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MPU wegen Alkohol

christ

Neuer Benutzer
Guten Tag zusammen,
ich bin neu in diesem Forum. Bis jetzt habe ich nur gelesen, aber jetzt möchte ich auch meinen Fall schildern und ein paar Fragen stellen.

Letztes Jahr, am 18.03.2023 gegen 1 Uhr, habe ich unter Alkoholeinfluss einen Unfall verursacht, bei dem zum Glück keine Personenschäden entstanden sind, jedoch ein Sachschaden von 13.000 Euro entstand. Die Polizei wurde vom Geschädigten gerufen, und nachdem ich gepustet hatte, wurde ein Wert von 1,52 Promille festgestellt. Ich wurde daraufhin zur Polizeiwache gebracht, wo eine Blutentnahme durchgeführt wurde. Das Ergebnis ergab 1,74 Promille. Mein Führerschein wurde sofort eingezogen, und es wurde ein Strafverfahren wegen Gefährdung des Straßenverkehrs eingeleitet.

Im September erhielt ich einen Strafbefehl, der eine Geldstrafe von 2000€ und eine dreimonatige Sperrfrist vorsah. Da ich einen Anwalt eingeschaltet hatte, legten wir Berufung ein, und am 12. Dezember wurde das Urteil rechtskräftig auf eine Geldstrafe von 1500€ und eine dreimonatige Sperrfrist festgelegt.

Nach dem Unfall war ich so schockiert, dass ich für 2 Monate komplett auf Alkohol verzichtet habe. Im Sommer, am 06.07.2023, habe ich bei der Geburtstagsfeier meines Sohnes wieder ein Bier getrunken und seitdem nur gelegentlich Alkohol konsumiert (2-3 Bier pro Monat). Außerdem vor dem Unfall hatte ich die Gewohnheit
mit 2 anderen Kumpel jede Woche( Wochenende ) 1 Flasche Whisky (0,7l bei 40% Alkohol ) und bei Partys ein bisschen mehr aber allein hatte ich nie Alkohol getrunken

Im Januar erhielt ich einen Brief von der Führerscheinstelle, der besagte, dass ich zur MPU muss, wenn ich meinen Führerschein zurückhaben möchte. Bei einem ersten Beratungsgespräch mit einer Verkehrspsychologin habe ich alles geschildert (mein Verhalten vor und nach dem Unfall), und sie meinte, dass ich für die MPU kein AN benötige. Die MPU-Vorbereitung werde ich nächsten Monat (April 2024) beginnen.
Meine Fragen:
  1. Wie werden Sie mich einschätzen (von A1 bis A3)?
  2. Glauben Sie, dass ich für die Begutachtung ein AN benötige?
  3. Es Wurde ein MPU Vorbereitungsplan mit 5 Sitzungen vorgeschlagen, ist es für die Vorbereitung ausreichen?
PS: Ich bin vorbestraft wegen Computerbetrug und erhielt eine Bewährungsstrafe von 3 Jahren für eine Freiheitsstrafe von 1 Jahr und 10 Monaten. Zusätzlich zu dieser Strafe wurde ich früher bereits wegen zu schnelles Fahren geblitzt, wobei ich 2017 einen Minuspunkt erhielt.
ich entschuldige mich für den langen Text und für die Rechtschreibung Fehler wenn es besteht. (ich bin kein gebürtige Deutsch)
Ich bin auf jede Hilfe Dankbar.
 
Hallo christ,
willkommen im Forum.
  1. Wie werden Sie mich einschätzen (von A1 bis A3)?
  2. Glauben Sie, dass ich für die Begutachtung ein AN benötige?
Das ist ohne mehr von dir zu wissen nicht wirklich zu beantworten.
Sei bitte so nett und fülle zunächst den entsprechenden Profilfragebogen aus und danach den Fragebogen für eine Alkohol-MPU um dir eine genauere Einschätzung geben zu können. Schau aber vorab in die Guten Fragebögen Alkohol, damit du siehst, wie umfangreich der FB ausgefüllt sein sollte.
Es Wurde ein MPU Vorbereitungsplan mit 5 Sitzungen vorgeschlagen, ist es für die Vorbereitung ausreichen?
Das ist schwerlich zu beurteilen, allerdings ist es schon verwunderlich, dass die VP schon vorab eine Prognose darüber abgeben kann wie viele Stunden du für deine Aufarbeitung brauchen wirst...
think.gif
 
Vielen Dank @Nancy für deine Antwort und hier ist mein ausgefüllte FB:

FB Alkohol

Zur Person
Geschlecht: männlich
Größe: 1,8m
Gewicht: 102kg
Alter: 36 jahre alt

Was ist passiert?
Datum der Auffälligkeit: 18.03.2023
BAK: 1,74 Promille
Trinkbeginn: 18 Uhr
Trinkende: 00Uhr30
Uhrzeit der Blutabnahme: 01h15

Stand des Ermittlungsverfahrens
Gerade erst passiert:
Strafbefehl schon bekommen: ja
Dauer der Sperrfrist: 3 Monate (von 12.03.2023-12.03.2024)

Führerschein
Hab ich noch: nein
Hab ich abgegeben: eingezogen
Hab ich neu beantragt: nein
Habe noch keinen gemacht: ja

Führerscheinstelle
Hab schon in meine Akte geschaut Ja/Nein: nein
Sonstige Verstöße oder Straftaten?: Computerbetrug
Genaue Fragestellung der FSSt (falls bekannt):

Bundesland: nrw


Konsum
Ich trinke noch Alkohol, wenn ja wie oft wieviel: ja 2 bis 3 Biere (0,5l) pro Monat nach dem Unfall
Ich lebe abstinent seit:

Abstinenznachweis
Haaranalyse ja/nein:
Urinscreening ja/nein:
PEth-Analytik ja/nein:
Keinen Plan?:

Leberwerte ja/nein seit wann, wieviele: nein

Aufarbeitung
Suchtberatungsstelle aufgesucht?: nein
Selbsthilfegruppe (SHG): nein
Psychologe/Verkehrspsychologe: ja (ab April 2024)
Kurs für verkehrsauffällige Autofahrer: nein
Ambulante/stationäre Therapie:
Keine Ahnung:

MPU
Datum: noch nicht fest
Welche Stelle (MPI): vermutlich TÜV Nord
Schon bezahlt?: nein
Schon eine MPU gehabt? nein
Wer hat das Gutachten gesehen?:
Was steht auf der letzten Seite (Beantwortung der Fragestellung)?:

Altlasten
Bereits durch Alkohol auffällig geworden Punkte oder sonstige Straftaten: nie wegen Alkohol auffälig
wie oben gesagt computerbetrug
 
Und was die Vorbereitung betrifft, hat sie gesagt, dass es sich um eine Gruppensitzung mit 5 Terminen handelt. Obwohl sie betonte, dass ich wahrscheinlich kein AN benötige, nachdem ich ihr meine Geschichte über mein Verhalten vor und nach dem Unfall erzählt habe, beabsichtige ich dennoch, vor der MPU eine Abstinenz von 6 Monaten einzuhalten. Ist diese Einstellung vorteilhaft für mich beim Gutachter?
 
