THC & Cocain

Max

Super-Moderator und MPU Profi
Teammitglied
Administrator
2. Wann haben Sie das erste Mal konsumiert? (Datum)
Im Juli 2010 habe ich mich mit Freunden getroffen, ich hatte damals mitbekommen, wie so schon länger und häufiger Cannabis konsumierten.
Ich war die ganze Zeit schon neugierig und an dem besagtem Tag habe ich nachdem mir das Cannabis angeboten wurde auch mal probiert, ich habe 3x dran gezogen und mich mehrmals übergeben. Bis 2019 habe ich die Finger von illegalen Drogen gelassen.
Für mich persönlich erscheint das etwas übertrieben, ich kenne keinen der nach drei Zügen eine solche Reaktion gezeigt hat.
Aber wenn dem so war, dann soll es so sein.
5. Wie ist der Umgang mit Alkohol gewesen?

(kommt die Frage überhaupt vor?)
Ich habe damals sehr selten getrunken.
Wenn überhaupt an meinem Geburtstag und/oder Silvester und dann jeweils 1-2x Radler 0,33.
Bier und Schnapps mag ich nicht.
Die Frage ist gar nicht so unwichtig wie du vielleicht vermutest, sie dient dem Einstieg zur Erkennung einer eventuellen Suchtverlagerung in Richtung Alkohol.
"Bier und Schnapps mag ich nicht." ... eventuelle Gegenfrage: Warum ?
20. Sind sie sich darüber im Klaren, welche Folgen es bei einem täglichen Konsum gibt?
Bei Cannabis besteht die Gefahr, in eine Psychose zu geraten.
Außerdem kann man Angstzustände bekommen, generell wird man angreifbarer für Depressionen und es ist sehr schädlich für die Lunge.
Dazu kann man seine Pflichten vernachlässigen, ebenso wie das soziale Umfeld.

Cocain hat ein riesen Suchtpotential.
Es besteht auch die sehr große Gefahr, paranoid zu werden.
Davon ab verschwindet das Hungergefühl, was durch die parallel erscheinende geförderte Aktivität zu drastischem Gewichtsverlust führen kann.
Es putscht auf, wodurch mal unter Schlafmangel leiden kann.
Das ist alles richtig ... aber dem Gutachter wird das "magische" Wort fehlen ... Abhängigkeit !!!
" ... welche Folgen es bei einem täglichen Konsum gibt?" ... die Gefahr einer Abhängigkeit.
21. Welche persönlichen Hintergründe gab es für den Drogenkonsum?
Ich war überfordert.
Ich hatte ein hohes Maß an schulischem und familieren Stress, ich bin was meine Ausbildung betrifft sehr ehrgeizig und möchte alles so gut wie möglich machen, aber war überfordert, was mich sehr gestresst hat.
Dazu ging es meiner Mutter zeitgleich psychisch sehr schlecht, sie war in einer Kur und als sie zurück kam, trennte sie sich von meinem Stiefvater und war weg. Niemand wusste wo sie war, oder wie es ihr ging.
Mein leiblicher Vater starb 5 Jahre zuvor an einen Hirntumor und ich habe mich in diese Zeit zurückgesetzt gefühlt, gepaart mit dem Schulischem stress, wusste ich damals nicht weiter und wollte davon einfach nur abschalten.
Das habe ich aber erst wärend meiner Abstinenz verstanden und auf-/verarbeitet.
Ich war immer ein sehr verschlossener Mensch, auch vor dem Drogenkonsum.
Ich habe wärend der Abstinenz gelernt, über meine Probleme zu reden.
Diese Frage ist eine der Kernfragen deiner MPU.
Du hast hier lediglich deine Konsummotive aufgezählt, jedoch ohne Zusammenhang mit deinem Konsumverhalten. Du musst Konsummotiv mit deinem Konsumverhalten miteinender verknüpfen ... quasi F3 und F21 verflechten ... was, wann zu welchem Motiv.
43. Wie ist derzeit der Konsum von Alkohol bei Ihnen?
Ich trinke keinene Alkohol, da ich seit dem 14.03.2020 abstinent lebe!
Das ist eine Abstinenzbehauptung ... und diese musst du belegen können.
Du kannst ohne Probleme bei deinem (alten) Trinkmuster bleiben, oder einfach nur sagen, dass du momentan keinen Alökohol trinkst.

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"Niemand Lust, mal drüber zu schauen? *hoffnung an Max*"
Ich hatte heute mal "Lust" ... ;)

Fazit: Es ist auf alle Fälle klar zu erkennen, dass du dich mit der Thematik auseinandergesetzt hast. Über solche Fragebögen bin ich erfreut, da sie mir viel Arbeit ersparen.
Es sind ein paar Kleinigkeiten, den Schwerpunkt setzt F21 ... aber auch das werden wir noch schaffen.

FB in Ruhe überarbeiten und komplett wieder einstellen.
 

ResiseS

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Hatte deine Antwort direkt gelesen, als sie aktuell war, komme aber erst jetzt zum Bearbeiten, da ich in der Prüfungsvorbereitung stecke.

Max & das ganze Team, ich weiß ich wiederhole mich...ABER :

Ihr seid super und ihr gebt uns allen so viel, da ist es mit einem "danke" echt nicht mehr getan.
 
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ResiseS

Benutzer
1. Wann haben Sie das allererste Mal von illegalen Drogen gehört?
Ich habe das erste mal in der 7. Klasse von Drogen gehört, wir hatten eine Unterrichtsstunde über die Aufklärung von Drogen und deren Folgen.

2. Wann haben Sie das erste Mal konsumiert? (Datum)
Im Juli 2010 habe ich mich mit Freunden getroffen, ich hatte damals mitbekommen, wie so schon länger und häufiger Cannabis konsumierten.
Ich war die ganze Zeit schon neugierig und an dem besagtem Tag habe ich nachdem mir das Cannabis angeboten wurde auch mal probiert, ich habe mir mit den Freunden einen Joint geteilt und hatte danach ziemlich heftige Schwindel gefühle. Bis 2019 habe ich die Finger von illegalen Drogen gelassen.

