TF Fahrrad mit knapp1,8 Promille

Hallo Karl-Heinz,

du kannst mich wirklich etwas beruhigen. Ich ärgere mich aber über mich selbst. Die Soße des rheinischen Sauerbratens bestand zum Großteil aus Rotwein, und wurde dann mit dem darin geschmorten Gemüse sämig gemacht. Wie geschrieben habe ich nicht viel Soße gegessen, aber sie hätte ja fast den Alkoholgehalt von purem Wein, wenn kein Alkohol verdampfen kann . Sorry der "traurige" Smiley unter deiner Antwort sollte hier landen.
Es dürften aber maximal 0,1 l Soße gewesen sein, ehe weniger.
Toll, dass ich diese Forum gefunden habe. Ihr habt die richtige Mischung aus "in den Hintern Treten" wenn nötig und aufbauen, wenn möglich.

Vielen Dank
Bruce
 
Lass es mich so sagen: wenn Du nach der Alkoholzufuhr nicht sowas wie Trinkdruck entwickelst, ist die Wahrscheinlichkeit einer Abhängigkeit eher gering (achte da vllt mal genau darauf, schon auf die feinen Vorzeichen)


Aber:
27. Wie stellen Sie sicher, dass Ihr neues Verhalten dauerhaft stabil bleibt?
Durch die strikte Einhaltung meiner Abstinenz. Mein vergangenes Trinkverhalten hat mir gezeigt, dass kontrolliertes Trinken für mich nicht funktioniert.
Deine Worte sind nicht allzuviel wert, findest Du nicht? :smiley1659:
Cave: wenn man sich selbst belügen muss, hat man was Wichtiges übersehen...
und wenn man das, was man so im Brustton der Überzeugung präsentiert, nicht halten kann, auch. Für eine MPU würde das ein Durchfallen bedeuten, weil: beeindruckender und klarer Fall von Kontrollverlust. Du kriegst das nicht hin, was Du Dir vornimmst.

Geh da nochmal bisschen in Dich...
 
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Hallo Joost,

Trinkdruck habe/hatte ich überhaupt nicht. Habe ja Cola Zero getrunken und hatte auch kein Bedürfnis Alkohol zu trinken.
Ja ich war unachtsam, aber Alkohol trinke ich keinen. Ärgere mich über mich selbst am meisten und meine es sehr ernst mit der Abstinenz, da kontrolliertes trinken bei mir nicht funktioniert. Ich hoffe, du verurteilst mich nicht, weil ich jetzt einmal beim Essen nicht aufgepasst habe. Mir ist es sehr ernst mit der Abstinenz. Habe trotz meines Alters noch einiges im Leben vor und mache mir dies nicht durch Alkohol kaputt.

Viele Grüße
Bruce
 
Hallo Joost,

der 2. Teil deines Beitrags war bei mir noch nicht sichtbar. Ich belüge mich nicht, ich war vielleicht zu stark auf das "keinen Alkohol trinken" fixiert. Das hat sich aber jetzt geändert. Ein Warnschuss zur rechten Zeit, auf den ich gerne verzichtet hätte. Ich hoffe, du kannst mir oder meinen Worten noch vertrauen. Obwohl ich dich und Karl-Heinz nicht kenne, seid ihr mir doch ans Herz gewachsen.

Viele Grüße
Bruce
 
Ich hoffe, du kannst mir oder meinen Worten noch vertrauen.
Bruce...
viel wichtiger ist doch, dass DU Deinen Worten vertrauen kannst :smiley138:


Zwei Fragen:
Was genau bedeutet nun [Zitat] "strikte Abstinenz" für Dich? Und für wie lange?
Und wofür sollte das wichtig sein?

Überprüfe bitte jetzt genauestens Deine inneren Überzeugungen...
Grund: es könnte sein, dass da "sehr niedriger Konsum" (z.B. nur übers Essen und Verzicht auf alkoholische Getränke) das ist, was Du Dir am besten für Dich vorstellen könntest. Das würde auch in die Mißbrauchskategorie passen, aber eher mit kT. (Dazu würdest Du aber das falsche Nachweisinstrument mitbringen. Sowas muss man frühzeitig klären).

Ich bin mir jetzt tatsächlich unsicher, ob "Rotweinsoße soll möglich sein" in eine A2 mit Abstinenzentscheidung passt... Geschmacksgründe statt Wirkungsgründe.
In eine A1 passts definitiv nicht, aber von der reden wir ja nicht.
 
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Hallo Joost,

ich zermartere mir schon die ganze Zeit mein Hirn, wie ich so unvorsichtig/dumm sein konnte.

