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Negativ Gutachten verkehrs-/strafrechtliche Bestimmungen verstoßen wird

Na ja, ich muss sagen, ich habe jetzt und vorhin, wo ich das hier schreibe, ein Gefühl, das ich nicht erklären kann. Mir ist total komisch im Bauch, mir gehts gerade echt nicht gut und ich kann es nicht erklären es ist befremdlich und sehr unangenehm!. Ich werde mich jetzt gleich auf das Fahrrad setzen und eine Tour machen nach meiner Antwort, das Wetter spielt ja zum Glück mit heute.
Ich muss sagen, dass mich deine Gefühlsregungen und dein Äußerungen bewegen. Vieles kann ich gut nachvollziehen, einiges ist mir neu bzw. ich habe da keine Erfahrungen. Aber jeder ist ja auch anders (und dass ist ja auch gut so)

Was mir gut getan hat (hier u.a. auf Rat von @joost oder @Karl-Heinz ) : lass es wirken - auch wenn es weh tut oder unangenehm erscheint! Stürze dich nicht (gleich) in Ablenkung. Lass es geschehen! Ich habe mich einfach nur hingesetzt, keine Musik, keine Ablenkung, nichts. Nur ich mit meinem ICH. .....MIR hat es gut getan.

BTW: ob es für dich richtig ist, kann ich nicht sagen. Wäre es einen Versuch wert?
 
Lass es geschehen! Ich habe mich einfach nur hingesetzt, keine Musik, keine Ablenkung, nichts. Nur ich mit meinem ICH. .....MIR hat es gut getan.

BTW: ob es für dich richtig ist, kann ich nicht sagen. Wäre es einen Versuch wert?
Ich sitze seit heute Morgen 7 Uhr hier mit diesen Gefühlen. Ich versuche, das einzuordnen. Der starke Lupsky ist gerade ganz klein und schwach, wie damals mit 16 Jahren (oh Mann). Und ja, ich habe versucht, mich abzulenken. Ich wollte was am PC spielen, aber ich hatte keinerlei Konzentration dafür. Ich lege mich jetzt paar Minuten hin, um meinen Puls mal runter zu bekommen (lach) und nehme das mal an, was du geschrieben hast. Danke für den Tipp, werde aber trotzdem Rad fahren, weil es mir sehr gut tut und ich hier durch meine Wälder fahren kann und ein wenig die Natur genieße. Bis später!
 
Mir ist total komisch im Bauch, mir gehts gerade echt nicht gut und ich kann es nicht erklären es ist befremdlich und sehr unangenehm!.
Aus traumapsychologischer Sicht wäre das ein Hinweis, dass da etwas ist, das gehört werden will. Und dass es sehr wichtig wäre, es wahrzunehmen. Und es als "wichtige Mitteilung" zu würdigen, selbst wenn man vllt gerade noch gar nichts damit anfangen kann...
 
Und wenn was nicht so lief, wurde gesagt, dass ich das im späteren Leben brauche, um nicht als Versager dazustehen. WILLST DU EIN VERSAGER SEIN, MEIN JUNGE, DANN MACH WEITER SO. Ich wollte nicht versagen, sondern hören: Hast gut gemacht, mein Junge. (Seufz.)
m-hm ....
Ich sags gleich: auch wenn es jetzt vllt noch weh tut, sowas kann heilen, kann seine Macht verlieren. Nur mal so als Aussicht für die Zukunft. Und wenn es innen friedlicher wird, kanns auch im Außen friedlicher werden...

