TF - erstes Vergehen 1,63 Promille

mpu2026

Benutzer
Hallo ins Forum,

auch ich wurde beim Fahren unter Alkohol angetroffen. Der Wert im Blut war bei 1,63 Promille bzw. 1,53 (zweite Probe).

Bei der MPU Vorbereitung wurde gesagt, dass der Psycholoe genau wissen will, wie es dazu kam und wie viel man wann getrunken hat.
Genau hier haben wir ein Problem: Ich weiß es nicht (mehr). Ich hab Filmriss und am Ende auch alleine getrunken.
Ich weiß, es waren zig Bier am Abend und noch eine Flasche Wein am frühen morgen. Die Kontrolle war gegen 9:30 Uhr am morgen. Da hatte ich die oben genannten 1,63.

Daher meine Frage in die Runde: Kann mir jemand helfen, wie man das für den Psychologen glaubwürdig berechnet? Weil ein "ich weiß es nicht" reicht nicht....
 
zig Bier am Abend und noch eine Flasche Wein am frühen morgen
na erzähl doch mal genauer, was da so war..
Wann begann der Abend, wo, mit wem?
Irgendwann mal geschlafen? Aufgewacht? Mit Wein weitergemacht? Wie schnell hast du den Wein weggetrunken?
Wann danach losgefahren? In welchem Zustand? Bis wohin?

Bring da erstmal mal bisschen Ordnung rein.
_______________________________________________

Und: gibts ne Vorgeschichte? Schon Punkte wegen Alkohol oder ne MPU?
 
Zuletzt bearbeitet:
wie man das für den Psychologen glaubwürdig berechnet

Gar nicht. Die Frage ist was du getrunken hast. Und nicht was du berechnet hast getrunken zu haben. Wenn du einen Filmriss hattest solltest du das auch so erzählen.

Du kannst natürlich auch eine Menge berechnen. Die sollte dann aber auch zu deiner Geschichte passen.
 
Wenn du einen Filmriss hattest solltest du das auch so erzählen.
jup.
Das Berechnen soll eher die Augen öffnen, wieviel Du da (theoretisch) in dich hineingeschüttet haben musst. Mit dem entsprechenden Schrecken. Das darf man dann auch in der MPU so rüberbringen.

Auch ein spannender Aspekt: wenn man schon in der Nacht davor einen Filmriss hatte, was war dann auch noch der Grund für die Flasche Wein am Morgen?
Das hört sich insgesamt nach einer tieferen Problematik an...
 
Schön, dass du hier gelandet bist :smiley138:

Bei der MPU Vorbereitung wurde gesagt, dass der Psycholoe genau wissen will, wie es dazu kam und wie viel man wann getrunken hat
Ich könnte mir vorstellen, dass er hier auch deine Konsumhistorie meinte.
Also, in welchem Zeitraum, mit welchen genauen Mengen du dir deine Giftfestigkeit antrainiert hast.
Fange doch mal damit an.

Natürlich geht es auch um die Menge, die du am Tattag getrunken hast.

Das soll in erster Linie glaubwürdig sein.

Wann willst du denn deine MPU ablegen ?

Vielleicht kannst du mal den https://www.mpu-vorbereitung-online.com/forum/threads/profilfragebögen.263/ ausfüllen…:smiley138:
 
Eine Frage hierzu: Welche Auswirkungen hat die ehrliche Antwort mit dem Filmriss auf die Einschätzung des GA? Welche Rückschlüsse können daraus gezogen werden aus GA-Sicht?
 
Welche Auswirkungen hat die ehrliche Antwort mit dem Filmriss auf die Einschätzung des GA?
Du sammelst H-null Punkte (ist der Mensch da ehrlich, kann ich seinen Antworten vertrauen). Wenn Du die H-null schiesst, ist die MPU verloren, weil der Gutachter dann mit Deinen Antworten nichts mehr anfangen kann.
Zugleich zeigst Du, dass Deine Alkoholgewöhnung noch nicht im superkrassen Bereich liegt, wenn Du mit 1,6pm schon nen Filmriss hast.
Aber: Filmriß-Trinken ist auch ein Hinweis auf eine A2 (Mißbrauch) mit Abstinenzforderung, besonders wenn sowas öfter vorkam. Ein einziger Filmriß mit Folgen hingegen lässt noch alles offen.
Und wie immer: es geht nicht darum, seine Entscheidungen auf die Meinung des Gutachters auszurichten, es geht immer um Selbst-Erkenntnis. Optimalerweise sieht man sich selbst auch in der Kategorie, die der Gutachter dann auch feststellt. Selbst, wenns weh tut. Denn nur das sichert den Erhalt des Führerscheins.
 
