Karl-Heinz
MPU Profi
Ja, das kann ich sehr gut verstehen !
Es gibt aber auch gute Methoden, dem entgegenzuwirken.
LG
Es gibt aber auch gute Methoden, dem entgegenzuwirken.
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Du hattest geschrieben, dass es gute Methoden gibt, um der Sorge vor alten Mustern entgegenzuwirken.Es gibt aber auch gute Methoden, dem entgegenzuwirken.
Ich habe am Vatertag mit meinem Vater gesprochen und es ging darum, dass ich zurzeit arbeitslos sei und dass ich schnell wieder an die Arbeit soll (wie damals: schnell, sonst Versagen). Da ich die Erkenntnis hatte, habe ich es auch nicht als Angriff auf mein Ego gesehen, sondern einfach gesagt, dass ich es momentan langsam angehe. Ich habe schon zwei Bewerbungen raus, die ich auch ohne Führerschein erreichen kann (Wohnlage sehr schwierig mit ÖPNV), und habe ruhig argumentiert, dass er mich nicht hetzen soll und ich jetzt Schritt für Schritt gehe. Ich hätte mich damals sofort unter Druck gesetzt gefühlt, heute bin ich viel überlegter und ruhiger mit dem Gespräch umgegangen.magst du uns teilhaben lassen?
Ich schlage dir mal eine vor, die ich mir bei dir gut vorstellen kann:Du hattest geschrieben, dass es gute Methoden gibt, um der Sorge vor alten Mustern entgegenzuwirken.
Was genau sind das für Methoden?
Dir auchEuch allen einen guten Start in die Woche!

Da ich sehr viel am PC sitze, werde ich mir direkt eine auf meinen Schreibtisch stellen.Kaufe dir doch drei Königsfiguren, die „deinem“ möglichst ähnlich sind.
Mega stark gearbeitet !! Das ist genau das warum es nicht darum geht so schnell wie möglich den Führerschein zurück zu bekommen, sondern hinzuschauen, auszuhalten und lernen für sich einzustehen.Ja das finde ich auch!.
Ich habe am Vatertag mit meinem Vater gesprochen und es ging darum, dass ich zurzeit arbeitslos sei und dass ich schnell wieder an die Arbeit soll (wie damals: schnell, sonst Versagen). Da ich die Erkenntnis hatte, habe ich es auch nicht als Angriff auf mein Ego gesehen, sondern einfach gesagt, dass ich es momentan langsam angehe. Ich habe schon zwei Bewerbungen raus, die ich auch ohne Führerschein erreichen kann (Wohnlage sehr schwierig mit ÖPNV), und habe ruhig argumentiert, dass er mich nicht hetzen soll und ich jetzt Schritt für Schritt gehe. Ich hätte mich damals sofort unter Druck gesetzt gefühlt, heute bin ich viel überlegter und ruhiger mit dem Gespräch umgegangen.
Oder mit meinem Sohn, der jetzt 18 Jahre wird: Ich habe ihm gesagt, dass ich zurzeit finanzielle Probleme habe und er deshalb kein Auto von mir erwarten kann (hatte ich ihm mal gesagt). Ich habe ihm meine Lage offen und sehr überlegt dargelegt. Er hat es positiv aufgenommen und meinte, er findet es gut, dass ich ehrlich bin, und dass er sich nur wünscht, dass ich weiterhin für ihn da bin (ich habe mich früher immer unter Druck gesetzt gefühlt). Hier habe ich meine Schwäche (Ego-Versagen) als Stärke für mich genutzt, um darüber zu sprechen. Es war danach total befreiend, nicht liefern zu müssen!!! Oder zu denken: ICH MUSS JETZT IRGENDWIE LIEFERN.
Und oder noch was: Da ich eine Absage erhalten habe, habe ich das Gefühl gehabt: Mensch, warum denn nicht, ich erfülle doch alles. Ich habe mich aufgeregt – aber ich habe mir selber gesagt, dass es kein Versagen ist, sondern es vielleicht andere Kandidaten gibt, die besser ins Unternehmen passen und sie genauso gut qualifiziert sein können. Und ich habe danach erst mal nix gemacht und mich ein paar Tage später bei einem anderen Unternehmen beworben.
Zusätzlich muss ich ehrlich sagen, dass ich von letzter Woche Mittwoch bis Freitag fast durchgehend ins Forum geguckt habe (lach) und mir dachte: Warum antwortet denn keiner? Ich war drauf und dran, loszuschreiben. Aber: Nein, nicht dieses Mal! Ich habe doch selber vorgegeben, dass es langsamer und überlegter ablaufen soll. Da habe ich gemerkt, dass der König das Ruder übernehmen wollte und sofort unüberlegt und schnell weitermachen wollte (hmmm, da war er wieder).
Das bedeutet mir echt viel und gibt mir unheimlich viel Kraft und Mut.Mega stark gearbeitet !! Das ist genau das warum es nicht darum geht so schnell wie möglich den Führerschein zurück zu bekommen, sondern hinzuschauen, auszuhalten und lernen für sich einzustehen.
Toll das du mit deinem Vater und deinem Sohn gesprochen hast und das positive was sich daraus ergeben hat wird dich auch durch weitere „schwierige“ Situationen tragen. Mega stark von dir !
Darauf würde ich dich gerne noch einmal hinweisen:Es stimmt absolut
Das Auszuhalten und ehrlich hinzuschauen war verdammt schwer, aber das Gefühl danach war einfach nur befreiend. Ich merke jetzt erst, wie viel Energie mich dieser alte Panzer gekostet hat (lach).

