Wiederholungstäter

Nancy

Super-Moderator und MPU Profi
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Hallo Jeka,

ich habe deinen FB jetzt mal quergelesen und kann sagen, dass er vom Grundgerüst schon ganz gut aussieht. Wichtig ist nochmal die Frage, ob du deine erste MPU ganz sicher mit "KT" angegangen bist?

Ich gehe jetzt noch nicht auf alles ein, sondern fange mit ersten Anmerkungen an (die, die mir zunächst aufgefallen sind):

7. Wie oft haben Sie alkoholisiert am Straßenverkehr teilgenommen ohne aufzufallen und was folgern Sie daraus?

Das war 5 Mal. Restalkohol spielte eine sehr große Rolle, was mir vorher nicht bewusst war!
Die Frage wird mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht kommen, aber wenn doch sind 5x natürlich zu wenig...

Fahrten unter Alkohol

12. Warum haben Sie getrunken?
(Innere + äußere Motive)

In der Schule habe ich mich mit eine Gruppe Jugendlichen befreundet, die Alkohol getrunken haben. Ich wollte nicht aus der Reihe tanzen und hab mitgemacht. Dabei waren auch ältere Personen, die schon Erfahrung mit Alkohol hatten, und ich wollte mich in der Gruppe wie ein Mitglied fühlen.

Später beim Weggehen war Alkohol für mich ein Mittel um locker zu werden. Ich fand es nicht schlimm nach der Arbeit Paar Bier zu trinken und mich entspannen.
Hier musst du weiter ausholen und dein Trinkmotiv genauer beschreiben. Früher war es "Gruppenzwang"? Später zur Entspannung?
Das ist zu wenig. Ich muss dich daran erinnern das du Wiederholungstäter bist, somit wird dich der Gutachter danach befragen. Wie ist das Ganze so abgelaufen? Du hast deine erste MPU mit KT bestanden (?) und danach hat sich der Alk.konsum wieder schleichend erhöht? In deiner Akte liegt das Gutachten deiner ersten MPU, dieses wird der Gutachter vorab lesen, es wäre gut wenn deine Geschichte darauf aufbauen würde.
Wie ging es dann weiter? Warum konnstest du deine guten Vorsätze (die du bei der ersten MPU ja sicher bekundet hast) nicht einhalten?

18. Haben Sie früher schon einmal oder öfter über einen längeren Zeitraum bewusst und mit Absicht völlig auf den Genuss von Alkohol verzichtet?

Ja, 2 Monate vor dem ersten MPU war ich abstinent.
Warum?

23. Warum trinken Sie heute Alkohol/keinen Alkohol?
Ich will abstinent leben, weil ich eingesehen habe das Alkohol und Drogen nur Mittel zum Zweck waren. Sie waren in erster Linie für mich da um in eine Gruppe mit einbezogen zu werden. Um lockerer zu werden und Hemmungen fallen zu lassen. Ich habe gelernt dass es auch ohne Alkohol und Drogen geht, akzeptiert und in eine Gruppe mit einbezogen zu werden oder auch sich zu öffnen. Das zu erreichen geht auch mit einem abstinenten Leben.
Das mit den Drogen solltest du dir auf jeden Fall verkneifen, es sei denn du möchtest noch ein(e) FÄG/MPU deswegen machen...

Jetzt lasse ich dich erstmal zu Wort kommen bevor ich weitermache...
 

Jeka089495

Benutzer
7. Wie oft haben Sie alkoholisiert am Straßenverkehr teilgenommen ohne aufzufallen und was folgern Sie daraus?

Das war 5 Mal. Restalkohol spielte eine sehr große Rolle, was mir vorher nicht bewusst war!

Das ist aber Wahrheit. Denn wenn ich weg war habe ich mein Auto immer zuhause gelassen. Ansonst kann ich zB 20 Mal sagen oder ähnliches.
 

Jeka089495

Benutzer
18. Haben Sie früher schon einmal oder öfter über einen längeren Zeitraum bewusst und mit Absicht völlig auf den Genuss von Alkohol verzichtet?

