MPU wegen Cannabis am Steuer mit hohen Werten

Hans64

Stamm-User
Ende 2009 bis Mitte 2011 hatte ich alle 3 Monate einen Joint alleine geraucht.

Bloß damit ich das verstehen kann...du hast alle 3 Monate alleine einen joint geraucht.
Des heißt im Jahr 4 Joints.
Wie hast du den das Zeug eingekauft?
Ein Gramm am Jahresanfang und das hast du dir dann über 356 Tage eingeteilt?
Oder hast du dir alle Viertel Jahr dir einen einzelnen Joint gekauft?
Ich frage deswegen so blöd nach, weil u.U. ein GA das auch fragen könnte. Will dir nichts unterstellen, aber sensibilisieren mit was für Rückfragen der GA dich konfrontiert um herauszufinden ob du ihm die Wahrheit sagst.

6. Sonstige Suchtmitteleinnahme?
7-8 Zigaretten am Tag

Probierkonsum Kokain, Ende Februar 2021
Mit dieser Frage ist gemeint was für Suchtmittel du gegenwärtig konsumierst.
Also KEIN Kokain!
Trinkst du Kaffee oder schwarzen Tee? Dann erwähnen. Der GA will sehen ob du zum Thema Suchtmittel aufgeklärt bist und ehrlich damit umzugehen tust.

Amphetamine bewirken die Freisetzung körpereigener Botenstoffe (Noradrenalin).

Die Frage bezieht sich nur auf die Drogen die du konsumierst hast. Weswegen erwähnst du Amphetamine?

21. Welche persönlichen Hintergründe gab es für den Cannabis- Drogenkonsum?

Ich finde die (Kern) Frage insgesamt gut beantwortet, man erkennt klar deine äußeren und inneren Motive, was ungemein wichtig ist. Als Plan B, falls das mit dem Kokain zu Sprache kommt, dafür noch die Gründe nennen.

Von 2011 bis Herbst 2019, ich hatte angefangen zu arbeiten, war sportlich sehr aktiv und hatte meine jetzige Frau kennengerlernt.

Das fiel mir schon in deiner Konsumbiografie auf...du hattest 8 Jahre keine Drogen mehr genommen und nun doch wieder.
Warum nach sooo langer Zeit wieder Rückfällig geworden?
Gut möglich das der GA an dieser Stelle nochmal nach hakt, weil er genau wissen will warum das passiert ist (und im letzten Teil des Explorationsgespräch heraus zu finden warum das nicht mehr passiert!)

33. Wieso kommt für Sie nur Abstinenz und nicht für gelegentlicher Konsum in Betracht?
Ich habe selbst erlebt wie aus dem gelegentlichen Konsum ein regelmäßiger Konsum bis zum Missbrauch werden kann.

Hmmm...es ist zwar ehrlich, aber ich persönlich finde das etwas ungeschickt formuliert.
Sag doch einfach "das selbst gelegentlicher Konsum wieder zurück in alte Denkmuster führt und alles was du aufgearbeitet und erreicht hast wäre umsonst gewesen." Damit signalisiert du dem GA auch gleich, dass du dich mit dem Thema Rückfall beschäftigt hast und du darin eine Gefahr erkennst. Das hören die GA gerne ;)

34. Wie haben Sie die Umstellung zur Abstinenz erlebt?
Ich hatte 2-3 Wochen Schwierigkeiten mit dem Einschlafen. Ich bin auch öfters in der Nacht aufgewacht und habe viel geschwitzt. Ab der vierten Woche ging es immer besser. Ich hatte zuvor Gewicht verloren durch meine Appetitlosigkeit. Nach der Umstellung hatte ich wieder angefangen mich gesund zu ernähren, viel Sport gemacht und an Gewicht zugenommen. Ich habe mir für zu Hause einen Hometrainer (Hantelbank, Gewichte, Yogamatte und Fahrrad) geholt. Da meine Frau sich schon immer einen Hund gewünscht hatte und Sie nicht mehr arbeitstätig ist, haben wir uns vor einem Jahr einen Hund gekauft, der mich / uns sehr beschäftigt.

Super, du hast positive Erfahrungen gemacht mit deiner Abstinenz, das erwarten die GA. Hast du evtl noch ne positive Veränderung im Job? Fortbildung? Was Vorzeigbares?
Oder das dir unbequeme Verpflichtungen leichter zu Hand fallen? Steuer, Zahnarzt, Haus/Wohnung renoviert usw usw.
Bei den positiven Veränderungen darfst du dem GA liefern, am besten wenn das irgendwie nachweisbar ist.
Bei mir, steht sogar im Gutachten, wurde es positiv bewertet das ich mir n ebike zugelegt habe (wollte n Foto sehen ob das stimmt) und das ich Bahn fahre (zeigte dem GA meine BahnCard und Abo) um meinen Job und Karriere zu meistern.

39. Wie haben Sie in Zukunft vor mit Cannabis/dem Konsum umzugehen?
Ich vermeide den Kontakt mit Drogen und deren Konsumenten

An dieser Stelle zitiere ich den Profi @Max, der gerade im Urlaub ist :
"Ich halte mich STRIKT an meine Abstinenz"... und dann kannst du deine weiteren Gründe angeben


41. Wie wollen Sie es gegebenen Falls in Zukunft verhindern, nochmals unter Drogeneinfluss ein KFZ zu führen?
Indem ich weiterhin strikt abstinent bleibe und mich mit Problemen und Konflikte auseinander setze. Und mich nicht mehr mit Betäuben von Drogen diese zu verdrängen um sie zu vergessen. Ich werde den Umgang mit illegalen Drogen und deren Konsumenten stets meiden.

Ich würde noch mit rein packen, das du jetzt völlig aufgeklärt bist, welche Gefahren der Cannabiskonsum im Straßenverkehr in sich trägt...den letztendlich dient die MPU ja dafür, um "die berechtigten Zweifel deiner Fahrtauglichkeit auszuräumen" ;)


42. Wie wollen Sie einen beginnenden Rückfall erkennen?
Theoretisch schliesse ich einen Rückfall für mich aus. Ich habe mich intensiv mit mir selbst, meinem Verhalten und den Ursachen auseinander gesetzt und erkannt, dass Drogen keine Lösung für meine Probleme darstellen. Ich hatte dadurch die Probleme ignoriert und mich in größere Schwierigkeiten gebracht. Durch die Aufarbeitung habe ich gelernt die Vorwarnungen und Anzeichen zu erkennen. Falls ich jedoch unerwartet in eine Situation kommen sollte, die mich potenziell rückfällig werden lässt, werde ich mich direkt an meine Frau und meinem Freund wenden. Bei einem Trauerfall, weiss ich, dass ich Hilfe beim Psychologen oder Therapeuten für die Trauerbewältigung ersuchen kann.

So weit ok...aber beschäftige dich doch noch ein wenig mehr mit dem Thema Rückfall Strategien und was deine Stolpersteine sind.
Wer sich mit Frage 21 intensiv beschäftigt hat und seine persönlichen Hintergründe aufgearbeitet hat, erkennt klar seine Stolpersteine und kann diese benennen.
Das macht dann auch das Explorationsgespräch insgesamt stimmig, nachvollziehbar und Widerspruchsfrei.
Strategien sind der Garant für eine erfolgreiche MPU!

Insgesamt finde ich deinen FB gut bearbeitet.
Ich bin mir sicher, wenn du noch ne Weile hier im Forum studierst, allen voran auch die Korrekturen von Max in den anderen Threads, dann wirst du dich von selbst weiter entwickeln, und an der ein oder anderen Stelle dich korrigieren.

Das war jetzt mein Feedback, hoffe es hilft dir ein wenig weiter.

