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Einschätzung erbeten: Mischkonsum (D2/A2)

An100

Neuer Benutzer
Hallo zusammen,

ich bereite mich aktuell auf meine MPU vor und brauche eure Einschätzung.

Hintergrund:

• Delikt: Vor ca. 5 Jahren. Die Polizei wurde von Bekannten aus sorge gerufen. Aus Angst vor einer Sozialen Situation gefahren.

• Substanzen: Mischkonsum aus Alkohol (1,4) und Drogen (Kokain/Amphetamin).

• Fragestellung der Behörde: Nur Drogen.

Vorbereitung & Abstinenz:

• Abstinenznachweise: 12 Monate für Alkohol UND Drogen

• Therapie: 2,5 Jahre Psychotherapie (70 Stunden).
Seitdem auch ohne Substanzen.

• Aufarbeitung: Soziale Phobie/Angststörung als Hintergrund für Selbstmedikation.

Meine Fragen an euch:

1. Mein Beratungsschreiben nennt die Hypothesen A2 und D2. Reichen hier 12 Monate Abstinenz bei Mischkonsum aus, oder sollte ich mich auf eine Forderung nach 15 Monaten einstellen?

2. Da die Behörde nur nach Drogen fragt, ich aber für beides Abstinenz belege: Wie offensiv sollte ich den Alkohol im Gespräch thematisieren da er eigentlich meine Medikation war?

3. Gibt es bei der Kombination "Soziale Phobie + einmaliger Drogenkonsum + gelegentlicher Alkohol" Stolperfallen im Gespräch?


Vielen Dank für eure Hilfe!
 
Hallo An100,

willkommen im Forum.

Bitte sei so nett und fülle zunächst den entsprechenden Profilfragebogen aus, das macht die Einschätzung bzgl. deiner Fragen, für die Experten hier, leichter.
 
Drogen

Zur Person
Geschlecht: W
Alter: 30

Was ist passiert?
Drogensorte: Alkohol / Kokain/Amphetamin
Konsumform (Dauer und Häufigkeit je Substanz): alkohol - gelegentlich
Drogen - einmalig
Datum der Auffälligkeit: 2021

Drogenbefund
Blutwerte:
Alkohol - 1,4
27ng Amphetamin
10ng Kokain
240ng Benzoylecgonin

Stand des Ermittlungsverfahrens
Geldstrafe abbezahlt


Führerscheinstelle
Hab schon in meine Akte geschaut Ja/Nein: Nein
Sonstige Verstöße oder Straftaten?: Nein
Genaue Fragestellung der FSSt (falls bekannt):
Drogen

Bundesland:

SH

Konsum
Ich konsumiere noch: Nein
letzter Konsum: Alkohol - 2,5 Jahre
Drogen - 2021

Abstinenznachweis
Urinscreen: 12 monate

Aufarbeitung
Psychologe: 2,5 Jahre Verhaltenstherapie

MPU
Datum: -
Welche Stelle (MPI): TÜV Nord
Schon bezahlt?: Nein kurz davor


Altlasten
Bist du Rückfalltäter?: Nein
 
Schön, dass du hier gelandet bist :smiley138:

Also, knapp formuliert: theoretisch schon.
Allerdings hat sich in der Praxis nach der Einführung der BUK 4 eher gezeigt, dass 15 Monate vorausgesetzt werden, insbesondere bei Mischkonsum.

Letztendlich ist aber die psychologische Aufarbeitung das Entscheidende.
Es ist keine positive Prognose möglich, ohne Motive, Vermeidungsstrategien, Konsumhistorie etc. tiefgreifend anhand der persönlichen Biographie aufgearbeitet zu haben.

Einige Informationen von dir finde ich hinsichtlich einer offenbar zeitnah bevorstehenden MPU bedenklich:
- noch keine Akteneinsicht
- „gelegentlicher“ Alkoholkonsum
- „einmalige“ Einnahme illegaler Substanzen
- die Erwähnung „Stolperfallen“

Wer eine gute Aufarbeitung hat, weiß, dass es idS nur resp. keine „Stolperfallen“ gibt.
Es gibt nur Fragen des Gutachters, deren glaubwürdige Antworten ihn eine Hypotheseneinordnung und eine Prognose erstellen lassen kann.

Welche MPU-Vorbereitung hast du gemacht ?
Was für eine Beratung hast du gemacht ?
Anhand welcher Infos/Kriterien hast du diese Einordnung bekommen ?
Wie viele Stunden ( Einzelsitzungen ? ) hast du gemacht ?
Hast du auch einen Bericht über die Vorbereitung erhalten ?