Zu einer geforderten Vorbereitung auf eine MPU wird erwartet, das du dich mit den den Begrifflichkeiten auskennst und sie korrekt anwenden kannst.

Eine Abstinenz bedeutet grundsätzlich lebenslang. Du willst aber nach der MPU noch weitertrinken, also im Sinn der MPU kontrolliert trinken (kT).

Heißt: Du willst eine Trinkpause von einem halben Jahr machen und dies durch Abstinenzbelege nachweisen.

Das ist in Ordnung, wenn du danach (vor der MPU) lange genug dein geplantes Trinkverhalten mit kT lebst, also einübst und in dein Leben einbaust (integrierst). Nur so kannst du klären ob du mit kT klarkommst. Oder doch für den Rest deines Lebens abstinent leben musst um keine Gefahr im Straßenverkehr mehr darzustellen.

Wenn du zukünftig kT betreiben willst musst du dich natürlich informieren, was dabei von dir erwartet wird. Deine bisherigen Angaben

Im Sommer, am 06.07.2023, habe ich bei der Geburtstagsfeier meines Sohnes wieder ein Bier getrunken und seitdem nur gelegentlich Alkohol konsumiert (2-3 Bier pro Monat).

deuten nicht darauf hin, das du dich damit ausreichend beschäftigt hast. kT im Sinn einer MPU ist etwas vollkommen anderes als kt zum Beispiel in einer Entzugsklinik oder bei sonstigen massiven Alkoholproblemen ohne Bezug zum Straßenverkehr.
 
vielen Dank @MrMurphy für deinen Beitrag,
nachdem ich gelesen was du geschrieben hast, habe ich den Eindruck , dass ich mich in der falschen Richtung
befinde was die Vorbereitung angeht.
könntest du mir bitte ein paar Ratschlägen geben, wie ich machen soll um erfolgreich bei der MPU zu sein?
-z.b. für meinen Fall passt am besten KT oder Abstinenz?
- Und wenn es entweder um KT oder Abstinenz geht, soll ich es erstmal 1 Jahr lang üben bevor ich zu MPU gehe?
-sind die 5 Sitzungen für die Vorbereitung ausreichen?

Danke im Voraus für die Meldungen
 
-z.b. für meinen Fall passt am besten KT oder Abstinenz?
Es geht nicht darum wass passt, sondern was du willst. In deinem Fall halte ich beide Möglichkeiten für realistisch.
- Und wenn es entweder um KT oder Abstinenz geht, soll ich es erstmal 1 Jahr lang üben bevor ich zu MPU gehe?
Jede Verhaltensänderung sollte stets für mindestens 6 Monate erprobt/gelebt sein. Auch ist eine Kombination von Trinkpause (6 Monate) und KT (6 Monate) möglich.
-sind die 5 Sitzungen für die Vorbereitung ausreichen?
Die Anzahl der Sitzungen ist nicht festgeschrieben, der Eine kapiert es früher der Andere später. Es kommt quasi darauf an, wie intensiv du dich mit deiner Sache auseinandersetzt.

Als grundlegenden Info-Stamm gebe ich dir mal folgende Links, damit du überhaupt weißt, womit du es zu tun hast ...

MPU ... abc Teil 1 Ablauf der MPU
MPU ... abc Teil 2 Vorbereitung auf die MPU
MPU ... abc Teil 3 Umgang mit dem Gutachten

FAQ-Reaktionstest-Leistungstest

Unterlagen für die Neuerteilung

Die Regeln des KT
Kontrolliertes Trinken - Die Erklärung

KT mit EtG-Screenings
Urinanalyse FAQ
Haaranalyse FAQ

Wichtige Abkürzungen im Forum
 
Du sprichst ja hier von 5 Gruppensitzungen.
Meiner Erfahrung nach bringen Gruppensitzungen nichts.
Für eine MPU ist eine individuelle Aufarbeitung nötig, die in einer Gruppenkonstellatiion idR nicht möglich ist.
Ob du dich hier im Forum oder anders vorbereitest, bleibt dir überlassen.
 
KT ist in deinem speziellen Falle nicht ohne Risiko.
Dieses wird idR nur von regel- und gesetzestreuen Personen akzeptiert.
Aufgrund deiner Vorstrafe könntest du mit dieser Strategie auf die Nase fallen.

Es ist ja aufgrund der neuen Beurteilungskriterien nur noch möglich, ohne Nachweise eine Chance auf eine positive Prognose zu bekommen, wenn du in der Hypothese A3 ( Alkoholgefährdung ) landest.
Da wird von risikoarmen Konsum gesprochen, was für dich in Frage kommen könnte.

Wie schon gesagt, da wir zuwenig wissen, lässt sich momentan nicht sagen, wo du eingeordnet werden wirst.
 
Guten Abend,

es ist nun fast zwei Jahre her, dass ich meinen Fall hier geschildert habe.

Im Oktober 2024 habe ich leider erfolglos eine MPU beim TÜV Nord abgelegt. Zuvor hatte ich einen Vorbereitungskurs bei Nord-Kurs in Gruppensitzungen besucht. Nach dem nicht bestandenen Versuch habe ich mich endgültig für Abstinenz entschieden. Den Grund für meinen damaligen Kontrollverlust (KT) können Sie in meinem Feedback (FB) nachlesen.

Ich lebe seit dem 01.01.2025 abstinent. Mein Abstinenznachweis (A.N.) läuft vom 10.02.2025 bis zum 09.02.2026. Zusätzlich habe ich erneut einen Vorbereitungskurs, diesmal in Einzelsitzungen, absolviert. Meinen Antrag habe ich im Januar eingereicht und warte derzeit noch auf einen Termin.

Meine Verkehrspsychologin, bei der ich die Vorbereitung gemacht habe, hat mir empfohlen, erneut zum gleichen MPI zu gehen und dort von Anfang an offen zuzugeben, dass ich beim letzten Versuch vieles verschwiegen oder nicht ehrlich dargestellt habe.

Ich muss auch sagen, dass das stimmt. Damals war ich nicht ehrlich bezüglich meiner Trinkgewohnheiten. Außerdem habe ich bei der Begutachtung eine Bandscheibenoperation aus dem Jahr 2020, die ich nach einem alkoholbedingten Sturz hatte, verschwiegen und stattdessen angegeben, dass ich diese Operation in meinem Heimatland gehabt hätte.

