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Negativ Gutachten verkehrs-/strafrechtliche Bestimmungen verstoßen wird

Übrigens möchte ich hinzufügen, dass man, wenn man so eine Vorgeschichte hat wie ich, und wenn man so oft mit Sachen durchgekommen ist, die nicht in meiner Akte stehen oder die ich hier mal erwähnt habe, kurz: wenn man so viele Erfahrungen gemacht hat, schon überheblich wird und sich unbesiegbar fühlt.



Dieses Denken habe ich aber abgelegt.



Wisst ihr, mir fehlen langsam die Worte. Ich fühle mich überhaupt nicht mehr sicher und fange an, an mir selbst zu zweifeln, ob ich das alles noch schaffen kann. Es beschämt mich sehr, dass ich anscheinend eine solche Art entwickelt habe, die nicht konform ist.



Von außen immer der Perfekte und innerlich doch schwach und zerbrechlich, hmmm.
 
Du bist überhaupt nicht perfekt in deiner Außenwirkung, wenn Du so viele Denkzettel wegen Deines Verhaltens (nicht nur im Straßenverkehr) bekommen hast.
Da passen eher andere Adjektive…
 
Ich hatte immer Angst, das alles nicht zu schaffen. Ich wollte immer perfekt dastehen und Bedürfnisse erfüllen. Ich wollte der Gewinner sein und Anerkennung und Bestätigung erhalten, dass ich das alles gut gemacht habe und dass man stolz auf mich ist.

Ja, ich war stumpf und uneinsichtig, eventuell oder anscheinend immer noch. Aber so sehr ich auch nachdenke, ich bin der Meinung, dass ich es verstanden habe: Man muss sich an die Regeln im Straßenverkehr halten.

Ich würde sagen, er sollte die Fertigung anpassen.
Du wolltest in Deiner Ehe ständig gelobt werden und hast nach der Anerkennung durch Deine Frau gesucht?
Ohne Dir zu nahe treten zu wollen, das klingt ziemlich needy.
Erzähl doch mal bitte, was Deine Frau so beruflich gemacht hat.
Oder hat sie nach der Heirat aufgehört zu arbeiten? In der Industrie verdient man ja recht gut.
Wie habt ihr euch kennengelernt? War sie besser ausgebildet als Du, wenn es Dir so wichtig war, dass Du in ihren Augen ein „Gewinner“ sein wolltest?

Und wenn Deine Ehe so perfekt war, warum ist sie dann gescheitert?

Tipp: spare hier nicht mit den Gefühlen, die Dich in dieser Zeit begleitet haben.

Wir denken an @joost und @Karl-Heinz : da, wo es weh tut, ist der richtige Weg.
 
schon überheblich wird und sich unbesiegbar fühlt.
Überheblichkeit* ist immer ein Zeichen von bedrohtem Selbstwertkern** und alles, was man dann tut, um sich irgendwie "unbesiegbar" zu fühlen, ist wahrscheinlich gerade mal ein Lösungsversuch, um irgendwie zu überleben (gefühlt) ...
Ich lade immer dazu ein, Lösungsversuche zu würdigen, denn kann kann man sich besser um das wirkliche Problem kümmern.
An dieser Stelle würde ich immer gerne die Frage stellen "wer oder was hat denn Deinen Selbstwertkern so angeschlagen? Und wann ist das passiert?"
Ich würde mal vermuten, dass Du da so ziemlich gar nichts dafür konntest :/

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* in Abgrenzung zu echter Überlegenheit (!). Wer wirklich überlegen ist, hat Überheblichkeit nicht nötig.
* da passt dann auch der Perfektantreiber sehr gut mit rein
 
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Du wolltest in Deiner Ehe ständig gelobt werden und hast nach der Anerkennung durch Deine Frau gesucht?
unter andrem eher Beruflich und Freundeskreis
Erzähl doch mal bitte, was Deine Frau so beruflich gemacht hat.
Sie war Altenpflegerin und macht sich jetzt selbstständig. Ich habe ihr dazu geraten, weil sie es kann und weiß, worauf es ankommt. Sie ist sehr sozial eingestellt, was ich eher nicht bin. Wir haben beide gearbeitet.

