TF am 14.10.2017, 2,3 Promille BAK

Fs weg 2017

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Hallo Nancy, ich hoffe, es geht dir wieder einigermaßen gut.
Ich habe nun meinen MPU-Bogen soweit fertig und würde mich über dein Feedback freuen.

Tathergang

1. Beschreiben Sie den Tag Ihrer Trunkenheitsfahrt aus eigener Sicht mit Datum und Uhrzeiten.
(wann, wo und mit wem getrunken / wann und wie aufgefallen / Promille)



Freitag der 13.10.2017 begann völlig normal, wie viele Freitage davor auch. Um 5:00 Uhr aufstehen, Morgentoilette erledigt. Dann in Ruhe einen Pfefferminztee und eine Zigarette. 5:30 Aufbruch zur Arbeit in den Nachbarort(19Km). Ankunft 5:55 Uhr. Arbeitsbeginn 6:00 Uhr. Bis auf den ganz normalen Wahnsinn( Batteriebestellungen für die am jeweiligen Tag fertiggestellten FFZ, Materialbelieferungsdefizite mit Zulieferern und Speditionen klären, Plansitzung zur Festlegung der Lieferzeiten unserer Produkte, Risikoteilsitzung zur Einschätzung eines reibungslosen Produktionsablaufes auf „just in time“ und „just in Sequenz“ Basis, Auftragsbestätigungen zu den am Vortag eingepflegten Kundenaufträgen erstellen und an den Kunden senden, Produktionsaufträge und Arbeitsbegleitpapiere erstellen und mit etwas Pech noch intern verlorengegangenes Material suchen, welches dringend gebraucht wird). Nebenher aß ich an diesem Vormittag zwei Vollkornbrötchen mit Lachsschinken, die ich mir von der Kantine holte. Das entspricht meiner täglichen Tagesration auf der Arbeit.

Um ca. 12:30 Uhr war an diesem Freitag Feierabend. Ich fuhr auf direkten Weg nach Hause, wozu ich um diese Zeit und dem Verkehrsaufkommen ca. 35 Min benötigte.


Da meine Frau noch bis spät Nachmittags arbeitete und sich anschließend mit ihrer Freundin für einen Theaterbesuch verabredet hatte, ohne zwischenzeitlich nach Hause zu kommen, hatte ich an diesem Freitag das Ganze. Gegen 14:00 Uhr bin ich mit unserem Hund zum ca. 2 Km entfernten Natur See gegangen. Dort war dann ohne Leine laufen und spielen angesagt. Ca. gegen 16:00 waren wir wieder bei uns zu Hause angekommen. Da es mit meiner Frau so abgesprochen war, bin ich nachdem ich den Hund versorgt hatte, um ca. 16:30 Uhr noch mit dem Auto zum Einkaufen gefahren. Anschließend habe ich noch eine Bratwurst vor dem Supermarkt gegessen und bin danach noch tanken und Zigaretten holen gefahren.

Während des tankens bekam ich einen Anruf von meinem Bruder, betreffend meiner Mutter, zu der ich wegen diverser Vorfälle seit Jahren keinen Kontakt mehr haben. Er sagte, dass er sie mit meinem zweiten Bruder besucht hätte, weil er gehört hätte, dass es ihr wohl nicht so gut ginge und Blut eben doch dicker als Wasser ist. Dann machte er eine Bemerkung die mich aufhorchen ließ! „ Naja, wenn zwei da sind dann ist der dritte wohl immer der böse“. Auf meine Nachfrage, was das jetzt heißen sollte, wollte er das am Telefon nicht weiter ausführen. Da er auch noch unterwegs war, zu einem Kundenbesuch, verabredeten wir uns spontan zu einem kurzen Treffen in der Kneipe Barcode. Nach dem wir geklärt hatten, wer sich gerade wo befand, war das für uns beide die dichteste Lösung. Ich traf dort auch wie verabredet kurz vor 18:00 Uhr ein und bestellte mir schon mal ein großes Bier. Als mein Bruder gegen 19:00 Uhr immer noch nicht eingetroffen war, rief ich ihn an, um zu fragen wo er denn bleibe. Er sagte, dass er noch beim Kunden ist und er es wohl doch nicht mehr schaffen würde zu kommen. Da er selbstständiger Solo-Handwerker ist, hatte ich dafür auch Verständnis, dass Geld verdienen vorrangig ist. Wir haben uns dann auf unbestimmte aber nächster Zeit vertagt.

Da ich nun schon mal da war und zudem auch Bekannte aus sehr alten Fußballzeiten und Freunde meines Sohnes getroffen hatte, war das Palaver natürlich groß. Wenn man 50 Jahre in ein Ort mit 34 tsd. Einwohnern lebt, ist man eben nicht anonym. Der eigentliche Grund meiner Anwesenheit in der Kneipe war dann auch irgendwann verblasst. Aus dem geplatzten kurzen Treffen mit meinem Bruder wurde ein vermeintlich positiver Abend mit alten Bekannten.


