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Zweite Alkoholfahrt 1,69 Promille

was würdet ihr mir denn zb empfehlen was für eine MPU Beratung ich machen sollte dann nach meiner Therapie? Bei meiner letzten MPU bin ich komplett ohne Vorbereitungkurs durchgekommen. Da gab es auch ein ähnliches Forum und ein Buch was mir riesig geholfen hat. Damals war mein Ziel aber nur die MPU zu bestehen , den rest habe ich nicht für voll genommen. Heute bin ich schlauer. Aber eine MPU Beratung vorzuzeigen ist wahrscheinlich genau so die Eintrittskarte wie die 15 Monate abstinenz oder?
 
Aber eine MPU Beratung vorzuzeigen ist wahrscheinlich genau so die Eintrittskarte wie die 15 Monate abstinenz oder?
nein.
Für den Fall, dass deine alte MPU noch in den Akten ist:*
eine MPU nach einer bestandenen wird hammerhammerhart, da darfs keinerlei Widersprüche geben. Mit oberflächlichem Geblubber hast Du da keine Chance, Du wirst auch mit der bestandenen MPU nochmal konfrontiert werden. Er wird dich auseinandernehmen, woran es lag, dass Du Deine damaligen Vorsätze nicht einhalten konntest. Und er wird mit der Prognose sehr vorsichtig sein.
Ein guter Vorbereiter prüft dich da auf Herz und Nieren.

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* MPU 2016, neuer Vorfall 3/2026 ... da mögen jetzt die Verwaltungsexperten einschätzen, ob der Gutachter die alte MPU in den Händen hält
 
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Du kannst Einblick in deine Führerscheinakte nehmen, dazu am sinnvollsten einen Termin vereinbaren. Dann ist auch klar ob die sich überhaupt noch in der Führerscheinakte befindet.

Ob die damalige MPU-Stelle dir noch eine Kopie zuschicken kann weiß ich nicht, da ich deren Aufbewahrungsfristen nicht kenne. Aber Versuch macht klug.
 
Wenn die Neuerteilung 2016 im Januar oder Februar war, wird es aus der Akte entfernt.

Falls nicht, empfiehlt es sich für dich, jetzt schon einen Antrag auf Akteneinsicht zu stellen, dass du dein altes GA in deine jetzige Vorbereitung mit einbeziehen kannst.
 
Hey zusammen, ich befinde mich aktuell seit 4 Wochen (von 13) in Langzeittherapie und es geht mir super hier und bin froh den schritt gegangen zu sein. Was würdet ihr mir Empfehlen nach der Therapie zu machen? Die Selbsthilfegruppen in meiner Stadt sprechen mich mal garnicht an. Gibt es erfahrungen zu Online Selbsthilfegruppen? Werden die bei der MPU anerkannt? In meinem Therapiebericht wird auch mit Sicherheit drin stehen das ich so ca 1x die Woche THC konsumiert habe (was ich auch nicht mehr tun werde) , sollte ich das bei meinen Abstinenznachweisen mit berücksichtigen lassen bzw könnte das zu Problemen in der MPU führen?
 
Auch wenn Du keine THC-Fragestellung hast, spielen natürlich psychoaktive Stoffe IMMER eine Rolle, weil sie massiv die Selbstkontrolle (z.B. für die Abstinenznotwendigkeit) heruntersetzen. Und der Gutachter soll ja eine Langzeitprognose geben.
Ich würde da zumindest als Argumentationsverstärker schon mal 6 Monate Nachweise mitbringen. Ich vermute, dass man Dir während der Therapie auch zu stabiler THC-Abstinenz geraten hat...

Der Gutachter weiss, dass für eine stabile Abstinenz eine Selbsthilfegruppe - zumindest statistisch - eine sehr vielversprechende Basis ist - er wird dich fragen, was genau Dir denn da an der zur Verfügung stehenden Auswahl nicht gepasst hat?
Er erwartet zudem, dass Du Dein Alkoholproblem ernst nimmst, dazu gehört auch, dass Du halt leider nun mal besondere Initiative ergreifen musst, um auch wirklich trocken zu bleiben. Wichtig ist auch ein guter Kontakt zur Suchtberatung vor Ort (für den Notfallkoffer) und eine gute Begründung, warum Du Dich in einer Selbsthilfegruppe besser aufgehoben fühlst als in einer anderen. So richtig berichtet aus dem echten Leben. Und ja: online ist besser als nix. Hauptsache, der Gutachter spürt, dass Du es ernst meinst.

