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Negativ Gutachten verkehrs-/strafrechtliche Bestimmungen verstoßen wird

Guten Morgen zusammen,


uhh, das war eine Nacht... Ich bin wieder so oft wach geworden und gehe praktisch die MPU im Kopf durch. Es fällt mir wirklich schwer, nicht daran zu denken. Und ja, ich habe Angst zu versagen und will das auch nicht hinnehmen genau das waren meine Gedanken und Gefühle von Wertlosigkeit.
Aber dann bin ich einfach eiskalt duschen gegangen, ja wirklich eiskalt! Durch diesen Schock kam ich wirklich runter und das Gefühl ist verschwunden. Da ich jetzt niemanden anrufen kann, quatsche ich euch einfach voll und erzähle euch das, weil mir das auch unheimlich viel Druck abnimmt.
Hinterher habe ich mir hier noch mal alles durchgelesen und ja Ich kann mit Stolz sagen, ich habe eine wirklich ehrliche Veränderung erlebt, mit mehreren Beispielen, die ich live aus meinem Alltag erfahre.

Genau so ehrlich und ungeschönt werde ich das auch am Montag machen. Ich ziehe ganz normale Alltagskleidung an und kein Hemd, spiele nicht den starken Manager bzw. König und werde auch offen zugeben, dass ich halt auch mal schwach sein darf. Ich bin der Meinung, dass ich das für den Rest meines Lebens so machen werde, weil es auch extrem anstrengend ist, immer den Starken zu markieren und ja keine Schwäche zuzulassen.

Ich habe auch schon einen Plan für morgen Ich mache mir einen Wellness-Tag pure Entspannung, Sauna, Schwimmen, abends was Schönes essen gehen und dann zufrieden einschlafen. Ich vermute mal, dass ich in den zwei Tagen hier wohl nichts mehr weiter lernen werde oder kann. Vielleicht könntet ihr mir, wenn ihr es für sinnvoll erachtet, noch ein paar letzte Tipps oder Ratschläge mit auf den Weg geben.


Ansonsten würde ich sagen, ich berichte euch am Montag, wie es gelaufen ist und was mein ehrliches Gefühl mir sagt.


Vielen Dank an das tolle Forum hier und Respekt an alle, die hier wirklich helfen wollen und mich durch die Mangel genommen haben. Genau das habe ich gebraucht ehrliches, ungeschminktes Feedback, um mich von meinem Thron runterzuholen.
Danke!



Viele Grüße,
Lupsky
 
Hallo Lupsky,
ich glaube ehrlich gesagt, viel mehr kannst du jetzt auch gar nicht mehr machen. Und ich würde jetzt auch aufhören, noch irgendwas lernen zu wollen. Das, was du Montag brauchst, hast du längst im Kopf und vor allem hast du mittlerweile genug Beispiele aus deinem echten Leben.

Eigentlich ist diese Nacht schon wieder das beste Beispiel. Die Angst zu versagen ist da und damit kommt auch wieder dieses alte Gefühl hoch, nicht gut genug zu sein. Aber du erkennst es! Und dann machst du eben nicht mehr das, was du früher gemacht hast. Du spielst nicht den Starken und frisst alles in dich rein, sondern gehst unter die kalte Dusche, kommst runter und quatschst uns hier voll. Gut so!

Einen Tipp würde ich dir für Montag aber wirklich noch mitgeben: Versuch nicht, da reinzugehen mit dem Gedanken „Ich MUSS jetzt abliefern“. Denn genau da wären wir ja wieder bei deinem alten Lupsky. Stark sein, funktionieren, bloß keinen Fehler machen und auf keinen Fall versagen.

Du musst da keine perfekte Vorstellung abliefern. Wenn du nervös bist, bist du nervös. Wenn du mal überlegen musst, dann überlegst du eben. Und wenn dich eine Frage trifft und du erstmal sortieren musst, was da gerade in dir los ist, dann ist das eben so.

Und wenn der Gutachter irgendwo nachbohrt, heißt das nicht gleich: Scheiße, falsche Antwort. Vielleicht fehlt ihm an der Stelle einfach noch was und er möchte es genauer verstehen. Also nicht anfangen, im Kopf nach der vermeintlich richtigen MPU-Antwort zu suchen, sondern bei dir und deiner Geschichte bleiben.