Kokain habe ich das erste mal im März 2020 mit meinem Nachbarn konsumiert.
Er tat es zu diesem Zeitpunkt schon sehr lange und hatte Erfahrung damit, als wir seit Wochen meinen Lehrstress thematisierten habe ich es im März 2020 probiert, da ich bei ihm mitbekam, wie er durch das Kokain fokussiert wirkte und ich dachte, ich könne mich damit besser und intensiver aufs Lernen fokussieren.

3. Wie sah der Konsum aus? (Konsumbiografie-Was, Wie, Welche Gelegenheit?)
Im Juli 2010 habe ich mich mit Freunden getroffen, ich hatte damals mitbekommen, wie sie schon länger und häufiger Cannabis konsumierten.
Ich war die ganze Zeit schon neugierig und an dem besagtem Tag habe ich nachdem mir das Cannabis angeboten wurde auch mal probiert, weil ich neugierig war. Ich habe 3x dran gezogen und mich mehrmals übergeben. Bis Ende September 2019 habe ich nichts mit illegalen Drogen zu tun gehabt.

Ende September 2019 bin ich dann wieder zum Cannabis gekommen.
Ich hatte ein sehr gutes Verhältnis zu meinem Nachbarn, ich hatte ihn 7 Jahre zuvor kennengelernt und er konsumierte häufig wenn ich bei ihm war Cannabis und Kokain.
Mich hatte es die ersten Jahre weder interessiert noch angezogen.
Im besagtem September 2019 hatte ich extremen Schulischen und familieren Stress, worüber wir uns oft unterhalten hatte und er meinte, dass ich mit Cannabis abends bestimmt gut abschalten könne und gut schlafen kann.
Ich kam dann drauf zurück und probierte es aus. Wenn ich Abends mit ihm rauchte, bin ich danach direkt eingeschlafen.

Es half mir beim runter kommen und ich rauchte mehrmals die Woche mit ihm einen Joint, um besser abschalten zu können. Ich hatte meinen Stress >verdrängt<. So ging es von September 2019 bis zum März 2020, ich rauchte mit ihm Abends Cannabis, um runterzukommen.
Am Wochenende rauchte ich nicht, da ich da nicht so von der Schule gestresst war.

Ein halbes Jahr später, kam ich mit dem lernen gar nicht mehr vorran, weil ich in 7 Tagen 5 Prüfungen hatte und ich habe mit ihm Kokain ausprobiert, da ich über Jahre bei Ihm mitbekam, wie er damit total fokussiert rüber kam.
Ich probierte es so Anfang März 2020 mit ihm aus und lernte dadurch bis spät in die Nächte.
Ich habe von der ersten bis zur zweiten Märzwoche abends Kokain zum lernen konsumiert.

Vom 02.03.2020 bis zum 13.03.2020 habe ich 1 Gramm Kokain konsumiert.


4. Haben Sie Drogen zusammen mit Alkohol konsumiert?
Nein.

5. Wie ist der Umgang mit Alkohol gewesen?

(kommt die Frage überhaupt vor?)
Ich habe damals sehr selten getrunken.
Wenn überhaupt an meinem Geburtstag und/oder Silvester und dann jeweils 1-2x Radler 0,33.


6. Sonstige Suchtmitteleinnahme?
Ich rauche täglich eine halbe Schachtel Zigaretten und trinke 2-3 Kaffee.

7. Haben Sie bei sich negative Folgen festgestellt?
Nein, wärend des Konsums nicht.
Die negativen Folgen wurden mir erst nach meinem Konsum in meiner startenden Abstinenz bewusst.
Durchs Cannabis kam ich morgens schwer aus dem Bett, wenn ich am Vorabend konsumiert habe. Zu diesem Zeitpunkt dachte ich aber, es läge an meinem Stress.

Beim Kokain wurden mir die negativen Folgen auch erst später bewusst.
Wärend des Konsums dachte ich, ich sei fit und fokussiert, was aber nicht so war.
Ich war nur aufgeputscht und und mein Leistungsvolumen im bezug auf die Noten sanken, obwohl ich ein vielfaches gelernt habe wärend ich konsumierte.

8. Haben Sie trotz negativer Folgen weiter konsumiert?
Die negativen Folgen wurden mir erst in der Abstinenz bewusst.

9. Was für Werte wurden bei Ihrer Auffälligkeit festgestellt?
Blutwerte:
THC= 10ng
THC-11-OH = 4,4ng
THC-Carbonsäure= 72ng

Cocain= 34ng
Benzoylecgonin 110ng
Metabolit / (Methylecgonin)? = "ca 15"


10. Wann und wieviel haben Sie in der Woche vor der Auffälligkeit konsumiert?
Ich habe Montags - Donnerstags Abends jeweils ein - zwei Joints mit meinem Nachbarn Konsumiert.
Also zwischen 4-8 Joints.

Cocain habe ich Montag, Mittwoch und in der Nacht / zum Morgen vom Freitag jeweils 2-3 Bahnen konsumiert.


11. Wieviel und was haben Sie am Tag der Auffälligkeit Konsumiert?
2 Bahnen Cocain.

12. Gab es einen besonderen Grund für diesen Konsum?
Ich habe bis spät Nachts gelernt und bin an diesem Morgen extra früh aufgestanden um mir nochmal die Sachen für die Prüfung anzusehen.

13. Wie sind Sie auffällig geworden?
Ich wollte morgens zur Schule Fahren.
Als ich aus dem Haus kam, stand die Polizei vor meiner Tür, ich stieg in mein Auto, fuhr los und sie fuhren mir hinterher.
Ca 400 Meter weiter machten sie eine allg. Verkehrskontrolle.

Nur für die, die im Straßenverkehr ermittelt wurden(auch Parkplatz):
14. Was war der Zweck der Fahrt?
Ich wollte zum Unterricht fahren.

15. Wie weit wollten/sind Sie (ge)fahren?
Ich wollte ca 5km fahren.
Ich bin ca. 400 Meter gefahren.

16. Wie oft waren sie bereits unter Drogeneinfluss im Straßenverkehr unterwegs?
Nachdem ich mich mit der Thematik auseinander gesetzt habe, weiß ich heute, dass ich leider ca. 150x unter Einfluss von Drogen gefahren bin.

