MPU wegen Cannabis / hohe Werte

Sinner

Stamm-User
Naja, gelöst bisher garnicht..

Kann dann wohl erst danach mit den AN beginnen.. ist sehr blöd ehrlich gesagt..
Ja, das ist sehr blöd. Ich rate eigentlich gerne zur Haaranalyse, weil die Kosten geringer sind, man kein Gerenne hat und da auch nichts dazwischen kommen kann. Aber ist natürlich nur möglich, wenn man auch Haare hat, die lang genug sind. Wie schon erwähnt, kann man da auch Achselhaare, Intimbehaarung, Barthaare verwerten. Wenn du das alles nicht hast, wird es schwer.

Ich würde darüber nachdenken, ob du für den AN nicht kurz nach Hause fliegst. Das macht die Sache natürlich nicht billiger, aber dann musst du wenigstens nicht wieder von vorne anfangen.

Andere Möglichkeit wäre, den AN im Ausland zu erbringen. Die Zertifizierung muss DIN EN ISO/IEC 17025:2018 erfüllen, das steht zumindest auf meinem Abstinenznachweis. EN ist eine europäische Norm, daher sollte das eigentlich auch im europäischen Ausland möglich sein.

Das Problem mit schwammigen Auskünften hatte ich übrigens auch bei meinem MPI. Es ist leider nicht so, dass man auf schriftliche, klare Fragen auch schriftliche, klare Antworten bekommt. Das macht es nicht einfacher. Hast du mal versucht, das Labor zu fragen, wo du den AN erbringst?
 

thomaasrcl

Benutzer
Ja, das die arbeiten zwar nach der DIN EN. Leider gibt es hier aber nicht die Möglichkeit sich 24h vorher KURZFRISTIG einbestellen zu lassen. - und das ist wohl scheinbar ein Problem für viele MPI.

Man muss den Termin selbst vereinbaren und könnte ja somit versuchen das Ergebnis zu verfälschen.

Das Labor hier vor Ort weiß leider nichts über die Regeln bezüglich MPU.

Zudem bin ich ja kein ganzes Jahr hier und müsste dann in DE wieder ein neues Labor suchen, was auch die Befunde aus dem Ausland anerkennt.

Haare fallen leider weg, da sind meine viel zu kurz☹️

Ist einfach mega kompliziert…

Und kurzfristig nachhause fliegen wäre theoretisch möglich. In der Praxis aber schwierig, da ich ja dann auch pünktlich zum genannten Termin erscheinen muss. Und wenn die Flüge blöde Uhrzeiten haben, wird auch das schwierig..
 

Sinner

Stamm-User
Schwierig. Gibt es möglicherweise ein Labor, das auch in deinem Zielland Niederlassungen hat? Wenn ich an den TÜV denke, den gibt es ja auch in anderen Ländern. Da weiß ich aber nicht, ob sich das auch auf AN bezieht.

Vielleicht wäre es möglich, dass du bei Einbestellung durch das deutsche Labor einen AN in einem zertifizierten Labor im Ausland erbringst? Dazu muss man da natürlich spontan vorstellig werden können. Müsste man in Erfahrung bringen und vermutlich viel diskutieren und betteln, damit die das machen.

Kannst du deine beruflich bedingte Abwesenheit nicht mit deinem Labor abklären? Es gibt ja auch die Möglichkeit Urlaub zu machen. Da muss es doch irgendeine Lösung geben.

Ja, das die arbeiten zwar nach der DIN EN. Leider gibt es hier aber nicht die Möglichkeit sich 24h vorher KURZFRISTIG einbestellen zu lassen. - und das ist wohl scheinbar ein Problem für viele MPI.
Wäre das auch so, wenn du mit dem Labor im Ausland einen Vertrag abschließt? Die Möglichkeit muss es doch geben, dass man da kurzfristig einbestellt wird. Sonst fällt mir auch nichts mehr ein.
 

thomaasrcl

Benutzer
Hallo zusammen,

@Sinner vielen Dank für die Tipps! Ich schaue mal, was ich hier in Erfahrung bringen kann. Kompliziert wird es auf alle Fälle.

Den fb habe ich noch nicht ganz fertig, mich hat die Grippe erwischt und ich liege flach :( Sollte ich aber diese Woche noch hinkriegen.
 

thomaasrcl

Benutzer
Hallo zusammen,

ich hänge im FB bei Frage 32 und 41. Kann mir hier eventuell jemand weiterhelfen? Ich weiß nicht, was ich hier noch hinzufügen soll, auch wenn es scheinbar „zu wenig ist“.

Muss das wirklich so in die „Länge gezogen“ werden?

Und ich habe eine Frage bezüglich der bevorstehenden Legalisierung: Wird Cannabis dann immernoch als „Droge“ angesehen? Mir ist klar, dass die MPU dennoch kommt wenn man bekifft fährt. Aber kann der Gutachter dann immernoch so „streng“ urteilen? Es ist ja kein BTM mehr - und wo kein BTM auch keine BTM Sucht? Oder bin ich hier einfach etwas naiv und hoffnungsvoll?
 

Hans64

Stamm-User
Hi. In die Länge muss es nicht unbedingt gezogen werden, eher genauer dargestellt um Rückfragen zu vermeiden oder falls diese kommen darauf vorbereitet zu sein.
Mal paar Beispiele:

Der Knackpunkt war tatsächlich

Das "tatsächlich" ist zB überflüssig, was willst du damit sagen? Klingt als wolltest du etwas bekräftigen...was du vielleicht selbst tatsächlich nicht wirklich glaubst?!

