1. Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.

MPU bei MDMA-konsum und THC-Anbau| Schwerpunkt?

Dieses Thema im Forum "MPU wegen Drogen" wurde erstellt von Ascended, 5. Oktober 2017.

  1. Ascended

    Ascended Benutzer

    Beiträge:
    23
    Zustimmungen:
    0
    Ich hab jetzt nochmal viel in den 5* FBs gelesen. Aber leider sind die meisten Fälle und Motive oft weit weg von meinem, so das ich nicht all zuviel übernehmen konnte. Hoffe aber mein FB ist jetzt trotzdem wesentlich besser geworden. Hab mir echt Mühe gegeben.
    Wäre echt super von dir wenn du nochmal drüber schauen könntest. Ist wohl jetzt Anfang/Mitte Dezember "schon" soweit.
    Ich hab das mit dem Anbau jetzt nicht mehr weiter ausgeführt, hab es aber trotzdem bei der ein oder anderen Frage erwähnt, weil es dort einfach relevant war und ich mir vorstellen könnte das der Begutachter sich sonst verarscht vorkommt wenn ich so tue als wäre das nicht erwähnenswert. Oder soll ich das doch komplett rausnehmen?

    1. Wann haben Sie das allererste Mal von illegalen Drogen gehört?
    Also ganz allgemein hab ich durch TV, Radio und Zeitung schon im frühen Schulalter mal was davon gehört. An einen konkreten Moment kann ich mich da nicht entsinnen. Aber ich weiß noch wie sich zu Beginn meiner Ausbildung (September 2004) sich ein paar meiner Azubi Kollegen im Pausenraum übers kiffen unterhalten haben. Das war das erste mal wie ich persönlich was von Drogen gehört habe.*

    2. Wann haben Sie das erste Mal konsumiert? (Datum)
    Das erste mal gekifft habe ich bei einem Grillabend in Toulouse als ein Joint rum gereicht wurde. Das war im Frühling 2009

    Das erste mal MDMA hab ich im Juni 2014 auf einem Techno Musik-Festival MDMA Konsumiert.*

    3. Wie sah der Konsum aus? (Konsumbiografie-Wie lange habt Ihr was in welcher Menge genommen?)
    THC: 2009-2011: wenn auf einer Feier mal nen Joint rumgereicht wurde hab ich auch mitgeraucht. Das war vielleicht alle zwei Monate mal der Fall.
    2011-2012: Ich bin mit zwei Kumpels in Toulouse in eine WG gezogen. Einer davon war Kiffer, welcher fast täglich konsumiert hat. Dadurch hatte ich dann deutlich häufiger die Gelegenheit zu kiffen. In der Zeit hat sich mein Konsum deutlich gesteigert. ich habe dann fast jedes Wochenende gekifft. Gegen Ende des Jahres hatte ich dann sogar in der Woche öfters mal gekifft und auch mal noch einen zweiten und dritten Joint am Abend geraucht. Aber nach wie vor nur in Gesellschaft.
    2013-2014: Zurück in Hamburg habe ich 2 Jahre allein gewohnt und habe wieder deutlich seltener gekifft. Im Schnitt vielleicht noch 5-6 mal im Monat.
    2014 bin dann mit drei Kumpels in eine WG gezogen. Weil diese auch alle gekifft haben, hat sich mein Konsum wieder schnell gesteigert und ich hab wieder mehrmals die Woche (2-3 mal pro Woche) gekifft.
    (Im Feb 2016 hat die Polizei dann nach einem Wohnungseinbruch in unser WG unsere Hanfpflanzen entdeckt und beschlagnahmt.
    Danach hab ich dann wesentlich weniger konsumiert. Vielleicht noch 1-2 mal im Monat.)
    Nach der Verkehrskontrolle im Juni 2017 hab ich den Konsum völlig eingestellt.

    MDMA: Ich hab das erste mal 2014 auf einem Techno-Festival (Because we are Friends) MDMA probiert. Ich hatte aber "nur" eine knappe Hälfte einer Pille genommen und keine Wirkung gespürt. Das zweite und letzte mal war dann im Juni 2016 auf einem Festival. Diesmal eine ganze Pille, welche auch starke Wirkung gezeigt hat.*

    4. Haben Sie Drogen zusammen mit Alkohol konsumiert?
    Nein, das habe ich nicht.

    5. Wie ist der Umgang mit Alkohol gewesen?
    In meiner Jugend habe ich zu Feiern (1-2mal im Monat) auch mal relativ viel getrunken (bis zu 6 Flaschen Bier a 0,5L oder bis zu 6 Longdrinks) . Das hat dann aber ab meinem 20. Lebensjahr stark abgenommen. Sowohl in Menge als auch Häufigkeit. Mittlerweile drink ich nur noch zu besonderen Anlässen wie Geburtstagen oder Feiertagen und nicht mehr als zwei, maximal drei Falschen Bier über den Abend verteilt oder ein Glas Sekt zum Anstoßen.
    Ich mag das Gefühl bedrunken zu sein nicht mehr. Sobald mir schwindelig wird, höre ich auf.

    6. Sonstige Suchtmitteleinnahme?
    Ich trinke 1-2 Tassen Kaffee täglich.

    7.Haben Sie bei sich negative Folgen festgestellt?
    MDMA:*
    Beim ersten mal hab ich irgendwie fast gar nichts gemerkt.
    Ganz anders beim zweiten mal. Als die Pille angefangen hat zu wirken, hab ich Herzrasen bekommen, ich war ziemlich beunruhigt und hab auch bisschen Panik geschoben. Ich hatte neinen super trockenen Mund und hab dafür um so mehr geschwitzt. Außerdem musste ich die ganze Zeit kauen und mein Kiefer tat mir dann später schon richtig weh. Es hat sich zwar alles mega intensiv angefühlt aber ich hatte mega schiss und war heilfroh als die Wirkung endlich nachgelassen hat. Definitiv nichts was ich noch einmal erleben möchte.*
    THC:
    An dem Tag nach dem Konsum war ich oft müde und leichter zu reizen als sonst. Allgemein hab ich bemerkt das ich fauler und unmotivierter wurde was zu unternehmen. Außerdem bin ich auch vergesslicher und verpeilter geworden.

    8.Haben Sie trotz negativer Folgen weiter konsumiert?
    Ja, die negativen Folgen sind mir zwar aufgefallen, aber ich habe sie heruntergespielt und mir meinen Konsum schön geredet. Ich hab mir eingeredet, dass ich nicht aufhören brauch sondern zukünftig bloß etwas weniger konsumieren oder eine kleine Konsumpause einlegen muss, um es wieder in den Griff zu bekommen.

    9. Was für Werte wurden bei Ihrer Auffälligkeit festgestellt?*
    11,1ng/ml MDMA und 6,84ng/ml THCCOOH*

    10.Wann und wieviel haben Sie in der Woche vor der Auffälligkeit konsumiert?
    Am Freitag hatte ich über den Tag und Nacht verteilt 3 Joints geraucht
    Am Samstag hatte ich am frühen Nachmittag eine Pille MDMA genommen

    11.Wieviel und was haben Sie am Tag der Auffälligkeit Konsumiert?
    Nichts

    12.Gab es einen besonderen Grund für diesen Konsum?
    Ich hatte an dem Tag nichts konsumiert.

    13. Wie sind Sie auffällig geworden?
    Ich wolle die Polizeikontrolle am Ausgang des Festivalgeländes umfahren und den "Hinterausgang" nehmen. Genau in diesem Moment ist eine Polizeistreife auf den Zeltplatz gefahren und hat gesehen wie ich Richtung Hinterausgang gefahren bin und wusste dadurch das ich was zu verbergen habe.