17. Wie haben Sie den Konflikt zwischen dem Drogenkonsum und dem Führen eines Kraftfahrzeuges gelöst?
Damals dachte ich, wenn ich abends Cannabis rauche, bin ich morgens wieder fahrtüchtig.
Es gab also keinen Konflikt.

Das Kokain hat mich übermütig gemacht, da gab es also auch keinen Konflikt.

18. Wieso ist es verboten unter Drogeneinfluss ein KFZ zu führen?
(Beschreibung bitte für die zutreffende Substanz)
Cannabis : Wirkt sich sehr negativ auf das Reaktionsvermögen aus.
Außerdem nimmt die Blendempfindlichkeit erheblich zu, was fatale auswirkungen mit sich bringen kann.
Die Zeitwahrnehmung verändert sich auch deutlich zum negativen.

Cocain : Man legt ein selbstüberschätztes Verhalten an den Tag, außerdem nimmt die Risikobereitschaft deutlich zu.
Die Koordinationsfähigkeit nimmt deutlich ab.


19. Wie lange stehen Sie nach dem Konsum von Drogen unter deren Einfluss?
Bei Cannabis ca. 36-48 std, bei sehr starkem Konsumverhalten teilweise sogar bis zu 72 Stunden.

Bei Kokain 12-24 Stunden.

20. Sind sie sich darüber im Klaren, welche Folgen es bei einem täglichen Konsum gibt?

Generell besteht bei täglichem Konsum aller Drogen die starke Gefahr abhängig zu werden.

Bei Cannabis besteht die Gefahr, in eine Psychose zu geraten.
Außerdem kann man Angstzustände bekommen, generell wird man angreifbarer für Depressionen und es ist sehr schädlich für die Lunge.
Dazu kann man seine Pflichten vernachlässigen, ebenso wie das soziale Umfeld.

Cocain hat ein riesen Suchtpotential.
Es besteht auch die sehr große Gefahr, paranoid zu werden.
Davon ab verschwindet das Hungergefühl, was durch die parallel erscheinende geförderte Aktivität zu drastischem Gewichtsverlust führen kann.
Es putscht auf, wodurch mal unter Schlafmangel leiden kann.
 

ResiseS

Benutzer
Warum ist es passiert?

21. Welche persönlichen Hintergründe gab es für den Drogenkonsum?
Ich war überfordert.
Ich hatte ein hohes Maß an schulischem und familieren Stress, ich bin was meine Ausbildung betrifft sehr ehrgeizig und möchte alles so gut wie möglich machen, aber war überfordert, was mich sehr gestresst hat.

Daraufhin habe ich angefangen Cannabis zu konsumieren, damit ich abends vor dem Schlafen eine innere Ruhe finden konnte und mein Kopf etwas von den Problemen abschalten konnte.
So rauchte ich von ende September 2019 an unter der Woche täglich zum Abend hin einen Joint mit meinem Nachbarn.

Dazu ging es meiner Mutter zeitgleich psychisch sehr schlecht, sie war in einer Kur und als sie zurück kam, trennte sie sich von meinem Stiefvater und war weg. Niemand wusste wo sie war, oder wie es ihr ging.
Mein leiblicher Vater starb 5 Jahre zuvor an einen Hirntumor und ich habe mich in diese Zeit zurückgesetzt gefühlt, gepaart mit dem Schulischem stress, wusste ich damals nicht weiter und wollte davon einfach nur abschalten.

Deswegen rauchte ich weiter bis zum März abends vor dem schlafen gehen mit meinem Nachbarn einen Joint, manchmal auch 2 um besser von den Sorgen abschalten zu können.

Als dazu zum März 2020 der für mich empfundene, heftige Prüfungsstress begann, rauchte ich mit meinem Nachbarn mittlerweile bis zu 2 Joints am Abend.
Außerdem fing ich Anfang März 2020 an Kokain zum lernen zu Konsumieren.
Dies Tat ich bis zum Tag der Auffälligkeit am 13.03.2020 um bis Spät in die Nacht lernen zu können und fit für die Schule zu sein.

Ich war immer ein sehr verschlossener Mensch, auch vor dem Drogenkonsum.
Ich habe wärend der Abstinenz gelernt, über meine Probleme zu reden.
Das habe ich aber erst wärend meiner Abstinenz verstanden und auf-/verarbeitet.

22. Wie hat sich Ihr Umfeld über Ihren Drogenkonsum geäußert?
Außer mein Nachbar, bekam es niemand mit, da ich Cannabis nur vor dem schlafen gehen konsumierte und Kokain Spät abends, alleine zum lernen.

23. Gab es Ereignisse in Ihrem Leben, die zu verstärktem Konsum geführt haben?
Nein.

24. Haben Sie sich an Jemand um Hilfe gewandt, um den Drogenkonsum zu beenden?
(Warum, wann, wer?)
Nein, ich habe am Tag der Kontrolle jeglichen Konsum eingestellt.
Nach ca. 2 Wochen habe ich meinem Stiefvater, meiner Schwester und meiner Oma von meiner Situation erzählt.
Sie haben mir alle ihre Hilfe angeboten.

25. Gibt es in Ihrer Familie aktenkundige Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz oder Suchtkrankheiten?
nein.

26. Hatten sie Konsumpausen/spitzen?
Warum? Wann?
Nein

27. Was hat Sie daran gehindert, ohne Droge abzuschalten?
Ich mich selbst.
Ich habe mir selbst zu großen Druck gemacht und habe in meinem Leben nie gelernt, dass ich über meine Probleme reden kann und muss.
Ich habe immer alles in mich reingefressen und es mit mir selbst ausgemacht.
Nachdem ich mich viel mit mir selbst auseinander gesetzt habe, weiß ich, dass Drogen nur verdrängen, bzw. ganz kurz abschalten lassen und die Probleme nur verschlimmern, da man sie nur wegschiebt.

28. Waren Sie gefährdet in eine Drogenabhängigkeit zu geraten?
Jeder der Konsumiert, ist gefährdet abhängig zu werden.
Bei mir waren die Drogen aber nicht der Mittelpunkt meines Lebens.
So habe ich auch nicht an Wochenenden konsumiert, da ich dort nicht von der Ausbildung gestresst war.

