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TF Fahrrad (Fahrrad geschoben)

… „dumm“ würde ich persönlich jetzt gar nicht denken. Das klingt mir zu hart. Vielleicht eher etwas beratungsresistent. ;)

Sorry, dass ich dich so angehe. Deine Reaktionen erinnern mich halt an jemanden. Diese Person ist auch sehr direkt. Ich berichtete gestern von dieser Person und du hast mich wieder an eine Situation denken lassen, die er in der MPU erlebt hatte. Er wollte auch keine Aufarbeitung zu dem Zeitpunkt.

Und eigentlich sollte ich dich gar nicht mit „unprofessionellen Tipps“ volltexten, aber du hilfst mir gerade - wenn auch vermutlich nicht beabsichtigt - bei meiner eigenen Aufarbeitung, weil du mich gerade einen Abschnitt daraus reflektieren lassen hast. Dafür danke ich dir tatsächlich.

Die Geschichte gebe ich dir trotzdem:
Es war einmal ein MPU-Klient, der wurde bei der Begutachtung von der Psychologin immer wieder dasselbe gefragt. Irgendwann war der Klient so genervt und meinte:

„Gute Frau, Sie schreiben doch mit. Sie haben eine Brille mit Gläsern so dick wie Aschenbecherböden – wenn Sie sich meine Angaben nicht merken können, könnten Sie das doch einfach nachlesen.“

Sagen wir mal so… die Stimmung war danach wohl eher ausbaufähig.
 
Die Geschichte gebe ich dir trotzdem:
Natürlich würde ich so nie reagieren und bin privat auch ganz anders (wie ich schonmal sagte eher zurückhaltend, schüchtern--->deswegen Alkohol auf Partys?) aber einige hier sind wie Ignaz schon schrieb ein bisschen passiv-aggressiv unterwegs und da wehre ich mich natürlich.
Vielleicht eher etwas beratungsresistent.
Ich würde sagen ich bin eher skeptisch in Bezug zu den Beratungsangeboten hier im Forum, da einer das so sagt und der andere so und dann widersprechen sich die Leute hier..., die denken sie wären die Profis. Wie gesagt...hab hier und woanders schon viel gelesen. Damals und heute.
Aber ich höre mir immer erstmal alles an.

Und keine Sorge Julchen..., bei dir klingt das alles noch höflich und taktvoll was du so schreibst. Du gehst mich nicht an. :)
 
So nebenbei: @Karl-Heinz ist einer der fähigsten Berater hier, der weiss genau was er tut. Sehr genau.
Wenn euch das nicht gefällt, würde ich euch ein anderes Forum dringend ans Herz legen.
Ist Karl-Heinz Verkehrspsychologe?
Ja, ich schaue auch in anderen Foren.
... und deshalb hast Du Dich hier extra angemeldet? Respekt!
und schon wieder ein unnötiger, unsachlicher und aggressiver Kommentar....
 
Wie hast du rausgefunden das du A3 warst und wie hoch war denn dein Promillewert?
Ich habe mich durch die ganzen Gutachten gewälzt und habe geschaut ob mein Konsummuster mit A3 vereinbar gewesen ist.
Und ich habe mich mit meinem Hausarzt kurzgeschlossen.

Letztlich gewusst habe ich tatsächlich erst als ich die MPU gemacht habe.
Ich hatte aber das glück, das es noch nicht erforderlich war bzw es in Kürze wohl erforderlich sein wird ,3 Monate nachzuweisen bzgl des Risikoarmen Konsums.

Jedoch hatte ich 2 Blutuntersuchungen mit, eine mit Ggt 63, 60 hätte es max haben dürfen und 2 Monate später dann nochmal eine mit Top Werten.



