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Drogen-MPU wegen Fahrt unter THC und Methamphetamin

Mammo

Neuer Benutzer
Hallo liebes Forum,
Nach monatelangem stillem Mitlesen will ich mich nun mal ins Licht wagen. Es ist toll dass es Euch gibt. Bevor ich den Profilfragebogen poste, kurz noch ein paar Infos. Ich bin gerade noch in einer verkehrspsychologischen Einzel-Intervention bei welcher noch 2 Sitzungen ausstehen. Die bevorstehende MPU macht mir schon etwas Sorgen da meine Drogen-Geschichte lang und von einigen Substanzen begleitet war. Andererseits hoffe ich auch auf etwas Milde da ich strafrechtlich nie auffällig war, keine Punkte habe und daher auch meine Führerscheinakte schmal sein sollte. Ich war bis zum Verlust des Führerscheins durchgängig berufstätig, wohne im 2015 gebauten Eigenheim mit lieber Tochter und toller Lebensgefährtin. Finanziell geht es uns ganz gut. Wir wohnen auf dem Dorf.

Die Hauptfrage die sich mir stellt ist, warum ich es überhaupt so weit hab kommen lassen. Dass es mir zu gut ging und ich schlechte Angewohnheiten hatte, wird dem Gutachter nicht reichen. Die Sitzungen bei meiner VP waren diesbezüglich bisher wenig tief gehend. Entweder hält sie mich für einen hoffnungslosen Fall (hoffentlich nicht) oder als Konsumgründe für die 1. MPU reicht tatsächlich ein feiger Betrug an der großen Jugend-Liebe, ein Berufsstart fern der Heimat, falsche Freundeskreise und Nachtarbeit.
Die Aufarbeitung der Änderungen/Einstellungen in der Abstinenzzeit steht noch aus. In 2 Doppelstunden erwarte ich aber auch da nicht mehr so viel.
Bezüglich Hypothesen-Einordnung sieht sie mich offenbar noch nicht in D1, da von Alk-Abstinenz keine Rede war. Ich hatte auch kein Craving oder Entzugserscheinungen. Die Umgewöhung war aber kein Leichtes nach den vielen Jahren.

Ich hatte eigentlich immer viel Glück im Leben. Klingt heuchlerisch aber ich sah es von Anfang an als Glück dass mich der Verlust des Führerscheins rausgeholt und davor bewahrt hat mich früher oder später selbst hinzurichten. Weniger schön, dass es mich auch den Job gekostet hat aber egal. Mein Abstinenzentschluss steht, mir geht es wirklich gut und so soll es bleiben.

Den Fragebogen selbst bearbeite ich nun schon wochenlang. Hoffe dass ich in den nächsten Tagen durch bin. So wirklich psychologischen Tiefgang krieg ich aber irgendwie noch nicht hin. Eben kein leichter Fall. :)

Liebe Grüße!


FB Drogen


Zur Person

Geschlecht: männlich

Alter: 45



Was ist passiert?

Drogensorte: THC, Methamphetamin

Konsumform (Dauer und Häufigkeit je Substanz):

THC regelmäßig seit fast 25 Jahren

Meth seit 2013 gelegentlich, seit 2015 regelmäßig

Datum der Auffälligkeit: 09.04.25



Drogenbefund

Blutwerte: THC 24ng/12ng/180ng, Meth 100ng

Schnelltest: positiv auf Beides

Beim Kauf erwischt: Nein

Nur daneben gestanden: Nein



Stand des Ermittlungsverfahrens

Nur OWi -> 1100eu Bußgeld

Gerade erst passiert: -

Polizei hat sich mit den Blutwerten gemeldet: Mai ˋ25

Verfahren gegen Bußgeld eingestellt: -

Verurteilt: -

Strafe abgebüßt: -



Führerschein

Hab ich noch: Entzug durch FEB

Hab ich abgegeben: 25.08.25 verzichtet

Hab ich neu beantragt: 29.09.26

Habe noch keinen gemacht: -



Führerscheinstelle

Hab schon in meine Akte geschaut Ja/Nein: wenn vollständig

Sonstige Verstöße oder Straftaten?: Nein

Genaue Fragestellung der FSSt (falls bekannt): -



Konsum

Ich konsumiere noch: Nein

letzter Konsum: THC 21.07.25, Meth 09.04.25



Abstinenznachweis

Haaranalyse: läuft bis Mitte Januar ´27 -> 15 Monate voll

Urinscreen: -

Keinen Plan: Nein



Aufarbeitung

Drogenberatung: Erstgespräch zum Kennenlernen

Selbsthilfegruppe (SHG): -

Psychologe: Einzel-Intervention bei Dekra

Ambulante/stationäre Therapie: -

Keine Ahnung: Nein



MPU

Datum: Geplant Jan/Feb ´27

Welche Stelle (MPI): TÜV Thüringen

Schon bezahlt?: Nein

Schon gehabt?: Nein

Wer hat das Gutachten gesehen?: -

Was steht auf der letzten Seite (Beantwortung der Fragestellung)?: -



Altlasten

Bist du Rückfalltäter?: Erstmalig aufgefallen.
 