    14. Nur für die, die im Straßenverkehr ermittelt wurden(auch Parkplatz):
    Was war der Zweck der Fahrt?
    Galt zwar nicht als Drogenfahrt aber Ich wollte vom Festival wieder zurück nach Hause fahren

    15.Wie weit wollten/sind Sie (ge)fahren?
    500m gefahren und wollte noch etwa 120km fahren

    16. Wie oft waren sie bereits unter Drogeneinfluß im Straßenverkehr unterwegs?
    Da man bis zu 72h nach dem Cannabiskosum noch unter Drogeneinfluss stehen kann, gehe ich von etwa 50mal aus.

    17.Wie haben Sie den Konflikt zwischen dem Drogenkonsum und dem Führen eines Kraftfahrzeuges gelöst?
    Ich hatte keinen Konflikt gesehen und habe ihn somit auch nichts gelöst.
    Ich bin frühestens am Folgetag, allermeistens zwei Tage nach dem Konsum wieder gefahren. Da ich keine Wirkung mehr verspürt habe, dachte ich das alles okay wäre, daher hatte ich nie einen Konfikt wargenommen.

    18.Wieso ist es verboten unter Drogeneinfluß ein KFZ zu führen?
    (Beschreibung bitte für die zutreffende Substanz)
    Die Reaktion ist stark verzögert, man ist unkonzentriert, das Zeitempfinden ist massiv gestört. Ebenso wie die Räumliche Wahrnehmung, Orientierung und die Sehschärfe

    MDMA:
    Führt zu erhöhter Risikobereitschaft, verzögerte Reaktion, verminderter Konzentration und extreme Blendempfindlichkeit*

    19.Wie lange stehen Sie nach dem Konsum von Drogen unter deren Einfluß?
    Der Einfluss von Cannabiskonsum kann je nach Konsummuster bis zu 72 Stunden anhalten.

    Die Hauptwirkung von MDMA beträgt 4-6 Stunden danach schwächt sie immer weiter ab.
    Insgesamt kann man bis zu 48 Stunden beeinflusst werden.*

    20. Sind sie sich darüber im Klaren, welche Folgen es bei einem täglichen Konsum gibt?
    MDMA: In den Tagen nach dem Konsum kann es zu depressiven Verstimmungen kommen. Hinzu können Störungen des Gedächtnisses, körperlicher Auszehrung, Konzentration- und Schlafstörungen, Schädigung der Magenschleimhaut und des Herzens sowie zu Nieren- und Leberschäden kommen.*

    THC:Der Konsum von Cannabis kann Depressionen, Teilnahmslosigkeit, Antriebsminderung, herabgesetzte Belastbarkeit oder alltägliche Passivität verstärken
    Durch unangenehme Rauscherfahrungen können außerdem Pyschosen und Angsterkranken ausgelöst werden.
    Ob legale oder illegale Drogen, es besteht immer die große Gefahr Abhängig zu werden!

    21. Welche persönlichen Hintergründe gab es für den Cannabis- Drogenkonsum?
    Als ich damals nach Toulouse gezogen bin, haben viele meiner neuen Kollegen und Freunde gekifft und ich war echt neugierig es auch mal zu probieren. Es waren vor allem die vermeidlich coolen Surfer-Boys die gekifft haben und so gut wie jeder hatte irgend welche Cannabis-Geschichten auf Lagerr. Ich kam mir wie ein Spießer/Looser vor, das ich es noch nicht mal probiert hab und wollte auch zu den vermeidlich coolen gehören. Rückblickend betrachtet total lächerlich.
    Ich war früher sehr nachdenklich und ruhig. In Gesellschaft hatte ich oft das Gefühl zu verkrampft zu sein. Nach dem Cannabis Konsum hatte ich oft einen "laberflash" (hab sehr viel geredet) und konnte auch viel besser meine Gedanken formulieren.
    Bekifft empfand ich Filme und Ereignisse auch intensiver und lustiger als sie in Wirklichkeit waren.

    Das MDMA habe ich vor allem aus neugier probieren. So viele Leute auf dem Festival hatten Pillen genommen und scheinbar gute Erfahrungen gemacht das ich es auch mal probieren wollte.

    22.Wie hat sich Ihr Umfeld über Ihren Drogenkonsum geäußert?
    Nur die Leute mt denen ich damals gekifft habe wussten davon. Von denen wurde der Konsum verharmlost und schön geredet. Meine Eltern hatte ich dann nach meinen FS-Verlust über das kiffen eingeweiht, sie waren sehr besorgt und sehr froh das ich jetzt damit aufgehört habe.
    Von dem MDMA wissen nur die Leute mit denen ich auf dem Festival war.

    23. Gab es Ereignisse in Ihrem Leben, die zu verstärktem Konsum geführt haben?
    Als ich damals in Toulouse in eine WG gezogen bin hat sich mein Konsum durch das "Kiffer-Umfeld" deutlich verstärkt.
    Und auch als ich in Hamburg wieder mit Kiffern zusammen gezogen bin hab ich wieder mehr konsumiert.

    24.Haben Sie vor der Auffälligkeit jemand um Hilfe gebeten, um den Drogenkonsum zu beenden?
    (Warum, wann, wer, mit welchem Erfolg?)
    Nein

    25.Gibt es in Ihrer Familie aktenkundige Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz oder Suchtkrankheiten?
    Nein

    26. Hatten sie Konsumpausen/spitzen?
    Warum? Wann?
    Konsumpausen hatte ich immer wieder mal. Wenn sich in meinem Alltag immer mehr Aufgaben anhäuften oder sich zunehmend die negativen Auswirkungen (müde, verplant, faul) bemerkbar machten, hab ich erstmal für ein paar Wochen nicht mehr gekifft.

    27. Was hat Sie daran gehindert, ohne Droge abzuschalten?
    Abzuschalten und Stress abzubauen, war für mich kein Grund zu kiffen.*

    28.Waren Sie gefährdet in eine Drogenabhängigkeit zu geraten?
    Jeder der Drogen konsumiert ist auch in Gefahr in eine Abhängigkeit zu rutschen. Und ich habe ja auch bemerkt wie sich die Häufigkeit des Konsums über die Jahre Stück für Stück langsam steigert.
    Allerdings war es für mich auch kein großes Problem mal ein paar Wochen nicht zu kiffen und ich hab auch nie täglich konsumiert.

    29. Waren sie Drogenabhängig?
    Nein, ich habe zwar Drogenmissbrauch betrieben aber für mich war es kein großes Problem mal ein paar Wochen nicht zu kiffen und ich hab auch nie täglich konsumiert.

    Wieso passiert das nicht wieder?

    30. Hätten sie, rückblickend, eine Drogenkarriere verhindern können?
    Anstatt mich zu schämen noch keinerlei Erfahrungen mit (illegalen) Drogen zu haben, hätte ich stolz drauf seinen sollen keine Drogen in meinem Leben nötig zu haben.
    Spätestens nachdem mir die negativen Auswirkungen auf mein Leben auffällig wurden, hätte ich konsequent seinen sollen und den Konsum komplett aufgeben müssen, anstatt nur zu versuchen weniger zu kiffen oder Pausen einzulegen.

