MPU E-Scooter 1,76‰

Arteko

Neuer Benutzer
Hallo zusammen,

ich bin schon eine Weile hier im Forum als Mitleser unterwegs und wollte erst mal los werden, dass ich es ziemlich cool finde, dass hier so uneigennützig geholfen und beraten wird! :smiley711:

Ich habe Ende des Monats meine MPU und hab extrem Angst... Ich versuche zwar mich nicht durch die Horrorgeschichten im Netz verunsichern zu lassen, aber langsam werd ich wahnsinnig... :eek:
Mein Chef ist seit jetzt einem Jahr ziemlich geduldig, bin eigentlich im Außendienst tätig und werde seit dem Tattag ständig von Kollegen zu meinen Kunden gefahren, aber ewig wird das nicht so weiter gehen...

Da hier meist sehr objektiv und unaufgeregt beraten wird, hoffe ich, ich finde hier ein paar hilfreiche Tipps, die evtl. auch meine Aufregung etwas dämpfen...

Im folgenden schon mal die Fragebögen:

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Zur Person
Geschlecht: männlich
Größe: 189 cm
Gewicht: 93 kg
Alter:33

Was ist passiert?
Datum der Auffälligkeit: 06.01.2020
BAK: 1,76 ‰
Trinkbeginn: ca. 17:10
Trinkende: ca. 22:50
Uhrzeit der Blutabnahme: 23:30

Stand des Ermittlungsverfahrens
Gerade erst passiert: nein
Strafbefehl schon bekommen: ja
Dauer der Sperrfrist: 7 Monate

Führerschein
Hab ich noch: nein
Hab ich abgegeben: ja
Hab ich neu beantragt: ja
Habe noch keinen gemacht:

Führerscheinstelle
Hab schon in meine Akte geschaut Ja/Nein: ja
Sonstige Verstöße oder Straftaten?: nein
Genaue Fragestellung der FSSt (falls bekannt): Ist zu erwarten, dass der Untersuchte in Zukunft ein Fahrzeug unter dem Einfluss von Alkohol führen wird und/oder liegen als Folge unkontrollierten Konsums Beeinträchtigungen vor, die das sichere Führen eines Fahrzeugs der beantragten Klasse A, B in Frage stellen?

Bundesland: NRW


Konsum
Ich trinke noch Alkohol, wenn ja wie oft wieviel: ja, alle 4-8 Wochen, je nachdem ob ein besonderer Anlass ansteht, dann ein Bier oder ein Glas Wein oder Sekt
Ich lebe abstinent seit: nein

Abstinenznachweis
Haaranalyse ja/nein: nein
Urinscreening ja/nein: nein
Keinen Plan?: nur Blutwerte

Leberwerte ja/nein seit wann, wieviele: Leberwerte, inkl. CDT-Wert alle 4 Wochen, seit September, CDT Werte zwischen 0,6% und 1,0% (Referenzwert 1,7%), alle anderen Werte auch unter dem Referenzwert

Aufarbeitung
Suchtberatungsstelle aufgesucht?: nein
Selbsthilfegruppe (SHG): nein
Psychologe/Verkehrspsychologe: mehrere Einzelstunden bei VP
Kurs für verkehrsauffällige Autofahrer: nein, nur MPU-Vorberitungskurs, insgesamt 16 Std
Ambulante/stationäre Therapie: nein
Keine Ahnung: -

MPU
Datum: 27.01.2021
Welche Stelle (MPI): ProSecur Frankfurt
Schon bezahlt?: ja
Schon eine MPU gehabt? nein
Wer hat das Gutachten gesehen?: -
Was steht auf der letzten Seite (Beantwortung der Fragestellung)?:

Altlasten
Bereits durch Alkohol auffällig geworden Punkte oder sonstige Straftaten: nein

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Tathergang

1. Beschreiben Sie den Tag Ihrer Trunkenheitsfahrt aus eigener Sicht mit Datum und Uhrzeiten.
(Wann, wo und mit wem getrunken / wann und wie aufgefallen / Promille)