Auf der letzten Seite meines Gutachtens steht:



EMPFEHLUNGEN

Aufgrund der eingeschränkten Offenheit des Herrn ….. können augenblicklich keine konkreten Empfehlungen gegeben werden.

Eine wesentliche Verbesserung der individuellen Voraussetzungen wird aber in jedem Fall nur durch eine grundlegend kritischere Auseinandersetzung mit der eigenen Person und dem eigenen Verhalten zu erreichen sein. Ein solcher Prozess ist in der Regel allerdings nicht kurzfristig durchführbar.

Wir empfehlen Herrn …… daher, sich (unter Vorlage dieses Gutachtens) erneut an eine verkehrspsychologische Einrichtung zu wenden, um sich dort bezüglich geeigneter Maßnahmen zur Förderung seiner Fahreignung beraten zu lassen bzw. die bereits begonnene Maßnahme fortzusetzen und gegebenenfalls zu intensivieren.

Die Feststellung, ob bzw. inwieweit sich eine positive Änderung der Befundlage ergeben hat, bliebe einer erneuten medizinisch-psychologischen Untersuchung vorbehalten.


Die aktualisierte Profilfragebogen und Fragebogen für Alkohol lege ich hier vor und freue mich auf Ihre Kritik und Hinweise.

Vielen herzlichen Dank schon mal im Voraus.


Zur Person
Geschlecht: männlich
Größe: 1,8m
Gewicht: 106kg
Alter: 38 Jahre alt

Was ist passiert?
Datum der Auffälligkeit: 18.03.2023
BAK: 1,74 Promille
Trinkbeginn: 18 Uhr
Trinkende: 00Uhr30
Uhrzeit der Blutabnahme: 02h37

Stand des Ermittlungsverfahrens
Gerade erst passiert: Nein
Strafbefehl schon bekommen: ja
Dauer der Sperrfrist: 3 Monate (von 12.03.2023-12.03.2024)

Führerschein
Hab ich noch: Nein
Hab ich abgegeben: eingezogen
Hab ich neu beantragt: Ja
Habe noch keinen gemacht:

Führerscheinstelle
Hab schon in meine Akte geschaut Ja/Nein: nein
Sonstige Verstöße oder Straftaten?: Computerbetrug
Genaue Fragestellung der FSSt (falls bekannt):

Bundesland: NRW


Konsum
Ich trinke noch Alkohol, wenn ja wie oft wieviel:
Ich lebe abstinent seit:01.01.2025

Abstinenznachweis
Haaranalyse ja/nein:
Urinscreening ja/nein: Ja
PEth-Analytik ja/nein: Nein
Keinen Plan?:

Leberwerte ja/nein seit wann, wieviele: Ja,

Blutentnahme am 18.02.2026: GPT: 37 ; GOT: 39 ; GGT: 33,9

Aufarbeitung
Suchtberatungsstelle aufgesucht?: nein
Selbsthilfegruppe (SHG): nein
Psychologe/Verkehrspsychologe: ja (April 2025 – Dezember 2025)
Kurs für verkehrsauffällige Autofahrer: nein
Ambulante/stationäre Therapie:
Keine Ahnung:

MPU
Datum: noch nicht fest
Welche Stelle (MPI): TÜV Nord
Schon bezahlt? : Nein
Schon eine MPU gehabt? : Ja
Wer hat das Gutachten gesehen? : Meine Verkehrspsychologin
Was steht auf der letzten Seite (Beantwortung der Fragestellung)? :

1) Es ist zu erwarten, dass Herr…. künftig (auch) ein Kraftfahrzeug unter einem die Fahrsicherheit beeinträchtigenden Alkoholeinfluss führen wird.

2) Im Zusammenhang mit dem früheren Alkoholkonsum liegen keine Beeinträchtigungen vor, die das sichere Führen eines Kraftfahrzeuges der Gruppen 1 in Frage stellen

Altlasten
Bereits durch Alkohol auffällig geworden Punkte oder sonstige Straftaten: nie wegen Alkohol auffällig
wie oben gesagt computerbetrug (ich war auf Bewährung von 20 Dezember 2023 bis 19 Dezember 2025)




1- Beschreiben Sie den Tag Ihrer Trunkenheitsfahrt aus eigener Sicht mit Datum und Uhrzeiten. (Wann, wo und mit wem getrunken / wann und wie aufgefallen / Promille).

Am 17.03.2023 war ich zu Hause den ganzen Tag und wir sollten am Abend Besucher haben, gegen 16Uhr, als ich in der Küche fürs Kochen war, habe ich eine Flasche Sekt geöffnet und diese habe ich bis 18h30 Uhr getrunken. Ich hatte an dem Tag auch mein übliches Treffen mit meinen Freunden und bin von zu Hause gegen 20h30 losgefahren habe ein Freund abgeholt
Und sind wir zu einem anderen Freund gefahren, wo das Treffen stattfinden sollte. Unterwegs zu Ihm haben wir für das Abend 2 Flasche Jack Daniel (0,7l, 40%) gekauft.
Ich habe dann gegen 22h30 wieder angefangen zu trinken und habe gegen 1h aufgehört. Gegen 1Uhr15 habe ich dann einen Unfall in einem Kreisverkehr gebaut mit Sachschaden, die geschädigte Person hat die Polizei angerufen. Die Polizei kam und führte einen Atemalkoholtest und meine AAK lag in dieser zeit bei 1,46 Promille. Wir fuhren zur wache und es wurde ein Arzt bestellt für den weiteren Testen. Der Arzt machte mit mir verschiedene Teste wie Finger auf Nase oder auf einer gerade Linie laufen und die Blutentnahme erfolgte um 2h30 wobei die BAK später bei 1,74Promille lag.


2. Was und wie viel haben Sie am Tattag insgesamt getrunken?
(Genaue Angaben in Sorte, Menge, Trinkzeit)



Ich hatte an dem Tag des Unfalls gekocht und dabei habe ich um ca. 16h eine Flasche Sekt (0,7l, 11%) leer getrunken, und als meinen Besuchern kamen, habe eine zweite Flasche geöffnet wo ich bis ca. 20h zusätzlich ca. 1,5 Gläser (ein Glas 200ml) getrunken habe.

Dann bei dem Männerabend von ca. 22h30 bis ca. 1h habe ich 4 Gläser Whisky je 100ml reiner Whisky pro Glas leer getrunken, zusätzlich habe ich mich ein fünftes Glas bedient und ungefähr die 3/4 davon getrunken.
Das Glas hatte eine Füllmenge von 300ml, ca. 100ml war der Anteil reiner Whisky und der Rest Cola und Eiswürfel. Das bedeutet von dem fünften Glass habe ich ca. 75ml reiner Whisky getrunken.