LG
 

Hans64

Stamm-User
Last but not least für heute, falls du das noch nicht gesehen hast :


Da kannst du auch viel wissen raus saugen. Interessant ist vor allem, gerade bei den negativen Gutachten, wann und an welcher Stelle der GA nachgefragt hat, vorallem bei Antworten die nach viel klingen aber nicht viel aussagen.
Half mir persönlich sehr weiter ;)
 

Hans64

Stamm-User
Eines schickst du zum deinen gewählten MPI und eines zu der Fsst zurück.
Fast vergessen...gaaaaaanz wichtig.
Lass dir auf alle Fälle die Gutachten zu dir nach Hause schicken, auf gar keinen Fall zu der Fsst schicken ankreuzen.
Wenn es doch schief geht, dann wird dir das negative Gutachten nämlich in die FsAkte geheftet.
Ausserdem ist das MPU Gutachten ein Medizinisches Dokument und meiner Meinung nach deine höchstpersönliche Angelegenheit, das grundsätzlich erstmal in deine Hand gelegt werden soll und du dann entscheidest was du damit machst!
 

Udo11

Benutzer
Bloß damit ich das verstehen kann...du hast alle 3 Monate alleine einen joint geraucht.
Des heißt im Jahr 4 Joints.
Wie hast du den das Zeug eingekauft?
Ein Gramm am Jahresanfang und das hast du dir dann über 356 Tage eingeteilt?
Oder hast du dir alle Viertel Jahr dir einen einzelnen Joint gekauft?
Ich frage deswegen so blöd nach, weil u.U. ein GA das auch fragen könnte. Will dir nichts unterstellen, aber sensibilisieren mit was für Rückfragen der GA dich konfrontiert um herauszufinden ob du ihm die Wahrheit sagst.

In der Phase hatte ich an meiner Diplomarbeit gearbeitet (und war zeitlich flexibel.) Das Konsumieren hatte Ende 2019 (Dez) mit einer „Bekanntschaft“ aus dem Skiurlaub in Österreich angefangen. Wir hatten uns alle 3 Monate gesehen (Dez 2009, März 2010, Juni 2010, Sept 2010, Dez 2010, Februar 2011 und Mai 2011) 7x konsumiert. Die „Beziehung“ wurde im Mai beendet. Wir hatten zusammen zwei Joints konsumiert. (Jeder einen Joint)

Ich änder den Satz um, hatte ja geschrieben Ende 2019 bis Mitte 2011 alleine einen Joint geraucht.
Danke für den Hinweis! Ist die Darstellung so in Ordnung? Ich merke immer wieder, dass ich aufpassen muss, dass ich mich nicht widerspreche.


Mit dieser Frage ist gemeint was für Suchtmittel du gegenwärtig konsumierst.
Also KEIN Kokain!
Trinkst du Kaffee oder schwarzen Tee? Dann erwähnen. Der GA will sehen ob du zum Thema Suchtmittel aufgeklärt bist und ehrlich damit umzugehen tust.
Ups, das Kokain werde ich streichen. : D

Ja, ich trinke vielleicht einmal im Monat, Sonntags einen Milchkaffee. Ich werde das aufnehmen.
Nein ich trinke keinen schwarztee.

Die Frage bezieht sich nur auf die Drogen die du konsumierst hast. Weswegen erwähnst du Amphetamine?

Ich habe hier wohl Amphetamine mit Kokain verwechselt. Ich stöber nochmal im Forum und informiere mich richtig über Kokain und aktualisiere die Antwort.
Ich finde die (Kern) Frage insgesamt gut beantwortet, man erkennt klar deine äußeren und inneren Motive, was ungemein wichtig ist. Als Plan B, falls das mit dem Kokain zu Sprache kommt, dafür noch die Gründe nennen.

Ich ändere die Konsumhistorie um, weil ich beschrieben habe, alleine geraucht zu haben.(Was auch der Wirklichkeit entspricht). Ich werde erwähnen, dass ich ab November 2020 (Auszeit mit meiner Freundin) u.a. aus Einsamkeit immer mehr Zeit mit Drogenbekanntschaften beim Dealer verbracht hatte und gemeinsam konsumiert hatte.

In diesem Zusammenhang würde ich die Frage mit dem Kokain Konsum vorbereiten, dass in dieser Runde jmd Kokain dabei hatte, ich keinen Rückzieher machen wollte, zu der Gruppe dazugehören wollte und eine Linie Kokain gezogen hatte.

Das fiel mir schon in deiner Konsumbiografie auf...du hattest 8 Jahre keine Drogen mehr genommen und nun doch wieder.
Warum nach sooo langer Zeit wieder Rückfällig geworden?
Gut möglich das der GA an dieser Stelle nochmal nach hakt, weil er genau wissen will warum das passiert ist (und im letzten Teil des Explorationsgespräch heraus zu finden warum das nicht mehr passiert!)
Ja richtig, 2011-2019 hatte ich auf der Arbeit Karriere gemacht (schneller Aufstieg,Abteilungsleiter), meine jetztige Frau kennengelernt (es gab keinen Streit wenn dann kleine Meinungsverschiedenheiten), meine Eltern waren (relativ) zufrieden mit mir, da Studium abgeschlossen, gefestigter Job bei einem renommierten Arbeitgeber, langjährige Beziehung, es gab keinen Trauerfall in der Familie. Sportlich war ich sehr aktiv, Fussball in einer höheren Liga gespielt (3-4 Training, 1Spiel in der Woche). Bin viel gereist. Einige Soziale und Kulturelle Projekte mitbegleitet. (Spendenaktionen, Japanfestival, etc)

Im Herbst 2019 musste ich wegen der Arbeit aber auch körperlich/sportlich (nicht mehr so jung und frisch wie vor 4-5Jahren) kürzer treten. Hinzugekommen ist der Heiratsdruck meiner Eltern. Und die grosse Enttäuschung, dass meine Frau mich noch nicht ihren Eltern vorstellen wollte, obwohl wir über 7-8Jahre zusammen waren und bereits zusammen gezogen waren.

Im Februar 2020 die Enttäuschung vom Arbeitgeber, der die Versprechungen nicht einhielt.

Im März die Kontaktbeschränkung und Lookdown. Die abgesagte Reise in die Heimat.

Im Mai der Tod meiner Oma und im November die Auszeit mit meiner Freundin.

Nach langen erfolgreichen Jahren (2011-2019), sind binnen 1 1/2Jahren (Herbst 2019-Frühling 2021) viele persönlich negative Ereignisse zusammengekommen, mit denen ich nicht zurecht kam. Durch den Konsum von Drogen wurden die Probleme vergessen gemacht, aber durch die Aufarbeitung habe ich erkannt, dass die Probleme nicht gelöst wurden, sie wurden lediglich ignoriert und aufgeschoben.
Hmmm...es ist zwar ehrlich, aber ich persönlich finde das etwas ungeschickt formuliert.
Sag doch einfach "das selbst gelegentlicher Konsum wieder zurück in alte Denkmuster führt und alles was du aufgearbeitet und erreicht hast wäre umsonst gewesen." Damit signalisiert du dem GA auch gleich, dass du dich mit dem Thema Rückfall beschäftigt hast und du darin eine Gefahr erkennst. Das hören die GA gerne ;)
Ok werde ich aufnehmen!

Super, du hast positive Erfahrungen gemacht mit deiner Abstinenz, das erwarten die GA. Hast du evtl noch ne positive Veränderung im Job? Fortbildung? Was Vorzeigbares?
Oder das dir unbequeme Verpflichtungen leichter zu Hand fallen? Steuer, Zahnarzt, Haus/Wohnung renoviert usw usw.
Bei den positiven Veränderungen darfst du dem GA liefern, am besten wenn das irgendwie nachweisbar ist.
Bei mir, steht sogar im Gutachten, wurde es positiv bewertet das ich mir n ebike zugelegt habe (wollte n Foto sehen ob das stimmt) und das ich Bahn fahre (zeigte dem GA meine BahnCard und Abo) um meinen Job und Karriere zu meistern.
Ich habe mir einen E-scooter als Fortbewegungsmittel gekauft. Sollte ich das erwähnen?

