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Drogen-MPU wegen Fahrt unter THC und Methamphetamin

Dieses Abschaum-Schema von meinem wieder vorhandenen Selbstvertrauen zu trennen und in Objektivität zu verwandeln, ist gar nicht so leicht. Schwer das zu beschreiben. Fühlt sich aber gut an wenn es mal klappt. Der Weg wird immer klarer.
 
jup. So sind wir verdrahtet..
Die Emotionszentren im Hirn funken 400ms bevor sich das moderne Großhirn mühsam zuschaltet :p

(und Dein kleiner ..sagenwirmal .. Vierjähriger hat noch so gar keine Ahnung, wer er ist oder was er kann / können wird. Für ihn stimmt es schlicht, sich so zu fühlen)
 
Kleiner Exkurs:
Darüber hat meine Tochter vorgestern an der Uni in Amsterdam eine Klausur geschrieben…
Da hatte sie mich noch ganz viel vorher gefragt.
Bitte Daumen drücken, dass die Klausur gut gelaufen ist…

:smiley138:
 
Ich denke alle drücken kräftig mit, lieber Karl-Heinz.

Wenn wir gerade bei Exkurs sind, traue ich mich jetzt mal.
Kennst Du vielleicht die Autorin dieses Buches vom Kirschbaum-Verlag?

Link

Das ist meine VP. Bei der Fotogalerie des Symposiums in Wien 2023 ist sie auch als Vortragende zu sehen.
So groß ist die Welt in Sachen MPU ja nicht. :smiley22:
 
Das ist meine VP.
Na, da solltest Du gut aufgehoben sein :smiley711:
Sollte sie so ganz andere Ideen zu Deinem Fall haben als ich, würde ich das supergerne wissen -
zum Nachkalibrieren^^

Ich bin bis jetzt schon mal ganz zufrieden, dass sie dich zunächst auch in eine D2 packt :smiley1659:
 
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…werd bekloppt. :p Da habe ich gleich einen Einstieg ins nächste Gespräch mit ihr. Bezüglich meiner neuen Erkenntnisse und vor allem wo die her kommen. Juhu!

Sollte sie so ganz andere Ideen zu Deinem Fall haben als ich, würde ich das supergerne wissen -
zum Nachkalibrieren^^

Das ist als würdest Du einem Frosch den Auftrag geben: Finde heraus wem Du besser schmeckst, einem Reiher oder einem Storch.
Selbst wenn er es wüsste, kommt nur „quaak“. :idee0003:
Probieren werde ich es natürlich. Bei unseren ersten Gesprächen wusste ich ja nicht mal richtig was D1/D2 ist.

Liebe Grüße :smiley138:
 
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Für passende Sprüche war ich immer geschätzt. Eine Eigenschaft, die ich 25 Jahre erfolgreich weg gekifft habe. Jetzt klappts langsam wieder. :smiley1659:
Ich habe es früher geschafft dass meine Mathelehrerin einen roten Kopf bekommt und mir trotzdem nie böse sein konnte. Jetzt ist sie Direktorin meiner Tochter und liebt mich irgendwie immernoch. :smiley1084:


An der Stelle lade ich nochmals dazu ein, Deinen Drogenkonsum als Lösungsversuch zu würdigen. Er hat sicherlich auch funktioniert, halt mit gewissen Nebenwirkungen^^

Deinen ehemaligen Drogenkonsum als Lösungsversuch / Skill zu würdigen. Ja, würdigen. Und dann wäre es eben vllt eher eine D2 als eine D1 - der Mißbrauch von Drogen als Lösungsversuch.
Es geht im Grundsatz darum, ob man dem Alltag einfach entfliehen will oder sich selbst so zu modifizieren versucht, dass der erlebte Alltag erträglicher wird.
Froschi hat Worte gelernt. Sind sie verständlich?
 
Ich konnte über 10 Jahre die konsumierte Menge an Meth konstant halten. Das ist schwer zu glauben und wird zu Fragen führen wie ich das geschafft habe.
Die VP hat in unseren ersten Sitzungen merklich gebohrt und ich ruderte:

Ich habe argumentiert dass ich schon gemerkt habe dass es mich und mein Leben zerstört. Ich mir abends nicht endlos Lines ballern kann, weil ich morgens dann wie ausgekotzt aussehe und auf Arbeit muss. Meine Tochter zu kurz kommt. Ich mich garnicht mehr unter Leute trauen kann. Es gab Tage mit mehr Konsum, welche mit weniger. Die 7-Tage-Bis-zum-nächsten-Gramm-Regel habe ich aber grundsätzlich eingehalten, war stolz wenn es 8 Tage lang reichte.
Das war schon zum Running Gag beim Dealer geworden. Kam ich einen Tag zu früh oder einen später, hieß es: was willst Du schon hier bzw. wo warst Du gestern?

