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FB Alkohol Wiederholungstäter 2,8 ./.

Mein Lieblings Platz ist die barista Bar wo es vorzüglichen Café con leche gibt
Die alkoholfreien Cocktails sind nicht so lecker die Säfte sind
Echt Gewöhnungsbedürftig. So gibt’s Cola Zero, Café und Wasser mit Gas und Linette
 
Ich glaube nicht, dass du zu früh dran bist. So kann sich deine Verhaltensänderung festigen, du brauchst keine Zettel usw..
Da stimme ich dir zu. Ich werde sicherer, da ich mich mit Vernunft mit meiner Geschichte auseinandergesetzt habe. Auch mein Verhalten bezüglich der Verwendung von Skills hat sich irgendwie automatisch verändert, da wo ich mich letztes Jahr noch mit Therapieknete abgelenkt habe, zwischendurch noch hastig nen Kaffee u ne Zigarette brauchte, dort kann ich mich heute ruhig hinsetzen lesen, schreiben etc. Ich bin kein „aufgescheuchtes Huhn“ mehr.
Mein innerer Friede ist da und bleibt, wenn ich mich selbst nicht mehr verlasse.
 
Nein, ich habe den FB noch nicht erstellt. Ich möchte noch "warten" bis ich mit der Aufarbeitung der Kindheitserfahrungen weiter bin. Zur Zeit wären es eher - wenn auch schon recht konkrete - Absichtserklärungen.
 
Guten Morgen, ich wollte in Bezug auf Rückfallprophylaxe / Zukunftsprognose gerne noch etwas hinzufügen. Ich war ja ein aktives Mitglied in meiner Selbsthilfegruppe, sogar stellvertretende Gruppenleiterin. Ich habe bei der Drob die Probleme angesprochen, mir wurde ich sag mal vorsichtig von einem Wechsel abgeraten, aber im Laufe der Zeit haben sich in meiner damaligen Selbsthilfegruppe Veränderungen ergeben, die für mich zunehmend belastend wurden. Innerhalb der Gruppe entstanden Spannungen und unterschiedliche Vorstellungen, wodurch sich die Atmosphäre spürbar veränderte. Mehrere Teilnehmer verließen die Gruppe, und auch ich merkte, dass mich die Situation innerlich immer stärker beschäftigte.
Zunächst wollte ich trotzdem bleiben. Mir fiel es schwer, die Gruppe loszulassen, weil mir Zusammenhalt und Verantwortung wichtig sind. Ich habe versucht, mich weiterhin einzubringen und die Situation mitzutragen. Gleichzeitig merkte ich jedoch, dass mich die Gruppensituation mehr Kraft kostete, als sie mir Stabilität gab.
Mit der Zeit wurde mir bewusst, dass ich wieder in ein altes Muster geriet: Ich achtete sehr auf das Wohl der anderen und stellte meine eigenen Bedürfnisse zurück. Dabei übersah ich, dass eine Selbsthilfegruppe für mich ein sicherer Ort sein sollte, an dem ich zur Ruhe kommen kann und nicht dauerhaft unter innerer Anspannung stehe.
Bevor ich eine Entscheidung traf, habe ich mir bewusst Rat von außen eingeholt und eine andere Gruppe besucht. Dort erlebte ich einen ruhigen, wertschätzenden Abend und spürte deutlich, wie entlastend eine harmonische Atmosphäre für mich ist. Das hat mir gezeigt, was ich für meine eigene Stabilität brauche.
Letztlich habe ich mich deshalb entschieden, die bisherige Gruppe zu verlassen und einen Neuanfang in einer anderen Selbsthilfegruppe zu machen. Diese Entscheidung fiel mir nicht leicht, aber sie war für mich ein wichtiger Schritt. Zum ersten Mal habe ich nicht aus Pflichtgefühl gehandelt, sondern meine eigene Stabilität und Zufriedenheit ernst genommen.
Heute sehe ich diesen Wechsel als Teil meiner persönlichen Entwicklung. Ich habe gelernt, gesunde Grenzen zu setzen und Verantwortung für mich selbst zu übernehmen. Die neue Gruppe gibt mir wieder das Gefühl von Ruhe, Offenheit und Unterstützung, das ich für meinen weiteren abstinenten Weg brauche.
Ich habe meiner Beraterin dann einen Brief geschrieben, ihr meine Gründe und mein Vorgehen geschildert.
Sie hat letztendlich doch positiv auf meine Entscheidung reagiert, denn ich habe
-meine Entscheidung reflektiert
-vorher Beratung gesucht
-keine impulsive Handlungen gemacht
-klare Selbstfürsorge getroffen
-Abgrenzungsfähigkeit bewiesen

Manchmal ist ein Rückschritt auch ein Fortschritt. Mein alter Weg wäre
Anpassung & Aushalten gewesen.

Die Ausbildung zum Suchtkrankenhelfer werde ich trotzdem antreten, auch wenn ich die nun aus eigener Tasche bezahlen müsste.
 