Ich beschäftige mich zZ viel mit Gartenarbeit (hatte das bis dato vernachlässigt). Ich grabe momentan den Garten komplett um (Gartenvlies, Rindenmulch, Steine/Gehweg auslegen und auslegbarer Kunstrasen wird vorbereitet) überwiegend um das lästige Unkraut einzudämmen : )

Das Schlafzimmer wurde gestrichen und die Wand dekoriert.

Die oben erwähnten Punkte wären „vorzeigbar“, ich schiesse gleich heute Abend paar Fotos)

Wie schon beschrieben, habe ich mich mit meinen Eltern ausgesprochen.

Auf der Arbeit gehöre ich mittlerweile zu den Dienstältesten, ich habe Freude daran den neuen Mitarbeitern mein Wissen weiterzugeben und lege viel Wert auf Teambuilding. Und bin nicht mehr der Einzelkämpfer, der krampfhaft nur seine persönlichen Ziele erreichen will.

(Nur so nebenbei auch wenn ich eines Tages meinen Führerschein wieder bekommen sollte, werde ich weiterhin mit dem E-scooter zur Arbeit fahren, bei den Spritpreisen ; ) wobei Strompreise sind ja auch nicht ohne)

An dieser Stelle zitiere ich den Profi @Max, der gerade im Urlaub ist :
"Ich halte mich STRIKT an meine Abstinenz"... und dann kannst du deine weiteren Gründe angeben
Alles klar, nehme ich auf!

Ich würde noch mit rein packen, das du jetzt völlig aufgeklärt bist, welche Gefahren der Cannabiskonsum im Straßenverkehr in sich trägt...den letztendlich dient die MPU ja dafür, um "die berechtigten Zweifel deiner Fahrtauglichkeit auszuräumen" ;)
Ok alles klar!

So weit ok...aber beschäftige dich doch noch ein wenig mehr mit dem Thema Rückfall Strategien und was deine Stolpersteine sind.
Wer sich mit Frage 21 intensiv beschäftigt hat und seine persönlichen Hintergründe aufgearbeitet hat, erkennt klar seine Stolpersteine und kann diese benennen.
Das macht dann auch das Explorationsgespräch insgesamt stimmig, nachvollziehbar und Widerspruchsfrei.
Strategien sind der Garant für eine erfolgreiche MPU!
Ich werde mir nochmal Gedanken besonders über F21 machen und mich heute Abend an den FB setzen.

Insgesamt finde ich deinen FB gut bearbeitet.
Ich bin mir sicher, wenn du noch ne Weile hier im Forum studierst, allen voran auch die Korrekturen von Max in den anderen Threads, dann wirst du dich von selbst weiter entwickeln, und an der ein oder anderen Stelle dich korrigieren.

Das war jetzt mein Feedback, hoffe es hilft dir ein wenig weiter.

LG

Herzlichen Dank!!
 

Udo11

Benutzer
1. Wann haben Sie das allererste Mal von illegalen Drogen gehört?
In der Schulzeit, in der 9.Klasse mit 15Jahren. Auf einer Gartenparty hatten Mädchen aus der Klasse die ganze Zeit auf der Couch gesessen und stundenlang nichts gesagt. Ich habe später erfahren, dass sie Hanfkekse gebacken und gegessen haben.

2. Wann haben Sie das erste Mal konsumiert? (Datum)
Es war auf der Abschlussklassenfahrt in Budapest nach der 10. Klasse im Alter von 16Jahren. (Sommer 2000). Eine Schulklasse aus den Niederlanden war mit uns in der gleichen Jugendherberge. Wir haben uns mit einigen Schülern gut verstanden und ein Junge hatte einen Joint in der Runde weitergegeben. Ich habe 1-2mal gezogen. Ausser dass ich stark husten musste, hatte ich nichts gespürt bzw konnte nicht genau die Auswirkung einschätzen.

3. Wie sah der Konsum aus? (Konsumbiografie-Was, Wie, Welche Gelegenheit?)
2004 Frühling nach der letzten Klausur (Vordiplom) haben wir uns bei einem Kommilitonen getroffen. Einer aus der Gruppe hatte Marihuanna dabei und hat an dem Abend einen Joints gedreht. Ich hatte 4-5 Züge gezogen.

Im selben Jahr haben wir uns im Spätsommer in der Vorlesungsfreien Zeit zum Grillen getroffen. Da hatte einer aus der Gruppe einen Joint und ich habe 4-5 Züge genommen.

Ende 2006 nach dem ersten Durchfallen einer Klausur hatte ich mit einem Kommilitonen zu zweit einen Joint bei ihm zu Hause geraucht und es hat sich gehäuft.

Im Jahr 2007 hatte ich alle zwei Monate habe ich mit ihm einen joint geraucht.

Im Jahr 2008 konsumierte alleine 1-2 Joints im Monat. (Joint mit 0,3g)

Ende 2008 bis Ende 2008 keine Drogen konsumiert.

Ende 2009 bis Mitte 2011 hatte ich an meiner Diplomarbeit gearbeitet. Das Konsumieren hatte Ende 2019 (Dez) mit einer „Bekanntschaft“ aus dem Skiurlaub in Österreich angefangen. Wir hatten uns alle 3 Monate getroffen (Dez 2009, März 2010, Juni 2010, Sept 2010, Dez 2010, Februar 2011 und Mai 2011) 7x konsumiert. Die „Beziehung“ wurde im Mai beendet. Wir hatten zusammen zwei Joints konsumiert. (Jeder einen Joint mit 0,3g)

2011 bis 2019 keine Drogen konsumiert.

Im Oktober 2019 hatte ich alle zwei Wochen alleine einen Joint mit 0,3g konsumiert.

Ab November waren es 1-2 mal in der Woche einen Joint mit 0,3g

Der Konsum erhöhte sich im März auf jeweils 2-3mal in der Woche einen Joint mit 0,3g

Im Mai erhöhte sich mein Konsum auf 4mal in der Woche jeweils 1-2 Joints mit 0,3g

Ab November 2020 bis zur Auffälligkeit im März 2021 konsumierte ich 4mal in der Woche jeweils 2-3 Joints mit 0,3g. Davon 1-2 mal mit Drogenbekanntschaften.

4. Haben Sie Drogen zusammen mit Alkohol konsumiert?
Nein.

5. Wie ist der Umgang mit Alkohol gewesen?
3-4 mal im Jahr , 1-2 Radler (0,33l) auf Geburtstagen oder ein Glas Sekt.

6. Sonstige Suchtmitteleinnahme?
7-8 Zigaretten am Tag

Einmal im Monat, Sonntags eine Tasse Milchkaffee

7. Haben Sie bei sich negative Folgen festgestellt?
Rückblickend stellte ich bei meinem gelegentlichen Konsum zwischen 2004 bis 2007 und Ende 2009 - Mitte 2011 keine negativen Folgen fest.

2008 hatte ich mein Studium vernachlässigt, wurde faul und träge.

Als ich ab Herbst 2019 bis März 2021 häufiger konsumierte, fühlte ich mich motivations- und antriebslos. Ich hatte Schwierigkeiten Aufzustehen und aus dem Bett zu kommen. Ich hatte öfters Sachen vergessen, mir ist sehr schwer gefallen mich zu konzentrieren und hatte meine ToDos nicht mehr abgearbeitet. Nach dem Lockdown hatte ich meine Hobbys und Freunde vernachlässigt. Durch die späteren Gespräche mit meiner Freundin(Frau), erkannte ich, dass ich nicht mehr gesprächig und überwiegend demotiviert war. Ich hatte meinen Fokus verloren mich weiterzuentwickeln, auf der Arbeit sowie auch menschlich. Gesundheitlich hatte ich keine Probleme ausser dass ich abgenommen hatte.