Du hast mich erwischt! (Und ich mich jetzt auch.)Mir zeigt dieses „lach“ ganz am Ende, dass das ein wunder Punkt für dich ist ( ja, genau, da, wo es -noch- wehtut).
Es ist, sehr kurz gefasst, ein „Freudscher Dementieffekt“, haha, seht ihr, es berührt mich nicht, ich lache doch darüber.

) mindestens 1 Tag lang sacken lassen.


Oh ja! Meine ganze Denkweise und mein Verhalten haben sich signifikant verändert. Noch nicht stabil, aber auf einem guten Weg.Und jetzt schaue mal, was sich in dir in 6 Wochen getan, verändert hat, ganz schön viel, oder ?
Gut, dann fangen wir hier an. Alles vor der ersten MPU sollten wir vielleicht separat behandeln, ich würde gerne direkt mit der Zeit nach der ersten MPU anfangen.Wenn du bereit bist, schaue mal genau, bei welcher Antwort du dich z.B. am meisten gerechtfertigt hast und/ oder mit Logik versucht hast zu argumentieren…
Was würdest du heute antworten ?
Hier sehe ich heute nur Ausreden und Rechtfertigungen, warum ich das gemacht habe, aber keine wirkliche Ursache!2016: Körperverletzung völlig nüchtern
Ich war so beschämt und aufgewühlt, weil der Neue meiner Exfrau mich öfter angeschrieben hatte. Wir hatten uns sehr massiv beleidigt. Dadurch habe ich mich wirklich schlecht gefühlt und war sehr aggressiv und emotional am Boden. Ich wollte nicht einsehen, dass wir uns getrennt haben. Nach einem weiteren Schreiben von dem Typen habe ich den Entschluss gefasst, ihm gegenüberzutreten. Ich habe ihn dann mit einem Kantholz verprügelt. Ich muss sagen, danach ging es mir besser, weil ich meine Aggressionen an ihm rausgelassen habe und ich mir wieder vorkam wie ein Mann. Rückblickend war das natürlich der falsche Weg und ich froh bin das er keine bleibenden Schäden hatte. Ich habe mich während der Scheidung zurückgezogen und bin in alte Verhaltensmuster gerutscht. Ich konnte nicht mit der Situation umgehen. Weil ich zu diesem Zeitpunkt Gefühlsmäßig echt am Boden war und keine Strategie hatte wie ich in so einem Fall (Scheidung) damit umzugehen habe. (Freispruch, weil ich in einem anderen Verfahren (Der Zugunfall) mit einer höheren Strafe rechnen sollte und man mir nicht das Leben verbauen wollte.)
28.03.2017 Gefährdung durch Fahren unter Einfluss berauschender Mittel (Zug-Unfall) Urteil: fahrlässige gefährlichen Eingriff in den Bahnverkehr in Tateinheit mit fahrlässiger Trunkenheit THC Wert 2,1 μg/l
Da ich am Abend zuvor einen Joint geraucht hatte, habe ich am Tag des Unfalls überhaupt nicht nachgedacht, weil ich angenommen habe, dass ich völlig klar bin. Da ich die Wirkung aber letztlich unterschätzt habe, hatte ich erst hinterher bei Gericht die Erkenntnis, dass man auch in der Ausschleifphase zu unüberlegten Handlungen neigt oder Fehlentscheidungen treffen kann.
Logisch…, ich würde gerne direkt mit der Zeit nach der ersten MPU anfangen.

Richtig !Damlas
Hier sehe ich heute nur Ausreden und Rechtfertigungen, warum ich das gemacht habe, aber keine wirkliche Ursache!
Eh klar !Ich denke, zwei Sachen sollten erst mal reichen,

Das rührt ganz klar aus meiner Kindheit her. Ich bin einfach so aufgezogen worden, dass ich immer perfekt und stark sein musste, um vor meinem Vater nicht als Versager zu gelten.Aber woher rührt das denn ?
Weil ich früher gelernt habe, dass ich echte Anerkennung und Liebe nur durch Leistung und das perfekte Funktionieren erhalten kann. Wenn dieses Funktionieren bedroht war (wie bei der Trennung oder den nicht gut fühlen), kam sofort die Angst hoch, nichts wert zu sein. Deshalb musste mein Ego diesen Schutzpanzer so verteidigen.Dass dir das so überproportional, also in einem höchst ungesunden Maße wichtig war ?
Sobald ich mich in meinem Königreich bedroht fühlte, versuchte ich mit allen Mitteln, sei es Gewalt oder sich zu betäuben, die Kontrolle wieder an mich zu reißen. In diesen Momenten waren die anderen Menschen für mich nur Figuren und die Gesetze, die es gibt, völlig egal. Ich wollte damals einfach nur mein Ego stärken, koste es, was es wolle. Da war ich rücksichtslos.Dass es zu antisozialen Verhaltensweisen führte ?