Hallo Mammo,

auch wenn du schon seit Juli bei uns bist, noch ein herzliches Willkommen im Forum. :smiley138:

Ich finde das was du in deinem Eingangstext geschrieben hast, klingt schon sehr reflektiert, und ich bin sicher, wir alle hier warten gespannt auf deinen ausgefüllten Fragebogen.
Wenn du vorab Fragen hast, frage einfach hier im Thread nach. :)
 
Hallo Nancy, Hallo Forum,

Habe mir gestern die halbe Nacht um die Ohren geschlagen und den Fragebogen fertig ausgefüllt. Es ist viel Text und sicher habe ich auch bei einigen Fragen weit ausgeholt. Habe aber versucht viel Persönliches einzubringen. Was fehlt ist wahrscheinlich noch Kindheit, Erziehung und Eltern. Hier gäbe es schon noch Dinge die Einfluss haben aber ich kann da Manches noch schwer einordnen.

1. Wann haben Sie das allererste Mal von illegalen Drogen gehört?
  • In der 7. Klasse im Sozialkunde-Unterricht
2. Wann haben Sie das erste Mal konsumiert? (Datum)
  • THC 1999
  • Crystal 2013
3. Wie sah der Konsum aus? (Konsumbiografie-Was, Wie, Welche Gelegenheit?)

THC
  • Ab´99 Mo-Fr 1-3mal über die Woche verteilt abends im Lehrlingswohnheim in der Gruppe Gras/Hasch geraucht. Je nach Verfügbarkeit. Wegen damals allgemein noch schlechter Verfügbarkeit, mittels Bong versucht die Wirtschaftlichkeit hoch zu halten. Im weiteren Verlauf habe ich auch selbst nie gelernt Joints zu bauen, stets Bong geraucht.
  • Ab ´01 Dosis langsam gesteigert zu täglichem Konsum (>=300 Tage im Jahr). Zunehmend auch alleine.
  • Je nach beruflicher/privater Anforderung ab ´05 auch schon mal morgens. Direkt auf Arbeit oder unterwegs nie. Bis 2014 im Wochenmittel je nach Verfügbarkeit 4g Hasch oder 6g Gras.
  • Ab ´14 bis zum Delikt im April´25 gleiches Konsummuster aber Menge gesteigert auf 8g Gras/Woche.
Crystal
  • Ab Anfang 2014 Einstieg mit 1 Line je 0,1g pro Woche am Wochenende abends in der Gruppe
  • Ende ˋ14 Ausweitung Konsum zunehmend auf Wochentage, anfangs zu Nachtschichten, dann im Verlauf des Jahres und mit Beginn Hausbau nahezu täglich, immer morgens nicht mehr abends, fast nur noch allein im stillen Kämmerchen. Max. wöchentliche Menge steigt bis 1g.
  • Ab ´16 weiterhin Konsum täglich morgens, Menge bis zum Delikt im April ´25 auf 1g pro Woche konstant halten können. >=300 Tage/Jahr Konsum
  • Ich besorgte alle 7-8 Tage 1g das ich mir entsprechend aufteilte
4. Haben Sie Drogen zusammen mit Alkohol konsumiert?
  • Nein, sicherlich in jungen Jahren probiert aber nach schlechten Erfahrungen in Kombination mit THC schnell bleiben lassen
5. Wie ist der Umgang mit Alkohol gewesen?
  • Bis zum Drogen-Konsumstop nur zu Anlässen (typisch Familienfeiern) bis 6 mal jährlich max 2 Bier 0,5l.
6. Sonstige Suchtmitteleinnahme?
  • Ich trinke morgens 2 Tassen Kaffee und rauche 15 Zigaretten am Tag. Nachmittags ggf. noch eine Tasse Kaffee.
7. Haben Sie bei sich negative Folgen festgestellt?
  • Durch Cannabis zog ich mich nach und nach von meinem (nicht konsumierenden) sozialen Umfeld zurück. Ich mied größere Veranstaltungen die ich sonst immer schätzte. Diesbezüglich wurde ich gleichgültig. Ich war mental weniger leistungsfähig, introvertiert und weniger empathisch. Ich legte weniger Wert auf mein Äußeres und auf meine Gesundheit.
  • Crystal steigerte meine Leistungsfähigkeit scheinbar, wirkte sich aber schnell negativ auf die Gesundheit aus. Schon innerhalb der ersten Monate bemerkte ich dass ich Gewicht verliere, die Zahngesundheit und das Hautbild leiden. Auf das morgendliche High folgte Erschöpfung am Abend. Durch halbwegs gesunde Ernährung und Begrenzung der Dosis konnte dieser Verfall verlangsamt werden, schritt aber immer weiter voran. Selbstüberschätzung hatte später beruflich negative Auswirkungen.
8. Haben Sie trotz negativer Folgen weiter konsumiert?
  • Ja. Ich merkte dass ich mich gesellschaftlich isoliere und meine Gesundheit leidet. Das hielt aber immer nur bis zur nächsten Dosis THC.
  • Bezüglich Crystal erschreckt mich das heute besonders. Ich war in Sorge ohne die Droge in ein Leistung-Loch zu fallen oder auf Arbeit nicht mehr genug leisten zu können. Ich hatte mich schon gut auf den morgendlichen Kick konditioniert.
9. Was für Werte wurden bei Ihrer Auffälligkeit festgestellt?
  • 24ng THC 12ng OH 180ng COOH
  • 100ng Methamphetamin
10. Wann und wieviel haben Sie in der Woche vor der Auffälligkeit konsumiert?
  • Täglich nachmittags/abends 1g Cannabis, Morgens 0,15g Crystal
11. Wieviel und was haben Sie am Tag der Auffälligkeit Konsumiert?
  • Morgens bis 10Uhr 0,15g Crystal und 0,5g Cannabis
12. Gab es einen besonderen Grund für diesen Konsum?
  • Bezüglich Crystal war es wie jeden Morgen. Cannabis hatte ich an diesem Tag auch schon morgens konsumiert. Ich hatte Urlaub. Unsere Tochter war die Nacht davor und noch bis abends bei Oma und Opa.
13. Wie sind Sie auffällig geworden?
  • Die Polizei wendete nach einer Vorbeifahrt auf einer Nebenstraße (Bundesstraße war Baustelle), folgte mir und unterzog mich einer allgemeinen Verkehrskontrolle (nicht anlassbezogen). Alkoholtest und Drogenschnelltest folgten. Anschließend ab zur Blutentnahme. Meinen Führerschein erhielt ich nach der Blutabnahme wieder zurück.
Nur für die, die im Straßenverkehr ermittelt wurden(auch Parkplatz):