8. Haben Sie trotz negativer Folgen weiter konsumiert?
Ja, ich hatte trotz negativer Folgen weiter konsumiert. Ich hatte den Konsum verharmlost und mir eingebildet dass ich alles unter Kontrolle habe. Ich hatte die die Veränderungen nicht wirklich wahrgenommen und mir auch keine Gedanken gemacht. Durch das Konsumieren wollte ich die Probleme vergessen und verdrängen.

9. Was für Werte wurden bei Ihrer Auffälligkeit festgestellt?
18ng/ml THC und 160ng/ml THC COOH

10. Wann und wieviel haben Sie in der Woche vor der Auffälligkeit konsumiert?
In der Woche hatte ich an 4Tagen jeweils 2-3Joints geraucht.

11. Wieviel und was haben Sie am Tag der Auffälligkeit Konsumiert?
An dem Tag der Auffälligkeit hatte ich 2Joints geraucht.

12. Gab es einen besonderen Grund für diesen Konsum?
Ich war an diesem Tag im Home Office. Nach einem Telefonat mit meiner Freundin, wollte ich den Kopf frei kriegen, da das Gespräch nicht positiv verlief. Sie teilte mir mit, dass Sie noch mehr Zeit benötigt (Auszeit)

13. Wie sind Sie auffällig geworden?
Ich bin über die Wege für Anlieger im Feld gefahren. Die Polizei ist mir hinterher gefahren um zu überprüfen ob ich in der Liegenschaft wohne und hat mich vor der Haustür kontrolliert. Ich habe die Fragen nervös beantwortet und der Schnelltest war positiv.

Nur für die, die im Straßenverkehr ermittelt wurden(auch Parkplatz):

14. Was war der Zweck der Fahrt?
Mein Home Office Notebook musste für ein Update in der Firma abgegeben werden.

15. Wie weit wollten/sind Sie (ge)fahren?
Gesamtstrecke 12,4km (Hin und Zurück)

16. Wie oft waren sie bereits unter Drogeneinfluss im Straßenverkehr unterwegs?
Unter der Berücksichtigung dass man bis zu 72Stunden nach dem letzten Konsum von Cannabis noch unter Einfluss dieser Droge steht und ich mir nicht wirklich bewusst war, schätze ich über 200mal unter Drogeneinfluss im Straßenverkehr unterwegs gewesen zu sein (November 2019-März2020 (5 Monate: 21Tage x 5= 105Fahrten) und März2020-März2021 (12Monate: 8Tage x 12 = 96Fahrten)

17. Wie haben Sie den Konflikt zwischen dem Drogenkonsum und dem Führen eines Kraftfahrzeuges gelöst?
Rückblickend gesehen, hatte ich gar keinen Konflikt und konnte ihn auch nicht lösen. Ich habe mir vorher über das Fahren unter THC Einfluss keine Gedanken gemacht. Ich war der Meinung, dass ich in der Lage sei ein Fahrzeug zu führen. Ich war nicht richtig über die Wirkung von Cannabis und Konsequenzen aufgeklärt. Heute weiss ich, dass es ein grosser Irrtum war. Ich hatte mich in eine grosse Gefahr gesetzt und stellte noch eine größere Gefahr für andere Verkehrsteilnehmer dar.

18. Wieso ist es verboten unter Drogeneinfluss ein KFZ zu führen?
(Beschreibung bitte für die zutreffende Substanz)
Durch den Konsum von Cannabis verändert sich die Wahrnehmung. Die Reaktionszeit verlängert sich und die Augen sind empfindlicher gegenüber hellen Licht. Die Einschätzung der Entfernung und Geschwindigkeit leider darunter. Das führt wiederum zu einer erhöhten Unfallgefahr, somit stellt man für sich und vor allem für andere Verkehrsteilnehmer eine extreme Gefahr dar.

Bei Kokain neigt man zur Selbstüberschätzung. Es wird alles runter gespielt und denkt sich, dass einem nichts kann passieren. Unter Kokaineinfluss ist man überheblich und euphorisch. Dadurch erhöht sich die Risikobereitschaft und will sich vor anderen beweisen. Außerdem kann bei aufputschenden Drogen die Müdigkeit überspielt werden. Der Körper ist dann nicht mehr leistungsfähig und überschätzt sich selbst.

19. Wie lange stehen Sie nach dem Konsum von Drogen unter deren Einfluss?
Nach dem Konsum von Cannabis steht man bis zu 72Stunden unter Einfluss dieser Droge. Das ist aber von Mensch zu Mensch unterschiedlich und hängt von der körperlichen Verfassung und Konsummenge ab.

Kokain steht man bis ca. 24 Stunden unter Einfluss, in Ausnahmefällen auch länger.

20. Sind sie sich darüber im Klaren, welche Folgen es bei einem täglichen Konsum gibt?
Der tägliche Konsum kann ich eine Abhängigkeit führen. Ausserdem kann er zum Konsum von härteren Drogen führen. Des Weiteren läuft man in Gefahr, dass die Persönlichkeit sich verändert, die Konzentrationsfähigkeit und das Gedächtnis nachlässt. Auch besteht die Gefahr in eine Psychose oder Depression zu fallen.

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Warum ist es passiert?

21. Welche persönlichen Hintergründe gab es für den Cannabis- Drogenkonsum?
Mit meinen asiatischen Wurzeln bin ich sehr streng und konservativ erzogen worden. Schon in der Schulzeit verspürte ich viel Druck. Dieser Druck zog sich während des Studiums durch und belastete mich auch im späteren Leben insbesondere im Bezug auf das Heiraten.

Am Anfang der Studienzeit im Jahr 2004 war es Neugierde und ich wollte dazugehören. 2006 bis Mitte 2008, in der Mittel-und Endphase des Studiums war es der Unistress, das Durchfallen von Klausuren. Ich wollte durch den Konsum abschalten.

Ende 2009 bis Mitte 2011 begann es mit einer Bekanntschaft aus dem Skiurlaub. Ich befand mich in der Bearbeitungszeit meiner Diplomarbeit und wollte durch den Konsum abschalten.

Im Herbst 2019 spielte der Heiratsdruck meiner Eltern und dass mich meine Freundin noch nicht Ihren Eltern vorstellen wollte eine grosse Rolle. Hinzukam der Stress auf der Arbeit in Verbindung mit dem Wechsel in eine neue Abteilung im Oktober 2019.

Die Enttäuschung von meinem Arbeitgeber, die durch das nicht Einhalten einer Lohnerhöhung und Beförderung trotz erfolgreicher Arbeitsleistung, verursacht wurde. (Februar/März 2020)

Durch den Konsum wollte ich die Unzufriedenheit vergessen und mich beruhigen, mich auf andere Gedanken bringen.

Die Kontaktbeschränkung und das Home Office im März 2020 führten dazu, dass ich soziale Kontakte nicht mehr pflegte. Die abgesagte Reise in die Heimat für das Vorstellen bei den Schwiegereltern und die zeitlich verschobene Hochzeitsvorbereitung, belasteten mich sehr und verstärkten den Konsum.

Am 10.Mai ist meine Oma gestorben, der ich Ur-Enkelkinder versprochen hatte, da ich mit Abstand das älteste Enkelkind war. Aufgrund der Corona Situation konnte ich nicht mal zu Ihrer Beerdigung. In dieser Zeit habe ich mich oft mit meiner Freundin und meinen Eltern gestritten und Schuldvorwürfe gemacht. Die Trauer, der Frust von der Arbeit, die Kontaktbeschränkung, Home Office und der Lockdown führten dazu dass ich kein ausgeglichenes Leben hatte. Der Sport, Fussball, Schwimmen, Treffen mit Freunden wurde untersagt.