29. Waren sie drogenabhängig?
Nein.
 

ResiseS

Benutzer
30. Hätten sie, rückblickend, eine Drogenkarriere verhindern können?
Ja, hätte ich.
Ich hätte früher anfangen müssen, über meine Probleme oder Dinge die mich belasten zu reden.
Heute weiß ich, dass Drogen keine Probleme lösen, sondern sie nur kurzzeitig vergessen lassen und einen später noch schlimmer einholen.

31. Wieso haben Sie sich für eine Abstinenz entschieden?
Weil ich im nachhinein froh bin, dass ich niemanden verletzt habe!
Nachdem ich schon 2 Wochen Abstinent war, hatte ich klärende, offene und ehrliche Gespräche mit meinem Stievater und meiner Schwester, die nichts davon wussten, oder geahnt haben.
Mein Stiefvater ist sehr konservativ, ich dachte, als ich ihm alles beichtete, er würde mich aus der Familie verbannen, aber er hat mich in den Arm genommen und gesagt, er unterstützt mich bei allem, was für mich eins der größten Geschenke ist.

Das verhältnis zu meiner Schwester ist seitdem auch total gestärkt, das möchte ich für nichts auf der Welt wieder hergeben und auf Drogen ist es nicht möglich, da man automatisch geheimnisse für sich hat.

Ich bin aus meinen Fehlern reifer geworden und gewachsen, mit Drogen kommen wieder Geheimnisse und Rückschläge, das verhindere ich mit aller Kraft und es kommt nur mit einer strikten Abstinenz zustande!

32. Beschreiben Sie den Punkt, an dem Sie sich für ein abstinentes Leben entschieden haben (Knackpunkt)
Als die Polizei mich zur Wache gefahren hat, hab ich mich sehr geschämt.
Auf der Wache war kein Arzt, also mussten wir ins Klinikum fahren, wo ca 4 Jahre vorher mein Vater verstorben war, als wir dort ankamen, war es wie ein Schlag in die Fresse und ich habe es als Zeichen gesehen, dass ich genau dorthin gefahren wurde.

Bestärkt wurde ich ca. 2 Wochen später (2 Wochen abstinent), als ich das Gespräch mit meiner Schwester und meinen Stiefvater hatte.

33. Wieso kommt für Sie nur Abstinenz und nicht für gelegentlicher Konsum in Betracht?
Ich habe im Nachhinein viel negatives aus den 6 Monaten mit Drogen reflektiert und gemerkt, dass man seine Probleme zwar kurzzeitig verdrängt, aber nicht beseitigt, sondern nur verschlimmert. Durch Drogenkonsum generiert man Probleme.

Seitdem ich meine Probleme angegangen bin geht mein Leben wieder Bergauf und ich bin noch viel Leistungsfähiger, ich mag nicht das Risiko eingehen, diese Aspekte zu missen.

34. Wie haben Sie die Umstellung zur Abstinenz erlebt?
Ich habe die ersten 3 Nächte sehr schlecht geschlafen, weil ich aber auch den Kopf voll hatte, mit der Polizei-Kontrolle und dem Schlulstress,
ich habe dann sehr schnell angefangen mich auf die wichtigen Sachen zu konzentrieren, wie Lernen und habe sehr schnell gemerkt, dass die Leistungskurve von alleine stark nach oben ging. Ich wurde sehr schnell, viel fitter und vitaler.

35. Wer hat Ihnen dabei wie geholfen?
An erster Stelle ich mir selbst! Ich wollte es auch alleine schaffen und wurde nach den ersten 2 Wochen Abstinenz bei dem Gespräch mit meiner Schwester und Stiefvater damit belohnt, dass sie mir in Zukunft für alles ihre Hilfe anbieten und immer für mich da sein werden.

36. Wie reagiert Ihr Umfeld auf diese Umstellung?
Durchweg positiv, meine Schwester ist stolz auf mich, mein Stiefvater respektiert mich dafür, dass ich alles so strickt angehe und für meine Sachen gerade stehe.
Auf der Arbeit und im Unterricht bin ich wieder viel aktiver, leistungsfähiger und ausgeglichener.

37. Haben Sie nach der Auffälligkeit weiterhin Kontakt zu Ihren Drogenbekannten gehabt?
Die ersten 7 Monate gezwungener Maßen zu meinem Nachbarn, ich war seit dem Vorfall mit der Polizei zwar nicht mehr bei ihm Zu besuch, habe ihn aber natürlich noch regelmäßig gesehen. Habe ihm aber meine Lage erklärt und privat haben wir uns nicht mehr gesehen.
Nach 7 Monaten bin ich umgezogen.

38. Haben Sie nach Ihrer Auffälligkeit miterlebt, wie Ihre Bekannten Drogen konsumiert haben?
Nein.

39. Wie haben Sie in Zukunft vor mit Cannabis/dem Konsum umzugehen?
Ich meide den Kontakt zu Cannabis und deren Konsumenten.

40. Haben Sie zu Hause Cannabis?
Nein.

41. Wie wollen Sie es gegebenen Falls in Zukunft verhindern, nochmals unter Drogeneinfluss ein KFZ zu führen?
Indem ich strickt meine Abstinenz einhalte!
42. Wie wollen Sie einen beginnenden Rückfall erkennen?
Einen Rückfall schließe ich theoretisch aus, da ich Abstinenz lebe.
Sollte ich aber merken, dass die Gefahr bestehen sollte in dieses Muster zu fallen, habe ich gelernt, sofort gespräche mit meiner Familie oder engen Freunden zu suchen. Außerdem habe ich keine Scham, professionelle Hilfe aufzusuchen.

43. Wie ist derzeit der Konsum von Alkohol bei Ihnen?
Momentan trinke ich keinen Alkohol.
 

ResiseS

Benutzer
Also, habe es jetzt überarbeitet, fühlt sich so an, als hätte ich schnell Hausaufgaben abgeschrieben, aber es war ja wirklich nicht mehr viel zu ändern.

Hab die Antwort zur Frage 2. ein bisschen abgeschwächt.

Bei Frage 3. die Bemerkung mit Bier und Schnapps komplett weggelassen.

Bei der Frage 20 hab ich als Einleitungs-Antwort geschrieben, dass bei täglichem Konsum aller Drogen, die Gefahr einer Abhängigkeit besteht.