Also kann ich sagen, dass als ich gekocht habe und in Gesellschaft meinen Besuchern war habe ich von ca. 16h bis ca. 20h ca. 1l Sekt (Rotkäpchen,11%) getrunken und bei dem Männer Abend habe ich von ca. 22h30 bis ca. 1h ca. 0,480 l Whisky (Jack Daniel, 40%) getrunken.



3. Wie viel Kilometer fuhren Sie, bis Sie aufgefallen sind und wie viel Kilometer wollten Sie insgesamt fahren?

Ich sollte insgesamt 16km fahren, bin aber nur 4 km gefahren, bis ich in einem Kreisverkehr
den Unfall gebaut habe.



4. Hatten Sie das Gefühl, noch sicher fahren zu können?
(Ja/Nein + Begründung)


Ja ich hatte das Gefühl, dass ich noch fahren könnte, da ich von dem Haus bis zum Auto gelaufen bin,
ohne irgendwelche Beeinträchtigung zu merken. Die Tatsache, dass ich nicht bemerkt habe, dass ich nicht mehr fahren konnte, liegt meiner Meinung nach an der Tatsache, dass mein Körper in diesem Zeitpunkt sehr auf Alkohol trainiert war, da ich häufig und in große Menge Alkohol in diesen Zeiten konsumiert hatte.



5. Wie haben Sie die Trunkenheitsfahrt vermeiden wollen (wenn überhaupt)?

Um ehrlich zu sein, habe ich nicht aktiv versucht, es zu verhindern. Ich bin wie ich immer gemacht hatte einfach ins Auto eingestiegen und losgefahren, ohne an den Konsequenzen zu denken.

6. Haben Sie bereits früher im Straßenverkehr unter Alkoholeinfluss gestanden und sind aufgefallen?

Ich wurde schon früher unter Alkoholeinfluss im Straßenverkehr gestanden und das einzige Mal, wo ich aufgefallen bin, war der Tag des Unfalls am 18.03.2023.

7. Wie oft haben Sie alkoholisiert am Straßenverkehr teilgenommen, ohne aufzufallen und was folgern Sie daraus?

Ich bin seit 2018 Autobesitzer und habe von 2018 bis zu dem Vorfall fast jeden Monat mindestens
6-mal alkoholisiert am Straßenverkehr teilgenommen. Zwischen, Männerabend die mindestens 2-Mal pro Monat stattfand und abwechseln in meinem alten Kernfreundeskreis (3 Personen), die Trinkanlässen in der Stadt, Die Abendessen im Restaurant mit meiner Frau und noch dazu die Partys wie Hochzeiten und Geburtstage kann ich sagen, dass ich mindesten 500- Mal alkoholisiert am Straßenverkehr teilgenommen habe.

Dieses Verhalten war sehr egoistisch von mir, da währen diesen ganzen Fahrten unter Alkohol ich viele Risiko eingegangen bin nicht nur für mich, sondern auch die anderen Verkehrsteilnehmer gegenüber. Diese könnte von Sachschaden sogar bis zu Personenschaden führen und ich schäme mich wirklich für dieses frühere Verhalten und sehe klar, dass ich ein ernsthaftes Problem mit Alkohol hatte.



 
Exploration

8. Wann hatten Sie den ersten Kontakt mit Alkohol und wann haben Sie das erste Mal Alkohol zu sich genommen? (Allererste Erinnerung und erster Konsum)

Ich habe seit meiner Kindheit immer Kontakt mit Alkohol gehabt, da mein Vater Alkohol trinkt und hatte fast immer Alkohol zu Hause. Mein erstes Alkohol Konsum war im Jahr 2011, als ich 24 Jahre alt war. in dieser zeit wohnte ich in einem Studentenwohnheim und wir hatte dort regelmäßig Wohnheimpartys. Als ich in einer Wohnheimparty teilgenommen habe, im Jahr 2011 habe ich dort mein erster Radler getrunken.

9. Haben Sie regelmäßig Alkohol getrunken, und wie hat sich ihr Trinkverhalten in den letzten Jahren entwickelt?

März 2011 – Frühling 2013:

Von Sommer 2011 bis Ende Frühling / Anfang Sommer 2013 Konsum von bis zu 3 Radler oder 3 Bier (Radler Krombacher, 0,5 l, 2,5 % oder Frühkölsch, 0,5 l, 4,9 %) fast jede Woche, in der Regel Donnerstag bis Samstag, außer in den Klausurphasen.

Sommer 2013 – August 2015:
Konsum von bis zu 6 Bier (Frühkölsch, 0,5 l, 4,9 %) fast jede Woche, meist Donnerstag bis Samstag. , außer in den Klausurphasen.

Sept 2015 – Juli 2016:
Unregelmäßiger und geringer Alkoholkonsum, insgesamt etwa 20 Bier (Frühkölsch, 0,5 l, 4,9 %) im gesamten Zeitraum. Wegen Wohnortwechsel nach Aachen, keine Party gemacht und Alkoholkonsum nur gelegentlich bei Besuch in Koblenz.

August 2016 – Herbst 2018:
Mischkonsum von etwa 1 Flasche Sekt (0,7 l, 11 %) und 6 Bier (Frühkölsch, 0,5 l, 4,9 %) pro Woche.
Rückkehr nach meiner Stadt, großer Freundeskreis. Sekt habe während der Woche allein getrunken und Bier am Wochenende mit Freunden.

Dez 2018 – Mai 2019:
Gemischter Konsum von bis zu 9 Bier (Frühkölsch, 0,5 l, 4,9 %) oder etwa 0,4 l Whisky (Jack Daniel’s, 40 %) pro Woche, zusätzlich ca. 2 Flaschen Sekt pro Woche. Indem Sekt in der Woche getrunken wurde und Bier oder Whisky am Wochenende.

14.05.2019 – 03.09.2019:
Kein Alkoholkonsum (Untersuchungshaft).

04.09.2019 – 19.02.2020:
Starke Reduzierung des Alkoholkonsums auf bestimmte Gelegenheiten (neue persönliche Vorsätze, u. a. Alkoholreduktion). Etwa 1 Flasche Sekt pro Woche oder 0,2 Flasche Whisky pro Woche, z. B. beim Fußballschauen, Restaurantbesuch, Treffen mit Freunden, Weihnachten oder Neujahr.