Und vllt passt ja dann auch gleich die Frage gut hierher:
Wieviele dieser Angebote hast Du schon ausprobiert? Und was genau hindert Dich an der Teilnahme an den jeweils vorhandenen lokalen Angeboten?
 
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Lieber Reimer,
schön das du eine Einrichtung gefunden hast die dir gefällt. Ich denke, dass dies einer der wichtigsten Schlüssel zum Erfolg ist!
Zur SHG: ich selbst habe auch erst im 3. Versuch eine SHG gefunden, die zu mir und meinen Erwartungen/ Ansprüchen passt. Selbst bekannte Namen bedeuten eben nicht zwingend, dass es passt.
Ich kann dich nur ermutigen, weiter auch im Umland zu suchen, selbst wenn die Anfahrt schwieriger ist. Es lohnt sich für dich! Deine innere Einstellung verstärkt sich - unabhängig von der MPU! Das ist zumindest DAS, was für mich zählt. Die MPU ist ein paar Stunden - ICH bin lebenslang.
Gruß
 
Ich glaube bei deinem Fall wären 15 Monate Abstinenz der sicherere Weg. Mit der Therapie und dem Aufenthalt im Krankenhaus würde das wahrscheinlich als Alkoholabhängigkeit (A1) eingestuft. Daher ist auch egal, dsas deine Sperrfrist vorher endet.
Wenn du dem Gutachter auch ehrlich sagst, dass du früher Joints geraucht hast, solltest du auch bei den Abstinanznachweisen auf Cannabis testen lassen. Damit kannst du beweisen, dass du nicht einfach auf Cannabis statt Alkohol umgestiegen bist.
 
Wenn du dem Gutachter auch ehrlich sagst, dass du früher Joints geraucht hast,
Es zu sagen, würde die H-null festigen, auf Nachfrage müsste es eh zugegeben werden, weil ->
In meinem Therapiebericht wird auch mit Sicherheit drin stehen das ich so ca 1x die Woche THC konsumiert habe (was ich auch nicht mehr tun werde)

Ansonsten stimme ich Dir zu. Die A1 ist amtlich, wenn die Krankenkasse eine entsprechende Therapie zahlt. Die macht das nur, wenn eine Suchtkrankheit von Fachleuten diagnostiziert wurde. Eine Verzichtsentscheidung auch hinsichtlich Cannabis ist wichtig, schon allein, weil psychoaktive Substanzen die Selbstkontrolle beeinflussen - und Selbstkontrolle wird @reimer1993 brauchen, um die Abstinenz erfolgreich aufrecht zu erhalten. Das verlangen auch die buk, ohne jedoch explizit Nachweise zu fordern. Ich würde diese aber ebenfalls (zumindest als Argumentationsverstärker) beilegen.


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Bei meiner letzten MPU bin ich komplett ohne Vorbereitungkurs durchgekommen
Die MPU nach einer bestandenen wird idR hammerhammerhart - Du wirst Dich genau damit auseinandersetzen müssen, wie es sein konnte, dass Du Dein Vorhaben aus der letzten MPU nicht umsetzen konntest. Viele Gutachter bohren da sehr genau nach.
 
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Ich glaube bei deinem Fall wären 15 Monate Abstinenz der sicherere Weg. Mit der Therapie und dem Aufenthalt im Krankenhaus würde das wahrscheinlich als Alkoholabhängigkeit (A1) eingestuft. Daher ist auch egal, dsas deine Sperrfrist vorher endet.
Wenn du dem Gutachter auch ehrlich sagst, dass du früher Joints geraucht hast, solltest du auch bei den Abstinanznachweisen auf Cannabis testen lassen. Damit kannst du beweisen, dass du nicht einfach auf Cannabis statt Alkohol umgestiegen bist.
Meinst du 15 Monate nach Therapie oder die 3 Monate inkl. Therapie? Also ich würde dann definitiv auf Alkohol & THC testen lassen. Zu den Selbsthilfegruppen nochmal : Ich würde eine Online Gruppe bevorzugen allein aus dem Grund das ich ab Januar viel auf Geschäftsreisen sein werde und mich dann lieber Montag abend irgendwo Online einklinke und nicht an einen Ort gebunden bin. Hat jemand erfahrungen wie das mit den Urinnachweisen ist? Kann ich das vorher anmelden das ich von Montag-Freitag unterwegs sein könnte und die Tests dann zb am Wochenende stattfinden?