Mein Vorschlag, um dir sinnvoll helfen zu können, fülle doch mal den großen FB aus.
Dann können wir gemeinsam schauen, wo du hinsichtlich „MPU-Reife“ stehst.
Und auch erst dann lässt sich in Bezug auf Verzahnung Gebrauch psychotroper Substanzen / „Sozialphobie“ als Ursache für Selbstmedikation dir sinnvoll helfen.

Soweilt zumindest meine Einschätzung :smiley138:
 
Erstmal vielen dank für die ausführliche Antwort! @Karl-Heinz

Ich war vor ein paar tagen bei einem Beratungsgespräch vom Tüv nordkurs. Dort wurde mir dann ein Empfehlungsschreiben mit den Hypothesen A2/D2 ausgestellt, 15 Monate Abstinenz und ihr teurer Gruppenkurs empfohlen. An dem ich ohne die 15 Monate auch nichtmehr hätte teilnehmen können ;-)

Ich habe eine Therapiebescheinigung über die 70 Stunden wo auch drin steht, dass aus ihrer Sicht keine Suchtproblematik besteht. Da ich der Meinung bin, dass dies mehr wert ist als dieser überteuerte Gruppenkurs habe ich mir in einer neue Beratungsstelle ein Termin gemacht. Dort möchte ich noch ein paar einzelstunden nehmen um mich gezielt auf das Thema MPU vorzubereiten da dies kein teil meiner Therapie war. ( was auch in meiner Bescheinigung steht damit nicht der Eindruck entsteht ich hätte es nur deswegen gemacht)

Von meiner psychologischen Aufarbeitung und Entwicklung bin ich 100% überzeugt. Mein Leben hat sich komplett geändert. Von jahrelang arbeitslos aus angst und konsum als hilfe für soziale Veranstaltungen -> zu berufstätig ( bald in ausbildung ) mit vielen hobbys und Zukunftsplänen.

Akteneinsicht werde ich nun beantragen. Wusste tatsächlich nicht dass dies so wichtig ist. Danke dafür!

„Stolperfallen“ war vermutlich das falsche Wort. Wird die Tatsache dass mein Konsum an eine Soziale Phobie gebunden war mir mehr Probleme bereiten?


Wo finde ich den großen FB?


Vielen vielen dank!
 
Sehr gerne, dafür sind wir ja da :smiley138:


Hier müsstest du halt den Alkohol noch mit „einbauen“.

Noch einmal kurz zur Akteneinsicht:
Du hast dir ja die BfF ( Begutachtungsstelle für Fahreignung ), in deinem Falle TÜV, schon ausgesucht.
Ist deine Akte also noch in der FEB ?
Oder schon beim TÜV ?
 
Hey! :)
Ich hoffe die antworten in dem FB helfen und ich habe es einigermaßen verständlich erklärt.
Zu der unten genannten Panikstörung möchte ich noch erwähnen, dass diese in meiner Bescheinigung als austherapiert gekennzeichnet ist. Also nichtmehr vorhanden :)

Zu meiner Akte.. da ich schon eine Rechnung vom TÜV erhalten habe und die nurnoch auf meine Zahlung in einem Monat warten würde ich sagen dass die schon beim TÜV ist.. Kann ich dann keine Einsicht mehr erlangen?

Vorgeschichte:

1. Wann haben Sie das allererste Mal von illegalen Drogen gehört?

Mit 16 wo Freunde sich ausprobiert haben

Alkohol ebenfalls


2. Wann haben Sie das erste Mal konsumiert?


Alkohol - in der Jugend ca. mit 17

Drogen - einmalig 2021


3. Wie sah der Konsum aus? (Konsumbiografie-Was, Wie, Welche Gelegenheit?)

Alkohol - gelegentlich von 1x in 3 Monaten bis hin zu 1-2x pro Monat vor/bei Treffen wo viele Fremde sind. ( Geburtstage, Partys )


4. Haben Sie Drogen zusammen mit Alkohol konsumiert?

Einmal

5. Wie ist der Umgang mit Alkohol gewesen?


Der Umgang war nie aus Genuss oder „Spaß“ sondern immer mit dem Hintergedanken mich lockerer zu machen.


6. Sonstige Suchtmitteleinnahme?

Nein

7. Haben Sie bei sich negative Folgen festgestellt?

Ja! Die kurze versuchte „lockerung“ durch Alkohol hielt natürlich nie lange an. Danach hatte ich mehr Ängste als vorher. Ich habe sogar Panikattacken entwickelt.