20.02.2020 – 31.10.2020:
Sehr starker Mischkonsum mit bis zu 4 Flaschen Sekt und 2 Flaschen Whisky pro Woche. Dieser Zeitraum war geprägt durch viele schlechte Ereignisse in meinem Leben: ich habe am 20 Februar 2020 meine Letzte Prüfung in einem Masterstudium endgültig nicht bestanden, und danach kam die Corona Pandemie mit dem Lockdown, außerdem als Ausländer mit einem laufenden Strafverfahren, hatte ich auch Probleme mit meinem Aufenthalt Erlaubnis. In dieser Zeit hatte ich meiner Meinung nach keine Zukunftsaussichten und habe ich mich mit Alkohol getröstet.

01.11.2020 – 04.2021:
Kein Alkoholkonsum (Unfall zu Hause am 31.10.2020 unter Alkohol und Operation). Nach der OP hatte ich mich entschlossen, künftig sehr wenig Alkohol zu trinken, da der Unfall in Zusammenhang mit Alkoholkonsum stand.

05.2021 – 12.2021:
Etwa 1 Flasche Sekt pro Woche.

01.2022 – 18.03.2023:
Etwa 2 Flaschen Sekt und 1 Flasche Whisky pro Woche.

06.2023 – 31.12.2023:
Etwa 2 bis 3 Bier (0,5 l Frühkölsch, 4,9 %) pro Monat. Nach dem Unfall am 18.03.2023 wegen dem Schock habe mein Alkoholkonsum auf Freundestreffen auf 2 bis 3 Bier pro Monat reduziert.

01.01.2024 – 31.12.2024:
KT: maximal 1 Bier oder 0,2 l Sekt pro Monat. Von 01.01.2024 bis 31.12.2024 habe ich KT praktiziert

Seit 01.01.2025:
Abstinent und habe vor in der Zukunft abstinent zu leben.

11. Wo und mit wem haben Sie überwiegend getrunken?

Von 2011 bis Juli 2016 habe ich überwiegend im Wohnheim oder in der Disco Alkohol konsumiert. Meistens war ich dabei mit Freunden oder Mitbewohnern aus dem Wohnheim unterwegs.

Von Juli 2016 bis März 2023 habe ich in meinem alten Freundeskreis Alkohol getrunken, bei unseren Freundestreffen sowie bei feierlichen Gelegenheiten wie Geburtstagen oder Hochzeiten. In dieser Zeit habe ich auch sehr häufig allein Alkohol konsumiert.





12. Warum haben Sie getrunken? (Innere + äußere Motive)


Seit meiner Kindheit hat mein Vater mir beigebracht, dass ich andere Menschen mit meinen Worten nicht verletzen sollte, wenn ich selbst nicht verletzt werden möchte. Diese Haltung prägte mich stark, und ich achtete sehr darauf, meine Worte sorgfältig zu wählen, um niemanden zu verletzen.

Oft war das aber auch belastend, weil ich immer versuchte, die anderen mit meinen Worten zu befriedigen, selbst wenn ich danach damit nicht zufrieden war.

Mit der Zeit wurde mir dieses Verhalten zunehmend schwer, und ich begann, mich in neuen Umgebungen zurückzuziehen und wenig Kontakte zu suchen.

Als ich schließlich in Februar in einem Studentenwohnheim zog, gab es dort regelmäßig Wohnheimpartys, wo ich teilgenommen hatte und dort ständig in Gespräch mit anderen Mitbewohnern gekommen bin.

Bei den ersten beiden Partys blieb ich jedoch nüchtern, da ich bis dahin noch nie Alkohol probiert hatte. Bei meinen Gesprächen blieb ich dabei angespannt, weil ich ständig darüber nachdachte, wie meine Worte ankommen und was andere über mich denken könnten.


Bei einer nächsten Party entschloss ich mich, ein Radler zu probieren, um zu sehen, ob es mir hilft, etwas lockerer zu werden. Da ich immer gehört hatte, dass Alkohol bei solchen Situationen helfen kann.

Beim Trinken habe ich gemerkt, dass ich mich entspannter fühle. Ich konnte freier sprechen und musste nicht ständig über meine Worte nachdenken. Das hatte mir ein gutes Gefühl gegeben. In diesem Moment dachte ich, dass Alkohol mir hilft.

Im Laufe der Zeit und mit weiteren Partys war ein Radler nicht mehr genug so wurde die Menge zunehmend.

Als ich gesehen hatte, dass Alkohol mir geholfen hat bei dieser Situation, wurde für mich mit der Zeit Alkohol ein Trostmittel, ein Mittel, mit dem ich meine Sorge vergessen konnte und meine Gefühle Regulieren konnte.



13. Welche Wirkung haben Sie in der Vergangenheit nach Alkoholgenuss bei sich beobachtet?
(bei wenig und bei viel Alkohol)


- bei wenig Alkohol
Schon bei wenig Alkohol hatte ich das Gefühl, dass meine Gedanken freier werden. Ich wurde redseliger, war in lockerer Stimmung und initiierte Gespräche mit fremden Leuten, ohne groß nachzudenken.

- bei viel Alkohol,
Wenn ich viel Alkohol getrunken hatte, kam noch zusätzlich auf die Redseligkeit die Tatsache, dass ich für einen Moment meine Sorge vergessen und einfach den aktuellen Moment genießen könnte.

Zum Beispiel in dem Zeitraum von 20.02.2020 bis 31.10.2020 war mein Alkohol Konsum sehr hoch und ich war ständig alkoholisiert, weil ich nicht denken wollte, was in diesem Moment in meinem Leben los war.

Ich muss auch sagen, dass wenn ich Alkohol getrunken hatte, besonders viel, waren meine Aktionen ohne Berücksichtigung der Konsequenzen wie zum Beispiel meinen Teilnahmen an Verkehr unter Alkohol ohne die potenziellen Gefahren mich und für anderen wahrzunehmen.

Außerdem mit der Zeit wurden auch nach Alkohol Genuss vor allem bei großen Mengen die Erholungszeit länger.



13a. Warum hat Ihnen das Erreichen des eigentlich gewünschten Effektes bei wenig Alkohol dann nicht genügt, wieso kam es zu weiterem Alkoholkonsum?

Bei mir war es anfangs so, dass ich schon mit einem Radler den gewünschten Effekt erreichen
konnte. Aber wenn man sich daran gewöhnt zu trinken, wird der Körper quasi "trainiert", und mit der
Zeit reicht diese kleine Menge nicht mehr aus. Die Auslösemenge wird immer größer, und selbst
wenn ich den gewünschten Effekt erreicht hatte, trank ich weiter, weil für mich die Tatsache, dass ich
entspannt, freisprechen konnte oder meine Sorge vergessen konnte, eng mit dem Trinken verbunden war. Außerdem rückblickend erkenne ich, dass ich die Kontrolle über mein Trinkverhalten zunehmend verloren habe.