Dass du ganz normale Alltagskleidung anziehen willst und bewusst auf das Hemd verzichtest, finde ich übrigens gut. Nicht weil ein Hemd bei einer MPU falsch wäre, sondern weil es bei dir einfach passt. Du musst Montag auch äußerlich nicht den starken Manager geben. Zieh das an, worin du dich wohlfühlst und in dem du einfach du selbst bist. Mein Gutachter war selber leger gekleidet.

Dein Plan für morgen hört sich doch super an. Mach dir deinen Wellnesstag, geh schwimmen, in die Sauna, schön essen und lass den MPU-Kram irgendwann einfach MPU-Kram sein. Was du bis jetzt nicht drauf hast, prügelst du dir Sonntag auch nicht mehr in den Kopf. ;)

Und Montag gehst du da einfach als Lupsky rein. Nicht als Manager, nicht als König und auch nicht als perfekt vorbereiteter MPU-Lupsky.

Und vielleicht nimmst du deine Königsfigur (erinnerst du dich an den Beitrag von @Karl-Heinz) einfach als kleinen Glücksbringer mit. Als Erinnerung daran, dass der König zwar mitkommen darf, aber diesmal nicht mehr auf dem Thron sitzen muss.

Ich drück dir sowas von die Daumen!
:smiley2066:
 
Hallo zusammen,

vielen Dank für diese Worte, das baut mich gerade unheimlich auf!
Meinen Glücksbringer habe ich übrigens seit dem Tag, an dem Karl-Heinz das damals vorgeschlagen hat, immer bei mir in der Tasche. Er wird mich auch am Montag begleiten und mich genau daran erinnern.

Ich mache jetzt das Forum für heute zu, ziehe die MPU-Notbremse und starte in mein Wellness-Wochenende, um den Kopf komplett frei zu bekommen schaue morgen früh nochmal rein ansonsten lesen wir uns am Montag.


Viele Grüße,
Lupsky
Bildgröße angepasst *Nancy*

Bild Lupsky Schlüsselanhänger.jpg
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Viel Spaß in deinem Wellness Wochenende und ich schließe mich julchen an: Du brauchst nichts lernen - du hast alles was du brauchst und bist gut vorbereitet.
Das du aufgeregt bist ist normal es ist schließlich eine „Prüfungs Situation“ und es geht da um was.
Ich denke Montag an dich und drück dir die Daumen - wann sollst du da sein ?
Ich kann mich an das Gefühl noch sehr gut erinnern.
Ich war gleich um 8 dran da musste ich nicht den Vormittag noch aufgeregt sein. Mache vorher eine kleine Meditation oder Entspannungsübung.
Toi toi toi du schaffst das - du hast sehr gut an dir gearbeitet und das ist das was wirklich zählt
 
Dem schließe ich mich vollumfänglich an, lieber Lupsky !
Du warst so hartnäckig und hast dich weder provozieren noch entmutigen lassen, das ist beispiellos.

Der König am Schlüsselanhänger ist sowieso der absolute Hit.
Nicht nur, dass er etwas wunderbar Haptisches hat ( etwas, woran du dich im Wortsinne festhalten kannst ), sondern etwas Symbolisches gerade in Bezug auf dich.

Es ist doch interessant, dass du dir gerade diesen Schlüsselanhänger ausgesucht hast….?
Der Kopf bei diesem ist das größte Körperteil, richtig ?
Was ja eher bei echten Menschen nicht so ist, richtig ?

Du musstest deinem König nicht die Krone vom Kopfe reißen, stimmt`s ?
Nein, du musstest sie dir erst einmal endlich auf den Kopf setzen…
Nur dort kannst du ihn steuern, sonst steuert er dich.
Dort sitzt dein Verstand.

Denke bitte auch daran:
Der GA ist dein Verbündeter.
Er möchte mit deiner Hilfe die FEB von deiner Fahreignung überzeugen.
Er ist auf deiner Seite.