14. Was war der Zweck der Fahrt?
  • Ich war dabei eine neue Starterbatterie für die selten genutzte Familienkutsche zu besorgen. Wir waren in Vorbereitung eines Familienurlaubs an diesem Tag. Gegen 10Uhr beim Ausparken aus dem Carport erwies sich die Batterie als schwach und am nächsten Tag wollten wir pannenfrei losfahren.
15. Wie weit wollten/sind Sie (ge)fahren?
  • Vom Heimatort bis zum ATU ~25km, auf dem Rückweg wurde ich nach etwa 3km kontrolliert
16. Wie oft waren sie bereits unter Drogeneinfluss im Straßenverkehr unterwegs?
  • Angesichts langjährigen täglichen Konsums und viel Verkehrserfahrung von 1,2Mio KM schätzungsweise 4-5000mal
17. Wie haben Sie den Konflikt zwischen dem Drogenkonsum und dem Führen eines Kraftfahrzeuges gelöst?
  • Es gab keinen Konflikt mehr. Ich achtete höchstens noch darauf nicht all zu offensichtlich/zu stark berauscht unterwegs zu sein um möglichst nicht erwischt zu werden. Eine Trennung von Konsum und Fahren fand nicht mehr statt.
18. Wieso ist es verboten unter Drogeneinfluss ein KFZ zu führen?

(Beschreibung bitte für die zutreffende Substanz)
  • THC verlangsamt Reaktionszeiten, verändert zeitliches und räumliches Empfinden, falsche Einschätzung von Situationen und veränderte Reaktion auf Gefahren, Blendempfindlichkeit nimmt zu
  • Crystal führt zu Selbstüberschätzung, führt evt. zu schnellem und riskantem Fahren, Situationen und Gefahren können anders bewertet und unangemessen reagiert werden
19. Wie lange stehen Sie nach dem Konsum von Drogen unter deren Einfluss?
  • Je nach Konsummuster kann THC bis 72h nachwirken, Crystal je nach Menge bis 2 Tage
20. Sind sie sich darüber im Klaren, welche Folgen es bei einem täglichen Konsum gibt?
  • Täglicher Konsum kann zu Abhängigkeit führen
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Warum ist es passiert?

