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MPU wegen 2 Mal über 0,5 Promille

Ja, ich denke, das kann schon funktionieren, wenn man sich nicht einschüchtern lässt und nicht zu schnell antwortet. Deshalb empfehle ich auch, beim Gespräch mit dem Arzt konzentriert zu bleiben. Ich habe nämlich auf YouTube viele Videos gesehen, in denen die meisten meinten, dass der ärztliche Teil nichts ist, wovor man Angst haben muss. Theoretisch stimmt das auch, weil bestimmte Fragen zum Konsum gestellt werden, die man später beim Gutachter ohnehin ebenfalls beantworten muss.

Ich bin allerdings etwas zu locker in das Gespräch gegangen, und der Arzt war ziemlich streng. Er hat mich so nervös gemacht, dass ich einfach drauflosgeredet habe und am Anfang sogar etwas verheimlicht habe, obwohl ich das eigentlich gar nicht wollte. Er hat es dann gemerkt, und ich habe es auch direkt zurückgenommen. Trotzdem dachte ich mir innerlich: Wenn schon der Arzt so streng ist, wie wird dann erst der Gutachter sein? Am Ende war die Gutachterin aber viel sympathischer und hat mich nicht unter Druck gesetzt, sodass ich nicht einfach unüberlegt drauflosgeredet habe.


Ich finde deshalb, dass es auch wichtig ist, mental auf den Tag eingestellt zu sein, damit es besser klappt.
 
ch habe es noch nicht erlebt, aber kann der Gutachter das voraussetzen?
der Gutachter will keine Theorie.
Er will einschätzen könne, dass das, was du da erzählst, auch Bestand hat.

Ich habe nur in bekanntem Umfeld für mich selber einstehen können und Grenzen gezogen.
Dann ist deine andere Aussage nur eine Vorannahme, aber keine praktische Erfahrung.
Damit fällt sie als Argument durch und ist wertlos.
ersetze dann bitte:
Aber auch da weiß ich, dass ich für mich einstehen kann
mit
"aber auch da würde ich annehmen, dass ich für mich einstehen kann."
Das ist wahrer. Denn: wissen kannst du es nicht. Es sei denn, Du bist ein Sprücheklopfer. Möchtest Du, dass der Gutachter den Eindruck bekommt, Du bist Sprücheklopfer?
Hohle Absichtserklärungen nerven jeden Gutachter.
 
Zuletzt bearbeitet:
"aber auch da würde ich annehmen, dass ich für mich einstehen kann."
super Hinweis, vielen Dank. Mir fällt es noch etwas schwierig, richtig zu formulieren, was ich sagen will. Natürlich hab ich, wie denke ich jeder, die Absicht, nie wieder so etwas vorkommen zu lassen. Ich möchte aber auch so gründlich wie möglich an die Sache ran gehen, sowohl für mein Entwicklung, als auch in gewisser Weise für den Erfolg der MPU. Ich übe das schon zu formulieren und das schreiben hier hilft mir auch, aber ich nehme gerne jeden Tipp an (also gerne immer her damit, wenn euch etwas auffällt :) ). Insbesondere, da ich auch jemand bin, die losplappert, wenn ich nervös bin. Deshalb auch danke für deinen Tipp @Alexos
 
Ja, bei mir war es so, dass ich unter extreme Schüchternheit gelitten habe, deshalb war es besonders schwer am Anfang. Aber sobald man die ersten Minuten überstanden hat, ist man meistens im Flow. Wollte dich nicht abschrecken, aber wahrscheinlich ist es besser im Vorfeld darauf eingestellt zu sein, dann wird man auch nicht plötzlich überrascht =).
 
Wie kommst du darauf, dass Alkohol eine so große Rolle für mich spielt?
Wer mit 27 Jahren > 1,8 ‰ verträgt, für den spielt Alkohol eine große Rolle.

Am Abend vor der 2. TF war eine Situation mit einem sehr unangenehmen Gast auf der Geburtstagsparty, auf der ich war, und ich habe zugegebenermaßen die Situation "weggetrunken". Ich meine mit meistern dass das nicht der Standard ist, dass ich bei so etwas Alkohol trinke und jetzt während der Abstinenz auch in so einer Situation bereits war.
Meiner Einschätzung nach bist du immer noch zu sehr an Einzelfallsituationen orientiert, statt mal dein Alkoholproblem ( und ja, wer mit 27 Jahren diesen Promillewert erreicht, hat ein Alkoholproblem ) in Gänze anzugehen.
Es erklärt nicht deine Giftfestigkeit.
Wenn du in normalem gesellschaftlichen Rahmen -auch mit Ärger etc.-, hättest du max 1,1 Umdrehungen oder du wärst mit Intoxikation im KH.

Ich hab nach der 1. TF erst einmal keinen Alkohol getrunken, das war während dem Lockdown und eine Zeit in meinem Leben, in der ich nicht wusste wohin mit mir selber. Einen langfristigen Plan für meinen Konsum hatte ich allerdings nicht. Wie gesagt, mein Konsum vor der Abstinenz war ca 1-2 Mal im Monat und solche "Eskalationen" ca. 3-4 Mal im Jahr. Mein zukünftiger Plan ist, wenn überhaupt Alkohol an besonderen Anlässen (Geburtstag, Hochzeit) maximal 2 Gläser Wein / Sekt. Einen Plan nach der 1. TF hatte ich nicht, außer nie wieder an einem Abend mit Alkohol Auto zu fahren.
Mit dieser Frequenz ist es schwer, so einen sehr hohen Wert zu erreichen.

Es tut mir Leid, ich will dir nun gar nix.
Ich möchte nur, dass du die Chance auf eine positive Prognose hast.

Und außer hohlen Absichtserklärungen ohne Tiefe und Inhalt kann ich hier keine psychologische Aufarbeitung erkennen.
Du als Person, als Individuum mit deiner persönlichen Geschichte, deiner persönlichen Biographie, kommst hier -noch-gar nicht vor.
Der GA wird das nicht anders sehen, weder können noch dürfen.
Er ist an die BUK gebunden.

Vielleicht füllst du mal den großen FB aus…? :smiley138:
 
ch möchte nur, dass du die Chance auf eine positive Prognose hast.
Das möchte ich auch, deshalb möchte ich auch deine Einschätzung natürlich gerne verstehen, denn bisher hab ich das so noch nicht gehört, auch nicht von meinem VP. Wir haben ausgerechnet, dass ich am Vorabend um die 1,5 Promille gehabt haben muss, trotzdem natürlich sehr viel. Ich nehme das auch gar nicht defensiv an, sondern möchte gerne dahinter kommen.
Du als Person, als Individuum mit deiner persönlichen Geschichte, deiner persönlichen Biographie, kommst hier -noch-gar nicht vor.
Nein, das stimmt, dazu hatte ich jetzt hier den Raum noch nicht gefunden. Kann ich aber super gerne machen! Wo finde ich denn den großen FB?
 

Hier :smiley22:
 
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