Viele liebe Grüße von Karl-Heinz, und ich freue mich sehr auf deinen Bericht :smiley138:
 
Hallo Julchen, hallo joost, hallo Karl-Heinz, hallo zusammen,


ich bin zurück. Mein Gefühl ist ehrlich gesagt überhaupt nicht gut, genau wie bei meiner allerersten MPU 2014, die ich ja bestanden habe. Damals im April dachte ich ja, ich hätte es in der Tasche und bin durchgefallen, heute bin ich einfach nur platt und unsicher.

Das Gespräch ging knapp über eine Stunde. Sie hat die letzte Seite vom alten Gutachten gelesen und dann ging es los. Wegen der neuen Gesetzesänderungen mussten wir noch mal über meinen alten Konsum von damals sprechen. Bei dem Unfall 2017 wurde im Schnelltest Cannabis und Kokain gefunden, im richtigen Test nachher nur Cannabis. Ich bin stur geblieben und habe ihr gesagt, dass ich noch nie Kokain genommen habe und die Aussage damals nur gemacht habe, um aus der Situation zu flüchten. Sie meinte, sie kann das schwer einordnen, aber ich bin bei der Wahrheit geblieben.

Bei der Unfallflucht habe ich ihr ganz ungeschminkt erklärt, dass ich im totalen Königmodus war, die Pinchen aus Angst vor dem Alkohol-Verdacht weggeworfen habe und weggelaufen bin, weil ich das Gefühl des Versagens aus meiner Kindheit nicht ertragen konnte. Als sie mich mit der Zeugenaussage konfrontiert hat (der Zeuge meinte, ich hätte gesagt 'ich habe getrunken'), habe ich geantwortet: Es kann sein, dass ich das in der Panik so gesagt habe oder er es so verstanden hat, ich weiß es nicht mehr genau. Sie hat unheimlich oft nachgehakt, ob ich nicht doch ein bisschen was getrunken hatte, aber ich bin stur dabei geblieben, dass ich nüchtern, aber komplett überfordert war. Ich habe ihr dann auch erklärt, warum ich seit 2021 gar nichts mehr trinke.

Beim Thema Zu-schnell-Fahren fragte sie mich hinterher, wo ich denn langsamer fahren würde als erlaubt. Ich habe ihr gesagt: an Kindergärten, Spielplätzen, Schulen oder an Orten, die ich nicht kenne. Dann fragte sie nach dem Grund aus meinem Inneren heraus. Darauf habe ich ihr geantwortet: Wenn ich doch mal gestresst bin, schlechte Nachrichten erhalten habe, unruhig oder gereizt bin und merke, dass ich nicht zu 100 % bei der Sache bin – das sind für mich heute die Situationen, in denen ich ganz bewusst langsamer fahre als erlaubt.

Sie gab mir dann noch den Rat, dass ich mich mit meinem Vater aussprechen sollte, weil er ja Krebs hat. Daraufhin habe ich ihr erzählt, dass wir mittlerweile richtig gut miteinander sprechen und uns seine Krankheit sogar noch mehr zusammengeschweißt hat. Ich habe ihr ungeschminkt erzählt, dass ich meinen Vater damit konfrontiert habe, warum ich so geworden bin – aus der Eifersucht auf meinen Bruder heraus und dem Zwang, immer der Musterschüler sein zu müssen. Mein Vater meinte daraufhin auch, dass es leider so war und sie es bei meinem Bruder damals anders gemacht haben. Ich habe ihr aber auch gesagt, dass er nicht die Schuld hat, sondern ich – weil ich es damals hätte ansprechen können, dann hätten sie vermutlich anders gehandelt. Das fand die Gutachterin extrem stark!


Zusätzlich habe ich ihr erzählt, dass ich mit dem Rauchen aufgehört habe und manchmal noch den Reiz spüre, oder das Beispiel mit der Chipstüte am PC. Da kam die Nachfrage, warum ich dann immer noch eine geschlossene Schachtel Zigaretten zu Hause liegen habe. Sie sagte, sie kann es erst nicht verstehen, wieso ich die Schachtel behalte. Ich meinte dann zu ihr: Um mir selbst zu beweisen, dass ich es KÖNNTE, aber in Wirklichkeit ja gar nicht mehr will – weil ich nicht wie mein Vater an Lungenkrebs enden will, nein.