Weil ich nach dem vierten großen Bier langsam einen strammen Bauch bekam, wechselte ich die Getränkesorte. Havanna-Kola (= 0,2l Glas mit 4cl Havanna Rum. Bei diesem Getränk blieb ich dann auch, bis ich mich gegen ca. 01:00 Uhr mit dem Auto auf den Heimweg von 1,2km machte.


Als ich das Auto in der Tiefgarage gebracht hatte und ausstiegen bin, registrierte ich, dass ein Streifenwagen in der Garage stand, aus dem dann zwei Beamte ausstiegen. Nachdem sie näher gekommen waren, bemerkten die Beamten meine Fahne und fragten, ob ich mit einem Atemalkoholtest einverstanden wäre. Was ich wohl bejahte. Um 01:05 hatte ich 2,34 Promille AAK.

Die Blutentnahme erfolgte dann um 02:05 Uhr auf dem Polizeirevier mit einem Ergebnis von 2,3 Promille BAK.


2. Was und wie viel haben Sie am Tattag insgesamt getrunken?
(Genaue Angaben in Sorte, Menge, Trinkzeit)




Berechnungsgrundlage:

Geschlecht: männlich

Gewicht: 110 kg (Tüv Nord rechnet mit 80kg x 0,7, also Faktor 56 und 0,14 Abbau pro Std.)

Trinkeinheiten: Bier = 0,2l

Wein = 0,1l

Schnaps = 2 cl

1 TE entspricht ca. 0,14 % = 8g Alkohol


Trinkmenge 4x0,5l Bier mit 5% Alkohol = 2000ml x 0,8 x 0,8 x 5 Vol.% = 64g Alk. = 10 TE



Trinkmenge 500 ml Schnaps 40% Alk. = 500 ml x 0,8 x 0,8 x 40 vol.% = 128g Alk = 25 TE



= 192g Alk

= 35 TE

192 g Alk :(80Kg x 0,7Reduktion) Faktor 56 = 3,43 Promille Alk.


Von Trinkbeginn bis zur Blutentnahme: 8 Stunden


(0,14 Promille x 8 Std Abbau)1,12 = 2,3 Promille





3. Wie viel Kilometer fuhren Sie, bis Sie aufgefallen sind und wie viel Kilometer wollten Sie insgesamt fahren?

Ich wollte 1,2 Km fahren. Ich bin 1,2 Km gefahren.

4. Hatten Sie das Gefühl, noch sicher fahren zu können?
(Ja/Nein + Begründung)


Da kann ich nur mutmaßen, da ich mich an das ca. letzte Drittel des Abends nicht wirklich erinnern kann. Aber ich gehe davon aus, dass ich in dem Glauben war.

In den letzten eineinviertel Jahren hatte ich mir durch meinen sich stetig steigernden Alkoholkonsum eine erhebliche Trinkfestigkeit aufgebaut. Heute weiß ich, dass mit zunehmender Menge Alkohol die Kontrollfähigkeit rational zu denken und zu handeln immer mehr abhanden geht und das zur Enthemmung und groben Fehleinschätzungen und- Handlungen führt. Sehr vereinfacht ausgedrückt sieht das so aus: Das Großhirn, in dem der Verstand, die Logik, Regeln und Normen angesiedelt sind, wird - je nach Alkoholmenge und -gewöhnung - lahm gelegt oder ganz ausgeschaltet. Stattdessen übernimmt jetzt das Zwischenhirn, welches die Triebe und Enthemmung steuert. Als körperliche Defizite sind auf jeden Fall ein eingeschränktes Sehvermögen, mangelhafte Reaktionsfähigkeit und Probleme mit der Körperkoordination zu benennen.


5. Wie haben Sie die Trunkenheitsfahrt vermeiden wollen (wenn überhaupt)?

In meiner, durch den viel zu hohen Alkoholkonsum sehr getrübten Selbsteinschätzung bzw. Selbstüberschätzung vermutlich gar nicht.

6. Haben Sie bereits früher im Straßenverkehr unter Alkoholeinfluss gestanden und sind aufgefallen?

Nein

7. Wie oft haben Sie alkoholisiert am Straßenverkehr teilgenommen ohne aufzufallen und was folgern Sie daraus?

Nachdem ich mich mit Promilleberechnung und Alkoholabbauzeiten auseinandergesetzt habe, muss ich mir eingestehen, dass ich an den Wochenenden der letzten eineinviertel Jahre mit Sicherheit auch sehr häufig restalkoholisiert Auto gefahren bin.


Um den Tag nach einem Alkoholkonsum habe ich mir nie wirklich ernsthafte Gedanken gemacht.

Inzwischen habe ich gelernt, dass selbst bei sehr geringen Promillewerten das Seh- und Reaktionsvermögen negativ beeinflusst ist. Außerdem wäre ich heute auch in der Lage, eine Restalkoholberechnung auf der Basis von TE und Zeit vorzunehmen.




Exploration

8. Wann hatten Sie den ersten Kontakt mit Alkohol und wann haben Sie das erste Mal Alkohol zu sich genommen?
(Allererste Erinnerung und erster Konsum)


Kontakt ohne zu konsumieren hatte ich seit frühester Kindheit, da mein Vater regelmäßig abends nach dem Dienst Bier getrunken hat. Mein allererster Alkoholkonsum war mit ca.14 Jahren ein Probierschluck von Opas Bier. Schmeckte mir aber noch nicht.