Mir wurde bewusst, dass wenn ich so weiter mache ich in immer mehr Schwierigkeiten geraten werde
Wie wurde es dir bewusst?
Direkt bei der Kontrolle?
Oder doch eher amTag danach, als sich die erste Aufregung gelegt?
Hattest du denn keinen Denk Prozess als du dich entschlossen hast?
Wie meinst du das genau "wenn ich so weiter mache"...gabs vielleicht doch mehr als du bisher erzählt hast? (ist ne Fangfrage, deswegen "es" genau benennen, auch wenn es sich öfter im Gespräch wiederholt)
Was für "Schwierigkeiten" meinst du denn, die da "mehr" auf dich zukommen können? Kannst du sie benennen, weil du dich damit auseinander gesetzt hast?

Kontakt zu meinen damaligen Freunden schwerenherzens abzubrechen um aus diesem Teufelskreis herauszukommen.

Möglich das der GA nachfragen wird, warum es den für dich schwerenherzens war?
Wenn es um deine Abstinenz geht und du keine Schwierigkeiten mehr haben möchtest könnte man doch auch vermuten dass es dir leicht fallen könnte um eben dem Teufelskreis zu entfliehen (umgekehrt gedacht)
 

Hans64

Stamm-User
41. Wie wollen Sie es gegebenen Falls in Zukunft verhindern, nochmals unter Drogeneinfluss ein KFZ zu führen?
Indem ich meine Abstinenz strikt einhalte und mich mit meinen Problemen auseinandersetzte und darüber rede und nicht direkt auf Cannabis zurückgreife um die Probleme für ein paar Stunden zu vergessen. Denn durch Vergesslichkeit verschwinden die Probleme nicht gleich.

Bei dieser Frage wiederholt sich im Grunde zu deinen Strategien und was hat sich positiv geändert, nur diesmal auch im Bezug auf den Straßenverkehr.
Der erste Satz sich strikt an Abstinenz zu halten ist schon fast obligatorisch...
Was noch zu erwähnen ist, das du die Gefahr von Drogeneinfluss im Verkehr erkannt hast und du nun aufgeklärt bist.


Ne Beispiel Antwort die ich dem GA präsentiert hatte: (soll nur n Anreiz sein zum nachdenken)
"Durch meine Aufarbeitung, Selbstreflektion und Abstinenz führe ich ein besseres, verantwortungsbewusstes Leben und möchte dies auch beibehalten. Zudem ist mir durch die Aufklärung über Drogen mittlerweile klar geworden wie gefährlich und leichtsinnig es von mir war unter Drogeneinfluss am Steuer andere Menschenleben und meines zu gefährden."
 

thomaasrcl

Benutzer
Hallo zusammen,

hier der neue FB ;) @Max + @Hans64 würde mich freuen, wenn ihr mal drüberlesen könnt. :)

Wann haben Sie das allererste Mal von illegalen Drogen gehört?
In der 7. Klasse, im Rahmen einer Drogenaufklärungsstunde

2. Wann haben Sie das erste Mal konsumiert? (Datum)
Das war an Silvester 2020/2021

3. Wie sah der Konsum aus? (Konsumbiografie-Was, Wie, Welche Gelegenheit?)

Der erste Konsum fand an Silvester 2020 auf 2021 statt. Ich und meine Freundesgruppe waren vorher schon etwas neugierig bzgl. Cannabis. Als dann ein Freund an Silvester Cannabis konsumierte und fragte, ob ich mitrauchen möchte, habe ich dies getan. Denn wie gesagt, die Interesse daran gab es zuvor schon. Mir gefiel die entspannende & „lustige“ Wirkung des Cannabis. So kam es dazu das ich mit meiner Freundesgruppe auch nach Silvester immer öfter, anfangs nur an Wochenenden konsumiert habe um nach der stressigen Arbeitswoche abzuschalten. Ich befand mich zu dem Zeitpunkt in einer Ausbildung zum Kaufmann für Büromanagement. Irgendwann war es dann fast schon Routine, sich am Wochenende zu treffen und zu konsumieren.

Mit der Zeit (ca. ab Februar/März 2021) wurde der Konsum intensiver. Wir haben uns auch nach der Arbeit/Schule verabredet um Cannabis zu konsumieren. Und so hat sich dann auch langsam der fast tägliche Konsum eingeschlichen.

Ich wollte auch irgendwo einfach dazugehören. Bis auf diesen Freundeskreis hatte ich niemanden. Und dieser Freundeskreis hat sich langsam aber sicher fast nur noch um den Konsum von Cannabis gedreht. Ich hatte zudem Zeitpunkt ein relativ geringes Selbstwertgefühl und hab mich dann irgendwo auch immer überreden lassen, Cannabis zu konsumieren.

An manchen Tagen hatte ich keine Lust zu konsumieren. Als ich dann aber gefragt wurde, ob ich die Zeit und Lust hätte, habe ich meist zugestimmt, weil ich mich der Gruppe einfach zugehörig fühlen wollte und Angst vor Abweisung hatte. Ich hatte einfach Angst davor, dann abgewiesen zu werden so nach dem Motto „Der kifft nicht, den brauchen wir nicht in unserer Gruppe“.

Zwischen März und Mai 2021 hat sich der Konsum langsam aber sicher gesteigert.

Als dann im Mai 2021 die Prüfungsphase in der Ausbildung begonnen hat, hatte ich meine Konsumspitze bzw. habe täglich geraucht. Ich war dauerhaft gestresst und hatte gefühlt Druck von allen Seiten, diese Prüfungen gut zu belegen. Zuhause, auf der Arbeit und in der Schule. Alle haben das bestmögliche von mir erwartet und ich habe mir extrem viel Druck gemacht.

