Guten Tag, vielen Dank für die vielen Nachrichten, dann versuche ich mal auf alles einzugehen ;-)
Zum Thema Paracodin:
Mir ist klar wie es sich anhört, hier kann ich aber nur dabei bleiben was ich gesagt hatte, es war ein Versehen. Natürlich sagt das einiges über meine, immer noch fehlende, Risikoeinschätzung zu Substanzen zu dem Zeitpunkt aus, das Bewusstsein zu Drogen/Medikamenten welches ich hätte haben sollen nach 14 Monaten war offenbar bei weitem noch nicht vorhanden. Allerdings habe ich wirklich nicht bewusst konsumiert um mich zu berauschen oder eine Wirkung zu erhalten, die über das Stillen des Reizhustens hinaus geht. Angefügt ein Bild der Verpackung, ich las leider nur das plakative "Reizhusten" und dann war die Entscheidung getroffen das Medikament zu nehmen, ohne mich damit zu beschäftigen worum es sich hier wirklich handelte. Andere Hustenstiller hatten wir zu dem Zeitpunkt nicht zuhause, also traf ich die bequeme Entscheidung, zu nehmen was da ist. Wie gesagt, hätte ich mich wirklich mit dem Medikament beschäftigt und hätte gewusst dass es sich um ein verschreibungspflichtiges Opioid handelt, hätte ich es nie genommen. Ich wusste dass ich am nächsten Tag zur UK muss und habe noch vor dem schlafen gehen eine Tablette genommen, um nicht vom Husten beim Schlaf gestört zu werden um bloß den Termin nicht zu verpassen. Als ich das positive Ergebnis erhielt wusste ich zunächst auch nicht weshalb ich positiv auf Dihydrocodein bin, bis mir langsam dämmerte dass ich mich nicht informiert hatte, was ich wirklich eingenommen hatte.
Also, es handelt sich natürlich nicht um einen kleinen Fehler, das war ein schwerwiegendes Fehlverhalten welches zeigt, dass ich die Tiefe des Problems damals noch nicht verstanden hatte, aber dennoch war es ein "Versehen" und ich hatte in keinster Absicht vor, mich mit dieser Substanz zu berauschen oder Sie missbräuchlich zu verwenden.
Noch zum Verständnis, es lag bei uns in der allgemeine Medizinbox wo Pflaster, Salben, Hustenbonbons, Ibuprofen etc. auch liegt.
Ich sah also in dem Moment leider keinen Grund mich intensiv mit dem Medikament auseinander zu setzen.
Zur Konsumgeschichte:
Gut, was den Koksinkonsum angeht habe ich etwas beschönigt, der Komsum hat häufiger als sechsmal stattgefunden. Der Zeitraum des Konsums passt aber, auch die Mengen sind ziemlich ähnlich geblieben, etwa 0.2-0.3g an einem Abend gemischt mit Alkohol.
Alkohol generell, "mal ein Sekt zum Anstoßen" war auch etwas beschönigt. Alkohol habe ich zwar wirklich nur selten konsumiert, da mir der starke Rausch mit mit der körperlichen Unkontrollierbarkeit definitiv nicht gefallen hat(die Erfahrungen habe ich gemacht als ich die ersten Male Alkohol trank) aber es kam durchaus vor, dass an einem Abend mehrere Bier oder auch mal 2-3 Gläser Wein getrunken wurden, "sinnloses" Betrinken mit viel hochprozentigem oder großen Mengen Bier kam allerdings nicht vor.
Was den Konsum von Cannabis und Ecstasy angeht entspricht das der Wahrheit, den Konsum von Cannabis habe ich eigenständig eingestellt und Ecstasy nur selten konsumiert, bis ich auf Kokain umgestiegen bin.
Zur psychologischen Tiefe:
Ich habe den FB nur oberflächlich ausgefüllt, ich dachte es geht nur darum einen groben Überblick zu behalten über Motive und Konsumgeschichte. Mit meinem Berater habe ich die Probleme tiefer ausgearbeitet. Soll ich den FB nochmal neu ausfüllen?
Im Prinzip ging es darum, dass ich damals unsicher war und gerne jemand gewesen wäre der ich nicht war. Ich habe Menschen immer "bewundert" die sich in den Mittelpunkt stellen und es schaffen alle zu Entertainern, zum Lachen zu bringen oder fremde Leute ansprechen, ohne dass viel nachgedacht wird oder es peinlich wird. Ich war zwar nicht per se unzufrieden mit mir, hätte mir aber andere Charaktereigenschaften gewünscht. Dazu kam, dass ich oft von Freunden hörte wie gut ich aussehe und wie gut es doch mit den Mädchen laufen müsse, was allerdings nicht ganz der Realität entsprach. Es war jetzt nicht so, dass ich nie was mit Mädchen zu tun hatte aber vergleichsweise war er wenig. Wenn ich dann noch so oft hörte wie hübsch ich bin, kam mir natürlich der Gedanke dass es an meinem Charakter liegen muss. Das störte mich und ich machte mir selber Druck, warum ich nicht so selbstbewusst und unbekümmert war wie ich es mir gewünscht hätte und warum andere es so viel leichter in dem Bereich haben als ich. Ich habe mir immer zu sehr Kopf um mich selbst gemacht, um mein auftreten, mein Aussehen und wie ich auf andere wirke, anstatt einfach zu machen. Das war auch der Grund weshalb ich mit dem Cannabis Konsum aufhörte, da er genau diese Faktoren und das "overthinken" verstärkte, was ich im Laufe der Zeit Verstand und den Komsum einstellte. Seitdem bestand auch nicht einmal mehr das Bedürfnis Cannabis zu konsumieren.