Ja, 2 Monate vor dem ersten MPU war ich abstinent.
Warum?

Weil ich Mpu beshehen wollte, ich wusste, dass die Leberwerte Schreening durchführen.
 

Jeka089495

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23. Warum trinken Sie heute Alkohol/keinen Alkohol?
Ich will abstinent leben, weil ich eingesehen habe das Alkohol nur Mittel zum Zweck waren. Sie waren in erster Linie für mich da um in eine Gruppe mit einbezogen zu werden. Um lockerer zu werden und Hemmungen fallen zu lassen. Ich habe gelernt dass es auch ohne Alkohol geht, akzeptiert und in eine Gruppe mit einbezogen zu werden oder auch sich zu öffnen. Das zu erreichen geht auch mit einem abstinenten Leben.

Das mit den Drogen solltest du dir auf jeden Fall verkneifen, es sei denn du möchtest noch ein(e) FÄG/MPU deswegen machen...

Jetzt lasse ich dich erstmal zu Wort kommen bevor ich weitermache...

Das Wort ,,Drogen,, habe ich entfernt, die Frage 12 tue ich noch genauer bearbeiten.

Hat es Sinn in die selbe Mpu Institut zu gehen, wo ich letztes Mal war?
 

Jeka089495

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Mit Drogen hatte ich nichts zu tun, hab nur das Text von einem anderen Mitglied kopiert, denn ich wollte nicht alles nochmal schreiben und formulieren.
 

Nancy

Super-Moderator und MPU Profi
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7. Wie oft haben Sie alkoholisiert am Straßenverkehr teilgenommen ohne aufzufallen und was folgern Sie daraus?

Das war 5 Mal. Restalkohol spielte eine sehr große Rolle, was mir vorher nicht bewusst war!

Das ist aber Wahrheit. Denn wenn ich weg war habe ich mein Auto immer zuhause gelassen. Ansonst kann ich zB 20 Mal sagen oder ähnliches.
Du hattest bereits eine MPU wegen Alk., bist dann wieder alkoholisiert gefahren, das sind dann schon 2 TF und daneben warst du nur 3x mit Restalk. unterwegs? Oder wie ist deine Aussage sonst zu verstehen?


18. Haben Sie früher schon einmal oder öfter über einen längeren Zeitraum bewusst und mit Absicht völlig auf den Genuss von Alkohol verzichtet?

Ja, 2 Monate vor dem ersten MPU war ich abstinent.
Warum?

Weil ich Mpu beshehen wollte, ich wusste, dass die Leberwerte Schreening durchführen.
Du bist damals also davon ausgegangen das deine LW eher schlecht sind und hast darum auf den Alk. verzichtet? Das impliziert das du vorher (also vor der ersten MPU) nicht unbedingt "KT-konform" getrunken hast...

Mit Drogen hatte ich nichts zu tun, hab nur das Text von einem anderen Mitglied kopiert, denn ich wollte nicht alles nochmal schreiben und formulieren.
:smiley695:

Abschreiben geht gar nicht. Du solltest und musst schon deine eigenen Antworten kommunizieren...

Hat es Sinn in die selbe Mpu Institut zu gehen, wo ich letztes Mal war?
Da dein Gutachten in der Akte liegt, ist es egal zu welchem Institut du gehst. Wenn du dich damals dort wohl gefühlt hast, kannst du dort wieder hingehen.

Hallo, wo kann man das erste Mpu Gutachten holen?
Wenn du selbst es nicht mehr hast, bliebe nur noch der Weg der Akteneinsicht bei der FSSt. Ob die dich allerdings da rein schauen lassen, bevor du deinen Neuantrag gestellt hast, kann ich dir nicht beantworten...
 

Jeka089495

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Du hattest bereits eine MPU wegen Alk., bist dann wieder alkoholisiert gefahren, das sind dann schon 2 TF und daneben warst du nur 3x mit Restalk. unterwegs? Oder wie ist deine Aussage sonst zu verstehen?