Um diesen ganzen Stress zu kompensieren, habe ich Cannabis geraucht. Nach dem Lernen, nach der Arbeit. Eigentlich nach jeder Kleinigkeit die mich irgendwie aus dem Konzept gebracht hat.

Leider hat sich das nach den Prüfungen im Juni 2021 nicht verbessert, da ich nun den Stress hatte, mir 1. Einen neuen Arbeitgeber zu suchen, da mein Ausbilder mich nicht übernahm und 2. Mich in dem neuen Betrieb zurechtzufinden. = Stresssituation. Und so kam es eben dazu das ich von Mai 2021 zur Auffälligkeit täglich konsumierte. (1-2 Joints täglich, potentes Cannabis)


4. Haben Sie Drogen zusammen mit Alkohol konsumiert?
Nein, ich habe nie Cannabis konsumiert und Alkohol dazu getrunken.

5. Wie ist der Umgang mit Alkohol gewesen?
Ich habe selten Alkohol getrunken. Wenn ich mal getrunken habe dann z.B an Geburtstagen oder Familienfeiern und hier dann auch immer nur 1-2 Gläser Sekt oder Bier. Die Wirkung von Alkohol gefällt mir nicht.

6. Sonstige Suchtmitteleinnahme?
Ich rauche täglich ca 10-15 Zigaretten.


7. Haben Sie bei sich negative Folgen festgestellt?


Anfangs habe ich keine negativen Folgen festgestellt. Als ich dann mehr konsumierte habe ich gemerkt, dass ich immer motivationsloser werde und immer „träge“ bin. Dies habe ich aber immer verdrängt bzw. mir da keine weiteren Gedanken drüber gemacht.

8. Haben Sie trotz negativer Folgen weiter konsumiert?
Ja, ich habe dennoch weiter konsumiert.

9. Was für Werte wurden bei Ihrer Auffälligkeit festgestellt?
35ng aktives THC, 186ng THC-COOH


10. Wann und wieviel haben Sie in der Woche vor der Auffälligkeit konsumiert?
In der Woche vor der Auffälligkeit habe ich an ca. 6 Tagen jeweils 2-3 Joints geraucht.


11. Wieviel und was haben Sie am Tag der Auffälligkeit Konsumiert?

Am Tag der Auffälligkeit habe ich 2 Joints konsumiert.

12. Gab es einen besonderen Grund für diesen Konsum?
Einen besonderen Grund gab es nicht. Ich habe mich mit Freunden zum Grillen verabredet und da Cannabis wie gesagt irgendwann im Alltag integriert war, haben wir bevor wir grillen wollten konsumiert.

13. Wie sind Sie auffällig geworden?
Auf dem Weg zum Freund, bei dem wir grillen wollten geriet ich in eine allgemeine Verkehrskontrolle. Der Polizist hat scheinbar den Geruch von Cannabis im Auto wahrgenommen und hat anschließend einen Urintest angeordnet, welcher dann natürlich positiv ausfiel.

14. Was war der Zweck der Fahrt?
Ich habe einen Freund im Nachbarort abgeholt und wollte anschließend zu einem anderem Freund fahren um zu grillen.

15. Wie weit wollten/sind Sie (ge)fahren?
Insgesamt (Hin- und Rückweg) waren es ca. 15km.

16. Wie oft waren sie bereits unter Drogeneinfluss im Straßenverkehr unterwegs?
Wenn ich bedenke, dass man als regelmäßiger Konsument auch noch bis zu 72h nach dem Konsum unter dem Einfluss von Cannabis steht, bin ich ca. 50-100x unter dem Einfluss von THC gefahren.

17. Wie haben Sie den Konflikt zwischen dem Drogenkonsum und dem Führen eines Kraftfahrzeuges gelöst?

Für mich gab es keinen Konflikt. Es hat mich nicht gestört unter dem Einfluss von Cannabis hinter das Steuer zu sitzen und ich war der Meinung unter THC ein Fahrzeug führen zu können. Ich war über die Risiken des Cannabiskonsums nicht richtig aufgeklärt und demnach war es mir wichtiger, von A nach B zu kommen, zur Arbeit zu fahren, mich mit Freunden zu treffen anstatt darauf zu achten, mich und andere Verkehrsteilnehmer nicht zu gefährden.

18. Wieso ist es verboten unter Drogeneinfluss ein KFZ zu führen?
Weil es die Konzentrationsfähigkeit, die Reaktionsfähigkeit und das Sehvermögen auch bis zu 72 Stunden nach dem Konsum beeinträchtigt und somit mich und vorallem andere Verkehrsteilnehmer in Gefahr bringt.

19. Wie lange stehen Sie nach dem Konsum von Drogen unter deren Einfluss?
Bis zu 72 Stunden nach dem Konsum.

Warum ist es passiert?

21. Welche persönlichen Hintergründe gab es für den Cannabis- Drogenkonsum?

Anfangs war es Neugier und Interesse. So kam es dann auch zum ersten Konsum an Silvester. Ich hatte mich schon länger gefragt, wie Cannabis so ist und habe nach dem ersten Konsum gefallen daran gefunden. Ebenso die Freunde, die damals auch das erste mal konsumiert haben.

So kam es dann dazu das wir dann anfiengen, am Wochenende zu konsumieren um einfach zu entspannen und ein wenig Spaß zu haben.
Gegen Februar/März 2021 steigerte sich der Konsum. Wir haben uns oft nach der Arbeit bzw. Schule verabredet um Cannabis zu konsumieren. So hat sich dann langsam aber sicher der regelmäßige Konsum eingeschlichen.