So nebenbei: @Karl-Heinz ist einer der fähigsten Berater hier, der weiss genau was er tut. Sehr genau.
Wenn euch das nicht gefällt, würde ich euch ein anderes Forum dringend ans Herz legen.
Das mag sein, jedoch wäre vlt ein bisschen Feinfühligkeit angebracht und nicht den meisten einen Missbrauch zu unterstellen


Bzgl der 2 Promillegrenze ist aber natürlich ein Glücksspiel, dennoch gab es in der Vergangenheit Fälle die es gepackt haben.
Bei dir sehe ich den Vorteil, das du aktuelle Leberwerte kurz nach der TF vorliegen vorraus sich schließen lässt, das du nicht regelmäßig hohe Mengen Alkohol konsumiert hast
 
Weißt du denn, was für Berufe die „Profis“ hier ausüben? Vielleicht sind hier sogar Gutachter oder Psychologen unterwegs, die einfach Spaß an ihrer Arbeit haben und hier – wohlgemerkt kostenlos – helfen.

Auch hier im Forum habe ich damals den Tipp gelesen, den Gutachter eher als Verbündeten zu sehen. Nicht als Gegner, sondern als jemanden, der gemeinsam mit mir die Zweifel der Behörde ausräumen möchte.

In meiner Therapie habe ich auch oft gedacht: „Der hat gut reden.“ Manche Gespräche haben mich ehrlich gesagt sogar richtig wütend gemacht. Im Endeffekt wollte der Psychologe mich aber herausfordern. Ich sollte nachdenken und Zusammenhänge erkennen. Den Weg gezeigt bekommen habe ich – gehen musste ich ihn trotzdem selber.

Hier im Schreiben fehlt zusätzlich noch viel: keine Mimik, kein Tonfall, kein echtes Lesen zwischen den Zeilen. Dadurch wirken manche Antworten schnell härter als sie vielleicht gemeint sind.

Und ganz ehrlich: Durch die Provokation hast du schon mehr von dir preisgegeben, als du vermutlich wolltest. Da scheint ein wunder Punkt getroffen worden zu sein.

Naja und dann kommt natürlich noch ein Gedanke dazu: Keiner möchte, dass sich jemand einfach durch die MPU „schummelt“ und vielleicht zwei Jahre später wieder mit 2 Promille jemanden umfährt.

Im Nachhinein muss ich ehrlich sagen: Gerade die unbequemen Gespräche haben mich am meisten weitergebracht. Nicht, weil ich immer alles sofort toll fand, sondern weil ich irgendwann angefangen habe, über manche Reaktionen wirklich nachzudenken bzw. warum so reagiert wird.
 
Soweit ich hier im Forum gelesen habe, werden neue Buk's eingeführt wonach sich die Gutachter richten sollen.
soweit ich verstanden habe ab Mitte/ Ende des Jahres mit zu rechnen. Lasse mich da aber gerne eines besseren belehren.


Ne, Etg oder son mist
Siehe Beitrag #47 von MrMurphy

Kurz gesagt, Leberwerte reichen nicht mehr
 
Naja und dann kommt natürlich noch ein Gedanke dazu: Keiner möchte, dass sich jemand einfach durch die MPU „schummelt“ und vielleicht zwei Jahre später wieder mit 2 Promille jemanden umfährt.

Da bin ich ganz bei dir, jedoch sprechen wir hier von einem Fahrrad oder in meinem Fall von einem Escooter.
Ich für meinen Fall kann sagen, das der Stress und die Kosten es nicht wert sind sich nochmal besoffen auf einen Escooter zu stellen. Zumal ich seinerzeit auch die Fremdgefahrdung unterschätzt habe Nichtsdestotrotz geht natürlich von einem Fahrradfahrer weit aus weniger Gefahr aus als von volltrunken Autofahrer.

Ich finde deine Art hier zu schreiben auch sehr nett und auf Augenhöhe, jedoch erscheint es mir so das du gerne von dir auf andere schließt.

Und wenn Tonideus sich 1 mal im Monat vollaufen lässt kann man sicherlich nicht von einer Abhängigkeit ausgehen. Über Missbrauch lässt sich natürlich streiten, gerade wenn man sich an die Ausführungen von besagten Verkehrspsychologen halt begehen mindestens 40% Missbrauch.
 
es mir so das du gerne von dir auf andere schließt.