    31.Wieso haben Sie sich für eine Abstinenz entschieden?
    Ich habe immer mehr bemerkt wie sehr das kiffen meinen Antrieb und meine Motivation lähmt. Ich habe meine Hobbys, meinen Sport und meine "nicht Kiffer Freunde" immer mehr vernachlässigt. Zudem hatte das kiffen auch zunehmend negativen Einfluss auf meinen Job, da ich immer vergesslicher und "verplanter" wurde.*
    Zudem war ich auch schon ewig ungewollt Single weil ich einfach meinen Ars** nicht hoch bekommen habe. Das alles ist der Rausch einfach bei weitem nicht Wert gewesen! Und dann kamen noch zwei Wendepunkte in meinem Leben hinzu und ich wollte mich auch nicht länger in Illegalität Bewegen. (siehe unten)

    32.Beschreiben Sie den Punkt, an dem Sie sich für ein abstinentes Leben entschieden haben (Knackpunkt)
    Eigentlich waren es zwei Punkte. Nachdem die Polizei unser "Zelt" konfisziert hatte , wurde mir erst so richtig bewusst wie dumm und leichtsinnig das mit dem Anbauen war und was jetzt so alles auf mich zukommt. (Gerichtsprozess, evtl Haftstrafe usw)
    Ich war sauer auf mich selbst, leichtsinnig so ein hohes Risiko eingegangen zu sein und das obwohl ich doch schon vorher mit dem Gedanken gespielt hatte aufzuhören. Dennoch hatte ich nicht komplett aufgehört, zum einen weil ich mein Umfeld nicht geändert hatte und zum anderen weil ich meinte das es jetzt nachdem wir erwischt wurden ja auch egal ist.
    Der zweite endgültige Punkt war dann die Nacht nach der Verkehrskontrolle. Zuerst kam ich mir wahnsinnig ungerecht behandelt vor. Vom Gesetzgeber der mir zwei Tage nach dem kiffen noch fahren unter Drogen vorwirft aber vor allem auch vom Leben/Zufall. Das genau in dem Moment wo ich zum Hinterausgang fuhr die Polizeistreife vorbei kommt und der dann auch noch als einziger in seiner Truppe den Fake Penis Trick kennt.
    Aber wie ich dann in einer fremden Stadt alleine in so einer billigen Absteige lag und die ganze Nacht kein Auge zubekommen habe, ist mir so einiges klar geworden. Dicken Gerichtsprozess am Hals mit wahrscheinlich Strafrechtlichen Konsequenzen, Auto konfisziert, keine Ahnung wie ich und mein Auto wieder nachhause kommen sollen, wahrscheinlich hohe Strafe und MPU am Hals, für lange Zeit keinen Führerschein mehr und all die vielen negativen Einflüsse auf mein Leben.*
    Und wofür das alles? Was muss denn noch passieren damit ich endlich Check was die Drogen mit meinem Leben angestellt haben und endlich ein für alle mal damit aufhöre?*
    Und hab ich begonnen die vielen kleinen Zufälle die dazu geführt haben das ich erwischt wurde nicht mehr als Pech sondern als Zeichen und den nötigen Arschtritt zu verstehen um endlich die Kurve zu bekommen. In der Nacht hab ich mir geschworen keine Drogen mehr anzurühren.

    33, Wieso kommt für Sie nur Abstinenz und nicht für gelegentlicher Konsum in betracht?
    Ich brauche das nicht mehr, mein jetziges Leben völlig ohne Drogen gefällt mir wesentlich besser. Meine Beziehung, Freunde und Hobbys sind mir einfach so viel wichtiger und ein gelegentlicher Kosum würde das alles wie gefährden.
    Die Gefahr wieder in alte Gewohnheitsmuster zurück zu fallen wäre zudem auch zu groß. Man nimmt sich vor zukünftig viel seltener zu kiffen aber schon kurze Zeit später kifft man wieder ganz genau so viel und der Teufelkreis beginnt von vorn.
    Ich möchte mich auch nicht länger in Illegalität bewegen.

    34.Wie haben Sie die Umstellung zur Abstinenz erlebt?
    Durchweg positiv, schon nach relativ kurzer Zeit hatte ich viel mehr Elan und Antrieb verspürt. Ich habe wieder sehr viel Sport getrieben und war die meisten Wochenenden mit meinem Bus unterwegs, statt nur auf der Couch zu hocken. Ich hatte auch wieder wesentlich mehr Kontakt zu Leuten die nicht kiffen und hab dann auch meine jetzige Freundin kennen gelernt mit der ich nun schon 15- 16 Monate zusammen bin. Auf Arbeit konnte ich mich auch besser und länger konzentrieren und ich konnte mir wieder besser Sachen merken.

    35. Wer hat Ihnen dabei wie geholfen?
    Vor allem meine Freundin. Sie und ihr gesamter Freundeskreis, mit dem ich jetzt auch viel in Kontakt bin, ist strickt gegen Drogen. Sie gibt meinem Leben noch mehr Stabilität und Freude und sie unterstützt mich wo sie nur kann. Aber das ich wieder mit kiffen anfange, wäre für sie ein klares "no go" und ich würde niemals meine Beziehung wegen Drogen aufs Spiel setzen.

    36.. Wie reagiert Ihr Umfeld auf diese Umstellung?
    Meine Eltern waren sehr erleichtert und haben mir Mut zugesprochen. Wie gesagt wussten die meisten ja gar nichts davon. Aber ich hab von einigen Leuten gehört, das ich einen viel frischeren, fitteren und glücklicheren Eindruck mache.

    37.Haben Sie nach der Auffälligkeit weiterhin Kontakt zu Ihren Drogenbekannten gehabt?
    Anfangs ja, aber ich hab schnell bemerkt wie stumpf denn diese Kiffer-Runden sind wenn man selbst nicht high ist. Dieses lethargische auf der Couch hocken, schei** reden und Playstation spielen war nichts mehr für mich und hab dann nach wenigen Wochen den Kontakt zu meinem Kiffer-Freundeskreis endgültig abgebrochen. Einmal um mich nicht unnötig in Versuchung zu bringen aber auch vor allem weil ich jetzt andere Interessen verfolgte als sie.
    Die Leute mit denen ich auf besagten Festival war, kannte ich nur vom Feiern und hab sie nach dem Festival auch nicht mehr wieder gesehen.*

    38.Haben Sie nach Ihrer Auffälligkeit miterlebt, wie Ihre Bekannten Drogen konsumiert haben?
    Wie gesagt, anfangs hatte ich den Kontakt noch nicht völlig abgebrochen und habe auch miterlebt wie Joints rum gereicht wurden. Aber mein neuer Freundeskreis hat nichts mehr mit Drogen am Hut und von daher hab ich natürlich auch keinen Drogenkonsum beobachtet.*

    39. Wie haben Sie in Zukunft vor mit Cannabis/dem Konsum umzugehen?
    Mein Leben ist jetzt viel besser und ich fühle mich jetzt viel wohler als zu meinen Konsumzeiten.
    Daher werde ich auch zukünftig keine Drogen mehr anrühren und auch den Kontakt zu Konsumenten meiden.

    40. Haben Sie zu Hause Cannabis?
    Nein, natürlich nicht. Ich hab auch alle Kiffer-Utensilien (Grinder ect) verschenkt)

    41. Wie wollen Sie es gegebenen Falls in Zukunft verhindern, nochmals unter Drogeneinfluß ein KFZ zu führen?
    Durch strikte Einhaltung meiner Abstinenz.*

    42. Wie wollen Sie einen beginnenden Rückfall erkennen?
    Kann ich mir momentan absolut nicht vorstellen aber falls ich in mir ein wachsendes verlangen wieder zu konsumieren feststellen würde, würde ich mich nicht scheuen professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen.

    43. Wie ist derzeit der Konsum von Alkohol bei Ihnen?
    Zu besonderen Anlässen wie Geburtstagen ect trink ich auch mal 1-2 Flaschen Bier, wenn der Abend mal etwas länger geht auch mal ein dritte. Zum anstoßen trink ich auch mal ein Glas Sekt. Aber ich mag das Gefühl betrunken zu sein einfach nicht mehr. Sobald ich merke das mir leicht schwindelig wird, höre ich auf zu trinken. Hochprozentigen Alkohol trinke ich gar nicht.