14. Gab es kritische Hinweise Anderer auf Ihren Alkoholkonsum und wie haben Sie darauf reagiert?

Von meinem Freundeskreis gab es keinen kritischen Hinweis, da wir alle Alkohol in großen Mengen konsumiert haben. Von meiner Frau gab es schon Kritische Hinweise auf meinem Konsum, da sie kein Alkohol konsumiert. Die Kritik wurde noch intensiver in den Zeiten, wo ich sehr viel getrunken hatte (Jahr 2020). Ich fand immer Ausreden wie (ich kann Alkohol gut vertragen) um die Diskussion mit ihr zu vermeiden. Ich wollte Ihr nicht sagen, dass ich in Alkohol einen Trost finde und war auch noch geprägt von dieser Idee, mit der ich aufgewachsen bin: (über seinen Schwierigkeiten redet ein Man nicht mit seiner Frau) .

15. Welche Auswirkungen und Folgen hatte Ihr Alkoholkonsum auf Ihr Leben und Ihr Umfeld?

Am Anfang habe ich Alkohol benutzt als Trostmittel, als ein Mittel um meine Sorge zu vergessen und als Gefühlsregulationsmittel.

Für diese Augenblick, wo ich alkoholisiert war, war das gewünschte Ergebnis erreicht, aber nachdem ich wieder nüchtern war, waren meine Sorge und meine alte Persönlichkeit wieder da.

Also durch meiner erhebliche Alkoholkonsum und Teilnahme in Straßenverkehr, habe ich die Sicherheit andere Verkehrsteilnehmer gefährdet, meine Gesundheit gefährdet, da ich unter Alkohol 2 Unfälle gemacht habe, bei einem wurde ich an der Wirbelsäule operiert. Wegen dieser Operation bin ich dauerhaft körperlich beeinträchtigt und kann heutzutage nicht schwere Lasten tragen, oder eine Position lange halten.

Außerdem wenn ich rückblickend schaue, war meine Konsum auch eine Last für meine Frau da sie mich häufig darüber angesprochen hatte und durch meinen letzten Unfall, wo meine Fahrerlaubnis entzogen wurde, trägt sie jetzt die Hauptverantwortung für Fahrten der Familie, begleitet die Kinder bei allen Aktivitäten und kümmert sich um den Einkauf. Durch den Führerscheinentzug musste ich mich wieder an öffentlichen Verkehrsmitteln anpassen.

Also ich kann sagen, dass mein Alkoholkonsum sehr große negative Auswirkung auf mein Leben und Umfeld gehabt hat: dadurch kann ich einige meiner Aufgaben als Familien Vater nicht erledigen, werden mehr Verantwortungen durch meine Frau übernommen, trage ich ein bleibender Schade auf meinem Körper und meine Bewegungen von einem Punkt A zu einem Punkt B sind heutzutage aufwändig geworden da ich überwiegen mit dem öffentlichen Verkehrsmittel mich bewege.

Heute sehe ich klar, dass mein Alkoholkonsum nicht nur mich, sondern auch meine Familie und andere Menschen stark belastet und gefährdet hat.

16. Gab es in Ihrem bisherigen Leben frühere Zeiten, in denen sie weit mehr Alkohol als heute getrunken haben?
Wenn ja, nennen sie bitte die Lebensabschnitte und mögliche Ursachen und Umstände dafür.


Mein Alkohol Konsum hat sich mit der Zeit kontinuierlich entwickelt und es gab Zeitabschnitte, wo ich viel Alkohol konsumiert hatte.

Juli 2016 – Mai 2019: in dieser Zeit Abschnitt hat sich mein Konsum von ca. 2 Bier pro Monat zu bis 9 Bier oder 0,4l Whisky und 2 Flasche Sekt pro Woche erhöht.
diese war bedingt durch meine Rückkehr nach Bonn, wo ich mich einem Freundeskreis anschloss, in dem regelmäßiger Alkoholkonsum üblich war. Durch häufige Trinkanlässe und zunehmende Gewöhnung entwickelte sich meine Trinkmenge schrittweise nach oben.

Februar 2020 – 31.10.2020: in dieser Zeit Abschnitt hat sich mein Konsum kontinuierlich auf bis zu 1,4l Whisky und 4 Flasche Sekt pro Woche entwickelt.
diese Zeitabschnitte in mein Leben ist die Zeit in dem ich am meisten Alkohol benutzt habe als Trostmittel da ich am 20 Februar 2020 meine Letzte Prüfung in einem Masterstudium endgültig nicht bestanden habe, und danach kam die Corona Pandemie mit dem Lockdown und zusätzlich hatte ich auch Probleme mit meinem Aufenthalt Erlaubnis da ich vorbestraft war. Ich hatte in dieser Zeit keine Zukunftsaussichten, hatte die Hoffnung verloren und fühlte mich nutzlos für meine Familie.

Januar 2022 – 18.03.2023: in dieser Zeit Abschnitt hat sich mein Konsum kontinuierlich auf bis zu 0,7l Whisky und 2 Flasche Sekt pro Woche entwickelt.
Es gab keine einzelnen akuten Auslöser mehr. Diese Entwicklung lässt sich an Angewöhnung und häufige Trinkanlässe erklären.



17. Haben sie jemals die Kontrolle über ihre Trinkmenge verloren und bis zur Volltrunkenheit Alkohol konsumiert?

Ja ich habe schon Kontrolle über meine Trinkmenge verloren und Zweimal bis zum großen Filmriss getrunken. Das erste Mal war im Halloween 2013 wo ich Bier und Wodka gemischt hatte und das zweite Mal war am 31 Oktober 2020 der Tag, wo ich mein erster Unfall gehabt hatte, die zu meiner Operation geführt hat. Außerdem habe ich auch inzwischen kleinere Lücke infolge meines Trinkmenge Kontrollverlust gehabt.

18. Haben Sie früher schon einmal oder öfter über einen längeren Zeitraum bewusst und mit Absicht völlig auf den Genuss von Alkohol verzichtet?

Vor dem 01.01.2025 habe ich 2-mal völlig über Alkohol verzichtet. Diese Phasen erfolgten jedoch nicht aus eigener, bewusster Entscheidung, sondern waren durch äußere Umstände bedingt.

Da das erste Mal von 14.05.2019 bis 04.09.2019 war, und in diesem Zeitraum befand ich mich in Untersuchungshaft.

Das zweite Mal war von 01.11.2020 – 04.2021 nach meinem Unfall und Operation. Ich lag zuerst für ungefähr 3 Wochen in Krankenhaus, dann machte ich eine Rehabilitation und in dieser Zeit hatte ich das ganze Schuld an Alkohol geschoben, ohne mir die Grundsätzliche Frage zu stellen warum es dazu gekommen ist das ich so viel getrunken hatte.