9. Haben Sie regelmäßig Alkohol getrunken, und wie hat sich ihr Trinkverhalten in den letzten Jahren entwickelt?


Es gab Lebensabschnitte, wo ich an den Wochenenden häufig getrunken habe und wiederum welche, wo ich so gut wie gar keinen Alkohol konsumiert habe.

In meiner Jugendzeit habe ich praktisch gar keinen Alkohol getrunken.

Als die intensivste Alkoholphase in meinem Leben würde ich die Zeit von meinem 22-28 Lebensjahr bezeichnen.

Die folgenden 28 Jahre war mein Trinkverhalten nach meiner Meinung in einem normalen Bereich angesiedelt.

Die letzten eineinviertel Jahre vor der Trunkenheitsfahrt erhöhte sich mein Alkoholkonsum dann kontinuierlich und drastisch.



10. Wie viel und wie oft haben Sie getrunken?
(Genaue Angaben in Sorte, Menge, Häufigkeit)


Mit knapp 17 Jahren, also ca.im 2. Ausbildungsjahr meiner Maurerlehre, habe ich ab und zu und unregelmäßig mal ein Bier mit Freunden getrunken.

In meiner 2 jährigen Bundeswehrzeit entwickelte sich dann schon eine gewisse Regelmäßigkeit.
In der Grundausbildung noch nicht so sehr, da wir in der Regel von morgens 5:00 bis abends 21:00 voll eingespannt waren und um 22:00 war „Licht aus“.

Nach der Grundausbildung wurde dann nach Dienstschluss relativ oft am Abend Bier getrunken. Entweder im Mannschaftsheim oder auf der Stube, beim Karten spielen. Man musste nicht mehr so früh raus und hatte allgemein mehr Freizeit. Trinkmenge bei mir waren in der Regel 2- 3 Halbe Liter Bier über den Abend.


Nach der Bundeswehr war ich an den Wochenenden sehr häufig mit Freunden auf Achse. Da wurde in der Regel auch Alkohol getrunken. Manchmal viel und manchmal weniger. Für die Festlegung genauer Trinkmengen ist es einfach zu lange her. Auf jeden Fall regelmäßig an den Wochenenden und auch mal mit höheren Trinkmengen. 5-6 große Biere und ein paar Schnäpse dazu waren sicherlich keine Seltenheit.



1988 lernte ich meine Frau kennen. Und nein, nicht in einer Kneipe, sondern beim Kaffee trinken in einem Eduscho-Laden, wo sie arbeitete.

Meine Frau brachte damals ihren siebenjährigen Sohn Patrick mit in die Beziehung. Patrick und ich waren uns von Anfang an sympathisch und haben uns gut verstanden.

Die Beziehung hatte den Effekt, dass sich das Leben und die Freizeit überwiegend zu Hause oder auf Besuch bei Freunden Abspielte. Je nach Besuchsanlass wurde dabei auch mal Alkohol getrunken(1-2 Bier 0,33l über die gesamte Besuchszeit. Aber sehr häufig eben auch nicht. Regelmäßige Kneipenbesuche haben seit dieser Zeit nicht mehr stattgefunden.

Zu dieser Zeit trank ich Alkohol so gut wie nur Anlassbezogen und in moderaten Mengen. Zu solchen Anlässen belief sich meine Trinkmenge in etwa auf 3 große Biere und gelegentlich auch mal 3-4 Schnäpse. Vor dem Beginn des Alkoholtrinkens habe ich sehr häufig auch erstmal Kaffee und/oder Wasser getrunken und gegessen. Was ich dann oft auch zwischendurch noch tat.

Auch wurden Trinkanlässe grundsätzlich ohne Kfz besucht.


Kurz vor der TF war es keine Seltenheit, dass ich an einem Freitagabend(4-5 Std) bis zu einer halben- dreiviertel Flasche Havanna-Club(40 % Alk.) konsumierte.



11. Wo und mit wem haben Sie überwiegend getrunken?

Auf Geburtstagsfeiern oder Grillfesten, Hauseinweihungen etc. mit Freunden und guten Bekannten im meist privaten Bereich oder angemieteten Locations, wenn es größere Festivitäten waren. Oder auch mit Freunden zusammen auf dem Wein-oder Stadtfest.

Es gab aber auch Feiern, wo ich den ganzen Abend gar keinen Alkohol getrunken habe, weil ich einfach keine Lust auf Alkohol hatte. Auch habe ich zu Anlässen nie sofort angefangen Alkohol zu trinken. Ich habe eigentlich immer erstmal bei Kaffee und/oder Wasser getrunken und geguckt, wer so alles da ist und wie die Leute so drauf sind.


12. Warum haben Sie getrunken?
(Innere + äußere Motive)


Die inneren Motive lagen in meiner Unzufriedenheit mit mir selbst. Da war die fehlende sportliche Betätigung, verletzungsbedingt, und der damit einhergehenden beträchtlichen Gewichtszunahme. Der Sport hatte für mich nicht nur den gesundheitlichen Aspekt, sondern diente mir auch als Ventil und Ausgleich zum Berufsleben und dem Alltag.