    Zusatz- Frage 44: Wie kam es dazu das sie sich entschieden haben Cannabis anzubauen?
    Wir hatten unser Gras immer von einem Kumpel der selbst Anbaut bekommen. Anfang 2015 ist dieser mit seiner Freundin zusammengezogen und konnte nicht länger anbauen und wollte sein Equipment los werden. Wir haben uns dann dafür entschieden sein Equipment zu übernehmen und zu versuchen unser Gras zum Eigenkonsum selbst anzubauen. Denn das Zeug dauerhaft von einem richtigen Schwarzmarkt-Dealer zu kaufen, war uns zu gefährlich, zu teuer und man weiß auch nie was man genau bekommt und wie die Qualität ist. (Streckmittel, Düngerrückstände usw)
    Erst im Nachhinein wurde mir bewusst wie dumm und leichtsinnig das war und was wir da für ein enormes Risiko eingegangen sind. Ich hab das damals einfach ignoriert und mir eingeredet das wir eh nicht erwischt werden.
    Im Feb 2016 würde dann während wir alle gemeinsam im Urlaub waren, bei uns eingebrochen und unsere Nachbarn haben die Polizei verständigt. Dabei hat die Polizei dann unser Zelt (1qm groß) und diverse Anbau Utensilien entdeckt und beschlagnahmt. Jetzt läuft gegen uns ein Verfahren.
     
  2. Ascended

    Ascended Benutzer

    Beiträge:
    23
    Zustimmungen:
    0
    Ich hab gestern meine (hoffentlich) letzte Harr Probe abgegeben und einen Termin für meine MPU bekommen.
    Am 5.Dez also heute in zwei Wochen ist es "schon" soweit.

    Meinst du, du kannst nochmal über meinen Fragebogen schauen?
     
  3. Max

    Max Super-Moderator und MPU Profi Mitarbeiter Administrator

    Beiträge:
    5.551
    Zustimmungen:
    8
    Ort:
    NDS
    Aber eine Frage kannst du immer übernehmen ...

    Das ist eine wichtige Frage ... die hast du immer noch unzureichend beantwortet ... die ist eigentlich in jedem FB schon Standard :zwinker0004:
    Wenn du dir das ... "absolut nicht vorstellen" ... kannst, warum gibts dann eigentlich Wiederholungstäter ?
     
  4. Ascended

    Ascended Benutzer

    Beiträge:
    23
    Zustimmungen:
    0
    Weil ja nicht jeder so einen krassen, fundamentalen Wandel wie ich hingelegt hat :smiley624:
    Nein, im Ernst. Bearbeite ich gleich nochmal.

    Und sonst ist der Fragebogen soweit okay? Auch das ich das mit dem Anbauen erwähnt habe?
    Ich habe jetzt auch eine Fragebogen mit Nachhause bekommen, welchen ich ausfüllen soll. Dort wird aber gar nicht danach gefragt ob irgendwelche Verfahren gegen mich laufen. Muss ich Vorort noch weitere Bögen ausfüllen wo das abgefragt wird?

    Wird der Gutachter seine Fragen ähnlich formulieren wie in dem Bogen oder könnten seine Fragen auch völlig anders strukturiert sein?

    Mir wurde jetzt empfohlen das ich die beiden Haaranalysen mit THC Restwert besser nicht erwähnen sollte. (Januar mit 0,13ng THC und März mit 0,04ng THC. Ober wie soll ich denn dann erklären, das ich erst im Mai meine erste HA gemacht habe wenn ich doch schon seit Juni clean war?
    ------
    1. Wann haben Sie das allererste Mal von illegalen Drogen gehört?
    Also ganz allgemein hab ich durch TV, Radio und Zeitung schon im frühen Schulalter mal was davon gehört. An einen konkreten Moment kann ich mich da nicht entsinnen. Aber ich weiß noch wie sich zu Beginn meiner Ausbildung (September 2004) sich ein paar meiner Azubi Kollegen im Pausenraum übers kiffen unterhalten haben. Das war das erste mal wie ich persönlich was von Drogen gehört habe.*

    2. Wann haben Sie das erste Mal konsumiert? (Datum)
    Das erste mal gekifft habe ich bei einem Grillabend in Toulouse als ein Joint rum gereicht wurde. Das war im Frühling 2009

    Das erste mal MDMA hab ich im Juni 2014 auf einem Techno Musik-Festival MDMA Konsumiert.*

    3. Wie sah der Konsum aus? (Konsumbiografie-Wie lange habt Ihr was in welcher Menge genommen?)
    THC: 2009-2011: wenn auf einer Feier mal nen Joint rumgereicht wurde hab ich auch mitgeraucht. Das war vielleicht alle zwei Monate mal der Fall.
    2011-2012: Ich bin mit zwei Kumpels in Toulouse in eine WG gezogen. Einer davon war Kiffer, welcher fast täglich konsumiert hat. Dadurch hatte ich dann deutlich häufiger die Gelegenheit zu kiffen. In der Zeit hat sich mein Konsum deutlich gesteigert. ich habe dann fast jedes Wochenende gekifft. Gegen Ende des Jahres hatte ich dann sogar in der Woche öfters mal gekifft und auch mal noch einen zweiten und dritten Joint am Abend geraucht. Aber nach wie vor nur in Gesellschaft.
    2013-2014: Zurück in Hamburg habe ich 2 Jahre allein gewohnt und habe wieder deutlich seltener gekifft. Im Schnitt vielleicht noch 5-6 mal im Monat.
    2014 bin dann mit drei Kumpels in eine WG gezogen. Weil diese auch alle gekifft haben, hat sich mein Konsum wieder schnell gesteigert und ich hab wieder mehrmals die Woche (2-3 mal pro Woche) gekifft.
    (Im Feb 2016 hat die Polizei dann nach einem Wohnungseinbruch in unser WG unsere Hanfpflanzen entdeckt und beschlagnahmt.
    Danach hab ich dann wesentlich weniger konsumiert. Vielleicht noch 1-2 mal im Monat.)
    Nach der Verkehrskontrolle im Juni 2017 hab ich den Konsum völlig eingestellt.

    MDMA: Ich hab das erste mal 2014 auf einem Techno-Festival (Because we are Friends) MDMA probiert. Ich hatte aber "nur" eine knappe Hälfte einer Pille genommen und keine Wirkung gespürt. Das zweite und letzte mal war dann im Juni 2016 auf einem Festival. Diesmal eine ganze Pille, welche auch starke Wirkung gezeigt hat.*

    4. Haben Sie Drogen zusammen mit Alkohol konsumiert?
    Nein, das habe ich nicht.

    5. Wie ist der Umgang mit Alkohol gewesen?
    In meiner Jugend habe ich zu Feiern (1-2mal im Monat) auch mal relativ viel getrunken (bis zu 6 Flaschen Bier a 0,5L oder bis zu 6 Longdrinks) . Das hat dann aber ab meinem 20. Lebensjahr stark abgenommen. Sowohl in Menge als auch Häufigkeit. Mittlerweile drink ich nur noch zu besonderen Anlässen wie Geburtstagen oder Feiertagen und nicht mehr als zwei, maximal drei Falschen Bier über den Abend verteilt oder ein Glas Sekt zum Anstoßen.
    Ich mag das Gefühl bedrunken zu sein nicht mehr. Sobald mir schwindelig wird, höre ich auf.

    6. Sonstige Suchtmitteleinnahme?
    Ich trinke 1-2 Tassen Kaffee täglich.

    7.Haben Sie bei sich negative Folgen festgestellt?
    MDMA:*
    Beim ersten mal hab ich irgendwie fast gar nichts gemerkt.
    Ganz anders beim zweiten mal. Als die Pille angefangen hat zu wirken, hab ich Herzrasen bekommen, ich war ziemlich beunruhigt und hab auch bisschen Panik geschoben. Ich hatte neinen super trockenen Mund und hab dafür um so mehr geschwitzt. Außerdem musste ich die ganze Zeit kauen und mein Kiefer tat mir dann später schon richtig weh. Es hat sich zwar alles mega intensiv angefühlt aber ich hatte mega schiss und war heilfroh als die Wirkung endlich nachgelassen hat. Definitiv nichts was ich noch einmal erleben möchte.*
    THC:
    An dem Tag nach dem Konsum war ich oft müde und leichter zu reizen als sonst. Allgemein hab ich bemerkt das ich fauler und unmotivierter wurde was zu unternehmen. Außerdem bin ich auch vergesslicher und verpeilter geworden.