Außerdem gab es inzwischen mehrere Entschlüsse zu Alkohol Reduktion die immer wieder gescheitert haben da sie nicht auf einer nachhaltigen inneren Veränderung und Ursachenbearbeitung beruhten.



19. In welcher Kategorie eines Alkohol trinkenden Menschen haben Sie sich früher gesehen und wie stufen Sie sich heute rückblickend ein? (mit Begründung)

Früher habe ich mir keine Gedanken über mein Trinkverhalten gemacht und konnte mich daher in keine bestimmte Kategorie von Trinktypen einordnen. Klar als ich meines Unfalls gehabt hatte, habe ich Alkohol für eine Zeit gehasst aber habe mich nicht bei einer trinkende gruppe eingeordnet.

Wenn ich heute mich rückblickend in einer trinkenden Gruppe einordnend soll, mit den gewonnenen Kenntnissen im Rahmen meiner Vorbereitung wurde ich mein Trinkmuster als problematisch und Abhängigkeitsnah einordnen. Da ich sehr häufig, in großen Mengen, über einen langen Zeitraum und, allein schon ab Montag Alkohol konsumiert habe.

außerdem trotzt negative Folgen von Alkoholkonsum und kritische Hinweise meiner Frau wegen meines Konsums habe ich weiter konsumiert.
 
20. Trinken Sie heute Alkohol? Wenn ja, was, wie viel und wie oft?

(Genaue Angaben in Sorte, Menge, Häufigkeit)


Nein ich lebe abstinent seit dem 01.01.2025.



21. Wann haben Sie zuletzt Alkohol getrunken?

Das letzte Mal, dass ich Alkohol getrunken habe, war am 31.01.2024 gegen 21 Uhr beim Silvesterabendessen. Dabei habe ich ein Glas Sekt (0,2 l) konsumiert.



22. Trinken sie gelegentlich alkoholfreies Bier?


Nein.



23. Warum trinken Sie heute Alkohol/keinen Alkohol?



Nach meiner Auffälligkeit am 18.03.2023 habe ich zunächst kontrolliertes Trinken praktiziert, erfolgreich vom 01.01.2024 bis 31.12.2024. Ich habe zwischenzeitlich am 28.10.2024 eine MPU versucht, die jedoch nicht erfolgreich war. Diese Erfahrung hat mir geholfen, mich intensiv mit meinem Verhalten auseinanderzusetzen.

Ich habe erkannt, dass ich früher Alkohol konsumiert habe, um Gefühle zu regulieren, mich zu trösten oder Probleme zu vergessen. Dies funktionierte nur kurzfristig; die Realität und meine Sorgen kamen immer wieder zurück, sobald ich nüchtern war. Alkohol war keine Lösung.

Außerdem hat mein Konsum nur negative Folgen gehabt, wie die Trunkenheitsfahrten, Einschränkungen in meiner Rolle als Familienvater, die Belastung meiner Frau und die körperlichen Folgen meiner Wirbelsäulen-Operation. Aus diesen Gründen habe ich mich entschieden, dauerhaft abstinent zu leben.



24. Warum haben Sie das Trinken reduziert bzw. aufgegeben und warum nicht schon eher?



Wie bereits erwähnt, habe ich mir früher keine bewussten Gedanken über mein Trinkverhalten gemacht. Alkohol war für mich über viele Jahre ein normaler Bestandteil meines Alltags und meines sozialen Umfelds. Erst nach meiner Auffälligkeit am 18.03.2023 wurde mir klar, welche erheblichen Gefahren insbesondere Trunkenheitsfahrten mit sich bringen – an diesem Abend hätte es auch zu einem schweren Personenschaden kommen können. Diese Erkenntnis hat mich sehr beschäftigt.

Ab diesem Zeitpunkt begann ich, mein Trinkverhalten kritisch zu hinterfragen. Zunächst habe ich meinen Konsum stark reduziert und mich für kontrolliertes Trinken entschieden – nicht, weil ich weiterhin Alkohol genießen wollte, sondern um Erwartungen zu erfüllen. In meiner Kultur wird von einem Familienvater erwartet, dass er bei Anlässen wie Geburtstagen oder Taufen anstößt. Deshalb habe ich vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024 im Rahmen des kontrollierten Trinkens getrunken, um nicht negativ aufzufallen oder als „schwach“ zu gelten.

Mit der Zeit, insbesondere nach dem Nichtbestehen der MPU im Oktober 2024, als ich mich erneut intensiv mit meinem Fall auseinandergesetzt habe, habe ich verstanden, dass ich damit weiterhin gegen meine eigenen Bedürfnisse gehandelt habe. Ich habe erneut versucht, es anderen recht zu machen, anstatt konsequent meine eigenen Grenzen zu vertreten. Da das Bedürfnis, Erwartungen anderer zu erfüllen und Konflikte zu vermeiden, eines der Probleme war, die ich in meinem Leben lösen musste, und ich zusätzlich die negativen Folgen meines Alkoholkonsums deutlich vor Augen hatte, habe ich mich ab dem 01.01.2025 bewusst für ein abstinentes Leben entschieden.





25. Wie haben Sie die Änderung Ihres Trinkverhaltens erreicht und dabei die Umstellungsphase erlebt?


Am Anfang war es nicht einfach da ich die Gewohnheit Alkohol zu trinken für eine lange Zeit praktiziert habe. Z.B für eine lange Zeit hatte ich immer beim Essen Sekt als Getränke dabei, beim Fernsehen oder mit meinen alten Freunden gab es fast immer Alkohol dabei. Ich musste dann abwägen was für mich wichtig ist:
ich habe mir doch selbst gesagt, dass Alkohol nie eine Lösung für mich gewesen ist, sondern dieser hat mir nur sehr Ephemere Ergebnisse gegeben und mit sich sehr viele negative Folgen gebracht.
die Entscheidung auf Alkohol zu verzichten hat auch viele Änderungen in meinen Gewohnheiten gebracht. Ich habe die Situationen und die Personen mit den ich diese alte Gewohnheit entwickelt habe und da eine konsequente Änderung vorgenommen.


- obwohl es nicht einfach war, habe ich mich von meinem alten Freundeskreis getrennt und nehme nicht mehr an den Männerabend teil. Ich habe geschafft denn zu sagen, dass der Kern unserer Freundschaft hatte viel mit Alkohol zu tun und, dass ich jetzt mein Leben anders orientieren.


