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TF + Unfall 2,3 Promille

Du beschreibst eine klare Entwicklung: Früher hast du Frust über Dinge aufgebaut, die du nicht ändern konntest, und diesen inneren Druck schließlich mit Alkohol kompensiert. Dabei lag dein Fokus stark auf den anderen und weniger bei dir selbst.
Heute erkennst du, dass du äußere Faktoren nur begrenzt beeinflussen kannst, und übernimmst Verantwortung für deinen eigenen Umgang damit. Statt im Frust zu bleiben, suchst du aktiv nach Lösungen und bleibst handlungsfähig. Das finde ich eine sehr wichtige Entwicklung. Auch was deinen Selbstwert angeht.
Am Ende wirkst du jedoch noch etwas unsicher, da du offenlässt, ob deine aktuelle Lösung wirklich ausreichend ist. Vielleicht kommt das bei mir auch nur so rüber.
 
Unsicher ist nicht ganz treffend. Eher ergebnisoffen oder erwartungsvoll-skeptisch und gleichzeitig optimistisch.
Es können jedoch Dinge eintreffen, die ich heute nicht sehe und dann will ich nicht stur an dem eingeschlagenen Weg festhalten sondern dies als Chance für eine weitere Entwicklung nutzen.

Mir fällt da irgendwie folgendes ein (auch wenn es nicht ganz passend ist)
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Ich habe folgende Frage:
Meine Kindheitserfahrungen / PTBS versuche ich ja durch eine EMDR - Therapie in den Griff zu bekommen. Ziel ist ja für mein Leben freier, unbelasteter mit Situationen umgehen zu können, Trigger zu erkennen und eben nicht mehr zuzulassen.
Sollte ich dies - wenn es denn so gelingt - dem GA erzählen? Eigentlich ja, aber würde der GA dann nicht einen Bericht anfordern (was geschieht dann, wenn ich nein sage?) und da weiß ich nicht, ob ich das will (die Gespräche mit dem Dok sind schon jetzt sehr sehr tief und können nicht auf einer Seite wiedergegeben werden). Oder gibt es die Möglichkeit einen eher wenig detaillierten "Kurzbericht" einzureichen? Oder nur das Ergebnis?
 
Alle Hilfe, die du dir suchst, um dein Alkoholproblem langfristig in den „Griff zu bekommen“, ist gut und zielführend.
Logischerweise wird das beim GA auch so gesehen und entsprechend bewertet.
Dass er jetzt speziell darüber einen Bericht im Nachhinein einfordert, halte ich für unwahrscheinlich.

Aber ich bin ein großer Freund von Vorentlastung.
Frage doch deinen Therapeuten, ob er dir für die MPU einen Bericht schreibt.
Wir können ihn uns hier gemeinsam anschauen und entscheiden, ob du ihn einreichst oder nicht.

Wäre das in Ordnung für dich ?
LG :smiley138:
 
Danke @Karl-Heinz , das war auch mein Gedanke. In dem Bericht braucht ja nur drin stehen, dass ich professionelle Hilfe erfolgreich für mein langfristiges Kernproblem (was mich ja vornehmlich im Leben behindert und erst in zweiter Linie für den FS wichtig ist) in Anspruch genommen habe.
Alle weiteren Details sind aus meiner Sicht privat - wenn sie denn überhaupt Erwähnung finden. Aber da kann ich am Ende sicher mit dem Therapeuten reden.
 
Du - vielen Dank! Und keinen Kopf, ich kann ja nachfragen.
(wieder übrigens ein - wenn auch klitzekleinier Schritt - für mich)
 
Das weiß ich, und es ist toll, dass du jetzt für dich einstehen kannst !
Bedürfnisse auch Anderen gegenüber zu kommunizieren, Hut ab, mein Lieber :verneigen0001:

Und genau das ist jetzt mein „Problem“ mit deinem Fragebogen.
Ich habe ihn mir durchgelesen und auch den folgenden Dialog mit dir.
Meinem Eindruck nach hast du seit Erstellung des FBs noch einmal Rieieiesenschritte gemacht.
Also, insbesondere in Bezug auf das Motiv, was ja wiederum sehr wichtige Auswirkungen auf deine Vermeidungsstrategien hat…

Wäre das eine Option für dich, ihn neu zu schreiben ?
Es müsste ja nicht der komplette sein…

Viele liebe Grüße :smiley138:
 
Du hast Recht. Es ist schon ein Kreuz mit der Entwicklung. Ich versuche einfach mehr Dinge für mich aufzunehmen, zu prüfen (sind sie gut für mich oder eher nicht) oder auch miteinander zu verknüpfen und "auszuprobieren".