Zuletzt bearbeitet:
H-Null verstehe ich, aber wenn es tatsächlich so war und man ergänzend dazu anmerkt, dass berechnet wurde um nachvollziehen zu können, was alles noch getrunken wurde (der Konsum zu Beginn sollte ja noch in Erinnerung sein), bedeutet das ja nicht direkt unglaubwürdig zu sein. Wenn es so war, deutet es ja darauf hin, dass seine Gewöhnung nicht so hoch ist wie bei vielen anderen.

Das mit der A2 ist interessant. Es ist ja dann eher so, dass deutliche Hinweise auf Missbrauch vorliegen und die Anforderungen einer nachweislichen Änderung des Konsumverhaltens/Abstinenz höher liegen als bei errechneter Trinkmenge ohne Angabe von Filmriss, oder? Auf der anderen Seite natürlich die Gewöhnung, die bei Filmriss nicht so hoch scheint. Finde ich echt interessant.
 
Das zäumt das Pferd von hinten auf.
Es kommt erst einmal darauf an, seine eigene Konsumgeschichte, Motive etc. ehrlich und umfassend aufzuarbeiten.
Das muss zu gesicherten medizinischen, statistischen und psychologischen Erkenntnissen passen.
Dann „passt“ auch die Hypothese, in die der GA einordnen muss.
 
aber wenn es tatsächlich so war und man ergänzend dazu anmerkt, dass berechnet wurde um nachvollziehen zu können, was alles noch getrunken wurde (der Konsum zu Beginn sollte ja noch in Erinnerung sein), bedeutet das ja nicht direkt unglaubwürdig zu sein.
nein, das finden die Gutachter - soweit ich weiss - ok. Auseinandersetzung mit dem Konsum. Oder auch: Leute fragen, die dabei waren. Recherche. Ein Hinweis, dass man das Thema ernst nimmt. Ein "keine Ahnung, is mir auch egal" hingegen setzt ein anderes Zeichen.
 
Hallo ins Forum,

auch ich wurde beim Fahren unter Alkohol angetroffen. Der Wert im Blut war bei 1,63 Promille bzw. 1,53 (zweite Probe).

Bei der MPU Vorbereitung wurde gesagt, dass der Psycholoe genau wissen will, wie es dazu kam und wie viel man wann getrunken hat.
Genau hier haben wir ein Problem: Ich weiß es nicht (mehr). Ich hab Filmriss und am Ende auch alleine getrunken.
Ich weiß, es waren zig Bier am Abend und noch eine Flasche Wein am frühen morgen. Die Kontrolle war gegen 9:30 Uhr am morgen. Da hatte ich die oben genannten 1,63.

Daher meine Frage in die Runde: Kann mir jemand helfen, wie man das für den Psychologen glaubwürdig berechnet? Weil ein "ich weiß es nicht" reicht nicht....
@mpu2026 was hat denn die Vorbereitung zu deiner Frage gesagt?
 
Die Vorbereitung sagte, dass er nicht wissen kann, wann und wie viel ich getrunken habe und ich das mal errechnen soll.

Zu den anderen Fragen:

Ich trinke eher selten. Geburtstage, Neujahr, ausgewählte Feiern. Filmriss kannte ich so nicht, war aber da. An dem Tag kam sehr viel zusammen: Stress in der Beziehung (nicht wegen Alkohol, sondern Frau hat berufliche und medizinische Probleme), und dann am gleichen Tag den Job verloren. Auch hier wieder nicht wegen Alkohol - sondern, weil ich als Freiberufler arbeite und die Firma nach 16 (!) Jahren entschied, dass alle Externen ab morgen nicht mehr kommen brauchen. Das führte zu Streit (meine Frau war nie sonderlich erbaut von dieser Art Geld zu verdienen, ich selber hatte auch Angst wie es nun weitergehen soll) und ich bin dann erstmal was Essen gegangen. Das war gegen 18 Uhr.