    8.Haben Sie trotz negativer Folgen weiter konsumiert?
    Ja, die negativen Folgen sind mir zwar aufgefallen, aber ich habe sie heruntergespielt und mir meinen Konsum schön geredet. Ich hab mir eingeredet, dass ich nicht aufhören brauch sondern zukünftig bloß etwas weniger konsumieren oder eine kleine Konsumpause einlegen muss, um es wieder in den Griff zu bekommen.

    9. Was für Werte wurden bei Ihrer Auffälligkeit festgestellt?*
    11,1ng/ml MDMA und 6,84ng/ml THCCOOH*

    10.Wann und wieviel haben Sie in der Woche vor der Auffälligkeit konsumiert?
    Am Freitag hatte ich über den Tag und Nacht verteilt 3 Joints geraucht
    Am Samstag hatte ich am frühen Nachmittag eine Pille MDMA genommen

    11.Wieviel und was haben Sie am Tag der Auffälligkeit Konsumiert?
    Nichts

    12.Gab es einen besonderen Grund für diesen Konsum?
    Ich hatte an dem Tag nichts konsumiert.

    13. Wie sind Sie auffällig geworden?
    Ich wolle die Polizeikontrolle am Ausgang des Festivalgeländes umfahren und den "Hinterausgang" nehmen. Genau in diesem Moment ist eine Polizeistreife auf den Zeltplatz gefahren und hat gesehen wie ich Richtung Hinterausgang gefahren bin und wusste dadurch das ich was zu verbergen habe.

    14. Nur für die, die im Straßenverkehr ermittelt wurden(auch Parkplatz):
    Was war der Zweck der Fahrt?
    Galt zwar nicht als Drogenfahrt aber Ich wollte vom Festival wieder zurück nach Hause fahren

    15.Wie weit wollten/sind Sie (ge)fahren?
    500m gefahren und wollte noch etwa 120km fahren

    16. Wie oft waren sie bereits unter Drogeneinfluß im Straßenverkehr unterwegs?
    Da man bis zu 72h nach dem Cannabiskosum noch unter Drogeneinfluss stehen kann, gehe ich von etwa 50mal aus.

    17.Wie haben Sie den Konflikt zwischen dem Drogenkonsum und dem Führen eines Kraftfahrzeuges gelöst?
    Ich hatte keinen Konflikt gesehen und habe ihn somit auch nichts gelöst.
    Ich bin frühestens am Folgetag, allermeistens zwei Tage nach dem Konsum wieder gefahren. Da ich keine Wirkung mehr verspürt habe, dachte ich das alles okay wäre, daher hatte ich nie einen Konfikt wargenommen.

    18.Wieso ist es verboten unter Drogeneinfluß ein KFZ zu führen?
    (Beschreibung bitte für die zutreffende Substanz)
    Die Reaktion ist stark verzögert, man ist unkonzentriert, das Zeitempfinden ist massiv gestört. Ebenso wie die Räumliche Wahrnehmung, Orientierung und die Sehschärfe

    MDMA:
    Führt zu erhöhter Risikobereitschaft, verzögerte Reaktion, verminderter Konzentration und extreme Blendempfindlichkeit*

    19.Wie lange stehen Sie nach dem Konsum von Drogen unter deren Einfluß?
    Der Einfluss von Cannabiskonsum kann je nach Konsummuster bis zu 72 Stunden anhalten.

    Die Hauptwirkung von MDMA beträgt 4-6 Stunden danach schwächt sie immer weiter ab.
    Insgesamt kann man bis zu 48 Stunden beeinflusst werden.*

    20. Sind sie sich darüber im Klaren, welche Folgen es bei einem täglichen Konsum gibt?
    MDMA: In den Tagen nach dem Konsum kann es zu depressiven Verstimmungen kommen. Hinzu können Störungen des Gedächtnisses, körperlicher Auszehrung, Konzentration- und Schlafstörungen, Schädigung der Magenschleimhaut und des Herzens sowie zu Nieren- und Leberschäden kommen.*

    THC:Der Konsum von Cannabis kann Depressionen, Teilnahmslosigkeit, Antriebsminderung, herabgesetzte Belastbarkeit oder alltägliche Passivität verstärken
    Durch unangenehme Rauscherfahrungen können außerdem Pyschosen und Angsterkranken ausgelöst werden.
    Ob legale oder illegale Drogen, es besteht immer die große Gefahr Abhängig zu werden!

    21. Welche persönlichen Hintergründe gab es für den Cannabis- Drogenkonsum?
    Als ich damals nach Toulouse gezogen bin, haben viele meiner neuen Kollegen und Freunde gekifft und ich war echt neugierig es auch mal zu probieren. Es waren vor allem die vermeidlich coolen Surfer-Boys die gekifft haben und so gut wie jeder hatte irgend welche Cannabis-Geschichten auf Lagerr. Ich kam mir wie ein Spießer/Looser vor, das ich es noch nicht mal probiert hab und wollte auch zu den vermeidlich coolen gehören. Rückblickend betrachtet total lächerlich.
    Ich war früher sehr nachdenklich und ruhig. In Gesellschaft hatte ich oft das Gefühl zu verkrampft zu sein. Nach dem Cannabis Konsum hatte ich oft einen "laberflash" (hab sehr viel geredet) und konnte auch viel besser meine Gedanken formulieren.
    Bekifft empfand ich Filme und Ereignisse auch intensiver und lustiger als sie in Wirklichkeit waren.

    Das MDMA habe ich vor allem aus neugier probieren. So viele Leute auf dem Festival hatten Pillen genommen und scheinbar gute Erfahrungen gemacht das ich es auch mal probieren wollte.

    22.Wie hat sich Ihr Umfeld über Ihren Drogenkonsum geäußert?
    Nur die Leute mt denen ich damals gekifft habe wussten davon. Von denen wurde der Konsum verharmlost und schön geredet. Meine Eltern hatte ich dann nach meinen FS-Verlust über das kiffen eingeweiht, sie waren sehr besorgt und sehr froh das ich jetzt damit aufgehört habe.
    Von dem MDMA wissen nur die Leute mit denen ich auf dem Festival war.

    23. Gab es Ereignisse in Ihrem Leben, die zu verstärktem Konsum geführt haben?
    Als ich damals in Toulouse in eine WG gezogen bin hat sich mein Konsum durch das "Kiffer-Umfeld" deutlich verstärkt.
    Und auch als ich in Hamburg wieder mit Kiffern zusammen gezogen bin hab ich wieder mehr konsumiert.

    24.Haben Sie vor der Auffälligkeit jemand um Hilfe gebeten, um den Drogenkonsum zu beenden?
    (Warum, wann, wer, mit welchem Erfolg?)
    Nein

    25.Gibt es in Ihrer Familie aktenkundige Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz oder Suchtkrankheiten?
    Nein

    26. Hatten sie Konsumpausen/spitzen?
    Warum? Wann?
    Konsumpausen hatte ich immer wieder mal. Wenn sich in meinem Alltag immer mehr Aufgaben anhäuften oder sich zunehmend die negativen Auswirkungen (müde, verplant, faul) bemerkbar machten, hab ich erstmal für ein paar Wochen nicht mehr gekifft.

    27. Was hat Sie daran gehindert, ohne Droge abzuschalten?
    Abzuschalten und Stress abzubauen, war für mich kein Grund zu kiffen.*

    28.Waren Sie gefährdet in eine Drogenabhängigkeit zu geraten?
    Jeder der Drogen konsumiert ist auch in Gefahr in eine Abhängigkeit zu rutschen. Und ich habe ja auch bemerkt wie sich die Häufigkeit des Konsums über die Jahre Stück für Stück langsam steigert.
    Allerdings war es für mich auch kein großes Problem mal ein paar Wochen nicht zu kiffen und ich hab auch nie täglich konsumiert.