@joost
Die MPU nach einer bestandenen wird idR hammerhammerhart - Du wirst Dich genau damit auseinandersetzen müssen, wie es sein konnte, dass Du Dein Vorhaben aus der letzten MPU nicht umsetzen konntest. Viele Gutachter bohren da sehr genau nach.
Das ist mir absolut bewusst. Bei meiner damaligen MPU war ich noch sehr jung und hatte niemals vor mit dem Konsum aufhören , habe dem Psychologen ja nur was vorgegaukelt.. 10 Jahre später sitze ich hier und bin meinem Problem absolut bewusst
 
Meinst du 15 Monate nach Therapie
kurze Frage, lange Antwort:
15 Monate Abstinenz ist der pauschale Rahmen. Die buk gehen davon aus, dass bei einer stationären Therapie eh kein Alkoholkonsum möglich ist, also wird in diesem Falle noch ein Nachweis von 12 Monaten nach erfolgreichem Therapieende gefordert, denn man geht davon aus, dass eine stationäre Therapie 3 Monate dauert. 3 + 12 = 15. Passt.

Die aktuelle Entwicklung zeigt jedoch, dass viele Therapien eine verkürzte Normdauer von 2 Monaten haben. Damit hätte man, mit obiger Forderung, nur 14 Monate nachgewiesen, die buk tragen dem keine Rechnung. Wie die Gutachter damit umgehen? Ich glaube, das wissen sie selbst noch nicht so eindeutig...
Mein Vorschlag in diesem Falle:
Vllt lieber auf Nummer sicher gehen, zumindest aber Haare zur MPU mitbringen, so dass noch ein rückwirkender Nachweis möglich ist, der vllt den fehlenden Monat mit auffängt, wenn das der Gutachter gerne hätte.

Ambulant sieht es anders aus, man bewegt sich ja die ganze Zeit "In freier Wildbahn". Hier sind 15 Monate Nachweis klar gefordert, 6 davon nach Ende der Therapie.

Hat jemand erfahrungen wie das mit den Urinnachweisen ist? Kann ich das vorher anmelden das ich von Montag-Freitag unterwegs sein könnte und die Tests dann zb am Wochenende stattfinden?
nope - bestimmt NICHT!
Man wird Dir dann gut planbare Haarproben empfehlen, alternativ ggf peth (da bin ich mir unsicher)

Edit: auch Peth-Termine erfolgen kurzfristig. Details kannst Du hier nachlesen:
www.uniklinik-freiburg.de/rechtsmedizin/forensische-toxikologie/default-d15dee9b5c/kapillarblutentnahme.html
Du kannst bestenfalls eine streng vorgeschriebene Anzahl an "Urlaubstagen" geltend machen., in denen Du dann sicher nicht einbestellt wirst.
 
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Nach meinen Informationen geht es auf keinen Fall. Auch regelmässig jede Woche von Mo- Fr kann bei den möglichen Fehlzeiten zu Problemen führen. Was mache Labore anbieten sind unterschiedliche Entnahmestellen in einem AN - Vertrag.
 
Mit deinen Geschäftsreisen am besten alle 3 Monate eine Harrprobe auf Alkohol und THC machen bis du die 15 Monate voll hast. Das ist gut planbar. Und im Zweifel lieber ein wenig zu lang Nachweisen als zu kurz, da eine vergeigte MPU viel teurer ist als eine Harranalyse zu viel.
 
Du kannst bestenfalls eine streng vorgeschriebene Anzahl an "Urlaubstagen" geltend machen., in denen Du dann sicher nicht einbestellt wirst.
Genau so ist es - ich musste während der 15 Monate Abstinenz Urin meine Abwesenheits Tage durch Urlaub und Reise Arbeitstage auch extrem einschränken. Es wurden tatsächlich nur die im Vertrag beschriebenen „Urlaubstage“ bzw. Anwesenheitstage gewährt

Ich habe 12 Monate Urin gemacht und als klar war ich muss auf 15 Monate verlängern „Haare“. Haare hatten den Vorteil das man das gleich terminiert bekommen hat, während Urin immer spontan ist
 
alle 3 Monate eine Harrprobe auf Alkohol und THC machen bis du die 15 Monate voll hast. Das ist gut planbar. Und im Zweifel lieber ein wenig zu lang Nachweisen als zu kurz, da eine vergeigte MPU viel teurer ist als eine Harranalyse zu viel.
Nur bei Alkohol liegt die Nachweiszeit in einer Haaranalyse bei 3 Monaten.
Bei anderen Substanzen sind es 6 Monate.

P.S.: Was qualifiziert dich zum „MPU-Assistent“en ?
 
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