Das danach völlig ausgepowert sein empfand ich als total befriedigend und entspannend.

Diesen Zustand konnte ich mir zu dieser Zeit nicht verschaffen.


Sehr belastend war und ist auch das seit ca. zwei Jahren anhaltende Arbeitspensum. Durch den Wegfall und das nicht ersetzen eines Kollegen(Disponenten) übernahm ich vor ca. vier Jahren auf Anfrage meines Bereichsleiters dessen Aufgaben zusätzlich zu meiner Arbeit(Fertigungssteuerung) mit. Zunächst war es auch durchaus machbar für mich zweigleisig zu arbeiten, da die Abläufe, bis auf kleinere Probleme hier und da, gut strukturiert waren, ich auch schon immer gut in learning by doing war und auch keine Angst vor neuen Aufgaben habe.

Der extreme Stress begann letztendlich Ende 2014, als unser sehr ambitionierter und Vorreiterorientierter Vorstand beschloss ins lithium-ionen-Akku und Ladegeräte Geschäft mit eigener Produktion einzusteigen.

Diverse unvorhersehbare und schwerwiegende Komplikationen in diesem neu geschaffenen Geschäftsbereich erforderten auch in meinem Arbeitsbereich zeitaufwendige und ständige manuelle Eingriffe in die Prozessabläufe, im Bereich der Produktionsplanung und Materialbeschaffung. Überstunden in hohen Maße wurden zum Normalfall.

Erschwerend kam dann noch hinzu, dass im Frühjahr 2017 der Vertrieb einen Großkundenauftrag verloren hat der schon in der revolvierenden Planung Berücksichtigung fand und somit das Ergebnis schmälert. Das hatte zur Folge, dass eine Krisensitzung die nächste jagte und dadurch noch mehr effektive Arbeitszeit fehlte und zusätzlich Druck aufgebaut wurde.

Und letztendlich haben die ständigen Querelen meiner Mutter auch nicht gerade zu meinem Wohlbefinden beigetragen. Der krönende Abschluss ist jedenfalls, dass ich wohl auf Grund meines Kontaktabbruches enterbt bin.
 

Fs weg 2017

Benutzer
Hallo nochmal. Hier die zweite Hälfte des MPU-Bogens.

13. Welche Wirkung haben Sie in der Vergangenheit nach Alkoholgenuss bei sich beobachtet?
(bei wenig und bei viel Alkohol)


Bei wenig Alkohol war ich lockerer und entspannter, ausgelassener. Es fiel mir leichter, ein Gespräch mit mir unbekannten Personen anzufangen, die ich z.B. auf Feiern kennenlernte. Z.B. konnte mich meine Frau dann sogar zum Tanzen überreden, was eigentlich wider meiner Natur ist.


Bei viel Alkohol wurde ich oberflächlicher, desinteressierter, gleichgültiger und müde.


14. Gab es kritische Hinweise Anderer auf Ihren Alkoholkonsum und wie haben Sie darauf reagiert?

Ja, meine Frau brachte ihre Missbilligung bezüglich meines hohen Alkoholkonsums an den Freitagabenden mir gegenüber zum Ausdruck.

Ich habe das bagatellisiert und verharmlost. Ich würde schließlich niemandem damit schaden, wenn ich zu Hause mal was trinke.

Und wenn wir unterwegs seien, würde ich schließlich moderat mit Alkohol umgehen. Was so auch zutraf.

15. Welche Auswirkungen und Folgen hatte Ihr Alkoholkonsum auf Ihr Leben und Ihr Umfeld?


Im äußeren Kreis, sprich auf der Arbeit und gesellschaftlich hatte das eigentlich keine Auswirkungen, da ich mich dort nicht geöffnet habe und vermeintlich gut funktionierte. Wie es in mir drinnen aussah wusste somit auch niemand.

Zu Hause sah es da schon anders aus. Da ich der Meinung war, mit meinen Problemen schon irgendwie alleine klarzukommen und auch nicht darüber geredet habe und stattdessen Freitagsabends zur vermeintlichen Entspannung erstmal ein paar Drinks nahm(was daraus geworden ist, ist bekannt), habe ich mich immer mehr isoliert. Außerdem ging mir jegliche Spontanität und Lust auf irgendwelche Aktivitäten verloren. Das sorgte natürlich auch für Spannungen zwischen mir und meiner Frau weil sie das so eigentlich nicht von mir kannte, da ich sonst eigentlich immer für alles zu haben war und wir auch viel gemeinsam unterwegs waren.


16. Gab es in Ihrem bisherigen Leben frühere Zeiten, in denen sie weit mehr Alkohol als heute getrunken haben?
Wenn ja, nennen sie bitte die Lebensabschnitte und mögliche Ursachen und Umstände dafür.