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Danke für den Tipp, werde aber trotzdem Rad fahren, weil es mir sehr gut tut und ich hier durch meine Wälder fahren kann und ein wenig die Natur genieße
ein toller Lösungsversuch, der wird Dir auch immer offen stehen, egal was Du an den Ursachen verändern kannst
 
So, da bin ich wieder.
Lass es geschehen! Ich habe mich einfach nur hingesetzt, keine Musik, keine Ablenkung, nichts. Nur ich mit meinem ICH. .....MIR hat es gut getan.
Ich bin tatsächlich für eine Weile fest eingeschlafen. Ich war von den ganzen Emotionen und Gedanken einfach völlig erschöpft.
ein toller Lösungsversuch, der wird Dir auch immer offen stehen, egal was Du an den Ursachen verändern kannst
Danach war ich noch kurz mit dem Rad beim Bäcker und bin durch den Wald nach Hause. Ich muss sagen: Es geht mir jetzt viel besser !:smiley22:
m-hm ....
Ich sags gleich: auch wenn es jetzt vllt noch weh tut, sowas kann heilen, kann seine Macht verlieren. Nur mal so als Aussicht für die Zukunft. Und wenn es innen friedlicher wird, kanns auch im Außen friedlicher werden...
Das freut mich zu hören, das war doch viel schlimmer, als ich dachte. Dass solche Sätze wie „WILLST DU EIN VERSAGER SEIN?” so tiefe Wirkung haben, ist schon beängstigend ! Und das Schlimme ist, dass ich das überhaupt nicht mehr im Kopf hatte, erst durch den gestrigen Abend (hm).

Ich bin ein wenig erleichtert
 
Der starke Lupsky ist gerade ganz klein und schwach
sowas zu schreiben finde ich, mit Verlaub, eher stark

WILLST DU EIN VERSAGER SEIN?” so tiefe Wirkung haben, ist schon beängstigend !
Ganz oft: Gefühltes Erleben aus uralten Zeiten - und doch so stark, ein Leben lang. Emotionale Erinnerungen. Wenn sowas mal angetriggert wird, schießt es durch (oder es ist unterschwellig die ganze Zeit bisschen da, das ist fast noch gemeiner). Nur drüber reden bringt da nix.. da sind andere Hirnregionen als die verstehend-kognitiven am Werkeln. Aber es ist möglich, Frieden in früheres beängstigendes Erleben zu bringen...

Ich bin ein wenig erleichtert
.. so beginnt es...
 
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sowas zu schreiben finde ich, mit Verlaub, eher stark
Guten Morgen zusammen,
vielen Dank für das Lob, auch wenn es sich komisch bzw. ungewöhnlich anfühlt, für eine Schwäche ein Lob zu erhalten.

Ganz oft: Gefühltes Erleben aus uralten Zeiten - und doch so stark, ein Leben lang. Emotionale Erinnerungen. Wenn sowas mal angetriggert wird, schießt es durch (oder es ist unterschwellig die ganze Zeit bisschen da, das ist fast noch gemeiner). Nur drüber reden bringt da nix.. da sind andere Hirnregionen als die verstehend-kognitiven am Werkeln. Aber es ist möglich, Frieden in früheres beängstigendes Erleben zu bringen...

Ja, das ist mir gestern mit voller Wucht bewusst geworden. Ich möchte endlich aufräumen und Freiheit spüren. Mir ist klar, dass das Zeit braucht, denn allein mit dem Wissen reicht es hier nicht aus. Ich bin gerade sehr nachdenklich. Jetzt ergibt alles einen Sinn. Ich habe mich immer hinter dem Thron versteckt und Schutzbehauptungen aufgestellt, war nicht kritikfähig etc.
Gestern Abend wurde ich sogar kurz wieder überheblich. Ich habe gefühlt, dass ich jetzt die MPU locker schaffen kann. Da wollte der „König“ sofort wieder das Ruder übernehmen. Ich habe richtig gespürt, wie dieses Gefühl hochkam, als wäre ich unbesiegbar. Dann habe ich mir selbst gesagt: „Nein, Lupsky, nicht überheblich werden. Das führt zu nichts.“ Das waren gestern Abend meine Gedanken: Ein kleiner Erfolg und sofort meine ich, ich pack das jetzt eigentlich lächerlich.
.. so beginnt es...

Ich freue mich darauf:smiley22:
 
Ich freue mich darauf:smiley22:
Respekt!