Letztendlich folgte im November 2020 die zwischenzeitliche 6-monatige Auszeit mit meiner Freundin. Die Ereignisse hatten mich sehr mitgenommen.

Falls nach dem Kokain Konsum gefragt wird:

Mit der Auszeit mit meiner Freundin, die für 6Monate nach Japan geflogen ist, habe ich mich einsam gefühlt. Ab Herbst 2019 habe ich bis zu diesem Zeitpunkt (Nov./Dez. 2020) alleine konsumiert. Aus Einsamkeit besonders in der Weihnachtszeit habe immer mehr Zeit mit Drogenbekanntschaften (beim Dealer) verbracht, und wir hatten gemeinsam konsumiert.

Ende Februar hatte aus der Jmd Gruppe Kokain dabei. Ich wollte keinen Rückzieher machen und wollte zu der Gruppe dazugehören. Ich habe die Hälfte einer Linie Kokain gezogen.

Anstatt mich mit meinen Eltern und Verlobten auszutauschen, häufte sich der Drogenkonsum. Ich war nicht bereit über mein Verhalten und über die Situation/die Geschehnisse nachzudenken und konsumierte weiter.

22. Wie hat sich Ihr Umfeld über Ihren Drogenkonsum geäußert?
Meine Eltern waren schockiert und meine Freundin hatte wenig Verständnis. Nach vielen offenen Gesprächen stand meine Freundin(Frau) mir zur Seite und hat mich sehr unterstützt. Meine engen Freunde hatten sich gewundert, warum ich mich so zurück gezogen hatte und waren ebenfalls überrascht.

23. Gab es Ereignisse in Ihrem Leben, die zu verstärktem Konsum geführt haben?
Der Tod von meiner Oma, die Kontaktbeschränkung und die Auszeit mit meiner Verlobten. Ich habe mich alleine gefühlt und mich immer mehr zurückgezogen . Rückblickend gesehen, entwickelte sich mein Konsumverhalten von einem gelegentlichen Konsumieren bis zur Regelmässigkeit und führte zum ein Missbrauch von Drogen mit einer grossen Gefahr in die Abhängigkeit zu geraten.

24. Haben Sie sich an Jemand um Hilfe gewandt, um den Drogenkonsum zu beenden?
(Warum, wann, wer?)

Nach der Auffälligkeit hatte ich mich zunächst mit mir selber und meinem Konsum auseinandergesetzt. Ich hatte mich fest entschlossen aufzuhören und hatte mich um Hilfe bei meinem Freund, der vom Beruf Pastor. Mein Freund betreut bedürftige Menschen, die obdachlos sind und Drogen konsumieren. Er hat auch eine anonyme Gruppe an der ich 3Monate teilgenommen hatte. Aber vor allem durch persönliche Gespräche mit ihm hatten mir sehr geholfen. Des Weiteren hatte ich viel Zeit mit meiner Frau verbracht und alles offen gelegt. Sie hat kein Drogen nicht toleriert und hat mich in meiner Abstinent sehr unterstützt. Auch über das Internet hatte ich mich informiert und much mit anderen Gleichgesinnten ausgetauscht.

25. Gibt es in Ihrer Familie aktenkundige Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz oder Suchtkrankheiten?
Nein.

26. Hatten sie Konsumpausen/spitzen?
Warum? Wann?

2020-2021 war der Höhepunkt meines Konsum von Cannabis. Ich hatte mit dem Abschalten von der Arbeit Probleme. Die Trauer um den Tod meiner Oma. Der Frust aufgrund der verschobenen Hochzeit und die Auszeit mit meiner Verlobten.

Konsumpausen gab es ebenfalls.

Ende 2008 bis Ende 2009, hatte ich mich wieder voll auf das Studium konzentriert und wollte ein weiteres Durchfallen nicht riskieren.

Von 2011 bis Herbst 2019, ich hatte angefangen zu arbeiten und war sehr erfolgreich auf der Arbeit (schneller Aufstieg,Abteilungsleiter).

2012 hatte ich meine jetztige Frau kennengelernt. Wir hatten uns nie gestritten, wenn dann kleine Meinungsverschiedenheiten, die schnell geklärt wurden.

Meine Eltern waren zufrieden mit mir, da ich erfolgreich mein Studium abgeschlossen hatte, der gefestigter Job bei einem renommierten Arbeitgeber, meine langjährige Beziehung. Des Weiteren gab keinen Trauerfall in der Familie. Auch Sportlich war ich sehr aktiv, Fussball in einer höheren Liga gespielt (3-4 Training, 1Spiel in der Woche).

Ich bin viel gereist und hatte viel von der Welt gesehen. In den Jahren hatte ich einige soziale und kulturelle Projekte erfolgreich mitbegleitet. (Spendenaktionen, Japanfestival, etc)

Im Herbst 2019 musste ich wegen der Arbeit aber auch körperlich/sportlich (nicht mehr so jung und frisch wie vor 4-5Jahren) kürzer treten. Hinzugekommen ist der Heiratsdruck meiner Eltern. Und die grosse Enttäuschung, dass meine Frau mich noch nicht ihren Eltern vorstellen wollte, obwohl wir über 7-8Jahre zusammen waren und bereits zusammen gezogen waren.

Im Februar 2020 die Enttäuschung vom Arbeitgeber, der die Versprechungen nicht einhielt.

Im März 2020 die Kontaktbeschränkung und Lookdown. Die abgesagte Reise in die Heimat.

Im Mai 2020 der Tod meiner Oma und im November 2020 die Auszeit mit meiner Freundin.

Nach langen erfolgreichen Jahren (2011-2019), sind binnen 1 1/2Jahren (Herbst 2019-Frühling 2021) viele persönlich negative Ereignisse zusammengekommen, mit denen ich nicht zurecht kam. Durch den Konsum von Drogen wurden die Probleme vergessen gemacht, aber durch die Aufarbeitung habe ich erkannt, dass die Probleme nicht gelöst wurden, sie wurden lediglich ignoriert und aufgeschoben.

27. Was hat Sie daran gehindert, ohne Droge abzuschalten?
Ich selbst war das Problem, anstatt über Möglichkeiten nachzudenken wie ich abschalten kann und mich mit meinem Konsum auseinander zu setzen, hatte ich lieber einen Joint geraucht. Die Trauer und der Frust war für den Moment durch das Konsumieren vergessen, aber dadurch hatten sich die Probleme nicht gelöst. Im Gegenteil dadurch hat sich mir der Zeit der Konsum gesteigert und mein Verhalten sich geändert. Ich suchte die Schuld bei anderen und wollte andere verantwortlich machen. Das war mir nicht bewusst und damals wollte ich das nicht einsehen.

28. Waren Sie gefährdet in eine Drogenabhängigkeit zu geraten?
Ja, jeder der Drogen nimmt ist gefährdet in eine Drogenabhängigkeit zu geraten. Da ich Drogen konsumiert hatte, war ich auch gefährdet in eine Abhängigkeit zu geraten.

29. Waren sie drogenabhängig?
Nein.
 

Udo11

Benutzer
Wieso passiert das nicht wieder?

30. Hätten sie, rückblickend, eine Drogenkarriere verhindern können?
Ja, wenn ich nein zu Drogen gesagt hätte und mich mehr mit dem Thema Drogen und den Folgen auseinandergesetzt hätte. Ich hätte mich mit den Ursachen und Gründe intensiver nachdenken und beschäftigen müssen. Über andere Möglichkeiten zum Abschalten und Problembewältigung Gedanken machen müssen. Ich hätte meine Drogenproblematik frühzeitig erkennen müssen und mir ernsthafte Gedanken darüber machen müssen und mich an Hilfe wenden sollen.