    29. Waren sie Drogenabhängig?
    Nein, ich habe zwar Drogenmissbrauch betrieben aber für mich war es kein großes Problem mal ein paar Wochen nicht zu kiffen und ich hab auch nie täglich konsumiert.

    Wieso passiert das nicht wieder?

    30. Hätten sie, rückblickend, eine Drogenkarriere verhindern können?
    Anstatt mich zu schämen noch keinerlei Erfahrungen mit (illegalen) Drogen zu haben, hätte ich stolz drauf seinen sollen keine Drogen in meinem Leben nötig zu haben.
    Spätestens nachdem mir die negativen Auswirkungen auf mein Leben auffällig wurden, hätte ich konsequent seinen sollen und den Konsum komplett aufgeben müssen, anstatt nur zu versuchen weniger zu kiffen oder Pausen einzulegen.

    31.Wieso haben Sie sich für eine Abstinenz entschieden?
    Ich habe immer mehr bemerkt wie sehr das kiffen meinen Antrieb und meine Motivation lähmt. Ich habe meine Hobbys, meinen Sport und meine "nicht Kiffer Freunde" immer mehr vernachlässigt. Zudem hatte das kiffen auch zunehmend negativen Einfluss auf meinen Job, da ich immer vergesslicher und "verplanter" wurde.*
    Zudem war ich auch schon ewig ungewollt Single weil ich einfach meinen Ars** nicht hoch bekommen habe. Das alles ist der Rausch einfach bei weitem nicht Wert gewesen! Und dann kamen noch zwei Wendepunkte in meinem Leben hinzu und ich wollte mich auch nicht länger in Illegalität Bewegen. (siehe unten)

    32.Beschreiben Sie den Punkt, an dem Sie sich für ein abstinentes Leben entschieden haben (Knackpunkt)
    Eigentlich waren es zwei Punkte. Nachdem die Polizei unser "Zelt" konfisziert hatte , wurde mir erst so richtig bewusst wie dumm und leichtsinnig das mit dem Anbauen war und was jetzt so alles auf mich zukommt. (Gerichtsprozess, evtl Haftstrafe usw)
    Ich war sauer auf mich selbst, leichtsinnig so ein hohes Risiko eingegangen zu sein und das obwohl ich doch schon vorher mit dem Gedanken gespielt hatte aufzuhören. Dennoch hatte ich nicht komplett aufgehört, zum einen weil ich mein Umfeld nicht geändert hatte und zum anderen weil ich meinte das es jetzt nachdem wir erwischt wurden ja auch egal ist.
    Der zweite endgültige Punkt war dann die Nacht nach der Verkehrskontrolle. Zuerst kam ich mir wahnsinnig ungerecht behandelt vor. Vom Gesetzgeber der mir zwei Tage nach dem kiffen noch fahren unter Drogen vorwirft aber vor allem auch vom Leben/Zufall. Das genau in dem Moment wo ich zum Hinterausgang fuhr die Polizeistreife vorbei kommt und der dann auch noch als einziger in seiner Truppe den Fake Penis Trick kennt.
    Aber wie ich dann in einer fremden Stadt alleine in so einer billigen Absteige lag und die ganze Nacht kein Auge zubekommen habe, ist mir so einiges klar geworden. Dicken Gerichtsprozess am Hals mit wahrscheinlich Strafrechtlichen Konsequenzen, Auto konfisziert, keine Ahnung wie ich und mein Auto wieder nachhause kommen sollen, wahrscheinlich hohe Strafe und MPU am Hals, für lange Zeit keinen Führerschein mehr und all die vielen negativen Einflüsse auf mein Leben.*
    Und wofür das alles? Was muss denn noch passieren damit ich endlich Check was die Drogen mit meinem Leben angestellt haben und endlich ein für alle mal damit aufhöre?*
    Und hab ich begonnen die vielen kleinen Zufälle die dazu geführt haben das ich erwischt wurde nicht mehr als Pech sondern als Zeichen und den nötigen Arschtritt zu verstehen um endlich die Kurve zu bekommen. In der Nacht hab ich mir geschworen keine Drogen mehr anzurühren.

    33, Wieso kommt für Sie nur Abstinenz und nicht für gelegentlicher Konsum in betracht?
    Ich brauche das nicht mehr, mein jetziges Leben völlig ohne Drogen gefällt mir wesentlich besser. Meine Beziehung, Freunde und Hobbys sind mir einfach so viel wichtiger und ein gelegentlicher Kosum würde das alles wie gefährden.
    Die Gefahr wieder in alte Gewohnheitsmuster zurück zu fallen wäre zudem auch zu groß. Man nimmt sich vor zukünftig viel seltener zu kiffen aber schon kurze Zeit später kifft man wieder ganz genau so viel und der Teufelkreis beginnt von vorn.
    Ich möchte mich auch nicht länger in Illegalität bewegen.

    34.Wie haben Sie die Umstellung zur Abstinenz erlebt?
    Durchweg positiv, schon nach relativ kurzer Zeit hatte ich viel mehr Elan und Antrieb verspürt. Ich habe wieder sehr viel Sport getrieben und war die meisten Wochenenden mit meinem Bus unterwegs, statt nur auf der Couch zu hocken. Ich hatte auch wieder wesentlich mehr Kontakt zu Leuten die nicht kiffen und hab dann auch meine jetzige Freundin kennen gelernt mit der ich nun schon 15- 16 Monate zusammen bin. Auf Arbeit konnte ich mich auch besser und länger konzentrieren und ich konnte mir wieder besser Sachen merken.

    35. Wer hat Ihnen dabei wie geholfen?
    Vor allem meine Freundin. Sie und ihr gesamter Freundeskreis, mit dem ich jetzt auch viel in Kontakt bin, ist strickt gegen Drogen. Sie gibt meinem Leben noch mehr Stabilität und Freude und sie unterstützt mich wo sie nur kann. Aber das ich wieder mit kiffen anfange, wäre für sie ein klares "no go" und ich würde niemals meine Beziehung wegen Drogen aufs Spiel setzen.

    36.. Wie reagiert Ihr Umfeld auf diese Umstellung?
    Meine Eltern waren sehr erleichtert und haben mir Mut zugesprochen. Wie gesagt wussten die meisten ja gar nichts davon. Aber ich hab von einigen Leuten gehört, das ich einen viel frischeren, fitteren und glücklicheren Eindruck mache.

    37.Haben Sie nach der Auffälligkeit weiterhin Kontakt zu Ihren Drogenbekannten gehabt?
    Anfangs ja, aber ich hab schnell bemerkt wie stumpf denn diese Kiffer-Runden sind wenn man selbst nicht high ist. Dieses lethargische auf der Couch hocken, schei** reden und Playstation spielen war nichts mehr für mich und hab dann nach wenigen Wochen den Kontakt zu meinem Kiffer-Freundeskreis endgültig abgebrochen. Einmal um mich nicht unnötig in Versuchung zu bringen aber auch vor allem weil ich jetzt andere Interessen verfolgte als sie.
    Die Leute mit denen ich auf besagten Festival war, kannte ich nur vom Feiern und hab sie nach dem Festival auch nicht mehr wieder gesehen.*

    38.Haben Sie nach Ihrer Auffälligkeit miterlebt, wie Ihre Bekannten Drogen konsumiert haben?
    Wie gesagt, anfangs hatte ich den Kontakt noch nicht völlig abgebrochen und habe auch miterlebt wie Joints rum gereicht wurden. Aber mein neuer Freundeskreis hat nichts mehr mit Drogen am Hut und von daher hab ich natürlich auch keinen Drogenkonsum beobachtet.*

    39. Wie haben Sie in Zukunft vor mit Cannabis/dem Konsum umzugehen?
    Mein Leben ist jetzt viel besser und ich fühle mich jetzt viel wohler als zu meinen Konsumzeiten.
    Daher werde ich auch zukünftig keine Drogen mehr anrühren und auch den Kontakt zu Konsumenten meiden.