Es war auch letztendlich so, dass ich einfach irgendwo dazugehören wollte.
Mein Selbstwertgefühl war zu dieser Zeit sehr gering und ich habe immer nach Anerkennung und Verständnis gesucht. Durch den Konsum von Cannabis habe ich mich der Gruppe einfach zugehörig gefühlt, da es alle eben gefeiert haben. Ich wollte es immer allen Recht machen und hatte Angst, alleine zu sein.

Es gab auch Tage, an denen ich garkeine Lust hatte zu konsumieren. Meine „Freunde“ haben mich dann mehr oder weniger aber immer dazu überredet doch zu konsumieren. Bzw. war es dann oft so, dass ich gefragt wurde, ob ich Lust hätte, ein bisschen zu kiffen. Obwohl ich dann teilweise einfach keine Lust hatte, habe ich trotzdem konsumiert aus Angst dann von der Gruppe ausgeschlossen zu werden und alleine dazustehen, weil ich abgesehen von dieser Gruppe keinen mehr hatte da sich die Freunde, die nicht konsumiert haben auch irgendwann einfach zurückgezogen haben.




Ich befand mich zu dem Zeitpunkt in der Ausbildung zum Kaufmann für Büromanagement, was mit der Zeit immer stressiger und schwerer wurde. Ich wurde in der Arbeit sowie auch in der Schule unter Druck gesetzt. Und so habe ich Cannabis dann auch oft einfach genutzt um von dem ganzen Stress abzuschalten. Im Mai 2021 fing dann meine Prüfungsphase in der Ausbildung an. Ich war dauergestresst da ich nur noch am Lernen und arbeiten war. Freizeit hatte ich somit nicht mehr viel und so fing es dann auch an, dass ich abends alleine konsumiert habe um wieder „runterzukommen“.

So kam es dann dazu das ich nahezu täglich Cannabis konsumierte. Das war auch die Zeit meiner Konsumspitze bishin zur Auffälligkeit.

Es war dann auch irgendwann einfach im Alltag integriert und irgendwo eine Gewohnheit. Als ich mich mit dem Freundeskreis getroffen habe wurde immer konsumiert und ich hatte keinen „anderen“ Freundeskreis um dann davon Abstand zu nehmen. Ich wurde immer mit dem Konsum von Cannabis konfrontiert und aus Angst vor Abweisung und natürlich auch irgendwann aus Gewohnheit, habe ich immer mitkonsumiert. Es war wie ein Teufelskreis aus dem es sehr schwer war, wieder rauszukommen. Die einzige Lösung zu diesem Zeitpunkt wäre es gewesen, den Kontakt zu den Leuten abzubrechen. – warum ich es nicht tat? – aus Angst am ende alleine bzw. ohne Freunde dazustehen.

Im Endeffekt haben sich die anfangs „normalen“ Freundschaften zu Zweckfreundschaften entwickelt und es ging letztendlich nur noch um den Cannabiskonsum und darum, wie man es am besten beschaffen kann.

So wurden dann auch die Cannabiskäufe immer als „Gruppe“ getätigt. Also hat man das Geld zusammengelegt um so mehr Cannabis kaufen zu können was ja rückblickend auch dazu führte, nicht mehr aus diesem Kreis rauszukommen (Ich hoffe ihr versteht wie ich das meine)

Klar habe ich Cannabis nicht NUR wegen des Stresses konsumiert. Oft habe ich es aber unbewusst mit stressigen Situationen verbunden. (z.B heute hab ich Prüfung, danach rauch ich erstmal ein dicken Joint) und habe so auch immer versucht, mein steigenden Konsum zu rechtfertigen.

Kurz gefasst waren die persönlichen Hintergründe anfangs die Neugier und als es dann schlimmer wurde eben die Angst vor Abweisung, ein geringes Selbstwertgefühl und Stress.


22. Wie hat sich Ihr Umfeld über Ihren Drogenkonsum geäußert?
Zuhause wusste bis zum Vorfall niemand davon Bescheid.
ls ich dann vom Vorfall erzählte, waren Sie natürlich enttäuscht, haben mir aber direkt Hilfe angeboten und wir haben auch mehrmals ausführlich über das Thema gesprochen.
Freundschaften mit Menschen, die nicht konsumierten habe ich mehr oder weniger vernachlässigt mit der Zeit. Das waren Freundschaften aus der Berufsschule bzw. aus der Ausbildung.

Ich habe zwar ab und an noch etwas mit den Leuten unternommen, habe mich dann aber immer auf die Zeit mit meinem „konsumierenden“ Freunden gefreut und so auch den Konatkt mit der Zeit immer weniger gepflegt.

Es war NICHT so, dass ich den Kontakt garnicht mehr pflegt habe, er wurde aber deutlich weniger. Jetzt im Nachhinein bin ich froh, den Kontakt nicht komplett abgebrochen zu haben. Denn genau diese Leute haben mir nun geholfen da raus zu kommen und der Kontakt wird nun, nach der Auffälligkeit, auch regelmäßig gepflegt.


23. Gab es Ereignisse in Ihrem Leben, die zu verstärktem Konsum geführt haben?
Ja, die Prüfungsphase in der Ausbildung im Mai 2021 und der damit verbundene Druck sowie Stress in der Schule und auf der Arbeit haben dazu geführt, dass ich mehr Cannabis konsumierte. Zudem musste ich mir nach der Ausbildung, im Juli 2021 einen neuen Job suchen, was mich auch gestresst hat und ich dadurch mehr konsumierte.

24. Haben Sie sich an Jemand um Hilfe gewandt, um den Drogenkonsum zu beenden?
(Warum, wann, wer?)

Nach der ersten Auffälligkeit habe ich aus Angst vor Abweisung im Freundeskreis weiter konsumiert. Nach der zweiten Auffälligkeit, bei der dann Cannabis gefunden wurde (zu Fuß) hat es bei mir Klick gemacht, und mir war klar, dass ich mir Hilfe suchen muss !