Hallo,
die Akteneinsicht habe ich heute unternommen. Es ist nichts sonderlich Neues dazugekommen. Ich war insgesamt 5 Minuten mit Auto unterwegs. Es lässt meine Annahme zu, dass ich entweder zu meinen Eltern fahren wollte oder Nachschub holen, ich aber wegen der kurzen Zeit mein Vorhaben abgebrochen habe.
Ja nun habe ich mich nicht kooperativ verhalten, mein Verhalten war nicht altersgemäß und ich wollte im Beisein der Polizei zuhause etwas trinken. Die Ärztin hat meinen Gang u Sprache als sicher bezeichnet. Auf einem Bein stehen u Finger an die Nase Test hat nicht geklappt. Ich bin wechselhaft im Verhalten und weinerlich gewesen.
Alles in allem kann ich mir durchaus vorstellen, dass ich so drauf gewesen bin. Ich bin ein komplett anderer Mensch unter Alkohol. Traurig, einerseits, dass es soweit kommen musste, andererseits hat dieser Vorfall mein Leben so positiv verändert.
 
Guten Morgen,
diejenigen die meine Geschichte bzw. Fall kennen, wissen ja bereits, dass ich nicht eine reine Suchttherapie gemacht habe. Normalerweise wäre dieses bei der MPU als solches nicht ausreichend. Nun hat mir meine Suchtberaterin aber gesagt, dass es in meinem Fall passt. Für mich war die Therapie von Anfang an das Passende für mich. Für mich stellt sich aber die Frage, reicht der Bericht so? Ist er so gut, wie mir bestätigt wurde? Gibt es hier jmd. dem ich den Brief als PN schicken kann, der sich auskennt u mir Rückmeldung geben mag?
Ihr wisst Ja mittlerweile von mir, dass ich meine Aufarbeitung nicht nur für die MPU mache.
Grüße
 
Einen Therapiebericht zur ambulanten Therapie bei der Drob bekomme ich kurz vor der MPU.
das wäre ok, wenn diese Therapie zu Stabilisierungszwecken gedacht ist; Sollte sie maßgeblich zur Veränderung beigetragen haben, verlangen die BUK eine "Erfolgsüberprüfungsphase" von mindestens 6 Monaten mit Nachweisen im Anschluss. Achte da vllt bisschen drauf, dass das richtige draufsteht^^ :)
 
Es wird ja nach einem Jahr eine Traumatherapie empfohlen, wie sieht das aus ?
Ja genau, vom Therapeuten wurde es so empfohlen, dass ich mich zuerst um meinen Führerschein kümmern sollte, um diese Abhängigkeit zur Familie zwecks Fahren abzulegen. Für mich war das direkt nach der Therapie auch annehmbar, bzw. auch sicher, dass ich gerne die Trauma Therapie in der Klinik mache. Nun hat sich aber nach mittlerweile fast einem Jahr eine andere Situation ergeben. Wo ich und auch meine Suchtberaterin der Meinung sind, stationär in diesem Setting wäre ein Rückschritt. Ich habe daraufhin verschiedene Therapeuten hier in der Gegend abtelefoniert, eine Adresse gefunden. Da ich aber auch aus meiner Vergangenheit gelernt habe, nicht alles auf einmal bewältigen zu müssen, habe ich mich dazu entschieden, dass nach der MPU anzugehen. Und zwar wirklich für mich u nicht, um dem Gutachter etwas zu erzählen.

Was ich noch ergänzen möchte, es hat sich auch aufgrund der längeren Abstinenz u eigener Aufarbeitung, Termine bei der Drob bzw. SIA einiges für mich auch so schon zum Positiven verändert. Mein offener Umgang mit meiner Krankheit u auch durch meine deutlich ruhigere Art, ein ausgeglichener Tagesablauf etc. hat sehr viel bewirkt. Mich haben vor allem Schlafprobleme u Albträume geplagt, die sind weg bzw. wenn ich morgens aufwache, weiß ich gar nicht ob ich geträumt habe, so mal eben schnell erklärt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Was ich sehr gut in dem Bericht finde, dass die vorherige und jetzige Situation mit deinem Mann, gerade was deine „Rolle“ anbelangt, so positiv bewertet wurde.
Das hattest du ja auch schon erzählt, aber es ist doch gerade für den GA „beruhigender“, wenn es auch in einem Klinikbericht schwarz auf weiß steht.
 
Diese für uns „neue“ Rollenverteilung kommt uns beiden zu Gute. Grob gesagt, ich kann mich auf meine Sachen konzentrieren, gerate nicht in die Überforderung oder Bemutterung.
Er „wächst“ mittlerweile auch an seinen Aufgaben. Was zuerst für ihn unbequem erschien, fördert jetzt ein anderes Selbstbewusstsein. Wir begegnen uns auf Augenhöhe. Nicht wie Mutter - Kind. Klar gibt es aus gesundheitlichen Gründen eine andere Rollenverteilung wie in klassischen Familien, aber es klappt zunehmend besser.
Und schon gar nicht, wie zu nassen Zeiten, wo ich nichts konnte, das komplette Gegenteil war.
 
Ich bin total beruhigt, dass ich hier so offen u selbstbewusst z.B. auch den Klinikbericht hinterlassen kann. Klar hatte ich Bedenken, dass viele positive Ereignisse dort nicht explizit erwähnt wurden und so viel über mein Knie :smiley624: geschrieben wurde. Aber auch hier hat sich eine gesunde Lebensweise mit ausreichend Bewegung auch bemerkbar gemacht. In diesem u auch doch anderen Zusammenhängen muss ich diese, oft als streng empfundene Aussage meiner Mutter „ohne Leistung keinen Preis“ als doch von Vorteil ansehen. Meine Sichtweise hat sich verändert, ich kann meine alten Trigger mit einem Lächeln annehmen.
 
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