Am Tattag, dem 06.01.2020 hatte ich noch Urlaub und traf mich gegen 17:00 mit zwei ehemaligen Kommilitonen, welche ich seit ca. einem Jahr nicht mehr gesehen hatte.
Wir wollten zusammen etwas essen gehen und dann noch bei einem Bier quatschen. Nun haben wir uns aber schon vor dem Essen in einer Kneipe so verquatscht, dass mehrere Bier geflossen sind, ohne dass wir gegessen hätten. Irgendwann war Essen gehen dann auch kein Thema mehr und haben und wir holten uns nur gegen 20:00 ein belegtes Brötchen.
Danach gingen wir wieder zurück in die Kneipe und tranken weiter. Am späteren Abend wurde ich nach meiner Freundin gefragt und ich erzählte dann, dass diese vor ca. 5 Wochen Schluss gemacht hat. Daraufhin bestellte ein Kommilitone mehrere Wodka-Bull. Normalerweise trinke ich nur Bier und vielleicht vier, fünf mal im Jahr einen Schnapps oder Cocktail. Da ich aber schon einiges getrunken und nach der Unterhaltung nichts sonderlich gut drauf war, willigte ich ein mitzutrinken.
So waren es, zusätzlich zum Bier, noch mal drei Wodka-Bull (mit jeweils schätzungsweise 0,04 L Wodka) innerhalb von 30-40 Minuten. Danach sagte ich auch relativ schnell, dass es genug sei und wir uns auf den Heimweg machen sollten. Gegen 22:50 verließen wir die Kneipe mit Ziel Bahnhof, einer der Komilitonen verabschiedete sich in eine andere Richtung. Mit dem übrigen Kumpel holte ich mir noch ein Bier am Kiosk. Nach ein paar Metern überquerten wir zu zweit dann einen Platz in der Fußgängerzone, auf den ein E-Scooter stand. Ich fragte meinen Freund, ob er schon mal mit so einem Roller gefahren sei, er antwortete ja und fragte mich, ob ich es mal ausprobieren wollte, er hätte die passende App auf dem Handy. Ich dachte mir ehrlich gesagt nicht großartig was dabei und sagte ja. Er schaltete den Roller frei und ich stieg auf. Ich wollte auf dem leeren Platz eine Runde fahren und den Roller testen. Nach ca. 50 Metern, gegen 23:00 wurde ich von der Polizei angehalten. Der Atemalkoholtest sagte 1,5‰ (wobei ich mir da nicht mehr genau sicher bin, da in diesem Moment der Wodka anfing seine Wirkung zu entfalten). Die Polizei nahm mich mit auf die Wache und nahm mir um 23:30 Blut (späteres Ergebnis: 1,76‰) und Führerschein ab. Ich wurde entlassen und mein Kumpel, dem ich geschrieben hatte auf welcher Wache ich war, holte mich ab und wir gingen zusammen zum Bahnhof.

2. Was und wie viel haben Sie am Tattag insgesamt getrunken?
(Genaue Angaben in Sorte, Menge, Trinkzeit)

nach besten Wissen und Gewissen:
17:10 bis 22:50 7 * 0,5 Bier
22:10 bis 22:50 3 * 0,04 Wodka (mit Red Bull)

3. Wie viel Kilometer fuhren Sie, bis Sie aufgefallen sind und wie viel Kilometer wollten Sie insgesamt fahren?

ca. 50 Meter und es wären evtl. noch 50-100 Meter dazu gekommen

4. Hatten Sie das Gefühl, noch sicher fahren zu können?
(Ja/Nein + Begründung)

Ich denke schon, dass ich das Gefühl hatte, sicher fahren zu können. Aber ehrlich gesagt, habe ich mir denk ich keine großen Gedanken gemacht. Ich hab in dem Moment nicht das Gefühl gehabt aktiv am Verkehr teilzunehmen. (was definitiv falsch war, mir zu dem Zeitpunkt nicht klar war) In meinem Kopf erschien es mir mehr wie ein Spielzeug, das ich auf einem kompletten leeren Platz, auf dem keine Autos fahren dürfen, sicher fahren dürfte...

5. Wie haben Sie die Trunkenheitsfahrt vermeiden wollen (wenn überhaupt)?

Keine Vermeidung geplant, mit dem Zug in die Stadt gefahren und mit dem Zug nach Hause. Spontane Idee.

6. Haben Sie bereits früher im Straßenverkehr unter Alkoholeinfluss gestanden und sind aufgefallen?

Nein.

7. Wie oft haben Sie alkoholisiert am Straßenverkehr teilgenommen ohne aufzufallen und was folgern Sie daraus?

Vor einem jahr hätte ich definitv Nein gesagt. Ich habe immer Trinken und Fahren strikt getrennt, gerade auch weil ich mit Motorradfahren angefangen habe und es da absolut unvorstellbar ist, selbst nach nur einem kleinen Bier noch zu fahren. Diese Einstellung hat sich auf das Auto fahren übertragen. Im Laufe der Vorbereitung und der Gedanken die ich mir gemacht habe, ist mir allerdings klar geworden, dass ich das doch nicht so sicher sagen kann. Ich bin geschätzt drei oder vier mal abends mit einem Fahrrad gefahren nachdem ich etwas getrunken hatte. Zusätzlich halte ich es für wahrscheinlich, dass ich das ein oder andere Mal noch Restalkohol im Blut hatte, als ich morgens mit dem Auto gefahren bin. Sicherlich keine hohen Promillezahlen, aber das Schlimme daran ist, dass ich mir abends keine Gedanken darüber gemacht habe, ob ich am nächsten Morgen den gesamten Alkohol wohl abgebaut haben kann...

Exploration

8. Wann hatten Sie den ersten Kontakt mit Alkohol und wann haben Sie das erste Mal Alkohol zu sich genommen?
(Allererste Erinnerung und erster Konsum)

Das erste Mal Alkohol habe ich mit 14 Jahren getrunken. Wir haben uns mit einigen Freunden einen Kasten Mixery gekauft und uns damit im Wald versteckt. So kam jeder auf 2-3 Flaschen 0,33 Mixery.