Und wenn Tonideus sich 1 mal im Monat vollaufen lässt kann man sicherlich nicht von einer Abhängigkeit ausgehen. Über Missbrauchlässtnatürlich streiten, gerade wenn man sich an die Ausführungen von besagten Verkehrspsychologen halt begehen mindestens 40% Missbrauch.
Sorry, manchmal gibt es nur Parallelen oder ähnliche Erlebnisse. Ich wollte nicht von mir auf andere schließen, nur nen Anstoß geben.

Ich habe nie gesagt, das Tonideus abhängig ist oder habe ihn irgendwo eingeordnet.
Aber um auf 2 Promille zu kommen, muss mehr getrunken werden, als einmal im Monat.

;)
 
Soweit ich hier im Forum gelesen habe, werden neue Buk's eingeführt wonach sich die Gutachter richten sollen.

Nein, nicht sollen sondern müssen. Die Buk sind zwar ein privates Werk mehrerer Autoren, aber inzwischen fachlich so anerkannt, das der Gesetzgeber sie als verbindlich festgesetzt hat.

soweit ich verstanden habe ab Mitte/ Ende des Jahres mit zu rechnen.

Nein. Die Buk sind kein Gesetz oder Gesetzesänderung, die immer zu bestimmten Zeitpunkten in Kraft treten. Sobald eine neue Auflage erscheint (die Buk 5. Auflage sind erst vor ein paar Wochen erschienen) können sie direkt angewendet werden. Es gibt aber keinen Termin bis wann sie angewendet werden müssen. Die Gutachter und MPU-Institute müssen sie erst mal verstehen und ihre Abläufe eventuell umstellen.

Aktuell und in den nächsten Monaten werden die Buk4 und Buk5 also je nach Gutachter und Institut angewandt.
 
Zuletzt bearbeitet:
das der Gesetzgeber sie als verbindlich festgesetzt hat.
ich bin mir nicht sicher, ob man das so sagen kann.
Was aber auf jeden Fall zutrifft: ein Gutachter muss seine Prognose begründen können. Gut begründen. Dann hält ein Gutachten einer Prüfung stand.
Eine gute Quelle zur Begründung sind sogenannte "Goldstandards".
Die buk stellen einen solchen Goldstandard dar. Kein Gutachter wird je irgendein Problem mit seiner Prognose bekommen, wenn er diese anhand eines Goldstandards begründet. Dazu gehört auch, dass man sich nach der jeweils aktuellsten Fassung ausrichtet.

Und deshalb richten sich Gutachter nach solchen Büchern, die extra dafür von namhaften Experten als Goldstandard präsentiert werden*. Es braucht kein Gesetz dazu. Das gilt selbst dann, wenn so manche Bereiche in den BUK nur vergoldet sind, und das auch noch recht schlecht^^

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* was nicht bedeutet, dass das inhaltlich dann auch richtig gut ist. Die professionelle Anwendergemeinde rauft sich da an so mancher Stelle die Haare und es gibt bei Gutachtern bereits schon rege Debatten, wie so manches nun "gemeint" sein soll. Die Vorbereiter warten dann ab, ob es in der Gutachtergemeinde sowas wie einen Konsens gibt und passen ihre Beratung dann entsprechend an.
 
Nein, nicht sollen sondern müssen. Die Buk sind zwar ein privates Werk mehrerer Autoren, aber inzwischen fachlich so anerkannt, das der Gesetzgeber sie als verbindlich festgesetzt hat.
Nein, die BK werden von den Dachverbänden DGVP ( Deutsche Gesellschaft für Verkehrspsychologie ) und DGVM ( Deutsche Gesellschaft für Verkehrsmedizin ) erstellt, und zwar unter den Vorgaben der BaSt ( Bundesanstalt für Straßenwesen ), die wiederum die BGLL
( Begutachtungsleitlinien zur Kraftfahreignung ) herausgeben.