Oder hat sie nach der Heirat aufgehört zu arbeiten? In der Industrie verdient man ja recht gut.
Uns war wichtig, dass es nach dem Mutterschaftsurlaub wieder Vollzeit ist. Wir fanden es gut wenn beide arbeiten und beide zusteuern können.
Außerdem woltten wir unserem Kind alles ermöglichen

Wie habt ihr euch kennengelernt? War sie besser ausgebildet als Du, wenn es Dir so wichtig war, dass Du in ihren Augen ein „Gewinner“ sein wolltest?
Wir haben uns im Regen kennengelernt. Ich hatte einen Schirm und habe ihr angeboten, ihn zu teilen (man kannte sich flüchtig). Und dann hat es gefunkt.

Und nein, sie war nicht besser ausgebildet. Man muss es anders sehen: In ihrem Bereich war sie top ausgebildet und ich in meinem.

Denn als Mann (altes Denken) muss ich der Gewinner sein, der alles am Laufen hält, in schwierigen Situationen den Überblick behält, Probleme klärt und nicht schwach wirkt. Respekt und Anerkennung habe ich dadurch erhalten, dass ich die Dinge angepackt habe. Das gab mir ein gutes, zufriedenes Gefühl, gebraucht zu werden.
 
in schwierigen Situationen den Überblick behält, Probleme klärt und nicht schwach wirkt. Respekt und Anerkennung habe ich dadurch erhalten, dass ich die Dinge angepackt habe. Das gab mir ein gutes, zufriedenes Gefühl, gebraucht zu werden.
.. und ja, alles hat immer auch seine 2 Seiten. Wer das Bedürfnis hat, gebraucht zu werden, legt sich mehr für andere ins Zeug und leistet vllt auch mehr. Blöd wirds, wenn das alles aus der Balance kommt.
 
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An dieser Stelle würde ich immer gerne die Frage stellen "wer oder was hat denn Deinen Selbstwertkern zertrümmert? Und wann ist das passiert?"
Ich würde mal vermuten, dass Du da so ziemlich gar nichts dafür konntest :/
Mein Selbstwertgefühl ging bei der Trennung den Bach runter und ich habe den größten Teil dazu beigetragen. Genau das ist das Schlimme daran. Ich weiß, dass ich praktisch der alleinige Verursacher der Situation war, durch mein Verhalten „Ich bin der Macher, ohne mich kann sie nicht“ (alte Gedanken). Und das war der Punkt, an dem Gefühle von Schwäche, Traurigkeit und Einsicht aufkamen. Es war, wie man sieht, erschreckend.
 
.. und ja, alles hat immer auch seine 2 Seiten. Wer das Bedürfnis hat, gebraucht zu werden, legt sich mehr für andere ins Zeug und leistet vllt auch mehr. Blöd wirds, wenn das alles aus der Balance kommt.
Ja, also in der Beziehung kann ich ihr keinen Vorwurf machen. Im Freundeskreis (den alten schon eher). Ich hatte einen sehr großen Freundeskreis und war mit meinem besten Freund der Mittelpunkt der Gruppe. Es waren falsche Freunde, die sehr kriminell waren/sind. Als ich mit meiner Frau zusammenkam, habe ich mich von der Gruppe gelöst und ein anderes Leben geführt. Schwer war es allerdings, neue Leute kennenzulernen, weil ich mir oft dachte: „Was sind das denn für Lappen? Heulen da rum vor der Frau oder lassen sich so blöd anmaulen? Das gab es bei uns nicht.”
 