Im März 2022, nach der zweiten Auffälligkeit habe ich mich gleich an meine Familie gewendet. Von meine damaligen Freunden bekam ich nur Abweisung, da sie ja immernoch konsumierten und es nicht gut fanden, dass ich das nicht mehr möchte. Habe dann oft mit meiner Familie gesprochen woraufhin ich dann auch von April – Mai 2022 5x in der Drogenberatung um die Thematik aufzuarbeiten und meinen Konsum zu reflektieren. Hier bin ich dann auch zum Entschluss gekommen, den Kontakt zu allen konsumierenden Freunden oder Bekannten abzubrechen. Ich habe dann auch gegen Juni/Juli 2022 wieder Kontakt zu alten Freunden aus der Berufsschule gesucht was mir auch sehr geholfen hat aus meinem „Alltag“ wieder rauszukommen. Wurde hier dann auch in eine Freundesgruppe integriert und habe auch viele neue Freundschaften geschlossen.


25. Gibt es in Ihrer Familie aktenkundige Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz oder Suchtkrankheiten?

nein

26. Hatten sie Konsumpausen/spitzen?
Warum? Wann?

Konsumpausen gab es in der Anfangszeit zwischen März und Mai 2021 immer mal wieder, da habe ich teilweise auch ca. 1 Woche nichts konsumiert.

Auch in Urlauben und Geschäftsreisen habe ich nicht konsumiert was auch kein Problem darstellte.
Die Konsumspitze begann im Mai, 2021, in der Prüfungsphase gepaar damit, das ich mir einen neuen Job suchen musste.
Seitdem ist der Konsum von Cannabis bishin zur Auffälligkeit aber auch nicht angestiegen sondern stetig gleich geblieben. ( ca. potente 2 Joints täglich)


27. Was hat Sie daran gehindert, ohne Droge abzuschalten?

Rückblickend war ich selber Schuld. Ich habe nicht darüber nachgedacht, einen anderen Weg zu finden, um abzuschalten. Cannabis war das, womit ich abschalten konnte. Wenn ich Cannabis konsumiert war für die Zeit ja alles in Ordnung. Das sich die Probleme dadurch nicht in Luft auflösen sondern nur aufgeschoben werden war mir in dieser Zeit egal. Die Konsumsteigerung und die Verhaltensveränderung war mir nicht bewusst und ich wollte es auch nicht einsehen.
 

thomaasrcl

Benutzer
28. Waren Sie gefährdet in eine Drogenabhängigkeit zu geraten?
Ja, denn jeder der Drogen konsumiert ist gefährdet, in eine Abhängigkeit zu geraten.

29. Waren sie drogenabhängig?
Nein.

In Urlauben, auf Geschäftsreisen oder in Situationen, in denen ich einfach kein Cannabis konsumieren konnte/sollte habe ich auch nichts konsumiert was auch kein Problem darstellte. Im Gegenteil, es tat auch irgendwo gut.

Als der Alltag dann aber wieder da war, bin ich in alte Verhaltensmuster gerutscht.


Wieso passiert das nicht wieder?

30. Hätten sie, rückblickend, eine Drogenkarriere verhindern können?


Ja, wenn ich mich von Anfang an über den Drogenkonsum und dessen Folgen informiert hätte. Zudem hätte ich mich einfach von Personen, die Drogen konsumieren fernhalten und über Wege zum Abschalten unabhängig von Cannabis nachdenken sollen.


31. Wieso haben Sie sich für eine Abstinenz entschieden?


Weil ich an mir selbst erlebt habe wie gelegentlicher Konsum sehr schnell zum regelmäßigen Konsum werden kann, was negative Folgen mit sich bringt.

Seitdem ich abstinent lebe bin ich glücklicher, nicht immer so demotiviert und finde auch wieder Freude an Dingen, die ich aufgrund des Cannabiskonsums vernachlässigt habe.

Durch Sport und Meditation habe ich einen Weg gefunden ohne Cannabis abzuschalten und kann mir auch nicht vorstellen, diese beiden Dinge zu missen.


32. Beschreiben Sie den Punkt, an dem Sie sich für ein abstinentes Leben entschieden haben (Knackpunkt)

Der Knackpunkt war erst die zweite Personenkontrolle, bei der Cannabis an mir gefunden wurde. Mir wurde schon kurz nach der Kontrolle bewusst, dass wenn weiterhin immer mehr Cannabis konsumiere, ich in immer mehr Schwierigkeiten geraten werde wie z.B Probleme mit der Polizei, im Straßenverkehr oder auch einfach die Gefahr in eine Drogenabhängigkeit zu rutschen. So habe ich mich dann dazu entschieden, abstinent zu leben und den Kontakt zu meinen damaligen Freunden abzubrechen, um aus diesem Teufelskreis herauszukommen.


33. Wieso kommt für Sie nur Abstinenz und nicht für gelegentlicher Konsum in Betracht?
Da ich gemerkt habe, wie aus gelegentlichem Konsum, regelmäßiger Konsum werden kann und einem der steigende Konsum sowie die damit verbundenen negativen Folgen nicht bewusst sind.

34. Wie haben Sie die Umstellung zur Abstinenz erlebt?

In den ersten beiden Wochen hatte ich Probleme beim einschlafen, da ich Cannabis auch dazu genutzt habe um eben nach einem langen Tag „abzuschalten“ was dann oft kurz vor dem einschlafen war.

Nach den zwei Wochen hatte ich keine Probleme und es ging mir sehr gut.

