Alkoholproblematiken haben oft einen Ursprung in der Kindheit. Das scheint bei dir mehr als evident.
Bei mir fing es mit 15 Jahren an. Geb-Feier meines 3 Jahre älteren Bruders. Ich habe 1 Bier probiert - hat weder geschmeckt noch sonstwas (nach meiner heutigen Erinnerung).
Nächsten Tag - als E wieder kam, setze es natürlich wieder Schläge (Begründung gab es wieder keine). Schlimmer als je zuvor. Stubenarrest war eh klar.
Da kam mein Bruder und sagte "trinke 2-3 große Bier und der Schmerz wird weniger". Gesagt - getan und er, der Alk wirkte. Ich hatte eine Art Entspannung, weniger körperliche Schmerzen.
Das war quasi der Startschuss für meine Trinkerkarriere.
Ich steigerte den Konsum innerhalb der folgenden 2-3 Jahre auf bis 10 große Bier pro Anlass..
Später kopierte ich mein Verhalten auf Willkür, ungerechtfertigte Sanktionierungen usw. in mein berufliches Leben und "dämpfte" mich ab.
Meine Spitze erreichte ich in den Jahren 2013-2017. Hier wollten mich sogenannte Kollegen und mein Vorgesetzter Richtung Scientology bringen. Teure Persönlichkeitsseminare machen usw. Zu der Zeit war es für mich so, dass ich 3-4x Woche bis 10-11 große Bier trank.
Dies erfuhr und erkannte ich jedoch erst als es fast zu spät war. Innerlich fand ich mich schon damit ab, alles zu verlieren und im Wohnwagen oder unter einer Brücke weiter zu "leben".
Mein Trinkmuster ist insgesamt geprägt durch ein ständiges Auf- und Ab. Gab es Angriffsphasen (mir fällt kein besserer Begriff ein) griff ich zu Flasche, war es ruhig und friedlich habe ich gar nichts getrunken. Der Wechsel fand teils in Tagen statt, teils habe ich monatelang nichts getrunken. Dies war aber keine sog. Trinkpause, die ich mir vorgenommen habe.