21. Welche persönlichen Hintergründe gab es für den Drogenkonsum?
  • Als ich im Lehrlingswohnheim erstmals in Kontakt mit Cannabis kam war ich neugierig, hatte aber auch großen Respekt. Die meiner damaligen Meinung nach coolste Gruppe zog mich aber auch an und ich wollte dazugehören. Schon weil ich Nichtraucher war, schaute ich mir das Treiben mindestens 1Jahr an und probierte dann erstmals. Bis zum Ende der Lehrzeit rauchten wir 1-3 mal über die Arbeitswoche in der Gruppe. Hier fanden gefühlt die rauschendsten Partys statt (mit und ohne THC) und wir fühlten uns im Mittelpunkt in unserer kleinen eigenen Welt.
  • In der Heimat hatte ich mit 16 meine erste große Liebe gefunden, hatte nicht zuletzt durch sie einen großen Freundeskreis und war bekannt und geachtet. Wir ließen keine Veranstaltung aus und auch hier liebte ich das Gefühl im Mittelpunkt zu stehen.
  • Nach Ende der Lehrzeit änderte sich mein Leben radikal und der Konsum nahm zu. Um nach der Ausbildung im Unternehmen zu bleiben, entschied ich mich eine Anstellung im 200km entfernten Kassel anzunehmen. Plötzlich war ich als Küken von Kollegen jenseits der 40 umgeben. Die Stimmung auf Arbeit war schlecht wegen stetem Stellenabbau und Angst um die Zukunft des Standorts. In der Freizeit in Kassel versäumte ich es mir Anschluss und Beschäftigung zu suchen.
  • In der Heimat hinterging und betrog ich meine große Liebe mit einer anderen Frau und verlor dadurch nicht nur sie. Ich schämte mich sehr dafür wie ich sie behandelt hatte und zog mich großteils vom bisherigen Freundeskreis zurück. Ich war zu feige unseren gemeinsamen Freunden nach dieser Aktion in die Augen zu schauen und hatte Angst vor einer zufälligen Begegnung. Ich lief lieber weg. Die Beziehung zu meiner „Affäre“ hielt dann auch nicht lange. Sie merkte dass ich mit meinen Gedanken woanders bin, mich nicht öffnen will und mich zurückziehe.
  • Ich verbrachte also fortan die Wochenenden bei einigen meiner ehemaligen Azubi-Kollegen mit Kiffen, Discobesuchen, Feiern und Chillen. Dabei deckte ich mich immer öfter auch mit Vorrat für die Woche ein. Die Wochentage verbrachte ich mit Arbeiten, Kiffen und Zocken. Ich fühlte mich einsam und hilflos und betäubte mich. Ich fraß den immer noch anhaltenden Schmerz über den Verlust meiner Jugendliebe und meine Scham immer tiefer in mich hinein. Wirklich geöffnet habe ich mich weder Freunden noch einigen kurzen Beziehungen.
  • Nach Arbeitsplatzwechsel nach Frankfurt 2004 und anschließend Bamberg im Jahr 2006 änderte sich zwar meine Umgebung aber mein Cannabis-Konsummuster nicht mehr groß. Bis 2010 gab es an Wochenenden dann auch Konsum von Amphetamin sowie Probierkonsum von Kokain, MDMA, LSD und Pilzen.
  • Meinen Freundeskreis verlagerte ich nach und nach weg von meinen Azubi-Kollegen hin zu Konsumenten an meinem Heimatort. Im Nachbarort existierte ein abseits gelegener Clubraum wo sich die Szene traf. Hier lernte ich auch meine jetzige Lebensgefährtin kennen.
  • Ab 2010 wurden die Anforderungen auf Arbeit immer größer und ich stieg in ein Schicht-System mit 7-Tage Früh/Spät/Nacht-Schichten ein. Ich war seit 2006 mit dem Wechsel nach Bamberg Pendler mit 80km einfacher Strecke und wohnte wieder bei meinen Eltern. Ich dachte ich könnte die Last mit immer häufiger Amphetamin besser bewältigen. Bis 2013 gehörte Amphetamin dann schon fest zu Nachtschichten und zum Feiern am Wochenende dazu. Cannabis nahm ich unverändert täglich weiter aber meist erst nach Arbeit. Vor Spätschichten auch schon mal morgens. Am Wochenende von früh bis spät.
  • Ab 2013 tauchte dann immer öfter Crystal auf und trat an die Stelle von Speed. Ich war anfangs skeptisch, schloss mich aber auch hier wieder der Gruppe an und konsumierte fortan. Privat, beruflich und finanziell lief es ansonsten gut. Ich hatte eine neue Liebe gefunden und eine Tochter war unterwegs.
  • Ab 2015 und beim Bau meines Eigenheims wurde die morgendliche Line dann zur Gewohnheit. In einem halben Jahr unbezahlten Urlaubs und 10-12h täglich auf dem Bau mit meinem Vater und Freunden zogen wir den Rohbau in Eigenregie hoch. Ich hatte mir eine große Last aufgeladen und dachte es ohne „Doping“ nicht schaffen zu können. Meine Eltern hatten immer eine große Erwartungshaltung. Ich kiffte weiter nachmittags/abends zum Einschlafen und runterkommen. Morgens nur an Ruhetagen.
  • Dieses Konsummuster war zur festen Gewohnheit geworden und fest im Tagesablauf integriert. Ich behielt es über 10 weitere Jahre bei. Wie schon beschrieben: Ich war in Sorge ohne Crystal in ein Leistung-Loch zu fallen oder auf Arbeit nicht mehr genug leisten zu können. Ich hatte mich an den morgendlichen Kick gewöhnt.
22. Wie hat sich Ihr Umfeld über Ihren Drogenkonsum geäußert?
  • Meine Eltern und meine Schwester gaben mir schon früh die Rückmeldung dass es böse enden wird und hießen es nicht gut. Dass ich kiffe war Ihnen schon seit der Ausbildung bekannt. Crystal wusste niemand von. Da ich beruflich und finanziell aber gut zurecht kam wurde es nie weiter thematisiert, regelrecht tot geschwiegen. Ein echtes Problem in unserer Familie. Mit meiner Lebensgefährtin sprach ich öfter darüber dass wir etwas ändern müssen. Gerade weil unsere Tochter es früher oder später mitbekommt und die Anforderungen in der Erziehung größer werden. Mir war bewusst dass ich mich mit dieser „Druckbetankung“ langsam aber sicher hinrichte.
23. Gab es Ereignisse in Ihrem Leben, die zu verstärktem Konsum geführt haben?
  • Die einsame, traurige Zeit zum Berufsstart. Damit verbunden die Lücke und die Scham über den Betrug an meiner Jugendliebe. Beruflicher Stress und starke private Belastung wie Hausbau.
24. Haben Sie sich an Jemand um Hilfe gewandt, um den Drogenkonsum zu beenden?