8. Haben Sie trotz negativer Folgen weiter konsumiert?

Seit der ersten Panikattacke und der realisation was für ein Teufelskreis das ist habe ich niewieder Alkohol getrunken.

9. Was für Werte wurden bei Ihrer Auffälligkeit festgestellt?

1,4 Promille

27ng Amphetamin

10ng Kokain

240ng Benzoylecgonin


10. Wann und wieviel haben Sie in der Woche vor der Auffälligkeit konsumiert?


Phasenweise siehe oben


11. Wieviel und was haben Sie am Tag der Auffälligkeit Konsumiert?

6 Bier

2 Mischen

Paar Schnäpse

2 Lines


12. Gab es einen besonderen Grund für diesen Konsum?


Eine weggezogene Freundin in einer anderen Stadt besuchen wo auch ihre neuen Freunde waren.


13. Wie sind Sie auffällig geworden?

Die Freunde der genannten Freundin haben die Polizei gerufen.


Nur für die, die im Straßenverkehr ermittelt wurden(auch Parkplatz):


14. Was war der Zweck der Fahrt?


Da mein geplanter Schlafplatz geplatzt ist sollte ich bei einer bis dahin mir fremden Person übernachten. Ich habe Panik bekommen und wollte nachhause flüchten.


15. Wie weit wollten/sind Sie (ge)fahren?

40km


16. Wie oft waren sie bereits unter Drogeneinfluss im Straßenverkehr unterwegs?


Nie


17. Wie haben Sie den Konflikt zwischen dem Drogenkonsum und dem Führen eines Kraftfahrzeuges gelöst?



18. Wieso ist es verboten unter Drogeneinfluss ein KFZ zu führen?

(Beschreibung bitte für die zutreffende Substanz)


Weil sowohl Alkohol als auch jede Art von Drogen die Wahrnehmung und Reaktionsfähigkeit beeinflusst.


19. Wie lange stehen Sie nach dem Konsum von Drogen unter deren Einfluss?


Alkohol baut grob geschätzt 0,1 pro Stunde ab allerdings spielen auch die Nachwirkungen (Schwindel durch Kater) eine rolle.

Bis zu mehreren Tagen je nach Substanz


20. Sind sie sich darüber im Klaren, welche Folgen es bei einem täglichen Konsum gibt?


Man wird körperlich und psychisch süchtig. Man ist nie komplett klar im kopf auch wenn man sich so fühlt. Dies gefährdet das alltägliche leben in allen Bereichen. ( Job, Familie, Freunde und natürlich den Führerschein sollte man trotzdem fahren )

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Warum ist es passiert?


21. Welche persönlichen Hintergründe gab es für den Drogenkonsum?


Alkohol - Selbstmedikation

Drogen - Hoffnung klarer und entspannter zu werden an diesem Abend


22. Wie hat sich Ihr Umfeld über Ihren Drogenkonsum geäußert?


Alkohol - leider sehr verharmlost bei Freunden, Familie fand diese Methode noch nie gut

Drogen - Enttäuschung von allen da ich es vorher nie gemacht habe


23. Gab es Ereignisse in Ihrem Leben, die zu verstärktem Konsum geführt haben?


Da ich damals in der Schule gemobbt wurde habe ich ängste vor Situationen entwickelt wo ich sprechen oder agieren muss. Ich mochte noch nie gerne Einkaufen, im Bus mit geld zahlen anstatt karte vorzeigen, usw.

Wo ich nichtmehr zur Schule musste wurde alles noch schlimmer da ich mich nicht getraut habe eine Ausbildung zu machen. Ich habe viele Situationen einfach vermieden und bin so immer tiefer in die Angst gerutscht. Und so auch immer tiefer in den Konsum.


24. Haben Sie sich an Jemand um Hilfe gewandt, um den Drogenkonsum zu beenden?

(Warum, wann, wer?)


Direkt für den Konsum nicht allerdings habe ich begriffen dass ich die Ursache für meinen Konsum endlich behandeln lassen muss damit ich auch keinen Konsum mehr „brauch“ Also habe ich mich an eine Psychologin gewendet.


25. Gibt es in Ihrer Familie aktenkundige Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz oder Suchtkrankheiten?

Nein

26. Hatten sie Konsumpausen/spitzen?

Warum? Wann?

Konsumpausen waren wenn ich mir nichts vorgenommen habe und die spitzen dann wenn ich oft unter Menschen gegangen bin.


27. Was hat Sie daran gehindert, ohne Droge abzuschalten?


Die Angst sich zu blamieren und im Gedankenkarussell festzuhängen.