9. Haben Sie regelmäßig Alkohol getrunken, und wie hat sich ihr Trinkverhalten in den letzten Jahren entwickelt?

In der Zeit darauf habe ich mit Feunden ca ein mal im Monat am Wochenende 2-3 Mixery oder später Bier getrunken. Als wir alle 18 wurden und in Diskotheken oder Clubs durften, hat sich der Konsum etwas gesteigert, so waren wir ungefähr jedes zweite Wochenende irgendwo zum Feiern. Da waren es dann pro Abend 4 Bier am Abend und selten (4-5 mal im Jahr) mal einen Schnapps dazu. Nach dem Abitur erhöhtesich der Konsum während des Zivildiensts weiter leicht nach oben, so wurden es im Schnitt 5 Bier am Abend an 2-3 Abenden im Monat. zusätzlich dazu 1-2 Mal im Monat ein Bier auch unter der Woche.
Als ich 2008 mein Studium begann wurde der Konsum erst mal wieder weniger, ich war motiviert und habe mich darauf konzentriert. Ich habe 1-2 Mal im Monat 2 Bier getrunken, entweder mit Kommilitonen oder mit früheren Freunden am Wochenende.
Über die Zeit wurde ich jedoch immer unzufriedener in meinem Studium. Die Klausuren schaffte ich gerade so, allerdings auch mit hoher Zeitverzögerung. Thematisch machte mir das Studium keinen Spaß mehr und ich versuchte nur noch irgendwie mitzuschwimmen. Das führte dazu, dass ich den Studiengang gewechselt habe und es in einem anderen Themenbereich versuchen wollte. Dies machte mir auch nicht unbedingt mehr Spaß, aber ich kam voran. Während dieser Zeit stieg der Konsum wieder an, bis es 6-7 Bier plus 1 Schnapps am Abend wurden und das ca 3 mal im Monat. Trotzdem schaffte ich es, alle Klausuren zu schreiben und mir fehlte "nur" noch ein Praxissemester und die Abschlussarbeit. Ich musste lange nach einem Platz für das Praxissemester suchen und als ich es endlich hinter mir hatte und meine Abschlussarbeit angehen wollte, hieß es von der Hochschule, dass die Prüfungsordnung meines Studiengangs in der Form ausgelaufen ist und ich in der neuen Prüfungsordnung diverse Klausuren erneut schreiben müsse. Das war für mich der Grund um das Thema ad acta zu legen. Ich konnte keine Motivation mehr aufbringen, alles noch mal durch zu stehen. Der Konsum blieb aufgrunddessen weiterhin auf dem hohen Niveau.
Nach Beendigung des Studiums habe ich mich damit abgefunden eine Ausbildung statt Studium zu absolvieren. Das war sehr schwierig, da ich so lange mit dem Studium verbracht hatte und nichts vorzuweisen hatte. Über Jahre hatte ich mich mit dem Studium beschäftigt, da ich niemanden enttäuschen wollte (meine Eltern, Freunde sowie mich selbst). Während der Ausbildung zeigte sich jedoch, dass ich niemenden enttäuschte, außer mir selbst. Ich wurde immer zufriedener mit meiner Entscheidung und sah, dass ich mit meiner Ausbildung ohnehin bessere Chancen auf Erfolg habe, als ich es mit einem schlechten Studienabschluss gehabt hätte.
Daraufhin sank der Konsum wieder, bis zum Tattag, an dem ich aufgrund der Trennung schlecht drauf war und mich freute, dass mir jemand zuhörte und versuchte mich aufzumuntern. Aufgrunddessen fiel ich wieder in die alten Konsummengen zurück, was zu dem Irrglauben führte, ich könnte den E-Scooter gefahrlos bewegen.

10. Wie viel und wie oft haben Sie getrunken?
(Genaue Angaben in Sorte, Menge, Häufigkeit)

siehe Frage 9

11. Wo und mit wem haben Sie überwiegend getrunken?

Ich hatte im Prinzip zwei Freundeskreise, mit denen ich konsumiert habe. Meine "alten" Freunde, mit denen ich aufgewachsen bin und in der Schule war sowie den Kreis der Kommilitonen. In der Regel haben wir in Kneipen oder Diskotheken konsumiert. Mit den Kommilitonen auch mal im Wohnheim auf WG-Feiern oder Ähnlichem. Im Sommer verlagerte es sich auch häufig in verschiedene Gärten beim Grillen. Alleine habe ich nie getrunken, da es mir um die Gesellschaft dabei ging und ich jemanden zum Quatschen haben wollte.

12. Warum haben Sie getrunken?
(Innere + äußere Motive)

Zu Beginn war es einfach nur um es auszuprobieren, es war "normal" in dem Alter anzufangen Alkohol zu konsumieren. Später ging es darum gelöster zu feiern und negative Gedanken auszublenden (siehe Frage 9). Ich wollte einfach "abschalten" und mit meinen Freunden Spaß haben, ohne dass die negativen Dinge meines Lebens andauernd allem einen faden Beigeschmack geben.

13. Welche Wirkung haben Sie in der Vergangenheit nach Alkoholgenuss bei sich beobachtet?
(bei wenig und bei viel Alkohol)

Bei wenig Alkohol: gelöste Stimmung, Möglichkeit sich nur auf den spaßigen Teil des Lebens zu konzentrieren, weniger Hemmungen Dinge anzusprechen oder zu tun, dies hat mich verleitet diesen Zustand verstärken zu wollen was dann zu viel Alkohol und dessen Folgen geführt hat
Bei viel Alkohol: zunächst wurde ich unangemessen laut (nicht aggressiv, sondern ich konnte die Lautstärke meiner Stimme nicht mehr einschätzen), ich verhielt mich auf eine Art und Weise die ich im Nachhinein nur als peinlich ansehen kann, dementsprechend eine offensichtliche falsche Selbsteinschätzung und Einschätzung meines Umfelds, nach einer gewissen Zeit dann Übelkeit und Müdigkeit

14. Gab es kritische Hinweise Anderer auf Ihren Alkoholkonsum und wie haben Sie darauf reagiert?

Nein

15. Welche Auswirkungen und Folgen hatte Ihr Alkoholkonsum auf Ihr Leben und Ihr Umfeld?

Kein besonderen Auswirkungen, außer dass mir manchmal vermeintlich lustige Aktionen am nächsten Tag peinlich waren

16. Gab es in Ihrem bisherigen Leben frühere Zeiten, in denen sie weit mehr Alkohol als heute getrunken haben?
Wenn ja, nennen sie bitte die Lebensabschnitte und mögliche Ursachen und Umstände dafür.