Mein Selbstwertgefühl ging bei der Trennung den Bach runter
Ich glaube, das glaubst Du nur...
Also nochmal meine Einschätzung (nur meine Einschätzung, die kann total daneben liegen):
Deine Trennung halte ich für eine Folge, nicht aber die Ursache der Grundproblematik, die Du da beschreibst. Und weil ich von diesem Gefühl und dieser Einschätzung nicht wegkomme, bin ich an der Stelle schlicht kein hilfreicher Gesprächspartner für Dich. Ich bitte da um Nachsicht :/
 
Zuletzt bearbeitet:
Nach langem Nachdenken erinnere ich mich jetzt doch an etwas!

Ich war 16, als meine Eltern noch ein Kind bekommen haben. Ab da stand ich nicht mehr im Mittelpunkt. Ich habe angefangen, Alkohol zu trinken Drogen ausprobiert und Probleme zu machen. Ich bin länger draußen geblieben, als erlaubt. Ich wurde patzig und gab wiederworte. Ich habe kaum noch Aufmerksamkeit bekommen. Alles drehte sich um meinen Bruder. Ich wurde nur noch wahrgenommen, wenn ich Scheiße gebaut habe.
Ich glaube ich war Eifersüchtig

Das ist erschreckend. Ich habe das komplett verdrängt.
 
Nein ich möchte nicht nocmal ein negativ Gutachten erhalten.
Gut, dann solltest du langsam in die Strümpfe kommen.
Im Moment ist deine Aufarbeitung nicht ansatzweise MPU-reif.

Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen, ich sage das nicht so deutlich, um dich zu ärgern oder runterzumachen o.Ä., sondern um dein Geld davor zu bewahren, ein zweites Mal sinnlos zum Fenster hinausgeworfen zu werden.
Und glaube es mir ( oder auch nicht ), seeeeeeehr viel lieber schreibe ich das Gegenteil davon.

Die Antwort mit den „kurzweiligen Beiträgen” hätte man auch anders formulieren können. Ich habe nach bestem Wissen geantwortet, mich bemüht, alles darzulegen, was mir in den Sinn kam.
Interessant, zu was der Mensch doch in der Lage ist, um ein über lange Zeit mühsam aufgebautes Selbstbild aufrechtzuerhalten.
Dort stand ja klar eine negative Kritik zu deinen Beiträgen, da du dich nicht an die hier gültigen Zitierregeln gehalten hattest.
Du lässt nicht nur nix Negativ auf deine Bewusstseinsebene, sondern misst deinen Beiträgen sogar noch einen Unterhaltungswert zu.

Auch fragst du mich nun mehrfach danach, dir das zu erklären, anstatt zumindest den Gedanken zuzulassen, dass du es schlichtweg falsch gelesen hattest.

Das war jetzt nur ein herausgegriffenes Beispiel, um meinerseits zu versuchen, dir vor Augen zu führen, dass bei dir Eigen- und Fremdwahrnehmung in einer Art und Weise, wie es -selbst für MPU-Kandidaten- ungewöhnlich ist, diametral auseinanderklaffen.

Ich gehe noch einen Schritt weiter:
Sogar in einer Weise, die sogar für V-/St-MPU-Kandidaten ungewöhnlich ist.

Deine MPU wird dementsprechend ein Brett, dass du mit deinen bislang in deinem Leben erlernten Werkzeugen nicht wirst auseinandersägen können.
 
Nach langem Nachdenken erinnere ich mich jetzt doch an etwas!

Ich war 16, als meine Eltern noch ein Kind bekommen haben. Ab da stand ich nicht mehr im Mittelpunkt. Ich habe angefangen, Alkohol zu trinken Drogen ausprobiert und Probleme zu machen. Ich bin länger draußen geblieben, als erlaubt. Ich wurde patzig und gab wiederworte. Ich habe kaum noch Aufmerksamkeit bekommen. Alles drehte sich um meinen Bruder. Ich wurde nur noch wahrgenommen, wenn ich Scheiße gebaut habe.
Ich glaube ich war Eifersüchtig

Das ist erschreckend. Ich habe das komplett verdrängt.
So, das hast du quasi gleichzeitig mit mir geschrieben.