31. Wieso haben Sie sich für eine Abstinenz entschieden?
Aufgrund dem was ich erlebt hatte. Die Polizeikontrolle vor meiner Haustür, die Urinprobe mitten auf der Strasse in der Nachbarschaft, die Enttäuschung meiner Freundin und Familie. Ich habe die Gefahr erkannt, dass ein gelegentlicher Konsum sich schnell in einen regelmäßigen Konsum entwickeln kann. Die letztendlich fallen gelassene Strafanzeige in Verbindung mit einem Eintrag ins Führungszeugnis würden mir den weiteren Aufstieg in meinem Berufsleben negativ beeinträchtigen. Seitdem ich abstinent bin, führe ich ein ausgeglichenes glückliches Leben und bin selbstbewusst Probleme oder schwierige Lebenssituationen meistern zu können. Mittlerweile habe ich einen neuen Geschäftsführer der meine Leistung anerkannt, mich belohnt und befördert hat. Mein Arbeitgeber fördert mich weiterhin damit ich in Zukunft eine höhere Führungsposition einnehmen kann. Ich besuche Seminare und bilde weiter fort. Um dieses Ziel erfolgreich zu verfolgen, bin ich im Klaren, dass eine strikte Abstinenz neben Fleiss und gesundem Ehrgeiz die Grundvoraussetzung ist. Ich habe mich mit meinen Eltern ausgesprochen. Sie haben sich für den Druck und hohe Erwartungen entschuldigt, mir gesagt dass sie mich lieben und dass es Ihnen leid tut, dass es Ihre Art und Weise war Liebe zu zeigen und die konservative Tradition aufrecht erhalten wollten, weil sie es nicht anders erfahren hatten und dass Sie immer nur das Beste für mich wollten. Zwischenzeitlich ist meine Frau im vierten Monat schwanger. Ich möchte in Zukunft ein Vorbild für mein Kind sein. Ich kann immer mehr meine Eltern nachvollziehen, jedoch werde ich meinem Kind versuchen nicht so Druck auszuüben. Rückblickend bin ich froh an dem Tag auffällig geworden zu sein.

32. Beschreiben Sie den Punkt, an dem Sie sich für ein abstinentes Leben entschieden haben (Knackpunkt)
Der Knackpunkt war die Auffälligkeit durch die Verkehrskontrolle und das Schreiben von der Fsst und Gericht. Bei der Kontrolle habe ich mich geschämt. Es war auch im Laufe des Prozess der Aufarbeitung, als ich mich mit meinem Verhalten und Drogenkonsum befasste. Es ist mir bewusst geworden, dass ich durch den Konsum von Drogen mich selbst geschädigt hatte insbesondere im Bezug zu meiner Beziehung mit meiner Verlobten, einen gravierenden Karriereknick riskiert hatte und vor allem andere Verkehrsteilnehmer hätte schädigen können.

33. Wieso kommt für Sie nur Abstinenz und nicht für gelegentlicher Konsum in Betracht?
Durch die Aufarbeitung habe ich erkannt, dass selbst ein gelegentlicher Konsum mich wieder zurück in das alte Denkmuster führt.

Einem ist das in dem Moment nicht bewusst und möchte es auch nicht wahrhaben, dass sich das Verhalten und Charakter verändert hat. Ich möchte mich und andere Verkehrsteilnehmer nicht in Gefahr bringen. Durch das Konsumieren von Drogen wäre alles was ich aufgearbeitet und erreicht habe, umsonst gewesen.

34. Wie haben Sie die Umstellung zur Abstinenz erlebt?
Ich hatte 2-3 Wochen Schwierigkeiten mit dem Einschlafen. Ich bin auch öfters in der Nacht aufgewacht und habe viel geschwitzt. Ab der vierten Woche ging es immer besser. Ich hatte zuvor Gewicht verloren durch meine Appetitlosigkeit. Nach der Umstellung hatte ich wieder angefangen mich gesund zu ernähren, viel Sport gemacht und an Gewicht zugenommen. Ich habe mir für zu Hause einen Hometrainer (Hantelbank, Gewichte, Yogamatte und Fahrrad) geholt. Da meine Frau sich schon immer einen Hund gewünscht hatte und Sie nicht mehr arbeitstätig ist, haben wir uns vor einem Jahr einen Hund gekauft, der mich / uns sehr beschäftigt.

Ich habe mir einen E-scooter als Fortbewegungsmittel gekauft. Die Morgenluft auf den Weg zur Arbeit tut mir sehr gut. Auch für den Rückweg tut es gut um von der Arbeit abzuschalten.

Ich beschäftige mich zZ viel mit Gartenarbeit. Ich hatte das in den letzten Jahren stark vernachlässigt. Ich grabe momentan den Garten komplett um (Gartenvlies, Rindenmulch, Steine/Gehweg auslegen und auslegbarer Kunstrasen wird vorbereitet) überwiegend um das lästige Unkraut einzudämmen, aber auch den Garten schöner zu gestalten.

Das Schlafzimmer wurde farbig gestrichen und die Wand dekoriert. Auch die Küchenwände wurden weiss gestrichen. Ich hatte nie das Fable für solche Arbeiten, aber mit der Zeit fand ich Gefallen daran. Ich schaue mir viele Youtube Tutorials an, informiere mich über das Material und Werkzeuge und mache mir weiter Gedanken wie man sein zu Hause schöner gestalten kann.

Auf der Arbeit gehöre ich mittlerweile zu den Dienstältesten, ich habe Freude daran den neuen Mitarbeitern mein Wissen weiterzugeben und lege viel Wert auf Teambuilding. Und bin nicht mehr der Einzelkämpfer, der krampfhaft nur seine persönlichen Ziele erreichen will.

Die Beziehung mit meinen Eltern ist sehr gut. Ich kommuniziere viel offener mit Ihnen und spreche ehrlich über meine Gefühle. Wir telefonieren sehr oft miteinander.

35. Wer hat Ihnen dabei wie geholfen?
Meine Frau hat mir sehr geholfen. Sie ist meine Vertrauensperson, die immer für mich da ist. Viele Gespräche mit meinem langjährigen Freund (Pastor). Er hat mich stark unterstützt.

36. Wie reagiert Ihr Umfeld auf diese Umstellung?
Mein Umfeld reagierte positiv auf die Umstellung. Ich habe viele tiefe Gespräche mit meiner Frau und meinem Freund geführt. Ich habe mich auch mit meinen Eltern ausgesprochen und wir vertragen uns gut.

37. Haben Sie nach der Auffälligkeit weiterhin Kontakt zu Ihren Drogenbekannten gehabt?
Nein.

38. Haben Sie nach Ihrer Auffälligkeit miterlebt, wie Ihre Bekannten Drogen konsumiert haben?
Nein.

39. Wie haben Sie in Zukunft vor mit Cannabis/dem Konsum umzugehen?
Ich halte mich strikt an meine Abstinenz in dem ich den Kontakt mit illegalen Drogen und deren Konsumenten vermeide und in dem ich das Konsumieren von Drogen nicht mehr verharmlose. Das habe ich durch meine Aufarbeitung gelernt und verinnerlicht. Was mir Wiederfahren ist, möchte ich nicht mehr erleben. Mir ist bewusst geworden ein gelegentlicher Konsum zur Regelmäßigkeit führen kann. Ich setze mich auch im Berufsleben und Privatleben nicht mehr stark unter Druck. Ich habe gelernt, Probleme mit Ruhe und Geduld konstruktiv anzugehen und Gegebenheiten so anzunehmen wie sie sind. Vor allem Probleme nicht aus dem Weg zu gehen und sie zu lösen, statt sie mit Konsumieren von Drogen verdrängen. Ich bin mir bewusst geworden, dass ich mich glücklich schätzen kann. Es werden Dinge im Leben passieren, die nicht vorhersehbar sind und Faktoren die ich nicht beeinflussen kann. Ich habe verinnerlicht Entscheidungen und Gegebenheiten so zu akzeptieren und an mir weiter zu arbeiten um meine Ziele zu erreichen. Durch ehrliche Kommunikation und Nachdenken über die Ursachen. Des Weiteren schalte ich mit Musik, Sport ab und verbringe viel Zeit mit meiner Frau und meinem Hund.