(Warum, wann, wer?)
  • Die Einzel-Intervention durch eine Verkehrspsychologin der DEKRA hat mir geholfen. Kurz nach dem Cannabis-Stop half es sehr einer neutralen Person meine Geschichte zu erzählen und Tipps zu erhalten wie ich stabil abstinent bleibe. Ich habe auch ein Erstgespräch bei der örtlichen Suchtberatung (TWSD Thüringen) wahr genommen. Ich wollte diesbezüglich Distanz abbauen und jemanden in der Nähe haben an den ich mich bei möglichen Problemen oder drohenden Rückfällen wenden kann. Ich war überrascht wie unkompliziert das lief und dass wertvolle Hilfe nur eine kurze Busfahrt entfernt ist. Die verkehrspsychologische Intervention fand zum Teil am Beginn der Abstinenz statt. Nach 12 Monaten Bewährungsphase fanden noch 2 Doppelstunden statt.
  • Mit meiner Lebensgefährtin habe ich geklärt dass Drogen in unserem Haus Geschichte sind. Wir gehen sehr offen miteinander um und bestärken uns gegenseitig. Mit dem Schritt zur Abstinenz und vielen Gesprächen lernten wir uns besser kennen als in den Jahren zuvor
25. Gibt es in Ihrer Familie aktenkundige Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz oder Suchtkrankheiten?
  • Mein Opa väterlicherseits hat seine Sorgen und Einsamkeit nach dem Tod von Oma im Alkohol ertränkt. Das Ganze endete mit einem Schlaganfall, der ihn zum Pflegefall machte. Das hat mich als Kind sehr geprägt da ich es unmittelbar miterlebt habe. Mein Vater hat bis zu Beginn seiner Rente viel Alkohol getrunken aber mit Beginn der Rente den Konsum aus eigener Kraft komplett eingestellt.
26. Hatten sie Konsumpausen/spitzen?

Warum? Wann?
  • Unterbrechungen Konsum bis zu 2 Wochen zu Urlaubssreisen 2mal jährlich, 4 Wochen bei Einstellungsuntersuchung 2021 (mit Drogentest), einige Tage bei Bewerbungsgesprächen oder jährlichen Betriebsarztterminen. Einige Male im Jahr gab es 1-2 Wochen lang nichts zu kaufen beim Dealer. Seit 15 Jahren holte ich immer bei der selben Person Nachschub.
  • Konsumspitzen waren für THC die Zeit in Kassel und Frankfurt in der Mietswohnung verbunden mit den oben beschriebenen Problemen.
27. Was hat Sie daran gehindert, ohne Droge abzuschalten?
  • Nichts außer mir selbst. Ich hab es versäumt Alternativen zum Kiffen zu suchen und mich hängen lassen. Ich bin handwerklich begabt, sportlich und (immer noch) attraktiv. Ich hätte sportliche und gesellschaftliche Angebote wahrnehmen können die mich genauso erfüllt hätten. Ich hätte mehr über meine Gedanken reden müssen.
28. Waren Sie gefährdet in eine Drogenabhängigkeit zu geraten?
  • Ja
29. Waren sie drogenabhängig?
  • Nein. Die negativen Auswirkungen nahmen zwar stetig zu aber beruflichen, familiären und finanziellen Verpflichtungen kam ich nach. Meine finanzielle Situation war jederzeit gut und ist es bis heute.
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Wieso passiert das nicht wieder?



30. Hätten sie, rückblickend, eine Drogenkarriere verhindern können?

  • Ich habe mich oft in den falschen Kreisen bewegt und mich mitziehen lassen anstatt Nein zu sagen. Ich hätte über Dinge die mich belasten offen sprechen müssen und Probleme nicht in mich hineinfressen sollen. Belastungssituationen und Gewohnheitsbildung hätte ich anders begegnen können wenn ich mich besser mit psychologischen Grundlagen wie Lerntheorien und Stressmanagement ausgekannt und mich besser reflektiert hätte. In den Interventionssitzungen konnte ich dazu viel Nützliches mitnehmen.
31. Wieso haben Sie sich für eine Abstinenz entschieden?