Strikte Abstinenz war für mich vor allem auf das trinken bezogen, das heißt nicht mal zwischendurch ein Bier trinken oder ein Glas Wein, da es früher dann doch mit der Zeit immer mehr wurde. Auf das Essen war mein Fokus nicht so gelegt. Ein Fehler, wie mir jetzt deutlich bewusst wurde (und das nicht nur wegen möglicher Haarprobe). Und Abstinenz ist für mich ein Leben lang. Ich kann guten Gewissens sagen, dass ich kein Bedürfnis habe/hatte Alkohol zu trinken und dies auch nicht gemacht habe. Für mich ist Abstinenz sehr wichtig um nicht wieder in alte Muster zu verfallen, da bislang immer eine Steigerung der Trinkmengen erfolgt ist. Letztendlich würde es dann wahrscheinlich in die Abhängigkeit führen. Dessen bin ich mir bewusst. Das ist mehr als abschreckend.

Außerdem bin ich mit meinem jetzigen Leben sehr zufrieden und möchte nicht wieder in mein altes Leben zurückfallen. Die Abstinenz tut mir sehr gut und ich fühle mich wohl dabei (das ist wohle einer der wichtigsten Punkte). Das macht sich auch bei meiner Diabetes bemerkbar. Dosis der Tabletten wurde reduziert und Werte sind unverändert gut. Wie geschrieben habe ich trotz meines Alters noch einiges vor, das ich bei einem Rückfall in alte Muster nicht umsetzen könnte. Hierzu gehört die Alpenüberquerung mit dem Fahrrad auf der Via Claudia Augusta und vieles mehr.

Mir ist klar, dass es hier nicht nur um den Führerschein geht (den ich in den letzten knapp 6 Monaten nicht gebraucht habe) sondern um meine Zukunft und ein zufriedenes Leben.

Das sind keine Lippenbekenntnisse sondern meine tiefste Überzeugung.

Viele Grüße
Bruce
 
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Werde ich in Zukunft genauso konsequent meiden. Bislang waren meine Verharmlosungen/Verdrängung in der Vergangenheit immer auf das Trinken bezogen. Aber es könnte ja auch sein, dass ich irgendwann mal sagen würde, jetzt ist mit dem Alkohol im Essen nichts passiert, dann kann ich ja auch mal ein kleines Glas Wein oder Bier trinken. Und schon wäre ich wieder in großer Gefahr bei entsprechenden Rahmenbedingungen in alte Muster und Trinkmengen zurück zu verfallen. Das war mir so nicht bewusst, da die Verharmlosung/Verdrängung in der Vergangenheit immer auf Getränke bezogen war. Da hatte ich tatsächlich nicht tief genug bei mir "gebohrt":confused:.


Viele Grüße
Bruce
 
Dann hat sichs gelohnt :)
(und ich hoffe, es hat auch gut geschmeckt)

Und siehst Du:
Bislang waren meine Verharmlosungen/Verdrängung in der Vergangenheit immer auf das Trinken bezogen
ist was anderes als oberflächliche Plattitüden wie
unvorsichtig/dumm

Überlege mal: Dir war ja bereits vor dem Essen das Ding mit der Abstinenz bewusst. Welcher Gedankengang genau war da ausschlaggebend, dass Du Dich trotzdem auf eine Rotweinsoße eingelassen hast? Da muss was im Vorfeld gewesen sein.. Wenn Du den Gedanken (= innerer Satz, Kommentar) greifbar hast (wichtig auch der Tonfall dabei!*), dann hast Du ein wichtiges Vorwarnsignal schon mal auf dem Radar. Sowas ist Gold wert für die Rückfallprophylaxe.

Das könnte jetzt sowas sein wie ein "ach, das wird schon gehen", Tonfall beschwichtigend, beruhigend ... vllt der gleiche Tonfall wie früher bei einem inneren "ach, ein Gläschen kann ja nicht schaden"

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*es ist der Tonfall, nicht der Inhalt, der Emotionen wie Begehren auslöst
 
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Die Gastgeber wussten, dass ich keinen Alkohol mehr trinke (hatten deshalb auch 2 Liter Cola light für mich gekauft). und haben mir auch gesagt, dass Alkohol in der Soße sei. Mir war auch nicht bewusst, dass so viel Alkohol in der Soße war. Es hieß, dass der Braten 3 Stunden geschmort wurde und ich war sicher, dass der Alkohol damit verkocht wäre. Das waren schon die ersten Anzeichen von Verharmlosung :confused::confused:.

Wie geschrieben war ich bei Abstinenz zu stark auf das "nichts trinken" fixiert. Aber, ich habe es jetzt wirklich auf schmerzhafte Weise begriffen.
 
Darf ich trotzdem noch einmal fragen, ob es wahrscheinlich ist, dass die Menge bei einer möglichen Haaranalyse angezeigt wird? Sorry für meine Nerverei.
 
Ok. Das ist auch ein Punkt an dem ich unabhängig von der MPU unbedingt arbeiten muss, mich nicht immer so verrückt zu
machen :confused:. Danke Dir.
 
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