Das alles zog gefühlt nicht so richtig und dass es viel Geld kostete, schien als Argument definitiv nicht anzukommen… das verstehe ich auch schon teilweise.
Ich ruderte weiter und (wenn ich mich richtig erinnere… ) ihr Antlitz hellte sich auf:

Meinen Zivildienst absolvierte ich in der Nähe im Landesfachkrankenhaus für Psychiatrie und Neurologie auf Station (auch einige Wochen Geschlossene). Da habe ich viel Elend gesehen, auch in Zusammenhang mit harten Drogen (dadurch vielleicht auch eine gewisse „Grundangst“ bekommen?).
Mein Opa hat sich förmlich tot gesoffen nachdem Oma gestorben war. Das habe ich als Kind einige Jahre mit angesehen (echt die ganze Palette von anfangs versteckten Schnapsflaschen bis letztendlich volluriniertes Bett und Verfall) und das hat mich unterbewusst vielleicht auch gebremst?!
In meiner Drogenkarriere bin ich mit Mitte 20 auch kurz an Kokain geraten. Ich habe mir ein einziges Mal 0,5g gekauft und war ein Wochenende darauf unterwegs. Ich habe in den Tagen danach gemerkt wie heftig mein Inneres (auch körperlich) nach mehr verlangt. Das hat mich so erschreckt dass ich es nie wieder angerührt habe. Weil es mich einfach erschlagen hätte. Ich habe mir daher eine gewisse Kompetenz und Kontrollfähigkeit eingeredet.


Ab dem Punkt mit „Antlitz aufhellen“ war ich in der richtigen Richtung unterwegs oder? Die erst genannten Motive sind zu äußerlich, habe ich das richtig wahr genommen?

Das, verbunden mit meinen Ängsten und Abschaum-Schema ist ein Argument?
 
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Ich habe argumentiert dass ich schon gemerkt habe dass es mich und mein Leben zerstört. Ich mir abends nicht endlos Lines ballern kann, weil ich morgens dann wie ausgekotzt aussehe und auf Arbeit muss. Meine Tochter zu kurz kommt. Ich mich garnicht mehr unter Leute trauen kann. Es gab Tage mit mehr Konsum, welche mit weniger. Die 7-Tage-Bis-zum-nächsten-Gramm-Regel habe ich aber grundsätzlich eingehalten, war stolz wenn es 8 Tage lang reichte.
das wären alles schöne satte D1- Argumente ... ich lese da eher Suchtdruck heraus, weniger den "Lösungsversuch wegen anderer Probleme".
Jetzt käme der Punkt, an dem Du die Entscheidung gegen Meth getroffen hast - und wie der Ausstieg so war...
 
Danke für die Einordnung. Doof, dass wir das Pferd von hinten aufzäumen müssen.

Und Du willst jetzt nicht hören das es gar nicht schwer war… und ich muss ganz tief in mich gehen.
 
Hat da denn Deine Vorbereiterin nicht genauer nachgebohrt?
Sie muss doch an dieser Stelle nach weiteren D1-Hinweisen gesucht haben - auch, um eine D1 ausschließen zu können^^
 
Was gegen eine D1 spricht: keine Dosissteigerung über die Jahre.
Du könntest mal diese Dinger hier durchgehen, so oder so ähnlich wird der Gutachter auch versuchen, Deine Drogenproblemtiefe einzuschätzen:
(Anmerkung: da steht zwar "die letzten 3 Monate", aber hinsichtlich der MPU nimmst Du bitte Deine späteren Konsumjahre.)
Weiterhin fragt der Gutachter nach Entzugserscheinungen, die hattest Du dann in Beitrag #8 schon beschrieben, das war ok.
Weitere typische Hinweisfragen kannst Du hier mal sehen:
(auch wenn dieser Selbsttest nicht zwischen Missbrauch und Abhängigkeit trennt. Die Grenze ist da leider auch fliessend.

Merke: wenn der Gutachter spürt, dass Du ehrlich und offen ihm gegenüber bist, wird er viel engagierter versuchen, die D1-Hypothese zu verwerfen. Und wenn Du ihm da genug Futter gibst, dann hast Du sie los :)
 
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p.s.: ein starker Hinweis Richtung Sucht wäre:
Verlangen (Craving): Hattest du ein starkes Verlangen oder einen Drang, Meth zu konsumieren?

oder anders: Die Droge will sich selbst, da braucht es gar kein ursprüngliches Problem mehr, dafür hast Du eins mehr. So spätestens ab Tag 8?^^
(Deshalb habe ich da oben so gezuckt - und Deine Vorbereiterin wohl auch. DEN Teil der Vergangenheit könntest Du vllt.. öhm.. anders beschreiben)
 
Hat da denn Deine Vorbereiterin nicht genauer nachgebohrt?
Sie muss doch an dieser Stelle nach weiteren D1-Hinweisen gesucht haben - auch, um eine D1 ausschließen zu können^^

Ich schau nochmal auf den Mitschriften der Vorbereitung.
Das ist halt auch schon 1 Jahr her und ich wusste nichts von D1/D2. Ich kannte das MPU-Heftchen der BAST, mehr nicht.
Wir haben 400min am Anfang der Abstinenz gemacht und jetzt, nach 12 Monaten voll (Bewährungszeit genannt), kommen nochmal 200min in den letzten 3 Monaten Abstinenz. Dann MPU.
Was ich mit Bestimmtheit sagen kann: Ich bin nach 400min raus mit Forderung 15 Monate Drogen-Abstinenz, Hinweis auf möglichst risikoarmen Alk-Konsum und der Aussage ich sei auf einem guten Weg. Nicht mehr nicht weniger.

Ich habe seitdem 2 schlechte MPU-Bücher gelesen und das Forum aufgesaugt.
Lieber Joost, wir würden uns nicht kennen, wenn mir das nicht auch komisch vorkäme. :hand0025:

Vermutungen vom Stammtisch bezüglich großen MPU-Instituten begleiten mich aber schon eine Weile. Dieses Fass lass ich aber zu.
Führerschein sicher behalten ist mein Ziel.
 
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