Großartig, lieber lupsky !
Das geht genau in die richtige Richtung !
Weiter so !
Da können wir mal tiefer bohren…

Dann wird`s auch was mit einer positiven MPU !

Viele liebe Grüße :smiley138:
 
Es bewegt sich richtig was bei dir, das ist wirklich toll !

Ich gehe aufgrund deines Beitrages sogar so weit, dass mein #72 obsolet geworden ist.
Deal ?
 
Nach langem Nachdenken erinnere ich mich jetzt doch an etwas!
Vielleicht auch sogar „nachfühlen“….?

Ich war 16, als meine Eltern noch ein Kind bekommen haben. Ab da stand ich nicht mehr im Mittelpunkt.
Das ist ja ein Zeitabstand von Geschwistern, der sehr ungewöhnlich ist.
Anders gesagt, du hattest eine ungewöhnlich lange Zeit, in denen du der Mittelpunkt warst.
( Und mir fällt auf, dass ich dieses Adjektiv auch in #72 gebraucht habe.
Siehst du da eine Parallele ? )

Kannst du dich in diese Zeit, also vor der Ankunft deines Bruders, mal reinfühlen ?
Und falls dir das ( noch ) schwer fallen sollte, deine Ursprungsfamilie näher beschreiben ?

Du warst also Einzelkind ?
Haben deine Eltern beide gearbeitet ?
Hatten beide Eltern „genug“ Zeit für dich ?
Wie war dein Vater so ?
Wie war deine Mutter so ?

Also wie würdest du deine Kindheit und Jugend bis 16 beschreiben ?
Gab es bis zu diesem Alter Auffälligkeiten ?
Wie war dein Arbeits- / Sozialverhalten in der Schule ?

Ich habe angefangen, Alkohol zu trinken Drogen ausprobiert und Probleme zu machen. Ich bin länger draußen geblieben, als erlaubt. Ich wurde patzig und gab wiederworte. Ich habe kaum noch Aufmerksamkeit bekommen. Alles drehte sich um meinen Bruder. Ich wurde nur noch wahrgenommen, wenn ich Scheiße gebaut habe.
Aha !!
Das könnte doch schon der Kern sein, was meinst du ?

Ich glaube ich war Eifersüchtig
Mmh, da würde ich nach meiner Einschätzung auch sprachlich noch einige Schritte weitergehen wollen..

Das ist erschreckend. Ich habe das komplett verdrängt.
Ja, irgendwie schon, aber zutiefst menschlich und kein Makel.
Und fühlt es sich nicht gut an, in den Tiefen deiner Seele mal aufzuräumen bzw., um bei dem wunderbaren Satz vom lieben @joost zu bleiben:
„…deiner Seele nun andere Lösungsmöglichkeiten anbieten zu können.“
 