  • Ich hatte die Kontrolle verloren und möchte sie zukünftig behalten. Seit Jahren ist keiner der ursprünglichen Gründe für den Konsumbeginn mehr wirksam. Meine Tochter und Lebensgefährtin brauchen etwas Besseres als einen ständig benebelten Papa. Ich sehe um mich herum wie meine Freunde und ehemaligen Klassenkameraden gesellschaftlich akzeptiert und integriert sind. Ich hingegen habe mich durch Drogen zum Sonderling entwickelt, der sich immer weiter isoliert hat. Das ändert sich nun wieder. Meine Eltern kommen auch langsam in ein Alter wo ich helfen und unterstützen muß. Ich bin nüchtern und gesund für sie da.
32. Beschreiben Sie den Punkt, an dem Sie sich für ein abstinentes Leben entschieden haben (Knackpunkt)

  • Als die beiden jungen Polizisten mich stoppten sah ich kommen wie die Kontrolle endet und dass sich mein Leben ändern muss. Ich stritt nach dem Schnelltest zwar noch ab konsumiert zu haben, ließ den Bluttest dann einfach geschehen, war ruhig und gefasst. Es musste früher oder später so kommen. Den Verlust der FE habe ich gebraucht um endlich etwas zu ändern. Es grenzt an ein Wunder dass all die Jahre nichts Ernsthaftes passiert ist. Mittlerweile sehe ich es als glücklichen Umstand dass ich erwischt wurde. Ein Unfall hätte mein und andere Leben zerstören können.
33. Wieso kommt für Sie nur Abstinenz und nicht gelegentlicher Konsum in Betracht?

  • Ich befürchte in alte Muster zurückzufallen und wieder die Kontrolle zu verlieren. Das kann ich nur durch Abstinenz sicher verhindern.
34. Wie haben Sie die Umstellung zur Abstinenz erlebt?