Siehe Frage 9, während der Endphase meines Studiums trank ich mehr.

17. Haben sie jemals die Kontrolle über ihre Trinkmenge verloren und bis zur Volltrunkenheit Alkohol konsumiert?

Ja, das ist über die Jahre 5-6 Mal vorgekommen. Mit steigendem Alkoholpegel hab ich meinen eigenen Konsum unterschätzt und zu spät realisiert, dass es zu viel war.

18. Haben Sie früher schon einmal oder öfter über einen längeren Zeitraum bewusst und mit Absicht völlig auf den Genuss von Alkohol verzichtet?

Nicht bewusst, es haben sich immer wieder mal Zeiträume von mehreren Wochen oder Monaten ergeben, in denen ich keinen Alkohol konsumiert habe, weil es keinen Anlass gab oder ich durch Lernen keine Zeit hatte. Dies geschah aber eher zufällig.

19. In welcher Kategorie eines Alkohol trinkenden Menschen haben Sie sich früher gesehen und wie stufen Sie sich heute rückblickend ein?
(mit Begründung)

Früher habe ich mir darüber keine Gedanken gemacht und dachte es wäre alles normal weil viele genau so viel getrunken haben wie ich. Heute muss ich sagen, dass ich eindeutig zu viel getrunken habe und häufig nicht mehr aus Genuss getrunken habe, sondern um die Wirkung zu spüren oder meine negativen Gedanken an bspw. das Studium zu betäuben.
 

Arteko

Neuer Benutzer
Heute und in Zukunft


20. Trinken Sie heute Alkohol? Wenn ja, was, wie viel und wie oft?
(Genaue Angaben in Sorte, Menge, Häufigkeit)

Seit dem Tattag habe ich meinen Kosum deutlich geändert. Ich war sehr erschrocken, über meinen Promillewert und darüber, dass ich an dem Abend nicht über die Konsequenzen meines Handelns nachgedacht habe. Ich habe mir immer eingebildet, selbst unter Alkoholeinfluss wichtige Entscheidungen noch rational und vernünftig treffen zu können. Dies ist nicht der Fall. Ich war so erschrocken davon, dass ich die folgenden Monate keinen Alkohol mehr konsumiert habe. Erst an meinem Geburtstag, viereinhalb monate später hab ich wieder 2 Bier getrunken. Dies reichte mir aber vollkommen und mehr wollte ich auch nicht. Seit dem hab ich an sechs Anlässen Alkohol konsumiert, ein mal 2 Bier, zwei mal 1 Bier, ein mal einen Glühwein, ein mal 1 Glas Weißwein und ein mal ein Glas Sekt.

21. Wann haben Sie zuletzt Alkohol getrunken?

Am 31.12.2020 ein Glas Sekt.

22. Trinken sie gelegentlich alkoholfreies Bier?

Ein akloholfreies Weizenbier im Sommer und zwei alkoholfreie Pils an Weihnachten.

23. Warum trinken Sie heute Alkohol/keinen Alkohol?

Ich trinke noch eine Getränk an besonderen Anlässen, z.B. um zu einem speziellen Essen ein Glas Wein zu genießen oder ein Bier um mit Freunden auf besondere Begebenheiten anzustoßen, z.B. die Geburt des Kindes meines besten Freundes oder die Hochzeit eines Freundes.

24. Warum haben Sie das Trinken reduziert bzw. aufgegeben und warum nicht schon eher?

Ich habe den Konsum reduziert, weil ich mich besser fühle, z.B. sportlich leistungsfähiger bin. Ich bin immer davon ausgegangen, dass mein Konsum normal und unbedenklich sei, "weil es ja alle machen". Daher habe ich mir nie Gedanken gemacht, ob ich den Konsum bewusst einschränken müsste. Nach dem Tattag ist mir allerdings klar geworden, dass mein Konsum eben doch nciht "normal" ist und dass mir das langfristig weitere Probleme bereiten wird.