Ok.. ich würde zunächst mal einladen, JETZT ... (mit vllt bereits einer anderen Wahrnehmung) den Thread nochmal von Anfang an durchzulesen und zugleich deinen "inneren König" mal kurz zu loben, dass er Dir geholfen hat, über all die Zeit wenigstens halbwegs stabil zu sein - vielleicht mit der MItteilung, dass es ihn für die nächsten Schritte gerade eher weniger braucht.
Dass Du es Dir erlauben kannst, mal die ganz alten Impulse zuzulassen, spricht dafür, dass Du schnell Fortschritte machen könntest - da war nicht alles schlecht in Deinem Leben und Du hast ausreichend Ressourcen, um mit altem Schmerz aufzuräumen. Auch das darfst Du gerne würdigen.
Aber diesmal "echt" und nicht als Verdrängungsversuch.*

Falls Du therapeutisch an die alten Impulsspitzen gehen magst, würde ich irgendwas aus der EgoState- oder Schematherapie-Ecke empfehlen. Das sind geeignete "Werkzeuge", um da schnell neues (spontantes, autonomes) Erleben zu etablieren. Cave: diese emotionszentrierten Modelle werden erst seit kurzem von den Kassen bezahlt, die Auswahl an kundigen Therapeuten ist derzeit noch eher spärlich (auch wenn es täglich mehr werden). Du wirst einen langen Atem brauchen.
Die Ursachen zu kennen ist notwendig für eine Veränderung auf der Emotionsachse, aber leider idR nicht hinreichend. Es ginge darum, den alten Impulsspitzen ihre Macht zu nehmen. Das ist Arbeit mir dem "Fühlhirn", nicht mit dem "Denkhirn". Damit bist Du direkt an den Ursachen und dann kanns stabil werden.

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* das ist etwas, an dem viele in spezialisierten Komplextraumakliniken erstmal ganz schön lange arbeiten müssen: einen realistischen Blick auf die Eltern zu entwickeln. Man kann sie auch liebhaben, selbst wenn sie Fehler gemacht haben, die das eigene Leben ziemlich aus der Bahn geworfen haben ...
 
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Ok.. ich würde zunächst mal einladen, JETZT ... (mit vllt bereits einer anderen Wahrnehmung) den Thread nochmal von Anfang an durchzulesen und zugleich deinen "inneren König" mal kurz zu loben, dass er Dir geholfen hat, über all die Zeit wenigstens halbwegs stabil zu sein - vielleicht mit der MItteilung, dass es ihn für die nächsten Schritte gerade eher weniger braucht.
Dass Du es Dir erlauben kannst, mal die ganz alten Impulse zuzulassen, spricht dafür, dass Du schnell Fortschritte machen könntest - da war nicht alles schlecht in Deinem Leben und Du hast ausreichend Ressourcen, um mit altem Schmerz aufzuräumen. Auch das darfst Du gerne würdigen.
Aber diesmal "echt" und nicht als Verdrängungsversuch.*

Ich habe mir alles nochmal durchgelesen und mir ist aufgefallen, wie sehr ich hier anfangs alles mit Logik lösen wollte. Ich habe mich hinter Rechtfertigungen versteckt, was rückblickend zu 80 % oberflächlich war. Manche meiner Texte musste ich zweimal lesen, weil ich heute gar nicht mehr verstehe, warum ich das so geschrieben habe.

Aber ich sehe auch, dass in manchen Passagen der echte Lupsky schon durchschimmerte als wollte er (ich) die Krone ablegen, es aber noch nicht ganz geschafft hat, weil die Schutzbehauptungen (um nicht als ‚Lappen‘ oder ‚Versager‘ dazustehen) noch zu stark waren.

Mir ist jetzt klar:
Wenn man über Jahre so eine Maske trägt, muss der Druck irgendwann raus sei es durch schnelles Fahren oder dadurch, Kritik sofort als Angriff auf mein Ego zu werten. Dieser Panzer hat mich zwar beschützt, aber er hat mich auch isoliert.