- am Wochenende unternehme ich viel mit meiner Familie. Wir gehen jetzt sehr häufig im Restaurant, im Kino, Spazieren oder in Indoor-Spielhallen mit den Kindern. Das war früher sehr selten in der Familie. Ich bin damit zufrieden und glücklich außerdem Zu sehen, dass meine aktuelle Gewohnheit meine Frau und Kinder Glücklicher macht treibt mich an weiterzumachen.


- ich habe auch mit der zeit wieder gelernt ohne Alkohol zu essen. Obwohl es nicht einfach war am Anfang, habe ich es geschafft mit der Hilfe meiner Frau.



26. Wie wirkt sich Ihr geändertes Verhalten auf Sie, Ihr Leben und Ihr Umfeld aus?

Als ich mich mit meinem Fall beschäftigt habe, habe ich gleichzeitig 3 wichtige Entscheidungen getroffen.

- zu einem habe ich mich entschieden für ein alkoholfreies Leben.
ich bin fest davon überzeugt, dass es eine die beste Entscheidung, die ich getroffen habe, da ich davon in dem gesundheitlichen Aspekt profitiere, meine Familie wird glücklicher durch unsere neue Wochenende Gestaltung und dadurch Sparre ich auch viel.

- Zu zweiten habe ich mich auch entschieden meine Meinung zu sagen, ohne meine Worte zu suchen oder den gegenüber zu gefallen, auch wenn ich darunter leide. Da diese der erste Hauptgrund war, warum ich Alkohol überhaupt probiert hatte.
die Änderung in diesem Aspekt lebe ich es mit Zufriedenheit und habe vor weiterzumachen.
früher, wenn meine Eltern mir nach Geld fragten, auch wenn es nicht möglich für mich war das Geld zu schicken, ohne darunter zu leiden, hatte ich immer trotzdem mit ja geantwortet, hatte das Geld geschickt und danach gelitten. Heutzutage ist nicht mehr der Fall, wenn es zu so eine Situation kommt, sage ich ganz höfflich nein ich kann es nicht und bleibe dabei.
Klar ich bekomme Ab zu Mal Rückmeldungen von verwandten, dass ich jetzt viel Nein sage und dass ich direkt und geizig geworden bin. anstatt mich sorge über diesen Bemerkungen zu machen, diese macht mich stolz, dass es wirklich eine Änderung gibt.

- Zu dritten habe ich mich auch entschieden meine Probleme zu befassen, anstatt zu versuchen diese zu vergessen und dafür habe ich mich entschieden aus von dieser Idee zu kommen, dass ein man über seine Probleme nicht mit seiner Frau reden soll. und habe angefangen mehr mit meiner Frau zu kommunizieren und somit könnten wir gemeinsam eine Lösung finden, wenn es ein Problem gibt.
Ich habe ein Fall bei meiner Arbeit gehabt wo mein Chef sehr wechseln mit mir war, was sein Verhalten anging. Er war mal nett zu mir und der tag danach sehr kalt mit mir, sodass er mir kein Wort sagte. Ich habe mich viel Sorge über die Situation gemacht und wusste ich nicht ich damit umgehen sollte da ich noch in der Probezeit war. ich habe darüber mit meiner Frau und meine Psychologin gesprochen und zusammen haben wir eine passende Lösung dazu gefunden damit ich innere Ruhe wiederfinde, um meine Arbeit weiterzumachen. Alles ging gut und ich habe sogar meine Probezeit bestanden. Das war früher nicht der Fall.

Ich wurde doch sagen das ich sehr zufrieden bin mit meinen Entscheidungen und meine neue Art und Weise zu leben und werde so weitermachen.


27. Wie stellen Sie sicher, dass Ihr neues Verhalten dauerhaft stabil bleibt?



Mein neues Muster besteht darin ein Alkoholfreies Leben zu führen und gleichzeig meine Gefühle anders zu Regulieren und mich mit meinen Problemen anders befassen. Um diese zu erreichen habe ich mich entschieden:

1- von meinem alten Freundeskreis zu trennen,
2- mehr Gemeinsamkeit mit meiner Frau zu haben, offener mit Ihr sein, mehr zu unternehmen mit meinen Kindern während der Freizeit.
3- Ich habe mich auch entschieden meiner Meinung zu geben, wie ich es fühle und wie ich es für richtig halte.
4- Mein Umgang mit Problemen ist jetzt Lösungsorientiert, und wenn ich keine Lösung habe, darüber mit meiner Frau oder meinem Bruder reden, und wenn wir immer noch keine Lösung haben, eine professionelle Hilfe suchen.

Ich habe heute ein ordentliches Leben. Ich habe mein Masterstudium abgeschlossen, arbeite als Ingenieur, habe meine Bewährung bestanden und führe ein straffreies Leben.

Außerdem, beim Beachten der verschiedenen Warnsignale befestige ich noch stärker meine Verhaltensänderung.

Alle diese Gründe helfen mir sicher zu stellen, dass mein Verhalten dauerhaft stabil bleibt.

28. Können Sie sich vorstellen, jemals wieder in Ihre alten Gewohnheiten zurückzufallen?
(mit Begründung)


Ein Rückfall ist theoretisch möglich.
Ich empfinde mein neues Verhalten momentan als stabil: Alkohol ist kein Thema mehr für mich seit dem 01.01.2025, ich empfinde kein innerer Kampf mehr, wenn ich mich unterhalte oder wenn ich eine Stellung nehmen soll und ich habe geschafft jetzt besser mit meinen Problemen oder Herausforderung umzugehen.


trotzdem achte ich sorgfältig auf Warnsignale und werde sofort Hilfe meiner Frau oder professionelle Hilfe suchen, wenn eines der folgenden Signale bei mir auftritt:

Ich möchte mit einem Beispiel erklären, woran ich merke, dass es mir nicht gut geht.
Wenn mein Vater mich anruft und mich nach Geld fragt, das ich nicht geben kann, achte ich auf folgende Warnzeichen:

Körperliche Warnzeichen:
Ich sage „Ja“, obwohl ich weiß, dass ich das nicht kann. Das heißt, ich fange an zu lügen.

Seelische-Warnzeichen (Gefühl):
Ich möchte „Nein“ sagen, aber ich bekomme ein Druckgefühl im Bauch oder mein Bauch fühlt sich komisch an, weil ich überlege, wie ich meine Antwort schöner machen kann. Eigentlich sollte ich einfach ehrlich „Nein“ sagen können.

Geistig-Warnzeichen (Gedanken):
Ich denke zu viel darüber nach, wie ich „Nein“ sagen soll, obwohl es eigentlich klar und einfach wäre, weil ich das Geld nicht habe. Ich mache mir unnötig viele Gedanken.



29. Wie wollen sie in Zukunft das Trinken vom Fahren trennen?

Ich trinke kein Alkohol mehr und werde nie wieder Alkohol trinken.
 
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