25. Wie haben Sie die Änderung Ihres Trinkverhaltens erreicht und dabei die Umstellungsphase erlebt?

Die Änderung des Trinkverhaltens zu ändern war nicht sonderlich schwer zu erreichen, da mich der Vorfall so geschockt hat, dass ich zunächst gar keine Lust mehr auf Alkohol hatte. Jetzt genieße ich die Getränke an den besonderen Anlässen und schätze diese auch als solches ein, nämliches etwas besonderes und nicht wie früher als etwas was ohnehin dazu gehört.
Die Umstellungsphase war zunächst gewöhnungsbedürftig, gerade auch weil mir am Anfang die Sache sehr unangenehm war und ich niemandem gegenüber zugeben wollte was ich getan hatte. Daher wurde ich natürlich gefragt, warum ich nur Wasser trinke. Im Laufe der Zeit freundete ich mich aber mit dem Gedanken an, dass die ganze Angelegenheit auch etwas positives hat. Nämlich, dass ich eine Warnung bekommen habe, bevor eine meiner Handlungen ernsthafte Folgen für mich oder jemand anderes hat. So konnte ich anderen gegenüber auch erzählen was vorgefallen ist und dies stieß meist auf Respekt und Akzeptanz. Bei manchen Menschen in meinem Umfeld war das jedoch nicht der Fall. Ich wurde wiederholt gefragt, ob ich nicht doch etwas trinken will. Damit konnte ich noch leben und es einfach ignorieren. Was ich jedoch nicht ignorieren konnte, war die Gestaltung der Treffen, bestimmte Menschen um mich herum wurden dann immer betrunkener und was mir früher als lustig vorkam, ist jetzt nur noch lästig. So ist der Kontakt mit ein paar Menschen immer mehr eingeschlafen und letztendlich komplett abgebrochen. Dafür habe ich jedoch neue Menschen kennen gelernt, unter anderem auch Menschen, die in der Vergangenheit den gleichen Fehler wie ich begangen haben.

26. Wie wirkt sich Ihr geändertes Verhalten auf Sie, Ihr Leben und Ihr Umfeld aus?

In einigen anderen Fragen bereits angeschnitten: Mein Wohlbefinden ist deutlich gestiegen, ich bin leistungsfähiger. Mein Umfeld hat sich leicht verändert, die Menschen die mich vor der Tat kannten und auch weiterhin in meinem Leben sind, zeigen sich alle positiv, da ich mehr Energie habe um Dinge zu unternehmen, wie wandern oder Ausflüge. Inwiefern mein Leben insgesamt sich durch das geänderte Verhalten geändert hat, lässt sich schwer beurteilen, da es sich in diesem Jahr ohnehin sehr im Wandel befand. Ich habe meine Ausbildung sehr erfolgreich abgeschlossen und wurde kurz nach Beendigung der Ausbildung zum Abteilungsleiter befördert. In dieser Position mit Personalverantwortung und größeren Projekten bin ich sehr glücklich. Ob dies auch ohne mein geändertes Verhalten möglich gewesen wäre, weiß ich nicht.

27. Wie stellen Sie sicher, dass Ihr neues Verhalten dauerhaft stabil bleibt?

Ich versuche es gar nicht mehr zu einer solchen Unzufriedenheit kommen zu lassen wie ich sie während meines Studiums empfunden habe. Ich hatte damals das Gefühl, alle Erwartungen (von meinen Eltern, Freunden, etc) immer erfüllen zu müssen, egal was ich dabei fühle. Ich habe jetzt gelernt, dass die Ziele und Erwartungen in meinem Leben nur durch mich festzulegen sind. Und meine Entscheidungen haben mich an einen Punkt geführt, an dem ich sehr glücklich und zufrieden mit mir selbst bin. Daher kann ich nur daran arbeiten, nie wieder so zu empfinden, dass ich glaube Alkohol zu brauchen um mich besser zu fühlen.

28. Können Sie sich vorstellen, jemals wieder in Ihre alten Gewohnheiten zurückzufallen?
(mit Begründung)

Ausschließen kann ich es nicht, aber ich habe gelernt, auf mich selbst und auf meine Entscheidungen zu vertrauen, egal was andere sagen oder denken könnten. Dadurch kann ich darüber reden, wenn ich mich nicht gut fühle und finde andere Wege um unangenehme Situationen oder Rückschläge verarbeiten zu können.
So glaube ich zumindest nicht daran, noch mal in eine Lage zu kommen, in der ich in mein altes Verhalten zurückfallen könnte.

29. Wie wollen sie in Zukunft das Trinken vom Fahren trennen?

Ich werde in Zukunft nicht mehr das Risiko eingehen und am Abend so viel trinken, dass ich am nächsten Tag noch Restalkohol im Körper haben könnte. Für abendliche Anlässe habe ich schon immer darauf geachtet, dass ich nicht mit dem Auto zu einem Anlass fahre, an dem ich Alkohol konsumiere. Dies werde ich weiterhin so handhaben. Für den Heimweg wird weiterhin ein Taxi oder Bus genutzt. Abgesehen davon und in Bezug auf den Tattag, werde ich nicht mehr so viel konsumieren, dass mir eine solche Fehleinschätzung wie das Einordnen eines E-Scooters als Spielzeug passieren kann.

30. Haben Sie zum Abschluss noch etwas hinzuzufügen?

Ich war in meiner Jugend immer als der Moralapostel bekannt, der andere davon abgehalten hat noch mit dem Auto nach Hause zu fahren, wenn Alkohol getrunken wurde. Gerade deshalb war es für mich so schockierend, dass ich so einen Fehler begangen habe.
 