Zu den oben beschriebenen Änderungen möchte ich bemerken, dass ich es mir hier weder einfach, noch leicht machen möchte!
Aber ich hab Angst, dass wenn ich jetzt anfange die Antworten komplett zu überarbeiten, dass es für die Tonne sein könnte, da deine Bemerkungen für mich nach "Feinschliff" aussahen.



Bei der Frage 21. Tu ich mich wirklich relativ schwer, ich hoffe es ist okay, wie ich es formuliert habe?
Falls nicht, bin ich für Anregungen / Tipps sehr aufgeschlossen und würde natürlich auch die ganze Antwort neu formulieren,
wobei es vom Wortlaut ziemlich genau so aussehen würde, da es einfach stumpf der Wahrheit entspricht.


Bei der Frage 43 brauche ich BITTE BITTE BITTE deine Hilfe;

Und zwar : Trinke ich wirklich kaum / sehr selten Alkohol und wenn, dann wie beschrieben 1-2 Radler á 0,33l.
Bei meinem erstem Fragebogen hatte ich damals geschrieben: Alkohol Konsum gab es das letzte Jahr nicht

Das sollte ich ja nicht so schreiben...
Bei dem letztem Fragebogen habe ich geschrieben , dass ich keinen Alkohol trinke, da ich Abstinent lebe, was ja auch stimmt.
Habe nur keine Haaranalyse für Alkohol gemacht, da es finanziell grad nicht drin war.



Jetzt hab ich wie du lesen kannst im neuem Bogen geschrieben; ";Momentan trinke ich keinen Alkohol"....für mich liest sich das richtig dumm/schlecht.

Soll ich es so lassen, oder kannst du mir evtl. erörtern, was und wie ich das formulieren soll?

Habe generell Probleme, mich oft falsch/schwer auszudrücken, ich rede privat viel um den heißen Brei, schweife ab und brauche 10000 Wörter um auf den Punkt zu kommen.
Ich laber wie ein Wasserfall.
 

Max

Super-Moderator und MPU Profi
Teammitglied
Administrator
Aber ich hab Angst, dass wenn ich jetzt anfange die Antworten komplett zu überarbeiten, dass es für die Tonne sein könnte, da deine Bemerkungen für mich nach "Feinschliff" aussahen.
Warum willst du etwas überarbeiten, was eigentlich in Ordnung ist !?
Du musst dich auf die entsprechenden Antworten festlegen, nicht immer wieder neue "Einfälle" in deine Antworten einbringen.
Was ok ist, dass bleibt so wie es ist ... und genau daruf musst du dich konzentrieren.
Und zwar : Trinke ich wirklich kaum / sehr selten Alkohol und wenn, dann wie beschrieben 1-2 Radler á 0,33l.
Dann belass es doch doch einfach dabei ... das ist dann die reine Wahrheit und du wirst damit auch kein Problem bei deiner MPU haben.
---------------
Das nur ganz kurz zu deinen Fragen.
Ich bin erfreut, dass du so gut mitarbeitest ... für solche Leute werde ich mein Bestes geben.
Um das vernünftig zu kommentieren, werde ich wohl das Wochenende brauchen ... beruflich bin ich momentan etwas angespannt, da fehlt mir abend die Konzentration oder Zeit.
Danke für dein Verständnis. ;)
 

ResiseS

Benutzer
Danke vorweg.

Hab ja die Antwort der Frage 2 abgeschwächt, mir ist grad aufgefallen, dass ich das bei der Antwort 3 noch anpassen muss.

Werde ich heute Abend tun! Den FB also nochmal neu reinstellen, kannst dich dann gerne auf den neuen konzentrieren. Siehst ja, was ich geändert haben werde.



Grad post bekommen, 2. H A ist wie erwartet negativ, war trotzdem angespannt.


Jetzt noch auf die Antwort der fahrerlaubnis Behörde warten, damit ich mich endlich für die MPU anmelden kann.

Meine VP meint, dass man beim MPi momentan schhnell Termine bekommt.
 

Max

Super-Moderator und MPU Profi
Teammitglied
Administrator

ResiseS

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1. Wann haben Sie das allererste Mal von illegalen Drogen gehört?
Ich habe das erste mal in der 7. Klasse von Drogen gehört, wir hatten eine Unterrichtsstunde über die Aufklärung von Drogen und deren Folgen.

2. Wann haben Sie das erste Mal konsumiert? (Datum)
Im Juli 2010 habe ich mich mit Freunden getroffen, ich hatte damals mitbekommen, wie so schon länger und häufiger Cannabis konsumierten.
Ich war die ganze Zeit schon neugierig und an dem besagtem Tag habe ich nachdem mir das Cannabis angeboten wurde auch mal probiert, ich habe mir mit den Freunden einen Joint geteilt und hatte danach ziemlich heftige Schwindel gefühle. Bis 2019 habe ich die Finger von illegalen Drogen gelassen.

Kokain habe ich das erste mal im März 2020 mit meinem Nachbarn konsumiert.
Er tat es zu diesem Zeitpunkt schon sehr lange und hatte Erfahrung damit, als wir seit Wochen meinen Lehrstress thematisierten habe ich es im März 2020 probiert, da ich bei ihm mitbekam, wie er durch das Kokain fokussiert wirkte und ich dachte, ich könne mich damit besser und intensiver aufs Lernen fokussieren.

3. Wie sah der Konsum aus? (Konsumbiografie-Was, Wie, Welche Gelegenheit?)
Im Juli 2010 habe ich mich mit Freunden getroffen, ich hatte damals mitbekommen, wie sie schon länger und häufiger Cannabis konsumierten.
Ich war die ganze Zeit schon neugierig und an dem besagtem Tag habe ich nachdem mir das Cannabis angeboten wurde auch mal probiert, weil ich neugierig war. Ich habe mit den Freunden einen Joint geteilt und hatte danach ziemlich heftige Schwindelgefühle. Bis Ende September 2019 habe ich nichts mit illegalen Drogen zu tun gehabt.