    40. Haben Sie zu Hause Cannabis?
    Nein, natürlich nicht. Ich hab auch alle Kiffer-Utensilien (Grinder ect) verschenkt)

    41. Wie wollen Sie es gegebenen Falls in Zukunft verhindern, nochmals unter Drogeneinfluß ein KFZ zu führen?
    Durch strikte Einhaltung meiner Abstinenz.*

    42. Wie wollen Sie einen beginnenden Rückfall erkennen?
    Einen Rückfall schließe ich Theoretisch aus, da ich den Kontakt mit Drogen und den Konsumenten stets vermeide. Aber falls ich ein verlangen wieder zu konsumieren feststellen würde, würde ich mich nicht scheuen professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen.

    43. Wie ist derzeit der Konsum von Alkohol bei Ihnen?
    Zu besonderen Anlässen wie Geburtstagen ect trink ich auch mal 1-2 Flaschen Bier, wenn der Abend mal etwas länger geht auch mal ein dritte. Zum anstoßen trink ich auch mal ein Glas Sekt. Aber ich mag das Gefühl betrunken zu sein einfach nicht mehr. Sobald ich merke das mir leicht schwindelig wird, höre ich auf zu trinken. Hochprozentigen Alkohol trinke ich gar nicht.
     
  5. Ascended

    Ascended Benutzer

    Beiträge:
    23
    Zustimmungen:
    0
    Zusatz- Frage 44: Wie kam es dazu das sie sich entschieden haben Cannabis anzubauen?
    Wir hatten unser Gras immer von einem Kumpel der selbst Anbaut bekommen. Anfang 2015 ist dieser mit seiner Freundin zusammengezogen und konnte nicht länger anbauen und wollte sein Equipment los werden. Wir haben uns dann dafür entschieden sein Equipment zu übernehmen und zu versuchen unser Gras zum Eigenkonsum selbst anzubauen. Denn das Zeug dauerhaft von einem richtigen Schwarzmarkt-Dealer zu kaufen, war uns zu gefährlich, zu teuer und man weiß auch nie was man genau bekommt und wie die Qualität ist. (Streckmittel, Düngerrückstände usw)
    Erst im Nachhinein wurde mir bewusst wie dumm und leichtsinnig das war und was wir da für ein enormes Risiko eingegangen sind. Ich hab das damals einfach ignoriert und mir eingeredet das wir eh nicht erwischt werden.
    Im Feb 2016 würde dann während wir alle gemeinsam im Urlaub waren, bei uns eingebrochen und unsere Nachbarn haben die Polizei verständigt. Dabei hat die Polizei dann unser Zelt (1qm groß) und diverse Anbau Utensilien entdeckt und beschlagnahmt. Jetzt läuft gegen uns ein Verfahren.
     
  6. Max

    Max Super-Moderator und MPU Profi Mitarbeiter Administrator

    Beiträge:
    5.551
    Zustimmungen:
    8
    Ort:
    NDS
    Bist du hier jetzt fertig ? :zwinker0004:
     
  7. Ascended

    Ascended Benutzer

    Beiträge:
    23
    Zustimmungen:
    0
    Nein, aber am Dienstag ist es soweit.
    So richtig weiß ich auch noch nicht wie ich das mit dem Anbauen und den zwei positiven haartests handhaben soll.
     
  8. Max

    Max Super-Moderator und MPU Profi Mitarbeiter Administrator

    Beiträge:
    5.551
    Zustimmungen:
    8
    Ort:
    NDS
    Erzähl nur das, was auch in deiner Akte steht ... mehr nicht.

    Das sagst du auf keinen Fall ... denn wenn es dir schwindelig wird, ist es eh zu spät.

    Ob Drogenfahrt oder nicht ... uninteressant und daher streichen.

    Hier gilt das Gleiche wie in F5 !

    Das ist doch eine ehrliche Antwort, so kannst du das in aller Ruhe schildern.
    Bring den Anbau allerdings nur dann ins Spiel, wenn du danach gefragt wirst.

    ------------------------------

    Ich bin erstaunt über deinen FB, hast dich richtig ins Zeug gelegt. :zwinker0004:
    Letztendlich sind lediglich ein paar Kleinigkeiten anzumerken, dafür aber wichtig um nicht unglaubwürdig zu wirken.

    Lerne deinen FB sinngemäß, auf keinen Fall auswendig lernen.

    Denk an die Kleinigkeiten ... für Dienstag wünsche ich dir viel Glück und natürlich auch Erfolg :smiley711::smiley711::smiley711:


    Kleiner Tipp, halte dich an folgende Regeln ...

    - unbedingt pünktlich, bürgerlich gekleidet und gepflegt erscheinen ... auch ein GA hat Vorurteile
    - sämtliche Unterlagen (AB-Nachweise, ärztl. Attests, Notizen usw.) solltest du an Bord haben
    - du solltest ausgeschlafen sein und morgens nicht zuviel essen ... du brauchst das Blut im Kopf und nicht im Magen
    - kurz vor der MPU wirfst du die eine Ladung Traubenzucker ein ... erhöht die Leistungsfähigkeit ("kurz vorher" daher, da nach bereits 3 Stunden ein Leistungsabfall entstehen kann)
     
  9. Ascended

    Ascended Benutzer

    Beiträge:
    23
    Zustimmungen:
    0
    Vielen, vielen Dank nochmal! Bin echt froh das es dich und das Forum hier als Hilfestellung gibt!

    Und wenn sie mich fragt warum ich den ersten Haartest erst 11 Monate nach Beginn meiner Abstinenz gemacht habe, erzähle ich ihr von den zwei vergeigten Tests?

    Ich werde in ja sehr wahrscheinlich wegen Drogenbesitz, Anbau und wenns blöd läuft auch Handel verurteilt. Kann es dann nicht passieren das ich nochmal eine MPU machen muss? In dem anderen Forum wurde mir halt erzählt, das wenn ich das mit dem Anbau jetzt schon erzähl und eine positive Prognose bekomme bin ich save und wenn ich nix davon erzähle müsste ich wahrscheinlich wieder hin.
    Ist das wirklich so?

    Besten Dank!
     
  10. Max

    Max Super-Moderator und MPU Profi Mitarbeiter Administrator

    Beiträge:
    5.551
    Zustimmungen:
    8
    Ort:
    NDS
    Wenn das nicht in deiner Akte steht und du auch nicht danach gefragt wirst, dann erzählst du da gar nichts davon.
    Steht das allerdings in deiner Akte, dann weiß das auch dein Gutachter ... bei Nachfrage antwortetest du dann ganz ehrlich.

    In dieser Sache bist du auch kein Einzelfall, es gibt viele Leute die sich an eine Abstinenz erst einmal herantasten und dann viel später mit einem Abstinenzprogramm beginnen.
    Am Anfang wissen viele gar nicht, dass sie für eine MPU überhaupt ein Abstinenzprogramm benötigen ... allein dadurch verschieben sich die Zeiträume zum Beginn eines Sceenings.
    Andere interessiert es anfangs überhaupt nicht, dass der Führerschein weg ist ... entweder benötigen sie ihn nicht so dringend oder beschäftigen sich noch nicht mit der Thematik.

    Nein, dass ist absoluter Schwachsinn !!!

    Warum machst du eine MPU ? ... die MPU begutachtet die Fahreignung eines Fahrzeughalters. Damit wird geprüft, ob ihm die Fahrerlaubnis entzogen oder neu erteilt werden kann, indem die körperliche, geistige und persönliche Fahreignung geprüft und begutachtet wird. Gib es hier keine Zweifel an deiner Fahreignung, bekommst du ein positives Gutachten ... und damit ist die Sache für dich erledigt.