Arteko

Neuer Benutzer
So, ganz schön viel Text, sorry :smiley1084:
Vielleicht hat ja jemand Zeit und kann es sich mal ansehen und mir den ein oder anderen Tipp geben. (oder das Ganze komplett zerreißen )

Danke schon mal!
Liebe Grüße,
Arteko
 

sammski

Benutzer
Hi Arteko,

ich habe es mir kurz angeschaut (kurz, wegen der Zeit, nehme mir morgen mehr) und denke mal, du hast dich mit dem Thema schon sehr gut beschäftigt. Bin Kein Spezialist, aber folgende Dinge sind "ungünstig":

17. Haben sie jemals die Kontrolle über ihre Trinkmenge verloren und bis zur Volltrunkenheit Alkohol konsumiert?

Ja, das ist über die Jahre 5-6 Mal vorgekommen. Mit steigendem Alkoholpegel hab ich meinen eigenen Konsum unterschätzt und zu spät realisiert, dass es zu viel war.

Sehr heikel. Wie es auch wirklich war, Volltrunkenheit und Kontrollverlust kommen nicht gut an. Am Besten solltest du das verneinen.
22. Trinken sie gelegentlich alkoholfreies Bier?

Ein akloholfreies Weizenbier im Sommer und zwei alkoholfreie Pils an Weihnachten.

Das ist ein absolutes No-Go und eher eine Fangfrage. Alkoholfreies Bier sollte strikt abgelehnt werden. Somit ein definites nein.
Hierbei geht um die geschmackliche Trennung und dem resultierendem Empfinden, dass aus dem alkoholfreiem Bier folgt.
Auf Deutsch: KEIN alkoholfreies Bier :)
27. Wie stellen Sie sicher, dass Ihr neues Verhalten dauerhaft stabil bleibt?

Ich versuche es gar nicht mehr zu einer solchen Unzufriedenheit kommen zu lassen wie ich sie während meines Studiums empfunden habe. Ich hatte damals das Gefühl, alle Erwartungen (von meinen Eltern, Freunden, etc) immer erfüllen zu müssen, egal was ich dabei fühle. Ich habe jetzt gelernt, dass die Ziele und Erwartungen in meinem Leben nur durch mich festzulegen sind. Und meine Entscheidungen haben mich an einen Punkt geführt, an dem ich sehr glücklich und zufrieden mit mir selbst bin. Daher kann ich nur daran arbeiten, nie wieder so zu empfinden, dass ich glaube Alkohol zu brauchen um mich besser zu fühlen.
An sich gut gedacht, nur fehlen hier etvl. mal konkrete Beispiele.
Das hast du bisschen zu allgemein gefasst. Bitte etwas genauer.

Edit: Bin kein Pro und mache heute/morgen weiter, wollte dir nur erste Ansätze geben.
 

sammski

Benutzer
nach besten Wissen und Gewissen:
17:10 bis 22:50 7 * 0,5 Bier
22:10 bis 22:50 3 * 0,04 Wodka (mit Red Bull)
Kontrolliere die Werte doch bitte hier:
Ich kann den Rechner nur empfehlen, da er sich an normalen Menschen orientiert und relativ exakt ist.
Es gibt auch Aliens unter uns bei denen das nicht stimmt, dies ist aber die Seltenheit wobei sich Area 51 damit dann später beschäftigt.
*schwarzer Humor off* Nein, ernsthaft, der Online- Rechner ist sehr gut. :smiley1772:
 

funkytown

Erfahrener Benutzer
Ich würde behaupten, dass wenn alkoholfreies Bier an definierten, vorher festgelegten Anlässen getrunken wird, ist das in Ordnung. Es geht dabei eher darum, dass alkoholfreies Bier nicht ständig getrunken wird.
 

sammski

Benutzer
Jein, aus Sicherheit würde ich das weglassen, wie geschrieben, ist eher eine Fangfrage, aber soll jeder selbst entscheiden.
 

funkytown

Erfahrener Benutzer
Ich würde aus Sicherheit lieber möglichst nah an der Wahrheit bleiben ;)

Es ist in der Tat eine Fangfrage, die richtige Antwort auf diese Frage muss aber nicht "Nein" sein, wenn man mit KT antritt.
 

sammski

Benutzer
Hast schon Recht^^ deswegen auch: Kann jeder selbst entscheiden. Wollte da eben nur konkret sein. Ein "nein" schließt anderweitige Wege eben immer aus, deswegen. Okay, für diese Nacht erstmal genug :smiley184:
 

ffo

Neuer Benutzer
Arteko, ich erkenne viele Parallelen in unserer Aufarbeitung (kannst ja mal meine Beiträge dir angucken). Du scheinst dich sehr genau und detailliert mit deinem Fall auseinandergesetzt zu haben. Bei der Frage, wie du sicherstellst nicht in alte Muster zu fallen vielleicht noch ein bisschen genauer erläutern, welche Bewältigungsstrategien du inzwischen gelernt hast, ganz konkret, früher war das Alkohol heute mache ich stattdessen....
Frage mit dem Kontrollverlust stimme ich zu, auch wenn es jedem wahrscheinlich Mal so ging, die Frage ist gefährlich. Vielleicht als gedankliche Hilfe: Du hast ja sicherlich nicht bei jedem Mal trinken gekotzt, oder? Wie hast du das denn geschafft, dass das nicht passiert? Ne Frage die sie dir in dem Zusammenhang dann stellen könnten wäre, ob du schon mal gegen deine Trinkvorsätze verstoßen hast, wackelst du da wird man möglicherweise anzweifeln ob du wirklich fähig bist auch in Zukunft deine Trinkmengen zu kontrollieren.