  • Der sofortige Verzicht auf Crystal nach dem Delikt fiel mir nicht so schwer wie befürchtet. Ich machte mir viele Gedanken über meine berufliche Zukunft und wie ich mit alldem umgehen soll was auf mich zukommt. Ich empfand es eher als befreiend als ich merkte dass es keinen echten Mehrwert gab. An die Stelle in der Werkstatt wo ich immer konsumierte stellte ich mir nach einigen Tagen eine neue Kaffeemaschine. Trank morgens 2 starke Kaffee. Ich war auf Arbeit weniger launisch, belastbarer und kommunikationsfreudiger.
  • Nach 4 Wochen Abstinenz fand auf eigenes Betreiben ein Gespräch mit meinem mittelbaren Vorgesetzten statt. Es war ein unglaubliches Gefühl sich mal richtig mit klarem Kopf über all das was mir in unserem Team nicht passte auszulassen. Das hatte ich mir in den 5 Jahren davor nicht getraut. Ich hatte mir selbst immer ein zu großes Arbeitspensum auferlegt und wollte wissen ob sich das wenigstens irgendwie gelohnt hat. Im Endeffekt hatte sich mein Teamleiter in unseren Teamergebnissen gesonnt und meine beiden Team-Kollegen sich jahrelang ausgeruht. Als HighPerformer hatte nur ich mich gesehen. Immerhin bekam ich danach 1000eu Bonus. Bravo Mammo.
  • Auf das Gespräch folgte nach weiteren 6 Wochen mein schonungsloses Outing beim Betriebsarzt. Mit der Entbindung von der Schweigepflicht und trotz negativem Urin-Screening war klar: ich hatte den Grundstein für meine Entlassung gelegt. Ich hing zwar am Job, nicht aber an den zugehörigen Menschen.
  • Die Abstinenz von Cannabis zog sich etwas hin. Der Entschluss stand fest, der Weg dahin noch nicht. Nach dem Delikt waren wir 2 Wochen im Urlaub. Direkt danach als der Alltag wieder einkehrte griff ich nach 2 Tagen abends wieder zur mal zur Bong. Ich erhoffte mir besser einschlafen zu können weil mein Outing beim Betriebsarzt in den nächsten Wochen anstand und die Sorgen um die nächste Zeit groß waren. Der Konsum brachte aber dann gar nicht mehr die erwünschte Wirkung. Das Gedankenkarussell begann nun erst richtig zu drehen, ich hatte Gewissensbisse und konnte kein Stück besser schlafen. So erging es mir dann auch bei den weiteren 2 Konsumzeitpunkten bis ich am 21.07.25 die Abstinenz startete. 2 Tage vor unserem nächsten Urlaub. Die Bong hab ich am Tag danach im Bundle mit den 10g restlichen Marihuana meinem ehemaligen Dealer geschenkt. Ich habe Ihn seitdem noch einmal beim Einkaufen gesehen. Außer dem Konsum und Stoff verband uns nichts.
  • Schon bei der Reduktion des Cannabiskonsums stellte ich nach kurzer Zeit positive Veränderungen fest. Ich begann wieder zu träumen. Ich träumte von Dingen die teils Jahrzehnte zurücklagen aber mich offenbar unterbewusst immernoch beschäftigten. Von meinem Opa, meiner Jugendliebe, Menschen die ich ewig nicht mehr gesehen hatte. Ich hatte meine Entwicklung im bisherigen Leben auch nie reflektiert, jetzt kam vieles wieder hoch.
  • Das Kiffen war immer mit dem Gang in die Garage und dem Griff zur Bong verbunden. Ich habe Zigaretten immer verschmäht und zu Hause meine Nikotinsucht ausschließlich mit der Bong gestillt, also z.B. morgens Tabak pur geraucht. Nur unterwegs rauchte ich Zigaretten. Wenn ich kiffte krümelte ich Gras zum Tabak dazu. Der Griff zur Bong in so vielen Freizeitsituationen hatte sich im Kopf festgesetzt und es war anfangs schwer ohne den chemischen Impuls. Vor allem bezüglich Arbeiten rund ums Haus und meinen Hobbies. Ich machte mir deshalb einen Wochenplan mit unumgänglichen Tätigkeiten wie Aufräumen, Putzen, Gartenarbeit, Rasenpflege etc. um nichts auf die lange Bank zuschieben. Wir vereinbarten in der Familie regelmäßige Belohnungen in Form von Bestellungen, Wochenendtrips und Einkaufstouren. Es waren monatlich 600eu mehr in der Kasse die vorher für Drogen drauf gingen.
  • Ich hörte hobbymässig immer sehr gerne Musik auf meiner selbstgebauten Hifi-Anlage in der Garage. Es war ebenfalls festes Ritual hierzu zu kiffen. Ich konnte da die ersten Monate garnicht ran. Ich hatte mir immer eingeredet dass THC mein Gehör verändert/verbessert und nüchtern kam nicht mehr so richtig Spaß auf. Ich habe dann beschlossen mir neues Equipment zu kaufen und neue Lautsprecher zu bauen. Dazu trank ich 1-2 mal in der Woche auch mal ein 0,33l Bier zum Anschubsen. Die Holzarbeiten und die elektronische Abstimmung gingen mir besser denn je von der Hand und das Ergebnis nach einigen Wochen war großartig. Es klingt besser denn je und macht wieder Spass. Ich habe gemerkt wenn ich ausgepowert bin, kann ich wunderbar bei etwas Musik ausspannen. Das klappt mittlerweile auch ohne ein Bier dazu.
  • Ab November ˋ25 ca. 3 Monate nach Entzug des Führerscheins ging ich dann in die Arbeitslosigkeit. Diese besteht auch aktuell noch da wir auch mit einem Gehalt gut zurecht kommen. Es tat weh da ich meinen Job mit Leidenschaft machte und alles gut zu meinen Lebensumständen passte (Außendienst mit Betriebsauto). Ich habe mich seitdem viel mehr im Haushalt engagiert, habe meiner Tochter mehr Zeit gewidmet (Internet-Führerschein) und konnte trainieren wie ich mit freier Zeit nüchtern umgehe. Auch hier half es mir wieder meine Woche im Voraus zu planen, damit nicht zu viel Zeit auf dem Sofa drauf geht. Ich begann mehr und gesünder zu kochen wie vorher und auch unseren Garten zu verschönern. Den Haushalt schmeiße ich seitdem großteils allein und das fühlt sich gut an und macht mich stolz
  • Das Arbeitsamt musste natürlich mit Bewerbungsbemühungen zufrieden gestellt werden. Diese hielten sich angesichts 28 Beitragsjahren zur Arbeitslosenversicherung aber in Grenzen. Ich hatte 3 ernsthafte Bewerbungen, 3 Bewerbungsgespräche und hätte 2 Stellen antreten können. Die Verdienstmöglichkeiten waren aber deutlich unter Niveau Arbeitslosengeld und mit enormem Zeitaufwand verbunden wegen schlechter Anbindung an die Öffis. Ich würde künftig sehr gerne wieder im Außendienst beim Kunden arbeiten. 20 Jahre Büro hatte ich schon, das möchte ich nur ungern wieder.
  • Meine Tochter ist mit 12 Jahren nun in einem Alter das Eltern immer mehr herausfordert. Ein 15-Jähriger hat sie unbemerkt über die sozialen Medien so eingewickelt, dass sie sich nachts heimlich wegschlich um sich mit ihm zu treffen. Er hat noch keinen Führerschein und die Beiden haben eine Spritztour mit seinem Simson unternommen. Ich bekam das am nächsten Tag durch Unachtsamkeit meiner Tochter mit. Auf Ansprache meinerseits reagierte der Junge frech und ablehnend. Im Kontakt mit meiner Tochter immer mehr übergriffig. Ich war daraufhin bei unserem Dorf-Polizisten und habe ihn um Hilfe gebeten. Ich hatte mein ganzes Leben Angst vor Polizisten. Jetzt kann ich mich wieder wie ein ehrbarer Bürger fühlen und zucke nicht mehr zusammen wenn sich eine Uniform nähert.
35. Wer hat Ihnen dabei wie geholfen?