Als ich ihr dann diese ganzen Gefühlssachen erzählt habe und wie ich heute merke, wenn der Reiz hochkommt, habe ich am ganzen Körper Gänsehaut bekommen. Ich habe zu ihr gesagt: 'Schauen Sie mal, ich bekomme sogar Gänsehaut, wenn ich Ihnen das so erzähle, weil ich so viel über mich selbst herausgefunden habe, dass mich das wirklich berührt und es mir gerade echt guttut, Ihnen das so offen zu sagen.

Am Ende sagte sie mir, dass es ein sehr schönes Gespräch war und man sieht, dass ich meine Veränderung plausibel und nachhaltig rübergebracht habe. Meine Beispiele mit dem PC-Spielen, dem Radfahren und mein König-Schlüsselanhänger als Notbremse fand sie richtig gut und meinte, da merkt man, dass sich wirklich was bewegt hat. Nur die beiden Punkte (das mit dem alten Konsum und die Alkohol-Nachfragen) würden ihr noch etwas aufstoßen.


Als die Tonbandaufnahme dann aus war, sagte sie noch zu mir, dass sie der Führerscheinstelle beweisen müsse, dass das jetzt alles stimmt. Sie meinte, dass sie sehr viele Leute anlügen würden, was man bei mir jetzt nicht so sehen würde, aber dass ihr diese beiden Punkte echt aufstoßen und sie das im Kopf noch nicht richtig einordnen kann. Verabschiedet haben wir uns mit einem Handschlag und einem Lächeln.
Ich stehe gerade absolut auf dem Schlauch und mein Gefühl ist echt mies. Wie würdet ihr das Ganze einordnen?


Viele Grüße,
Lupsky



 
Sie meinte, sie kann das schwer einordnen,
Als sie mich mit der Zeugenaussage konfrontiert hat (der Zeuge meinte, ich hätte gesagt 'ich habe getrunken'), habe ich geantwortet: Es kann sein, dass ich das in der Panik so gesagt habe oder er es so verstanden hat, ich weiß es nicht mehr genau. Sie hat unheimlich oft nachgehakt,...

naja.. Du hast ja gleich mal die H-null mächtig ins Wackeln gebracht. Aber nicht nachhaltig zertreten, sonst wäre das Gespräch nach 30 min zu Ende gewesen.
Das ist gut.

Um mir selbst zu beweisen, dass ich es KÖNNTE, aber in Wirklichkeit ja gar nicht mehr will
DAS HIER hingegen ist ziemlicher Bullshit. Kognitive Dissonanz hoch 3. Wenns sicher wäre, müsstest Du Dir nichts mehr "beweisen" und unterschwellig ist das ein klassisches Tor zum Rückfall. Gib die Dinger weg. Sollte Dich irgend ein innerer Impuls daran hindern, dann könntest Du mal auf den ganz genau achten und dort sehr in die Tiefe gehen...*

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* dass Du das hinbekommst, hat Du hier bereits bewiesen :)
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo joost,


danke für deine knallharte und ehrliche Rückmeldung, genau das brauche ich jetzt zum Sortieren.

Du hast vollkommen recht mit der Schachtel Zigaretten. Ich merke erst durch deine Worte, dass da im Hintergrund echt noch eine kognitive Dissonanz lief und mein Kopf sich da was vorgemacht hat. Ich habe die Schachtel gerade, während ich das hier schreibe, ungeöffnet in die Mülltonne geschmissen. Die Dinger sind weg. Ich muss mir selbst nichts mehr beweisen.


Dass du sagst, ich habe das Gespräch nicht nach 30 Minuten verloren und die H-Null am Ende gehalten, beruhigt mich zumindest ein kleines bisschen. Jetzt heißt es einfach abwarten, was sie aufs Papier bringt.