Meine einzige Qualifikation dir Tipps zu geben sind allerdings nur die Sitzungen mit meinem VP und meine eigene erfolgreiche MPU, aber mein ungeschulter Blick sagt, dass das schon sehr gut aufgearbeitet wirkt (wie gesagt die Stelle mit dem Kontrollverlust bleibt heikel)
 
Zuletzt bearbeitet:

Arteko

Neuer Benutzer
Hallo zusammen :smiley138:
schon mal ganz vielen Dank für die Anmerkungen!

Sehr heikel. Wie es auch wirklich war, Volltrunkenheit und Kontrollverlust kommen nicht gut an. Am Besten solltest du das verneinen.
Ja, da war ich mir auch ganz unsicher. Eigentlich wollte ich so oft wie möglich die Wahrheit sagen, aber das ist wahrscheinlich zu kritisch für den GA...

An sich gut gedacht, nur fehlen hier etvl. mal konkrete Beispiele.
Das hast du bisschen zu allgemein gefasst. Bitte etwas genauer.
Hierzu werde ich den Text dann noch mal überarbeiten und passend ergänzen, stelle ich dann schnellstmöglich ein.

Ich kann den Rechner nur empfehlen, da er sich an normalen Menschen orientiert und relativ exakt ist.
Es gibt auch Aliens unter uns bei denen das nicht stimmt, dies ist aber die Seltenheit wobei sich Area 51 damit dann später beschäftigt.
Danke, ich hab den Rechner mal mit meinen Werten gefüttert und komme überraschend genau auf meinen Promillewert. Deshalb weiß nicht nicht genau, ob das nur ein Hinweis deinerseits war oder ob du die Mengen für nicht passend hälst...
*edit* Hab die Auswertung falsch gelesen... Hab jetzt angepasst, auf 7 * 0,5 Bier und 2 * 0,04 Wodka Longdrink, dann passt es...

Zu der Frage mit dem Alkoholfreien Bier: Ich weiß eigentlich auch, dass das nicht gerne gesehen ist, aber auch da wollte ich auch wieder so nah wie möglich bei der Wahrheit bleiben. Nur Cola oder Säfte sind mir irgendwann einfach zu süß und Wasser zu langweilig...
Aber die drei alkfreien Bier die ich im letzten Jahr getrunken hab, kann ich dann auch verschweigen und einfach nein sagen, bevor das zum Problem wird...
Ich würde behaupten, dass wenn alkoholfreies Bier an definierten, vorher festgelegten Anlässen getrunken wird, ist das in Ordnung. Es geht dabei eher darum, dass alkoholfreies Bier nicht ständig getrunken wird.
So ungefähr hatte ich das auch gedacht/gehofft...

@ffo
Danke (in dem Zusammenhang auch noch mal an sammski), tut gut zu hören, dass es von außen auch merklich ist, dass ich mich viel damit beschäftig hat. Das beruhigt mich schon mal und lässt hoffen dass der GA das auch so sieht...
Ansonsten hab ich deine Beiträge schon gelesen und auch gemerkt, dass es da durchaus einige Parallelen gibt.
Werde mich noch mal genauer damit beschäftigen und vielleicht kann ich noch was für mich übernehmen bzw. in meine Aufarbeitung einfließen lassen...
 
Zuletzt bearbeitet:

sammski

Benutzer
Danke, ich hab den Rechner mal mit meinen Werten gefüttert und komme überraschend genau auf meinen Promillewert. Deshalb weiß nicht nicht genau, ob das nur ein Hinweis deinerseits war oder ob du die Mengen für nicht passend hälst...
Nein, das war nur ein Hinweis, keine Verbesserung. Das passt schon alles ;)
Manchmal geht nur hier im Forum die große Matheolympiade los, die oft ein Mathestudium in den Schatten stellt.

Zu der Frage mit dem Alkoholfreien Bier: Ich weiß eigentlich auch, dass das nicht gerne gesehen ist, aber auch da wollte ich auch wieder so nah wie möglich bei der Wahrheit bleiben. Nur Cola oder Säfte sind mir irgendwann einfach zu süß und Wasser zu langweilig...
Das geht, war auch nur ein Hinweis. :)
Aber die drei alkfreien Bier die ich im letzten Jahr getrunken hab, kann ich dann auch verschweigen und einfach nein sagen, bevor das zum Problem wird...
Das musst du nicht verschweigen wenn es bei drei blieb. Habe damit jedoch Erfahrung, was passiert, wenn du da ja sagst.
 

Arteko

Neuer Benutzer
Nein, das war nur ein Hinweis, keine Verbesserung. Das passt schon alles ;)
Manchmal geht nur hier im Forum die große Matheolympiade los, die oft ein Mathestudium in den Schatten stellt.
Ja, das ist mir an mancher Stelle auch schon aufgefallen :smiley624:

Das geht, war auch nur ein Hinweis.
Alles klar, danke :)

Das musst du nicht verschweigen wenn es bei drei blieb. Habe damit jedoch Erfahrung, was passiert, wenn du da ja sagst.
Ich bin echt unschlüssig, ob ich sie erwähne oder nicht... Vielleicht sage ich, ich hab im Sommer eins getrunken und es hat mir nicht geschmeckt oder so... :smiley2204:
Im Vorbereitungsseminar (welches im übrigen nicht sonderlich hilfreich war, außer dass ich zum Vorzeigen eine Bescheinigung darüber hab) wurde auch klar gesagt, alkfreies Bier geht nicht... Auch wenn sich mir beim kT nicht erschließt warum das so schlimm ist...