    Falls du jetzt wegen Drogenbesitz, Anbau oder auch Handel verurteilt wirst ... hat das keinen Einfluss für eine erneute MPU, denn der Tatzeitpunkt liegt vor deiner Abstinenz bzw. MPU.
    All diese Dinge werden vermutlich auch in deiner Akte stehen, aus diesem Grund weiß der Gutachter eh schon Bescheid. :zwinker0004:
     
  11. Ascended

    Ascended Benutzer

    Beiträge:
    23
    Zustimmungen:
    0
    Ich könnte so kotzen...
    Sie hat mich noch schön erzählen lassen das ich jetzt nicht mehr auf Partys gehe und keinerlei Kontakt mehr zu Konsumenten habe, und hat dann die Haaranalyse raus geholt und gefragt wie ich mir das Resultat dann erkläre.
    0,08ng Thc... Obwohl ich in den letzten 18 Monaten nix mehr angerührt habe.
    Gutachten damit negativ.

    Ohhh man, jetzt sitz ich richtig in der Scheiße. Ich brauche innerhalb der nächsten 5-6 Wochen eine cleane Haaranalyse oder es entsteht eine Nachseislücke und ich muss nochmal bei Null beginnen. Muss wohl an meinen Mitbewohnern liegen, die kiffen zwar "nur" aufn Balkon aber manchmal ist trotzdem was ins Wohnzimmer gezogen und das reicht wohl aus. Zum ausziehen ist es jetzt wohl auch zu spät.
    Irgend einen Rat? Wie hoch sind wohl die Chancen das die B-Probe besser aussieht?

    Heftig fand ich ihre Antwort auf meine Frage, warum ich denn so doof sein sollte zu kiffen wenn ich doch weiß das ich eine Haarprobe abgegeben muss. "Keine Ahnung, sie sind ja auch so dumm und fahren Auto obwohl sie am Vortag Drogen genommen haben. "

    Das mit dem Fake-Penis war leider auch nen riesen Thema und hat sie extrem negativ gewertet. "wow, sowas treistes hab ich bis jetzt auch noch nicht gehabt". Sie hat mich dann unter anderem total schockiert gefragt "Das bedeutet also, sie hatten bereits geplant unter Drogeneinfluss zu fahren? Das ist heftig."
    Ihre Reaktion daruf hat mich echt verwundert. Immerhin hat sie doch täglich mit Leuten zu tun die mehr oder weniger geplant unter Drogeneinfluss fahren.

    Puhhhhh... Ich bin grad echt am Ende.
     
  12. Max

    Max Super-Moderator und MPU Profi Mitarbeiter Administrator

    Beiträge:
    5.551
    Zustimmungen:
    8
    Ort:
    NDS
    Die durchaus schon andere Ergebnisse gebracht, würde ich darauf bestehen.

    Fakt ist jedenfalls, bei einem negativen Gutachten, dass nichts an die Führerscheinstelle geht ... weder vom MPI oder von dir.
    Ich hoffe du hast das auch so mit deinem MPI vereinbart.
     
  13. Ascended

    Ascended Benutzer

    Beiträge:
    23
    Zustimmungen:
    0
    Ja, das geht nur an mich. Aber die Akte wird wieder zurück gesendet.

    Ich hab auch ein zugelassenes Labor das erstmal für 60 Euro nur auf thc testet und dann gegeben Falls mit der gleichen Probe den zugelassen Test durchgeführt. Ob meine Chancen dann besser stehen?

    Oh man, ich kann doch nicht nach über 1 1/2Jahren nochmal komplett von Null anfangen. Das verkrafte ich nicht.

    Ich hab den Führerschein ja "nur" wegen Mdma Konsum verloren. Hätte ich denn evtl mit einem negativen Thc cooh Nachweis plus einjährigen Abstinenz Nachweis für mdma eine realistische Chance? Das würde halt zeigen das ich selbst nicht gekifft hab aber Kontakt mit Qualm hatte. Dafür müsste ich natürlich meine Story ändern
     
  14. Max

    Max Super-Moderator und MPU Profi Mitarbeiter Administrator

    Beiträge:
    5.551
    Zustimmungen:
    8
    Ort:
    NDS
    Mit einem erfolgreichen Ergebnis, ist dass durchaus anfechtbar ... sofern es lediglich an dem Screening liegen sollte.

    Drogentests müssen stets negativ ausfallen, egal welcher Art. Da MDMA als harte Droge eingestuft ist, ist hier stets eine Abstinenz von 12 Monaten erforderlich.
     
  15. Ascended

    Ascended Benutzer

    Beiträge:
    23
    Zustimmungen:
    0
    Ich hatte kurz vor Weihnachten nochmal ne Haarprobe nehmen lassen. Das positive Resultat hat sich leider bestätigt.

    Steht denn in meinem MPU-Gutachten auch das Ergebnis der Urin-Probe welche ich abgegeben habe? Hab das schei* Gutachten immer noch nicht erhalten, hab jetzt schon 2mal da angerufen.
    Wäre halt nice2know ob Urin mich auch falsch positiv testet bevor ich so nen Urinkontrollprogramm unterzeichne.

    In besagten Vertrag steht folgendes geschrieben:
    Bedeutet das etwa das selbst Werte unterhalb des cut-offs als Konsumnachweis uminterpretiert werden???
     
  16. Max

    Max Super-Moderator und MPU Profi Mitarbeiter Administrator

    Beiträge:
    5.551
    Zustimmungen:
    8
    Ort:
    NDS
    So kann und muss man das in Zukunft sehen.
    Ein positiver Cut-Off Wert selbst unter der Bemessungsgrenze, besagt ja das du nicht clean bist. Demzufolge darf für ein MPU-Screening kein Drogenkonsum erkennbar sein, selbst wenn er noch so klein ist.
     
  17. Ascended

    Ascended Benutzer

    Beiträge:
    23
    Zustimmungen:
    0
    Ist Bestimmungsgrenze gleich Cut-Off`?
     
  18. Max

    Max Super-Moderator und MPU Profi Mitarbeiter Administrator

    Beiträge:
    5.551
    Zustimmungen:
    8
    Ort:
    NDS
    Nein !!!

    Ein positives Ergebnis liegt vor, wenn:
    -
    mindestens eine Substanz der nachzuweisenden Substanzgruppe in einer messbaren Konzentration in der Probe vorhanden ist
    - Bestätigungsanalyse empfohlen (zweiter Test mit einer anderen Methode zur Bestätigung und zum Einzelsubstanznachweis)

    Die Bestimmungsgrenze für chromatograpische, identifizierende Verfahren liegt für Cannabis bei 13ng/ml ... der Cut-off -Wert wird mit 30ng/ml beziffert.



     
  19. Ascended

    Ascended Benutzer

    Beiträge:
    23
    Zustimmungen:
    0
    Ich mach seit März das Urin-Programm und der erste Test war wohl negativ.

    Ich habe ein Stellenangebot in der Schweiz. Gibt es denn dort auch Labore die den Bestimungen entsprechen, wo ich das Programm weiterführen kann?

    Alternativ müsste ich dann bei Anruf spontan 3h one-Way nach Deutschland fahren. Aber solang ich meinen Wohnsitz in Deutschland nicht abmelde, kann ich doch trotzdem noch die MPU in Deutschland machen, oder?
     
    Zuletzt bearbeitet: 2. Mai 2018
  20. Max

    Max Super-Moderator und MPU Profi Mitarbeiter Administrator

    Beiträge:
    5.551
    Zustimmungen:
    8
    Ort:
    NDS
    Das kannst du, dass ist kein Problem. Entscheidend ist immer dein Hauptwohnsitz.

    Die Zulässigkeit musst du mit deiner FSST abklären.
     

Diese Seite empfehlen