40. Haben Sie zu Hause Cannabis?
Nein.

41. Wie wollen Sie es gegebenen Falls in Zukunft verhindern, nochmals unter Drogeneinfluss ein KFZ zu führen?
Indem ich weiterhin strikt abstinent bleibe und mich mit Problemen und Konflikte auseinander setze. Und mich nicht mehr mit Betäuben von Drogen diese zu verdrängen um sie zu vergessen. Ich werde den Umgang mit illegalen Drogen und deren Konsumenten stets meiden.

Ich bin jetzt sehr gut aufgeklärt, welche Gefahren der Cannabiskonsum im Straßenverkehr in sich trägt. Ich bin mir bewusst über die negativen Beeinträchtigungen meiner Fahrtüchtigkeit in Verbindung mit Drogenkonsum geworden. Die Teilnahme am Strassenverkehr unter Drogeneinfluss stellt eine grosse Gefahr für mich und andere Verkehrsteilnehmer eine Gefahr dar.

42. Wie wollen Sie einen beginnenden Rückfall erkennen?
Theoretisch schliesse ich einen Rückfall für mich aus. Ich habe mich intensiv mit mir selbst, meinem Verhalten und den Ursachen auseinander gesetzt und erkannt, dass Drogen keine Lösung für meine Probleme darstellen. Ich hatte dadurch die Probleme ignoriert und mich in größere Schwierigkeiten gebracht. Durch die Aufarbeitung habe ich gelernt die Vorwarnungen und Anzeichen zu erkennen. Falls ich jedoch unerwartet in eine Situation kommen sollte, die mich potenziell rückfällig werden lässt, werde ich mich direkt an meine Frau und meinem Freund wenden.

Auf der Arbeit werde ich mich nicht mehr so stark unter Druck setzen. Sollten Ziele nicht auf Anhieb erreicht werden, werde ich mich damit beschäftigen worin die Ursache liegt und mich strategisch neu aufstellen und neue Sichtweisen erkunden. Ich werde den Misserfolg (Anzeichen) nicht in Frust oder Enttäuschung sondern in positive Motivation umwandeln um andere Lösungswege und Konzepte zu entwicklen.

Potenzielle Unzufriedenheiten, die aus einer ausgefallenen Erhöhung oder Beförderung resultieren, könnten Vorwarnungen sein. In diesem Fall werde ich mich konstruktiv mich mit meinem Vorgesetzten zusammen setzen und mit ihm über Sachlage sprechen, woran es hakt und in welchen Punkten ich mich zu verbessern habe. Auf Basis der Erkenntnisse aus dem Gespräch werde ich weiter an mir arbeiten und mich bemühen mich weiter zu entwickeln.

Mittlerweile habe ich eine recht hohe Führungsposition eingenommen und mein Fokus liegt in der Teambildung. Ich möchte meine Mitarbeiter fördern und für ein gutes Arbeitsklima sorgen. Ich habe gelernt mal auch einen Gang runter zu schalten und erkannt, dass es auch andere wichtige Aspekte in der Arbeitswelt gibt, neben einem grossen Karrieresprung und einer saftigen Gehaltserhöhung. Dass man nicht nur durch Rang und Gehalt bemessen wird, viel mehr lege ich den Fokus auf eine gute Stimmung im Team und respektvollen Umgang.

Zum Stolpersein Anerkennung meiner Eltern, habe ich durch die Gespräche mit meinen Eltern vieles verinnerlicht. Es hat sehr gut getan von meinen Eltern zu hören wie stolz sie auf mich sind und dass auch Ihnen durch den Vorfall (meine Auffälligkeit/Drogenkonsum) bewusst geworden ist, dass die Gesundheit das wichtigste ist. Gesundheit im Sinne von einer gesunden Eltern Sohn Beziehung sowie auch körperliche Gesundheit. Ich habe begriffen, dass es Ihre Art und Weise war mir Ihre Aufmerksamkeit und Liebe zu zeigen. Ich habe mich auch selber unter Druck gesetzt meinen Eltern alles recht zu machen. Nun bin ich selber werdender Vater, kann das Verhalten meiner Eltern besser nachvollziehen. Auch ich will nur das Beste für mein Kind, jedoch werde ich so gut wie möglich versuchen meinem Kind genügend Freiheit zu geben, selber auch Fehler zu machen und aus diesen Fehlern zu lernen, anders als meine Eltern die mich stets vor allem behüten wollten. Meine Eltern freuen sich unheimlich auf unseren Nachwuchs.

Mit meiner Frau, die mir stets zur seite steht, führe ich eine sehr glückliche Ehe. Sie liebt mich mit all meinen Schwächen und Stärken. Ich werde ehrlich auf meine Frau zu gehen, so bald ich Vorwarnungen oder Stolpersteine erkenne und diese direkt mit ihr besprechen.

Ein weiterer Stolperstein könnte ein Trauerfall sein, jedoch weiss ich nun, dass ich Hilfe beim Psychologen oder Therapeuten für die Trauerbewältigung ersuchen kann.

Falls sich Probleme oder Sorgen nicht sofort lösen lassen, bin ich über eins im Klaren, dass der Konsum von Drogen keine Lösung und Ausweg darstellen.

(Auszug aus F39) Ich habe gelernt, Probleme mit Ruhe und Geduld konstruktiv anzugehen und Gegebenheiten so anzunehmen wie sie sind. Vor allem Probleme nicht aus dem Weg zu gehen und sie zu lösen, statt sie mit Konsumieren von Drogen verdrängen. Ich bin mir bewusst geworden, dass ich mich glücklich schätzen kann. Es werden Dinge im Leben passieren, die nicht vorhersehbar sind und Faktoren die ich nicht beeinflussen kann. Ich habe verinnerlicht Entscheidungen und Gegebenheiten so zu akzeptieren und an mir weiter zu arbeiten um meine Ziele zu erreichen. Durch ehrliche Kommunikation und Nachdenken über die Ursachen.

43. Wie ist derzeit der Konsum von Alkohol bei Ihnen?
Ich trinke ungefähr 3-4 mal zu besonderen Anlässen nur in kleinen Mengen wie 1-2 Radler (0,33l) oder ein Glas Sekt
 

Udo11

Benutzer
Eine Frage: Gibt es einen Unterschied zwischen Führerscheinakte und Fahreignungsregister (FAER)? Oder handelt es sich um das gleiche?
 

Hans64

Stamm-User
Kann ich dir ehrlich gesagt nur grob beantworten.
Im FAER stehen nur deine Informationen wie du als Verkehrsteilnehmer im Straßenverkehr auffällig geworden bist, gespeichert, und soweit die begangene Zuwiderhandlung mit Punkten bewertet sind.
In deiner FS Akte steht so ziemlich alles drin, der Polizeibericht, das Protokoll der Haus Durchsuchung, Zeugenaussagen, der Strafbefehl, der Widerspruch des Strafbefehl wenn du einen einlegst, der Schriftverkehr deines Anwalt und was weiß Gott noch alles. Ich hatte ne richtig fette Akte!
Es gibt in diesem Forum einen Thread da tauschen sich User aus, aber frag mich nicht wo der ist...
 

Hans64

Stamm-User
Deinen neuen FB finde ich gut überarbeitet.