Ende September 2019 bin ich dann wieder zum Cannabis gekommen.
Ich hatte ein sehr gutes Verhältnis zu meinem Nachbarn, ich hatte ihn 7 Jahre zuvor kennengelernt und er konsumierte häufig wenn ich bei ihm war Cannabis und Kokain.
Mich hatte es die ersten Jahre weder interessiert noch angezogen.
Im besagtem September 2019 hatte ich extremen Schulischen und familieren Stress, worüber wir uns oft unterhalten hatte und er meinte, dass ich mit Cannabis abends bestimmt gut abschalten könne und gut schlafen kann.
Ich kam dann drauf zurück und probierte es aus. Wenn ich Abends mit ihm rauchte, bin ich danach direkt eingeschlafen.

Es half mir beim runter kommen und ich rauchte mehrmals die Woche mit ihm einen Joint, um besser abschalten zu können. Ich hatte meinen Stress >verdrängt<. So ging es von September 2019 bis zum März 2020, ich rauchte mit ihm Abends Cannabis, um runterzukommen.
Am Wochenende rauchte ich nicht, da ich da nicht so von der Schule gestresst war.

Ein halbes Jahr später, kam ich mit dem lernen gar nicht mehr vorran, weil ich in 7 Tagen 5 Prüfungen hatte und ich habe mit ihm Kokain ausprobiert, da ich über Jahre bei Ihm mitbekam, wie er damit total fokussiert rüber kam.
Ich probierte es so Anfang März 2020 mit ihm aus und lernte dadurch bis spät in die Nächte.
Ich habe von der ersten bis zur zweiten Märzwoche abends Kokain zum lernen konsumiert.

Vom 02.03.2020 bis zum 13.03.2020 habe ich 1 Gramm Kokain konsumiert.


4. Haben Sie Drogen zusammen mit Alkohol konsumiert?
Nein.

5. Wie ist der Umgang mit Alkohol gewesen?

(kommt die Frage überhaupt vor?)
Ich habe damals sehr selten getrunken.
Wenn überhaupt an meinem Geburtstag und/oder Silvester und dann jeweils 1-2x Radler 0,33.


6. Sonstige Suchtmitteleinnahme?
Ich rauche täglich eine halbe Schachtel Zigaretten und trinke 2-3 Kaffee.

7. Haben Sie bei sich negative Folgen festgestellt?
Nein, wärend des Konsums nicht.
Die negativen Folgen wurden mir erst nach meinem Konsum in meiner startenden Abstinenz bewusst.
Durchs Cannabis kam ich morgens schwer aus dem Bett, wenn ich am Vorabend konsumiert habe. Zu diesem Zeitpunkt dachte ich aber, es läge an meinem Stress.

Beim Kokain wurden mir die negativen Folgen auch erst später bewusst.
Wärend des Konsums dachte ich, ich sei fit und fokussiert, was aber nicht so war.
Ich war nur aufgeputscht und und mein Leistungsvolumen im bezug auf die Noten sanken, obwohl ich ein vielfaches gelernt habe wärend ich konsumierte.

8. Haben Sie trotz negativer Folgen weiter konsumiert?
Die negativen Folgen wurden mir erst in der Abstinenz bewusst.

9. Was für Werte wurden bei Ihrer Auffälligkeit festgestellt?
Blutwerte:
THC= 10ng
THC-11-OH = 4,4ng
THC-Carbonsäure= 72ng

Cocain= 34ng
Benzoylecgonin 110ng
Metabolit / (Methylecgonin)? = "ca 15"


10. Wann und wieviel haben Sie in der Woche vor der Auffälligkeit konsumiert?
Ich habe Montags - Donnerstags Abends jeweils ein - zwei Joints mit meinem Nachbarn Konsumiert.
Also zwischen 4-8 Joints.

Cocain habe ich Montag, Mittwoch und in der Nacht / zum Morgen vom Freitag jeweils 2-3 Bahnen konsumiert.


11. Wieviel und was haben Sie am Tag der Auffälligkeit Konsumiert?
2 Bahnen Cocain.

12. Gab es einen besonderen Grund für diesen Konsum?
Ich habe bis spät Nachts gelernt und bin an diesem Morgen extra früh aufgestanden um mir nochmal die Sachen für die Prüfung anzusehen.

13. Wie sind Sie auffällig geworden?
Ich wollte morgens zur Schule Fahren.
Als ich aus dem Haus kam, stand die Polizei vor meiner Tür, ich stieg in mein Auto, fuhr los und sie fuhren mir hinterher.
Ca 400 Meter weiter machten sie eine allg. Verkehrskontrolle.

Nur für die, die im Straßenverkehr ermittelt wurden(auch Parkplatz):
14. Was war der Zweck der Fahrt?
Ich wollte zum Unterricht fahren.

15. Wie weit wollten/sind Sie (ge)fahren?
Ich wollte ca 5km fahren.
Ich bin ca. 400 Meter gefahren.

16. Wie oft waren sie bereits unter Drogeneinfluss im Straßenverkehr unterwegs?
Nachdem ich mich mit der Thematik auseinander gesetzt habe, weiß ich heute, dass ich leider ca. 150x unter Einfluss von Drogen gefahren bin.

17. Wie haben Sie den Konflikt zwischen dem Drogenkonsum und dem Führen eines Kraftfahrzeuges gelöst?
Damals dachte ich, wenn ich abends Cannabis rauche, bin ich morgens wieder fahrtüchtig.
Es gab also keinen Konflikt.

Das Kokain hat mich übermütig gemacht, da gab es also auch keinen Konflikt.

18. Wieso ist es verboten unter Drogeneinfluss ein KFZ zu führen?
(Beschreibung bitte für die zutreffende Substanz)
Cannabis : Wirkt sich sehr negativ auf das Reaktionsvermögen aus.
Außerdem nimmt die Blendempfindlichkeit erheblich zu, was fatale auswirkungen mit sich bringen kann.
Die Zeitwahrnehmung verändert sich auch deutlich zum negativen.

Cocain : Man legt ein selbstüberschätztes Verhalten an den Tag, außerdem nimmt die Risikobereitschaft deutlich zu.
Die Koordinationsfähigkeit nimmt deutlich ab.


19. Wie lange stehen Sie nach dem Konsum von Drogen unter deren Einfluss?
Bei Cannabis ca. 36-48 std, bei sehr starkem Konsumverhalten teilweise sogar bis zu 72 Stunden.

