Ich würde mich den Vermeidungsstrategien zuwenden.
27. Wie stellen Sie sicher, dass Ihr neues Verhalten dauerhaft stabil bleibt?
Nun – ich trinke nichts mehr und fühle mich wohl damit. Alk war nie ein Genußmittel und als Problemlöser total ungeeignet.
Den Satz würde ich weglassen.
Ich habe mein ich an einigen Stellen verändert. Dieser Prozess begann recht kurz nach der TF und hat sich im Laufe der letzten Monate als sehr zielführend erwiesen (auch hier der Hinweis: der Weg ist skizziert und ich gehe ihn konsequent weiter bis zur MPU und darüber hinaus; ob ich ihn noch verändere wird sich zeigen). So stehe ich für mich / meine Überzeugungen ein und bin auch bereit die Konsequenzen zu tragen. Diese sind vordergründig oft erst negativ, bei näherem hingucken sind sie aber positiv.
…für mich, für meine Entwicklung, mein Standing… ( evtl. ergänzen )
Das würde ich entweder modifizieren oder erklären.
z.B. Ärger mit dem Chef stelle ich mir immer die Frage, was kann schlimmsten Falls passieren?
Wie genau machst du das in so einer Situation ?
Ziehst du dich erstmal `raus oder klappt das für dich
in der Situation ?
Schlucke ich alles mit Alk runter kenne ich die schlimmen Konsequenzen im Ansatz; sage ich ruhig und überlegt meine Meinung kommt schlimmstens Falls die Kündigung. Daher ist nach 1 min Überlegung die Antwort klar die zweite.
Also du schreibst hier ja von 1min, aber praktisch kann ich mir das noch nicht so richtig vorstellen…
Sich selbst zu achten ist fester Bestandteil geworden; auch gegenüber Dritten mal nein zu sagen wenn es wirklich nicht geht habe ich erlernt und wende ich an.
Mein verändertes Sozialverhalten, offen Problem usw., zu besprechen ist mein neues Ich geworden. Durch die AB bin ich auch deutlich weniger reizbar und aus einer Mücke wird nicht gleich ein Elefant und ich liebe es.
Das könntest du noch ausführlicher und „praktischer“ beschreiben.
Und in jedem Fall, „
mich selbst zu achten“ !Ich umgebe mich heute
mir Freunden, Bekannten, die quasi ausnahmslos entweder selbst keinen Alkohol trinken oder ein Glas Wein zum guten Essen genießen. In diesem Umfeld haben wir tolle Diskussionsrunden und es macht mich unheimlich glücklich für seine Meinung und Argumente einstehen zu können und gleichzeitig die der anderen auch zu akzeptieren und sich überzeugen zu lassen. Das kannte ich früher nicht. Da habe ich mich zurückgehalten und im Inneren "die Anderen" als Idioten bezeichnet und den Frust - eigentlich den über mich - runtergespült.
Wie gut funktioniert das in deiner Familie ?
Also bei den Menschen, die dir am Nächsten stehen ?
Auch dieses – für manche mag es lächerlich klingen – in sich hinein hören, bringt mich weiter. Es zeigt mir, wie ich mich fühle und wahrnehme.
Das kannst du auch noch genauer ausführen.
Wie genau machst du das ?
Gibt es eine spezielle Tageszeit oder ist das situationsabhängig ?
Und das „lächerlich“ würde ich weglassen:
Genau das ist dir doch mittlerweile egal, richtig ?
( „Lasse reden“ von den Ärzten ist zumindest meine Hymne

)
Du siehst hoffentlich, dass das schon ziemlich gut ist, aber an den angemerkten Stellen ist es mir noch zu theoretisch.
Praktische Beispiele und Situationen aus deinem abstinenten Leben fehlen mir noch, a bitti „Fleisch an den Knochen“.
Ich zumindest könnte mir vorstellen, dass du auch deine Erfahrungen, Gefühle etc. hier im Forum schildern könntest…?
Du hast hier ja durchaus „Gegenwind“ bekommen ( auch und gerade von mir ) und bist trotzdem bei dir, deiner Auffassung geblieben -so habe ich es zumindest empfunden-…
Und wo stehst du jetzt ?
usw.
Das wirklich nur eine Idee von mir, da es meiner Meinung nach gut hierhin passen könnte.
So weit erstmal von mir, liebe Grüße