Insgesamt bin ich 4 Mal alkoholisiert gefahren, und 1 Mal mit Restalkohol vom Abend. Bin meistens in der Arbeit und zurück gefahren. Wäre es sinnvoll mehrere Fahrten zu nennen?

Du bist damals also davon ausgegangen das deine LW eher schlecht sind und hast darum auf den Alk. verzichtet? Das impliziert das du vorher (also vor der ersten MPU) nicht unbedingt "KT-konform" getrunken hast...

Ich wollte vor dem Blutabnahme nicht durchfallen denn ich wusste nicht wie schnell die Leberwerte sich verbessern, wollte sicher sein. Ausserdem wäre es blöd vor dem Mpu zu trinken. Ich hab ab und zu getrunken aber vor dem Mpu wollte ich clean sein. Was heisst längere Zeitraum? Ist es über ein Monat?
 

Jeka089495

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12. Warum haben Sie getrunken?
(Innere + äußere Motive)

Hier musst du weiter ausholen und dein Trinkmotiv genauer beschreiben. Früher war es "Gruppenzwang"? Später zur Entspannung?
Das ist zu wenig. Ich muss dich daran erinnern das du Wiederholungstäter bist, somit wird dich der Gutachter danach befragen. Wie ist das Ganze so abgelaufen? Du hast deine erste MPU mit KT bestanden (?) und danach hat sich der Alk.konsum wieder schleichend erhöht? In deiner Akte liegt das Gutachten deiner ersten MPU, dieses wird der Gutachter vorab lesen, es wäre gut wenn deine Geschichte darauf aufbauen würde.
Wie ging es dann weiter? Warum konnstest du deine guten Vorsätze (die du bei der ersten MPU ja sicher bekundet hast) nicht einhalten?

Soll ich bei diese Frage Richtung Alkoholgewöhnung und Sucht arbeiten? Andere logische Trinkmotive fallen mir nicht ein?:idee0003:
 

Nancy

Super-Moderator und MPU Profi
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Insgesamt bin ich 4 Mal alkoholisiert gefahren, und 1 Mal mit Restalkohol vom Abend. Bin meistens in der Arbeit und zurück gefahren. Wäre es sinnvoll mehrere Fahrten zu nennen?
Ja, alles andere würde dir der Gutachter eh nicht glauben..

Ich wollte vor dem Blutabnahme nicht durchfallen denn ich wusste nicht wie schnell die Leberwerte sich verbessern, wollte sicher sein. Ausserdem wäre es blöd vor dem Mpu zu trinken. Ich hab ab und zu getrunken aber vor dem Mpu wollte ich clean sein. Was heisst längere Zeitraum? Ist es über ein Monat?
Ja, damit sind schon mehrere Monate gemeint...

Soll ich bei diese Frage Richtung Alkoholgewöhnung und Sucht arbeiten? Andere logische Trinkmotive fallen mir nicht ein?
In Richtung "Sucht" solltest du ganz sicher nicht arbeiten :idee0003:
Erzähle doch einfach mal wie und warum es wieder mehr geworden ist nach der ersten MPU...
 

Jeka089495

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12. Warum haben Sie getrunken?
(Innere + äußere Motive)


Ganz am Anfang in Schule war ich neugierig was Alkohol angeht und ich habe mit Freunden gelegentlich Alkohol konsumiert. Alkohol war ein Mittel um locker und offen zu bleiben. Mit 18 habe ich mein FS leicht bestanden und später mir ein Pkw gekauft. Die Gewohnheit Alkohol zu trinken habe ich damals nicht erkannt. Danach hat mein erstes Unfall passiert. Ich habe aber danach mein trinkverhalten nicht geändert denn ich war der Meinung dass ich alles unter Kontrolle hatte und mein trinkkonsum gelegentlich war. Nach Ablauf der Sperrfrist habe ich Mpu bestanden und mein FS wieder bekommen. Trinkverhalten blieb ungeändert. Manchmal hatte ich Filmrisse wenn ich Spirituosen konsumiert habe. Und später kam das zweite FS Entzug . Innere Motiv war langjährige Gewöhnung zu trinken indem hat sich ziemlich starke alkoholtoleranz entwickelt. Hab mehr getrunken um auf den selbe Rauschstufe zu bleiben. Und wie es gezeigt hat habe ich Kontrolle verloren. Ich habe immer mehr Alkohol gebraucht um besoffen zu sein und es hat zu Abstürzen geführt. Äußere Motive sind meine Umgebung denn fast immer wenn ich mich mit Freunden getroffen habe haben wir getrunken egal ob im Disco, bar oder zuhause. Mal wenig mal ganz viel.
 

