnahme nicht durchfallen denn ich wusste nicht wie schnell die Leberwerte sich verbessern, wollte sicher sein. Ausserdem wäre es blöd vor dem Mpu zu trinken. Ich hab ab und zu getrunken aber vor dem Mpu wollte ich clean sein.


19. In welcher Kategorie von Trinker haben sie sich früher gesehen und wie stufen Sie sich heute rückblickend ein?(mit Begründung)


Früher war ich ein Disco, -Wochenend,- oder Geselligkeitstrinker. In der Woche war ich eben der normale Arbeiter, habe aber selten Bier getrunken. Am Wochenende wollte ich was erleben. Ich habe den Alkohol als Spaßfunktion missbraucht und um mein Ego zu stärken. Auch habe ich den Alkohol benutzt um irgendwo Anschluss zu finden. Heute kann ich mich in keine Kategorie von Trinkern einstufen, da ich seit dem 11.03.2017 abstinent lebe.

20. Trinken Sie heute Alkohol? Wenn ja, was, wie viel und wie oft?

(Genaue Angaben in Sorte, Menge, Häufigkeit)

Nein, ich lebe Abstinent seit 11.03.2017


21. Wann haben Sie zuletzt Alkohol getrunken?
Von 10. Zum 11.03.2017


22. Trinken sie gelegentlich alkoholfreies Bier?
Nein, ich halte meine Abstinenz streng ein.


23. Warum trinken Sie heute Alkohol/keinen Alkohol?


Ich lebe abstinent weil ich eingesehen habe das Alkohol nur Mittel zum Zweck waren. Sie waren in erster Linie für mich da um in eine Gruppe mit einbezogen zu werden. Um lockerer zu werden und Hemmungen fallen zu lassen. Ich habe gelernt dass es auch ohne Alkohol geht, akzeptiert und in eine Gruppe mit einbezogen zu werden oder auch sich zu öffnen. Das zu erreichen geht auch mit einem abstinenten Leben.


24. Warum haben Sie das Trinken reduziert bzw. aufgegeben und warum nicht schon eher?
Ich habe das Trinken aufgegeben, weil ich gemerkt habe, dass Alkohol mich langsam krank macht. Außerdem werde ich vom Alkohol unmotiviert. Im Jahr 2017 hatte ich vor, eine Weiterbildung zu beginnen und habe auch im April 2018 damit angefangen. Und da brauche ich viel Konzentration und Wille beim Lernen. Im Verbindung mit Alkohol wäre das Unmöglich denn Alkohol sehr störend auf Lernprozess wirkt.


25. Wie haben Sie die Änderung Ihres Trinkverhaltens erreicht und dabei die Umstellungsphase erlebt?


Ich habe es nicht mehr nötig zu trinken um akzeptiert zu werden. Eine Änderung für mein Verhalten waren Menschen, die mir nahe stehen und sind für mich die Ansprechpartner. Unter anderen meine Freunde, die viel Sport treiben und selbst keine Alkoholkonsumenten sind. Sie haben mir Hoffnung zugeredet, dass ich das mit meiner Abstinenz locker hinbekomme. Meine Umstellung in die Abstinenz viel mir nicht schwer. Ich hatte den Ergebnis genau vor Augen was passiert, wenn die Kontrolle über sich selbst verloren geht. Meine Entscheidung stand fest, nie wieder Alkohol. Ich habe festgestellt, dass die Abstinenz mir persönlich gut tut und neu Kraft gegeben hat. Woran ich mich jedoch anfangs gewöhnen musste war, dass ich zu Feierlichkeiten einer der wenigen bin, alkoholfreie Getränke zu trinken. Aber auch das stört mich nicht mehr, im Gegenteil, es stärkt mein Selbstbewusstsein.


26. Wie wirkt sich Ihr geändertes Verhalten auf Sie, Ihr Leben und Ihr Umfeld aus?


Ich bin definitiv ruhiger und sesshafter geworden. Ich handle viel bedachter und lasse mich nicht mehr so schnell aus der Ruhe bringen. Mein Umfeld ist begeistert an meinen Veränderungen. Auch sehen sie meinen Willen das durchzuziehen und unterstützen mich dabei. Mich hat der Ehrgeiz gepackt, meine Weiterbildung zu bestehen. Ich wollte allen zeigen, dass ich auch ohne Alkohol leben kann.


27. Wie stellen Sie sicher, dass Ihr neues Verhalten dauerhaft stabil bleibt?


Ich habe gesehen, wie stark das Alkohol mir geschadet hat. Ich stelle sicher nicht in meine alten Gewohnheiten zu verfallen denn ich habe neue Perspektiven erkannt, und da wird Alkoholkonsum nur schaden. Da ich meine berufliche Situation verbessern will, suche ich neue berufliche Herausforderungen, wo Führerschein ein Muss ist (Aussendienst). Ich habe aufgrund einiger Vorfälle mich von mehreren Freunden getrennt. Dazu gehe ich normalen Freizeitaktivitäten nach und verbringe mehr Zeit mit meiner Familie.


28. Können Sie sich vorstellen, jemals wieder in Ihre alten Gewohnheiten zurückzufallen? (mit Begründung)

Einen Rückfall schließe ich aus. Sollten aber wieder Situationen entstehen wo ich mit dem Gedanken spiele, Alkohol zu konsumieren, wende ich mich an meine Bezugspersonen. Ich werde heute und in Zukunft offen über meine Probleme reden und nach Lösungen suchen. Ich möchte, dass solche Situationen wie im Jahr 2008 und 2011 erst gar nicht entstehen. Natürlich weiß ich, dass ich auch vor professioneller Hilfe keine Angst haben brauch.


29. Wie wollen sie in Zukunft das Trinken vom Fahren trennen?
Ich halte mich immer an meine Abstinenz.


30. Haben Sie zum Abschluss noch etwas hinzuzufügen? Nein
 

Nancy

Super-Moderator und MPU Profi
Teammitglied
Administrator
Hallo Jeka,
du hast alle Anmerkungen umgesetzt, von daher gehe ich auf die einzelnen Antworten nicht mehr ein. Trotzdem solltest du bei deiner Wortwahl darauf achten dich nicht zu sehr in eine Abhängigkeitsschiene zu bringen.

Beispiel:

Hab mehr getrunken um auf den selbe Rauschstufe zu bleiben. Und wie es gezeigt hat habe ich Kontrolle verloren. Ich habe immer mehr Alkohol gebraucht um besoffen zu sein und es hat zu Abstürzen geführt.
Bitte unbedingt lesen!!!! - DSM-IV-Kriterien

Hattest du eigentlich mal eine Suchtberatung aufgesucht wie ich es dir hier vorgeschlagen hatte?
 
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