Ja, als junger Erwachsener habe ich sehr häufig an den Wochenenden Alkohol getrunken. In der Zeit von ca. Mitte 1982 bis zu dem Zeitpunkt, als ich meine heutige Frau kennengelernt habe, das war 1988, bestand mein Leben unter der Woche aus Arbeit und am Wochenende überwiegend aus feiern, ausgehen und Party machen mit damaligen Freunden und Bekannten, zu denen ich allerdings heute keinen Kontakt mehr habe.

Oberflächlich betrachtet war das halt der Life Style der damaligen Lebensphase. Heute denke ich, das hatte auch viel mit Gruppenzwang, Profilierung und dem Wunsch nach Akzeptanz und Zugehörigkeit zu tun.



17. Haben sie jemals die Kontrolle über ihre Trinkmenge verloren und bis zur Volltrunkenheit Alkohol konsumiert?

Ja, in jungen Jahren ist es mir ein, zweimal passiert, dass ich die Wirkung des Alkohols massiv unterschätzt habe.

Und in der Nacht meiner Trunkenheitsfahrt leider auch.

18. Haben Sie früher schon einmal oder öfter über einen längeren Zeitraum bewusst und mit Absicht völlig auf den Genuss von Alkohol verzichtet?

Ja, 2007 habe ich 4 Monate(01.01. – 01.05.2007) ganz bewusst auf Alkohol verzichtet, da ich mir das Ziel gesetzt hatte 20Kg abzunehmen. Letztendlich hatte ich nach vier Monaten 22,5 Kg abgenommen.

Der Verzicht auf Alkohol fiel mir nicht schwer. Ich habe es einfach zur Erreichung meines Zieles als notwendig erachtet und auch so gemacht.

Auch habe ich die eine oder andere Party ohne Alkohol verlebt. Das war dann aber eher spontan und ohne vorherigen Vorsatz.

19. In welcher Kategorie von Trinker haben sie sich früher gesehen und wie stufen Sie sich heute rückblickend ein?
(mit Begründung)


Früher habe ich mich als Genuss-und Gesellschaftstrinker gesehen.

Ab den letzten eineinviertel Jahren vor meiner TF habe ich geglaubt, dass ich zur Entspannung getrunken habe.

Nachdem ich mich bewusst und intensiv mit meiner damaligen Situation und dem Thema Alkohol auseinandergesetzt habe, weiß ich, dass das so nicht stimmte und ich mich durch mein Trinken an den Freitagabenden entlasten und mich für ein paar Stunden der Realität entziehen wollte.

Zudem habe ich begriffen, dass die Realität einen am nächsten Tag wieder einholt und das trinken somit völlig zwecklos ist. Trinken löst keine Probleme und ändert nichts. Nur ich selbst kann Veränderungen bewirken, in dem ich mich offensiv damit auseinandersetze und nötige Änderungen einleite.


Heute und in Zukunft

20. Trinken Sie heute Alkohol? Wenn ja, was, wie viel und wie oft?
(Genaue Angaben in Sorte, Menge, Häufigkeit)

Nein, seit dem 15.10.2017 trinke ich keinen Alkohol mehr.


21. Wann haben Sie zuletzt Alkohol getrunken?

Am 14.10.2017

22. Trinken sie gelegentlich alkoholfreies Bier?

Nein

23. Warum trinken Sie heute Alkohol/keinen Alkohol?

Ich trinke keinen Alkohol mehr, weil ich mich im Laufe der Aufarbeitung meiner Trunkenheitsfahrt sehr eingehend, beinahe täglich, mit dem Thema Alkohol und seinem negativen Einfluss und dessen Folgen belesen, beschäftigt und auseinandergesetzt habe und damit zu dem Schluss gekommen bin, dass 0,0Promille für mich die beste Variante ist, nicht mehr in die alten Trinkgewohnheiten zurück zu fallen.


24. Warum haben Sie das Trinken reduziert bzw. aufgegeben und warum nicht schon eher?
Weil ich bis zu meiner Trunkenheitsfahrt glaubte keinen Anlass für mich zu haben, mich mit dem Thema Alkohol und seinen negativen Aspekten auseinander zu setzen. Ich bin schließlich nie, weder im Straßenverkehr, noch Gesellschaftlich negativ aufgefallen. Nach dem ich dies nun, zuerst Notgedrungen, dann aber immer interessierter und fundierter getan habe, kann ich sagen, dass sich meine Einstellung zum Alkohol grundlegend geändert hat und ich seit ca. einem Jahr keinen mehr konsumiere und das auch in Zukunft so handhaben will, und auch werde.


25. Wie haben Sie die Änderung Ihres Trinkverhaltens erreicht und dabei die Umstellungsphase erlebt?

Da ich seit einem Jahr keinen Alkohol mehr trinke habe ich auch kein den Alkohol betreffendes Trinkverhalten mehr. Heißt: Null-Komma-Null Prozent Alkohol.


Die Umstellung selbst fiel mir eigentlich nicht besonders schwer, da ich 1)die Einsicht und den festen Willen zur Abstinenz habe 2) ich begriffen habe, dass Alkohol nichts besser macht und keine Probleme löst und 3) glücklicherweise nie Alkoholabhängig war und somit nicht mit Entzugserscheinungen zu kämpfen hatte.