auf einer Party traf ich dann Leute die ich schon länger kannte und "bewunderte" weil sie genau die persönlichen Kriterien erfüllten, die ich mit bei mir selbst gewünscht hatte. Ich kam auch ins Gespräch und mir wurde nach einiger Zeit Ecstasy angeboten. Die Wirkung- Euphorie, intensive Gefühle, Kopf ausschalten hörten sich für mich genau richtig an und das noch gemeinsam mit den Personen die ich bewunderte, waren für mich eine perfekten Gelegenheit. Der Rausch hatte auch genau die Wirkung die ich mir erhofft hatte, der Kopf war ausgeschaltet und ich verbrachte den ganzen Abend mit den Personen, die sich sehr um mich kümmerten(ständiges fragen wie es mit geht, wie es wirkt, ob ich Kaugummis brauche etc.)
Daraufhin bestand mehr Kontakt mit den Personen, allerdings noch nicht regelmäßig, gelegentlich trafen wir uns so, zweimal konsumierten wir noch gemeinsam Ecstasy in kleinem Kreis. Das "Problem" an Ecstasy war aber, dass der Konsum sehr auffällig war und andere Leute das bemerken würden wenn ich länger mit ihnen sprechen würde.
Vor einer anderen großen Party stand dann wieder der Vorschlag im Raum zu konsumieren, allerdings ging es nun um Kokain. Um genau zu vermeiden, dass alle es mitbekommen würden, wäre Kokain die perfekte Gelegenheit, da man alles ganz normal machen könne ohne dass es auffallen würde. Die Personen hatten zu dem Zeitpunkt auch schon oft Kokain konsumiert, was ich bis dahin nicht wusste. Nun war Kokain also genau der Problemlöser den ich gesucht hatte. Zum einen war ich durch den gemeinsamen Konsum mit diesen Personen "exklusiv" in die Gruppe integriert(was für mich damals auch eine erhebliche Wichtigkeit darstellte), zum anderen nahm mir der Konsum meine Schüchternheit und das viele nachdenken und gab mir Selbstbewusstsein. Gerade im Vergleich zu Ecstasy, da ich im kokainrausch auch mit Fremden ohne Probleme ins Gespräch kam. So kam es also zum wiederholten Konsum von Kokain. Ein weiterer Punkt war, dass der Rausch weniger intensiv als erwartet war, da ich es mit dem Rausch von Ecstasy verglich. Kokain hielt deutlich kürzer an und war nicht so stark Bewusstseinsverändernd wie Ecstasy, was meine Risikoeinschätzung zu der Droge extrem abschwächte. Generell wurde im Umfeld sehr verharmlosend von Kokain gesprochen, die Meinung darüber adaptierte ich dann.
Zum Mischkonsum:
Die Sache mit dem Mischkonsum ist die, dass es von Anfang an nur die Option Mischkonsum gab für mich. Mein erstes Mal Kokain fang mit erfahreneren Konsumenten statt, die mir sagten Kokain wäre nur gut, wenn ich es mit Alkohol konsumieren würde. Allerdings nicht unbedingt um die Wirkung zu verstärken, sondern eher abzuschwächen. Würde ich mir Kokain konsumieren wäre ich zu versteift und zu verkopft, durch den Alkohol kam die Lockerheit und die Unbekümmertheit, durch das Kokain der Fokus, die Euphorie, das Selbstbewusstsein und die Vermeidung zu betrunken zu werden(was ja für mich eh ein Punkt war den ich nicht wollte). Also nahmen sich beide Substanzen gegenseitig die negativen Aspekte.
Dann bist du an einem Donnerstag kontrolliert worden ( um welche Uhrzeit ? ), also hast du Mittwoch Abend erheblich konsumiert, obwohl du am nächsten Tag zur Arbeit musstest.
Der Donnerstag war ein Feiertag, Christi Himmelfahrt glaube ich. Arbeiten musste ich in einer Tankstelle(mein Minijob) wobei die Frühschichten an Sonn- und Feiertagen immer extrem entspannt ist und kaum Kunden kommen, daher war die Einschätzung so, dass ich das schon hinbekommen werde. Außerdem hatte ich, wie gesagt, an diesem Tag erfahren dass ich mein Abitur bestanden hatte und lebte nach dem "alles andere ist mir egal" Prinzip.
In der Probezeit war/bin ich noch, ich hatte den Führerschein nur knapp 1 1/2 Jahre.
btw: woher kommt eigentlich die Ergänzung "Arzneimittel"?
das weiß ich nicht, es ist außer der Auffälligkeit mit Kokain keine weitere Auffälligkeit Aktenkundig.
Ich hoffe diese Nachricht ist nicht zu lang geworden.
gibt es weitere Punkte die ich näher beschreiben soll?
Schöne Grüße!