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MPU wegen 2 Mal über 0,5 Promille

theoretisch könntest du so tun als hättest du die letzten 3 Monate KT praktiziert
Würde ich dir nicht empfehlen!
Wie Karl Heiz schon beschrieb der Gutachter merkt das sofort ob etwas echt erlebt und gelebt wird oder nicht, er wird nachfragen und wenn er meint du lügst ist die MpU gelaufen und negativ.
Auf die paar Monate ohne Führerschein kommt es dann auch nicht mehr an
 
Ja, da habt ihr auf jeden Fall Recht. Wahrscheinlich fühlt man sich auch danach auch nicht gut, wenn man das Gespräch nicht ehrlich geführt hat. Sind 3 Methode Trinkpause und 3 Monate KT eigentlich eine gängige Methode? Ich kenne das eigentlich nur von mir, sonst höre ich immer nur 6 Monate KT. Oder macht man das eher bei niedrigeren Promillewerten ?
 
Es ist auf jeden Fall üblich, wenn man schon mal - präventiv - Abstinenzbelege hat. Die BUK benennen explizit eine "zeitlich begrenzte Trinkpause" als gute Voraussetzung, ohne jedoch Nachweise zu "fordern" (etwas, das sich im Lauf des Jahres ändern dürfte mit den neuen BUK5).
Bei genauen Angaben der Erfolgskriterien hält sich die BUK bedeckt, es heisst dort wörtlich, dass der reduzierte Alkoholkonsum seit mindestens 6 Monaten gelebt sein soll, was auch ehemals wichtige Trinkanlässe mit einschließen soll.
Dies wird oft so ausgelegt, dass auch die Trinkpause ein Bestandteil eines reduzierten Alkoholkonsums darstellt, schon aus "Gleichstellungsgründen" der beiden Forderungen (6 Monate Veränderungszeitraum mindestens, bei einer Verzichtsentscheidung würden ebenso 6 Monate Abstinenz reichen).

Und so ergibt sich oft das Szenario 3 Monate Trinkpause (1 Haarprobe) plus 3 Monate risikoarmer Konsum mit Trinkplanung und Test der realen Kontrollfähigkeiten. Wichtig bleibt dennoch: der Zeitraum soll so lange sein, dass er die typischen ehemaligen Trinkanlässe mit umfasst, so dass auch bei den "üblichen Gelegenheiten" die Entscheidung des neuen Umgangs mit Alkohol getestet (und berichtet!) werden kann.
Und: je länger der Veränderungszeitraum getestet wird, desto überzeugender für den Gutachter. Es spricht nichts dagegen, 3 Monate Trinkpause einzulegen, um dann noch - bei Entscheidung für weiteren Konsum - 6 Monate Kontrollfähigkeiten zu testen und berichten zu können. Das wäre dann ein 9- Monats-Programm. Viele Gutachter zeigen sich von sowas beeindruckt ("der zeigt mehr als minimal nötig, der meint es ernst")

Wir dürfen gespannt sein, ob da die neuen BUK eindeutiger werden.
 
Zuletzt bearbeitet:
Also, du musst mindestens 6 Monate das praktizieren, was als zukünftiger Umgang mit psychotropen Substanzen dem GA „vorgestellt“ wird.
Insgesamt muss, wie schon gesagt, der Veränderungszeitraum 12 Monate betragen.
Nur in begründeten Ausnahmefällen reichen 6 Monate.

Die psychologische Aufarbeitung ja nicht zu vergessen.
Wie weit bist du damit ?

Aus meiner Sicht solltest du deinen Fokus darauf lenken.
Ohne wird eine MPU nie positiv, egal, welche formale Voraussetzungen du vorlegst.
 
Nur in begründeten Ausnahmefällen reichen 6 Monate.
und halt auch, siehe oben: je länger, desto sicherer.
Wenn Du da mit 6 Monaten rangehst, solltest Du noch nicht mal mit der kleinen Zehe in einer A2 stehen.
Das liegt halt nun auch daran, dass eine A2 von einer A3 im echten Leben nicht so scharf abzugrenzen ist, wie es schön wäre. Hier kommt auch stark der Faktor "Gutachter" ins Spiel. Die einen sind da eher streng, andere eher locker.
Und bei wiederholt Auffälligen wird halt dann schon deutlicher, dass Alkohol irgendwo eine wichtige Rolle im Leben spielen muss...

Wenn ein Kind einmal auf die heisse Herdplatte langt, wäre es (wichtige) Lebenserfahrung. Langt es dann wieder drauf, passt was mit dem Kind nicht...
Ich würde im Wiederholungsfall lieber auf Nummer sicher gehen..
 
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Aber ist es für Sie nicht schlecht, wenn sie zusätzlich 6 Monate KT praktiziert. Heißt es nicht automatisch, dass sie sich indirekt in Hypothese A2 einordnet, obwohl das Problem gar nicht so groß ist oder hat die die Abstinenzzeit nichts mit der Hypothese zutun
 
oder hat die die Abstinenzzeit nichts mit der Hypothese zutun
länger ist immer gut - es ist ein Zeichen, dass man ernsthaft und gründlich rangeht, selbst wenn vllt die Alkohol-Problemtiefe gar nicht so tief ist. Minimalzeitraum riecht immer bisschen nach vorrangiger "will-den-Lappen-zurück"- Motivation. Viele Gutachter werden da vllt etwas kritischer sein. Eine ganz normale Reaktion
 
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