Bei Kokain 12-24 Stunden.

20. Sind sie sich darüber im Klaren, welche Folgen es bei einem täglichen Konsum gibt?

Generell besteht bei täglichem Konsum aller Drogen die starke Gefahr abhängig zu werden.

Bei Cannabis besteht die Gefahr, in eine Psychose zu geraten.
Außerdem kann man Angstzustände bekommen, generell wird man angreifbarer für Depressionen und es ist sehr schädlich für die Lunge.
Dazu kann man seine Pflichten vernachlässigen, ebenso wie das soziale Umfeld.

Cocain hat ein riesen Suchtpotential.
Es besteht auch die sehr große Gefahr, paranoid zu werden.
Davon ab verschwindet das Hungergefühl, was durch die parallel erscheinende geförderte Aktivität zu drastischem Gewichtsverlust führen kann.
Es putscht auf, wodurch mal unter Schlafmangel leiden kann.
 

ResiseS

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Warum ist es passiert?

21. Welche persönlichen Hintergründe gab es für den Drogenkonsum?
Ich war überfordert.
Ich hatte ein hohes Maß an schulischem und familieren Stress, ich bin was meine Ausbildung betrifft sehr ehrgeizig und möchte alles so gut wie möglich machen, aber war überfordert, was mich sehr gestresst hat.

Daraufhin habe ich angefangen Cannabis zu konsumieren, damit ich abends vor dem Schlafen eine innere Ruhe finden konnte und mein Kopf etwas von den Problemen abschalten konnte.
So rauchte ich von ende September 2019 an unter der Woche täglich zum Abend hin einen Joint mit meinem Nachbarn.

Dazu ging es meiner Mutter zeitgleich psychisch sehr schlecht, sie war in einer Kur und als sie zurück kam, trennte sie sich von meinem Stiefvater und war weg. Niemand wusste wo sie war, oder wie es ihr ging.
Mein leiblicher Vater starb 5 Jahre zuvor an einen Hirntumor und ich habe mich in diese Zeit zurückgesetzt gefühlt, gepaart mit dem Schulischem stress, wusste ich damals nicht weiter und wollte davon einfach nur abschalten.

Deswegen rauchte ich weiter bis zum März abends vor dem schlafen gehen mit meinem Nachbarn einen Joint, manchmal auch 2 um besser von den Sorgen abschalten zu können.

Als dazu zum März 2020 der für mich empfundene, heftige Prüfungsstress begann, rauchte ich mit meinem Nachbarn mittlerweile bis zu 2 Joints am Abend.
Außerdem fing ich Anfang März 2020 an Kokain zum lernen zu Konsumieren.
Dies Tat ich bis zum Tag der Auffälligkeit am 13.03.2020 um bis Spät in die Nacht lernen zu können und fit für die Schule zu sein.

Ich war immer ein sehr verschlossener Mensch, auch vor dem Drogenkonsum.
Ich habe wärend der Abstinenz gelernt, über meine Probleme zu reden.
Das habe ich aber erst wärend meiner Abstinenz verstanden und auf-/verarbeitet.

22. Wie hat sich Ihr Umfeld über Ihren Drogenkonsum geäußert?
Außer mein Nachbar, bekam es niemand mit, da ich Cannabis nur vor dem schlafen gehen konsumierte und Kokain Spät abends, alleine zum lernen.

23. Gab es Ereignisse in Ihrem Leben, die zu verstärktem Konsum geführt haben?
Nein.

24. Haben Sie sich an Jemand um Hilfe gewandt, um den Drogenkonsum zu beenden?
(Warum, wann, wer?)
Nein, ich habe am Tag der Kontrolle jeglichen Konsum eingestellt.
Nach ca. 2 Wochen habe ich meinem Stiefvater, meiner Schwester und meiner Oma von meiner Situation erzählt.
Sie haben mir alle ihre Hilfe angeboten.

25. Gibt es in Ihrer Familie aktenkundige Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz oder Suchtkrankheiten?
nein.

26. Hatten sie Konsumpausen/spitzen?
Warum? Wann?
Nein

27. Was hat Sie daran gehindert, ohne Droge abzuschalten?
Ich mich selbst.
Ich habe mir selbst zu großen Druck gemacht und habe in meinem Leben nie gelernt, dass ich über meine Probleme reden kann und muss.
Ich habe immer alles in mich reingefressen und es mit mir selbst ausgemacht.
Nachdem ich mich viel mit mir selbst auseinander gesetzt habe, weiß ich, dass Drogen nur verdrängen, bzw. ganz kurz abschalten lassen und die Probleme nur verschlimmern, da man sie nur wegschiebt.

28. Waren Sie gefährdet in eine Drogenabhängigkeit zu geraten?
Jeder der Konsumiert, ist gefährdet abhängig zu werden.
Bei mir waren die Drogen aber nicht der Mittelpunkt meines Lebens.
So habe ich auch nicht an Wochenenden konsumiert, da ich dort nicht von der Ausbildung gestresst war.

29. Waren sie drogenabhängig?
Nein.
 

ResiseS

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30. Hätten sie, rückblickend, eine Drogenkarriere verhindern können?
Ja, hätte ich.
Ich hätte früher anfangen müssen, über meine Probleme oder Dinge die mich belasten zu reden.
Heute weiß ich, dass Drogen keine Probleme lösen, sondern sie nur kurzzeitig vergessen lassen und einen später noch schlimmer einholen.

31. Wieso haben Sie sich für eine Abstinenz entschieden?
Weil ich im nachhinein froh bin, dass ich niemanden verletzt habe!
Nachdem ich schon 2 Wochen Abstinent war, hatte ich klärende, offene und ehrliche Gespräche mit meinem Stievater und meiner Schwester, die nichts davon wussten, oder geahnt haben.
Mein Stiefvater ist sehr konservativ, ich dachte, als ich ihm alles beichtete, er würde mich aus der Familie verbannen, aber er hat mich in den Arm genommen und gesagt, er unterstützt mich bei allem, was für mich eins der größten Geschenke ist.

Das verhältnis zu meiner Schwester ist seitdem auch total gestärkt, das möchte ich für nichts auf der Welt wieder hergeben und auf Drogen ist es nicht möglich, da man automatisch geheimnisse für sich hat.