Jeka089495

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Kurz zusammengefasst sind die Motive:
-leichtere Kommunikation (auch mit anderen Geschlecht)
-Dazugehörigkeit(Gruppenzwang)
-Problemverarbeitung im Beruf (Stress wegen Nichterhalt der Lohn)
-Arbeitszeiten/Schichtarbeit( viele Überstunden)
 

Nancy

Super-Moderator und MPU Profi
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Gut Jeka, fasse das doch mal in einem überarbeiteten Fragebogen zusammen was wir hier zuletzt "besprochen" haben, dann ist es wesentlich einfacher darauf einzugehen...
 

Jeka089495

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12. Warum haben Sie getrunken?
(Innere + äußere Motive)


Ganz am Anfang in Schule war ich neugierig was Alkohol angeht und ich habe mit Freunden gelegentlich Alkohol konsumiert. Alkohol war ein Mittel um locker und offen zu bleiben. Mit 18 habe ich mein FS leicht bestanden und später mir ein Pkw gekauft. Die Gewohnheit Alkohol zu trinken habe ich damals nicht erkannt. Danach hat mein erstes Unfall passiert. Ich habe aber danach mein trinkverhalten nicht geändert denn ich war der Meinung dass ich alles unter Kontrolle hatte und mein trinkkonsum gelegentlich war. Nach Ablauf der Sperrfrist habe ich Mpu bestanden und mein FS wieder bekommen. Trinkverhalten blieb ungeändert. Manchmal hatte ich Filmrisse wenn ich Spirituosen konsumiert habe. Und später kam das zweite FS Entzug . Innere Motiv war langjährige Gewöhnung zu trinken indem hat sich ziemlich starke alkoholtoleranz entwickelt. Hab mehr getrunken um auf den selbe Rauschstufe zu bleiben. Und wie es gezeigt hat habe ich Kontrolle verloren. Ich habe immer mehr Alkohol gebraucht um besoffen zu sein und es hat zu Abstürzen geführt. Äußere Motive sind meine Umgebung denn fast immer wenn ich mich mit Freunden getroffen habe haben wir getrunken egal ob im Disco, bar oder zuhause. Mal wenig mal ganz viel.
 

Nancy

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Administrator
Diesen Beitrag hatte ich bereits in der #51 gelesen. Mir ging es darum das du den gesamten Fragebogen überarbeitet einstellst. Es macht keinen Sinn einzelne Aussagen zu kommentieren.
 

Jeka089495

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1. Beschreiben Sie den Tag Ihrer Trunkenheitsfahrt aus eigener Sicht mit Datum und Uhrzeiten.
(wann, wo und mit wem getrunken / wann und wie aufgefallen / Promille)