  • Vertrauensperson Nummer 1 ist meine Lebensgefährtin. Ich habe ihr nach dem Delikt erstmals meine wirklich ganze Geschichte erzählt. Wir haben all die Jahre gemeinsam konsumiert und beschlossen auch gemeinsam den Ausstieg. Wir konnten uns gegenseitig bestärken und haben viel über unsere Entwicklung und Unterschiede zu vorher gesprochen.
  • Ebenso wichtig ist mir meine Schwester. Sie ist auf den Tag genau 10 Jahre älter als ich und ich respektiere sie sehr. Ich habe mit ihr über meinen Führerscheinverlust und die Gründe dafür gesprochen. Ich hatte schon immer ein schlechtes Gewissen ihr gegenüber. Über 20 Jahre lang stand ein rosa Elefant im Raum der jetzt endlich weg ist.
  • Mein bester Freund kennt meine Geschichte auch bis ins Detail. Bis vor 3 Jahren war er auch noch Konsument. Eine Entzündung des Herzmuskels hat seine Herzleistung auf 30% reduziert und ich helfe ihm viel in Haus und Garten. Damit helfe ich mir auch selbst. Gespräche mit ihm sind intensiv und vertraut weil wir uns seit dem Kindergarten kennen.
36. Wie reagiert Ihr Umfeld auf diese Umstellung?

  • Mein sonstiges Umfeld besteht im Großen und Ganzen noch aus meiner/unserer Verwandtschaft und meinen Eltern. Wir haben seit dem Einzug ins neue Haus vor 10 Jahren kein wirkliches Familienfest ausgerichtet. Das haben wir dieses Jahr geändert und den 50. meiner Lebensgefährtin groß gefeiert. Ich weiß dass jeder in meinem Umfeld merkt dass ich mich zum Besseren verändere.
  • Es fällt im Dorf sicher auf dass wir uns wieder mehr an gesellschaftlich Ereignissen wie z.B. Kirmes beteiligen und unser Garten in neuem Glanz erstrahlt. Wir werden uns auch beim Karneval wieder sehen lassen.
  • Bei Elternabenden in der Schule treffe ich ehemalige Klassenkameraden. Sie merken dass ich mich mehr beteilige und gesünder wirke. Beim Klassentreffen 2023 hat man mich noch gefragt ob ich krank bin.
37. Haben Sie nach der Auffälligkeit weiterhin Kontakt zu Ihren Drogenbekannten gehabt?

  • Den Kontakt zum Dealer habe ich abgebrochen. Wir haben uns seitdem einmal kurz beim Einkaufen getroffen und gegrüßt. Vielmehr auch nicht. Eine mir bekannte Szene existiert seit langem nicht mehr und ich möchte auch keine mehr kennen lernen.
38. Haben Sie nach Ihrer Auffälligkeit miterlebt, wie Ihre Bekannten Drogen konsumiert haben?

  • Nein
39. Wie haben Sie in Zukunft vor mit Cannabis/dem Konsum umzugehen?

  • Garnicht. Ich werde mich von Konsumenten fernhalten. Ich kenne keine Orte mehr an denen konsumiert wird bzw. verlasse die Orte wenn ich mich da wiederfinden sollte.
40. Haben Sie zu Hause Cannabis?

  • Nein
41. Wie wollen Sie es gegebenen Falls in Zukunft verhindern, nochmals unter Drogeneinfluss ein KFZ zu führen?

  • Ich werde meine Abstinenz einhalten.
42. Wie wollen Sie einen beginnenden Rückfall erkennen?

  • Ich weiß dass die Gefahr eines Rückfalles immer da sein wird. Wenn ich beginne Negatives wieder in mich hinein zu fressen und ich nicht darüber rede. Wenn mich Dinge stark be- oder überlasten und ich nicht entsprechend gegensteuere. Beim Gegensteuern werden mir auch Kenntnisse in Verhaltenstherapie und Stressmanagement helfen. Wenn ich gar nicht klar komme, kann ich mir professionelle Hilfe holen.
43. Wie ist derzeit der Konsum von Alkohol bei Ihnen?

  • Aktuell trinke ich max. 2 mal unter der Woche abends ein 0,33 Bier zum Abendessen oder in meiner Hobbywerkstatt. Zusätzlich am Wochende evt. ein Glas Wein 0,2l mit meiner Frau.
  • Alkoholeinfluss beeinträchtigt schon immer mein Sprachzentrum stark, daher trinke ich auch zu Anlässen keine hohen Mengen. Ab 2 halben Bier krieg ich die Zunge nicht mehr rum. In der Intervention haben wir die Möglichkeit einer Suchtverlagerung besprochen. Ich achte darauf meinen Alkoholkonsum im risikoarmen Bereich zu halten.
 
29. Waren sie drogenabhängig?
  • Nein.
schau da hinsichtlich Meth bitte nochmal ganz skeptisch hin ...

Der sofortige Verzicht auf Crystal nach dem Delikt fiel mir nicht so schwer wie befürchtet.
ein netter Versuch, abzulenken^^.
Also: wie schwer fiels Dir? Was hast Du erlebt?
(der Gutachter fragt da mit ziemlicher Sicherheit auch recht genau nach. Der weiss, dass gerade Meth extrem schnell süchtig macht.)
Cave: wenn Du verharmlost, gefährdest Du die H-null*.

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* "kann ich diesem Menschen da vertrauen?"
 
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