Vielleicht auch sogar „nachfühlen“….?
Wie soll ich das am besten schreiben? Ich war 16 Jahre lang der Mittelpunkt, ich habe mich gefühlt wie der König. Ich habe die alleinige Aufmerksamkeit und Zuneigung erhalten, weil ich nichts teilen musste und meine Eltern für mich alleine hatte! Ich habe es als Selbstverständlichkeit angesehen, dass sich alles um mich drehte!
( Und mir fällt auf, dass ich dieses Adjektiv auch in #72 gebraucht habe.
Siehst du da eine Parallele ? )
Ja, irgendwie schon. Ich verhalte mich immer noch wie der König von damals.
Du warst also Einzelkind ?
Ja 16 Jahre lang war ich er Mittelpunkt zu Hause.
Haben deine Eltern beide gearbeitet ?
Ja, mein Vater war Betriebsleiter von einem großen Konzern.
Und meine Mutter war dort auch tätig, später als Sie schwanger wurde, aber nicht mehr.
Hatten beide Eltern „genug“ Zeit für dich ?
Mein Vater war oft spät von der Arbeit zurück. (eher weniger)
Meine Mutter holte mich aus dem Kindergarten ab und wir verbrachten den Tag zusammen. (hat sich viel Zeit genommen)
Wie war dein Vater so ?
Heute weiß ich, dass mein Vater sehr streng war. Alles musste perfekt sein: Pünktlichkeit, Schule, Noten, selbst meine Mutter. Er war lieb. ER wurde nie gewalttätig, aber er war streng, wenn ich eine schlechte Note hatte. Er sagte, ich würde im Leben nichts erreichen, wenn ich solche Noten liefere. Bei einer 4 ging es los. Ich habe weniger Taschengeld bekommen oder musste etwas von meinen Ersparnissen abgeben. Bei einer 5 was nicht oft vorkam habe ich Stummerrest erhalten Ich habe viel gelernt und geübt. Außerdem habe ich mit einer Nanny zusammengearbeitet, die mir dabei geholfen hat. Ich musste auch Tests machen.

Er war der König zu Hause und ich sein Nachfolger. Ich habe ihn bewundert, weil er so eine starke Persönlichkeit hatte. Er war mein Vorbild, weil er alles hatte: Job, Frau, Kind, Geld, und wurde von er Familie Respektiert. (OH GOTT es hört sich an als Schreibe ich über mich).
Wie war deine Mutter so ?
Meine Mutter war nicht so streng! Wenn ich Stummerrest hatte, durfte ich dennoch manchmal raus, spielen, musste aber zu Hause sein, bevor mein Vater wieder zu Hause war und die Hausaufgaben aus der Schule mussten erledigt sein. Sie hat auch viel mit mir gemacht: Zoobesuche, Schwimmen gegangen oder war auch viel dabei, wenn ich zum Sport gegangen bin, Eishockey. Sie war sehr liebevoll und hat mir meine Wünsche aus meinen Augen ablesen können. ich habe mich sehr geliebt Gefühlt.
Also wie würdest du deine Kindheit und Jugend bis 16 beschreiben ?
Einfach toll, alles war perfekt, ich hatte alles, was sich ein Kind nur wünschen kann, trotz der Strenge meines Vaters!
Gab es bis zu diesem Alter Auffälligkeiten ?
nicht Wirklich (Oha jetzt wird es aber komisch).
Wie war dein Arbeits- / Sozialverhalten in der Schule ?
Ich war gut in der Schule, ich wurde von vielen Mitschülern gemocht, sowie auch von den Lehrern. Also ich war kein Außenseiter oder Einzelgänger, ich war immer in einer Gruppe, die was auf dem Schulhof zu sagen hatten, und kam auch bei den (damals ja Mädchen) immer gut an. (Vielleicht nicht der König vom Schulhof, aber die damaligen kannte ich und durfte auch mit denen abhängen.)

Arbeitstechnisch habe ich durch Leistung viel erreicht in meinem Leben. Ich bin (bzw. war) an dem Punkt, wo ich mich gesehen habe und endlich mein Ziel erreicht habe.

Wenn ich mir das so durchlese, wird mir irgendwie ganz unwohl!
 
Aha !!
Das könnte doch schon der Kern sein, was meinst du ?
Ja, wenn ich mir das so alles anschaue, meine erste Straftat, die ersten Widersprüche zu meinen Eltern, dann ist es erschreckend. Der markanteste Punkt bzw. Wendepunkt in meinem Leben!
Mmh, da würde ich nach meiner Einschätzung auch sprachlich noch einige Schritte weitergehen wollen..
Ist es schlecht, wenn ich sage, dass ich eigentlich wütend auf meinen kleinen Bruder war, dass er da war? Heute liebe ich ihn, aber damals nicht. ( das ist doch krank)
Ja, irgendwie schon, aber zutiefst menschlich und kein Makel.
Und fühlt es sich nicht gut an, in den Tiefen deiner Seele mal aufzuräumen bzw., um bei dem wunderbaren Satz vom lieben @joost zu bleiben:
„…deiner Seele nun andere Lösungsmöglichkeiten anbieten zu können.“
Nein, es fühlt sich nicht gut an! Mir wird schlecht! Wenn ich mir meine Texte durchlese und sehe, dass ich seit Jahren kaputt bin und nur den Schein hatte, alles sei in Ordnung!
 