Ich bin aus meinen Fehlern reifer geworden und gewachsen, mit Drogen kommen wieder Geheimnisse und Rückschläge, das verhindere ich mit aller Kraft und es kommt nur mit einer strikten Abstinenz zustande!

32. Beschreiben Sie den Punkt, an dem Sie sich für ein abstinentes Leben entschieden haben (Knackpunkt)
Als die Polizei mich zur Wache gefahren hat, hab ich mich sehr geschämt.
Auf der Wache war kein Arzt, also mussten wir ins Klinikum fahren, wo ca 4 Jahre vorher mein Vater verstorben war, als wir dort ankamen, war es wie ein Schlag in die Fresse und ich habe es als Zeichen gesehen, dass ich genau dorthin gefahren wurde.

Bestärkt wurde ich ca. 2 Wochen später (2 Wochen abstinent), als ich das Gespräch mit meiner Schwester und meinen Stiefvater hatte.

33. Wieso kommt für Sie nur Abstinenz und nicht für gelegentlicher Konsum in Betracht?
Ich habe im Nachhinein viel negatives aus den 6 Monaten mit Drogen reflektiert und gemerkt, dass man seine Probleme zwar kurzzeitig verdrängt, aber nicht beseitigt, sondern nur verschlimmert. Durch Drogenkonsum generiert man Probleme.

Seitdem ich meine Probleme angegangen bin geht mein Leben wieder Bergauf und ich bin noch viel Leistungsfähiger, ich mag nicht das Risiko eingehen, diese Aspekte zu missen.

34. Wie haben Sie die Umstellung zur Abstinenz erlebt?
Ich habe die ersten 3 Nächte sehr schlecht geschlafen, weil ich aber auch den Kopf voll hatte, mit der Polizei-Kontrolle und dem Schlulstress,
ich habe dann sehr schnell angefangen mich auf die wichtigen Sachen zu konzentrieren, wie Lernen und habe sehr schnell gemerkt, dass die Leistungskurve von alleine stark nach oben ging. Ich wurde sehr schnell, viel fitter und vitaler.

35. Wer hat Ihnen dabei wie geholfen?
An erster Stelle ich mir selbst! Ich wollte es auch alleine schaffen und wurde nach den ersten 2 Wochen Abstinenz bei dem Gespräch mit meiner Schwester und Stiefvater damit belohnt, dass sie mir in Zukunft für alles ihre Hilfe anbieten und immer für mich da sein werden.

36. Wie reagiert Ihr Umfeld auf diese Umstellung?
Durchweg positiv, meine Schwester ist stolz auf mich, mein Stiefvater respektiert mich dafür, dass ich alles so strickt angehe und für meine Sachen gerade stehe.
Auf der Arbeit und im Unterricht bin ich wieder viel aktiver, leistungsfähiger und ausgeglichener.

37. Haben Sie nach der Auffälligkeit weiterhin Kontakt zu Ihren Drogenbekannten gehabt?
Die ersten 7 Monate gezwungener Maßen zu meinem Nachbarn, ich war seit dem Vorfall mit der Polizei zwar nicht mehr bei ihm Zu besuch, habe ihn aber natürlich noch regelmäßig gesehen. Habe ihm aber meine Lage erklärt und privat haben wir uns nicht mehr gesehen.
Nach 7 Monaten bin ich umgezogen.

38. Haben Sie nach Ihrer Auffälligkeit miterlebt, wie Ihre Bekannten Drogen konsumiert haben?
Nein.

39. Wie haben Sie in Zukunft vor mit Cannabis/dem Konsum umzugehen?
Ich meide den Kontakt zu Cannabis und deren Konsumenten.

40. Haben Sie zu Hause Cannabis?
Nein.

41. Wie wollen Sie es gegebenen Falls in Zukunft verhindern, nochmals unter Drogeneinfluss ein KFZ zu führen?
Indem ich strickt meine Abstinenz einhalte!
42. Wie wollen Sie einen beginnenden Rückfall erkennen?
Einen Rückfall schließe ich theoretisch aus, da ich Abstinenz lebe.
Sollte ich aber merken, dass die Gefahr bestehen sollte in dieses Muster zu fallen, habe ich gelernt, sofort gespräche mit meiner Familie oder engen Freunden zu suchen. Außerdem habe ich keine Scham, professionelle Hilfe aufzusuchen.

43. Wie ist derzeit der Konsum von Alkohol bei Ihnen?
Momentan trinke ich keinen Alkohol.
 

ResiseS

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Ja, aber es entspricht ja der Wahrheit, habe in meiner Vergangenheit halt ein paar mal pro Jahr, manchmal gar nicht im Jahr 1-2 0,33 Radler getrunken und jetzt seit über einem Jahr gar nicht und meine Antwort 'gefiel mir nicht' da ich halt keinen abstinenz Nachweis für Alkohol habe



Danke für deine Zeit und Energie mein Lieber ;)
 

Max

Super-Moderator und MPU Profi
Teammitglied
Administrator
habe in meiner Vergangenheit halt ein paar mal pro Jahr, manchmal gar nicht im Jahr 1-2 0,33 Radler getrunken und jetzt seit über einem Jahr gar nicht
Alles klar ... und bei einer Nachfrage, erzählst du es genau so wie du es hier geschrieben hast.

Du darfst dir jetzt deinen FB sinngemäß verinnerlichen, aber auf keinen Fall auswendig lernen.
Kurz vor deiner MPU machst du dich bei mir noch einmal bemerkbar. ;)
 

ResiseS

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Servus zusammen,

Hoffe ihr seid alle gesund und es geht euch gut.

Kurzes Update : hab Donnerstag erst die Antwort von der fahrerlaubnis Behörde bekommen, hatte ja den Antrag auf neuerteilung der FE gestellt.

Das war allerdings am 01.03.

Hab direkt mein MPI ausgesucht und zurück geschickt, mal sehen, wie lange sie diesmal brauchen.

Also sollte es bald losgehen, passt zeitlich ganz gut, da ich heute meine erste Abschlussprufung hatte und morgen die 2. Und 3. Folgen wird.

Halte euch auf dem laufendem!
 
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