Im Restaurant gab es was zu Essen, und schon 2 Glas Wein. Dauer ca 1,5 Stunden. Danach bin ich noch in die nahe gelegene Kneipe und hab dort mit mindestens 4 Bier weitergemacht. Das vierte Bier wird gegen Mitternacht gewesen sein. Dann hört es auf. Die Nacht habe ich im Auto geschlafen, weil der Schlüssel zur Wohnung von innen steckte und ich nicht reinkam. Also ins Auto. Soweit kann ich das rekonstruieren. Irgendwann bin ich aufgewacht und hab mir noch ne Flasche Wein aus der Garage geholt... dort gibt es einen Kühlschrank. Die hab ich getrunken. Am Morgen gab es wieder Streit... und ich bin wieder gegangen. Diesmal und das war der Fehler eben mit dem Auto....

Und zur Berechnung, bräuchte ich eben mal Hilfe.
 
Zuletzt bearbeitet:
Genau darum gehts ja... Deshalb die Berechnung. Nur macht sich das schwer so alleine...
nein, das finden die Gutachter - soweit ich weiss - ok. Auseinandersetzung mit dem Konsum. Oder auch: Leute fragen, die dabei waren. Recherche. Ein Hinweis, dass man das Thema ernst nimmt. Ein "keine Ahnung, is mir auch egal" hingegen setzt ein anderes Zeichen.
 
schauen wir mal. Die Flasche Wein.. in welcher Zeit hast Du die getrunken? (Das hatte ich schon mal gefragt).
War das ne Literflasche oder 0,75? Versuch mal die Zeiten des Aufwachtages zu rekonstruieren... Wann Wein? Bis wann? Wann angehalten?
Das war so ab 6:00 Uhr / 06:30 Uhr. Literflasche. Rotwein (wenn das eine Rolle spielt). Bier bis 1 oder 2 denke ich. Die Kneipe macht gegen 2 dicht. Kann nicht länger gewesen sein. Zur Recherche kann ich ja nochmal dort hin und zumindest den Wirt fragen.

Angehalten auf dem Parkplatz um 9 Uhr. Blutentnahme um 9:30 Uhr: 1,63.


Ich hatte Eingangs schon gesagt, dass das das erste Mal so war... beim Psychologen haben wir auch die Gründe aufgearbeitet.. vor allem auch Existanzangst, und die privaten Themen. Tagsüber trinke ich nie - als Freiberufler musst du liefern... da kann man nicht besoffen erscheinen. Dann ist man den Job sofort (so wie hier) los. Aber das Ende hier war eben aufgrund einer Entscheidung des Management. Ich hatte das Angebot mich fest Anstellen zu lassen, habe das aber abgelehnt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Dann hast du doch eigentlich alle wesentlichen Informationen zur Berechnung:
Wenn du hinten anfängst....
Also 1l Wein (welche Prozentzahl?) zwischen 6-9 Uhr bringt bei dir ca xxx Promille.
Also musst du noch Restalkohol xx gehabt haben. Die dazugehörige Promillezahl zum Trinkende um 2 Uhr ergibt xxx und aus der Trinkzeit ergibt sich die Menge Bier/Wein am Abend.
Abbaurate nicht vergessen.
 
Dann hast du doch eigentlich alle wesentlichen Informationen zur Berechnung:
Wenn du hinten anfängst....
Also 1l Wein (welche Prozentzahl?) zwischen 6-9 Uhr bringt bei dir ca xxx Promille.
Also musst du noch Restalkohol xx gehabt haben. Die dazugehörige Promillezahl zum Trinkende um 2 Uhr ergibt xxx und aus der Trinkzeit ergibt sich die Menge Bier/Wein am Abend.
Abbaurate nicht vergessen.

Ja, hast Recht. Hab das auch mittlerweile so ca hinbekommen. Hatte das gestern Abend hier reingestellt und gar nicht so schnell mit Antworten gerechnet. Wollte das heute noch ausbauen...
 
Zurück
Oben