Nicht nur gestern gegen Abend oder auch heute früh morgens hatte ich mir den FB angeguckt und wieder und wieder hinterfragt, warum es mir solange nicht möglich war, mein Ich zu entwickeln.

Zwei Punkte, denen ich langsam eine Verknüpfung herstelle ist der Tod meines E in 2024 und mein beginnendes Asthma. Es scheint mir so, als ob ich mein permanent gelebtes Scannen der Umgebung - wo lauern Gefahren, wo droht Gewalt... - endlich fallen lassen (eher unbewusst) konnte. Durch das bis dahin ausgeschüttete Adrenalin (oder was auch immer) bliebt mein geschädigter Körper im Alarmzustand und funktionierte. Jetzt ist dieses weg und das Asthma ist da. Keine Ahnung ob dies stimmt. Ich sehe es ähnlich wie bei Studenten, die nach der Prüfungsphasen vermehrt krank werden.
 
Ich habe folgende Frage:
Meine Kindheitserfahrungen / PTBS versuche ich ja durch eine EMDR - Therapie in den Griff zu bekommen. Ziel ist ja für mein Leben freier, unbelasteter mit Situationen umgehen zu können, Trigger zu erkennen und eben nicht mehr zuzulassen.
Sollte ich dies - wenn es denn so gelingt - dem GA erzählen? Eigentlich ja, aber würde der GA dann nicht einen Bericht anfordern (was geschieht dann, wenn ich nein sage?)
Ich habe auch gesagt das ich zur Trauma Therapie ( kein Bericht keine Bescheinigung nichts dabei gehabt ) war hat nur am Rande eine Rolle gespielt weil sonst die Aufarbeitung rund und Stimmig war und ich bin mit A1 in die MPU gegangen
 
Danke für deine Einschätzung. Ich werde mal abwarten, wie es sich entwickelt und werde einen eher "kurzen" Bericht errwirken wollen. Ohne einen Bericht, den ich direkt abgeben könnte und nicht kenne, sehe ich die Problematik, dass es sich ggf. verzögert (Arzt ist krank, Beurteilung steht aus, Nachfragen...). Mal gucken.
 
Du hast Recht. Es ist schon ein Kreuz mit der Entwicklung. Ich versuche einfach mehr Dinge für mich aufzunehmen, zu prüfen (sind sie gut für mich oder eher nicht) oder auch miteinander zu verknüpfen und "auszuprobieren".
Das machst du zum Einen -meinem Eindruck nach- sehr konsequent und zum Anderen richtig, Hut ab !

Nicht nur gestern gegen Abend oder auch heute früh morgens hatte ich mir den FB angeguckt und wieder und wieder hinterfragt, warum es mir solange nicht möglich war, mein Ich zu entwickeln.
Mmh, ich würde dir gerne diesen Druck nehmen:
Akzeptiere doch für den Moment, dass es dir nicht möglich war ( ist übrigens absolut normal ).
Du wirst später noch genügend Zeit und Kraft haben, genau das zu ergründen.
Aber lasse dir und deiner Seele Zeit, diese Kraft und Stärke zu entwickeln, zu festigen.

Zwei Punkte, denen ich langsam eine Verknüpfung herstelle ist der Tod meines E in 2024 und mein beginnendes Asthma. Es scheint mir so, als ob ich mein permanent gelebtes Scannen der Umgebung - wo lauern Gefahren, wo droht Gewalt... - endlich fallen lassen (eher unbewusst) konnte. Durch das bis dahin ausgeschüttete Adrenalin (oder was auch immer) bliebt mein geschädigter Körper im Alarmzustand und funktionierte. Jetzt ist dieses weg und das Asthma ist da. Keine Ahnung ob dies stimmt. Ich sehe es ähnlich wie bei Studenten, die nach der Prüfungsphasen vermehrt krank werden.
Für mich klingt das sehr schlüssig und zeigt mir, wie weit du schon bist !
 
Druck mache ich mir auf der einen Seite (ich könnte auch sagen: ungeduldig - ich möchte ja immer die Dinge vom tisch bekommen), auf der anderen Seite muss ich auch Dinge "wirken" lassen. An mancher Stelle werden sich ggf. Abzweigungen auftun, die ich heute noch nicht kenne.

Bzgl. meiner Luftproblematik konnten trotz div. Ärzte und Untersuchungen keine organischen Ursachen festgestellt werden. Das nährt meine o.g. Vermutung.
 
Danke - gucke ich mir die Tage an!

OT und BTW: was mich total verwundert: Mit Ausnahme, dass ich zu Arztterminen usw. gefahren werden muss, steht der FS überhaupt nicht an erster Stelle. Jeden Tag ein neues Stück meines Ich´s zu erkennen, auszuprobieren und auch zu verwerfen ist einfach phantastisch!
 
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