Außerdem betätige ich mich seit Januar 2018 auch wieder sportlich, so dass ich mich wieder positiv auspowern kann. Außerdem beschäftige mich mit gesunder Ernährung und koche viel danach. Mit bis dato 15 Kg Gewichtsverlust auch ganz erfolgreich, wie ich finde. Außerdem habe ich das vor Jahren mal erlernte autogene Training wieder aufgenommen und intensiviert. Das ist für mich eine sehr effektive Methode auch mal auf die Schnelle zu entspannen und zu regenerieren. Das praktiziere ich täglich. Und letztendlich habe ich festgestellt, dass es mir gut tut, sich in Gesprächen mit meiner Frau und/oder guten Freunden auch mal seine Probleme, Sorgen und alles was einen vielleicht mal so auf der Seele liegt, und sei es noch so banal, von der Seele zu reden. Reden tut mir gut und entlastet mich!


26. Wie wirkt sich Ihr geändertes Verhalten auf Sie, Ihr Leben und Ihr Umfeld aus?

Ich kann sagen, dass meine gelebte Abstinenz sich in allen Belangen meines Lebens ausschließlich positiv auswirkt.

Ich persönlich fühle mich fitter, agiler und belastbarer. Meine Frau ist verständlicherweise auch wesentlich glücklicher mit dem ist-Zustand als mit dem war-Zustand. Das wirkt sich wiederum positiv auf unser gemeinsames Leben aus. Auch im Freundeskreis ist meine Entscheidung akzeptiert und ist Teil des ganz normalen Beisammenseins. Und meine Söhne, die übrigens beide nicht rauchen und nicht trinken, haben gesagt, dass sie stolz auf ihren Vater sind. Und das macht mich stolz und glücklich und motiviert mich zusätzlich eine zufriedene Abstinenz zu leben.


27. Wie stellen Sie sicher, dass Ihr neues Verhalten dauerhaft stabil bleibt?

Ich habe die Gründe für mein Trinkverhalten erkannt und steuere gezielt und bewusst mit neuen positiven Gewohnheiten wie Sport, Radfahren, bewussten Entspannen und auch mal „nein“ sagen dagegen. Ich rede heute und in Zukunft offen über Probleme mit meiner Familie und/oder Freunden oder gegebenenfalls auch auf der Arbeit mit meinem Bereichsleiter, wenn mir was auf der Seele brennt. So ein Gespräch hat im Übrigen jetzt auch schon mal stattgefunden. Im Härtefall würde ich mich auch nicht scheuen, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Zu Menschen, die mir nicht gut tun(meine Mutter) und wo ich keine Problemlösungsmöglichkeit mehr sehe, habe ich konsequent den Kontakt abgebrochen.


28. Können Sie sich vorstellen, jemals wieder in Ihre alten Gewohnheiten zurückzufallen?
(mit Begründung)


Theoretisch ja. Ich glaube, der persönliche Super Gau für mich wäre, wenn meiner Familie etwas Schreckliches zustoßen würde. Für die normalen alltäglichen Probleme und Spannungen fühle ich mich durch die Aufarbeitung meines Problems mit dem Alkohol jedoch wieder gut gerüstet. Sollte ich jedoch jemals merken, dass sich gewisse Vorboten wie z.B. Gereiztheit, ungerecht sein, Unausgeglichenheit oder gar Verharmlosung des Alkohols ankündigen, werde ich offensiv damit umgehen und mich nicht scheuen mir Hilfe zu suchen und auch anzunehmen.


29. Wie wollen sie in Zukunft das Trinken vom Fahren trennen?

Da ich abstinent lebe, stellt sich diese Frage für mich nicht mehr.

Nichts desto trotz werden Feieranlässe ohne Auto angesteuert. Das ergibt sich schon aus der Tatsache, dass wir uns im vorab in der Regel mit den Freunden treffen und dann gemeinsam Bahn, Bus oder Taxi fahren oder Nahziele auch zu Fuß anlaufen.


30. Haben Sie zum Abschluss noch etwas hinzuzufügen?
 

Max

Super-Moderator und MPU Profi
Teammitglied
Administrator
Hallo Nancy, ich hoffe, es geht dir wieder einigermaßen gut.
Ich habe nun meinen MPU-Bogen soweit fertig und würde mich über dein Feedback freuen.
Du hattest Nancy direkt angesprochen, sie wird sich wohl bald bei dir melden. :zwinker0004:
 

Oldtimerfan

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Hallo Fs weg 2017, das sieht m.E. schon gut aus. Bei der Frage, ob Du jemals mehr getrunken hast als heute, solltest Du betonen, dass Du gar keinen Alkohol mehr trinkst. Daher ja, Du hast Dein ganzes früheres Leben seit Du erstmals Alkohol konsumiert hast mehr getrunken. Das kann man u.U. als Fangfrage sehen, wobei ich nicht glaube, dass es eine sein soll. Aber so muss der GA nicht nachfragen: Moment, Sie trinken doch gar nicht mehr...