( hat natürlich nicht immer funktioniert da man sich unter Substanzen nochmehr blamiert )


28. Waren Sie gefährdet in eine Drogenabhängigkeit zu geraten?


Ich denke da ich den Alkohol damals aus diesen Gründen getrunken habe ist es auch irgendwo eine psychische Abhängigkeit auch wenn keine tägliche und körperliche.


29. Waren sie drogenabhängig?


siehe 28.


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Wieso passiert das nicht wieder?



30. Hätten sie, rückblickend, eine Drogenkarriere verhindern können?


Aufjedenfall! Ich hätte mir schon viel früher professionelle Hilfe für meine Phobien suchen müssen. Damit wäre der nutzen für Alkohol schon früh überflüssig geworden.


31. Wieso haben Sie sich für eine Abstinenz entschieden?

Ich habe nach meiner ersten Panikattacke ( unter alkoholeinfluss ) mit todesangst eine Panikstörung entwickelt. Das heißt tägliche Panikattacken bei jeder art von Aktivität. Das hat mir gezeigt wie gefährlich mein weg der Bewältigung war. Ich habe erkannt dass alkohol nie eine gute Lösung war sondern noch das Öl im Feuer.


32. Beschreiben Sie den Punkt, an dem Sie sich für ein abstinentes Leben entschieden haben (Knackpunkt)

siehe 31


33. Wieso kommt für Sie nur Abstinenz und nicht für gelegentlicher Konsum in Betracht?


Da ich durch meine Verhaltenstherapie gelernt habe wie ich mit meine Ängsten umgehen kann sehe ich in Alkohol keinen nutzen mehr. Eher das Gegenteil ich hab gelernt dass dieser nur alles verschlimmert. Daher ist auch der gelegentliche Konsum nichts für mich.


34. Wie haben Sie die Umstellung zur Abstinenz erlebt?


Am Anfang war es natürlich schwer meine Expositionsübungen der Therapie nüchtern durchzuführen aber mit der Zeit wurde es immer besser. Außerdem war es erschreckend wieviele „Freunde“ einen nichtmehr fragen ob man mitkommen möchte weil man ja nichtmehr trinkt. Man wurde bei denen die kleine „spießerin“ weil man deren Konsum inzwischen kritisch hinterfragt. Ich habe aber schnell gemerkt wie gut mir die Abstinenz und Therapie tut und es endlich bergauf ging.


35. Wer hat Ihnen dabei wie geholfen?


Meine Familie und mein Partner haben mir den nötigen halt gegeben mich nicht komplett ausgeschlossen zu fühlen.

Meine Therapeutin hat mir in den 70 therapiestunden die nötigen Werkzeuge gegeben um in jeder Situation weiter an mir zu arbeiten.


36. Wie reagiert Ihr Umfeld auf diese Umstellung?


Familie, Partner - sehr positiv sie sind froh dass ich diesen Weg jetzt gegangen bin.

Freunde - gemischt.. von einigen musste ich mich lösen da deren Konsum ungesund war. Die engsten freunde seit Kindheit unterstützen mich aber. Sie verstehen meine Hintergründe und sehen dass es die richtige Entscheidung ist.

Allerdings hab ich auch viele neue Freunde dazu gewonnen die ebenfalls nichts konsumieren.


37. Haben Sie nach der Auffälligkeit weiterhin Kontakt zu Ihren Drogenbekannten gehabt?


Ja bei Alkohol und auch bei Drogen. Mein engstes Umfeld trinkt alkohol zu anlässen wie Weihnachten,Silvester. Ich habe aber auch trotzdem noch Freunde die Drogen konsumieren.


38. Haben Sie nach Ihrer Auffälligkeit miterlebt, wie Ihre Bekannten Drogen konsumiert haben?


Ja da ich inzwischen nüchtern zu Veranstaltungen gehe habe ich es sogar mehr mitbekommen als vor meiner Abstinenz.


39. Wie haben Sie in Zukunft vor mit dem Konsum umzugehen?

Ich möchte mich auch weiterhin um meine Psychische Gesundheit kümmern und so einen Konsum verhindern. Ich strebe eine lebenslange Abstinenz an.

40. Haben Sie zu Hause Drogen?


Ich habe Bier zuhause was mein Partner im Kühlschrank lagert aber keine Drogen.


41. Wie wollen Sie es gegebenen Falls in Zukunft verhindern, nochmals unter Drogeneinfluss ein KFZ zu führen?

Ich habe gelernt dass man sich jederzeit um seine Psyche kümmern muss. Ich bin durch meine Therapie nicht „geheilt“. Man muss alles was man gelernt hat aufrechterhalten und im optimalfall weiter ausbauen. Ich habe gelernt meine Gedanken zu defusionieren. Also ist mein plan dies weiterhin zu tun um natürlich garnicht erst zu konsumieren. Ich habe seit dem Vorfall immer 100€ als „notfall-geld“ dabei. Für ein Taxi oder ein Hotel. Diese Methode würde ich mit meinem Führerschein beibehalten um jedes Risiko auszuschließen.