Aber auf jeden Fall schon mal vielen Dank! :)
ich stell nachher noch die überarbeitete Antwort zu Frage 27 ein.

Liebe Grüße :smiley138:
 

Arteko

Neuer Benutzer
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27. Wie stellen Sie sicher, dass Ihr neues Verhalten dauerhaft stabil bleibt?

Ich versuche, es gar nicht mehr zu einer solchen Unzufriedenheit kommen zu lassen wie ich sie während meines Studiums empfunden habe. Ich hatte damals das Gefühl, alle Erwartungen (von meinen Eltern, Freunden, etc) immer erfüllen zu müssen, egal was ich dabei fühle. Ich habe jetzt gelernt, dass die Ziele und Erwartungen in meinem Leben nur durch mich festzulegen sind. Und meine Entscheidungen haben mich an einen Punkt geführt, an dem ich sehr glücklich und zufrieden mit mir selbst bin. Ich fühle mich in meinem Job in der verantwortungsvollen Prosition sehr wohl und habe sehr gute Aufstiegschancen.
Daher kann ich nur daran arbeiten, nie wieder so zu empfinden, dass ich glaube Alkohol zu brauchen um mich besser zu fühlen.
Zusätzlich werde ich mir im Vorhinein, an den Anlässen an denen Alkoholkonsum geplant ist, die Trinkmenge fest definieren. So gerate ich keinesfalls in eine Situation, so viel getrunken zu haben, dass mein Urteilsvermögen getrübt ist und ich es in Erwägung ziehe ein Fahrzeug zu steuern.
Auch habe ich meine Freizeitgestaltung geändert. Wo ich mich früher, ohne weiter darüber nachzudenken, am Wochenende mit Freunden auf ein Bier in einem Lokal verabredet habe, verbringe ich jetzt viel mehr Zeit mit anderen Beschäftigungen. So war ich, sofern die jeweilige Corona Situation es zuließ, im Schwimmbad/Sauna, im Kino oder wandern/laufen.

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Das ist bestimmt so noch nicht viel besser, aber ich weiß nicht so ganz genau wie ich anders auf diese Frage antworten soll... Ich weiß, dass ich nicht mehr so wie früher trinken werde und auch, dass ich sicher nicht mehr nach Alkoholgenuss ein Fahrzeug (egal, welcher Art) steuern werde, aber das ist für mich schwer an konkreten Beispielen zu erklären oder mit Strategien hervorzuheben... Jemand Tipps woran ich das besser verdeutlichen kann? :smiley2204:
 

sammski

Benutzer
verbringe ich jetzt viel mehr Zeit mit anderen Beschäftigungen. So war ich, sofern die jeweilige Corona Situation es zuließ, im Schwimmbad/Sauna, im Kino oder wandern/laufen.
Die neuen Hobbys kommen definitiv gut an ;) Da ist dann immer ein Wandel erkennbar. Das muss muss definitiv mit rein.
Daher kann ich nur daran arbeiten, nie wieder so zu empfinden, dass ich glaube Alkohol zu brauchen um mich besser zu fühlen.
Du hast daran gearbeitet ;)
 

sammski

Benutzer
Ich sage mal so, wenn Verhaltensänderungen erkennbar sind, z.B. "neue" Hobbys etc. ist das meistens schon ausreichend.
Diese hast du ja aufgezeigt; Schwimmbad, Wandern, Kino, eben Dinge wo du oder manch Anderer kein Alkohol braucht.
Das sollte dem GA genügen. War bei mir nicht anders :)
 

Arteko

Neuer Benutzer
Die neuen Hobbys kommen definitiv gut an ;) Da ist dann immer ein Wandel erkennbar. Das muss muss definitiv mit rein.
Das ist gut, danke.

Dann hoffe ich mal, dass mein Termin auch stattfindet, wollte wegen Corona mal nachhören, ob alles wie geplant verläuft und erreiche seit Tagen niemanden :rolleyes:

Das sollte dem GA genügen. War bei mir nicht anders
Das heißt, du hast auch erzählt, was du jetzt statt trinken machst, quasi als Untermalung deiner Verhaltensänderung?
 

sammski

Benutzer
Dann hoffe ich mal, dass mein Termin auch stattfindet, wollte wegen Corona mal nachhören, ob alles wie geplant verläuft und erreiche seit Tagen niemanden :rolleyes:
Die Lage ist schon sehr nervig. Hoffen wir mal das Beste. Nicht nachlassen, die Ämter lassen sich auch ab und zu mal feiern.
Das heißt, du hast auch erzählt, was du jetzt statt trinken machst, quasi als Untermalung deiner Verhaltensänderung?
Aber selbstverständlich. Eine Verhaltensänderung aufgrund von Hobbys, neuen Leuten und Gewohnheiten werden von den GAn m.M. nie schlecht angesehen. Ganz im Gegenteil. Wie gesagt, kein Pro, gebe nur das wieder, wie es einem selbst oder im Forum "beigebracht" wurde.
Mach dir trotzdem keinen Stress; Angst vor ner Prüfung hat nur der, der nicht vorbereitet ist, das musst du nicht haben ;)
 
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