Viele Grüße,
Lupsky
 
Hallo zusammen,


ich klinke mich hier für heute jetzt komplett aus. Ich bin nervlich und körperlich einfach nur noch fix und fertig von dem ganzen Adrenalin und dem Marathon heute Morgen.

Egal wie die Alarmglocken im Nachhinein läuten: Ich weiß, wie das Gespräch über die ganze Stunde gelaufen ist. Ich bin stur bei meiner Wahrheit geblieben, habe mein Innerstes komplett ungeschminkt auf den Tisch gelegt und die Gutachterin hat mich am Ende mit einem sehr schönen Feedback, einem Handschlag und einem Lächeln verabschiedet. Mehr konnte ich nicht tun.


Ich mache das Forum jetzt für heute komplett zu, ziehe die Notbremse und komme erst mal wieder zu Kräften.



Danke euch allen für heute!


Viele Grüße,
Lupsky
 
Hallo Lupshy. Das du deine Schachtel erst danach weggeworfen hast wird dir leider nix bringen. Ich wünsche Dir ALLES gute.mfg
 
Guten Morgen Lupsky,

so, jetzt nochmal etwas ausführlicher von mir. Ich habe deinen Bericht gestern schon gelesen und heute Morgen nochmal in Ruhe.

Ich sehe es ähnlich wie Joost. Bei zwei Stellen bin ich auch erstmal stutzig geworden. Vor allem bei deiner Aussage „es kann sein, dass ich das gesagt habe“. Damit lässt du natürlich selber ein kleines Türchen offen und ich kann schon verstehen, warum die Gutachterin da so oft nachgehakt hat. Wenn du definitiv nichts getrunken hattest, stellt sich für sie natürlich die Frage, warum du in der Situation gesagt haben könntest „ich habe getrunken“. Ich glaube, genau daran knabbert sie gerade.

Trotzdem würde ich jetzt nicht den Fehler machen und das ganze Gespräch nur an diesen zwei Punkten festmachen. Wenn das für sie komplett durch gewesen wäre, hätte sie sich wohl kaum über eine Stunde mit dir und deiner Veränderung beschäftigt.

Und da finde ich ganz viel von dem wieder, was wir hier die letzten Wochen mit dir auseinandergepflückt haben. Dein Königmodus, das Versagen, dein Vater, deine Gefühle, deine Frühwarnzeichen und endlich ganz konkrete Situationen aus deinem Alltag. Fleisch an die Knochen eben. Genau das wollte ich die ganze Zeit von dir haben.
Und scheinbar ist das bei ihr auch angekommen. Sie sagt dir schließlich selber, dass deine Veränderung plausibel und nachhaltig rüberkommt und dass sie merkt, dass sich wirklich etwas bewegt hat. Das finde ich schon eine ziemlich deutliche Aussage und die würde ich jetzt auch nicht kleinreden.

Beim Thema Geschwindigkeit fand ich vor allem deine zweite Antwort gut. Kindergarten, Schule, Spielplatz - ja, das kann erstmal jeder erzählen. Interessant wurde es doch erst, als sie wissen wollte, was IN DIR passiert. Stress, schlechte Nachrichten, unruhig, gereizt, nicht richtig bei der Sache - du merkst es - du reagierst darauf und nimmst bewusst Tempo raus. Da ist doch genau dein neues Muster drin.
Auch das mit deinem Vater finde ich richtig gut. Du hast das Thema nicht nur irgendwie für die MPU aufgearbeitet, sondern bist tatsächlich hingegangen und hast mit ihm darüber gesprochen. Und dein Vater konnte dir sogar bestätigen, dass einiges damals tatsächlich so gelaufen ist. Für mich ist genau das gelebte Aufarbeitung. Nicht nur verstanden, wo etwas herkommt, sondern heute anders damit umgehen.

Bei der Zigarettenschachtel bin ich allerdings auch bei Joost. Dieses „ich will mir beweisen, dass ich könnte“ würde ich mir nochmal genauer angucken. Eigentlich musst du dir doch heute gar nichts mehr beweisen. Ich interpretiere Joost Gedanken so: Gib die Schachtel weg und guck mal, was das mit dir macht. Wenn da sofort irgendwas in dir sagt „Nee, die möchte ich aber behalten“, dann hast du vielleicht nochmal etwas gefunden, wo es sich lohnt, genauer hinzugucken. Aber auch das kenne ich von mir und kann dich da schon verstehen. Manchmal hält man an solchen Sachen fest, obwohl man eigentlich ganz genau weiß, dass man sie nicht mehr braucht.