Bezüglich der Umstellung auf AB: Es stimmt zwar, dass es gar nicht so schwer ist, zu sich selbst "Nein" zu sagen, einfacher als Kontrolliertes Trinken. Aber da will der Gutachter ein bißchen mehr hören, um zu verifizieren, dass Du ihm keine Geschichte auftischst sondern wirklich von Deinen Erlebnissen berichtet. Also sollten da Dinge rein wie, dass Deine früheren Trinkkumpane Dich gefragt haben, ob Du das ernst meinst, nicht mehr zu trinken, oder ob Du das nur machst bis Du den Lappen wieder hast und was Du Ihnen geantwortet hast. Sowas in der Richtung. Dass es Deiner Frau positiv aufgefallen ist usw. usf.

Bei 27. fallen Dir doch bestimmt noch ein paar mehr Dinge ein, die Du zur Entspannung machst. Das soll schön glaubhaft sein, nicht nur so allgemein. Konkrete Beispiele.

Bei 29. weiß ich nicht so recht, ob es hilfreich ist, zu sagen, ihr fahrt sowieso nicht mit dem Auto zu ner Feier. Das klingt so danach "wenn ich dann doch mal was getrunken haben sollte..."

Aber vielleicht meldet sich ja noch ein anderer Profi.

Viele Grüße
 

Fs weg 2017

Benutzer
Hallo Nancy, freut mich von dir zu hören. Ich hoffe es geht dir gut. Und ja, ich bin noch interessiert deine Meinung zu hören. Da mein rechtskräftiges Urteil wegen eines Verfahrensfehlers(Entwertung der alten Fahrerlaubnis ist nicht ins Urteil mit eingeflossen und wird jetzt von der Staatsanwalt nachbearbeitet) leider immer noch nicht bei der FSS vorliegt, konnte ich die Wiederbeantragung, die theoretisch am 24.07.2018 möglich gewesen wäre, nicht vornehmen. Das mir die Zeit davon läuft, geht der Gerichtsbarkeit, trotz Anmahnung meines Anwaltes, offensichtlich am A.... vorbei. Verhandlung war am 24.04.2018. 6 Monate Fs-Entzug. Auf weitere Rechtsmittel haben wir noch im Gericht verzichtet, womit die Rechtskräftigkeit und damit die Entziehungsfrist am nächsten Tag beginnt.
Also kurz und schlecht. Ich sitze hier auf Kohlen und hoffe alles noch zeitig hinzubekommen.

MfG
Fs weg 2017
 

Nancy

Super-Moderator und MPU Profi
Teammitglied
Administrator
Gut, gib mir ein paar Tage um mich wieder in dein Thema einzulesen...

P.S. Wann hat denn dein RA angemahnt? Vllt. sollte er dies noch einmal wiederholen....
 

Fs weg 2017

Benutzer
Moin Nancy,
P.S. Wann hat denn dein RA angemahnt? Vllt. sollte er dies noch einmal wiederholen....
Genehmigung zur Nachbearbeitung ist Anfang August gegeben worden. Habe gestern die Kanzlei angerufen und um Rückruf gebeten. Kriegst ja nie jemand persönlich zu fassen. Ich hoffe, dass der Anwalt sich heute noch meldet.

Gruss
Fs weg 2017
 

Fs weg 2017

Benutzer
Moin Nancy,
habe die Sache jetzt mal selbst in die Hand genommen und am 06.09.2018 den zuständigen Staatsanwalt angerufen. Telefonnummer hatte ich irgendwo in der Akte gefunden. Habe ihm den Sachverhalt erklärt, an den er sich auch noch erinnern konnte, und gebeten mein beglaubigtes Urteil bitte dringlichst zur Fss zu senden. Nebenbei habe ich dann auch erfahren, dass von meinem sogenannten Anwalt auch gar keine Anmahnung auf Zusendung eines beglaubigten Urteils dort eingegangen ist.
Ok, um es kurz zu machen. Der Staatsanwalt hat sich gekümmert und ich habe am 13.09.2018 meine Fe wieder beantragt. Die wirklich freundliche Dame auf der Fss hat die KBA-Anfrage auch mit einem "Eilt" versehen. Ich hoffe, das es hilft noch einen einigermaßen akzeptablen Zeitablauf hinzubekommen so das ich vielleicht Kw 44/45 die MPU machen kann.
Kleines Kuriosum am Rande: Von der Vollstreckungsstelle des Gerichtes habe ich bis heute nichts gehört. Aber das ist für mich z. Zt. auch sekundär.

MfG
Fs weg 2017
 

Nancy

Super-Moderator und MPU Profi
Teammitglied
Administrator
Hallo Fs weg,

Nebenbei habe ich dann auch erfahren, dass von meinem sogenannten Anwalt auch gar keine Anmahnung auf Zusendung eines beglaubigten Urteils dort eingegangen ist.
ich hoffe das du diesem RA nicht allzuviel Geld bezahlt hast... :smiley2204:

Kleines Kuriosum am Rande: Von der Vollstreckungsstelle des Gerichtes habe ich bis heute nichts gehört. Aber das ist für mich z. Zt. auch sekundär.
Vergessen werden sie dich wohl nicht, aber wissen kann man das ja nie...:rolleyes:

Ich habe mir jetzt endlich mal deinen FB durchgelesen und kann dir sagen das er auf mich positiv wirkt. Du nimmst kein Blatt vor den Mund und beantwortest offen die gestellten Fragen. Bedenken hätte ich bei einigen Antworten, wenn du mit "kontrolliertem Trinken" zur MPU gehen würdest....da du jedoch AN über 12 Monate dabei haben wirst, ist deine Ehrlichkeit überzeugend. Mehr kann der GA gar nicht von dir erwarten..