Am 14.04.2011 hatte ich einen freien Tag und habe festgestellt, dass ich nicht genügend Geld von meinen Chef von Nebenjob bekommen habe. Mittags bin ich zu ihm gefahren um das Problem zu klären. Jedoch ohne Erfolg. Später habe ich mich mit zwei Freunden getroffen und wir sind in die Stadt gefahren um was zu essen. Um 20:00 Uhr habe ich mein Auto geparkt und wir sind nochmal in die Stadt mit dem öffentlichen gefahren. Um 21:00 Uhr waren wir in einem Bar. Die ganze Geschichte mit dem Lohn hat mich immer mehr gereizt. Ca. 7 Stunden waren wir dort und ich habe 8 Helles 0,5L getrunken und immer wieder zwischendurch auch 0.2 Glas Wodka und Ouzo getrunken. Am Ende war ich sehr stark alkoholisiert und viel mehr über die Geschichte mit dem Lohn aufgeregt. Um ca. 04:30 Uhr haben wir den Bar verlassen und sind mit dem anderen Freund Richtung Heim gefahren, der wollte mich bis Zuhause begleiten. Als ich zuhause war, wollte ich nicht dort bleiben und bin mit dem Autoschlüssel Richtung KFZ gegangen, um ein DVD abzuholen. Plötzlich wollte ich zur Tankstelle fahren und dort noch was zu trinken holen. So bin ich ins Auto eingestiegen und auf Gas gedrückt. Jedoch habe ich gleich die Kontrolle verloren, das Auto hatte beschädigte Servolenkung. Gleich bin ich in die geparkte Autos reingefahren. Ich stand zuerst unter Schock und bin von Unfallstelle abgehauen. Nach ca. 5 Minuten aber zurückgekommen. Dann kam die Polizei und hat mich zur Blutentnahme mitgenommen. Das BAK ergab 2,22 Promille.


2. Was und wie viel haben Sie am Tattag insgesamt getrunken? (Genaue Angaben in Sorte, Menge, Trinkzeit)

Um Ca.21:00 Uhr trinken angefangen. Um Ca. 04:30 Uhr aufgehört. Getrunken wurde 8 Bier Helles 0,5L. Immer wieder zwischendurch Gläser 0,2 Mit Wodka und Ouzo.

3. Wie viel Kilometer fuhren Sie, bis Sie aufgefallen sind und wie viel Kilometer wollten Sie insgesamt fahren?

Ich habe sofort den Unfall verursacht. Das war an der Straße, wo ich geparkt habe. Ich hatte kein genauen Plan, wie lange und wohin ich fahren wollte.


4. Hatten Sie das Gefühl, noch sicher fahren zu können? (Ja/Nein + Begründung)

Ja, in diesem Moment hatte ich das Gefühl noch Fahren zu können. In der Vergangenheit habe ich mir nämlich durch meinen Alkoholmissbrauch eine Trinkfestigkeit aufgebaut denn man überschätzt sich sehr leicht wenn man trinkt und den Körper eine Alkoholtoleranz hat. Heute weiß ich, dass bei zunehmender Menge Alkohol die Kontrollfähigkeit über sich selbst immer mehr verloren geht.


5. Wie haben Sie die Trunkenheitsfahrt vermeiden wollen (wenn überhaupt)?
Eigentlich war es nicht nötig überhaupt zu fahren. Aber aufgrund meiner starken Alkoholisierung und meiner Leichtsinnigkeit in diesen Moment, bin ich dann doch in das Auto gestiegen und gefahren.


6. Haben Sie bereits früher im Straßenverkehr unter Alkoholeinfluss gestanden und sind aufgefallen?

Ja, im Juli 2008. Da habe ich TF gehabt und sollte danach zu MPU.


7. Wie oft haben Sie alkoholisiert am Straßenverkehr teilgenommen ohne aufzufallen und was folgern Sie daraus?

5 Mal war ich stark alkoholisiert. Ca. 10 Mal waren das 3-4 Biere vor dem Fahrt.


8. Wann hatten Sie den ersten Kontakt mit Alkohol und wann haben Sie das erste Mal Alkohol zu sich genommen? (Allererste Erinnerung und erster Konsum)

Den ersten Kontakt woran ich mich erinnern kann war bei meinem Opa im Ferienhaus. Es war ein Wochenende und meine Familienmitglieder haben gegrillt und Alkohol getrunken. Ich war damals 5. Ich selbst hatte das erste Mal mit 13 Alkohol getrunken.


9. Haben Sie regelmäßig Alkohol getrunken, und wie hat sich ihr Trinkverhalten in den letzten Jahren entwickelt?

Ja, mein Alkoholkonsum war regelmäßig.

Mit 13 habe ich das erste Mal Alkohol probiert.

Mit 15 habe trank ich gelegentlich Bier.