Dass ich keine richtige Beziehung mehr eingegangen bin, ist jetzt so logisch (lach): Ich wollte einfach nie wieder verletzt werden oder als Versager dastehen. Ich dachte, wenn ich keine Liebe zulasse, kann ich darin auch nicht versagen. Deshalb habe ich hier auch immer wieder die Trennung als Grund genannt, um vom eigentlichen Kern abzulenken.
Aber zu merken, dass man akzeptiert wird, ohne immer der ‚König‘ sein zu müssen und dass man sogar für seine Schwächen und seine Ehrlichkeit gelobt wird, statt für das perfekte Funktionieren, das ist ein wunderschönes Gefühl.

"Das ist eine ganz neue Freiheit und eine wichtige Erkenntnis für mich"
 
Falls Du therapeutisch an die alten Impulsspitzen gehen magst, würde ich irgendwas aus der EgoState- oder Schematherapie-Ecke empfehlen. Das sind geeignete "Werkzeuge", um da schnell neues (spontantes, autonomes) Erleben zu etablieren. Cave: diese emotionszentrierten Modelle werden erst seit kurzem von den Kassen bezahlt, die Auswahl an kundigen Therapeuten ist derzeit noch eher spärlich (auch wenn es täglich mehr werden). Du wirst einen langen Atem brauchen.
Die Ursachen zu kennen ist notwendig für eine Veränderung auf der Emotionsachse, aber leider idR nicht hinreichend. Es ginge darum, den alten Impulsspitzen ihre Macht zu nehmen. Das ist Arbeit mir dem "Fühlhirn", nicht mit dem "Denkhirn". Damit bist Du direkt an den Ursachen und dann kanns stabil werden.

Danke für die Tipps mit der Therapie.
Ich verstehe, was du mit dem 'Fühlhirn' meinst. Aber ganz ehrlich: Ich möchte das jetzt erst mal so für mich sacken lassen und den Weg, den ich hier im Forum begonnen habe, weitergehen.

Ich merke ja gerade, wie viel sich allein durch diese ehrliche Auseinandersetzung bei mir bewegt. Ich möchte erst mal schauen, wie weit ich damit komme und wie ich diese neuen Erkenntnisse (König ablegen, Versager-Angst erkennen) in meinen Alltag integrieren kann.

Und dann kann man eventuell das Thema wieder aufgreifen.
 
Dieser Panzer hat mich zwar beschützt, aber er hat mich auch isoliert.
starkes Statement!

...
ich glaube, Du kriegst das hin!

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Und dann kann man eventuell das Thema wieder aufgreifen.
jupp. Ich wollte Dir damit nur eine Perspektive geben, dass es Unterstützung geben könnte, falls Deine Bordmittel nicht reichen :)

und am Rande eine klitzekleine Rückmeldung von mir: Du kommst so sehr viel sympathischer rüber, ohne Panzer :smiley711:
 
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Danke joost. Wirklich danke!!! :)

Ich freue mich über dein Vertrauen.

Ich merke aber, dass ich die gewonnenen Erkenntnisse erst mal in Ruhe Revue passieren lassen muss.

ich werde mir das Wochenende Zeit für mich nehmen und am Montag gerne weitermachen. Bis dahin möchte ich erst mal keine neuen Aufgaben, damit das Ganze richtig sacken kann.

Ich darf das Ganze nicht zu schnell angehen, lieber langsamer, aber dafür intensiver und überlegter – nicht wie früher, nach dem Motto: Ich muss jetzt liefern.
Ich bin momentan einfach froh, dass ich da etwas erkannt habe, wirklich froh darüber. Aber ich muss das auch verarbeiten, weil da gerade viele Gedanken umherkreisen.


Ich wünsche allen ein schönes Wochenende und genießt das Wetter
(hier ist es schön sonnig das gleich wünsche ich euch auch)
 
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