Musste dann natürlich einen anderen Weg finden und habe dann den Sport und vorallem die Meditation für mich entdeckt und mache das seitdem auch sehr regelmäßig.

5x die Woche gehe ich ins Gym und meditiere jeden Morgen und Abend.

Zudem habe ich wieder den Kontakt zu alten Freunden gesucht um mich zu „sozialisieren“ denn den alten Freundeskreis aus Konsumenten gab es nicht mehr.

Über einen Berufsschulfreund wurde ich dann in einen „neuen“ Freundeskreis intergiert, der mich super aufgenommen hat. Auch hier habe ich schon Freundschaften geschlossen und bin glücklicher denn je.

35. Wer hat Ihnen dabei wie geholfen?


Zum einen hat mir das Online-Abstinenzprogramm „Quit-the-Shit“ sehr gut geholfen. Hier musste ich täglich Tagebuch führen und am Ende einer Woche wurde dieses ausgewertet und es gab ein Gespräch mit einer Psychologin. – das hat mir vorallem in den ersten Wochen geholfen auch um es mir selbst einfach zu beweisen.

Und zum anderen hat meine Familie mich hier großartig und verständnisvoll unterstützt.

Zudem habe ich bisher auch 5x die Drogenberatung in Anspruch genommen, bei der meine Konsumhistorie einfach ein wenig aufgearbeitet und darüber gesprochen wird.

36. Wie reagiert Ihr Umfeld auf diese Umstellung?
Meine Familie war super froh und hat natürlich nur positiv darauf reagiert. Die Reaktion meiner „alten“ Freunde kenne ich nicht, da ich jeglichen Kontakt abgebrochen habe.

37. Haben Sie nach der Auffälligkeit weiterhin Kontakt zu Ihren Drogenbekannten gehabt?
Ja, bis hin zur zweiten Auffälligkeit 4 Wochen später. (zu Fuß)

Seitdem habe ich jeglichen Kontakt zu Drogen und deren Konsumenten abgebrochen.

38. Haben Sie nach Ihrer Auffälligkeit miterlebt, wie Ihre Bekannten Drogen konsumiert haben?
Nein, den ich habe jeglichen Kontakt zu Drogenkonsumenten abgebrochen.

39. Wie haben Sie in Zukunft vor mit Cannabis/dem Konsum umzugehen?

Ich habe gar nicht vor je wieder in Umgang mit Cannabis zu kommen.

Ich habe den Kontakt zu Drogenkonsumenten abgebrochen und vermeide auch weiterhin den Kontakt zu solchen. Durch die Aufarbeitung ist mir bewusst geworden, wie schnell es gehen kann.

Zudem habe ich gelernt anders mit Problemen umzugehen und mich intensiv damit auseinanderzusetzen um diese auch zu lösen anstatt diese „wegzurauchen“ Um dann mal abzuschalten habe ich eben den Sport sowie die Mediation entdeckt, was ich mir aus meinem Alltag auch gar nicht wegdenken kann.

40. Haben Sie zu Hause Cannabis?
nein

41. Wie wollen Sie es gegebenen Falls in Zukunft verhindern, nochmals unter Drogeneinfluss ein KFZ zu führen?


Durch meine Abstinenz und die damit verbundene Aufarbeitung sowie auch die Aufklärung über die Risiken des Drogenkonsums wurde mir klar, wie gefährlich es ist, Drogen zu konsumieren und vorallem, unter Drogen im Straßenverkehr teilzunehmen.

Seither bin ich glücklicher, lebe verantwortungsbewusster und möchte dies auch so beibehalten.

42. Wie wollen Sie einen beginnenden Rückfall erkennen?


Im Rahmen der Aufarbeitung ist mir bewusst geworden, dass sich meine Probleme und Stresssituationen durch Cannabis nicht in Luft auflösen sondern nur aufgeschoben werden. Einen Rückfall schließe ich aus da ich keinerlei Kontakt mehr zu Drogen und deren Konsumenten habe. Sollte ich dennoch in eine Stresssituation geraten oder Probleme haben, weiß ich nun das ich mich an meine Familie und im Ernstfall an z.B Psychologen oder proffesionelle Hilfe wenden kann.


43. Wie ist derzeit der Konsum von Alkohol bei Ihnen?
Ich trinke wenig Alkohol. Wenn dann z.B auf Geburtstagen oder an Familienfeiern 1-2 Gläser Sekt oder Bier. Hochgerechnet vielleicht 6-8x im Jahr.
 

MrMurphy

Stamm-User
Wird Cannabis dann immernoch als „Droge“ angesehen? Mir ist klar, dass die MPU dennoch kommt wenn man bekifft fährt. Aber kann der Gutachter dann immernoch so „streng“ urteilen? Es ist ja kein BTM mehr - und wo kein BTM auch keine BTM Sucht? Oder bin ich hier einfach etwas naiv und hoffnungsvoll?

Ja, du bist zu hoffnungsvoll.

Das ist eine der Gefahren, die durch die Legalisierung befürchtet wird: Das der Konsum Cannabis verharmlost wird.

Bei der Legalisierung geht es ausschließlich darum die vielen Verfahren, Urteile und auch Vorstrafen zu begrenzen. Und dem illegalen Drogenhandel für Cannabis soll die Grundlage entzogen werden. Wobei das eher fraglich ist, da der Preis für legales Cannabis durch die gesetzlichen Vorgaben wohl deutlich höher sein wird.

An der Gefährlichkeit (zum Beispiel als Fahrzeugführer) und dem Suchtpotential hat sich nichts geändert.