Wie aber bereits von "Oldtimerfan" angemerkt, würde ich diese Aussage...

29. Wie wollen sie in Zukunft das Trinken vom Fahren trennen?

Da ich abstinent lebe, stellt sich diese Frage für mich nicht mehr.

Nichts desto trotz werden Feieranlässe ohne Auto angesteuert. Das ergibt sich schon aus der Tatsache, dass wir uns im vorab in der Regel mit den Freunden treffen und dann gemeinsam Bahn, Bus oder Taxi fahren oder Nahziele auch zu Fuß anlaufen.
definitiv weglassen.
 

Fs weg 2017

Benutzer
Moin Nancy,
es freut mich, ein positives Feedback von dir zu bekommen. Deinen Rat bezüglich der Antwort auf die Frage 29. werde ich beherzigen.
Jetzt bleibt mir nur noch den FB gut zu verinnerlichen um einen überzeugenden Eindruck zu hinterlassen und mich für eure Hilfe zu bedanken.
Ihr könnt euch drauf verlassen, dass ich mein MPU- Ergebnis mitteilen werde, sobald es mir vorliegt.

Und weil hier ja gerne mal eine Weisheit zum besten gegeben wird, auch eine von mir: Krisen sind ein Angebot des Lebens, etwas zu ändern.:smiley711:(Verfasser unbekannt)

MfG
Fs weg 2017
 

Fs weg 2017

Benutzer
Moin,
nur mal zur Info: MPU wegen Alkohol kostet jetzt beim TÜV-Nord 592,62€ und eine Haaranalyse 199,00 €

Am 13.11.2018 darf ich ran. Bin Zuversichtlich:smiley711:

MfG
Fs weg 2017
 

Nancy

Super-Moderator und MPU Profi
Teammitglied
Administrator
Hallo FS weg 2017,

ich bin auch zuversichtlich bei dir :smiley22:

Hoffe du meldest dich mal nach deinem Termin....:smiley138:
 

Fs weg 2017

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Hallo Nancy, hallo Max und alle anderen in diesem Forum, die es interessiert,

am 13.11.2018 habe ich beim Tüv-Nord in Hamburg meine MPU-Begutachtung erfolgreich hinter mich gebracht. Und ich sage euch, dass bei guter Vorbereitung niemand Angst davor haben muss. Es herrschte zu jeder Zeit eine freundliche und respektvolle Atmosphäre. Die gesamte Zeit belief sich auf genau vier Stunden. Davon aktive Zeit ca. 80 Min.. Ja ihr lest richtig!

Ca. 10-15 Min ärztliche Untersuchung: Abhorchen, Blutdruck messen, Herzfrequenz messen, Blutentnahme und ein paar Fragen zu meiner Gesundheit. Kein Finger zur Nase führen oder auf einem Bein stehen oder sonstige Übungen. Die Ärztin gab auch gleich positives Feedback. Von ihr aus steht der Wiedererteilung nichts im Wege.

Ca. 32 Min Konzentrationstest: Insgesamt zwei Tests a acht Min. plus jeweils zwei Übungsrunden a acht Min vorweg. Diese Tests sind sehr einfach und wirklich von jedem normalen Menschen zu bewältigen. Es geht lediglich darum herauszufinden, ob man bei Stupidität in der Lage ist seine Konzentration aufrecht zu erhalten. Es geht also nicht um Logik sondern eher um schnelles erkennen. Auch hier sofortiges Feedback.

Ca. 30 Min Gespräch mit dem Gutachter: In meinem Fall habe ich die Rolle des Erzählers eingenommen, was dem Gutachter offensichtlich gefallen hat und für mich den Vorteil brachte, meinen Bericht in der Reihenfolge vortragen zu können wie ich ihn mir eingeprägt hatte.
Nach ca. dreißig Min. brach er ab. Er hätte genug gehört und wird eine für mich positive Begutachtung erstellen. Man sollte aber mit ca. 45 Min Gesprächsdauer rechnen.

So, zu guter letzt möchte ich mich nochmal besonders bei Nancy und Max für ihre Hilfe und den einen oder anderen guten Ratschlag bedanken.

Und an alle anderen, die es noch vor sich haben möchte ich sagen: Die MPU ist kein Hexenwerk und kann mit guter Vorbereitung suverän bewältigt werden. Gutes Gelingen!


MfG
Fs weg 2017
 

Nancy

Super-Moderator und MPU Profi
Teammitglied
Administrator
Vielen Dank für deine Rückmeldung und meinen herzlichen Glückwunsch :smiley648:
 
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