( das ist doch krank)
nein. Es ist menschlich.
Und ich habe immer noch deine Zeile im Hinterkopf:
und musste mir Anerkennung zu Hause verdienen, beispielsweise durch gute Noten in der Schule oder indem ich im Haushalt half.
Die Ursache für Deine emotionale Reaktion auf die Neue-Bruder-Situation liegt vermutlich noch viel weiter zurück.

Und an der Stelle springt mir in den Kopf, dass Du was von gefühlter Demütigung geschrieben hattest, später dann. Ich frage mich, ob das nicht eine "uralte" empfundene Demütigung war, die sich da wieder ihren Weg gebahnt hat...

und nur den Schein hatte, alles sei in Ordnung!
das ist ein absolut legitimer Lösungsversuch, um mit dem Leben irgendwie zurechtzukommen. Als solchen darfst Du den gerne würdigen (ja, würdigen!). Aber wie zu sehen ist, hat er leider offenbar nicht gereicht.
 
nein. Es ist menschlich.
Und ich habe immer noch deine Zeile im Hinterkopf:
Na ja, ich muss sagen, ich habe jetzt und vorhin, wo ich das hier schreibe, ein Gefühl, das ich nicht erklären kann. Mir ist total komisch im Bauch, mir gehts gerade echt nicht gut und ich kann es nicht erklären es ist befremdlich und sehr unangenehm!. Ich werde mich jetzt gleich auf das Fahrrad setzen und eine Tour machen nach meiner Antwort, das Wetter spielt ja zum Glück mit heute. Außerdem hatte ich gestern nach deiner Aussage, siehe unten, kurz Panik (lach), dass ich jetzt alleine da stehe, aber ich muss sagen, dass das der Grund war, warum ich lange im Bett wach lag und nachgedacht habe! Danke für den Anstoß!!!!
Ich glaube, das glaubst Du nur...
Also nochmal meine Einschätzung (nur meine Einschätzung, die kann total daneben liegen):
Deine Trennung halte ich für eine Folge, nicht aber die Ursache der Grundproblematik, die Du da beschreibst. Und weil ich von diesem Gefühl und dieser Einschätzung nicht wegkomme, bin ich an der Stelle schlicht kein hilfreicher Gesprächspartner für Dich. Ich bitte da um Nachsicht :/
Die Ursache für Deine emotionale Reaktion auf die Neue-Bruder-Situation liegt vermutlich noch viel weiter zurück.

Und an der Stelle springt mir in den Kopf, dass Du was von gefühlter Demütigung geschrieben hattest, später dann. Ich frage mich, ob das nicht eine "uralte" empfundene Demütigung war, die sich da wieder ihren Weg gebahnt hat...
Ich musste immer abliefern: gute Noten, Haushalt helfen, um zu sagen, hier bin ich, bei meinem Vater. Und wenn was nicht so lief, wurde gesagt, dass ich das im späteren Leben brauche, um nicht als Versager dazustehen. WILLST DU EIN VERSAGER SEIN, MEIN JUNGE, DANN MACH WEITER SO. Ich wollte nicht versagen, sondern hören: Hast gut gemacht, mein Junge. (Seufz.) Der Bruder war der Punkt, wo ich mit guten Noten auch keine Bestätigung und Lob erhalten habe, auch nicht durch Schlechtere. Und Stummerrest habe ich auch nicht mehr bekommen. Ich denke, in dem Zusammenhang ist mein Königreich zusammengebrochen.
 
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