Aus dem Grund warnen viele Wissenschaftler und andere Fachleute vor der Freigabe und noch ist die Frage ungeklärt, ob der Staat, der ja zum Schutz seiner Bürger verpflichtet ist, so einen gefährlichen Stoff überhaupt mit nur geringen Einschräkungen (zum Beispiel Mindestalter) legalisieren darf.

Deshalb wird (meiner Kenntnis nach) auch nur der Konsum für den Eigendarf legalisiert. Der legale Verkauf und Handel wird stark eingeschränkt werden und engen Richtlinien unterliegen.

So sollen nur entsprechend zertifizierte Händler Cannabis verkaufen dürfen. Werbung wird wohl verboten, die Verpackung muss neutral sein, eventuell wird die auch genau vorgeschrieben. Im Geschäft und auf den Verpackungen werden wohl Warnhinweise vorgeschrieben, wahrscheinlich muss das Verkaufspersonal auch auf die Gefahren hinweisen.

Somit werden Drogenfahrten grundsätzlich weiterhin unter Strafe stehen und Fahrverbote sowie eine MPU nach sich ziehen.

Aktuell sind bei der Frage der Drogenfahrten unter anderem zwei Fragen offen:

Sollen Fahrten unter geringen Mengen Cannabis aus medizinischen Gründen straffrei bleiben.

und

Sollen Fahrten straffrei bleiben, wenn der Konsum länger als zwei oder drei Tage zurückliegt? Cannabis hat dann wohl keine Auswirkungen mehr, ist dann aber trotzdem noch im Körper nachweisbar.
 

Hans64

Stamm-User
@Hans64 würde mich freuen, wenn ihr mal drüberlesen könnt.
Hi, hab ich gemacht.

Du wirst öfters Dinge im mpu Gespräch wiederholen müssen, und zum GA zu sagen: "Wie gesagt..." kommt nicht so gut.

Mit der Zeit (ca. ab Februar/März 2021) wurde der Konsum intensiver. Wir haben uns auch nach der Arbeit/Schule verabredet um Cannabis zu konsumieren. Und so hat sich dann auch langsam der fast tägliche Konsum eingeschlichen.
Inwiefern intensiver? Wie darf sich der GA das vorstellen, wenn es keine konkreten Angaben gibt, wie Menge.
Fast täglich ist schon ne treffende Aussage, ohne Zweifel, aber dann möchte man auch wissen wie viel täglich.
Manche holzen ein gramm oder mehr am Tag weg, manche machen sich kleine Joints und rauchen bloß n paar Brösel am Tag, für nen leichten Turn...

Ich wollte auch irgendwo einfach dazugehören. Bis auf diesen Freundeskreis hatte ich niemanden. Und dieser Freundeskreis hat sich langsam aber sicher fast nur noch um den Konsum von Cannabis gedreht. Ich hatte zudem Zeitpunkt ein relativ geringes Selbstwertgefühl und hab mich dann irgendwo auch immer überreden lassen, Cannabis zu konsumieren.
Umpacken in Frage 21...wenn du es dort bereits erwähntst dann streich es.
Und Erklärungen wie "auch einfach irgendwo" sagt nichts aus, klingt eher wie "Hab mir keine Gedanken dazu gemacht"


An manchen Tagen hatte ich keine Lust zu konsumieren. Als ich dann aber gefragt wurde, ob ich die Zeit und Lust hätte, habe ich meist zugestimmt, weil ich mich der Gruppe einfach zugehörig fühlen wollte und Angst vor Abweisung hatte. Ich hatte einfach Angst davor, dann abgewiesen zu werden so nach dem Motto „Der kifft nicht, den brauchen wir nicht in unserer Gruppe“.
OK, sagt einiges zu deinem Motiven (Frage 21), aber weniger zu deinem Konsum und Konsumgelegenheiten?

Zwischen März und Mai 2021 hat sich der Konsum langsam aber sicher gesteigert.
Auch wieder Mengenangaben fehlen.
Wenn du ohnehin schon oben angegeben hast fast täglich zu konsumieren, dann wäre ja ne Steigerung nur via Menge möglich, oder?

Ich war dauerhaft gestresst und hatte gefühlt Druck von allen Seiten, diese Prüfungen gut zu belegen. Zuhause, auf der Arbeit und in der Schule. Alle haben das bestmögliche von mir erwartet und ich habe mir extrem viel Druck gemacht.
Passt zu Frage 21

Was willst du mit dem "Leider" ausdrücken? Einen auf Tränendrüse oder selbstmittleid...so klingt das nämlich. Würde ich weglassen.

Und so kam es eben dazu das ich von Mai 2021 zur Auffälligkeit täglich konsumierte. (1-2 Joints täglich, potentes Cannabis)
"Und so kam es eben dazu..."...klingt wie ne logische Schlussfolgerung das man potentes Cannabis rauchen muss wenn man sich einen neuen Betrieb sucht und sich da zurecht finden muss.
Was erhoffst du dir von der Aussage "potentes Cannabis"? Was glaubst du wie das beim GA ankommt?
Das musst du anders ausdrücken, das potente Cannabis weglassen und die Motive wiederum in Frage 21 packen.

Die Wirkung von Alkohol gefällt mir nicht.
Warum trinkst du ihn überhaupt? Bei der letzten Frage gibst du nämlich an, selten Alkohol zu trinken ;)

Einen besonderen Grund gab es nicht.
Gibt immer einen Grund. In deinem Fall scheinbar die Gewohnheit und die Gruppe?

Hier wieder..."so kam es".
Du warst für deinen Konsum verantwortlich, für jeden einzelnen Joint hast du immer eine Entscheidung getroffen es zu tun...vielleicht durch die Gewohnheit zum Teil auch unterbewusst, aber bestimmt "kam es nicht dazu".
Verstehst du was ich dir damit sagen möchte? Es geht um Selbstreflektion und Aufarbeitung und nicht die Erzählung deiner Geschichte.