Mit 17 habe ich angefangen wegzugehen. Dann habe ich mit Freunden auch Wodka und Jack Daniels bestellt.

Also man kann die steigende Entwicklung sehen, vor allem den Umstieg von leichte alkoholische Getränke auf hochprozentige.

10. Wie viel und wie oft haben Sie getrunken?
(Genaue Angaben in Sorte, Menge, Häufigkeit)

Mit 13 hatte ich zum ersten Mal Alkohol probiert. Es waren Alkopops. Ca. 5,0% Alk. Bis 15 habe ich aber nicht getrunken.

Mit 15 kam das Bier. Es wurde unregelmäßig getrunken. Überwiegend am WE. Nicht jede Woche aber in Mengen 3-5 Bier 0,5L pro Treff.

Mit 17 waren 3-5 Bier 0,5L. Ca. 1 Mal im Monat Wodka Bull, Jackicola wenn ich weggegangen bin(ca. 4-6 Gläser). Das Bier habe ich ca. 2 Mal im Monat getrunken. Menge 3-5 Bier0,5L am Abend.

Mit 19 4-6 Bier 0,5L einschließlich Wodka, Jack Daniels beide gemischt mit Saft, Cola usw. alles an einem Abend. Ca. 2 Mal im Monat. Jägermeister kam auch dazu.

Ab 24 habe ich ca. 2-3 Mal im Jahr Wodka, Jack Daniels oder Jägermeister getrunken, 5-7 Gläser. Bier fast jede Woche bis 5 Flaschen 0,5L.

Seit 11.03.17 abstinent.

11. Wo und mit wem haben Sie überwiegend getrunken?
Überwiegend oder fast immer habe ich mit meinen Freunden in Club, zuhause oder beim Grillen im Sommer getrunken.


12. Warum haben Sie getrunken?
(Innere + äußere Motive)


Ganz am Anfang in Schule war ich neugierig was Alkohol angeht und ich habe mit Freunden gelegentlich Alkohol konsumiert. Alkohol war ein Mittel um locker und offen zu bleiben und hat geholfen leichter zu kommunizieren, auch mit Mädels. Beim Weggehen war ich in der Clique wo jeder getrunken hat und habe mitgemacht. Fast immer wenn ich mich mit Freunden getroffen habe haben wir getrunken egal ob im Disco, Bar oder Zuhause. Mal wenig mal ganz viel. Mit 17 habe ich eine Ausbildung zum Kaufmann im Einzelhandel angefangen. Es waren viele Überstunden und allgemein ziemlich stressige Arbeit auch nach der Ausbildung, dass ich öfter getrunken habe, um mich zu entspannen. Die Gewohnheit Alkohol zu trinken habe ich damals nicht erkannt. Danach hat mein erstes Unfall passiert. Ich habe aber danach mein Trinkverhalten nicht geändert denn ich war der Meinung dass ich alles unter Kontrolle hatte und mein Trinkkonsum gelegentlich war. Nach Ablauf der Sperrfrist habe ich Mpu bestanden und mein FS wieder bekommen. Trinkverhalten blieb unverändert. Manchmal hatte ich Filmrisse wenn ich Spirituosen konsumiert habe. Und später kam das zweite FS Entzug . Ich konnte den Stress wegen Nichterhalt der Lohn bei Nebenjob nicht bewältigen. Es hat sich ziemlich starke Alkoholtoleranz entwickelt. Hab mehr getrunken um auf den selbe Rauschstufe zu bleiben. Und wie es gezeigt hat habe ich Kontrolle verloren. Ich habe immer mehr Alkohol gebraucht um besoffen zu sein und es hat zu Abstürzen geführt.

13. Welche Wirkung haben Sie in der Vergangenheit nach Alkoholgenuss bei sich beobachtet? (bei wenig und bei viel Alkohol)

Bei wenig Alkohol war ich mehr kontaktfreudig und habe mehr mit Freunden diskutiert. Manchmal habe ich mich müde gefühlt oder hatte Lust weiter zu trinken.