Wie findest du ihn den? :)

Ansonsten bleib ich dabei was ich neulich dir geschrieben habe....
Ich bin mir sicher, wenn du noch ne Weile hier im Forum studierst, allen voran auch die Korrekturen von Max in den anderen Threads, dann wirst du dich von selbst weiter entwickeln, und an der ein oder anderen Stelle dich korrigieren.
An der Qualität von Max kann ich nicht mithalten, deswegen musst du dich selbst entwickeln bis er wieder online ist.
Sollte mir noch was auffallen, schreibe ich es und wenn du Fragen hast, versuche ich es dir so gut ich kann zu beantworten.
 

Udo11

Benutzer
Kann ich dir ehrlich gesagt nur grob beantworten.
Im FAER stehen nur deine Informationen wie du als Verkehrsteilnehmer im Straßenverkehr auffällig geworden bist, gespeichert, und soweit die begangene Zuwiderhandlung mit Punkten bewertet sind.
In deiner FS Akte steht so ziemlich alles drin, der Polizeibericht, das Protokoll der Haus Durchsuchung, Zeugenaussagen, der Strafbefehl, der Widerspruch des Strafbefehl wenn du einen einlegst, der Schriftverkehr deines Anwalt und was weiß Gott noch alles. Ich hatte ne richtig fette Akte!
Es gibt in diesem Forum einen Thread da tauschen sich User aus, aber frag mich nicht wo der ist...

Ok, ich habe eine Aktenkopie von meinem Anwalt erhalten mit Polizeibericht, Ärztliches Gutachten, Strafbefehl, Bussgeldbescheid und u.a. das FAER (da steht nur eine Sache drin: Sicherheitsabstand auf der Autobahn nicht eingehalten).

Ich wurde 2010 (oder 2011 ich kann mich leider nicht mehr genau erinnern welches Jahr und Monat) mit Cannabis Besitz (1-2g) zum ersten Mal erwischt (ich sass nachts auf dem Beifahrersitz im Auto von einem Bekannten, es wurde nicht konsumiert) Die Polizei hat nur mich zur Wache mitgenommen, mir selbstverständlich das Gras weggenommen, mich in eine Zelle gesteckt und dann aber nach 2-3 Stunden „freigelassen“. Ich habe auch kein Schreiben erhalten oder zumindest gab es keine Strafe oder Bussgeld. Ich frage mich ob das dokumentiert ist bzw der GA diese Information bekommt. Ich habe gelesen, dass nach 10Jahren Einträge gelöscht werden.

Ich bereite mich gedanklich darauf vor, aber fühle mich unsicher ohne genaues Datum und frage mich ob das irgendwo dokumentiert ist.

(Mein Führungszeugnis ist sauber.) Im FAER steht darüber nichts.

Ich habe mal einen Thread gelesen, da tauschte man sich aus, welche Unterlagen der GA erhalten hatte. Da waren die Antworten auch sehr unterschiedlich von Fall zu Fall.

Ich weiss nicht wie oft ich mich bei dir bedanken soll, vielen lieben Dank für Deine Mühe und Zeit!! (Ich habe mir fest vorgenommen, nach dem Bestehen der MPU anderen Mitglieder bei Bedarf so gut wie möglich zu helfen)
 

Udo11

Benutzer
Deinen neuen FB finde ich gut überarbeitet.

Wie findest du ihn den? :)

Ansonsten bleib ich dabei was ich neulich dir geschrieben habe....
An der Qualität von Max kann ich nicht mithalten, deswegen musst du dich selbst entwickeln bis er wieder online ist.
Sollte mir noch was auffallen, schreibe ich es und wenn du Fragen hast, versuche ich es dir so gut ich kann zu beantworten.
Ich kann es so schwer einschätzen : ( Aber grundsätzlich fühle ich mich von Tag zu Tag sicherer, wobei die Unsicherheit bis zum Bestehen nicht verfliegen wird. Ich bin gespannt, was Max dazu sagt, wenn er Zeit finden sollte über meinen FB zu schauen. (Daumendrück)

Du bist mir eine grosse Hilfe Hans!
 

Udo11

Benutzer
Ich überlege ob ich folgenden Vergleich beim Gespräch erwähnen soll:

Die Gartenarbeit erinnert mich an den Vorfall, die Auffälligkeit, die Aufarbeitung und die neue Einstellung zu Drogen.

Ich habe mich lange nicht um den Garten gekümmert.(keine Gedanken über Konsum gemacht). Das Unkraut hat sich vermehrt (erhöhter Konsum) und ist hochgewachsen.(Probleme verschlimmert) Ich habe die Gartenarbeit ignoriert und weggeschaut. (Durch Konsum/Betäuben Probleme verdrängt).

Nun habe ich den Garten (meine Einstellung)komplett umgegraben und viele dicke Wurzeln(Ursache für Konsum: Eltern, Hochzeit, Todesfall, Lookdown,Auszeit) entdeckt und entfernt (der Entschluss zur Abstinenz und Abstinenz).

Ich habe mich intensiv informiert wie ich das Unkraut am besten bekämpfen kann.Ich habe die Muttererde erneuert, Schicht für Schicht Pappe, Kies, Unkrautvlies und Rindenmulch und teils Rollrasen ausgelegt (Aufarbeitung, Nachdenken, Verinnerlichung, Aufklärung)

Mit Steinplatten neue Wege gelegt. (Lösungen für alternative Möglichkeiten zum Abschalten gefunden)

Durch regelmässige Gartenarbeit jäte ich sofort jedes kleinste Unkraut, welches sich sehr gut entfernen lässt, da die Wurzeln noch schwach sind. (Beachtung der Vorwarnungen und Stolpersteine, Vermeidung zu Drogen und Konsumenten)

Ich werde den Garten weiterhin pflegen (strikte Abstinenz) ,damit er in einem sauberen Zustand erhalten bleibt, in dem ich gerne und viel Zeit verbringe. (Glücklich mit meinem Leben ohne Drogen)

Ist es zu weit ausgeholt?
 

Hans64

Stamm-User
Ist es zu weit ausgeholt?

Ich finde deinen Vergleich den du in Symbolsprache ausdrückst wirklich gut.
Er regt zum Nachdenken an, und mich persönlich, da ich ursprünglich Gärtner gelernt habe, sowie so.

Um für deine persönliche Entwicklung und Veränderung vorwärts zu kommen ist es auf alle Fälle hilfreich, und es aufzuschreiben noch mehr, davon bin ich überzeugt.

Ich selbst habe auch, über den FB hinaus, seitenweise Dinge niedergeschrieben, bei denen ich der Meinung war dass es mir hilft.
Auch erkannte ich Dinge in meinem Leben um mich herum, an denen ich sah wo und was sich an mir und meiner Denkweise verändert hat, so wie du das mit deinem Garten erlebst.
Wichtig ist ja, dass man sich tatsächlich verändert, bzw die Veränderung mit dazu bei trägt den GA zu überzeugen.

Ob du jedoch im Gespräch das so rüber bringen kannst, hängt vom GA ab und dem eng gesetzten Zeitrahmen des Gespräches.
Wenn der GA näher wissen will, warum denn der Garten für Deine Veränderung so wichtig ist oder als Strategie o.s.ä., dann könnt ich mir vorstellen das rüber zu bringen.
Aber so direkt oder gezielt als Gesprächsstrategie wird es wohl eher nicht anwendbar sein bzw gar nicht dazu kommen.
 

Udo11

Benutzer
Hallo Max,

ich hoffe, dass du einen erholsamen Urlaub hattest.

Würde mich sehr freuen, wenn Du über meinen FB schauen könntest. Für Verbesserungsvorschläge wäre ich Dir sehr dankbar, falls es zeitlich bei Dir passt.

Danke und Liebe Grüsse!
 
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