So hat sich dann langsam aber sicher der regelmäßige Konsum eingeschlichen.
Hier schon wieder...der Konsum hat sich nicht "eingeschlichen", er hat sich entwickelt (weil du es zugelassen hast)


;)


Es war dann auch irgendwann einfach im Alltag integriert und irgendwo eine Gewohnheit.
Da machst du dir es einfach irgendwo zu einfach ;) Solche Sätze sind gaaaaaanz weit weg von Selbstreflektion und Aufarbeitung; klingt wie "is halt so!". Wenn Menschen solche Sätze sagen, haben sie meist dazu ein schulterzucken in der Körpersprache. Kommt nicht so gut, kann ich mir vorstellen.

den Kontakt zu den Leuten abzubrechen. – warum ich es nicht tat? – aus Angst am ende alleine bzw. ohne Freunde dazustehen.
...und weil du vielleicht Schwierigkeiten hast neue Menschen kennen zu lernen oder neues soziales Umfeld zu schaffen? Ist nur ne Vermutung von mir, wäre zumindest ne Erklärung ;)

n (Ich hoffe ihr versteht wie ich das meine)
Ich verstehe was du meinst, war selbst in der Szene. Geht aber darum das der GA versteht bzw nachvollziehen kann. Aber er wird dann entsprechend Rückfragen und ich denke das du das auch beantworten kannst, seh ich jetzt als nicht tragisch.

Oft habe ich es aber unbewusst mit stressigen Situationen verbunden.
Unbewusst Drogen zu konsumieren wird der GA als Motiv nicht akzeptieren, im Gegenteil...grad wenn es unbewusst passiert ist, erwartet er von dir um so mehr, dass du ihm JETZT erklären kannst warum du es damals unbewusst gemacht hast. Und er wird solange darauf rum bohren bis du ne Erklärung hast oder auch nicht!
Das ist ja das tricky thing an der MPU! Selbstreflektion und Aufarbeitung.

Kurz gefasst waren die persönlichen Hintergründe anfangs die Neugier und als es dann schlimmer wurde eben die Angst vor Abweisung, ein geringes Selbstwertgefühl und Stress.
Soweit so gut zu Frage 21. Aber eine Frage dazu hätte ich.
Von fast täglichen Konsum bis hin zu täglichen Konsum, bewusst, unbewusst, aus Gruppenzugehörigkeit, wegen Stress und Angst, soweit ersichtlich.
Aber hast du immer in der Gruppe konsumiert oder auch alleine? Wie war es da? Ich finde man hört mehr "Gruppe" und weniger "du".
Ich meine, wer täglich konsumiert wird doch nicht täglich mit der Gruppe zusammen sein, zumal du Abschnitte hattest in dem du wenig Freizeit beschreibst?
Mal so von mir ein Gedanken Ansatz.

ca. potente 2 Joints täglich)
Lass bitte das "potente joints" weg...was willst du damit dem GA sagen? Das du zu den besonders harten Checker zählst die immer "Fett potent" rauchen? Das bringt dir nur dumme Rückfragen oder ein Strinrunzeln des Psychologen ein.

29. Waren sie drogenabhängig?
Nein.

In Urlauben, auf Geschäftsreisen oder in Situationen, in denen ich einfach kein Cannabis konsumieren konnte/sollte habe ich auch nichts konsumiert was auch kein Problem darstellte. Im Gegenteil, es tat auch irgendwo gut.

Als der Alltag dann aber wieder da war, bin ich in alte Verhaltensmuster gerutscht.
Nur mit nein antworten. Sich nicht unnötig um Kopf und Kragen reden

30. Hätten sie, rückblickend, eine Drogenkarriere verhindern können?


Ja, wenn ich mich von Anfang an über den Drogenkonsum und dessen Folgen informiert hätte. Zudem hätte ich mich einfach von Personen, die Drogen konsumieren fernhalten und über Wege zum Abschalten unabhängig von Cannabis nachdenken sollen.
Stress Bewältigung, sich den Ängsten stellen und den hinterfragten Gruppenzwang nicht vergessen zu erwähnen, wenn du den wie oben erwähnt hast, dann muss diese Erkenntnis mit hier einfließen

39. Wie haben Sie in Zukunft vor mit Cannabis/dem Konsum umzugehen?

Ich habe gar nicht vor je wieder in Umgang mit Cannabis zu kommen.
Unglücklich formuliert.
Ich halte mich strikt an Abstinenz. Diese Frage wird von fast allen Usern ähnlich beantwortet ;)

42. Wie wollen Sie einen beginnenden Rückfall erkennen?


Im Rahmen der Aufarbeitung ist mir bewusst geworden, dass sich meine Probleme und Stresssituationen durch Cannabis nicht in Luft auflösen sondern nur aufgeschoben werden. Einen Rückfall schließe ich aus da ich keinerlei Kontakt mehr zu Drogen und deren Konsumenten habe. Sollte ich dennoch in eine Stresssituation geraten oder Probleme haben, weiß ich nun das ich mich an meine Familie und im Ernstfall an z.B Psychologen oder proffesionelle Hilfe wenden kann.
Das ist noch zu wenig.
Da musst du noch verstärkt auf die Motive und alte Denkmuster eingehen die du als Stolpersteine erkannt hast, und deine Strategien, die du dazu entwickelt hast.


So, das war jetzt mal ein Feedback von mir und Gedankenansätze von mir.

Weiterhin fleißig hier im Forum lesen, auch die aktuelleren FB mit den Korrekturen von Max sind sehr hilfreich.

Gruß Hans64
 
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