Bei viel Alkohol war ich ständig außer Kontrolle, hab mich leicht provoziert gefühlt. Habe auch enorm diskutiert und ständig was vergessen oder Filmrisse gehabt.


14. Gab es kritische Hinweise Anderer auf Ihren Alkoholkonsum und wie haben Sie darauf reagiert?

Ja, die gab es. Wenn ich zu viel getrunken habe und es z.B. zu einer Streiterei kam, wurde mir gesagt, dass ich den ganzen Abend schon leicht gereizt und auf jede Provokation angesprungen bin. Wenn es dann zu den besagten Situationen gekommen ist, habe ich mich natürlich geschämt dafür wenn ich wieder nüchtern war. Ich musste feststellen, dass so ein Verhalten doch peinlich ist.


15. Welche Auswirkungen und Folgen hatte Ihr Alkoholkonsum auf Ihr Leben und Ihr Umfeld?
Negative Auswirkungen von Alkohol waren z.B. das ich wegen eines Raubes eine Bewährungsstrafe bekommen habe. Da stand ich unter Alkoholeinfluss.

Dazu kommen meine Trunkenheitsfahrten. Ich habe aufgrund ein zu hohen Alkoholisierung nicht unterscheiden können, was richtig und was falsch ist. Von meiner damaligen Gefühlslage mal abgesehen, die ich ebenfalls nicht unter Kontrolle hatte, stieg ich so in ein Auto. Ich verursachte 2 Unfälle und gefährdete andere Menschen mit meinen Verhalten.


16. Gab es in Ihrem bisherigen Leben frühere Zeiten, in denen sie weit mehr Alkohol als heute getrunken haben?

Wenn ja, nennen sie bitte die Lebensabschnitte und mögliche Ursachen und Umstände dafür.

Kann ich nicht mehr vergleichen, weil ich jetzt abstinent lebe.


17. Haben sie jemals die Kontrolle über ihre Trinkmenge verloren und bis zur Volltrunkenheit Alkohol konsumiert?

Ja, mehrmals. Das letzte Mal im Sommer 2013.


18. Haben Sie früher schon einmal oder öfter über einen längeren Zeitraum bewusst und mit Absicht völlig auf den Genuss von Alkohol verzichtet?

Ja, 2 Monate vor dem ersten MPU war ich abstinent. Ich wollte vor dem Blutabnahme nicht durchfallen denn ich wusste nicht wie schnell die Leberwerte sich verbessern, wollte sicher sein. Ausserdem wäre es blöd vor dem Mpu zu trinken. Ich hab ab und zu getrunken aber vor dem Mpu wollte ich clean sein.


19. In welcher Kategorie von Trinker haben sie sich früher gesehen und wie stufen Sie sich heute rückblickend ein?(mit Begründung)


Früher war ich ein Disco, -Wochenend,- oder Geselligkeitstrinker. In der Woche war ich eben der normale Arbeiter, habe aber selten Bier getrunken. Am Wochenende wollte ich was erleben. Ich habe den Alkohol als Spaßfunktion missbraucht und um mein Ego zu stärken. Auch habe ich den Alkohol benutzt um irgendwo Anschluss zu finden. Heute kann ich mich in keine Kategorie von Trinkern einstufen, da ich seit dem 11.03.2017 abstinent lebe.

20. Trinken Sie heute Alkohol? Wenn ja, was, wie viel und wie oft?

(Genaue Angaben in Sorte, Menge, Häufigkeit)

Nein, ich lebe Abstinent seit 11.03.2017


21. Wann haben Sie zuletzt Alkohol getrunken?
Von 10. Zum 11.03.2017


22. Trinken sie gelegentlich alkoholfreies Bier?
Nein, ich halte meine Abstinenz streng ein.


23. Warum trinken Sie heute Alkohol/keinen Alkohol?


Ich will abstinent leben, weil ich eingesehen habe das Alkohol nur Mittel zum Zweck waren. Sie waren in erster Linie für mich da um in eine Gruppe mit einbezogen zu werden. Um lockerer zu werden und Hemmungen fallen zu lassen. Ich habe gelernt dass es auch ohne Alkohol geht, akzeptiert und in eine Gruppe mit einbezogen zu werden oder auch sich zu öffnen. Das zu erreichen geht auch mit einem abstinenten Leben.