42. Wie wollen Sie einen beginnenden Rückfall erkennen?

Durch meine lebenslange Vermeidung erkenne ich es schnell wenn ich wieder in die Vermeidung gerate. Nun kann ich direkt gegensteuern. Ich sehe neue Soziale Interaktionen inzwischen als Challenge und nehme diese gerne an. Ich habe mir inzwischen ein neues Leben aufgebaut mit neuen Hobbys, Job und in Zukunft eine Ausbildung und danach Familienplanung. Um EVENTUELL wieder in diesen psychischen Ausnahmezustand zu gelangen müssten all diese Sachen gleichzeitig komplett wegfallen. Dies halte ich für sehr unwahrscheinlich. Außerdem habe ich wenn ich mal nicht weiter weiß auch weiterhin meine Therapeutin an meiner Seite als rückfallprophylaxe.


43. Wie ist derzeit der Konsum von Alkohol bei Ihnen?


Kein Konsum, kein Verlangen
 
Hey @Monster ! :)
Ich habe so einen Fragebogen noch nie ausgefüllt und dachte ich versuche euch nur kurz und knackig meine Geschichte zu erzählen. Sage mir gerne was mir deiner Meinung nach fehlt.
 
Also, mir ging beim Lesen deines FBs das Gleiche durch den Kopf….

Ich habe so einen Fragebogen noch nie ausgefüllt
Das geht außer WHTn allen so..

und dachte ich versuche euch nur kurz und knackig meine Geschichte zu erzählen.
Nein, das tust du nicht.
Nicht mal ansatzweise.

Sage mir gerne was mir deiner Meinung nach fehlt.
Ich sage es „kurz“ und „knackig“:
Alles !!

Genauso kurz und schmerzlos:
Null Chance auf eine positive MPU !
 
Okay okay.. ich merke worum es geht. Ich habe vor meiner „Forum Recherche“ gerade nicht gewusst, dass ihr euch tatsächlich lange ausführliche antworten durchlesen wollt. Ich werde mich morgen an den PC setzen und den FB erneut ausfüllen.
Danke trotzdem schonmal fürs Feedback ;)
 
Also, um ehrlich zu sein, wird es meiner Einschätzung nach auch durch Ausführlichkeit nicht besser.

Wenn der GA schon einmaliger Konsum hört, hast du die H0 geschossen ( Unglaubwürdigkeit ).
Dann rechnest du im wahrsten Sinne des Wortes offenbar mit erneutem Konsum, da du immer 100,- dabei hast.
Du „strebst“ eine lebenslange Abstinenz an.
Usw., usw., usw.
Dann hast du noch nicht einmal in deine Akte geguckt…

Außerdem:
Was glaubst du denn, was wir implizieren, wenn wir nach dem FB fragen ?
Du willst doch deine Fragen beantwortet haben.
Du brauchst Hilfe.
Was bitte sollen wir solchen hingeklatschten Stichworten entnehmen ?

Wir opfern hier unsere Freizeit und bieten kostenlose und fachkompetente Hilfe.
Da dürfen wir doch erwarten, dass der Hilfesuchende sich Mühe gibt, oder nicht ?
 
Das habe ich mir schon fast gedacht, dass diese aussage falsch rüberkommen kann. Ich habe die 100€ nicht dabei weil ich Angst oder vorhabe zu trinken. Ich habe sie dabei weil ich so eine „ich verlasse mich auf andere bzgl. eines Schlafplatzes “ Situation nichtmehr ohne plan B eingehe.

Das mit dem einmaligen Konsum ist tatsächlich auch ein großes Fragezeichen in meinem Kopf was ich hoffe mit euch oder dem Berater in Einzelgesprächen klären zu können.. Ich verstehe, dass dies unglaubwürdig rüberkommt da man normalerweise nicht beim ersten konsum erwischt wird. Allerdings ist dies leider meine Wahrheit und ich frage mich ob es wirklich sinnvoll ist die Wahrheit zu verdrehen? Mein Problem war eigentlich immer der Alkohol und nun hab ich eine Drogen MPU..

Die Akte war auch meine Frage.. kann ich dort noch Einsicht fordern?

Das dürft und sollt ihr aufjedenfall erwarten! :)
Sorry!
 
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