Nein. Die Buk sind kein Gesetz oder Gesetzesänderung, die immer zu bestimmten Zeitpunkten in Kraft treten. Sobald eine neue Auflage erscheint (die Buk 5. Auflage sind erst vor ein paar Wochen erschienen) können sie direkt angewendet werden. Es gibt aber keinen Termin bis wann sie angewendet werden müssen. Die Gutachter und MPU-Institute müssen sie erst mal verstehen und ihre Abläufe eventuell umstellen.
Nein, es gibt einen Termin, wann sie vollumfänglich angewendet werden müssen.
Dass es die BK 5 geben wird, wurde im Oktober auf dem Symposium bekanntgegeben, Übergangsfristen eh klar.
Die FoBi hierzu laufen seit über einem halben Jahr.

Aktuell und in den nächsten Monaten werden die Buk4 und Buk5 also je nach Gutachter und Institut angewandt.
Das würde ja genau dem Rechnung tragen, es hänge von der Laune des Gutachters ab oder dieses oder jenes Institut wäre strenger oder laxer.
Das ist ja genau der Sinn der BK, feste Vorgaben für jeden.
 
Dass es die BK 5 geben wird, wurde im Oktober auf dem Symposium bekanntgegeben, Übergangsfristen eh klar.
Die FoBi hierzu laufen seit über einem halben Jahr.
jup.
Und Goldstandards ändern sich im Lauf der Zeit, die werden verfeinert, müssen an neue Gesetzeslagen angepasst werden -
weswegen sich jeder Gutachter angreifbar macht, der leichtfertigerweise nach "ehemaligen" Goldstandards arbeitet. Er ist nicht mehr auf der Höhe der Zeit, arbeitet mit veralteten Erkenntnissen.

Wenn ich eine Doktorarbeit auf Basis von Erkenntnissen von 2010 abgebe und zeitgenössische ignoriere, lacht mein Prof mich nur aus...
Kein Gutachter kann es sich erlauben, ausgelacht zu werden.
 
Und wenn Tonideus sich 1 mal im Monat vollaufen lässt kann man sicherlich nicht von einer Abhängigkeit ausgehen
bei diesen Promillewerten dürften viele Gutachter eine Einordnung in eine A2 vornehmen bzw. nach weiteren Kriterien dafür suchen. Das haben wir hier auch gemacht. Wie Du vllt bemerkt hast, braucht es auch bei einer A2 Abstinenznachweise, die wären obligatorisch. Wenn Du hier nochmal durchliest, wirst Du sehen, dass hauptsächlich A2-Programme empfohlen wurden. Ergo: Dein Beitrag war (schon wieder) Themaverfehlung, hier wird in erster Linie von Missbrauch ausgegangen, nicht von Abhängigkeit.

Nur am Rande: auch der Quartalstrinker wird in der Fachwelt als abhängig betrachtet (traditionell Epsilon bzw. Gamma-Trinker, die Grenzen sind fließend). Diese Kategorisierung ist immer noch in den Köpfen wirksam, auch wenn sie empirisch zwischenzeitlich auf tönernen Füßen steht.
Mit sehr sehr viel Glück kann man hier mit einer A3 durchkommen, aber das ist ein high-Risk-Unterfangen. Deshalb riet ich zu einer Nachweisstrategie, die nach geschossener A3-MPU (also ohne Nachweisforderung) auch eine A2-Einordnung abfängt, ohne Zeit zu verlieren. Lies nach.
Von Sucht war (noch) nicht die Rede, dazu fehlen zusätzliche Anhaltspunkte, die noch nicht erfragt wurden. Außerdem wurde deutlich, dass der TE nicht in der Lage war, sich wirklich mit seinem Konsum auseinanderzusetzen, wir haben also gar keinen Auftrag hier.
Und ohne Auftrag ist jedes weitere Engagement Zeitverschwendung. Support zum Cheaten leisten wir nicht, aus bekannten Gründen.
 
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