24. Warum haben Sie das Trinken reduziert bzw. aufgegeben und warum nicht schon eher?
Ich habe das Trinken aufgegeben, weil ich gemerkt habe, dass Alkohol mich langsam krank macht. Außerdem werde ich vom Alkohol unmotiviert. Im Jahr 2017 hatte ich vor, eine Weiterbildung zu beginnen und habe auch im April 2018 damit angefangen. Und da brauche ich viel Konzentration und Wille beim Lernen. Im Verbindung mit Alkohol wäre das Unmöglich denn Alkohol sehr störend auf Lernprozess wirkt.


25. Wie haben Sie die Änderung Ihres Trinkverhaltens erreicht und dabei die Umstellungsphase erlebt?
In erster Linie habe ich den Konflikt mit mir selbst gelöst. Ich habe es nicht mehr nötig zu trinken um akzeptiert zu werden. Eine weitere Änderung für mein Verhalten waren Menschen, die mir nahe stehen. Sie haben mir Hoffnung zugeredet, dass ich das mit meiner Abstinenz locker hinbekomme. Meine Umstellung in die Abstinenz viel mir nicht schwer. Ich hatte den Ergebnis genau vor Augen was passiert, wenn die Kontrolle über sich selbst verloren geht. Meine Entscheidung stand fest, nie wieder Alkohol. Ich habe festgestellt, dass die Abstinenz mir persönlich gut tut und neu Kraft gegeben hat. Woran ich mich jedoch anfangs gewöhnen musste war, dass ich zu Feierlichkeiten einer der wenigen bin, alkoholfreie Getränke zu trinken. Aber auch das stört mich nicht mehr, im Gegenteil, es stärkt mein Selbstbewusstsein.


26. Wie wirkt sich Ihr geändertes Verhalten auf Sie, Ihr Leben und Ihr Umfeld aus?


Ich bin definitiv ruhiger und sesshafter geworden. Ich handle viel bedachter und lasse mich nicht mehr so schnell aus der Ruhe bringen. Mein Umfeld ist begeistert an meinen Veränderungen. Auch sehen sie meinen Willen das durchzuziehen und unterstützen mich dabei. Mich hat der Ehrgeiz gepackt, meine Weiterbildung zu bestehen. Ich wollte allen zeigen, dass ich auch ohne Alkohol leben kann.


27. Wie stellen Sie sicher, dass Ihr neues Verhalten dauerhaft stabil bleibt?


Ich stelle sicher nicht in meine alten Gewohnheiten zu verfallen denn ich mich mit meine Weiterbildung beschäftige. Da ich meine berufliche Situation verbessern will, muss ich viel Zeit beim Lernen verbringen und viel Leistung bringen. Es bleibt keine Zeit fürs Trinken.

Außerdem habe ich aufgrund einiger Vorfälle von alten Freunden getrennt. Dazu gehe ich normalen Freizeitaktivitäten nach und verbringe mehr Zeit mit meiner Familie.


28. Können Sie sich vorstellen, jemals wieder in Ihre alten Gewohnheiten zurückzufallen? (mit Begründung)

Einen Rückfall schließe ich aus. Sollten aber wieder Situationen entstehen wo ich mit dem Gedanken spiele, Alkohol zu konsumieren, wende ich mich an meine Bezugspersonen. Ich werde heute und in Zukunft offen über meine Probleme reden und nach Lösungen suchen. Ich möchte, dass solche Situationen wie im Jahr 2008 und 2011 erst gar nicht entstehen. Natürlich weiß ich, dass ich auch vor professioneller Hilfe keine Angst haben brauch.


29. Wie wollen sie in Zukunft das Trinken vom Fahren trennen?
Ich halte mich immer an meine Abstinenz.


30. Haben Sie zum Abschluss noch etwas hinzuzufügen? Nein
 
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