Was bei mir aber am Ende am meisten hängen bleibt, ist ihre Aussage nach Abschalten der Aufnahme. Sie sagt dir, dass viele Leute sie anlügen, sie das bei dir aber so nicht sieht. Gleichzeitig sagt sie ganz klar, dass ihr diese zwei Punkte noch aufstoßen und sie das für sich einordnen muss. Für mich hört sich das nicht nach „das Ding ist durch“ an. Aber natürlich kann dir jetzt auch keiner sagen, wie schwer diese beiden Punkte am Ende wiegen.

Und jetzt kommt ausgerechnet deine (oder unser aller) Lieblingsübung: Aushalten und abwarten.
Du kannst an dem Gespräch jetzt nichts mehr ändern. Also bitte nicht jede Frage und jede Antwort noch 100-mal im Kopf durchkauen und überlegen, was du hättest anders sagen können. Ich weiß, leichter gesagt, als getan.

Du hast dich da gestern so gezeigt, wie du heute bist. Mehr konntest du in dem Moment nicht machen.

Jetzt muss die Dame ihren Job machen.
 
obwohl man eigentlich ganz genau weiß, dass man sie nicht mehr braucht.
und wir wissen ja: "eigentlich" ist eine der stärksten Verneinungen im Deutschen :p

@Lupsky: Julchen hat sich bisschen mehr liebevolle Mühe beim Feedback gegeben als ich - und ich stimme ihr vorbehaltlos zu. Mit „es kann sein, dass ich das gesagt habe“ bewegst Du Dich auf einem Politiker-typischen Glaubwürdigkeitniveau * :hand0051:. Schwieriger Einstieg^^


Abgesehen davon, dass ich auch denke, dass das was werden könnte (ggf unter §70-Kurs Auflage) ->
.... nur unter uns^^: Hattest Du was getrunken oder nicht? ;)

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* Was mich da gerade am meisten beschäftigt: was könnten WIR tun, damit sowas eher auf der Bildfläche erscheint? Wo hatte die Gutachterin die Information her? Aus dem Urteil? Hätten wir das früher gewusst, hätten wir Dich damit ausgiebig gefoltert :p
 
Zuletzt bearbeitet:
Moin, lieber lupsky :smiley138:

Vorab:
Es bringt ja jetzt nix, über verschüttete Milch zu weinen.
Dann haben wir nur deine Schilderung, die von deiner Wahrnehmung bestimmt ist, sagt also objektiv nix aus.

Eines fand ich höchst irritierend:
Du fährst langsamer als erlaubt an Kindergärten, Schulen und Orten, die du nicht kennst.
Bei KiGa / Schulen gilt mittlerweile wochentags zwischen 7 und 17 Uhr 30.
Wieviel langsamer heißt das also ?
20/25 ?

Orte, die du nicht kennst:
Innerorts 40/35 ?
Außerorts 70/85 ?

Wählst du das also danach aus ?
Oder prozentualer Abzug ?

Und warum überhaupt ?
Bist du klüger als die Verkehrsbetriebe ?

Was heißt denn „bei Unruhe, Stress“ ?
Woran erkennst du das ?

Bei nicht 100%iger Aufmerksamkeit ?
100% zu erreichen ist für den Menschen ein ewiges Streben nach Perfektion ohne Aussicht auf Erfolg.
Scio, ne scio ist also immer der erste Schritt zum Glück.

Perfektion, Symmetrie gibt es in der Natur eh nicht.

Wenn du also nur 99/98/50 präsent bist…?
Und bei 30/20 lässt du das Auto stehen ?

So könnte es endlos weitergehen.
Insofern halte ich das für, sorry, Quatsch.

Für mich riecht das nach Übergeneralisierung, Dekompensation und erinnert mich sehr an die Zigarettenschachtel.
 
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